Ziu junger russ. Offizier beging dort in einem' Hotel S c lb st- inord, angeblich aus Liebesgram. — In Sch wabing bei München brannte die Villa des Bildhauers Professors Floßmann nieder. Zahlreiche iverwolle Gemälde und Modelle sind verbrannt. — In Graz wurde das ,74jährige Fräulein Clotilde Greiner nachts in ihrer Wohnung als verkohlte Leiche aufgefunden. Tic Ursache des Feuers ist eigene Unvorsichtigkeit. — Heftige Schneefälle sind in ganz O b e r i t a l i e n eingetreten. Tic Landschaft hat ein ganz nördliches Gepräge angenommen, die Temperatur ist andauernd einige Grad unter dem Gefrierpunkt. Wenn das Schnccwe, ter'andauert, sind Verkehrsstörungen wahrscheinlich.
Kcrichtssaal.
Das fehlende „i" i in Testa m e n t. Aus welch Nebensächlichen Gründen r-- Testament für ungiltig erklärt werden kann, zeigt folr;; ‘ Nechtsfall, der seinen vor
läufigen Abschluß jetztsrammergericht zu Berlin fand. In der Sylvestern.. t 1904/05, fccgingjjer Fabrikant H., Mitinhaber einer groß n Blnmenfab. . Selb st m ord. Obwohl H. Familierivater war, hatte er doch ein intimes Verhältnis mit der in feinem Betriebe beschäftigten Tochter eines Tischlers W. Letzterer vermachte er von seinem Geschäftsanteil testamentarisch 20 000 Mk. Tas Testament bestand in einer Zuschrift H.'s an seinen langjährigen Rechtsvertreter und schloß mit den Worten: „Ihr zu Tode gequälter H. . Die unterhalb der Unterschrift stehende Ortsbezeichnung war jedoch verstümmelt geschrieben und lautete „Berln". Der Testator hatte das ,.i" im Worte „Berlin" ausgelassen. Tic Leibeserben des Verstorbenen, die nach Lage der Sache naturgemäß nichts weniger als sympathische Gefühle für die galante Freundin des Gestorbenen hegten, setzten alle Hebel in Bewegung, um das Testament anzugreifen unb zur Anullterung zu bringen. Als .Hauptangriffspunkt diente ihn-m die mangelhafte Ortsbezeichnung, das fehlende „i". Und sic hatten Glück damit. Das uammergericht hat nun für das hinterlassene vielumstrittene Schriftstück des H. den Begriff „Testament" aufgehoben und dasselbe nur als Schenlungsmitteilung angesehen, sodaß die darin Fräulein W. vermachten 20 000 Mk. als Geschenk anzusehen sind. Wohl oder übel blieb der „lachenden Erbin" also nichts weiter übrig, wie auss neue von der untersten Instanz an auf Herausgabe des Geschenks zu klagen. Man ersieht aus diesem Rechtsfallc, welche unangenehmen Folgen das flüchtige, inkorrekte Schreiben haben und daß man bei Abfassung von Urkunden nicht vorsichtig genug verfahren kann.
Chemnitz, 4. Jan. Wegen zahlreicher Soldaten- mißhandlun gen wurde der 27jährige Sergeant Zschir- mel der 6. Batterie des in Risa garnisouierenden Feldartillerieregiments Nr. 32 vom hiesigen Kriegsgericht zu insgesamt einem Jahr Gefängnis und Degradation verurteilt. Die Verhandlung fand wegen Gefährdung militär- dienstlicher Interessen unter vollem Ausschluß der Oeffent- lichkeit statt.
Budapest, 3. Jan. Der Ohe r Notar des Pester v.omitats, Fazekas, der von seinem Amte suspendiert wurde, wurde wegen Mitzbrauchs der Amtsgewalt zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt.
Aniversitäts-Aachrichten.
— Geh. Negierungsrat Professor Dr. Eberhard Schrader, Ordinarius der orientalischen Sprachen an der Berliner Uni- Dersität und Mitglied der preußischen Akademie der Wissenschaften, feiert heute, am 5. Januar, seinen 70. Geburtsta g. Der berühmte Assbriologe ist 1836 zu Braunschweig geboren. 1856 bezog er die Universität Göttingen. Nachdem! er dort zum Dr. phil. promoviert war, wurde er 1862 als besoldeter Privatdozent für Theologie nach Zürich berufen und 1863 daselbst zum ordentlichen Professor befördert. Ostern 1870 siedelte er nach der Universität Gießen über. 1873 folgte er einem Rufe als Kirchenrat und .Professor der Theologie nach Jena, und 1875 als Professor der orientalischen Sprachen an der Universität Berlin.
— Ein Rückgang desStudiums ist aus sämtlichen technischen Hochschulen des Reiches in diesem Winterhalbjahr sesgestellt worden. In Berlin beträgt die Abnahme 35, in Darmstadt 31, in Dresden 30, in Stuttgart 17, in Braunschweig 43 Hörer. Von Aachen liegen die Zahlen nicht vor. Abgesehen von Aachen ordnen sich nach der Gesamtzahl der Besucher im laufenden Winterhalbjahr die technischen Hochschulen des Reiches folgendermaßen: Berlin 3508, Darmstadt 1803, Hannover 1346, Dresden 1182, Stuttgart 181, Braunschweig 540.
Kordel urd AerKeßr. Volkswirtschaft.
Konkurse in Hessen. Ueber das Vermögen des Johann Kraut II., Möbelschreinerei in Neu-Isenburg, wurde am 2. Januar 1906, vormittags 11 Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Weitz zu Offenbach a. M. wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 30. Januar 1906 bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden.
-k- Hannover, 3. Ian. Zwischen den Kaliwerken Hohen- Zollern und S"lzdetftirth hat sich eine Kali-Gewerkschaft „Gl ü ck au f - B a v er n" gebildet, welche die Mbaugerechtsame
der Gemarkungen Sehlem, Harbarnsen und Irmenseul, ein Terrain' von ea. 6000 Morgen, erworben hat. Dem Vorstand gehören an: Rechtsanwalt Dr. jur. 2ld. Strauß I. in München, Bankiev Berthold Lamm in Hannover, Bankier Joseph Lebenberg in Hannover, Direktor Max Voß in Wiesbaden, Bankier Heinr. Cassel in Nürnberg und Bankier Max Ambach in Nürnberg. Die Um schreibungsstelle der Küpe befindet sich beim Hannoverschen Bankverein. Es ist beabsichtigt, drei Bohrungen zubußerrei für die Gewerken niederzubringeu. Neber die Kuxe ist bis auf einen geringen Teil bereits verfügt.
Am Ko h l en a k t i e n m a r kt ist wieder einige Verstimmung einaetreten, auf die Meldung, daß das Kvhlenshndikat für das 1. Quartal 1906 die volle Beteiligungszisser in Anspruch nehme. Harvener haben neuerdings jedoch eine Steigerung von 217,60 aus 218,70 erfahren. Elchweiler haben 21, Prozent verloren. Tie Aktien der Gelsenkirchener Gesellschaft sind en. 1 Proz. zurückgegangen usw. In betreff Harpen er wird die phantastische Vermutung kolportiert, daß der bayrische Staat eventuell den Erwerb dieses Unternebmeus Auge fassen würde.
Die Berliner H a g e l - A s s e k u r a n z - G e s e l l s ch a s t teilt uns aus ihrem Geschäftsergebnis pro 1905 folgende Zahlen
mit. Es wurden
an Prämien, Polizegebühren pp. aber exel. Zinsen Mark eingenommen ...... 971 716
und dagegen ausgegeben für Entschädigungen, Pro
visionen, Verwaltungskosten pp. 1 307 956
so daß sich ein Verlust ergibt von 336 240
oder nach Abzug der Zinseu von . 12 643
ein Nettoverlust von 293 597 Tie Reserven betrugen anfangs 1905 .... 808 633
und es sind somit als freie Reserven 515 036
sowie das unveränderte Gruudkaoital von 3 Millionen Mark als Karantiemittel der Gesellschaft für das neue Geschäftsjahr verblieben.
Markte.
fc. Frankfurt a. M., 5. Jan. fOrig.-Telegr. des „Gieß An;.") V i e h m a r k t. Zum Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schafe und Hämmel, 159 Schweine; 1. Qual. 76-00 Psg., Lebendgewicht 59.50—00 Psg., 2. Qual. 75 Pfg., Lebendgewicht 58.50-00 Psg., 3. Qual. 68—70 Pfg. Kälber 1. Qual. 00-00 Pf., Lebendgewicht 00—00 P?g., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg. Geschäft: Markt gut, kein Ueberstand.
Meteoroloaiscke Beobachtungen
der Station Gießen.
Höchste Temperatur am 3.—4. Januar — +
Niedrigste „ „ 3.—4. „ — —
Wetter
Bed. Himmel
3,9° C.
1,2° 0.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hesse» für Samstag, den 6. Januar 1906: Vorwiegeud wolkig und geringe Niederschläge, später etwas aufheiternd, kälter. Auf den Höhen auch Schnee.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
(driginal-Dral)1 Meldungen.
Darmstadt, 5. Jan. Der gestrige 1. Hofball, der in den Festräumen des Alten Palais stattfand, war von etwa 300 Gästen besucht, unter denen sich u. a. auch Prinz und Prinzessin zu Solms-Laubach befanden. Das Fest dauerte von 8 Uhr abends bis kurz nach Mitternacht. Die BaNmufik stellte die Kapelle des 1. Großh. Inf.- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115. — Oberbergrat CHelius hat sich beide Pulsadern ge öffnet, bevor er sich erhängte.
Bückeburg, 5. Jan. Die Fürstin Anna Maria zu Schaumburg-Lippe wurde von einem Sohn entbunden.
Hamburg, 5. Jan. Die gestrige Vorstellung im Karl-Schulze-Theater mußte ausfallen, weil das Ku n st le r- paar Bergen, das darin auftreten sollte, an Konserven- Vergiftung erkrankt ist.
Schrimm, 5. Jan. Zwei Dienstmädchen wurden in ihren Betten tot vorgesimden infolge Kohlenoxydgas- Vergiftung.
Tborn, 5. Jan. Auf dem Hauptbahnhofe warf sich ein besser gekleideter Mann vor den Berliner O-Zug und wurde sofort getötet.
Mosbach i. B., 5. Jan. Der 17 Jahre alte Gutsbesitzerssohn Jakob Binkele, der an einem jungen Mädchen einen Lustmord verübt hatte, wurde von der Strafkammer zu neun Jahren Gefängnis verurteilt.
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister Abt. B. wurde heute eingetragen : Gewerkschaft Cur-Cöln, Sitz: Gießen; Ort der Niederlassung: Bracht, Wildewiese im Reg.-Bez. Arnsberg. Gegenstand des Unternehmens ist: a. die Ausbeutung der folgenden Bergwerksberechtigungen: 1. konsolidierte Eisen- und Manganerzbergwerke Bracht, Wildewiese im Regierungsbezirk Arnsberg; 2. Grube Bergschlade bei Langenholthausen, Kreis Arnsberg; 3. Grube Glückauf bei Balve, Kreis Arnsberg; 4. Grube Schcllen- berg bei Langenholthausen, Kreis Arnsberg; 5. Grube Saturn bei Kirchhunden, Kreis Olpe; 6. Grube Saturn II bei Kirchhunden, Kreis Olpe; 7. Grube Laurent bei Kirchhunden, Kreis Olpe; 8. Grube Alwine bei Kirchen und Altenhunden, Kreis Olpe; 9. Grube Eugenie bei Kirchhunden, Kreis Olpe; b. Die Mutung und der Erwerb, sowie der Betrieb und die Verwertung anderer Bergwerke, ferner die Beteiligung an anderen Montanunternehmungen, insbesondere durch Erwerb doii Kuxen, Aktien und Obligationen; c. Die Herstellung von Anlagen und der Betrieb von Unternehmungen, welche die Ausbeutung der zu a und b bezeichneten Bergwerks- oder sonstigen Montanunternehmungen und die Verwertung ihrer Erzeugnisse bezwecken, sowie die Beteiligung bei solchen Anlagen oder Unternehmungen; d. Die Benutzung v.nd Verwertung der selbstgewonnenen oder sonst er- worbenen Bergwerkserzeugnisse in rohem oder verfeinertem oder sonst veränderten Zustande, sowie die Beteiligung an Unternehmungen, welche eine solche Benutzung oder Verwertung bezwecken; e. Die Veranstaltung und der
Betrieb von Wohlfahrtsunternehmungen zwecks Forderung des Wohles der Arbeiter oder sonstiger Angestellten der Gewerkschaft sowie die Beteiligung an derartigen Wohlfahrtsunternehmungen. Der Grubenvorstand besteht aus: 1. dem Bankier Albert Zobel in Gießen, Vorsitzender, 2. dem Generalmandatar Dr. Josef Schulte von Herdringen, stellvertr. Vorsitzender, 3. dem Kaufmann Ferdinand Linneborn von Hagen bei Allendorf. Zur Vertretung der Gewerkschaft ist der Grubenoorstand befugt, soweit nicht die Beschlußfassung der Generalversammlung int Statut vorbehalten ist. Der Entscheidung der Generalversammlung sind vorbehalten: Versügung über die Substanz der der Gewerkschaft gehörigen Bergwerke, Ausschreibung von Zubußen, Aufnahme von Anleihen durch Teilschuldoerschreibungen. Der Vorsitzende des Grubenvorstands ist berechtigt, die Gewerkschaft vor Gericht und vor anderen Behörden zu vertreten, den Verkehr mit den Behörden zu erledigen, Postsachen ttnd Zustellungen für die Gewerkschaft in Empfang zu nehmen, das Gewerkenbuch zu führen, über den Empfang von Geldern und Wertsachen gültig zu quittieren. Zur Eingehung von Wechselverbindlichkeiten ist die Vertretung durch zwei Mitglieder des Grubenvorstandes erforderlich. Soweit nach Gesetz oder (Statut die Gewerkenversammlung zuständig ist, bedarf der Vorstand zur Vertretung der Gewerkschaft eines entsprechenden Beschlusses, der der Gewerkenversammlung vorgelegt wird. Besondere Bestimmungen über -die Zeitdauer der Gewerkschaft bestehen nid)!.
Gießen, den 20. Dezember 1905.
Großherzogliches Amtsgericht. b6/1
Antw erpen, 5. Jan. 1000 Schiffer sind aus» ständig infolge Konfliktes mit der Handelskammer.
Paris. 5. Jan. Zwischen dem General Pcrci^ und dem Major Briand fand ein Duell mit blanken Waffen statt, bei dem der General zweimal verwundet wurde. Die Veranlassung 31t dem Duell bildete ein vorh Major Briand veröffentlichter Artikel, in deut Perein u. a. der 9lngeberet beschuldigt wurde.
Paris, 5. Jan. Dem „Echo de Paris" wird bestätigt, daß die Beziehungen zwischen Kon ig Ed nord und Kaiser Wilhelm sich wesentlich gebessert haben. Es seien mehrfach sehr herzliche Briese zwischen beiden gewechselt worderu
Rom, 5. Jan. Mailänder Blätter wollen wissen, Kaiser Wilhelm habe dem italienischen Botschafter in Rom für Mai den Besuch der Mailänder Ausstellung in Aussicht gestellt.
Petersburg, 5. Jan. Die Persische Gesandtschaft erhielt die Nachricht, daß die Post, das Telegraphen- s pst em und die Bahnen im Kaukasus in den Händen russischer Rebellen seien. Sie könnte keine Instruktionen von ihrer Negierung erlangen.
Petersburg, 4. Jan. Aus Riga wird gemeldet, daß die Bediensteten der Riga-Oreler Eisenbahn heute die Arbeit wieder aufnahmen. Der Verkehr auf der Bahn ist normal. In Radom wurde heute im Mittelpunkte der Stadt gegen den Polizeimeister, der in Begleitung seiner Frau war, eine Bombe geschleudert. Beide mürben schwer verletzt, die Frau ist ihren Verletzungen erlegen. Auch einige andere Paffanten wurden verletzt. Von Windau ist ein Regiment mit Artillerie nach Goldingen gesandt worden, das schon seit zwei Wochen in den Händen der Aufständischen ist. Aus Jaroslaw wird berichtet, daß in den Sparkassen nach kurzem Stillstände die Einzahlungen die Auszahlungen überschreiten. 9ln5 Bachmut wird gemeldet, daß die Station Debaltzo ohne Blutvergießen genommen und das Streikkomitee auseinandergetrieben ist. Beschlagnahmt wurden viele Waffen, 16 Kisten Dynamit und 2 6 Bomben. Das Fehlen eines Widerstandes in Debaltzo erklärt sich aus dem Eindrücke, den die Niederwerfung der Aufständischen in Gorlowka machte. Auch die übrigen Stationen ergaben sich widerstandslos. Der Führer der Aufständischen Denyeza in Gorlowka wurde getötet.
Kiew, 5. Jan. In Kosetin hielten Eisenbahnbeamte eine Versammlung ab. Der an Verfolgungswahn leidende General Werewkiu ließ aus dem Hinterhalt schießen. Das Militär gab mehrere Salven ab. Zwölf Beamte wurden getötet. Zwei Tage darauf wurde Werewtin in eine Irrenanstalt übergeführt, weil er in einem TobsuchtZ- anfall seine eigene Familie bedrohte.
Newy0rk, 5. Jan. Ein Erdbeben in Nicaragua, das die Stadt Raseyr eiuäscherte, kostete zahlreiche Menschenopfer. Tausende von Einwohnern wurden unter den Trümmern begraben und viele von der glühenden Lava lebendig verbrannt.
Tefefomscfoe Kwrsberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse. 5. Januar. 1.15 Uhr.
3%°/0 Reichsanleihe . . 100.90 3% do. . . 89.05 3j-j°/0 Konsols .... 101.15 3% do 89 25 3^% Hessen 100.25 3j4% Oberhessen . . . —.— -I "0 Gestern Goldrente. . 100.20 4% % Gestern Silberrente 100.90 4°o Ungar. Goldrente . . 96.80 49-0 Italien. Rente . . . l(>6.10 3°o Portugiesen Serie I . 68.10 3?.: Portugiesen „ III 68.20 4k>% russ.Staatsanl. 1905 92.50 4*1°« Japan. Staatsanleihe 95.70 1 % Conv. Türken von 1903 90.95 Türkenlose 143.30 4% Griech. Monopol-Anl. . 52.70 4% äussere Argentinier . 90.00 3°/n Mexikaner .... 67.05 4%°/0 Chinesen . . . 97.50
Aktien:
Bochum Guss 247.00 Buderus E. W 135.00
Tendenz: schwächer
Berliner Börse, 5
Canada E. B 173.80 Darmstädter Bank . . . 148.40 Deutsche Bank .... 242.50 Dortmunder Union C. . . 100.30 Dresdner Bank .... 166.30
Tendenz : schwach.
Elektriz. Lahmeyer . . . 140.00 Elektriz. Schuckert . . . 132.90 Eschweiler Bergwerk . 264.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 226 80 Hamburg- Amerik. Paketf. 165 20 Harpcuer Bergwerk. . . 218 25 Lanrabütte 248.00 Nordd. Lloyd .... 127.80 Gberschlc«. Eisen-Industrie 132.40 Berliner Handelsges. . 172.40 Darmstädter Bank . . . 148.60 Deutsche Bank . . . 242 90
Deutsch-Asiat. Bank . . 183.40 Diskonto-Kommandit. . . 189.60 Dresdner Bank . . . 166.90 Kreditaktien 211.90 Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn 113.10' Gottbardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 24.10 Gestern Staatsbahn . . . 142.00 Prince-Henri-Eisenbabn . 128,00
Januar. Anfangskurse
Harpener Bergwerk . . 218.25
Laurahi'tte . . . . 247.20
Lombarden E. B . 23.90
Nordd Lloyd 139.60
Türkenlose . . ... 143.50
BekauMMachNNg.
Betreffend: Die Heichelheim'sche Stiftung.
2(ii-3 der Heichelheim'schen Stiftung sind am -7. April d. Js die halbjährigen Zinsen mit 525 Mk. au eine in Gießen wohnhafte würdige und bedürftige christliche Familie oder Perlon zu vergeben. Anmeldungen werden von beute an bis 10. Februar d. I. auf unr serem Geschäftszimmer, Neuen Baue 25, entgegen genommen.
Gießen, den 2. Januar 1906.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _____________________G nri eh mann.________________B%
Btkanrttmachimst.
In der heutigen Vollversammlung der Großh. Handels, kammer Gießen wurden die Herren
Herne. Will, Prokurist, zu Gießen und Th. Varibel zu Gießen
als Bücherrevisoren auf Grund der vom Großh. Mmisieriunv des Innern genehmigten Vorschriften öffentlich angestellt und vereidigt.
Gießen, den 3. Januar 1906.
Die Großh. Handelskammer.
Der Vorsitzende: ________________________Koch.____________________BV,
Nochmals sind uns als nachträgliche Neujahrsgeschenke für die Klcinktuder-Belvahraustalt Gaben gespendet worden:
146. von Herrn Will;. Kanffnann und Frau. 147. von Frau Julie Bücking.
Für alle freundlichen Gaben (nun insgesamt 386 9JL) sprechen wir wiederholt linieren herzlichsten Tank aus.
Gießen. 4. Januar 1906. v6/^
Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Jy
Dr, Naumann.


