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Neue Skala
Abgeordnetentages (Erhöhung der Beiträge aus 30 Psg. pro Jahr und Kopf) überhaupt keine Kriegerocreine. Es wurden nur einige wenige Vereine, die keine Zweifel ließen, daß sie dem Landeskriegeroerband nicht mehr angehören wollten, im vorigen Sommer aus den Listen gestrichen. Non rund 150 westfälischen Vereinen, welche sich ursprünglich den Kieler Beschlüssen nicht fügten, toten dies nachträglich über 100; von dem verbleibenden Rest scheint das gleiche zu erwarten zu sein.
Stuttgart, 3. Jan. Die vereinigten Handelskammern des Landes haben in der heutigen Vorschlagswahl für die Ernennung der Vertreter von Handel und In-
Frankfurt a. M., 8. Jan. Die .Franks. Ztg.*, welche für die Errichtung eines Wasscrbau m in iste r l ums für Preußen eintritt, kommt nach längeren Ausführungen über diesen Gegenstand zu dem Schlüsse, daß der Einrichtung eines Wassecbauministeriums keine Schwierigkeiten entgegenstehen. DaS genannte Blatt glaubt zu wissen, daß diese Auffassung in der Wafsecbauabteilung des Ministeriums bei öffentlichen Arbeiten geteilt wirb.
Seitherige Skala
ist eS nicht lange her, daß der „ssinkc", das heißt der keiner Verbindung angehörige, freie Student als Student zweiten Ranges angesehen wurde.
Aber es nahte der Augenblick, wo sich der freie Student auf sich selbst besann. Und heute ist die Zeit gekommen, wo er sich aus der Defensive heraus zur Offensive herüberzugehcn beginnt, um seinerseits das Banner des Forstu/ritts im ai-demischen X.cbcn allen voranzutragen. An fast allen Universitäten ist es heute die Organisation der freien Studentenschaft, Finkenschaft oder Wildenschaft, die in unablässiger Arbeit die Nichtinkorporicrten — heute fast zwei Drittel aller Studierenden — vorwärts führt, um aus ihnen Kulturarbeiter im besten Sinne des Wortes zu machen.
Jeder freie, das heißt nichtinkorporierte Student hat das Recht, sich in dieser Organiiation zu betätigen; das heißt, er kann bei der Wahl der Organisationsvorstände (Ausschuß, Präsidium) Mitwirken, ein Amt verwalten und die Veranstaltungen genießen. Jede Konfession, jede politische oder philosophische Weltanschauung, jede Auffassung des Zweikampfes ist da gleichberechtigt, ohne daß eine Vertuschung der Gegensätze angestrebt würde, nur „Achtung vor jeder ehrlichen Ucberzcugung!" Jeder soll Raum finden, seine Individualität frei zu entfalten, sich zu einer echten Persönlichkeit im höchsten Sinne des Wortes durchzubilden. Hier freie Bahn zu schassen, ist Aufgabe des Organisationsausschusses, der die allgemeinen Interessen der Nichtinkorporierten den Behörden gegenüber und nach außen hin zu vertreten hat. Daneben hat er dem Einzelnen Gelegenheit zu allseitiger Bildung, soweit möglich, zu verschaffen: Zu diesem Zwecke werden Abteilungen für Sport und Wissenschaft, für Kunst und Literatur eingerichtet, in denen jeder freie Student zwanglos verkehren kann. Es gibt keine bindende Mitgliedschaft, keine Beitragspflicht, keinen Komment. Aber auch die gesellige Seite wird gepflegt durch gelegentliche Bierabende oder Feste, auf denen es ebenfalls ganz zwanglos zugeht. Und schließlich fuhren gemeinnützige Aemter und Unternehmungen den jungen Studenten in die soziale Tätigkeit praktisch ein: Arbeitsvermittelungs-, Bücherverkaufs-, Bergünstigungsämter ober auch Arbeitsunterrichts- und Fortbildungskurse sind eS, in denen jeder zum Besten der Allgemeinheit wirten kann.
Das ist wahrhaftig, als risse ein frischer Windstoß morsche Mauern ein, die unsere Studentenschaft von der Außenwelt und ihrem Leben, von gesundem Fortschritt fern hielten. Neues Leben blüht auf dem akademischen Boden. Die studentische Jugend bahnt sich neue Wege Führerin der kommenden Generation im wahren Sinne des Wortes zu werden. Glück zu auf diesem Wege!
v. Hauck-Heilbronn. Aus dieser Vorschlagsliste ernennt König zwei Vertreter in die Erste Kammer.
— Der Gouverneur a. D. von Bennigsen ließ wegen in der Kolonialbcoschüre ErzbergerS enthaltenen und
Und das ist in punkto Geld, Tust d.i es für Weiil verscknvenden, So nur das gar sehr mißfällt. Erst bezahlt man, was man schuldet, Mags nun viel, mags wenig fern, Ehe man dem Bacchus huldigt Und die Gurgel schwenkt mit Wein. Lieber Freund, nun sei vernünftig Und laß ab vom bösen Zorn, Raufe keinen Wem mehr künftig, Wledrum holt ihn sonst Herr Born.
Auch ein Eingeweihter/ x. Wetzlar, 3. Jan. Infolge Gebrauchs eines ladenen Hohlschlüffels zu Schußzwecken zog sich hier zwölf Jahre alter Knabe eine schwere Verletzung an rechten Hand zu.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 4. Januar 1907.
- An der Neujahrstafel am Großh. Hofe nahmen u. a. noch teil Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Br ei d er t nebst Gemahlin, Se. Magn. der Nellor der LandeSunivecsität, Geh. Medizinalrat Prof. Dr.Bostroem, und Oberstleutnant von Couta.
"Die Wahlkommissare für die Reichstagswahlen in Oberhessen sind für den ersten Wahlkreis Gießen- Grünberg-Nidda Provinzialdircktor Geheimerat Dr. Bre idert zu Gießen; für den zweiten Wahlkreis Friedberg-Büdingen Kreisrat Fey zu Friedberg; für den dritten Wahlkreis Als- feld-Lauterbach-Schotlen Kreisrat Geh. Regierungsrat Schönfeld zu Schotten.
** Landesuniversität. Professor Dr. med. Moritz hat den an ihn von der Universität Straßburg ergangenen Ruf angenommen.
"In die Klinik verbracht wurde heute morgen 4 Uhr eine auf dem Landgraf Philipp-Platz wohnende Frau, die an heftiger innerer Blutung litt. Dec schwierige Transport der leidenden Frau wurde von Mitgliedern der Sanitäts- Kolonne ausgeführt.
-s- Lollar, 3. Jan. Auf welch sonderbare Art und Weise die Poesie manchmal ihre Blüten treibt, zeigt folgende Korrespondenz zwischen zwei hiesigen Einwohnern. Der eine
Neues Lebe» auf akademischem Boden.
Man schreibt uns:
Durch unser akademisches Leben geht es loie ein frischer Wind. Die Zeiten, da die Ideale der Burschenschaften noch ihre werbende, mitreißende Glut besaßen, die Erziehungsgrund- ätze der Korps neue Hoffnungen erweckten, sind vorbei. Es kam eine Zeit des Stillstaiides. Tie Begeisterung der verschiedenen Verbindungen schrumpfte zu bloßem Formalismus zusammen; man ruhte aus auf den erworbenen Lorbeeren und merkte nicht, daß das Leben darüber Hinwegschritt. Man erschöpfte sich im itomment m leerem Standesgefühl und tönenden Phrasen; eine immer tiefere Kluft tat sich auf zwischen der Außenwelt, die mit der Zeit gehend immer neue Ideale suchte, und der akademischen Jugend, die in trockenem Studium verknöcherte oder im Verbindungsleben sich mit Vorurteilen vollsog.
Was da nicht mitmachte, das galt für nicht vollwertig. Noch
dustrie zur Ersten Kammer gewählt: Kommerziencal Melchior-Nürtingen, Geh. Hofrat v. Jobst-Stuttgart, Geh. Kommerzienrat Hägele-Geislingen und den Geh. Kommerzien-
— Von der Dill, 4. Jan. Das plötzlich eingetretene Tauwetter hat das Austreten der Dill aus ihren Ufern im Gefolge.
Frankfurt a. M., 3. Jan. Der Magistrat hat den Beschluß gefaßt, den Schillerplatz künstlerisch Umzüge st alten. Zur Erlangung von Entwürfen erläßt jetzt der Architekten- und Jngenieurverein im Auftrag der Stadt einen öffentlichen Wettbewerb. Es sind dafür drei Preise ausgeworfen: von 700, 500 und 300 Mk. Außerdem können zwei weitere Entwürfe zu je 200 Mk. angekauft werden. DaS Preisgericht bilden die Stadträte Kölle und Schaumann, die Architekten Seeger und Welb, ferner Prof. Luthmer, Prof. Varnesi und Regierungsbaumeister Schenck.
te. Mainz, 3. Jan. Ein Musketier vom 68. Regiment, der vorgestern in Biebrich in Zivil an einer Vereins- Festlichkeit teilgenominen hatte, stürzte sich, nachdem ihn sein Feldwebel darüber zur Rede gestellt hatte, von der Köln- Düsseldorfer Landebrücke aus in den Rhein und ertrank.
Lttrchllche Nachrichten»
Evangelische Gemeinde.
Sonntag Epiphanias, den 6. Januar. Landesmission sie st.
Kollekte für die H e id e n m iss r o n. tiotksbfenfL
In der Stadtkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.
„ ... Pfarrer Schwabe.
Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Montag, den 7. Januar, 'abends 8 Uhr: Vereinigung der konstrmierlen weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde.
.Mittwoch, den 9. Januar, abends 8 Uhr: Bereinigung der fonfirnuerten weiblichen Jugend der Markusgemeinde.
Donnerstag, den 10. Januar, abends 8 Uhr, im Maikus- faal, Kirchstraße 9, A i b e l st u n d e. (1. Tunoth.-Brief Kap. 6.) Pfarrer Schwabe.
Auch von den Schulverwaltern ivird bei jenen vergleichenden Gegenüberstellungen verschwiegen, daß sie neben der Vergütung freie Wohnung ober volle Mielentfchädiguug haben. Es wird ferner verschwiegen, daß eine Vergütung von 900 Alk. nur für die zwei ersten, den Vorbereitungsdienst umfassenden Jahre vor der Schlußprüsung in Betracht kommen, das Einkommen des Schulverwalters nach der Cchtußprüfung aber 1000 Alk. nebst Wohnung oder voller Aiielentschädlgung betragen soll.
im 1. bis , 4. , , 7. , , io. , V 13. „ , 16. , „ 19. _ . 22. , - 25. , - 28. ,
als Gläubiger hatte dem anderen ein Fäßchen Mein pfänden lassen. Darüber wohl nicht sehr entzückt, sandte Schuldner folgende poetische Postkarte an den Gläubiger: „Es gilt Ihnen wohl um Wein, Doch bekommen Sie ihn nicht allein, Aus Frankfurt trinkt noch einer mit, Der reichlich seinen Alami versieht.
Vier Fünftel des Weins gehört diesem allein, Ein Fünftel davon wird Ihnen dann sein. Der ganze Wert ist sechzehn Mark, Gewiß cm ganx geringer Quark.
Von sechzehn Mark Frankfurt dreizehn erhält, Drei Mark ist dann Ihr bares Geld, Das Sie erhallen von dieser Geschicht, Und haben sich selbst geführt hinters Licht. Em Dritter, wenn er macht geltend sein Recht, So fällt die Sache für Sie aus ganz schlecht.
Ein Eingeweihter/
Der Gläubiger hatte nichts eiligeres zu tun, als seinem Freunde auf dieselbe Art zu erwidern. Er schreibt ihm: „Lieber Freund, du tust dich irren, 's gilt mir nicht um sauren Wem, Doch muß es mich sehr genieren, Stets mit dir verwandt zu fern.
Eines muß die Freundschaft enden
Ju der IohauucSttrchc.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Euter.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.
Pfarrer Euler.
Nachmittags o Uhr: Repetent Waas.
Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konsirmaudensaal.
„ Abends 71/, Uhr im Lukassaal: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde.
l'lontag, den 7. Januar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im -ukassaal. Text: Phil. 1, 1 ff, Pfarrer Eule r.
Freitag, den 11. Januar, abends 77, Uhr, im Lukassaal: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde.
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seinem Namen in Verbindung gebrachten Ausführungen gegen Erzberger das Verfahren wegen verleumderischer Beleidigung einleiten.
Handel und verkehr, Volkswirtschaft.
Deutsche Reichsbank. Der Ausweis betreffend die letzte Dezemberwoche hat den Erwartungen vollständig entsprochen, ja man kann sagen, er hat sie sogar übertroffen, denn die Bank ist mit einem Betrage von 572,65 Mill. Mk. in die Notensteuer gekommen, also noch höher wie am 30. September v. I. Gegen die dritte Dezemberwoche liegt eine Verschlechterung von 380,85 Mill. Mk. vor. Es handelt sich aber jedenfalls bei dem weitaus größten Teil dieser Entnahmen um kurzfristige Darlehen, die bald zur Rückzahlung kommen werden. Auch das Reich stellte wieder Ansprüche an die Bank mit 67,85 Mill. Mk. gegen 48,71 Mill. Mk. i. B. Um diese Summe haben sich die Effektenbestände erhöht. Der Metallbestand hat sich um 70,85 Mill. Mk. verringert, die Wechsel dagegen nahmen um 149,38 Mill. Mk. zu. Die Lombardanleihen sogar um 220,26 Mill. MÜ gegen 130,15 Mill. Mk zu. Der 9Lotenumlauf hat eine Zunalnne von 294,96 Mill. (252,47 Mill.) aufzuweisen. Die Giroeinlagen haben um 48,05 Mill, gegen 16,32 Mill. Mk. abgenommen.
Von der Petr ole um in dustrie. Erst kürzlich haben wir die Bedeutung der europäischen Petroleum-Union für den europäischen Petroleummarkt besprochen. Die Union hat nun schon wieder eine Erweiterung erfahren. Es sind ihr die Gesellschaften des Standard Russe in Noworessisl, die Produktionsgesell- scyast Achwerdosf u. Co. in Grosny, die Pötroles de Grosny, die Potroles de Galieie und die Petroles des Roumani beigetreten. Wie die europäisckje Petroleum-Union die bedeutendsten der Pe- troleumshandelsgesellschasten mit sich zu bereinigen gesucht hat, so sucht sie auch immer mehr Petroleumsgewinnungsgesellschasten in ihren Kreis zu ziehen. Es schien somit die VereinheitlickMng sämtlicher Bestrebungen gegen die Standard Oil Co. der Venvirk- lichung näherzukommen. Jetzt tritt aber gegen die Standard Oil Co. und zugleich auch gegen die europ. Petroleumunion wieder eine neue Gesellschaf tauf. Der frühere Direktor der Petroleum-Produkte Akt.-Ges. w,nd Generalvertreter der Steaua Romana Josef Leis otöie der frühere Generaldirektor der Steaua Romana, Maxim Neumann. Haden in Gemeinschaft mit der Bankfirma Gebrüder Klopfer-München, Baron Otto v. Feilitzsch-München, u. a. die deutsche Benzin- und Aiohöl-A.-G. gegrünbci, oeren Aktienkapital auf l1/? Mill. Mk. festgesetzt ist. Damit ist aber die Bereinigung aller Gegner der Standard Oil Co. in der europäischen Petroleum- Union fürs erste illusorisch geworden.
Newyork,3. Jan. Die B a u m w 0 l l p f l a n z e r verlangen, den Spekulanten der hiesigen Baumwollbörse solle die Postbenutzung entzogen werden, da Betrügereien vorgekommen seien, durch welche die Pflanzer um 4 0 M 111 i 0 n e n D 0 l l a r geschädigt worden feien. Die Baumwollbörse begünstigte die Terminspekulatiou, während tatsächliche Lieferungen nur selten abgeschlossen wurden.
Märkte.
ko. F r a n k s u r t a. M., 4. Jan. (Orig.-Telegr, des „Gieß. Anz.") Viehmarkt. Zum Verkaufe standen 00 Kalber, 00 Schafe und Hammel, 448 Schweine,OZiegen. Schweine: 1. Qual. 72—00 Pf Lebendgewicht 57.00—00.00 Pf., 2. Qual. 70—71 Pf., Lebendgewicht 56.00-00 Psg., 3. Qual. 60—65 Psg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf. Lebendgewicht 00—00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Psg., Lebendgewicht 00-00 Psg., Schlachtgewicht 00- 00 Psg. Schale 1. Qualität 00—00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Psg. Geschäft: mittelmäßig, Uederstand unbedeutend.
laß nach Rückkehr deS Obersten von Deimling, der Die Ausführungen des „D. T. A." über die tägliche ArbeitS- ni.r vorübergehend in Südwestafrika weilt, Oberstleutnant ^it Lehrer sind Uebertretbungen. Es liegt indes wohl im äa,,», Interesse des Standes, sie zurzeit Nicht zu erörtern. Auch die ver- von Estorfs zum Kommandeur der dortigen Schutz- gleichenden Gegenüberstellungen mögen späterer Betrachtung vor- tkuppe ernannt werden wird. behalten bleiben. Durch tue, gelinde gesagt, sehr tendenziöse
— Die „Nordd. Allg. Ztg.' schreibt: Mehrere Zeitungen Gruppierung und anderes Hinarbeiten auf den Effekt mindern sie
— ■” “ Eindruck und Wirkung auch da, wo sie an sich nicht ganz un
richtig sind.
Äm rc Ganz richtig sind sie nämlich in keinem Falle, schon deshalb,
Kieler Beschlüsse Ausgeschlossenen über 150 west- weil sie, wie das ja gewöhnlich bei den Betrachtungen über die fälischen Kriegervereinen vom Mtnister des Innern das Recht Einkonimensoerhältnisse der Volksschullehrer geschieht, ben so sehr der Fahnenführunq entzogen sei, falls nicht die nach- wesentlichen Umstand verschweigen, daß jeder Lehrer entweder ganz frnnlirhp 9lnnahmp der Resckllüsie prfnlnp Die 9?nrhriAf in frric Wohnung, meist Mit Garten, oder volle Mietemschädigung rragttche 2innayme oer -öe ct)lu))e_ erfolge, iie Jta$riö)t ist hat, während der Beamte die Miere aus fernem Gehalt bestreiten unzutreffend. Ausgeschloffen sind vom preußischen Landes- ober für eine etwaige Dienstwohnung zahlen mitß. Leider wird kriegerverbande wegen Nichtannahme der Beschlüsse des Kieler durch Verschiveigung dieser wichtigen Tatsache das Urteil Un- kundiger sehr oft irre geleitet.
1100 1250 1400 1550 1700 1850 2000 2200 2400 261'0 vom 31. „ ab 2800 „ 3000 \
Der „D. T. A. schreibt: „Hat endlich ein Lehrer das volle Mrcn> >° »«•“* «
Ein Blick auf die beiden Skalen zeigt, daß der Lehrer nicht erst nut »dein vollen Dienstalter", also nach 30 Diensljahrcn, 200 JJlarf mehr bezieht als seither, sondern schon nach 18 Trenstjahren und nicht mit durchschnittlich 56 Jahren, sondern im Anfang der ^i normalem Gange im ^nh?pdmnr h §I obgelegt. Der Durchschnitt der paar letzten 21 E'" -ehrer, der „das vo .e Tienllaltcr" erst mit
5Üh/r* '""b, uGl Ablegung der Schlußprüsung 4 bis das Normalalter gezahlt haben, oder er war vielleicht nach der Pruiiing sur einige Jahre ans dem Lehrerberns ansge- schieden und m einem anderen Berufe tätig. — Für solche Leser die de>r Berhaltmilen fern stehen, sei hier bemerft, daß das Bc> soldungsdieiistaller bei den Volksschullehrern von der Schlußprüsung s!.R^etXC(^nesu 1UIC bei den Staatsbeamten, von der
definitiven Anstellung an. Auch das Miluarjahr soll in Zukunft naaj der Absicht der Regierung bet den Voltsschullehrern als Be° soldungsdienfljahr in Anrechimng kommen.
^0^ »D. T. A." behauptet, für die „vergleichsweise herauge» .ogenen Bea.n en" nut 2000-4000 Alk. sei m den 5 b.s 7 ieuersten Platzen em Wohnungsgeld von 942 Mk. vorgesehen, „mehr Woh° nungszulage, als em Vollsschullehrer während der ö ober 6 "lobte »or seiner definitiven Anilellung an Jahreseinkoinmen beziehi^ Wir entnehmen den vorileheuden Passus den, „D. T. A." wörtlich damit der Leser nicht etwa in der Zalil 942 einen Truckfehler ver- ffi.1’..*- Wirklichkeit i|t für jene Beamten m den 7 teuersten <JQötcn em Wohnuirgsgeldzuschug von 320 Alk., also 622 Alt weniger, als der „D. T. '21.u angibt, vorgesehen. In allen übrigen Orten des Landes betragt er nur 240 Alk.
Uebrigcns erhalten in den großen Städten, in denen für den nutlieun ümtmöbeanuen 320 Alk. Wohmuigtzgeldzujchuß vorgesehen tt Mehrer nut eigenem Hausiiand schon längst 500—600 Alk. volle Mietentlchadigun^ b
Tttrche und Schule.
— Ein bedeutungsvoller Schritt auf dem Gebiete des Unterrichts wird aus Dresden berichtet. Der Rat der Stadt hat beschlossen, im Februar oder März einen ober mehrere ärztliche Vorträge über sexuelle Probleme für Abiturienten der städtischen Gymnasien und Realgymnasien sowie getrennt davon für Realschüler- unter der Voraussetzung zu veranstalten, daß der Besuch freiwillig und mit Genehmigung der Eltern stattsindet. Dir Teilnahme der Väter ist nicht ausgeschlossen.
Zu den Regierungsvorlagen über Wohnungsgcld, zuschust der Staatsbeamten und Gehaltserhöhung der Voltsschullehrer.
(Aus der „Darmstädter Ztg/.)
In öffentlichen Blättern finden sich mehrfach über den Wohnungsgetdzuschuß der Staatsbeamten und die Gehaltsaufbesserung der VotkSschullehrer falsche Darstellungen der in Betracht kommenden Verhältnisse. Namentlich ein Artikel in Nr. 296 des $arniftäbter „Tägl. Anz.' läßt eine Berichtigung, wenigstens ber gröbsten Irrtümer, geboten erscheinen.
I Für bie Gehaltsoorlage kommen nicht, wie ber ,D. T. A." «mehr als 3000 Lehrer', sonbern nur 1844 Lehrer unb 880 Lchulverwalter unb Schulgehülsen bes flachen Laubes unb ber kleineren Stabte in Betracht, also zusammen 2229. Die Hunderte von Lehrern m den großen Städten werben von ber Vorlage gar nicht berührt. Sie beziehen jetzt schon auf Grunb besonberer Re- gulahoe höhere Gehalte, als bie Vorlage vorsieht. Am 2229 Lehrer unb Schulverwalter entfallen 274 500 Alk., nicht, wie ber D T A" schreibt, 220 000 Alk. Auf ben Kopf entfällt also eine Jah'resaus- befferung von 123, nicht, wie ber „D. T. A." schreibt, von 70 Alk.
Ter „D. T. A." behauptet, bie neue Gehaltsskala ber besinitiven Lehrer „becke sich nahezu mit der seitherigen". Wie es mit der Richttgkeit dieser Behauptung bestellt ist, wolle man aus einer vergleichenden Betrachtung beider Skalen entnehmen;
Der Lehrer soll beziehen:


