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Diese Rationen gelten pro Tag und pro 2 Kilo Lebendgewicht. Hühner, die schwerer sind, bekommen also im Verhältnis mehr. Dieses Futter genügt, die Hühner körperlich kräftig zu erhalten und es gibt ihnen auch alles, was zur Bildung des Eies und der Schale nötig ist. Für Hühner, die keinen Auslauf haben, ist eine tägliche Gabe Grünfutter notwendig, zu empfehlen ist Klee, besonders . Luzerne, aber auch Gras, t^emüsereste, Salat usw. wird gcru genommen. Dieses Grünfutter befördert gar sehr den Stoffwechsel und dadurch die Gesundheit der Tiere. Ein Auslauf kann allerdings dadurch nicht ersetzt werden.
Werden diese kurzen Winke befolgt, so wird die .Hühnerzucht schon rentabel sein, noch mehr aber ist es der Fall, wenn der Züchter sich auch auf die Fleischproduktion verlegt, Poularden zieht und diese an Delikateßgeschäfte oder noch besser an Gasthöfe verkaufen kann.
Neuerungen auf dem Kevlete der Zierirual) u;rg und -K^ltung.
Dr. Kl e b c r g e r, Södcl.
(Schluß.)
Diese auf Stärke als Einheitswert reduzierten Werke anderer Futtermittel benennt Kellner als den „S t ä r k e w e r t" der Futtcr- mitteL Die Zahlen selber aber sollen an geben die An z a h l K i l ogramm Stärke, die bei der Ernährung dieselbe Menge Energie i nt Tier körper z u m A n - satz bringen wie 100 Kilogr. des zu bewertenden Futtermittels.
_ .Die größte Bedeutung dieser neuen Kellnerschcn Methode be- tehk darin, daß er hier bei der vergleichenden Bewertung der ver- chredenen Futtermittel nicht mehr wie dies früher bei dem Nähr- stoffverhältnis der Fall war, den Gel-alt der Futtermittel an ordentuchen Nährstoffen zugrunde legt, s o n d e r n d a ß e r v u r den durch 100 Gewichtsteileu des betreffenden Futter m i t t els i m Tierkörper bedingten Stoff- ansatz berücksichtigt. — Diesen durch den Stofsansatz im Tierkorper zum Ausdrucke kommenden Wert der Futtermittel bezeichnet Kellner als ihren Produktionswert
Diese Bewertung Kellners crsck-eint mit aus dem Grunde berechtigt, da eine große Reihe von Futtermitteln in ihrer Wir- kung auf den Stofsansatz nicht b<i5 bieten, was sie nach Maßgabe ihres Gehaltes an ordentlichen Nährstoffen eltva bieten könnten Stlmmt die Nähruoffw.rkung eines Futtermittels mit dem Gel-alt oh ordentlichen Nähritoffen ziemlich überein, so nennt cs Kellner „vollwertig". Bleibt dagegen die Wirkung hinter der auf Grund des Gehalts au ordentlichen Nährstoffen zu er- wartenden zurück, so wird als „Wertigkeit" dieser Futter- stofse von.Kellner die Zahl bezeichnet, die die Größe der Leistung der betreffenden Futtermittel ausgedrückt in Prozenten der tlro- «tisch möglichen Leistung angibt. — So, ist z. B. die Wertigkeit von Heu mittler.r Qualität 67, von Haferstroh 45, von getrocknetem Biertreber 84 rc.
Der sck-on früher angeführte „Stärkewert" sowie der Pro- bu'tioiiswert der Futtermittel genügt nach Kellner nun nicht, um die Wirkung der Nährstoffe eines Futtermittels beurteilen zu können, da die phy|iologische Bedeutung der Eiweißstoffe in dem Starkewert nicht zum Ausdrucke kommt. Um diesem Mangel ab- 8UOfIren, bezieht er die Menge der vorhandenen stickstosfreien SubUunz aus Kohlehydrate bcr.'chnet auf ein Teil ordentlichen „Rein eiweißes" und bezeichnet dieses Verhältnis als „E i - w e l ß v e r hä l t n i s". Um aber auch der Smdcrstellung des Futters als träger größerer Energiemengen gerecht zu werden, multiplizierte er die Menge des vorhandenen Futters mit 2,2, da er in seinen Versuck-eu fand, daß Fett etwa 2,2 mal soviel Energie liefere als die Kohlehydrate. Diese so erl-altene Zahl addierte er bann an sonstigen stickstoffreien Stoffen. Als Beispiel diene folgendes:
~ .Eine Futterration enthalte in 100 Teilen an ordentlichen Swssen 9 Teile Rohprotein, wovon ein Teil 9Uchteiweiß, ferner zwei Teile Fett und 60 Teile stickstoffreier Extraktstofse. Das Etweißvcrhältnis berechnet sich dann wie folgt:
9 — 1 : 2,2 X 2 -j- CO == 8 : 64,4 = 1 : 8,0 5.
Was bedeutet nun diese Aenderung der Wertschätzung und Wertsbegriffe für die landwirtschaftliche Praxis?
Zunächst mnß ohne jeden Zweifel zugegeben werden, daß das Verfahren der Wertschätzung der Futtermittel auf Grund wirklicher stofflicher Leistung im Tierkörper einen ganz außerordent- lick-en Fortschritt , bedeutet, denn selbst der größte Gehalt an ordentlichen Nährstoffen ist wertlos, wenn nicht durch das Futtermittel zgleiuch eine entsprechende stoffliche Leistung bewirkt wird.
Andererseits wird durch die Angabe der für die Ernährung nötigen Stärkewerte sowie Proteinsubstanz die Ausstellung von Futterrationen bedeutend erleichtert.
Es darf aber nicht versäumt werden, darauf hin zu weisen, daß gerade in den Stärkwerten eine große Gefahr liegt. — Denn sehr leicht ist der praktische Landwirt geneigt, sich bei der Wertschätzung verschiedener Futtermittel nur auf die Stärkewerte
zu stüzen und so den Proteingehalt und teilweise vielleicht auch den Fettgehalt stark zu vernachlässigen. — Diese durchaus nicht zu unterschätzende Gefahr hat namentlich dann eine besondere Bedeutung, wenn cs sich nicht sowohl nm eine Fütterung zu Wert- zwccken, als um eine Fütterung zum Zwecke sonstiger Leistungen wie z. B. Milch-, Kraft- und Zuchtleistungen handelt. In diesen drei genannten Fällen ist es nicht sowohl der Stoffansatz, a's vielmel/r, der Stoffumsatz, der die Hauptrolle spielt und gerade hierbei i|t die a u s rei ch e n d n i ch t z u g r o ß u n d nicht zu k l e t it bemesseneMengederverbreitetenProtein- stoffe iin Tierkörper von besonderer Wichtigkeit. — Wird nun in einem solchen Falle bei der Fütterung nur nach Stärkewerten gewertet, so müssen Irrtümer entstehen, die der Landwirt leicht teuer bezahlen darf.
. Ob das Kellncrsche Verfahren der Wertschätzung der Futter- Niittel gerade mit Rücksicht auf die oben genannten Nutzungszwecke nicht noch mancher Ergänzungen bedarf, wird sich erst in absehbarer Z.üt beantworten lassen.
Noch in einer anderen Richtung aber ist Kellner mit außer- ordeiitlich interessanten und hoch bedeutsamen Neuerungen auf dem Gebiete der tierischen Ernährung in letzter Zeit hervor- getret'n. Er berichtet hierüber wie folgt:
Es gelingt einen recht erl-eblichen Teil des Nahrungseiweißes durch Ammoniak zu er.etzen, sofern man durch gleichzeitige Kvhle- hydratzulage den Stärkewert etwas erhöht. Der Respirations- Versuch crgab nämlich, daß bei Ammoniaksütterung erheblich mehr Kohlehydrate als bei Eiweißfütterung verbraucht wurden, und daß der Fettansatz deingemäß entsprechend vermindert wurde. Es gibt also Stickstofssubstanzen nicht eiweißartiger Natur, die — walwicheinlich im Futterbrei in Eiweiß umgewandelt — die in Gegenwart zureichender Mengen von Kohlehydraten bei der Milchbildung an ixe Stelle des Nahrungseiweißes treten können. Gleichwertig mit deut Eiweiß ist das Ammoniak aber selbstverständlich nicht, da es einen stärkeren Kohlehydratverbrauch bedingt.
Daß nicht alle Stickstoffverbindungen sich so verhalten wie das Ammonische, geht aus den bisher mit Asperegie und Grasextrakt ausgeführten Versuchen hervor und es wäre daher nach wie vor ein unbedachter Schritt, wollte man zur Rechnung mit Rohpiwtein üb er gehen.
Einer Vcrsütterung von Ammoniak soll hier keineswegs das Wort geredet luerben. Schon der hohe Preis hierzu geeigni t.r Ammoniaksalze (essigsauren Ammoniaks) würde dies verbieten. Indessen kann vielleicht doch einmal die Zeit kommen, in der die proteinreichen Futterstoffe soweit im Preise steigen, und Aiumoniaksalze so billig hergcstellt werxn können, daß an eine wirtschaftliche Ausbeute dr Tatsache herangetreten werden kann.
oür die • Praxis haben diese theoretisch hoch bedeutsamen Untersuchungen, wie Kellner selbst ganz richtig erkennt, zu- nächst keinen besonderen Wert. Das eine jedoch ergibt sich ganz klar aus ihnen, daß namentlich bezüglich des Stosfansatzes der Milchtiere in mancher Hinsicht ganz andere Gesetze obwalten, als bezüglich der Masttiere und gerade hier wird es die Aufgabe der Praxis sein, die sich dem neuen Kellnerschcn Wertssysteme zuwendet, kritisch zu prüfen, wieweit die in diesem System enthaltenen Daten praktisch sich bewähren.
Wenn wir uns nun hier mit Neuerungen auf dem Gebiete der Ticrcrnährung und Haltung befassen, so scheint es angebracht, auch einen Blick auf die Neuerungen auf dem Futtermarkte zu werfen und nns mit dm vielfach neu angebotenen Futtermitteln etwas näher zu befassen.
An erster Stelle wäre hier zu nennen eine Reihe von Abfallprodukten des Maises, die vorwiegend aus Amerika bei uns importiert werden. Unter ihnen- ist „Maizena" eines der wertvollsten. Cs präsentiert sich im wesentlichen als Rückstände des zur Darstellung entfetteten Maismehls verwendeten Maises, ist vorwiegend von gut.r Qualität und in seiner Zusammensetzung wenig schwankend. Garantiert werden in der Regel 26 bis 28 Prozent Fett und Protein.
Als besonders wertvolles Milchfuttec wird häufig „Glucose" oder Mais-Oelkuchenmehl empfohlen. Es muß dieses Futtermittel vorwiegend als Rückstand der Maisstärkefabrikation angesprochen werden und zeichnet es sich daher besonders durch hohen Fett- und Proteingehiilt aus. Garantiert werden in der Regel zirka 30 bis 32 Prozent Fett und Protein, doch ist die Zusammensetzung und der Gehalt nicht immer von der gewünschten Gleichmäßigkeit.
Bon unbestimmter, ost wechselnder Herkunft ist das als „Maissand" bezeichnete Futtermittel, auch in seinem Gehalt recht bedeutenden Schwankungen unterliegt.
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Rede sein kann. Außerdem aber muß betont werden, daß der Preis dieser Futtermittel namentlich im Kleinhandel vielfach nicht dem Preis des ganzen Maises entspricht, sondern oft zu hoch ist. — Es erscheint also hier ganz besonders gemeinsamer, genossenschaftlicher Bezug ain Platze.
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Was nun die Bewertung dieser angeführten Maisabkömmlinge auf dem Futterrnittelmarlte betrifft, so sind sie nach den übereinstimmenden Ergebnissen aller diesbezüglichen Untersuchnngew- vorwiegend als Mastfuttermittel aufzufassen, während von einer spezifischen Eignung als Milchfutter unter keinen Umständen die
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Als gute, mit Erfolg erprobte Milchfuttermittel müssen gelten Amerikanische Biles Schlempe und Ungarische Schlempe, die RüL, stände amerikanischer und ungarischer Getreidebrauereien. Sie


