jatiM usw.
Ä
Straße auf seinen 24jährigen Sohn vier Schüsse, wovon! zwei tief in den Micken drangen. Bochum wurde verhaftet. — In Straßburg erschoß auf dem Schießstand ein unvorsichtiger Rekrut vom 132. Regiment einen Kameraden- auf Sch eiben arbeit. — In Hambur g versuchte der Arbeiter Mertens eine mit ihm iit wilder Ehe lebende Fran durch ausströmendes Gas zu töten. Tie Frau wurde noch lebend gefunden, der Täter verhaftet. — In Lyon ist eine; Familie, bestehend aus drei Personen, an Leuchtgase Vergiftung gestorben. — In Vaals ist im Hotel Vien Jahreszeiten noch eine weitere Spielbank eröffnet worden, sodaß gegenwärtig drei dieser Institute, in denen Einsatz^ bis zu 1000 Mark gemacht werden können, in dem hollän-, dischen Ekenzstädtchen existieren. Sämtliche Banken weifen- eine starke Frequenz auf. Tie von preußischer Seite beab-, sichtigte Intervention ist bisher unterblieben. — In dent französischen Grenzort Flcville-Lixieres erstickter eine Schäferfamilie, Vater, Älter und drei Kinder, tut Polizeigewahrsam; der treue Schäferhund lag tot neben ihnen. — In Nizza drang eine Ticbcsbande in das Haus des spanischen Generalkonsuls ein. Ten Einbrechern! fielen Wertsachen in Höhe von 300 000 Francs in die Hände.
den Anhang und drei Skizzen.
Triest, 4. Jan, Tem Blatte „Piccolo" zufolge haben zwei hiesige Studenten ein neues System für draht- lose Telephonie erfunden, welches ohne Herzstrahlen arbeitet.
London, 4. Jan. In den letzten Tagen wurden auf beut hiesigen General-Poiwmt Versuche vorgenommen, zwecks telephonischer Verbindung mit Newport. DaÄ Resultat der Versuche soll günstig germsen sein.
Aus Stadt und Sand.
Gießen, den 4. Januar.
-Städtische Beiträge zu den Kosten der Sie al sch ul en. Die schon früher vom Finanzminister in Aussicht gestellte Neuregelung des Kostenbeitrages zu den Realschulen in Alzey, AlSseld, Pingen, B u tzba ch, Friedberg, GernShetm, Groß-Umstadt, Heppenheim, Michelstadt, Oppenheim und Wimpfen hat im neuen Budget dadurch Ausdruck gefunden, daß die frühere Llocrüonierung dieser Städte aufgehoben und diesen eine bedeutende Mehrbelastung zugemutet wird. Da diese Städte sie aber nicht tragen können, ohne ihre Umlagen um die Hälfte zu erhöhen, so haben die Abgeordneten der Zweiten Kammer^ die die obigen Städte vertreten, in einer am Mittwoch im Ständehause at- gehaltenen Versammlung beschloßen, in einem Kolleklivantrag die Negierung zu ersuchen, die geplante Neuregelung aufzugeben und die bisherigen Aversionalsätze zu belassen.
** Ueberwachunqsgebühr bei Tanzmusiken. Nachdem das Großh. Ministerium der Jtlstiz kürzlich verfügt hat, daß bei den aus dem Lande stattsindcnden Tanzmusiken für die Stellung von Polizeiaufsicht, Gendarmerie, eine UeberwachungSgebühr von Mk. 1.50 bis 10 Uhr abends rmd von da ab eine Gebühr von Mk. 3 zu entrichten sei, wollen die Gastwirteverbände auf dem Lande nunmehr gegen diese neue Belastung Protest erheben. Sämtlichen ländlichen Gastwirtevereinen ift diese Eingabe bereits zugegangen mit der Aufforderung, sich ihr anzuschließen.
-Ans dem Bureau deS Stadttheaters. Am nächsten Sonntag geht Abends „Altheidelberg" in Szene, das jüngst wegen Krankheit des Herrn Lüttjohau nicht gegeben werden konnte. Am Sonntag nachmittag findet eine Aufführung der „Brüder von St. Bernhard" als Fremdenvorstellung statt. In Vorbereitung steht GoetheS »Iphigenie auf Tauris" mit Frl. Josephine Rott - mann von Frankfurt a. M. als Gast und Blumentals ^Schwur der Treue" mit Herrn Löhr vom Darmstädter Hoftheater als Veit.
betragen.
Bad-Nauheim, 4. Jan. Die Stadtverord n eien - Versammlung beschloß die Errichtung einer 14. Volkschulklasse. Knaben und Mädchen sollen im 7. und 8. Schulahr ztisammen unterrichtet werden.
sd. Darmstadt, 4. Jan. Zu einer großartigen Trauerkundgebung gestaltete sich die Bcisetztmg des Oberlehrers Prof. Friedrich, die heute nachmittag auf dem Darmstädter Friedhöfe stattsand. In dem großen Lcichenzuge bewegten sich der Kricgerverein, die Turngemeinde, das Lehrerkollegium und die Schüler des Ludwig-GeorgS-GymnasiumS. Prof. Trümpert hielt die Gedächtnisrede, schilderte die Verdienste des Entschlafenen auf den verschiedensten Gebieten, eine Tätigkeit als Landtagsabgeordneter und auf dem Ge- )icte der Turnerei. Geh. Oberschulrat Direktor Tr. Mangold widmete der Tätigkeit deS Verstorbenen als Lehrer warme Worte der Anerkennung. Namens der Darmstädter Turngemeinde sprach der zweite Sprecher, Rechtsanwalt S ch m e e l II., im Namen des KriegervereinS Hauptmann d. L. Wald ecke r. Weitere Kränze wurden niedergelegt von Vertretern der vereinigten Turnvereine im Gau Frankfurt, der Tlirngerneinde Bessungen, dem hessischen Oberlehreroerein rc. Justizrat Schmeel I. aus Darmstadt feierte den Entschlafenen als langjährigen Führer der nationalliberalen Partei.
Frankfurt, 4. Jan. Der zu Sidney geborene Buch- Halter Charles D'Connel war nach Verübung eines schweren Diebstahls, verbunden mit Todlschlag, im Jahre 1889 von Amerika nach Deutschland geflüchtet, wo er seine verbreche- rische Tätigkeit fortsetzte. So überfiel er hier den Angestellten eines Bankhauses und raubte ih m 2 2 4 0 00 M k. Bei seiner Flucht verlor er ein Paket mit 67 000 Mk., schoß auf seine Verfolger, konnte aber bald darauf festaenornmen werden. Er wurde zu insgesamt zwölf Jahren Gefängnis verurteilt und zur Verbüßung dieser iliafe nach W.onke gebracht. Da er während seiner Haft unen Mitgefangenen schwer mißhandelte, erhielt er eine Zusatzstrafe von einem Jahre. Inzwischen hatte man in Ncw- Pork von der Ergreifung des D'Connel in Deutschland Kenntnis erhalten und ihn in seiner Abwesenheit mit einer Zuchthausstrafe von 18’/2 Jahren bedacht. Nachdem er vor Kurzem die dreizehn Jahre in Deutschland verbüßt hatte, wurde er jetzt über Hamburg an Bord des Dampfers „Amerika" nach New-Pork gebracht.
Hanau, 4. Jan. Der Stadt stehen für die nächsten Jahre an neuen Ausgaben bevor: für Erweiterung des Schlachthofes Mk. 150 000, für die Erwerbung der Gerichts- gebäudc Mk. 150 000, für Schulbauten Mk. 800 000, für eine Klärbeckenanlage Mk. 800 000, für den Bau eines
Mainhafens Mk. 1 000 000, für sonstige Ausgaben Mart 100 000. Für das kommende Steuerjahr hat die Stadt mit einem Fehlbeträge von Mk. 160 000 zu rechnen, der sich, wenn die Gehalts- und Lohnzulagen für die Lehrer, Beamten und Arbeiter dem Wunsche der Antragsteller gemäß beschloffen werden sollten, auf Mk. 200 000 erhöht. Die Kommission schlägt vor, die Deckung aus Kanalgebühren, Baupolizei- gebühren, einer Wertzuwachssteuer und durch Erhöhung der Umsatzsteuer zu bewerkstelligen. (F. Z.)
0 Marburg, 4. Jan. Der seitherige stadt- verordneten-Vorsieher Justizrat Dörffler wurde heilte einstimmig wieder gewählt. —- Oberbürgermeister Ge- heimerat Schüler begeht am Samstag seinen 70. Gebiirtstag. — Der Polizei gelang heute abend ein guter Fang. Als zwei schwer betrunkene Männer unaufgefordert ins Polizeilokal kamen, erkannte man in dem einen den 39 Jahre alten, von der Staatsanwaltschaft in Weimar wegen Straßenraubes schon lange gesuchten Schlächter Karl Jänisch aus Burtsch. Bei seiner Festnahme machte der Mann verzweifelte BefreiungS- versuche und zog sogar ein Meffer.
* Kleine "1? i tf n i' " " 0 r n ans SS offen und den Nachbarstaaten. In S ch o t t e n bat fstch ein Msausschuh für die Unterstützung der notleidenden Deutschen in Rußland gebildet. — In Lampertheim wurde abgestimmt, ob die tim a l-' gemeinde die Konfessionsschule behalten oder die Simultausmule« einführen soll usw. Für die Konfessionsschule wurden 17, dagegen 15 Stimmen abgegeben. — Der wegen Umerichlagm g eines Wertbriefes und Urkundenfälschung verhaftete Kaufmann, H a i g e l aus Worms hat sich vor dem Amtszimmer des Staatsanwalts erschossen.__ __
fteltung für angewandte Kunst (H. Rosenhagen), das Charlottenburger Rathaus (A. Endell), Die künstlerische Neugestaltung der Schaubühne 'BanderlindcnX Die deutsche Schaumünze der Gegenwart iP. Schubring), Flämische Kunst im Kaiser-Friedrich- Museum (M.- Osborn), Dekoration und kein Ende (I. A. Sur), Moderne Gläserdekoration (G. Pazaurek) enthalten. Eine Fülle non interessantem Material bitten die ständigen Rubriken: Kunst im Hause, Aus der Werkstatt, Kunst aus der Straße, Ausstellungen, Wettbewerbe, Kunst auf der Bühne, Vom Markte, Bild- ungswesen, Gartenkunst, Kunst im Leben, Aus dem Vereine, Berliner KUnstsalons, Denkmalspflege usw. An Bilderbeilagen finden sich vor: Ecke mit Heizkörper (Br. Mvhring), Keramiken kN Mutz), Medaillen (Römer und HahiU, Porträtherme und Piastrellaspicler (W. Schmarje). Die reichhaltige Zeitschrift sei der Beacht'ing aller Kunstfreunde, Künstler und Kunsthandwerker bestens empsholen. *
— Die von dem Dramaturgen Karl Ludwig Schröder, Berlin NW 6, herausgegebene Monatssck>rift für das gesamte Theater- w-esen, „Dramaturgische Blätter" hat mit der Nr 12 den ersten Jahrgang beschlossen, und geht anscheinend mit frohem Mute in den neuen Jahrgang, wozu den Ve,trebungen des Herausgebers jede Ermutigung zu gönnen wäre. Auch bie Dezember- Nummer zeichnet sich durch vielseitigen Inhalt aus. Reben ausfülnlichim Abhandlungen dramaturgischen Inhalts von Walter Bloem, über Zwischenaktsmusik von O. Mvller und über die neuen Düsseldorfer, Barmer und Dortmunder Theaterbauten von H. Frcft finden sich reichliche W richten über das deutsche und östreichische tvie über das kroatische, polnische, tschechische, italienische, französische und engl. Theaterwesen sowie aus den dramatisckpni Vereinen des In- und Auslands, Theaterbau und Technik, Schauspielkunst, Theaterorgani-
Unter den tatsächlich votlre^n^n und S furchtbarm .Kampfes den Verhältnissen bie Prüfung em - 1 ^r Pflicht zu
durchmachen muß,, ber bemne 2f,nb§Tcufcn geteilt find, hem Vaterlande und d.r ~t ■ hiejefbc gleichmäßige Kalt- bie Soge Eintritt, bni! er General für
Wiltigfeit betrohen t«™. -rot^m »er b lt « n
feine Pflicht, „ben && Men die ihnen durch
£ & iU Fahneneid nvr-
**« McNmnqen werden die Bahnhöfe von
«benommen und ihre Besitzer verhaftet.
AuS dem teilte
,tt tinm Mutigen Ämmnenstch Aschen"Miftär und “ 3Äw»w‘ 8,"w ----- -V»-" nötigen Ausweispapiere das Ueberschreiken der rumänischen Grenze bei Ungheni verwehrt wurde, find von Kosaken an Pfähle gebunden und verbrannt worden
Aus den baltischen Provin;en.
e>n Marienbur g (Livland) wurde der Haupträdels- kübrer Bello durch Gardeulanen standrechtlich ersch offen. Er hatte die Belagerung und Zerstörung des ^lomerse- Schlofies geleitet. Auch zahlreiche andere Revolutionäre wurden verhaftet und ihre Häuser medergebraunt.
Aus Polen.
Nach Meldungen aus Warschau hat sich dort die Situation verschärft. In den Fabriken wird noch nicht ge- Qrbeitet. Viele Kaufläden sind geschlossen. Die Eisenbahn verkehrt unregelmäßig. Tie Bevölkerung hat viel unter dem Militärterrorismus zu leiden. Viele Passanten merden von Kvsakeil angegriffen und beleidigt. Auch fehlt es nicht an Plünderungen. Der Bmtlier Bernstein und andere Juden wurden in tzi-st genommen. Im Auftrage des Genera- gouverneurs mürben viele Zeitungen zerstört und bie Re- daktionen durchsucht. _ , _ .
Etwa 60 oberschlesische Metzger, die nach Sosnow i c e gereist waren, um auf dem dortigen S ch w eine- markt die üblichen Einkäufe und Besorgungen zu machen, wurden auf dem Sosnowieer Bahnhofe von über hundert mit Knüppeln bewaffneten russischen Kollegen angegriffen und z u r Ü ck g e j a g t. Unter heftigem Gebrülldrohten sie jeden niederschlagen zu wollen, der sich m der Stadt blicken lasse. Mit vieler Mühe gelang es den Oberschlesiern, zu flüchten und mit dem nächsten Zuge die Rückfahrt auzu- treten Kosaken mit aufqepflanztem Seitengewehr patrouillierten auf dem Bahnhofe und verhöhnten die Deutschen.
— Paul Pock>Hammer, Ein D an te kran z aus 100 Blättern. Mit 100 Federzeichnungen von Franz L-tassm. Lfg. 1: Die Hölle. Kart. 4 Mk. Berlin, G. Grote. — P<ochhaminer, der auch bem Gießener akademischen Publikum bcnmutc Dante-Interpret, hat es in diesem Dantekranz unternommen, in pottischer Form die 100 Gesäuge der „Divina Commedia" in 100 kurze Strophen zusammenzufassen, und hat damit einen Führer durch das ganze Gedicht geschaffen, der jedem Txmtefieund willkommen sein wird. Für das Verständnis und die von Poa^- hammer vertretene spezifisch deutsche Aussafiuna der „Commedia" sind die Beigaben: Einführung, Anhang und Pläne besonders wertvoll. — Die Stassenscheu Zeichnungen wollen den Gedanken- gang des Dichters Gesang für Gesang beleuchten und jeder In- Haltsstanze die künstlerisckic Darstellung verleihen. Stassen folgt damit einem Problem, mit dem sich seit dem Erscheinen der „Götllichen Kvmödie" die Künstler aller Jahrhunderte und unter ihnen die größten beschäftigt haben, und cs ist ihm gelungen, die vom Dichter erschauten seltsame« und tiefiinnigen Bilder in neuer, eigenartiger, oft ergreifender, stets interessanter Weise zu verkörpern. — Das Werk wird, entsprechend der Dreiteilung ocr „Göttlichen Komödie", in drei Lieferungen erscheinen. Die vorliegende erste Lieferung umfaßt in 34 deutschen Stanzen die „Höllck" (Inferno 1—34) mit einer Einführung, einem erläutern-
BolkSilistluNstSe'flevniN'e in Lessen
Kreis Büdingen 40 381 (30 032 ; 18G4 : 38 137 *, 1885 : 37 542). Altenstadt 1206 (1111), Altwiedermus 319 (304), Aulen- btebad) 320 (306), Bad-Salzhausen 87 (76), Bellmuth 143 (149), Bergheim 365 (375), Berstadt 1033 (1015), Diudsachsen 488 (445), Bingenheim 622 (630 , Bisses 296 (305), Bleichenbach 774 (736), Bloield 206 (221), Babenhausen 308 (291), BöSgesäß 101 (105), Borsdorf 450 (445), Büches 257 (252), Büdmgen 3402 (3101), Burgbracht 190 (197), Calbach 282 (286), Tauern heim 823 (780), Diebach a. L>. 283 (283), Dudenrod 116 (104), Düdelsheim 1375 (1206), Echzell 1587 (1631), Eckartsbonr 338 (344), Eckartshausen 690 (626), Effolderbach 356 (335, Fauerbach b. N. 469 (459), Geiß-Nidda 670 (648), Gelnhaar 513 (545), Gettenau 534 (543), Glauberg 677 (628), Hainchen 534 (548', Hain-Gründau 702 (649), Oeegheiin 211 (205), Heuchelheim 169 (188), Himbach 471 (485), Hirzenhain 469 (363), Hitzkiichen 334 (338), Höchst a. N. 491 (418), Illnhausen 161 (159), Kefenrod 602 (589), Kohden 364 (362\ Laugenbergheim 655 (640), Leidhecken 373 (386), Lindheim 683 (664), Lißberg 356 (347), Lorbach 390 (350), Merkenfritz 390 (361), Michelau 238 (258), Michelnau 211 (206), Mittel-Gtt'indau 693 (650) Qlibba 2004 (1950), Nieder-Mockitgdl 739 (692 , Oberau 291 (234), Cbcr-Tiocfltobt 676 (661), Sber-W,bdersheim 556 r525), OrleSbaufen 318 (303), Ortenberg 920 (916), Ranstadt 696 (657), Rinderbugen 456 (474), Rodenbach 286 (287), Rohrbach 407 (425), Rommelhausen 259 (254), Schwickartshausen 267 (285), Selters 388 (356), Stockheim 813 (741), Unter-Schmitten 504 (459), Unter-Widders- heim 278 (273', Usenborn 4- 6 <502), VonHausen 521 (488), Wallens hausen 605 (579), Wenings 748 (777), Wippenbach 104 (113), Wolf 402 (389)._______________________
- Verhaftet. Gestern nachmittag wurde ein Hiesiger Wirt wegen Verdachts der erschwerten Kuppelet tm Srnne des § 181 pos. 2 des R.-Str.-G. m Untersuchungs- Haft llenommen^ Zeitung muß in besseren Geruch kommend dachte wohl die Expedition deS ,Oberhessischen Anzeigers" in Friedberg und übernahm, um zu ihrem Teil dazu beizutragen, den Verkauf des »allein echten Kölnischen Wassers^. _ ,
8 Leihgestern, 4. Jan. Auch m unserem Orte aina es in der Neujahrsnacht nicht ohne Zwischensalle ab Wilhelm Krick von hier wurde m der Wwischast Griinmel, wo er Streitigkeiteli suchte, melwereniale von dem Wirt zur Ruhe verwiesen. Da dies nichts niiljte, wurde er vor die Tür gesetzt. Aus Will hierüber warf er dem Wirt eine Fensterscheibe mit einem dicken Stein ein, ohne glücklicherweise jemand in der Wirtschaft zu treffen. Otto Seipp geriet mit PH. Arnold von hier auf der Ortsstraße in Streit, in dessen Verlaus letzterer erheblich durch Faustschläge im Gesicht zugerichtet wurde. In beiden Fällen ist Anzeige erhoben.
Ti Vom Dünsberg, 4. Jan. In den Waldungen am Dünsberg herrscht ;. Zt. eine rege Tätigkeit, gilt es doch alljährlich große Holzmassen zu fällen. Viele Bewohner der Umgegend finden dabei während der Wmtermonate eine lohnende Beschäftigung.
X Fellingshausen, 4. Jan. Nach angestrengter Arbeit ist es gelungen, das irn Spätsommer begonnene neue Schul Haus noch vor Jahresschluß im Rohbau zu vollenden. ES wurde größtenteils von auswärtigen Meistern ausgeführt und umfaßt zwei geräumige Schulsäle und zwei Lehrerwohnungen. Der stattliche Neubau wird nach seiner inneren Vollendung unserem Dorfe zur Zierde gereichen.
Laubach, 4. Jan. Der Gräfl. Oberförster König er erlegte am Dienstag im sogen. Heinzeberg einen etwa 3 Jahre alten Hirsch. Da im verflossenen Jahre in den hiesigen Waldungen ungefähr sechs Hirsche erlegt worden sind, dürfte die Zahl der noch vorhandenen etwa fünfzehn
* Der Kaiser als Erbe. Aus der Hinterlassenschaft der Gräfin Laura Henckel-Donnersmarck gehen dre Villen „Neptun", „Rosalra" und „Aaron" in Abbazi.L in das Eigentum des Kaisers Wilhelm Über, der somit Großgrundbesitzer in Abbazia wird.
" Der Mißgriff crnes Arztes. Ueber einen bedauerlichen, von einem Arzte begangenen Mißgriff, der in! den hohen Gesellschaftskreisen der türkischen Residenzstadt große Aufregung verursacht und eine peinliche gerrchtlrche Verfolgung nach sich ziehen wird, berichtet der „Tag" ans Konstantinopel: Tie junge reizende Gemahlin des Chefs der hiesigen Trambahnen, Frau Perdicaris, starb diese Woche unter einer allzu großen Tose von Chloroform, die ihr bei der äußerst schwierigen Entbindung von ihrent ersten Kinde verabreicht wurde. Ter Direktor des britischen Kraulenhauses, Tr. McClean, war als erster Arzt zugegen. Trei andere aift Bosporus wohl bekannte Aerzte wurden später zur Hilfe berufen. Tr. McClean schlug die Verabreichung von ChlorofoiTm vor, da die Schmerzen der Dame unerträglich wurden. Es wurde jedoch konstatiert, daß diese an Herzschwäche litt; die drei letzterwähnten Aerzte treten deshalb aufs energischste von der Verabreichung dieses Schlafmittels ab. Tr. McClemr jedoch bestand auf seinem Vorschlag und nahm die ganze VeranUoortlichkeit auf sich Demzufolge wurde das Schlafmittel verwendet. Das Ergebnis davon war, daß Frau Perdicaris richtig einschllefi ilm nie mehr zu erwachen. Auch das Kind kam tot auf die Welt. Ter arme, vielgeprüfte Gatte, der seine Frau^ vergötterte, mußte somit gebrochenen Herzens Weib und Kind gerade vor dem Wcihnachtsfeste zur ewigen Ruhestätte begleiten. Nunmehr erhebt 5-err Perdicaris eine Anklage gegen den englischen Arzt. Tie übrigen Aerzte verdammen einstimmig die 5-andlungsweise des letzteren. Sie behaupten nicht nur, daß Chloroform tu diesem Falle nicht, angebracht war, sondern daß es auch zu lange verwendet wurde. Dr. McClean jedoch will sein Vorgehen durch die Behauptung verteidigen, daß Frau Perdicaris so wie so den schrecklichen Schmerzen hätte erliegen müssen.
* Kleine Tageschronik. In Köln stürzte Bei; dem Ban einer KunstausstcllnngsHalle das Gerüst zusa'nr^ men, wobei mehrere Arbeiter in die Tiefe geschleudert wurden. Zwei erlitten tödliche Verletzrmgeu und iuurben ins Hospital geschafft, die anderen Arbeiter find nur leicht verletzt worden. — In Swinemünde gab der Arbeiten Bochum auf das Fcuster der Wohnung feiner verheirateten Tochter mehrere Rcvolverfchüsse ab und dann auf offener


