Ausgabe 
4.3.1906 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

w.

n

;*fr

' 'N

ft

der bei mit mit

zu, des sei. ist,

Kind noch weiter verfolge. Inzwischen zogen die Eltern Kicssel nach Frankfurt a. M. und das Mädchen blieb einer diesigen Tante in der Alexanderstraße. Anscheinend Wissen der Tante hat das Mädchen einen Briefwechsel

Courcel unt>

Bern, absiimmung gehren, um Volk statt

dem Studenten unterhalten, bis dieser vor einigen Wochen als Assistent in Berlin in Stellung trat. Er bekam Blinddarm- Entzündung und starb vor einigen Tagen. Das Mädchen hörte dies erst, als er schon begraben war, und betrug sich gestern, als ihre Mutter hier weilte, sehr auffällig. Sie lieh sich dann von einem Bekannten 10 Mark, kaufte einen Re­volver und schoß sich damit gestern Abend 8 Uhr, eine Kugel direkt in das Herz, sodaß sie sofort tot blieb.

Atteln

SchO gask' heiv'g'

> i' .

,. J -j

Rouvier mit Gemahlin teilnahm.

4. März. In der heutigen bernischen Volks- wurde das von 20000 Bürgern gestellte Be- dic Wahl der Regierung durch das durch den Großen Rat mit 37968 gegen

Rußland.

Der Marincleutnant Schmidt, der Führer der Meuterer desPotemkin", wurde zum Tode durch den Strang ver­urteilt ; gegen drei Matrosen lautet das Urteil auf Tod durch Erschießen. Zw ei Studenten erhalten als Strafe lebens­längliche Zwangsarbeit, 16 andere Zwangs­arbeit von verschiedener Zeitdauer; neun wurden zu Zucht­hausstrafen verurteilt. Zehn Angeklagte sind freigesprochen worden. Schmidt erbat sich als einzige Gnade, daß man ihn erschießen möge.

Aus Otschakow, wo das Kriegsgericht tagte, wird ferner gemeldet, daß die Mannschaft des KreuzersPruth" meu­tert. Sie verlangen, daß Schmidt die Todesstrafe nicht er­leiden dürfe. Auf Befehl des Hauptkommandanten sind drei Kriegsschiffe nach dort unterwegs. Beim Abschiede sagte Schmidt zu seinem einzigen Sohne Eugen:Vergiß nicht, daß Dein Vater für die Freiheit Rußlands gestorben ^7." (Vgl.Polit. Wochenschau".)

Aus Sewastopol kommt die Nachricht, daß elf Marine­offiziere entlassen wurden, darunter einige, die von Schmidt sich gefangen nehmen ließen. Andere Marineoffiziere werden von der Schwarzc-Meer-Flotte nach Wladiwostok, Libau und Kronstadt verseht.

9(uf dem Bahnhofe von Zarskoje Selo, wo bekannt­lich der Hof residiert, wurden zwei junge Leute durch die Geheimpolizei verhaftet, die verdächtig erschienen. Beide Arretierten trugen Bomben bei sich; sie gehören der anar­chistischen Partei an.

Die Räubereien in Finland haben inzwischen Schule ge­macht. Em Postillon in dem nordschwedischen Städtchen Haparanda legte das Geständnis ab, in der Nacht vom 1. März die Beraubung eines Postwagens zwischen Haparanda und Nederkalix begangen, sowie den Postkutscher und dessen Gehilfen ermordet zu haben. Der geraubie Betrag ist bei ihm gefunden worden.

furt, die gestern nach Mainz fuhr, klopfte während der Fahrt plötzlich der Storch an, der sie mit gesunden Zwillingen beschenkte.

X Heuchelheim, 2. März, Der 3. Kursus der landw. Haushaltungsschule des Kreises Gießen wird gegenwärtig hier abgehalten. Der Zudrang dazu war so groß, daß nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten. Im Saale des Gastwirts Ludw. Kröck X. herrscht ein eifriges Treiben: 24 junge Mädchen sind in zwei Abteilungen geteilt, von welchen die eine morgens kocht und nachmittags Hand­arbeiten anfcrtigt oder wascht, während die zweite morgen? Handarbeiten macht und nachmittags bügelt. Jetzt schon läßt sich zur Genüge erkennen, daß die Haushaltungskurse zu einem wirklich dringenden Bedürfnis für alle angehenden Hausfrauen auf dem Lande geworden sind.

p. Dutenhofen (Lahn), 4. März. Heute wurde in unserem altehrwürdigen Kirchlein zum letzten Male Gottesdienst gehalten. Mit diesem ward gleichzeitig den älteren Leuten an der liebgewonnenen Stätte das Abendmahl gereicht. Vorläufig wird in dem schönen geräumigen Vereins- Hause Gottesdienst gehalten werden. Bis zum Nachsommer soll der Erweiterungsbau der Kirche beendet sein. Die neue Orgel ist am 1. August fertig, Orgelbauer Nikolaus zu Lich stellt sie her. Der Preis beträgt ca. 4000 Mk. Das zweimanualige Werk erhält 14 Register und 2 Koppeln.

Bad-Nauheim, 3. März. Die Vorstellung der Bürger­schaft betr. Verlängerung der vollen Kurdauer vonr 1. Hlpril bis 31. Oktober ist mit 321 Un-terschriften versehen an die zuständige Minifterialabteilung abgesandt worden. Von den Unterzeichneten sind 149 Gewerbetreibende, 66 sind Hotelbesitzer, Gastwirte, Logisgeber, 41 staatliche und städtische Beamte, 30 Handwerksmeister, 12 Aerzte und 2 Neckstsanwälte, 13 ohne Beruf und 8 Landwirte.

Darmstadt, 3. März. I. K. H. die Großherzogin wird, nach derDarmst. Ztg.", morgen vormittag der Ferev der Einsegnung der neuen Oberin im Diakoniffenhaus Elisa- bethenstift beiwohnen. . Der Präsident des Ministeriums des Innern, Braun, ist gestern in dienstlichen Angelegenheiten auf einige Tage nach Berlin gereist. Der frühere Distrikts- kommandeur im Großh. Gendarmerie-Kdrps, Oberst a. D. Philipp Barthel, ist gestern im 80. Lebensjahr gestorben.

sd. Darmstadt, 4. März. Die Jahre alte Anna Kiessel ist schon vor ca. 2 Jahren mit einem Studenten Zang in Beziehungen, was die Eltern be§ Mädchens aber, sobald sie davon Erfahrung hatten, mit aller Energie zu hintertreiben suchten. Sie drohten sogar den Eltern des Studenten mit gerichtlicher Anzeige, wenn er ihr

10995 Stimmen angenommen. Zum ersten Male wird die Wahl der Regietung durch das Volk im Mai 1906 statt- finden.

Ausland.

Christiania, 3. März. Die Regierung ließ dem Storthing eine Vorlage zugehen, in der 5884000 Kronen für das Heer und 1739000 Kronen für die Ma­rine zur Deckung der Ausgaben der vorjährigen außer­ordentlichen Verteidigungsmaßnahmen, ferner 1 076 000 Kronen zur Deckung der Ausgaben für die Wiederaufstellung der von der neutralen Zone entfernten Geschütze gefordert werden.

Paris, 4. März. Hier ging heute nachmittag das Gerücht um, Kaiser Franz Josef habe einen Schlag- anfall erlitten.

Der König von England fuhr heute nachmittag nach dem Elysee, wo er Fall ie reS einen Besuch abstattete. Der König hatte mit dem Präsidenten eine längere private Unterredung und begrüßte danach die Frau Fallieres. FalliereS erwiderte bald darauf in der englischen Botschaft den Besuch des Königs. In der englischen Botschaft fand ein Diner statt, an dem Fallieres mit Gemahlin, Baron

Sm« taue heh Ar twtb. feien xihilte

wall duckt leistet flenxfe Mr i to-ntitl des G Beri M.

zu ei

veilea Bchü mick

Mter wteu und 1 von <£ Wund, einem Befrag $ fWc

Ui so tnnri geredet dechönd

Vermischtes.

Ermordung eines Deutschen in Amerika. Einem New-Parker Telegramm zufolge, ist in Sonora (Mexiko) Alfred v. Steiger von Indianern ermordet worden. Der Ermordete war der 48jährige Bruder des Frankfurter Bankdirektors Baron Louis v. Steiger. Alfred v. Steiger war in Frankfurt geboren. Seit etwa 20 Jahren lebte er als Farmer in Amerika und befand sich gerade auf einer Reise nach Mexiko.

'Geständnis eines Mörders. Der zurzeit in Feldkirch (Vorarlberg) inhaftierte Schriftsetzer Arnold Sippl auS Linz hat vor dem österreichischen Untersuchungs­gericht und vor dem dort anwesenden Heidelberger Unter­suchungsrichter gestanden, den Lehrer Thomas Reid aus Glasgow am 31. Juli 1905 auf dem Fußwege Zollstock- Heiligenberg durch einen Nevolverschuß in den Rücken er» m orb et und beraubt zu haben. Er habe die Leiche in das Gebüsch geschleppt und mit Reisig und Laub zugedeckt. Auf Grund der von Sippl gegebenen Beschreibung des Tat­ortes wurde das Skelett des Ermordeten aufgefunden. Einen Mittäter hat Sippl nicht.

* Hochwasser und Sturm. Hochwasser wird heute noch aus verschiedenen Gegenden des deutschen Reiches ge­meldet, so vom Niederrhein, aus dem östlichen West­falen, aus Würtemberg usw. Am 3. März stürzte bei Gröv die Lokomotive eines Leerzuges der Moseltal­bahn in die hochgehende Mosel. Der Lokomotivführer Berger ertrank. Das Unglück geschah infolge eines Ab­rutsches des durch das Hochwaffer unterspülten Bahndammes. In Oberhessen hat die warme leuchtende Sonne des gestrigen ersten prächtigen Vorfrühlingssonntags das Wasser zum größten Teil vertrieben und heute haben wir einen frischen Frosttag. Im Bayrischen Wald, im Fichtel­gebirge und im Frankenwald wüten die heftigsten Schneestürme. Es liegt meterhoher Schnee, der zu mehrfachen Stockungen im Landverkehr geführt hat. Aus Graubünden und Glarus wird über Lawin en stürze berichtet. Bei Glarus wurden 45 Arbeiter eines Elektrizitäts­werkes von einer Lawine verschüttet, konnten aber alle ge­rettet werden. Wie man aus dem norwegischen Drontheim meldet, wird dort befürchtet, daß von den etwa 1200 Fischern, welche zum Fischfang nach der Insel­gruppe Gjaeslingerne ausgefahren sind, im Sturm viele umgekommen sind. Es werden 11 Boote mit 33 Mann vermißt. Der Sturm, der das Unglück verschuldete, ist der stärkste seit langer Zeit. In einigen nordamerika­nischen Staaten richtete ein W i r b e l st u r m großen Schaden an, der in der Stadt Mobile (Alabama) auf etwa l^Mill. Dollars veranschlagt wird. In der Stadt Meridian (Mississippi) sind die Geschäftshäuser und der Bahnhof zer­stört. 21 Weiße und über 100 Neger wurden ge­tötet. Auch die (austral.) Gesellschaftsinseln sind von einem Wirbelsturm heimgesucht worden. Die Küsten­stadt Papeete auf Tahiti ist überschwemmt und 75 Häuser zerstört, darunter das amerikanische Konsulat und die französischen Negierungsgebäude. Man fürchtet, daß viele Menschen mugekommen sind; auch andere Inseln und die

wurde den H

Aus i künde soll a schiviv wurdk der ®

*

Neck eine heilig« blui ani d Ove- uniery

W:1. lieM! holle d' spiel, bi menge komma stürzte ans bei Colnnn im still finde i getroste ertra voin ® Zn Li trtnu nrer 8i die bei Arbeite W W Beitem Zin Gi Charl liegend, geben, Snv eilt ft eilte des 2 Hou mit Möi bastel die 5 Mi irmtbi xusolk . Trim

ivürden. Dieselbe Forderung erheben zwei Resolutionen Z e d l i tz und K c r u t h (frs. Vpt.). Letztere will Zuwendungen ZuS diesem Fonds nicht nur leistungsschwachen Schulverbänden bn Osten, sondern auch in anderen Landesteilen entsprechend zu Teil werden lassen. Ein R e g i e r u n g s k o m m i s s a r auS dem Finanzministerium bittet um Ablehnung der Anträge. Die Regierung habe schon drei Millionen bewilligt und brauche ihr weniges Geld für andere Zwecke. Abg. Dr. Fried­berg (ntl.) erklärt, die Negierung stehe auf dem ganz wer- kehrten Standpunkte, daß das Abgeordnetenhaus ihr dankbar sein muffe, daß sie drei Millionen für die Lehrer bewilligt habe. Umgekehrt sollte die Regierung dem Abgeordnerenhause dankbar sein, wenn es ihr die Mittel zur Erfüllung der staatlichen Aufgaben gewährt. Kultusminister Dr. Studt: Wenn der Vorredner bedenke, daß das neue SchulunterhaltungS- gesetz die Schullasten auf breitere Schultern verteilt, so werde er doch jetzt besser von diesen Anträgen Abstand nehmen. Im allgemeinen bestreite er (der Kultusminister), daß die Schulverwaltung den berechtigten Ansprüchen der Lehrer ent­gegentritt. Da? liege ihm fern. DieAnträgev. Zedlitz werden gegen die Stimmen der Konservativen und des Zentrums angenommen, der Antrag Keruth gegen die Stimmen der Linken a b g e l e h n t.

Es folgt das Kapitel: Kultus und Unterricht gemeinsam. Hierzu liegt eine Resolution der Budgetkommission vor, im nächsten Etat eine erhebliche Erhöhung der Position: Unter­stützung für Geistliche aller Bekenntnisse vorzunehmen. Nach­dem Kultusminister Dr. Studt für das nächste Jahr eine Erhöhung des Fonds in Aussicht gestellt, wird der Titel durchweg nach den Anträgen der Kommission bewilligt.

wurde Lausi Öligen

9ii lur fön, ließDr. Auster, beleidig L» ibn die? ob, kwiCcib, ab. $£

Wn 3,

»e ?irch ;erzu>e LeJft

?isth< 0 u Cf) f m Gil Sm fl|m |L Nbe;

Deutsches Reich.

Berlin, 3. März. Dem Bildhauer Harro Mag- nussen wurde vom Kaiser das Erinnerungszeichen an die silberne Hochzeit am Bande des Roten AdlerordenS verliehen.

Der Kaiser und die Kaiserin besuchten heute Vor­mittag nach Teilnahme am Gottesdienst die von 2000 Schul­kindern auS den Berliner Gemeindeschulen veranstalteten Ge­sangausfuhrungen im Zirkus Busch.

Der Kaiser sandte an den Lordmayor von London folgendes Telegramm:

Tic Kaiserin und ich senden dem Lordmayor nnd der City von London beglich gefühlten Dank für die freundlichen Grüße zu unserer Silbernen Hochzeit und für die guten Wünsche für unseren Sohn und dessen Brant. Wilhelm I. R."

Geh. Kommerzienrat Fritz von Friedländer hat anläßlich der ihm gewordenen Auszeichnung der Pensionskaffe der kausmännischen Angestellten der Firma Emanuel Fried­länder & Co. 100000 Mark überwiesen.

DieGermania" schreibt: Es sind lediglich sachliche Gründe, welche das Zentrum zur Ablehnung eines Reichs-Kolonialamts bestimmt haben, wie auch die be­vorstehenden Verhandlungen im Reichstage dartun werden, nicht persönliche Rücksichten gegenüber dem Erbprinzen von Hohenlohe-Langenburg.

Die sozialdemokratischeMannh. Volksstimme' gibt daß ihre Mitteilung über einen angeblichen Hofgang Genossen Dreesbach ein Fastnachtsscherz gewesen DerVorwärts", der so köstlich darauf hineingefallen ist nun jämmerlich verlegen. Er schreibt, derMannh.

Aus Smöt uns LcruS.

Gießen, den 5. März.

" Unserem Infanterie-Regiment wurde, wie mir hören, von einigen Bürgern aus Anlaß der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares eine Stiftung von 14200 Mk. überwiesen. Die Zinsen diese? Kapitals sollen zu einem Zehntel kapitalisiert, im übrigen nach dem Ermessen des Regiments- Kommandeurs zu Beurlaubungen von Offizieren ins AuS- land und sonst im Interesse der Angehörigen des Regiments verwendet werden.

** Eine Neuregelung der Gehalte der Hess. Volks schulle hrer erstrebt der hessische Landeslehrer- verein in einer Eingabe a*n die 2. Kammer. Er bittet, die Gehaltsskala wie folgt zu bemessen: 1.3. Dlenstjahr 1100 Mk., 46. Dienstjahr 1250 Mck., 7.-9. Dienstjahr 1400 Mk., sodann alle drei Fahre 200 Mk. Steigerung bis zum Höchstgehalt von 2800 Mk., der im 28. Dienstjalhr erreicht werde. Die Eingabe weist darauf hin, daß die Notwendigkeit einer Erhöhung der Lehrer geh alte schon 1900 von Regierung und Landtag anerkannt, mit Rücksicht auf die Finanzlage des Landes aber einstweilen verschoben wor­den sei. Auch der kath. Lehrerverein ersucht in einer Vor­stellung um eine andere Bemessung der Lehrereinkommen und zwar schlägt er vor, daß

1. das Anfangsgehalt definitiv angestellter Lehrer 1200 Mk., die Alterszulagen in dreijährigen Stufen je 200 Mk. nnd das Höchstgehalt, nach 27 Dienstjahren erreichbar, 3000 Mk. betrage; 2. das Ansangsgehalt definitiv angestellter Lehrerinnen 1100 Mark,' die Älterszulagen in dreijalrigen Stufen je 150 Mk. und das Höchstgehalt, nach 21 Dienst jähren erreichbar, 2150 Mk. betrage; 3. die Gehaltsstufen der Schulverwalter und Schul­verwalterinnen um je 150 Mk. erhöht werden; 4. die durch Mimsterialerlaß vom 4. Juni 1904 getroffenen Bestimmungen über die Einrichtung und Größe der Lehrertvohnungen in d"s neue Besoldungsgesetz ausgenommen werden und wie seither der Genuß der DietrsNoohnung oder die daftir gewährte M ictentschädig- ung im Falle der Pensionierung mit 200 Mk. in Anrechnung komme.

** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Am Dienstag geht als elfte und vorletzte Volksvorstellung Paul Heyses SchauspielColberg" in Szene. Es sei er­wähnt, daß die nächste DienStagS-AbonnementSvorstellung auf den 13. und die nächste FreitagS-Abonnementsvorstellung auf den 16. März fällt. Für diese Vorstellungen sind vor­gesehen ,Die Neu vermählte n* von Bj örnson und die einaktige BurleskeDer gemütliche Kommiss är^ von Courteline.

** Der gestrige Tnrntag des Gaues Hessen übertrug die diesjährige Gauturnfahrt dem Turn­verein Frankenberg und das nächstjährige Gau­turnfest dem Turnverein Bad-Nauheim. Das dies­jährige Gau turn fest, das in Schotten stattfindet, wurde auf den 24. Juni festgesetzt. Auch das Dünsberg- fest der Gießener Turnerschaft soll Mieder abgehalten werden. (Näherer Bericht folgt.)

* Ein doppeltes freudiges Ereignis im Eisenbahnwagen. Bei einer jungen Frau auS Frank­

Berlirr, 3. März. Das nationalliberale Kreiswahl- Kdnntee des Wahlkreises Hagen-Schwelm hat einstimmig be­schlossen, als Kandidaten für die nächste Landtags- und Neichstagswahl den Professor Dr. Moldenhauer aus Mln, der am 11. März in Hagen zusammentretenden allgemeinen Partei-Versammlung vorznschlagen.

vr 11

Heer und Flotte.

München, 4. März. Schwere Vergehen gegen die

Ö51pImc im hiesigen Ka d eiten kvrps sind aufgedeckt worden Es sind 13 Zöglinge daran beteiligt. Mit Ausnahme der ersten! und fünften Nasse kommen hierbei alle Klaffen in PettaHt. Dw Zöglinge stiegen nachts aus und veranstalteten rm Keller des Hauses eines Mttschülers w ü st e K n e i p e r e i e n We bis 5 Uhr früh dauerten. Dann kehrten die Teilnehmer unter Zuhals enu hm e Vvn Dietrichen in ihre Schlafräume zurück Die Zöglinge sind beurlaubt; sie gehören meist angesehenen Mdelsf a in111 en an. Dor Vorfall erregt peinlichstes Aufsehen.

Saarburg, 4. März. Generalmajor Friedberg, der Jet einer Brigadeübung vom Pferde stürzte, ist seinen Verletz- Wgeu erlegen.

ßLolksft: scheine das Empfinden dafür zu fehlen, wie sehr sie sich selbst durch die Annahme charakterisiert habe, ihr Scherz werde als Ernst aufgefaßt werden. Das ist eine Verlegen- heiiSauSrede in der allerschönsten Form. Die,Mannh. Volksst." darf den Erfolg für sich in Anspruch nehmen, die jetzige Re­daktion desVorwärts" in ihrer ganzen Blödheit gezeigt zu. haben.

DerVorwärts" veröffentlicht an leitender Stelle eine Aufforderung an die politische Polizei, von ihr am 24. v. Mts. bezw. 3. März durch einen Kriminalbe­amten zwecks Verrats von Parteigenossen und Par­teibeschlüssen gezahlte 200 Mark bei seiner Geschäfts­stelle abholen zu lassen.

Der dem Reichstage zugegangene Gesetzentwurf über die Haftpflicht für bei dem Betriebe von Kraftfahr­zeugen entstehenden Schaden setzt die Schadenersatz­pflicht des Betriebsunternehmers für Tötung oder Verletzung von Menschen oder für Sachbeschädigung fest. Als Kraftfahrzeuge gelten auch Motorfahrräder. Die Ersatz­pflicht fällt weg, wenn höhere Gewalt oder eigenes Verschulden vorliegt. Im Falle der Tötung sind die Behandlungskosten, der Erwerbsverlust, der Krankheitsaufwand, und die Beerdi­gungskosten zu ersetzen, sowie dritte Personen zu entschädigen, welchen gegenüber der Getötete unterhaltungspflichtig war. Im Falle der Körperverletzung sind die Heilungskosten, der Erwerbsverlust und der Mehraufwand zu ersetzen. Der Er­satz des Erwerbsverlustes und des Mehraufwandes geschieht für die Zukunft durch Entrichtung einer Geldrente, eventuell unter Verpflichtung der Sicherheitsleistung. Die Verjährungs­frist der Ersatzansprüche beträgt zwei Jahre. Die Vorschriften des Gesetzes gelten nicht, wenn der Verletzte auf dem Fahr­zeuge befördert wurde oder bei deffen Betriebe tätig war, ferner wenn das Fahrzeug die Amtsmarke trägt, daß es die 15-Kilometer-Geschwindigkeit nicht Überschreiten kann. Be­stehende, über das Gesetz hinauSgehende reichsgesetzliche Haft- pflichtvorschriften bleiben unberührt.

Er