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5.2.1907 Erstes Blatt
 
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Dienstag S. Februar 1907

157. Jahrgang

Erstes Blatt

a

aller Wahrscheinlichkeit nach nur die RolomcHioiDeuimjcn und der Etat in

Februar.

schaffenden

Die Jungfer» vom Bischofsberg.

Von Gerhart vauptmann.

bieitoü l'lf.2. viertel- jährt aiieirtiL BeneUg. Annahme von Hnjtige* für die Tageouluiuaer dis vonuuiüfls 10 IU)C. ^eilenpreie: lokal 159t, ausiväns 2U Pieiuiig. Berantivortlid)ut den polit und allflenu LeU: 9. Willto: tüt Stadt und tlaiUr iuiD

zuletzt abgelehnten kaum vnänbcrlei

duches an Bedeutung vielleicht noch übeituffui würde. Liaais- itretäc Graf Posadoivsth ist ja im Amt und eS wäre nut tn wünschen, daß er die,em noch lange erhallen bleibe, um das äiicfemvert zu vollenden, für welches er trotz fiartei Gegnerschaft m gewissen Htcifcn von Ansaug an seine g a n z e P e r s o n eingesetzt bat, völlig u n bekümmert um alle Mißgunst, die ja im Volke so leicht entlieht, und) wenn die besten Absichten vorhanden sind. Toni erntet ja h ö ch st seilen jemand auch für die aufreibend st c Tätigkeit zum Beilen e.ncr fluicit und großcu Sache.

Einer gesunden Sozialpolitik zuzunchucn m gewisser» ,nassen auch die iXeform des Strafprozesses, an der letzt schon mehreie Jahre gearbeitet wirb, ohne das) man zu einem befriedigenden 'jlbid)hiffe gelangt. Eine Beschleunigung dieser 9hbeit ist angesichts der grogen Mängel des heutigen LlrafprozeßwescuS dnuginb notwendig, man ist über die Langsamkeit der Beratungen atlenihalben verltinunt und der Uaifer konnte ferne trefflichere Slütif fällen, als di.rch seinen Erlag über die M a j e st ä t s be l e, d i gu n g v p r oz e s j e.

An Arbeit und vor ollem an groiicn Zielen tvüibe e6 demnach den, kommenden Reichstag incht fehlen und hoffentlich werden die Beschlüsse in einem Genie gefaßt, welcher der deutschen Dlalion zum Segen gereicht.

Form oorliegen, aber and) an eine Verabschiedung deü legieren biß Ollern ist, wie wir schon in unsrer 9lr. 19, 8. Bl., ansführten, bei der kurz bemessenen Frist absolut nicht zu beiden.

Väül sich auch heute noch nichts Genaues über die bffimlive Zusammensetzung beß Reid)Slages sagen, so stehl doch auger Frage, daß für die Lola »nalfor der ungen bießmal eine Viehrheit vorhanden sein wirb, und ebcnio durfte auch die Umwandlung der lloioiualabrcilliug in ein selb- ständiges Reichsamt mit Derndnrg als SiaatSsefreta, an dec Spitze bewilligt werden. Von den durch die sjliq- lösiing des vorherigen Reichslageß uncilebtgt gebliebenen Vorlagen, wird, wenn auch ziveisellos eru frühestens im nächsten Winter, in erster Uinte daß Gesetz über bie Ver­leihung der Rechtsfähigkeit an Beruf ß vereine wieder erscheinen, ebenso der Entwurf betreffend den Schutz der Bauhand werter, seine Turchberalung wirb aber wohl im Hinblick auf bie Etaißerlebigiing für längere Zeil -uiückgesleltt werden müssen. Ist die Regierung wohl beraten, dann nimmt sie an den beiden genannten Entivürfen eine Reihe von Abänderungen vor, die den im vorigen Reichs­tage von den Vertretern der verschiedensten Parteien geänderten Wünschen entgegenkouimen, de »n beide Vorlagen enlipiedgcn wenig den Anforderungen der PraxiS iind riechen gar sehr nach dem grünen Tuch der bureaukralifchen ©d)ieibiiid)e. Hat doch eben Furit Bülow in einem Schreiben auf das Enlschiedensle cillän, daß die Reglerilng sozialpolitischen Wünschen daß >v ei teste Entgegenkommen zeigen wolle und die Regierung wird ja m der kommenden Legislaturperiode Ge­legenheit genug haben, durch ihre Vorlagen zu zeigen, daß sie wirklich gewiUi ist, auf diesem Wege fortzufahren und zwar in einem etwas beschleunigteren Tempo, als m den legten Jahren; hierhin gehört vor allem die seit mehreren Jahren zugeiagte freilich recht schwierige und langwierige Reform innerer Versichern ngßgesetzgebung durch Vr- ruugung ihrer verschiedenen Zweige; damst würde ein Werl vollendet, ü2§ die Schaffnua beS Dienen Bürgerlichen Geseg«

Geltung zu bringen, war es ihre wunderbare Kunst vornehmlich, die uns in der Klage, dem Gebete Elisabeths, ohne alle bu äußeren stimmungcrregenocn Atomrnte der Bühne, tief bewegten. Der sich anschließende Brautchor auS ,Lohengrüt" entzückte namentlich durch daS fficidjc, zarte Piano deS Frauenchors; man wird kaum auf einer Bühne den Lhor so frei abgestrmmt zu Horen bekommen. Wie ein Aufalt war der Brautchor zu dem folgenden Sica-riedidyll', Wagnerß eit venia verbo - Srnfouia do- mesiica auü der glüctlichiien Zen seines Lebens, dem Eheglück ru Driebfchcn, in dem ihm der Sohn geschenkt wurde, in deiicn Frieden u an denIl'ieistersingern",Sicgined", derGötter- danimerung" arbeitete, deren Themen er in dem Idyll auch an- Hingen laßt, aus der Zeit, in dec er all daS Glück, all bie Siebe emvianb und genoß, deren Sehnsucht er inTristan und Isolde", dessen Vorspiel mit Isoldens Licbestod das Konzert beschloß, ,o erschütternd gefiagt hat:Ich will dics-m schönsten aller ^raumc noch ein Denkmal errichten, in dem von Anfang bis zum Ende die Liebe sich einmal so recht sättigen soll; .... mit der iywarien öiaggc, die am Ende weht, will ich mich bann iubeden, um zu sterben." Mit bicsen Worten hat Wagner Entstehung und 6)e- canlcngang beßTristan" uns selbst erschlossen, desfcofcn» liebcß" der Liebe isnö der Sehnsucht; den Dank, daß die.e sehn- sackst ihni doch noch Erfüllung ward, das Bekenntnis dieser Er- jüllung stattete er im Siegs ricdiühll ab. Tie Wiedergabe des Letzteren, eine Wiederholuiig nach nicht allzu langer Zell, war innig und schön. Weltentrückt, weltentrückcnd war die Einleitung deS Abends, erklangen dann die Töne der ,Lsolde", alle Zu- Hörer in ihren Baiin schlagend; der stürmische Beifall, mit dem die Künstlerin schon nmy ihren beiden criten Darbietungen über» j^ütiet wurde nach dem Bortrage beß Gebets gesellte sich dazu ein von den beiden konzertgebendeit Vereinen gewidmeter prächtiger Lorbeerkranz erhob sich nochmals in_ mächtigem Anichweilen, und erst nach und nach leerte sich der caaL

Klien, die ihr Können zum Gelingen bei Abend- emge» setzt, beul'gefeierten Gast, vor allem aber auch dem unermüdlichen Dirigenten, endlich Ehor wie Orchester, gebührt unser herzlicher

Kagncr-Avevd des Konjettvereins.

Gießen, 5. Februar 1907.

Er ist die offizielle Bezeichnung des Konzert-McndS, bie ich diesen Zeilen vorangesetzt habe.Wittich»Abend" hieße der Abend bei jebemechten" alteingesessenen Gießer, von denen man am Sonntag so viele mit stolzem Gestcht im Konzertsaal be» merken tonnte. Gießens berühmte Tochter hat nach längerer Pause ihrer Vaterstadt wieder einen Besuch abgestattet; sie wird nach Dresden zurnckkehren mit dem anerkennenden Gefühl, auch diesmal wieder einen würdigen Empfang gesunden zu haben seitens ihrer Mitbürger, indem diese dieKunst Halle, in Der sie ihre Getreuen empfing, bis auf den letzten Platz, ja fast darüber hinaus, füllten; und seitens des Gießener Konzcrlvcicins, der mit einem vornehm gewählten und es sei gleich getagt, vornehm durchgesühnen Programm aus den Werten des großen Meisters, dessen Lerkündung Frau Wittich ihre Krajte vorzüglich gewidmet hat, ihr eine feiminnige Huldigung Dar» brachte. Und sie wird als Gießener frinD auch ben «lülj enipiunöcn haben, daß nicht nur das Wollen, nein, auch bau Können bes Konzertvereins und seines Sajwcstervereins, Des Alademischen Gesangvereins, feit ihrem letzten Hiersein wieder getvachseii ist, daß ein Programm, das mitPari if al" beginnt und MitTristan" schließt, für Gießen lein fernes Ziel mehr bedeutet, sondern eine weitere Stufe deS Auswärtsichreitcns, die mit fielet Arbeit und hohem unermüdlichen Wollen erreicht wor» den i|L Die schöne, sympathische Art, in der der gefeierte Gast am Schluß des Konzertes den stürmischen Beifall auch auf den Diri­genten, unfern geschätzten Musikdirektor Trautmann, und bannt zugleich auf Orchester und Chor deutete und hinlenkte, gab bujeui Gefühle Ausdruck, und mit Recht! .

Vorspiel und Schluß des 3. Aufzugs ansPamsal^ ttitete den Abeiid ein und führte, durch das erheblich verstärkte Orchester vorzüglich wicdcrgcgeben, gleich mitten hinein in Richard Wagners mujllalijchu Gedantemvelt, in die weltentrückte Stimmung KtneS herrlichen Wundenoerkes; frellich, man mußte auch die Augen schließen, wollte man nicht den Gegen,atz zwilchen der Wunderwcll des heiligen Grals und der anderen Umgebung zu sehr, itorenb, empjindeli. AusTannhäuser" folgten daraufGcjang und Gebet" der Elisabeth, verbunden durch den von dem Akademi- schen Gesangverein wirklich gaitj präckstig gelungenen Einzugs» chvr der Gäste ans der Wartburg; bie Präzision und Reinheit der Stimmen, bas Geschlossene des großen Chors, das aus der Bühne infolge der Bewegung der Einziehenden so oft verloren gebt, dabei das flotte Spiet deS Orckjesters ergaben eine groß» artige Wirkung. Währens Fran Willich in Dem jauchzenden Gesang Elisabeths:Dich, teure valle, grüß ich wieder!" Ge­legenheit jatid, ihre mastigen Stimmittel siegreich jur

9?r. 30

»rf4tlut ISglich außer Lonntag«.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Canbroirl die Siebener SamllUn- blätter viermal in der Woche beigelegt und zweimal ivöchentlich das

General-Anzeiger für Gberhesfen s

,llt Rotationsörud und Verlag der vrühl'jcheii llnlv.-vuch. und Steinlruderel. R. lange, «edattlan. «rpeöition und Drua'crci: Schulstratze 7. n« sed

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29. Juli in Worms statt. Z'vet Tage vorher tritt der Ausschuß der Deutschen Turnerschaft m Frankfurt a. H)L zu seiner dieSiährtgen Sitzung zusammen.

(bleuener Bolk»bav. Ju'olge anhaltender strenger nölte wurden im vciflolienen Atonal 1 uuü Bade, weniger Natur heraus erstehen, sondern hxttige leichte Gebilde werden geboren, die anmutigen Shnbcr necnia>cr Laune, Gestatten hold­seliger Mädchen, die in einem alten sagenumsponnenen Schlöffe wohnen, hmgetcieben im stlllen Spiele von Liebeslust und -Leid, von den blühenden Girlanocu der zarten Madck)enträume um­woben, umranlt von den wirren Arabeslen mäntllicher Leiden- sckwft und männlichen Aberwitzes. Aus solch luftigen Traumen eines heiteren Sommerabcnds, da die Wolken um Sachsens ur­alte Kvnigsstädte einen rosigen Schleier woben, mögen die ersten Bilder sich geformt haben, na ix denen Gerhart Öauvt- mann fein neueste- Werk, das LustspielTie Jungfern v o m B i s ch o f i b e r g" ersann, daö am Samstag im ,L e s s i n g- T Heater" seine Erstaufführung erlebte. Erinnerungen an die zierlichen Gestalten unserer großen deutschen Plastik, für die vaupt- mann in ihrer romanischen gracilen Schwermut wie ihrem gotisch strengen Ernst eine gleich tiefe Shmpathie legt, stossen zusammen mit der gleiienben Anmut mancher Tanzspiele, wie sie Ludwig von Losmann hinzaubert. Auf altem ^agengrunb fliegen ui lebendiger Sinnll^ett moderne Mädchenbiioer auf, gewebt aus Schwermut und Liebesglück, getragen vom Ton ber allen Geige, im musikalisckren Gleick-ichritt der Polonäse, und in diese gedampft altväterische Lebensmewdie sollte das Derbe Lachen der luftigen jlidgcn des ehrwürdigen Bischof Trotha bineinllmgcn, das vor manchem Jahrhundert in diesen Mauern geherncht. Vier »oestern, so gleich und doch so ungleich, alle umfangen von dem ieben«irobcn Geist des alten Vaters und doch so verschieden in Temperament und Schicksal, vier bunte Reflexe, sich brechend aus einem einzigen Strahl, farbiger Abglanz einer heiteren lultur- icidtcn Familie, daS sind die Heidinnen, wie ja Schwestern über­haupt tu Tragik und Lust so rätselvoll innig beieinander stehen alß Blütenzweige von demselben Ast. D'Anunzio hat in den bur.gnaucn vom Felsen", ein jüngerer begabter Dichter Otto in denSchwestern hel.wcge" solche Mädck-cnpaare in !eigner Kunstwirkung zufammengestellt. Und ein neckischer Ko­boldklang muß darein tönen, ein kauzig schnurriger Ton gelehrter Pedaillerie und komischer eXSrroirrung, etwa wie in Guilao Freytags verlorener vandschrist". In den allen Ruinen, aus.Denen neues Heben blüht, suchen vertrocknete Gelehrte nach rostigen Alter­tümern und werden nicht nur um den im Brunnen oerborgenen, verrosteten Kunstschatz, sondern auch um ben lebendigen blühe.wen Mäbchenschatz derb geprellt...

Wenn Shatcspeare ober Goethe so lustig phanta'ierten u:ti> leichte Houwbiengcipinnfle spannen, dann entstaiiden wundervolle gerundete Kunstwerke wie berSouimernachtstraum" ober bet SatgroS". Läßt sich aber ein schwächeres, mehr fernes, großes : Taieitt wie Hauoruiann von den fick' fräufetubtitogen eineß . ieichten LustspuUicherzts tragen, so wird er beständig oer Gefahr ; auSgesetzt jein, in plotztiche Gäbe -u geraten, auf janDigeti Dürren

2hi> SiaSt utiC* £anö«

Sprechstunden der ücedattwn 11 l Um tuti.u, l j7Uhr abds. ©ießVn, den 5. Februar.

Bahnperfonalien. Ernannt wurde der Bahn- '.neiftcrdiäiar lLoldniann zum Groud. Bahnmeiiier unter Beisetzung von Siocktzeim lOderhcssen nach Seligenstadt, Eisenvahndilektionsdezirk Alainz.

Eisenbahn-Unglück beiGroß-llarben. Eine Anzahl hier wohnender Passagiere des am 28. Januar nachlS w bj Uhr bei Gioß-llaibkn vciiingliicktcn LchncUzugcS Basel- Hamburg Ul gestern zu einem Komitee zusammengeircien, daö veschloß, sich durch einen Ausruf an Die übrigen un Zuge geweienen Milreiseuden zu wenden und diese um eine Spende jüv Die bei dem Zusammenstoß verunglückten Vahnbediensteten -und deren Angegorige zu bitten. Es gilt alß fellgellcUt, daß nur dem das eigene Leben nicht achtenden Zugpeijoual des Hamburger Schm llzugcß zu danlcn ist, baß Die l)icifciiDeit un Zuge unverfehrt davon kamen.

-Teilnahme der Lehrer an der Schul- o e r w a 11 u n g. Der Bezirlslehreiverem Lffcnbach wirb ort Delegierten Versammlung des Landeslehiervercuis einen Antrag betreffend Teilnahme der Lehrer an der Schuloer- lvattuug unterbreiten. Danach soll der Vorsitz des Schul- voclionbes in Städten dem Bürgermeister, in Landgemeinden einem Lehrer übertragen werden. Die zunl Schulvorstand gehörigen Lehrer sollen vom Lehrkörper gewählt werden, ebenso von den llrelSlehreikonferenzen zwei Lehrer, bie dec zlreisschulkominisfion angehören.

* Die Gießener Militärvereine beabfil)tigcn jum Besten der hiesigen h a l f i b c b ü r f 11 g e n Veteranen cm WuhltätigkeitSkonzert in Steins G-rten zu veranstalt.n.

Uvnöcrt uenrrtu,! uijj Mir und anzici?cnb zu weroen, umw- mehr, da sich die gesamte Kapelle über 30 verrcn auS Mitgliedern breiiger Mllll^rver>.iire und jonitigcr h.enger Ditet- Unten jufamuienicut Die Kapelle hat lollach die ctarlc eines tomprciuii llrc^stci.S und iavrllrche Instrumente |uiD m be­rührten &dno<iu Bur ttnllrnuvung >/nisocourll'.ger iSeterancn bestehen bereits mehrere Ltiillingen, dre aber, in Anbetracht Der großen Buhl »war tebenber aller Soll-aten, nicht außrciaAit, aus ivetchcm Grundc Die Mllitärvcreine, aeS auch d.c Kapelle es sich zur Ghrenpslicht, zur Abgabe gestellt hat, den bctr. Betern neu eine tSteube mid Unterstützung zu bereiten. GS sieht zu erwarten, bay bei bet Opietwilligtett unserer Ginwohncrick-aiv viele bereu fern werden, ein Ehre.ischer,lein beizutcagen, um hierdurch unteren Veteranen einen beionoeren Dani abzustatun.

- Der Deutsche Turnertag findet am 2d. und

monatlich 7dB'.,v'eriel. iährhd) Alk. $.20. durch Addole- il Zweiqsiellen monailich 6o lif.; durch

Lju den wtullgsten urin^-rn, du einen Da vereinigten Reaktion so günstigen Wahtausiall herbeiiührtcn, gehört der wirtschaftliche Aufschwung. Seit uiigciäi)«. iaer Johrcn gebt cd auf dem Wettmartte so lebendig wie leiten zu. Unb nickst nur in Deutschland."

Nachdruck verboten.

Berlin, 3.

Luch im Leben der Dia llr gib: es Pausen der

Phantast, leichte Ernüchteru'.rgm iul: dem schaffenden Aamch unb Stund en letfcr Träumerei, tn denen Die Gedanken cne_ bunte Sampwns uutü- biüue LLendbä-unerung flattern. Das ist nicht die Zett, oa Du grogen W«te aus eurer i^ienag3ttmuuuiifl Der

5ln ,o)ialiftifd,e3 Organ über ber Coz albrmokraten Niederlage.

Neben den Let-iinicn SchM^hung.n mlSauherocnton" über biedummdreisten SiegeSluuiurcl, die bei der nächsten Wahi mit zerbrochenen llnochen un grauen liegen werden', finden lid>, vereinzelt, auch veiständige Betrachtungen von sozialdemokrat. Seite. Die fozialdeuwllat-iche WochenschriftTie Neue Gciell» schäft", hcrauvgegeben vom Ehepaur Braun, spricht fich über d.e Reick^tagsioahlen in einer Weste aus, die deutlicher ai* alle anderen Aentzerungen der So4iaJ>cinuteatie eneunen labt, wie sie ihre Niederlage empfindet. Ls heißt da u. a.:

Niederlage! Nur schivcr faircibt die wani> das Wort nieder, das vor wenigen Tagen keiner zu denken wagte. Gs hat Pessiinisten in unteren meihen gegeben, d.e an den stür» mischen Autschwung nicht glauben wolllln, dcr Dielen aiö sicher galt: mäßiger Stimmeiizuwaa-S bei gici.d)b;eiDcnDer Mandats­zahl schien alles za sein, was schlimmstcn,alls zu etwa neu war. Nun ergibt sich daS kaum faßbare edjautpiel, daß teils unter Beruisten, teiiS nut Erhöi-ung der ^timmenzahlen untere Abgeordneten rcihenweiie nieDcrgcutäl/t werden und Sirene aiö verioren oder uiifidjcx erscheinen, bie ais vollständig lul^r galten. Diese DiögllüMt ist woh, von niemandem, auch nicht von den Gegnern vorc.usgetehen woroen. -^OU eine Partei, die nah.zu ein Dritter aller Wah.berechtigten ,ur sich gewonnen hat, auf ein Fün.tel der ReichLtagLutze S^1 ammen. gedrängt wird, wie es bei den Wahlen von 1J03 der aalt war, tasten Freund und Feind schon das Aeuuerite zu sein, was durch den Fusammenichlutz der bürgerlichen Parteien er» reia,: weioen konnte. Fetzt itiu. mit erstreckender Deullichllit bie u.'uigiix>;Uit ui llrscheiNiuig, dag d.e givtzte Deuttche Bartei ini ReiKll>.^ge zur Btt^utang»tiigkett einer kleineren Frallton bcrabgtD.uut wird." Dcr 2v, Januar traf wie cm R e ulen» I Q)lag. Die Zuversicht fei zum eruenmai eri füttert ^tt^'ielbst die »Leipziger VolkSztg." versteht sich zu dem EuigestäudniS: ______________________ ,

§ie heutige ^lummer nmfaht 10 Seiten.

politische Lagerschatt.

Die loinmenben RelchLtagSaufgatea.

Soweit jetzt seststihl, dürfte dec neue Reichstag am 19. d. 1)1. zufamuiiiilrcleu; ber edle Tagungsabschuitt büific nur von kurzer Tauer fein, da tauin infolge des frühen Cilcdeiintnß mehr als vier Wochen zur Beratung zur Beiiügung flehen. Viel wird in dieser Zeit schwerlich ziu Lilediguug gelangen, da die erste Woche zu gründlid)en lius» emandidetzungen zwischen Regierung und Parteien, sowie zwischen den letzteren untereinander, im Amchluß an den Wahlkampf benutzt werden dürfte. An Entwürfen werden