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Redaktion: ErnstHeL.—
Rotationsdruck unb Derlaa der Brühl'schen Universttäts-Buch- und Steindruckerei. 9L Lange, Gießen.
Kleine praktische Ratschläge.
,3 ganzen der Obst bä u m e. Pflanze niemals einen Obstbaum an eine stelle, an der eben noch Obstbäume gestanden haben- Ter Boden ist dort „müde", das heißt, hat pre yQn oen früheren Stamm abgegeben, deren der neue bringend bedarf. Käufe tadelloses, gut vewurze.tes Pflanzmaterial,- aus einem schwächlichen, schlecht ent- wickelten jmtgen Baum mit schlechter, unregelmäßiger fitone und Wurzeln wird niemals ein guter Obstbaum- Prüfe sorgfältig, welche Sorte Tu pflanzen sollfh Sieh Dich in der hff^£CnboUf?1' dort gut gedeihen, und die
Lasse Dich mcht auf Versuche ein, die viel kosten und mi^ingen. Pflanze möglichst wenige Sorten! Das ist der Krebsfchaden der deutschen Obstverwertung, daß jeder zuviel ^rten hat, und es den großen Obstverwertungsfabriken, Obsd- unmöglich gemacht ist an einer Stelle größer Massen .'Obstsorte zu- kaufen- Tas ist aber nötig zur Erzielung gleichmäßigen Produkts- Pflanze also »wenige, in Deiner ZFend verbreitete gute ^orteu. Bearbeite vor der Pflanzung ^en ^den gut: Grabe ihn tief um, führe in Dungstoffen dem rungen Baum Nahrung zu und bedenke, daß die Saug-
hnr-,ua® te werden größere Mengen Grürifutter im
erwärmt sich dasselbe bekanntlich bei längerem
Liegenlassen und wirkt dann nachteilig auf die Tiere, ^ft das Aulter infolge von Regenwasser naß, so sollte man Hafer- oder b^mselben mengen und das Futter dann schneiden
Das Schneiden des Grünfutters hat überhaupt viel für sich' miva?^ sTn ?QC^-n -bes Grünfutters sehr viel Futt^
und nicht a? 1 ö2en angemessene Menge bekommen
^0 nicht Gelegenheit haben, das Futter beim Vertreiben der sie belästigenden Fliegen mit den Köpfen in den Dünger ui ftreuen; zweitens wird das eventl. beigegebene Kraftfutter gleich-
Unb m?n Tcifnn bie zu verfütternde Menge an Futter ^bestimmter regeln als bei der Langftitterung Natürlich Grün futter, wenn man es in Haufen liegen Lfl ; W «ft/echt. Ab und zu gebe man den Tieren etwas cf??' Inders dann, wenn anhaltendes Regenwetter ein treten sollte. Sehr vorsichtig sei man auch mit der Verfütterung von
-runter welchem viele Hahnenfußarten, Herbstzeitlose und Riedgräser Vorkommen. Mit Herbstzeitlose stark vermischtes Gras sollte man überhaupt nicht verfüttern. Man rechnet auf
K@fä?r ^ohvieh täglich 50 60 bis 70 Kilo Grünchtter da. 5 ? Grunfmtter ca. 1 Kilo Dürrfutter geben, so ent^
spricht dieses 10, 12 bis 14 Kilo Heu.
** Ertragreiche Roggensorten. Do es ohne Zweifel ßr bje Landwirte von großer Bedeutung ist, die für ihre Ver-
'^^onetsten und ertragreichsten Roggensorten kennen zu ^ruen, ftchrt die Laichwirtschaftskammer für das Großherzogtum' Hessen Anbauversuche mit solchen Rvggensorteu aus, die fich bereits in Borversuchen pls ertragreich erwiesen haben- Tie Hauptversuä^bei praktischen Landwirten werden in verschiedenen ♦ /hm des Oftoßher zogt ums ausgeführt und ergaben die Resultate der Versuche des Jahres 1906, daß neben dem Pfälzer Landroggen für besondere hierzu geeignete Lagen der Pet ku ser Roggen in nahezu allen Bersuck-en den höchsten Ertrag ergab- Die ^ortenanbauverfucl-e stehen mit der Sa a t b a u stel len ei n- rlchtuna der Landwirtschaftskammer in enger Beziehung, in- dem es Aufgabe der Staatsbaustellen ist, besonders die Sorten zu züchten und zu vermehren, die für unsere Verhältnisse sich ats geeignet und am ertragreichsten erwiesen haben- So ist den Larwwirten auch Gelegenheit gegeben, Saatgut von Petkuser wie Hfalzer Roggen aus den Saatbaustellen zu beziehen durch Ver- Mitteluilg der Saatvermittelungsstelle der Landwirt s ch a f t s k a mm e r in Darmstadt, die gern Auskunft erteilt
der belgischen, lothringischen und Wiener Riesen- Tas belgische R.Kmkanmchcn hat von alten Rassen in Teutschlanv bw tueitc(}e Sferbreitiw'g gefnnben. Es wird int Tnrchschnitt un- gefatjr G Kilo schwer, erreicht öfter aber sogar ein Gewicht von mrho Auch das lothringische Riesenkaninchen ist vorzügliche Fleischrasse. Trese Rasse hat gewöhnlich ein Steh- und em Hangwhr, doch tarnen auch Tiere Uor die entweder^ nnr Steh- ober nur Hängeohren haben. Tas Gewicht "EJ der Liebhaberei verbinden «üb' iS %Ue ■ Sw werden bis 7 Kilo schwer,
I- L al~ 8u2e..Js^rad>ttnnindJt,t ru bezeichnen, die abev auch für den ^portiuchtcr von Interesse sind, da nur Tiere vvn beThmmtct Zeichnung ausstellungsfähig sind- Sv sind z B weiße Mzeichen unzulässig- 1 *' ”
„(Bollen Kaninchen gedeihen, so nmst ihnen Licht und Luft lern- -j-tefe Bedingung wird am besten erfüllt, wenn Kanuichenstall eine Tur aus Drahtgeflecht erhält- Einen Kaninchenstall kann man im übrigen aus Kisten leicht selbst Herstellen; Hauptsache ist nur, daß jedes Tier ca- 1 Quadratmeter Raum zur Verfügung hat- Tie Höhe soll 75—80 Zentimeter betragen und kann man zwei bis drei Stallungen übereinander । *** kann, bohrt man in
und.stellt die Ställe ettvas schräg- Tie Ställe für Zuchthasinnen trennt man am besten durch eine Scheidewand tn zwei Abteilungen: einen vorderen größeren Wohnraum und £™nfrnteren kleineren Nistraum. Unten in einer Ecke erhält ine ^cheidervaud ein twist Kaninchen ein bequemes Turchschtüpfen ermöglichendes Schlupfloch- |
sind int allgemeinen genügsame Tiere, die I y\nig rah< Futter machen und mit Mfällen vor- I
lieb nehmen; doch darf man ihnen kein bereiftes, nasses Grün- I %cuq geben, ebensowenig verdorbenes- Heu und gefrorene Wurzel- I UN? Knollengewächse da sie sonst leicht von Krankl)eiten be- N^ 'uerden. Am besten füttert man während des Sommers fnsckfes Gras, Klee, Gemüseabfalle und Möhren, während des!
Outes Heu. Taueben kann man während des Sommers I unb Winters Getreide — Hafer, Gerste, Mais — geben, aufjerbem I Weichfutter (bestehend aus gekochten Kartoffeln Und Kleie, brei- | artig vermischt). I
,.r ^U^dnlich sind die Kaninchen mit 4—5 Monaten geschlechts- | reu, doch wird man Vvn solch jungen Tieren keine kräftige | Zachzucht erwarten dürfen; man lasse daher das männliche | Kaninchen em Jahr und die Häsin 7—8 Atonale alt werden, elrc | Wan le äuT Zucht verlvendet Tie Tragezeit der Häsin dauert oO^-ol Tage. Man ftitlere gedeckte Häsinnen besonders gut | un.d .rEg und sehe sie allein. Vor dem Werfen muß der Ätall I Mündlich gereinigt werden, auch ist weiche Streu zum Nestbau | öu geben. Tie jungen nimmt man nach acht Wochen der Mutter | twg und bringt sie m einen besonderen Stall. Sobald sie ein | Jitter bon vier Monaten erreicht hciben, werden sie nach Ge- |
5ur Weiterzucht geeigneten Tiere I Irnben zur Mast eingestellt, um später verkauft zu werden | btofuT die Kliche Berwendiing zu finden. Tie Mast dauert gewöhnlich 3—4 Wockien. Während dieser Zeit erhalten die Tiere | Wenig oder gar kein Grün futter, dafür umsomehr Weich- und | un!L äu. ptan dem Futter aromatisck>e | ^ra"ter (Wachhvlder, Thymian, Pfefferminze, Kümmel) zu; sie |
„m Fleische einen ivürzigen Geschmack.
Bezüglich des Msatzes sei noch bemerkt, daß, wer wöchentlich | o dosten abzugeben hat, sich am besten mit einem der | ,^e ^Markthallen bestellten Berkaufsvermittler I
Diese Bermittler erhalten eine Provision I
A 0 Pwz- des Käufgeldes, womit gewiß jeder Züchter an- | .des leichten und bequemen Msatzes, den er auf diese I Weise hat, gern einverstanden sein wird-
* Gegen die richtige Behandlung Haus- und landwirtschaftlicher Geräte wird leider unaufhörlich gesündigt. Die Säge soll nach beendeter Arbeit mit Maschinenöl etngeou werden und nie auf der Erde liegen bleiben da d.^s schädlich ist. Wird sie längere Zeit nicht gebraucht, so emp- ftehlt es sich, fte mit Schmirgel und Fett abzureiben und mit einem Wa^uberzug zu versehen. Zu diesem Zivecke zerschmilzt man das Wachs über Kohlenfeuer und trägt es mit einem wollenen Lappen auf. Auch das Sonnenlicht übt eine nachteilige Wirkung auf den Stahl des Blattes aus. Man vermeide es daher, die Säge den Sonnenstrahlen auszusetzen._____________
I welche benjöaum nähren und kräftigen sollen
nicht nur unmittelbar am Stamm liegen • Pflan^ nick^
Boden zu naß ist, das GrundwasferE^n Q K"e oder undurchdringliche Schichten den Wurzeln Wi^2 ^büi^rn In solchen Lagen gedeiht kein Obstbaum gut Prüfe Teinen Boden -amt Kalk, und wenn er kalkarm rühre ihm I bäume?U‘ Olwc Kalk M Fern freudiges Wachstum de? Ob^ mrrn SAepfel vvllig weich so schüttet
Den W&n fic langsam durckststufen
c£c-fPlnt^>GJt kann man noch etwas ab klären lassen und dann sorgfältig abgießen, so daß die trüben Bestandteile rurück- Teil^des Gtocht!s^^ck^ und gibt etwa den dritten
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