Unser seitheriger
Aus uuo Luno
Sprechstunden der
Handel
des
90.15 EIcktriz. Lahmeyer
87.00
Portii»iesen
III
. 123.30
l'nuce-Heun-Eisenbabn . 150.00
Börse, 7. Januar. Anfangskurse.
Elektriz. Schlickert . . Eschweiler Bergwerk .
35 40
148.20
. 196.70
. 140.80
. 243.10 . 87 7u . 150.30
69.50 6970 91.90 94.45 9410
132.30
147.50
Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I .
Harpener Bergwerk Laurauütte uuiuuarden E. B. Nordd. Lloyd . . l’urkenlose . . .
143.00
125.40
254.00
Harpener Bergwerk Lanrahütte . . .
Berliner Handelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kominandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio-
Eiseulahn .
Gotthard bahn . . . Lonioard. Eisenbahn Uesterr. Staats Dann .
. 66.90
. 97.35
4% Oesterr. Goldrente. . 4X/S‘,o Oesterr. Silberrente
90.30 87 05
96.9t-
95.20
99.80
100.30
96.45
. 217.60
. 245.90
3M7< 3% W/< 3% 3^7, 3^7<
. 246.80
. 131.-
. . 175.50 . . 141.10 . . 243.20 . . 174.90 . . 187.40 . . 159.40 . . 217.20
Reichsanleihe do.
Konsols do. . .
Hessen . .
Oberbessen
3°/0 Mexikaner .
4u/o Chinesen . .
Aktien:
Bochum Guss . . .
Buderus E. W
Tendenz: fest.
Berliner
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C.
Dresdner Bank . .
Tendenz: lest.
0 itiSM. Staatsaul. 19uo 0 i.pan. Staatsanleihe Conv. Türken von l»Gu
Wagen hierher zurückbefördert wurde.
b L a u D e n h a u s e n, 6. Jan.
Gelsenkirchen Bergwerk . 223 70 Hamburg-Amorik. Paketf. 157.25
218 25
24550
.Xordd. Lloyd ..... 132.10
Obeischles. Eisen-Industrie 126.25
Gießen, den 7. Januar 1907.
•* 3 u r Fleischteurung wird uns von der Kgl. Eisenbahndirektion in Frankfurt geschrieben: Im Binnenverkehr der preußisch-hesslsch-oldcnburglschen Slaatsbahnen sowie im Wechsetverkeyr mit den badischen, bayerischen, sächsischen, ivürttembergischen Staatsbahnen, der Reichsbahnen und der Pfalzbahn ist mit Gültigkeit vom 1. Januar bis einschl. 31. Dezember 1909 ein Ausnahmetarif für Fleisch von frischgeschlachtetem Bieh (Rindvieh, Schweine, Schafe, Ziegen, auch Kälber, Ferkel, Lämmer, Zicklein) in Kraft getreten. Bel Aufgabe von frisch geschlachtetem Fleisch als Stückgut- sowie als Wagenladungssendungen erfolgte bereits feit 15. Dezember v. I. die Beförderung und Frachtberechnung nach den Bestiminungen des Spezialtarifs für bestimmte Eilgüter. Für den obengenannten Zeitraum tritt jedoch für Sendungen in Wagenladungen zii 5 und 10 Tonnen auf Entfernungen über 101 km eine weitere Ermäßigung gegenüber den Sätzen der allgemeinen Wagenladungsklassen A1 und B ein, sodaß bei zunehmender Entfernung — bis über 300 km — die Fracht!ätze entsprechend billiger werden. Es steht zu erwarten, Dob diese Tarymaßnahme auch auf die Preisbestimmung an den BerbrauchSorlen einwirken wird.
** D i e Kosten d c.r beiden S t ä n d e k a IN m e r n. Wie fast alle Kapitel des neuen Staatshaushalts für 1907 teilweise nicht unerhebliche Mehran,orderungen an Den Staatssäckel stellen, so auch Kap. 13, der Mat der Landstände. Im vorjährigen Staatsvoranichlag waren ne Gesamttosten für beide Hammern mü 116 3/0 sJkc ui oen Etat eingestellt, während diesmal ein Aufwand von 132 8/0 Mk., aifo 14 oÜJ Mt. mehr, eriorderlich wird. Die gemeinfamen Kosten beiher Kammern und tns land- ständischen Archivs loeroen nach für 190/ nur, wie int Borjahr, 18uU0 bciiuyen. Zugegen erfordern die laufenden Ausgaben der ersten Kammer infolge der Anstellung unts besonder.>n Kanzleidirektors einen Meifraufwand von 1900 Mk., nänindj 12buu Mt., und dann wird für austerordenliiche, einmalige Bedurfinye (Verbesserung des Mobiliars und Der Biblioiyet- einnchiung) em Betrag von 2u00 Mk. verlangt. Bei der äiuciiun Kammer fteigen die Anforderungen von 86 120 auf 96 liO Mart, alfo um 10 000 Mk. Sie kosten für die Deiuutiu un- gefiellten Beamten iKanzleichreckor, KanzieiiNfpelwr, 2 Kauz.iswn und Manjicibiener) iteilen iid) auf ca. 14 uOO Mk., löie im Vorjahr, bugeoen sino die allgemeinen Ausgaben, d. h. Diäten, Drudfachen, steiwgraphifche Berichte usw., Die im Vorjahr ans 72buU Mt. bcruiHajiugt waren, durchschnittlich aber in den lebten vier Jahren je / 7 358 Mk. betragen Haven, auf 82 UuU Diuif erhöht iooiDen. Die Erhöhung i,l neben der faktischen höheren Ansorderutch, wie ui Den Erläuterungen betont uui>, befonders in Rüdfichl aus Die deuinüchst zu erledigenden größeren Gesetzgebungswerke und der bevorstehenden veruusgaoe einer Landtag slorres po n de nz btDuigi. i ballte Du» Buteau Der zweiten Stummer auch Ll. uvweisenden Äi'uit, Die das geplante llnternehmen bei dein größten T«.ck der hier in Bete aast tom- menDeii h^siischen Presse erfahren hat, überhaupt noch große Lust zu einem Versuch nut einer Derartigen „eigenen Landtngstorre- spondenz" btiipuxen? .D. Ref.)
*• Großfeuer in Steinbach. In unferm Nach, barort Steinbach brach Samflagnacht auf noch nicht aufgeklärte Weise in der Hofrcite des Schuhmachers und Land, wirts Philipp Nicolaus Feuer aus, das vier gefüllte
fjecr ititb Flotte.
Der Kaiser hat sechs preiitzifchc Osiiziere aui eine Kosten eine Reise n a ch A m c r i k a machen lassen, htm ihnen Gelegenheit zu geben, Land und Leule zu sludicren.
gung dienen. , .
zum Vertreter einer öffentlichen Meinung macht, ohne genügende Informationen eingezogen zu haben. Daß ein so leichtfertiges Landein eines Abgeoroneten geradezu eine Volksgefahr bedeutet, bedarf keines Beweises.
! Kohler wird tapächlia- ineijr b e m i t l e i d e t als gehaßt, seiner
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Te!e?oniscSie Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Frankfurter ÜörNe. 7. Januar, 1.15 Uhr.
Roch einmal das erste Wahlslugdlatt der deutschsozialen Partei.
Man schreibt uns vorn Lande:
Es ist unbegreiflich, warum Köhler und seine Hintermänner sich immer wieder bemühen, Professoren am Zeuge zu sticken. Man sollte meinen, gerade Köhler müßte manche unangenehme Erinnerung an diese in seinem Tagebuch vermerkt haben. Die Professoren, die der Langsdorser Exbürgermeister gelegentlich als Volksversührer bezeichnete, haben ihm doch zur Genüge gezeigt, daß man mit bäuerlichen Kraftausdrücken, mit Bezeugungen des Mißtrauens gegen die Wissenschaft und ihre Vertreter den gebildeten Schichten unserer Bevöllerung nicht imponieren kann. Aus gewisse Kreise Der Wählerschaft mögen diese Mittelchen ihre Wirkung ja ausüben; vorurteilslose Leute finden für eine solche HAmpfesweise nur ein mitleidiges Lächeln. Die Frage, ob Köhlers Vizepräsidentschaft mit ihren einseitigen agrarischen Tendenzen einen Segen für Hessen bedeutet, lassen wir heule unentschieden. Viele vaterländisch gesinnte Männer glauben nicht Daran. Sie sind auch nach wie vor Der Meinung, Daß Köhlers maßloses Verhalten in Der Eberstädter Affäre, sein unerhörtes Vorgehen gegen Recht und Wissenschaft bet dieser Gelegenheit eines gebildeten Mannes, inSbesonDere eines LanD- tagsabgeordneten, im höchsten Grade unwürdig war und darum eine exemplarische Bestrafung verdiente. Selbst dann, wenn Köhler „nur aus Den edelsten Beweggründen als Mann und Freund des Voltes damals vorgegangen" wäre, kann die Bemerkung, daß er falsch berichtet war, nicht als Entschuldi- Ein schwerer Vorwurf trifft jeoen, Der sich
Verschrobenheit wegen; vor allem dann, wenn sein Bemühen einem guten Willen zu entspringen scheint, bedauert. iDen „guten Willen" kann man Herrn Köhler wohl überhaupt nickst absprechen; ehrliche Absichten hat der Wackere gewiß immer. Ader fein völliger Mangel an Objektivität, eine Folge seines zügellofen, stets Darauf lospolternden Temperamentes, ieiner Leiastgiäuvig- feit und Der engen Begrenztheit feines Gesichtsfeldes, üerDunteli ihm nur zu ost den tlaren Blick,, und Die Avsunderlichleiten Der Jnszenesetzung seiner mitunter geiunoen Zoeen nehmen selbst diesen Den Ernst und machen sie unsachlich. D. Red.)
Da nach Köhlers Plan eine Crgamiarion des ländlichen .Fortbildungsschulwesens angebahnt ist. Die nach Dem Flugblatt „von der ganzen Welt anerkannt wird", wird Die Zukunft lehren — vielleicht bald! —> inwieweit Durch Diese einseitigen Bestrebungen Die Aufgabe Der ForwildungsschUle, Die eine allgemeine Ausbildung aller Schüler erstreben soll, ,oon den verschiedenen Berufskreisen beurteilt wird.
Köhlers Flugblatt fordert „Freiheit in Rede und Schrift, so- .toeit diese nicht gegen Recht und Sitte verstoßen." Wie Diese "Forderung zu verwirklichen ist, sagt uns Der Aufruf, Der sonst nur allgemeine Redensarten unter Der Ruvrik „oorDerungcir bringt, an Der Stelle, wo von Der „liberalen Juden- presse" Die Rede ist. Dieser Ausdruck verstoßt gegen das Recht, und zwar bewußt; Denn Herr Philipp Köhler weiß ganz genau, Daß hinter D e t liberalen Presse — wir im Großh. Hessen haben beiannuia) überhaupt reine „Juden"-Presse — Die große Mehrheit Der GedilDeten und Einsichtigen steht.
große Scheuern nebst Stallungen und Nebengebäuden einäscherte und einige wertvolle Nuß- und Obst» bäiune sowie landwirtsch. Maschinen und Geräte und große Futtervorräte vernichtete. Tas Feuer entstand um Mitter- nacht, als alles im tiefsten Schlafe lag. Zum Glück tagte in der „Krone" die Schweineversicherungskasse, deren Mitglieder um V21 Uhr den Feuerschein sahen, das Dorf alarmierten, die bedrohten Bewohner weckten und das Vieh aus den bereits brennenden Ställen retteten. Im Nu stand auch die Ho freite des Karl Horn in Flammen. Die Feuerwehren aus Albach, Garbenteich, Hausen und Annerod eilten der hiesigen Wehr zu Hülfe und selbst von Lich trafen Mannschaften cm. Gegen 7,6 Uhr schien das Feuer auf beide Hofreiten beschränkt zu sein und die Wehren aus Garbenleich und Hausen waren bereits abgerückt. Da stand plötzlich auch die angrenzende Scheuer der Witwe Balser in Flammen, das Feuer griff auf das Anwesen der Witwe H. Nicolaus über und äscherte beide ein. Die Wehr aus Garbentelch mußte telephonisch zurückgerufen werden. Erst gegen Mittag gelang es, des Feuers Herr zu werden und die auswärtigen Wehren konnten entlassen werden. Tank deS energischen Eingreifens der Wehren konnte em weiteres Umsichgreifen des Feuers verhütet und die bereits angebrannle Scheuer des Landivirts Gerhardt gerettet werden. Die Feuerwehren waren noch den ganzen Tag mit Löschen beschäftigt. £ie Besitzer sind wohl versichert, aber nicht den Werten entsprechend, sodaß sie noch beträchtlichen Schaden erleiden. Allgemein wird Die pflichteifrige Tätigkeit der Feuerwehren gelobt. Man vermutet, daß das Feuer durch Brandstiftung entstanden ist. Gestern wellte bereits das Gericht von Gießen auf der Brandstelle.
(*) E11ingshauseu, 5. Jan. Unser K r i e g e r v e r e i n hieli dieser Tage seine Generatversamintiing ab. Bel dem Jahresabschtup zeigle sich, daß Der Verein finanziell recht gut fleht und auch un abgelauieuenJahr wieder feilt Vermögen vermehrt hat. AnKrauken- uuierflützung ivurden an Die Kameraden 2 Mk. für Die Woche be° zahlt. Tie Mugllederzaht flieg auf rund 55. Im abgetan,enen Jahre erhielt Der Verein aus Aulaß seines 30 jährigen Bestehens Die K a i f e r 1 ch t e 1' e. Bei Der Feier erhietien auch Die Veteranen von 1866 und 1870/71 eine Auszeichnung verliehen. Es luurDe beschlossen, un begonnenen VereuiSfahr Vorträge abzuhaiten und an dem Jubiläumssefl Des hiesigen Gesaugverems ieitzunehmeü. Bei Der V 0 r fi a n d 2 w a h t rouroen roieDergeibätjlt: 1 Vorsitzender Joh. Reil, Stellvertreter Joh. Lpper, Rechner Bürgermeister Steil, Kontrolleur Joh. Munch, ferner wurDen Beisttzer H. Schomber und H. Schmidt.
stp Butzbach, 5. Jan. Gestern entwich aus der hiesigen Strafan ftalt em berüchtigter Einbrecher und sein Verschwinden hielt alle ängstlichen Gemüter der Stadl m Slufregung. (sine Verletzung am Bem, die er sich beim Ausbrechen zugezogen hatte, verhinderte ihn aber, sein Vorhaben durchzusühren und er stellte sich bereits am Abend der Polizei in Bad-Rauhenn, von wo aus er per
Türkenlose......147.20
X% Griccb. Monopol-Aul. 52.10
X% äussere Argentinier . 89.20
mhO Lvistzenjchaft.
— Bei Der Ausführung Des Schauspiels ,5Bir' vom Chefredakteur Der Lemberger Amtszlg., Krechowieski, kam es tu Lemberg zu großen Skandalen. Sozialisten yrotefnerteu gegen Die Tendenz des Stuckes, das bei Schilderung der russischen Revotiuionstampie in russisch Polen die Sozialisten als Mörder und Anarchisten darskellt. Von Den Galerien luurDen Feuerweikslörper ui Das Parquet geworjen, iva sie explodierten und euie große Panik verursachten. Tas Stück tonnte nicht zu Ende gespielt iverden.
— Aus Darmstadt wird uns geschrieben: Dem Prof Josef Olbrich, ist eine neue sehr beineneuswerle Auszeichnung zu Teil geiuoiDcn. Er luurDe von Der Königl. AkaDemie für bil» oeiiDe Mui nie in MailanD in Anerkennung seiner hohen Leistungen uuo VerDiensie zum Ehrenmitglied crnanni.
— 'ztuiiei/en erreyt i.i Teipg^g Die xatiauje, Daß Vrose,sor Heinrich Zöllner, Der vor einiger Zeir feine Tätig leit um königlichen Konservatorium und D^ nmiitahiaie SteDauion am „Leipz. Tagebl." auigegeuen i)dt, na.imeyr auch feine Si et- lung als llniversitätsmusitdirettor und Dirigent oer aitoerübmten „Pauiiner" nieberiegen uuo Leipzig venas,en toin. yornter ist Der einzige Soyu Des Begründers Der Deui- lajen Maniiergesaugvereine uuD Konipoiiist zahlreicher Ehvr.ver.e und Opern, unter uitoeren Der „Ver,unteueu Eloae"; Die Gründe iur feinen diuatrilt find in eingewechteu Kreisen bekannt, an Dieser Stelle jedoch nicht zu erörtern.
Gingejanvt.
^Für Form und Inhalt auc. u.ua uicitr jiubrif stehenden Artikels übernimmt die Redaltiou Dem Publikum gegenüber keinerlei
Verantwortung.)
Bei kalter JahreSzell meyttn |ia; alljährlich Die Klagen über mangelhafte Erwärmung der i s e n b ahnwagen. Besonders schlecht scheint es Damit auf Der Strecke Frankfurt — Sieben bestellt zu {ein. 'Ramentiich war in Den BZeihnachtstagen für Die Peiz^ng Dc» Zuges uö Frankfuic 1J.8 niitll.gs voiug ungenügend gejvrgi. H^er liegt ein ivcuiigel an Rüui>cht aur Die Reuendcu vor. Der nichc scharf genug geragt werden tauu. Vielleicht üLiamuBt Die ö,,eiittiche Bllstcechung Die Behörde zu einer, besseren lleberwachung. L.
Bürgermeister Kühl hat aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niedergelegt und sein dies bezügliches, an das Großh. Kreisamt Lauterbach, gerichtetes Gesuch ist genehmigt worden. Herr Kühl hat 23 Jahre an der Spitze unserer Gemeinde gestanden und mau kann ruhig behaupten, zur größten Zufriedenheit seiner Atiibürger und zum Wohl unserer Gemeinde, die Neuwahl findet voraussichtlich Anfangs Februar statt.
c Bl 1 tzenr 0 d, 6. Jan. Ein bedauerlicher Unglücksfall hat sich vorgestern hier ereignet. Der Kutscher der Firma Wegener, ein junger Atann von 20 Jahren, wollte die von seinem Herrn neu angeschafften Pferde im Fahren probieren, sie gingen durch, der Kutscher, Der sie halten wollte, kam unter Die Tiere und erhielt einen Schlag, Der eine schwere Kopfverletzung zur Folge hatte. Der Bedauernswerte wurde in das Krankenhaus zu Lauterbach transportiert; es ist Hoffnung vorhanden, ihn am Leben zu erhalten.
a Lauterbach, 6. Jan. Bei der am vergangenen Samstag abgehaltenen Generalversammlung Des hies. KriegervereinS wurDe Rechtsanwalt und Leutnant D. R. Scheer zum VorstanD gewählt.
sd. Darmstadt, 6. Jan. Priuzesfin Dorothea zu Solms-Licy ist am Freitag zum Besuch des Grouherzog- lichen Paare am vofe eingetroijen und wird einige Zeit hier verweilen. Prinz und Prinz.,siu L u d w i g v 0 n B a 11 e n b e r g lichen Paares am Hose emgitroffen und wird einige Zeit hier Samstag Das Großh. Hoftheater besucht, wo man „Die lustige Witwe" gco. Rach Dem Vheater wurde im Reuen Paiais gemeinschaftlich das Souper eingenommen. Die Battenberger Herrschaften fuhren abeuDs nneoer nach Schloß Heingenoerg zurück. — Verhaftet wurde gestern Der türkische ötuDent Djasar a g i e f f aus Balu, der vor einigen Tagen, in Der Absicht, seine in der Lungenheilanslait bestnöliche Fr'i.u zu besuchen, ui Wiuieriasten sich suern an einem Akadchen und dann an einer orau jiitlici) verging. Er scheint Den in seiner Heimat übliajtn sittlichen Anschauungen zu huldigen, Denn er nimmt die Sache nicht ernst.
p. Wetzlar, 7. Jan. In unserem Kreise trifft man viele interessante alte Fachwerkgebäude an; das neue Kleid, Das man so nianchcm alten Holzbau mit Bewurf unD Anstrich gegeben hat, verDeckt oft Dessen ursprüngliche malerische Schönheit. Durch sem Jahrbuch lenkt nun Der „Wetzlarer Geschlchtsvereln" unsere Aufmerksamkeit .speziell auf Die alten Gebäude Wetzlars. Aus Veranlasfung Der Kreisbchörde unD Bauinspektiou wird Das sehr hübsche Eichenfachwerk Des Feilingfchen Hauses auf Dein Eisen.markt mit seiner chromographischen Inschrift freigelegt. Dieses Haus stammt aus Dem Jahre 1599 und hieß „Zur alten Rkünze". Dr. Landau aus Kassel sagt mit Recht: „Es ist hohe Zeit, Das zu retten, was Die noch erhaltenen alten Bauten uns bieten. Jeder Tag reißt ein Stück Davon fort/
würdiges Benehmen wahrnahm, heimlich an Die Polizei. Inzwischen stellte der Unbekannte das gleiche Verlangen an den Kassierer und warf Darauf eine Bombe. Durch Die Exploswn wurde Der H ü l f s k a f s i e r e r M a c l e a r getötet, 6 toc 1 Beamte tödlich und einige andere Beamte leicht verletzt; ferner wurde Das Bankgebäude in Brand gesetztt Auch per Mann, der Die Bombe warf, wurde getötet. Er hatte sich Williarms genannt und war ärmlich gekleidet. Alle Fenster der Bank sind zertrümmert. Bücher und Geld liegen überall verstreut umher. .Die Vierte-Straßen-Nationalbank ist eines der ersten Institute des Landes; bei ihr sind 40 000 000 Doll. Deponien hinterlegt. .
* Der König von Siam ^ichulalongkong wird im Sommer dieses Fahr es nach Deutschland kommen. Schon vor zehn Katzren war der Beherrscher Siams mit großem Gefolge nach Europa und zu uns gekommen und als König offiziell und mit fürstlichem Gepränge am deutschen Kaiserhof empfangen worden. Diesmal reist Tschulalonglong als Privatmann, Der Die Fahrt aus Den Rat seiner Aerzte unternimmt. Der König leiüet ,eit einiger Zeit an chronischer Malaria. Die Aerzte erhoffen ourch einen Aufenthalt in einer trockenen Gegeno Deckung von diesem Leiden.
* Kieme Tageschronit. In Eschweiler envlgle in dem Farbwareugeschäft von Nicolais auf noch unauigetläne Weise eine folgenschwere Benzin-Explosion, welche das HauS stark befchadigie. Drei Personen ivurden schiver verletzt. Per Besitzer 11110 cm Gehülfe kamen mit leichteren Verletzungen davon. Em Dienstmädchen, das durch Die Explouvn mit Benzin überschüttet und auf die Straße geschleudert luiuDe, ist sterbend in em Hospital eingeliefert worden. — Jnwlge eines starken Sturmes scheuene em Schift an einem Zeisen am Eingang Des Halens von Ancona. Zivolf Personen haöen DaDei ihr lieben verloren; eine Leiche wurde geborgen. Tas Schift war der von Genua gekommene griechische schmier „llrauia".
Vermischte».
* Brände. In Der sranzo,ischen Hafenstadt Toulon zerstörte eine heftige Feuersbrunst einen Teil des Stadtviertels Eaup Gueriu, ui welchem sich be^nders viele Wohnungen ärmerer Leute befinden. Truppen kämpften mit der Feuerwehr gegen dos uerheereitDe Element. Die Bewohner Hudjieten, nur notbüritig bctivmei. Die inettungSarueiten wurden dadurch erschwert, Daß viele Ki^uke unD Greise mit Rettungsleitr^n m Sicherheit gebracht werden mußten. Der Schaden ist beDeutenD. — Der rui.iauuche Ort Baicvt geriet gleich,alls in Flammen. Ein Petroleum-Turm explodierte. Es gab viele Tote und schwer Verivunoete.
'■ Ein Bombenattentat in einer Philadelphiaer B a n k. Aus Philadelphia wird gemeldet: Zn oer Viertens traßen-Nationaibank verlangte ein nnuetannter aOUu Dollars von Dem Präsidenten Der Bank Rushton. Girier ließ Den Mann eine Wecke warten und telephonierte. Da er an ihm ein Burt*
Lruiverjitäts-Nachrichten.
— Zum Pioreiwr occ uniöt.r|tiui yetueioerg für das nächste ötuDiemai)r wurde Der Sira,rechtsiehrer Geh. Hofrot v. Lil i e n t ha l gewählt. __
handel uiiO Verkehr, Voltswirtschaft.
a,er neue i a 11 a o 11 iy e ^uiiturii. ou. 'jiuüembcr vorigen ZahreS in Dem taiiuoischeu Parlament Der Entwurf eines neuen Zoiitariss unterbreitet wurden. Der ursprünglich erst nach Der un Marz 190/ in Iwnoou ftattsiuDenDeu Kouieceuz oer bri= iischeii Kolonien in Kraft treten sollte. Er ist indessen »ur )3ert-iuderuug von Spekulationen proviior uch sogleich i n K r a f t gesetzt ivorden. Das Seiretariat veS ^»anoeisvertragsoereins ^Berlin W. 9, ^löthenerstratze 28/29) befindet sich im Besitz Des neuen Tarifs uuD i|t berej 1. Aus tun u 3u erteilen.
Sport.
— Tas Ausschreiben für Duy Diesjährige Gordon-Bennet- R enne »i Der Luuballons ist erfolgi. Die Weiüahrt finbet von (5 t. Louis m Amerika aus statt, Da Die Amerikaner den Preis zu verteidigen Haven, und zwar un Oktober.
uolh; . i Uhc abds.
Lainiliett-riachriehten.
G e st 0 r b c n : Herr Jean D u moni 111 Vad-Nauheim.
Airchtictze Nachrichten.
iyvtuiflcUid)c Gcmcittoe.
Montag, Den 7. Januar, abends 8 Uhr: Bibelstunde int, Lukasjaal. Text: Phil. 1, 1 ff. Pfarrer Euter.


