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Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 9. Oktober: Meist trüb, Regcnfätte. Temperatur wie heute. Westliche Winde.
aUeder. Hieran schließt sich die öffentliche Versammlung, m welcher u. a. sprechen winden: Rechtsanwalt Dr. Rumpf über die Geschäftslage der Auti^Duell-Liga und Unlversitätsp-coftssor Tr. v. .Amira über Gesichtspunkte der Antö-Dnell-Bewegung.
Meine Tageschronik.
Die Tollster der Besitzerin des Gasthofes Katherl in Tarvis hat sich von einer 56 Meter hohen Eisenbahn brücke in den Abgrund gestürzt und wurde als gräßlich verstümmelte Leiche auf gefunden. .
gekommen seien, LeMttcn aber, sie Miffcntlich verwendet zu haben. Vertäust habe man gar keine. Wenn gefüllte Fla'chen mit fremder Firma vorhanden gewesen seien, so seien sie stets im Haushalt verwendet worden. Die Angeklagten berieten sich and)1" aus große Firmen, die ebenso verfahren sollen, allein das Gericht erkannte sie schuldig und verurteilte den B. wegen 18 Fällen zu 2700 ML eventuell zu 180 Tagen Gefängnis, ben L. wegen 12 Fällen zu 1800 Mk., eventuell zu 120 Tagen Gefängnis, den Sch. wegen 10x Füllen zu 1500 Mk., everttuell zu 100 Tagen Gefängnis und die W. wegen 12 Fällen zu 1800 Mk., eventuell zu 120 Tagen Gefängnis.
blCnt* Die deutsche Anti-Duell-Liga hält chre Generalversammlung am 13. Oktober in München ab. Nach einem Dang losen Mittagessen im „Russischen Hof" findet.dort die geschlossene Mitgliederversammlung statt. Auf der Tagesordnung ücht Tätigkeitsbericht der Liga, Kassenbericht, Präsitnalfrage, Frage bezüglich der Redaktion der „Mitteilungen" der Liga, Ergänzung des obersten Ehrenrates, sowie verschiedene Anfragen der Mtt--
Vrigirral-Dralstmelvringen.
Berlin, 8. ,Dtt. Wie das „Bcrl. Tagebi." hört, ist di- jetzt veröffentlichte Ministerbesetzung bereits vor mehreren Wochen in allen Einzelheiten verabredet worden. Auch der Nachfolger de sHerrnvon Schön in Petersburg ist bereits ernannt, sein Name dürfte indes erst in einigen Tagen bekannt -gegeben werden. Eine Neubesetzung unserer Botschaftcrposten ist zunächst nicht zu erwarten und ganz besonders sind alle Meldungen, die bett Rücktritt des Fürsten Radolin vom französischen Botschafterposten ankündigen, absolut erfunden. Nur auf einigen 'Gesandtenposten stehen noch Veränderungen bevor, und daraus ergibt sich, daß auch der neue Botschafter in Petersburg nur den Kreisen der bisherigen Gesandten entnommen werden kann.
Lan st ro p, 8. Okt. Ein Bergmann schickte sein neunjähriges Töchterchen zu einem Schlächter, um etwas einzukaufen. Als das Kind nickst das Gewünschte brachte, geriet der Vater in Wut, nahm ent Schlachtmesser und verletzte sein Kind damit so, daß es bald darauf starb.
München, 8. Okt. Tas Ministerium lehnte das Gesuch des hiesigen Magistrats wegen Zulassung der Feuer- bestattung in Bayern und Errichtung eines Krematoriums in München ab.
Stuttgart, 8. Okt. Gestern tagte hier der 2 0. e v a n g. Kirchengesangvereinstag. Nach dem vom Vorsitzenden Prälat D. F l ö r i n g - Darmstadt erstatteten Jahresbericht zählt, der Verband 2020 Chöre, darunter 532 Schülerchöre, mit 70 000 Mitgliedern. Heute nachmittag fand in Cannstatt eine Gedächtnisfeier für den früheren Vorsitzenden Geh. Kirchenrat Köstlin statt.
Wien, 8. Okt. Graf W e d e l l s Abschied von Wien wird in Oesterreich sehr bedauert. Besonders schätzt man ihn wegen, seiner Verdienste um das Zustandekommen der Handelsverträge und der Algeeiras-Akte.
W i e n, 8. Okt. Die Resist enzbewegungderEise n- bahn er dauert ungeschwächt fort Tie bisher stattgehabten Verhandlungen haben zu keinem Resultat geführt, obwohl das Eisen'dahnministerium sich alle Mühe gibt, eine Verständigung> herbeizuführen. Tie Situation ist insofern verschärft, als die. Direktion der Staatsbahn gestern abend streikende Arbetter der Maschmen-Werkstätte gekündigt hat.
Budapest, 8. Okt. Einzelne Blätter behaupten auf das»! bestimmteste, daß die ungarische Regierung in den A us gl ei chs- ver Handlunge n einen g r o ß e n S r e g errungen habe, indem sie von 1910 gb die seit langem ersehnte sogen, ungarische Nationalbank sich gesichert habe.
Bukarest, 8. Okt. Die Polizei verhaftete eine armenische Verschwörerbande, in deren Wohnung man zahlreiche verdächtige Schriften, eine große Menge Dynamit und Bomben beschlagnahmte. Tie Verhafteteii wurden , trotz ihres Leugnens überführt, an einer Verschwörung in Sofia beteiligt gewesen zu sein.
Haag, 8. Okt. Bei der Abstimmung der Delegierten im ’ Haag über die Einrichtung eines Weltschiedsgerichtes , wurde die als erwünscht bezeichnete Einmütigkeit Nicht erzielt. ■ Das Weltschiedsgericht ist dadurch gefallen.
Petersburg, 8. Okt. In Woronesch überfiel eine- Bande den E r z b i s ch o f W l a d i m i r, der auf einer Hitten- fahrt begriffen war. Ein Scheiterhaufen wurde.angezündet und . Anstalten getroffen, den Erzbischof lebendig zu ver- - brennen. Erst int letzten Augenblick kam Hilfe und es gelang,.
6 Mitglieder der Bande zu verhaften.
Geriehtssaat.
— Benutzung fre mder g e ke n n zei chn et e r Flaschen. Wegen je eines Vergehens gegen §14 des Reichsgesetzes zum Schutze der Warenbezeichnung hatten sich die Mineral- wasserfabrikanten Hans B., Konr. L., Friedrich Sch. und die Inhaberin eines Mineralwassergeschiiftes Mise W.,, sämtlich in Nürnberg, zu verantworten. D'e Angeklagten sollen trotz Warnung das von ihnen fabrizierte Waffer in Flasck)en, die anderen Firmen, wie Maisch, Heindel, Sieghart, Merkel usw. gehören und deren Firma auf den Flaschen st-and, gefüllt und sie teils verkauft, teils zum> Verkauf bereitgestellt haben, xsie gaben ioebi zu, daß Flaschen von. anderen Firmen zu ihnen herern-
.................... . ion enstiftung. Wie .3 Philadelphia gelneldet wirb, wird das Quäker College in- ^warthmore, Pennsylvanien, voraussichtlich in ben nächsten Tagew ben Ruhm beanspruchen können, die Annahme einer Zwölfmillionen- sii'lung abgelehnt zu haben. Denn so hoch hat die soeben verstorbene eiche 'Quäkerin Miß Jeanes die Gabe festgesetzt, die sie dem Quäker tzollerw zugedacht hat. Allein die Dame, die nebenbei auch noch
Buddhismus neigte, hat ihre Stiftung mit einer Bedingung verknüpft, die den Senat des College unannehmbar scheint: bic Studenten der Anstalt sollen sich verpflichten, fortan sich aller nkvletifchcn und sportlichen Wettkampfe zwischen den Lehranstalten in enthalten. So wird denn die Stiftung voraussichtlich abgelchnt werden. Miß Jeanes halte vor einiger Zeit vier Millionen für die Förderung der Siegererziehung gespendet.
* Der Ehrenhandel der Kellnerin. J»i dem pjuüaen Cafö der kleinen ungar. Stadt Jäsz Börcny war eine reiiende junge Kellnerin angestellt, die ihre Ehre und die ihrer Kolleginnen hoch hielt. Als der Verlobte der Kellnerin eines Tages Iine abfällige Aeußeinng über die Freundinnen machte, f o r d e r 1 e ibn seine schneidige B r a u t zu einem Duell auf Leben und Tod ,iit Pistolen. Alles war aufs beste vorbereitet und die kühne Kellnerin fand sich mit ihren Sekundanten pünktlich an deni für den Zweikampf befiinuntcTi Platze ein. Sie war aber nicht wenig überrascht, als an Stelle ihres Bräutigams die Polizei erichien und die Verfechterin der Frauenehre zur Abkühlung ihrer Leidenschaft nach dem Spritzenhaus brachte, das als Ortsgefängiiis
Spmplan des ’glaien Kvßener Stadtiyealers.
Tirettion Her m. S t e i n g o e t t e r.
Dienstag den 8. Oktober, 8 Uhr: .Nordijche Heerfahrt." Mittwoch den 9. Okt., 7 Uhr: „Hilsarensieber." Freitag den 11. Okt., 8 Uhr: „Wlntermärchen." Sonntag den 13. Okt., uachniittags 31/, Uhr: Schüler-Vorstellung: „Minna von Barnhelm." Abends 71/, Uhr: „Sherlok Holmes'" •
Hrr Südwestäsrika, ben Brombevger Mühlen und den Dirnziger Wt'ilyunaen der Seehandlung. Hierzu bemerkt die „Swrdd.
Qta"* Die auf ben sog. Peifer Bullen und die Orangen ". ^Tanger bezüglichen Angabeti sind glatt crfunbeiL Tw T q’irCbb Allg. Ztg." nimmt Gelegenk-eit, die Erzählung von dem *'a eisernen Beständen der Werft in D. verschwundenen, ^'arge als frei erfundene Anekdote zu bezeichnen^ was fich sckwli daraus ergebe, daß ein eiserner Befand von Särgen auf keiner einzigen kaiserlichen Werft geführt werde
♦ Eine unannehmbare Millionen st i f t it n g. Wie
FermiLien-Nachpichten.
Verlobte: Fräuleiii Alnra Rudelius nut Herrn Walther Melsheimer in Bad-Nauheim; Fräulein Ottilie Schughart mit Herrn Wilhelm Stoll in Gettenau; Fräulein Rosa Goldenberg mit Herrn Julius Goldenberg in Kestrich.
©efto ebene: Herr Heinrich Thylmann in Kiliarislädtcii; Herr Karl Deeg in Büdingen; Fraii Julie Alotz in Büdingen; Herr Johann Georg Staaden in Lenti.
Kaudel.
A d l er-W erk e vorm. Heiitrich Kley er Fran kfurt a.M. Zur Aufklärung teilt die Gesellschaft mit, dasi chre sämtliche,i Werkstätten im laufenden Geschäftsjahr bei lohnenden Preisen noch .besser beschäftigt waren als im vorigen Jahre und daß auch für 1908 in Fahrrädern, Schreibmaschinen wie Motorwagen und Klein- Autos grosze Abschlüsse zu normalen Preisen Vorlagen.
Voii der Wiener Börse. Jtifolge des Abschlusses der Ausgleichsverhandlungeii iaiid am Sonntag ein reger Privatver- kehr mit namhaften Kurssteigerungen statt. Gegen die Schluß- tuije ani Samstag wurden Kredit, Rima unb Ungarische Hypo- theketiba'.ik nm 9, Staatsbank um 4, Ungarische Kreditbank um 13, Alpine um 3, Ungarische Kronenrente um 7,8% höher umgesetzt.
Aus ben Minenbezirken von Johannesburg. Die äußerst günftigen Resultate der seit Motiaten aui mehreren Gruben betriebenen Versuche mit kleinen handlichen Gesteinbohr- maschincn lassen schon letzt trotz der Heimkehr der Chiueseii die Lösiing der Arbeiterfrage und eine bedeutende Verminderung der Arbeitskosteii demlich ertennen, tu dem 8% der so schwer beschaffenden Hämmer-Boys erspart iverdcn fömteit. Die Stimmung ist daher ireniger gedrückt wie seit langem uni) hoffnungsvoll. — Ein reicher Er'zfuiid mürbe aus der Village Deep Mine in einer Stärke vott 11 Fuß mit Pennyweight gemadjt.
Märkte.
-w. Frankfttrt a. M., 8. Okt. (Tel.) Gestern und heute sand hier Pserde markt statt. Es war nainentlich geftent schölies Material ausgetrieben, doch mar das- Geschäft sehr flau, iiameritlich m Lilxuspierden. Nur bet Pferden schwereit Schlages war das Geschäft günstig. Heule mav der Auftrieb noch geringer als gestern unb der Handel sehr schleppend.
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