vor allem Jesu- Sc gestellt, l Milieu, t fache des uns nie < dem Lebl läge des mit Hück welchen Iedensal biöses ls worden, werden ginnt d Halter es sich t wird als Offenbar kindsch-u' wir auct können, der For bezeugt wir erkc verlosten g'ölm 3 reicher Di bekennen, barung \ Geistes i
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Staats- Gemeinde-
Name der Schule
zuschutz
Zuschuß
450
427
20 582
9 420
97
21 000
45 895
231
239
folgt.)
(Schluß folgt.)
17 673
22 438
31000
304
406
21215
11892
10 000
152
144
360
310
37 500
25 500
14 500
14 500
20 675
22 560
10 768
10 814
406
283
207
210
150
180
164
361
40 691
46 010
34 819
38 783
12 058
9187
21 140
18 277
26 625
20 904
21 491
20 758
14 486
14 242
21105
170
195
20 000
26 000
18 080
24 400
18 500
45 500
Mk.
90 840
58165
25 850
50 505
46 510
34 890
45 358
739
557
608
714
320
600
451
130
227
Schul- Geldertrag
13 000
12 000
11 500
26 500
'S (£)£
232
265
208
294
155
470
Mk.
Stadtzusch.
27 586 bisher 10 000
4 500 Univ.-F.
50 000 28100
Gyninas.-F.
4 200 Ctadtzuschub 52 331 52 040 49 518 45 985 20 357* 25 356* 28 940
9 458
14 355
197
156
148
285
Lubw.-Georgs-Gyrnnaf. Darmstadt
Neues Gymnaf. Darmst. Gymnasium Bensheim
, Offenbach
, Gießen
„ Büdingen
AugustinerschuleFriedbcrg
Gymnasium Laubach
Ostergymnas. Mainz Herbstgymnas. Mainz
Gymnasium WonnS
Realgymnas. Darmstabt Oberrealschule „
, Offenbach Realg. u. Realsch. Gießen Realgymnas. Mainz Oberrealschnle Mainz Oberrealichnle Worms Realschule Gernsheim Realsch. u. L. W. Groß-
Umstadt
Realschule Heopenheim Realsch. Progymuasium
Michelstadt
Realschule Wimiüen Realsch»,le Als'elb Realschule Butzbach Realsch. u. Progynmas.
Alzey
Realsch. u. Progymnas. Binqcn
Realschule Oppenheim
die anderen Fraueiwestcfften, viel Schablonenhastes und manches Echte, innerlich Empfundene imtbcfan», hat jene bekannte Thcater-- ahnunq, die man seit den letzten Fe»ülletonisten der Nachromantlker- taqe erstorben glaubte. Wie's zur Katastrophe kommen soll, warnt sie Biegler: er soll nicht gehen, nur heute nichtl Im übrigen trägt isie in der Schnapskantine die Würde einer Iphigenie zur Schau. So sind die meisten Figuren durch farbige Gläser der Konvention geschaut. Tie lebenswahrste Figur ist Struve, der versteinerte Un- verbefferliche. Sein Galgenhumor packt uns, und klingt krästiger als die sentimentalen Klagen Bieglers. Tiefer Spitzb»,be ist eine sehr wesentlich verbesserte Ausiaqe der aus oberbayerischen Stücken her bekannten Torslumven und den fidelen Herren Robert und Bertram.
Anstelle einer Tragödie des Zuchthäuslers und de? betrogenen Weibes, m,d derKomödie des ausgenutztenWohltäters gabunsSudermann ein von weher Resignation biirchzogencs, aus allerlei bunten Steinen zusammengesetztes Mosaikgemälde, in den» einzelne Teile wohl durch ihren Glanz bestechen, bis man auch sie als gleißende Scherben erkennt, Scherben, die in anderer Fligung Liebhaberwerl erlangen könnten. Es ist keine kernige, in Stein gehauene, die Gegenwart überdauernde Schöpfung eines Künstlers, sondern ein, wenn auch interessantes unb anregendes, ja teilweise mit ganz außer- ordentlichem Nassinement gemachtes, vielleicht Sudermanns effektreichstes Theaterstück. Aber wie beinahe Biegler von Göttlmgk erschlage»», tote beinahe der Zentnerblock Biegler aui den Kops gefallen wäre, so ist auch Sudermann nur beinahe ein Dichter. Er ist ein höchst kluger Kopf mit künstlerischen Allüren, aber das Beste fehlt ihm, bie innere Notwendigkeit des Gestaltens von innerlich Erlebtem. —
Unser Theaterverein sieht seine Ausgabe in zweiter Linie darin, seine Mitglieder mit hervorragenden deiitschen Bühnenkünstlern bekannt zu machen. Diesmal lernten »vir Heri-n Bassermann kennen, einen der namhastesten Berliner Darsteller Bei der Berliner Prömiere von „Stein unter Steinen" war bekanntlich ein Streit darüber entstanden, vb den» Autor oder dem tzauptdarsteller das größere Verdienst der Wirkung zukomme. Man hatte nach dem 3. Akte Bassermann gerufen unb den im Smokmg mit großer (Scherbe erschienenen Subermann burch Zischen „begrüßt".
Hellte liegt es für uns Gießener zum minbcftci» außer Zweifel, daß Subermann seinen letzten große»» Berliner Theaterersolg Bafferniann tn erster Linie zu verdanken hat, wenn ma»t auch den Schöpfer des Stückes nach der üblen Preßpolemik über bie „Verrohung ber Kritik" schlechter in Berlin behandelte als er e5 in Wahrheit verdient. ES »st z. Zt. häßliche Berliner Atode, den Johannes des Naturalismus als eine im lebendigen Zustande verwesende littcrarische Leiche abzutun; das ist kleinliche Nevanche- arbeit. Dein» Sudermann besitzt so ziemlich allein unter allen modernen Theaterautoren gerade das, was unsere»»» schiviudsüchtigen Theaterkörper stärkere unb vornehmlich reinere, tief veranlagte -unb ticiflreifenbe Talente wie Hauptmann, Schnitzler rc. nicht zn- zusühreu vermögen : bas Serum einer Technik, ohne bie das Theater nun einmal nicht lebensfähig ist. Bass er man»» aber zeigt sich hier als ber vollendetere Menschenbllbuer, ber ber Vorzeichnung der groben theatralischen Partitur in» »vesentlichei» nur bie Anregung, bei» Stoff entnahm. Die Situationsausgabei» einpsing er unb machte sie zu Lebensmomenten. Kann mm» sich in Bezug auf die lllaturwahrheit des Spieles und die den» Leben abgelauschte Charakteristik eine vollkommenere Darstellung des Biegler denken'? Gleich die Maske, die äußere Erscheinung: dieses »oirrc, leicht gelichtete, kurzhaarige blonde Haupt, mit ber grauen, greuelvollen Gesichtsfarbe, den schwer cingegrabenen Furche»» bitterste»» Lebens-
Graf Hohenthal.
Wir erhielten aus Frankfurt folgende Zuschrift:
In Nr. 23 des „Gieß. Anz." vom 27. Ian. cr. lese ich eine Notiz aus Dresden über den sächsischen Minister Grasen von Hohenthal und Bergen, die nicht ganz korrekt ist. Viele Ihrer Leser interessieren, sich sicher dafür und ich stelle fit deshalb richtig.
Die Mutter deL Ministers Gräfin Karoline, eine geb. v. Berlepsch aus Kassel, war vor ihrer Verheiratung mit dem Grafen von Hohenthal in morganatischer Ehe mit dein Vater des letzten Kurfürsten von Hessen, dem 1847 verstorbenen Kurfürsten Wilhelm II. — es »vor dessen dritte Gemahlin — vermählt (seit 28. August 1843). Bei Ein-
76 000
51 000
61 000
66 500
32 000
54 600
36 000
10 500
20 000
9 089
12 058
12 395
12 145
219
285
207
292
195
587
Mk.
42 000
* Beim Realgymnasium Mainz beträgt der Zuschuß aus de»»» Universitätsfond 30 000 Mk., für die Oberreal- und höbe» e Handelsschule Mainz 41 900 Mk., bie Handelskammer Mainz 1090 Mk.
Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands.
(Unberechtigter Nachdruck verboten.)
S. u. H. Berlin, 29. Jan.
In-, Geiverkschastshause wird beute und morgen ein? Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands zur Bekämpfung der Tabaksteuervorlagen abgehalten, der von Delegierten der freien Gewertschuften, der H.-D. Gewerkvereine und der Tabakarbeiterinnen zahlreich beschickt ist. Der Reichskanzler, an den der Kongreß eine Einladung hatte ergehen lassen, antwortet in einem Schreiben, daß er wegen Ueberbürdung mit Geschäften leider nicht in der Lage sei, eilten Beamten zu entsenden. Dagegen werde der Reichsschatzsekretär Frhr. v. Stengel für die Bekanntgabe der Beschlüsse des Kongresses dankbar fein, und Geh. Rat Reinhold sei beauftragt worden, eine Deputation des Kongresses zu empfangen. Ein Referat über „Tie Tabaffteuervorlagen der Reichsregierung, gegenüber der wirtschaftlichen Lage der Tabakarbeiter" hielt der Reichstagsabg. Molkenbuhr. Die Steuerpolitik gehe dahin, die Mehrausgaben für militärische Zwecke aus den Taschen der breiten Massen des Volkes zu ziehen, die Luxus- artikel der ärmeren Schichten zu besteuern. Tie, Reichen würden dagegen möglichst steuerfrei gelassen. Eingehend schilderte der Redner die Wirkungen der bisherigen „Tabaksteuerung und kam dabei zu dem Schluß, daß höhere, Steuern immer niedrigere Löhne bedeuteten. Wich', rend aber bei der letzten Erhöhung im Jahre 1879 bie', Oraanisationen der Arbeiter infolge des Sozialistengesetzes zertrümmert waren und die Arbeiter den Unternehmern' mit gebundenen Händen gegenüberstanüen, werden heute die Tabakarbeiter alles ausbieten, um die ihnen drohenden Gefahren abzuwenden. Sie haben dazu umsomehr Veranlassung, als nur ein Teil der Erhöhung von den Konsumenten getragen wird; der größere Teil der Steuer wird den Arbeitern am Lohn gekürzt werden. Die vorgeschlagene enorme Erhöhung würde die hh Million Existenzen, die in der Tabakindustrie und den verwandten Nebenzweigen beschäftigt sind, ruinieren. Die Tuberkulose würde wieder überhand nehmen und die Arbeiterinnen würden bei den niedrigen Löhnen der Prostitution in die Sünne getrieben, Was Die Aussichten der Tabaksteuer anlangt, so meint der Redner, daß die Erhöhung der Taüaffteuer ja wohl abgelehnt werden würde.
Neichstagsabg. v. Elm nennt die Tabaffteuer eine der unpopulärsten Steuent überhaupt, weshalb der Reichstag sich hüten werde, sie anzunehmen. Der Lohn der Tabak- arbeiter stehe um 36 Proz. unter dem allgemeinen Durchschnittslohn. Die Löhne in der Heimindustrie seien teilweise ganz erbärmlich. Flcischuot bestehe für die Tabakarbeiter eigentlich gar nicht, da sie nie oder doch höchst selten nur Fleisch zu essen bekommen. Jetzt verlange die Regierung als Gegenleistung eben die Erhöhung der Steuer. Redner schließt mit dem Wunsche, daß dieser Kongreß kein Harmoniekongreß sein möge, sondern daß er den Fabrikanten die Wahrheit direkt ins Gesicht sagen möge, denn die Arbeiter hätten gar keine Veranlassung, die Fabrikanten zu schonen. (Schluß
zusammen: . CO . >o
leides, bei» tiestiegenben, unruhigen, scheue»» unb boch in» rechten Momente hell blitzenben Singen; biete gebrochene, wehe, jammerschreiige Stimme, bie sich selbst nicht mehr zu berechne»» weiß, bie in» Drill bes Zuchthauses, wo er eine Nummer war, kein Mensch, überlaut würbe, bie bie Distanzen nicht mehr zu schätzen weiß; ber wortarm, schwerzünqig geworbene Munb, ber lautlos, ja tast regungslos fortwährenb klagt unb ächzt unb bie zerrissene Seele zucke»» unb zitter»» läßt -um Erbarmen; bie starre unb stockenbe, taumelnbe unb irre, wie burch bichle Mauen» in ber Bewegung gehemmte Haltung eines halbbli»»bc»» Nachtliers; in jeber Regung, jebem Zuge Klage unb Anklage, Resignation unb Reue un» bie zu rafche Taff unb ergebungsvott geworbene Furcht vor bem staubigen Zurückgestoße»»werben, in jebem Zuge hoffnungsloses Ersterben, trostloses Erlösche»» bes letzte»» Hoffnungsstrahles — bas Ganze ein fürchterlich zu Herze»» rebenber Abriß fünfjähriger Selben, entsetzlicher Seelengualen, erschütternbster, aisireibenbstcr Verbammnis ber erbarmungslosen Mitwelt. Man wirb bieses Gemarterten Bilb ebensowenig vergeßen wie etwa Guibo Renis „Ecce homo4 in Der Dresbener Galerie. Die Rolle bes Biegler iff nicht groß. Der Haupteffekt liegt nach ber Erzählung seines Schicksals im neuen Affekt zur Bluttat. Bis ins innerste Mark rührte Baffermam» bie Zuschauer schon in seiner Erzählung, — aber bann macht uns allgewaltiges, gigantisches Spiel, bas so ganz unb gar nichts an sich hat von ber Theaterbebeutung bieses Wortes, zu bebenben Miterlebern eines grausam wahren Geschehnisses, bas unsere Nerven veitscht, als ginge »n Wahrheit ein innerlich Aiübrüllenbes, nur Geiühl Geworbenes, ein fesselloses, in Nebel ber Besinnungslosigkeit ertrunkenes Element au bas Sehen eines Mitmenschen. Unb bann bie, Sprache unb Besinnung vollenbs raubenbe Reaktion: wir finb in» Banne „grauenhaft naturechter mit Steinen und Dolchen und Sagen unS gräßlich soltcruberMcnsch- schenbilbcrkunst. Das ist die Höhe. Die Schlußszene mit Lore vor dem Block bietet Biegler ttneber größtenteils nur Gelegenheit zu stummem Mienen- unb Gestcnspiel. Mer ber innere Kämpf der erwachenden Liebe mit dem nicht minder natürlichen Wunsche nach Lösung auS diesem ihm verhaßten und ihn hassenden und verachtenden Kreise gibt Bassermann wieder Gelegenheit zur Offenbarung seiner unendlich diskreten, den einzelnen Fetzen der feinsten Gen-ebfädcn dieser Jammerseelc mit menschenkenntniS- stärkstem Spürsinn und grundechter Mitempfindsamkeit nacbtasten- ben Kunst. Die Quelle seiner Tränen war in der fünfjährigen Haft versiegt. 3mmer unb immer suchte er sie toieber, doch cr fand sie nicht, und tränenlos mußte er sein Leid hinuntcrschlucken. Das war für ihn der Qualen größte. Jetzt aber, da cr hört, baß die Steinmetzen ihn unter sich aufnehmen wollen, bie Freubc über biescS jäh zu ihn» tretende Glück, dem sich auch ein wenig Lores Liebe und Zarnckes Hochherzigkeit heimischen, gibt ihm die Fähigkeit des Weinens wieder. Das Schluchzen seines Herzens löst sich in Freubentränen auf. Und Tränen, heißen Augen ent- quillmd, rinnen in Loge»» und Parkett.
Eine größere Kunstleistung als die Baffcrmanns hat der Gie- ffciver Theaterverein wohl noch nicht gesehen. Herr Bassermann ntö blasser Mann tn „Stein unter Steinen" wird uns unvergeßlich bleiben.
Nach dieser Leistung eines Genies von unseren wackeren Sohne»» Miedings zu reden fällt mir schwer. Immerhin ist an- zuerkennen, daß Herr Reim er den abgefeimten GefängniSstamm- gast Struve mit gepfeffertem Humor und vergnügten, blitzblanken Aeugle in hervorbrachtc. Jedenfalls stand er über allen anderen der Miffvirkenden. Er hatte eine unwiderstehliche Gauner-Maske gemacht unb war von amüsantester, zündender Komik im Gcberdeu-
«aß ber geringere Aufwand in den Vorjahren auf den, vorhanbeuen Lehrermangel zurückzuführen war, ber es unnioqlrch wachte, «ckrnnkten ober sonst verhinderten Lehrern »n allen fallen Hilfen deizugeben. Die allmähliche Zunahme ber Zahl ber -ehrkraste er- SgL ipfct tuicber mehr, wie seither, bie Bestellung von Sckuil- gcSlfeii, was naturgemäß auch eine Steigerung bes Aufwanbes A befolge - Leiter sinb im Etat noch ausgeworfen: Als ^ufchüfse an hilfshebürflige Gerneinben zur Aufbringung bei'Zehrer- qehalte 241000 Mk. (wie in» Vorjahr) zur Unterstützung bedürftiger Gemeinden zur Aufbringung ber Kosten für bcn ^ortbilbitnn^ unterricht 32 000 Mk., zur Unterstützung von Gememben bei Schill- bmt§bauten 80 000 Mk. unb zur Abhaltung von Untetrichtskurfen für Handarbeitslehrerinnen 3500 Mk., in Summa also für bie Volksschulen 2 256 600 Mk. „ . .,
Für bie höheren Bürgerschulen vermehrt sich, wie schon er- -wähnt, der Staatszuschiiß von 70 500 auf ^0 500 Mk., »vorunter sich für Gehaltserhöhungen 52 000 Mk. (gegen ba5 ^orjahr mehr 8500 Mk.) Dispositionsfonds für Zufchüffe an bedürftige Gemeinden, Stellvertretungen re. 6000 Mk. iind für Dienstzulagen der fcmi- naristisch gebildeten Lehrer 28 050 Mk. befinden. Astr besitzen zur Zeit in Helfen 35 höhere Sürgcrfduilen mit 2641 Schiffern. Die Lehrerfchast bcrfclhcn besteht aus 30 angestelllen unb 13 proviso- rifchen, nfabcnufd) gebilbeten, 32 femmanstifch gebitbctci» Lehrern unb 17 feniiiiaristifch gcbilbctci» Lehrerinnen. „
Mr bie Schullehrerfeminar» en unb P r a pn ran- b enan ft alten ist bie Einnahme auf 100 819 Mk., bie Ausgabe auf 353 326 Mk. festaefetzt, der Staatszufchuß betragt mithin 252 507 Mk. (gegen 246 976 Mk. im Vorjahr). Den Löwenanteil verschlingen hier natürlich die drei Schullehrerseminare von benen das zu F r i e b b e r g 41 383 Mk. Einnahme unb 101 2o4 Mk. Wls- gäbe bas zu B e n S h e i m 27 820 Mk. Einnahme unb 72 68o Mk. Ausgabe, bas zri Alzey 30 86o Mk. Einnahme unb 82 810 Mk. Ausgabe aufweisen. DaS Seminar für Volksfchrffleluermnen in Darmstabt verzeichnet nur eine Ausgabe von 41 205 Mk. Tic Lehrerpräparaiidenanstalt zu Li n b eii f e 1 s erfordert 964o -ff., die zu Wöllstein 9140 Mk. und bte zu Lid) loC87 Mk., zusammen allo 35 372 Alk., denen eine Gefamteinnahme von nur 696 Mk. gegenüber steht. Zur Unterstütziing bedürftiger Seminaristen »mb Seminarlstiimen in bei» vier Anstalten »st cubllch nod) ein Betrag von 14 000 Mk. auSgeworfen.
Kehren wir uad) biefen Angaben »lieber zu bem höhere»» Schulwesc» zurück, so fei bar über noch folgenbes bemerkt: Tic Zahl ber höheren Lehranstalten ist feit bem vorigen Jahre von 26 auf 28 gestiegen, insofern, als Eymnastun» unb Oberrcalschule zu Worms und Realgymnasium unb Obcrxealschule in Mainz wegen der großen Schülerzahl in je zwei selbständige Anstalten getrennt werben mußten. Die stete Zunahme ber Schülerzahl an falt allen Anstalten bebiitqte auch eine erhebliche Vermehriing ber Lehrerstellen. Es mußten außer zwei neuen Direktoren noch 22 neue Oberlehrer stellen unb zwei feminarlltifche Lehrerstellen geschaffen werden, da für viele Klaffen in Darmstadt, Mainz, WormS, Amgen, Lffenback» unb Fi-iedberg eine Zwei-, refp. Dreiteilung sick» als notwendig crivics. Im ganzen sind im Jahre 1906 an den höheren Schulen HeffenS tätig: 371 fest angestellte akademisch gebildete Oberlehrer und 51 provisorische, ferner 74 feminariftifd) gebildete unb 5 technisch gobilbcte Lehrer, un ganzen also 501 Lehrer gegen 477 im Jahre 1905.
Tie Gesanubesolbunq ber 571 Lehrer beläuft sich auf 1 571 500 Mark, bas sind 91100 TiarP mehr als im Vorjahr; in biefer Summa befinben sich für 22 neue Stellen zu je 2800 Mark, gleich 61 000 Mark, währenb bie oerbleibcnbcn 29 500 Mark in Gehaltszulagen auf Grunb bies Gehallsgcfetzes bestehen. Wenn trotz biefer Mehrausgabe sich ber Staatszufchuß gegen bas Vorjahr nur um 241 Mark erhöht — von 885 818 auf 886 059 Mark — so liegt bas einmal au ber auch sehr stark gewachsencii Einnahme an Schulgeldern — von 1 327 413 Mark auf 1 455 650 Mark — unb an ber ft a r f e r e i» Heranziehung ber cif Stabte mit Realschulen zu ben Kosten berfelbcn. Zu biefem Schritt, ber in jüngster Zeit zu energischen Protesten ber bavon betroffenen Stabte iinb zu lebhaften Erörterungen im Finanzausschuß bet zweiten Kammer Veranlassung gab, bemerkt bie Regierung im neuen Etaatsooranschlag, es sei schon im vorigen Haupivoransdffag bcirauf hingewiesen worden, daß bie von beit Gemeinbcn zu den Kosten der siebenstufigen Realsckuilen zur Zeit zu Iciftenben festen Beiträge durch bie in» Laufe ber Zeit außerorbentlich gestiegenen Kosten dieser Schulen den Berhältniffen nicht n»chr entsprächen und deshalb eine angemeffene Erhöhung erfahren müßten. Tie seitherigen festen Beiträge seien bei ber stetigen Weiterentwicklung ber Schulen nicht »nehr am Platze. Wollte man bie von ber Aversionierung gfftigen Griinbsatze, wonach bie sadffichen Ausgaben ganz von ber Geineinbe unb bic ungcbccften perfönlid)en Ausgaben je zi» ber Hälfte von» Staat nub ber Gcmeinbe zu tragen sind, tuicber einführen, fo
würbe baburd) in vielen Fällen eine ganz außerorbentliche Belastung den Gcmcinbcu erreicht ivetfcen. ES schien richtig, ben Gcmeuibcn mit kleinen Realanstalten in erster Linie die ganzen sachlichcii Ausgaben aufzuerleqen, die euch von den Gemeinden mit neun- stufigen Realanstalten übernrnnmen werden, wie bemt auch btcn? Kosten für bic höheren Bürgerschulen und die Volksschulen ganz den Gemeinden zur Last fallen. Einen brauchbaren Maßstab, für die Verteilung der ungedeckten persönlichen Ausgaben d-r kleinen Realanstalten auf Gemeinde und Staat durfte Verhältnis der Zahl der Schüler aus dem Schiffort selbst und der übrigen Schüler bilden. Die Zahl der einheimischen Schüler schwankte bei den verschiedenen Anstalten etwa zwischen 60 und 30 Proz. der Gesamtschülerzahl. Nach diesem Verhältnis solle daher die Beitragsleistung der Gemeinde auf 40 bis 20 Pvoz. der uni- gedeckten persönlichen Ausgaben bestimmt werden. Damit aber der Leistungsfähigkeit der Gemeinden in weitestem Maße Rechnung getragen wird, sollen die auf diese Weise ermittelten Bcffräge von Cenicinden mit einem hohen Stcueraussdffag nach näher ange- gcbeneii Grundsätze»» noch weiter ermäßigt werden. Weiter betont die Regierung: „Da ein Bedürfnis, weitere höhere Lehranstalten und besonders Gymnasien vollständig auf Staatskosten zu errichten, bei der verhältnismäßig großen Zahl der vorluindcncn Gymnasien und deren Verteilung im Großhcrzogturn Nicht vorliegt, so soll auch die Aufbringung der Kosten aller noch Nicht auf bie Staatskasse übernommenen, sowie aller etwa in Zukunft zu errichtenden Gymnasien in gleicher Weise stattfinbcn, wie für bic Realanstalten."
Um unseren Lesern bei bem zu erwartenden Disput iff'er diese Frage in ber zweiten Kammer eine klare lieber ficht zu ermöglichen unb ihnen zugleid) ein Bilb vo»i bem Schülcrstanb, den Einnahmen aus den Schulgeldern unb ben zu leistenben Staats- bezw. anberweitigen Zuschüssen zu gewähren, stellen wir auf Grunb dcS amtlichen Materials darüber folgende Tabelle
spiel, in allen Momenten, auch in stummen Szciicn, ganz und gar bei ber Sache, scharfäugig, feinhörig, gerieben, breiff, gut* mutig, gemütlich und fdolzftoh auf seine Zuchthauserfahrung. Am nächsten kam ihm ber immer treffliche Herr Livpcrt als der trunkenboldiae, prahlerische alte Nachtwächter. Zu Zarnee sagt er zwar: „Nu gehe ich gernbe", trotzdem aber schwank: cr ben ganzen ?lbend über nach allen Himmelsrichtungen. Die butterweichen weiblichen Hauptrollen läget» bei ben Damen Don« c ck c r unb. Bayr Hammer in festigenden Händen. Freilich war, was Frl. D. als Hausmütterchen gab, tiefer empsilnd.'n. mit rechten LcidcnSzugen, lebensechter, weniger Theater als bie Lore ber Frau B., bic in Szenen ber verhaltenen Leidenschaft am besten war. Mariens Buckel trug Frl. D. mit An st and und Geschmack und sie hatte die von Snbcrmami gewünschten „zwei schonen Augen tioll wehmütiger Güte". Als grvßmäuliger Göttlingk war Herr S t e i tv manu in „Stein unte^Steinen" ganz am Platz-e, nicht zu fatzkew- haft und nicht übermäßig gewalttätig. Herr Mendel hat nun einmal etwas Spitzes und Aufbcgehrendcs an sich; darum war er für den Sträflingsapoffcl, den milden Meister Zamcke nicht der rechte Mann. Ms bie „ehrbare, gut konservierte" Willar Homcyer erschien F-rau Fischer. Den Änforbcrungen, bie Su- berntoni» an biefe dame d’horreur stellt: ^hübsche Person, ;n Anfang der 30 er, Haare kokett gelockt, mit entern Stich, ins Gemeine" konnte sic beim besten Willen nicht ganz genügen, aber sic machte ihre (Bache doch ganz gut Den humorvoll angelegten Kriminalkommiffar stellte Herr Gerdes mmötigcrivciK gar zu minderbegaht und gar zu elegant bar.
Von Opposition ivar bei uns in Gießen nichts zu merken, im Gegenteil, es wurde nach jedem Akt tüchtig applaudiert. Ob dies bem Autor mit, oder nur Bassermann, ober auch »mscnr Darstellern galt, war nicht zu. unteffcheiben. P. W. j
— Die 6 A.bvnnementsvorffeklungen bes Thei» tcrvcreinis sind vorüber unb es beginnt nun wohl — Ml haben keinen Theaterzettel 5U!, Hanb — ein neues Abonnement auf zivei Zugabevurstcllungen. Da tritt bemt nun bie Frage auf, unb sic würbe denn auch geffern wiederholt erörtert, und auch uns nahe gelegt: welche Gäste werben uns dies: beiden, Abende bringen? Wir meinen, baff einige ber beliebtester Frankfurter Darsteller, bic wir in ben letzten Wintern unseres TheatervergnugcnS nicht gesehen haben, wie Bolz und, D i e g e l- manu, gern zu einem Gießener Gastspiele sich bereit fänden: Irl. Boch aus Frankfurt, die man hier, soweit uns befannt. I noch nie sah, hat uuS sogar wiederholt versichert, baff sie mit Freuden einmal nach Gießen zum Gastspiel käme. Doch die Frau!- furtcr Künstlerschar ist vielen unter uns so gut bekannt, baß "W- bock) den Vorzug Vor ihr anderen, ferneren Künstlern gäben. 5) hat z. B. Köln in der schlanken, herben Lotti S a r r o w ein: Künstlerin vvi» eminenter Scgabung. Viellcidff lämc auch M a t- kowsky aus Berlin zu uns gegen ein nicht zu übermäßige- Honorar, ober Abele San brock, bic ja heute nur gastiM, I ober auS Hamburg Nhil, aus Drcsbcn etwa Clara Salb ach, auS Ha»inovcr Wegner. In welchen Rollen? Das beantworten bie Künstler selber stets am besten. Sie wissen, welche von ihren barstellerischen Schöpfungen bic eindrucksvollste ist; sic haben ein bestimmtes Repertoire, aus bem die Wahl zu treffen Ware. Daß im übrigen ber Theatervcrcinsvorstand eine geschickte Wffl zii treffen wisse»» wird, die |b»ic rechte Rücksicht nimmt auf W Zusammensetzung bcS hiesigen Personals wie miscrcr Dühnm- vcrhältiussc, ist und) ben biityerigen Erfahrungcu vorauszusetzen. D
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717 847
866 432
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