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06/11/1907 Zweites Blatt
 
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zustelken, dürfte deshakd pir jeden Landwirt von Interesse!

ein. Auch die Landwirte, die nicht in Mecklenburg ansäs ia j yje » nicht unter den dortigen ähnlichen Wirtschaft^ ber^Qmn^len arbeiten, dürften manche wertvolle Anreauna und Belehrung aus dem Buche schöpfen. °

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IClcitte praktische RatschlZge

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menge und um die Wärmeleitung zu vermehren. Etwas größere Flächen, wie Weinberge, schützt man durch Anzünden nasser Gegenstände (Stroh, Reisig) von der Windseite her, um durch die schweren Rauchwolken die Strahlung zu ver­hüten. Bei Wässerungswiesen rieselt man, um die Fläche mit Wasser zu decken, oder man staut das Wasser in die Gräben ein, um die Feuchtigkeit zu vermehren. Die Verbesse- riing der Moorböden durch eine Sanddecke beseitigt auch die vor derselben stark anftretenden Nachtfrostschäden oder ver­ringert sie ganz erheblich, weil Feuchtigkeit und Wärme­leitung sich verändern.

Entwurf eines AbschäüttugsverfahrcnS fiiv Land und Rentengüter.

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Aedakiwn. (£ c n fi Hetz. Rotationsdruck und Lertaa der B r üh t'schen Umversitäts-Buch- und Stemdruckerei. R. Lange. (Siefeen-

Für diese kommen hier _ , head Zuchten wie

Strub e's, Bese ler, Mette's, Kirsches-Square head in Betracht. Eine in neuerer Zeit aus Holland eingeführte SorteWrlhelmina Weizen" hat sich ebenfalls sehr gut bewährt und mitunter Erträge gebracht, die denen des Square head Weizen nicht nachstehem Für weniger gute Weizenböden und besonders für höhere Lagen,'wo der Winterweizen leicht dem Auswintern ausgesetzt ist, haben sich sehr gut bewährt: Urtoba-Weizen, Mains stand up Merzen, Rrmpans Bastard Weiten und andere. Da die Zeit der Weizensaat nahe gerückt ist, muß der Landwirt daran denken, sich Saatgut zu beschaffen. Die beste Ge­legenheit hierzu hat er, solches in vorzüglicher Qualität zu erhalten bei den Sa a t b a u st e l le n der Landwirt- schastskammer für das Großherzogtum Hessen. Die Saad- Vermittelungsstelle derselben in Darmstadt, Neckar­straße 8, ist gerne bereit, die Vermittelung zu übernehmen.

Von Oekonomierat P. Möller (Rostock i. M.).

(Leipzig, Verlagshandlung Richard Carl Schmidt u. Co.) Die Bonitierung, d. h. die Wertschätzung von Grund und Boden, ist eines der schwierigsten Kapitel der Landwirt­schaft, für das bis jetzt noch keine allgemein gütigen Grund­sätze aufgestellt werden konnten. Es ist daher mit Freude zu begrüßen, wenn der Verfasser es unternommen hat, die in seiner engeren Heimat bestehenden Bonitierungs­verhältnisse einer Durchsicht zu unterziehen und den Ver­such zu machen, ein neues System der Wertabschätzung land­wirtschaftlicher Güter auf'mstellen, das den zu wünschenden Vorzügen der Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Einfachheit mehr entspricht, als die seither gebräuchlichen Verfahren. Durch diesen praktischen Zweck der Schrift ist ihre äußere Gestaltung naturgemäß von selbst gegeben; es werden zu­nächst die Vorzüge und Mängel der bestehenden Abschätz­ungsverfahren und die Grundsätze erläutert, auf die es zur Gewinnung eines zuverlässigen Verfahrens ankommt. Sodann wird int 2. Abschnitt nachgewiesen, in welch hohem Maß die Bonitierung von den tm Laufe der Zeit vorkom­menden Kulturveränderungen und den im immerwährenden Fluß begriffenen Wirtschastsveränderungeu, von den agrar- politischen und wissenschaftlichen F-ortschritlen abhängig ist. Dadurch werden von Zeit zu Zeit Modifikatwnen der Boni- tterungsgrundsätze erforderlich. Eine solche Modifikation der mecklenburgischen Grundsätze bei Bonilieruitaen, die der Verfasser eingehend erläutert, stellt das von chm borge- I schlagene Verfahren bar. Er legt ihm die durchschnittliche Pachtrente sämtlicher Domänen des Landes zugrunde, die nach statistischen Aufstellungen, die sich auf über 100 Jahr I erstrecken, für die Wertermittelung zutreffender und znver- läftiger ist, als der vielfach schwankende Verkaufswert der Guter. Das vorgeschlagene Verfahren beruht zunächst auf enter- genauen Beschreibung des abzuschätzenden Gutes nach setner Lage, den klimatischen Verhältnissen, den Bodenver- haltntssen. Grenzen und Flächeninhalt, Fruchtfolge, Lage des Gutshofes, Gebäude, Inventar, Arbeiterverhältnissen, den allgemeinen wirtschaftlichen und den privatrechtlichen, sowte den öffentlich rechtlichen Verhältnissen, technischen Nebengewerben, früheren Werttaxen (unter Angabe der in­zwischen vorgenommenett Verbes,erringen) und dem allge- I metnett Kulturzustand. Danach ist ein typisches Musterstück mittlererJBonität zu bestimmen und alles Land in auf- und absteigender Linie einzttschätzen. Die Bonitierung erfolgt nur zu dem Zweck, die Bvdengüte, relativ genommen, nad) bestimmten Wertangaben zu bemessen. Es geschieht dies durch die Angabe der Flächengröße, welche bei den berfthiedenen Bodenarten für bie br^ielung derselben Frucht- menge erforderlich ist. Diese Art der Bonitierung hat vor den bisher üblichen den Vorzug, daß sie genauer ist und sich mehr dem Wechsel der wirtschaftlichen Verhältn Le aupaßt. ®ie Werttaxe endlich, bie der Verfasser der Ertragsberech- nnng zugrunde legt, beruht auf der Durchschnittspachtrente de^ Landes, da diese sich den wirklichen Ertragsverhältnissen besser anpaßt, als der Verkaufswert, denn dieser ist zum großen Teil von anderen, nicht aus der Beschaffenheit des Gutes selbst entspringenden Verhältnissen abhängig. Das vorczeschlagene Abschätzungsverfahren, das durch einige ty-

J?eifpiele. erläutert wird, wird beim An- und Verkauf gute Dienste leisten und auch bei Kapitalaufnahmen, Erbtei­lungen usw. ein zuverlässiges Hilfsmittel sein. Die genaue Bodenkunde des ihm gehörenden Feldes ist für den Landwirt an und für sich äußerst wertvoll, da er danach seine Wirt- fthaft einrichten kann. Sie nach dem in dem vorliegenden Buche vor^eschlagenen einfachen Bonitierungsverfahren fest-

Die Weizensaat. Der Anbau des Winterwetzens, welcher bei uns im Großherzogtum Hessen in den letzten Bahren in einigen Gegenden, so in Rheinhessen zurück- gegangen war, hat in neuerer Zeit wieder mehr Freunde unter den Landwirten gefunden, welche seither ausschließ­lich Roggen gebaut, obwohl ihr Feld auch Weizenfeld war. Cs mag dies zum Teil den etwas höheren Getreidepreisen, die nunmehr wieder eljer ben Weizenbau lohnten, nicht zum Geringsten aber auch dem Vorhandensein neuer, er­tragreicher Weizensorten zuzuschreiben sein. Die großen Fortschritte auf dem Gebiete der Pflanzenzucht brachten uns hochertragreiche Sorten, sowohl für die besten, wie auch geringeren Weizenböden. '

besonders unsere Square Strub e's, Beseler,

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I Einiges über die Fällungszeit des Tte natürliche Reifezeit des Holzes ist kär Winter- Es fint da alle Fasern gehör^ verholzt und die Markstrahlzellen sind mit! beniemgpn festen Ltvffen erfüllt, welche die Bestimmung halben

I L?. Frühling bei der Bildung der jungen Blätter und!

Triebe verwendet zu werden. Im Winter g:ben sie dem <ooti L - - mebr Körper, mehr Festigkeit, vermehren die Menge der brenn- 1 z tvir OarEN Teile, auf der anderen Seite aber können sie nneß l'mldje roieber die Ursache der inneren Verderbnis (Stockigwerden) H ' S3 for», da fte leichter als die Holzfaser in Giirung über­gehen und dadurch dieselbe öfters anstccken, sofern man nicht r Q;rec derjenigen Mittel, welche die rasche Austrocknung des Holzes auch in seinem Innern zu fördern ver­mögen lenem Uebel von vornherein begegnet. Beim Laubholz wendet man säst ohne Ausnahme Winterhieb an, weil beim

das Stockigwerden hier in viel höherem Maße zu

a 3 r fim.außerdem vermindert der ^afthieb die Breunkraft, die Tauer uni) andere wertvolle Eigen- schaften. Wenn beim Elchenschälbetrieb dec Safthieb Regel ist, so muß man be-rücksichtigen, daß die wertvolle Rinde, welche ;u bieiei- Zeit am gerb sto ff reichsten ist, nicht Nivhl ander) gewonnen werden kann, und daß auch das erzeugte Holz, weil es leichter und mit mehr Flamme brennt, trotz verminderter Brennkrasc iu tol".b^n bflegt- Ist man aber besonderer Verhältnisse wegen genötigt, Laubholz in Saft zu hauen, so ist sehr zweckmäßig, dasselbe so lange unentästet liegen zu lassen, bis die Blatter welken, ex) lange sie nämlich noch frisch sind, saugen sie das L>astwasser, welches dem Holze verderbenbringend werden konnte, aus dem Innern des Stammes auf und vcr- buusten es gründlich und schnell- Beim Nadelholz ist öfter- der >safthieb^Negel, namentlich im Gebirge, ivo die Wälder wegen des hohen Schnees rin Wmter vielfach unzugänglich sind- Wird die Rinde gleich nach der Fällung abgeschätt, so ist für die Güte de^ Holzes nicyts zu befürchten; nur reißt es manchmal stark aus, wird aber leichter und daher für die Flößerei, auch für dre Bauzwecke geeigneter; es wird ferner tragfabiger, schöner in ber Farbe, die Insekten werden eher fern gehalten re- In wirtschliftlicher Hinsicht zeigen sich freilich Nachteile, namenb- 10) dort, wo die Wälder auf natürlichem Wege verjüngt werden »ollen, weil am pingen Holz, auf welches die alten Bäume ge- wvrien werden, und welches auch rwch die Aufbereitung und lener etämme auszuhalten hat, bedeutender Schaden geichieht. Nur die Forche muß im Vorwinter gehauen werden, lm ^asth.eb das Holz gerne blau wird und dann minder verkäuflich ist.