Ausgabe 
28.4.1906 Erstes Blatt
 
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wundern, daß, unter solchen Umständen die Wucherer und ähnliches Gesindel leichtes Spiel haben. Etwas Aufklärung bei Zeiten würde doch wohl nützlich sein.

Der Konflikt zwischen England nnb der Türkei betreffend das nordostafr. Akaba-Gebiet nimmt sehr bedenklich zu.Daily Chronicle" meldet aus Kairo, daß die türkischen Truppen in der Nähe von Akaba Befestig­ungen errichten. Verstärkungen sollen sofort aus Konstan­tinopel abgesandt werden. Tie türkiscl)-en Truppen haben unter der furchtbaren Hike sehr zu leiden und täglich sind Hitzschläge an der Tagesordnung. DieDaily Mail "meldet aus Miro, daß die Beziehungen Zwischen England und der Pforte täglich unfreundlicher werden. Tie eng­lische Regierung droht, eine Flottendemonstration gegen die Türkei zu vercuistalten und eventuell eine türkische Insel im Mittelmeer zu besetzen. Ter Khedive gäbe gern nach Englunds Wunsch ist doch ohnehin so gut als ein Befehl, aber der kranke Mann am Bosporus hat seinen hartnäckigen Schädel und will nicht einsel)en, daß sich da nichts machen läßt, wenn England ein Stück Land haben will.

Wir glauben nicht, daß es dort wirklich zu ernsthaften Zusammenstößen zwischen Truppen kommen wird. Ter kranke Mann am Bosporus weiß doch genau, daß er sich in eine derartige Affäre mit Großbritannien nicht cinlassen kann, ohne Gefahr zu laufen, überhaupt aus Europa hinausge­worfen zu werden. Und zudem ist ihm kaum unbekannt, daß unter den ihm freundlicher gesinnten Mächten nach der eben überwundenen Kriegsgefahr kaum große Lust bestehen dürfte, den im voraus verlorenen Standpunkt der Türkei zu stützen. Sein Widerstand ist demnach durchaus aussichts­los und wird vermutlich auch aufgegeben werden, sobald England sich anschickt, ernst zu machen. Ter Sultan hat ja die Gepflogenheit, das Nachgeben auf den allerletzten Augenblick zu verschieben. Interessant ist cs aber, wie gerade ein europäischer Staat heute einfach dem Schwächeren trimmt, was ihm behagt, ohne daß die anderen sich regen und gegen die Gewalttat protestieren. Vor einem Jahr hätte sich vermutlich Frankreich im Verein mit Italien gegen eine derartige Egyptenpolitik Englands erhoben heute schweigen die Herrschaften. Großbritannien ist Trumph und zieht, wie immer, den Gewinn ein!

Tas Reuter-Bureau erfährt:

Gnglonb hat auf den ablehnenden Beschluß des Sultans noch nicht geantwortet, doch hat man ?lnlaß, anzunchmcn, daß die Regierung sich entschieden habe, daß die türkischen Truppen ohne Verzug von dem Egypten gehörigen Gebiet zurückgezogen werden müßten. Infolge der der Regierung aus Kairo zugc- gangenen Meldungen von Beseitigung von Grcnzpsählcn durch türkische Kriegsschiffe hat der engl. KreuzerMinerva" Befehl erhalten, sich in die Nähe von El-Arisch zu begeben und die nähren Umstände zu untersuchen. Inzwischen sind die Erörterungen zwischen Kairo und Konstantino­pel eingestellt und cs rvcrden die 11 nterljanbl ungen zwischen Konstantinopel und London fortgcführt.

Russisches.

In Petersburg sind bereits zahlreiche Tuma-Abgeord- Uete eingetroffen, ebenso viele in- und ausländische Korre­spondenten. Ten bäuerlichen Deputierten wurden von der Regierung reichliche Reisespesen zur Verfügung gestellt.

In den staatlichen Betrieben Petersburgs, uameutlich im Arsenal und der Patronenfabrik sind mehrere tausend Arbeiter entlassen worden und auch mehrere große private Etablissements wollen ihre Betriebe wegen der Auf­lehnung der Arbeiter sperren. Infolgedessen ist die Gärung unter den Arbeitern drohender geworden und der Ausbruch neuer Streiks stündlich zu erwarten.

In Odessa warf ein unbekanntes junges Mädchen eine Bombe gegen ein Geschäftslokal, in dem zwei junge Leute Geld zu erpressen versucht hatten. Ein Angestellter des Geschäfts wurde verwundet.

In einem armenischen Torfe des Kaukasus haben Ko­saken eine entsetzliche Greuel tat verübt. In dem Torfe Schuscha erblickten die Einwohner das Herannahen eines Kosakenregiments. In der Meinung, daß die Kosaken kämen, um sie vor ihren tatarischen Erbfeinden zu beschützen, begaben sich die Dorfbewohner in feierlichem Zuge, den Kosaken entgegen, um sie willkommen zu heißen. Tie Priester marschierten, Kreuze tragend, voran. Plötzlich, ohne jede Veranlassung, feuerten die Kosaken in die wehrlosen Armenier mehrere Salven ab. Tie Armenier flüchteten in panikartiger Weise. Darauf brannten die Kosaken das Torf nieder und plünderten das Eigentum der armen Bewohner. Tie männlichen Einwohner wurden entweder mit Knuten halb tot geschlagen oder erschossen, die weiblichen Einwohner vergewaltigt.______________________

Ausland.

London, 27. April. Zwischen England und Frankreich ist, wie das Reuter-Bureau erfährt, ein Ab­kommen über die Frage wegen Zin derin, der Abänderung der Grenze von Nord-Nigeria, vereinbart worden. Die Grenze biegt danach südwärts ab, sodaß die zu Zinder ge­hörigen Gebiete Frankreich zufatlen. Das Neutersche Bureau bemerkt dazu, das neue Abkommen befriedige die Ministerien der Kolonien und des Auswärtigen sowohl Englands als auch Frankreichs.

Infolge der vorgestrigen Zwischenfälle im Unter­hause wurde vom Vorsitzenden des Hauses beschlossen, in Zukunft keine Vertreterinnen der Frauenliga im Hause zu dulden.

Die augenblicklich im Bau befindlichen Kriegs­schiffe umfassen 6 Panzer, 6 Panzerkreuzer, 18 Torpedo­boote und 18 Uuterseebote. Der für die Schiffsneubautcu aufgeworfene Kredit von 20 Millionen Pfund ist bereits zur Hälfte aufgebraucht.

Cannes, 27. April. Der Großfürst und die Groß­fürstin Cyrill von Rußland scheinen die Absicht zu haben, sich dauernd in Cannes niederzulassen, wo sie im Kreise von Zahlreichen Verwandten den Winter verbracht haben. Wie man hört, steht der Großfürst augenblicklich in Unterhand­lungen wegen des Ankaufs einer Villa. Man darf hieraus schließen, daß er die Hoffnung vorläusig aufgegeben hat, nach Rußland zurückzukehren, wo seine Heirat immer noch als nichtig angesehen wird, weil sie ohne das Einverständnis des Zaren geschlossen wurde.

Tunis, 27. April. Aufgestachelt dlirch einen algerischen Geistlichen erhoben sich 300 Eingeborene der Kaid- schaft Thala, ermordeten einen französ. Ansiedler, dessen Frau und Diener und nahmen zwei Franzosen gefangen. Etioa 30 dieser Aufständischen machten einen Angriff auf Thala; sie wurden durch die Europäer zurück-

geschlagen, die sich zur Unterdrücklmg der aufrührerischen Be­wegung zusammengeschlossen haben. 6 Aufständische sielen, 3 wurden verwundet. AuS El Kef wurden Truppen ab­gesandt, die am nachmittag cinf._". l werden.

Newyork, 27. April. Wie dieNewyork Tribüne" meldet, beabsichtigt Venezuela die Ausgabe von Papier­geld, das an Stelle der bisherigen Goldwährung treten soll. Der Generalsekretär von Venezuela, Cardenas, der bis jetzt in Newyork weilte, ist heute mit den, Schnelldampfer ^Deutschland" abgereist, um Verhandlungen mit europäischen Finanzleuten anzuknüpfen, während Manuel Corao, der am Montag mit Cardenas zusammen in Newyork eintraf, ver­suchen soll, die Newyorker Bankiers für den Plan zu inter­essieren.

Mrehe und Schule.

Berlin, 27. April. Durch Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums dürfen Schüler dem Deutschen Flo tte n o e re in als Mitglieder nicht beitreten. Diese Verfügung ist in allen Schulen mitgeteilt worden.

Aus Mito Luns.

Gießen, den 28. April.

" S. K. H. der Großherzog, der am 2. oder 3. Mai von Venedig zurückkehrt, wird sich am 5. Mai nach Köln begeben, um der Eröffnung der Wanderausstellung des Vereins der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein beizuwohnen.

** Fußsteige frei! Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts, welche einige Be­stimmungen über den Straßenverkehr ins Gedächtnis zurück­ruft, gegen welche gar oft gefehlt wird. Es ist nämlich im Intereffe der Ermöglichung des ungehinderten Fuß- gängerverkehrs aus den Fußsteigen das Be­fahren der Fußsteige mit Fuhrwerken jeder Art (auch Handwagen) ausgenommen, soweit hierdurch der Fußgängerverkehr nicht gehindert wird, die Beförderung von Kindern und flranfcn in Kinder- und K rank en- »vagen bei Strafe verboten. Außerdem ist unter­sagt das Ctehenbleiben, wodurch der freie Verkehr gehemmt wird, sowie das Tragen von Gegenständen, welche geeignet sind, andere zu belästigen (z. B. Metzgerbollen, Markt­körben 2C.). Gerade diese Rücksichtslosigkeiten sollten nicht erst durch Strafanzeigen verhindert zu werden brauchen.

SUaja Vieliig in Gießen. Den Litte raturfreunden in unserer Stadt steht ein Genuß besonderer Art bevor. 9(m 11. Mai wird Frau Klara Viebig aus Berlin einer Ein­ladung, die vor einiger Zeit on sie ergangen ist, Folge leisten und im großen Saal des Kollegiengebäudes eine Aus­wahl eigener Dichtungen vortragen. Das Nähere wird im Anzeigeteil des Blattes bekannt gemacht.

** Der vierte (Petitions-) Ausschuß der Hess. Kammer ist am Freitag zusarnmcngetreten, um eine Reihe spruchreifer Gegenstände zu erledigen. Der An­trag Horn und Genossen betr. die Einstellung von Schülerwagen in alle Züge, welche regelmäßig eine größere Anzahl von Schülern befördern, wird zur Annahme mit dem Wunsche empfohlen, daß die Eisenbahnbehördc diesen Wagen eine besondere Aufsicht angedeihen lasse. Ter Vorstellung des Joh. Hellwig I. in Lorsch cl Bergstr. wegen Erteilung einer Wirtfchaftskonzessivn wird keine Folge ge­geben. Tas Gesuch, das von der Ortspolizeibehördc nicht verworfen war, wurde durch alle Instanzen bis zum Mini­sterium verworfen, da Hellwig schon zwei Wirtschaften ge­gründet und mit Vorteil verkauft hat. Tie Vorstellung des Stadtvorstandes zu Heppenheim betr. die Errichtung eines Amtsgerichts in Heppenheim wird nach Bericht des Abg. Pilthan nicht empfohlen. Ein Gesuch der Gemeinde Lorsch, das sich gegen die Errichtung des Amts­gerichts in Heppenheim aus spricht, soll für erledigt erklärt werden. Ueber eine Anzahl weiterer Gegenstände''wird der Ausschuß zunächst gemeinsam mit der Regierung verhandeln.

** Besitzwechsel. Das Hotel Prinz Karl ging für 226 000 Mk. in den Besitz^des Restaurateurs Beuchcrt, seitherigen Inhabers des Restaurants Zum roten Hahn in der Fahrgasse zu Frankfurt a. M. über. Hotelier Christel wird in Gießen wohnen bleiben. Das Anwesen des Post­schaffners Dietrich, Nahrungsberg 25, ist für 26 000 Mk. an den Fabrikanten Inderthal übergegaugen.

"Ein kunsthistorisch bemerkenswertes Haus mehr besitzt seit heute unsere Stadt. Heute morgen wurden nämlich an dem Hause des Herrn Weisel an der Sonnen­straße bei der Renovierung am Vordergiebel verschiedene gut erhalteneHolzschnitzereien entdeckt und Denkmal- pfleger Professor Walbe in Darmstadt hiervon benachrichtigt. Es wird beabsichtigt, das Haus unter Denkmalpflege zu stellen.

c* Verhaftet. Der Dieb, der in der Nacht vom 26. auf 27. l. Mts. den Hausburschen im Cafö Hettler die Kleider stahl und eine Anstaltsmütze zurückließ, ist infolge des erlaßenen Ausschreibens heute morgen in Friedberg verhaftet worden. Es ist ein aus einem Zuchthaus in der Schweiz entwichener Sträfling. Die gestohlenen Effelten fanden sich in seinem Besitz vor.

** Einbrüche. Heute nacht mnrde hier an vier ver­schiedenen Stellen eingebrochen. Tie Diebe hatten es auf Bargeld abgesehen, es ist ihnen jedoch nur in einem Falle ein Betrag von 3 bis 4 Mk. in die Hände gefallen, bei allen anderen war die Arbeit vergebens. Es handelt sich offenbar nm eine Einbrechergesellschaft, die in letzter Zeit in Wiesbaden auf gleiche Art eine ganze Reihe von Ein­brüchen ausführte. Im März und April wurde dort fast jede Woche einmal eingebrochen und zwar jedesmal an 4 bis 6 Stellen in einer Nacht. Tie Diebe haben Vorzüge liches Sperrwerkzeug nnb arbeiten sehr geräuschlos. In Betracht kommen zwei Unbekannte, der eine etwa 1,70 Meter groß mit dickem, rotem Gesicht, der andere mittel­groß mit blassem Gesicht. Im Interesse aller liegt es, der Polizei Mitteilungeri zugehen zu lassen, die etwa zur Fest- teklung der Personalien der Diebe führen Fönnten.

** Promenadenkonzert findet morgen Sonntag vor­mittag 12 Uhr in der Südanlage mit folaendem Programm statt: 1. Kaisermarsch oon Wagner; 2. Martin-Walzer von Zeller; 3. Finale aus der OperDer Nordstern" von Meyerbeer. 4. Armeemarsch Nr. 10, »Prinz August Bat.", 1806.

* Erledigt sind: eine mit einem eoangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dorn he im. Mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden.

Eine mit einem eoangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Büdesheim (Kr. Friedberg). Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem eoangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Reuters.

() Grün in gen, 27. Avril. Das Fest der gol­den e n H o ch z c i t feierten heute das Mitglied des Kirchen» und Schulvorstandes .Heinrich Euler und dessen Ehefrau Juliane. Aus diesem Anlaß wurde dem Ehepaar von S. K. Hoheit dem Großherzog ein Bild mit dessen eigenhän­diger Unterschrift übersandt. Namens der Gemeinde gratu- lrerte Bürgermeister Gilbert und int Auftrag des Archen- und des Schulvorstandes Pfarrer Beckel. Auch sonst er- solglen zahlreiche Beglückwünschungen des allgemein geach. teteit Ehepaares. Beide Ehegatten erfreuen sich noch der größten geistigen und körperlichen Frische.

(V) Mainzlar, 27. 9(pri[. Bei der Submission des Schu lhau sn en b au es mußten die Erd- und Maurer­arbeiten mit einem Aufgebot von 10 Prozent vergeben werden, sämtliche anderen Arbeiten mit einigen Prozenten unter den Voranschlagspreisen.

i). Dutenhofen, 27. April. Bis zum Nachsommer soll der Erwetterungsbau unserer Kirche fertig- gestellt sem. Ter gesamte Umbau kostet zirka 24 000 Mk Von dieser Summe siitd etwa 4000 Mk. durch Kollekte auf­gebracht worden und 7000 Mk. hat die Synodalkasse ge- strftet. Tie neue Orgel zum Preise von 4100 Mk. wird von der Firma Förster und Nikolatts zu Lich bis zum 1. August lfd Js. gebaut. Das zweimanuaftge, 14 Register und zwei Koppeln zählende Werk erhält äuch einen Spieltisch.

fc. Butzbach, 27. April. Der frühere Sparkassen- rechner Heinz er! ing wurde gestern nachmittag aus dem hiesigen Haftlokal per Schub nach dem Provinzialarresthaus nach Gießen überführt.

Büdingen, 26.April. Eine eigentümliche Beobachtung konnte man feit einigen Tagen im sogenannten Hain machen. Am Karfreitag lief das Schwefelbrünnchen fast gar nicht mehr, während feit Sonntag das Wasser so stark he raus kommt, wie kaum zuvor. Man neigt der Annahme zu, es sei nicht ausgeschlossen, daß vulkanische Einflüsse hierbet mitgewirkt haben. (Frkf. N.)

Mainz, 27. April. Der Vizepräsident de§ hessischen Landtages und Zentrumsführer Justizrat Dr. Schmitt begeht hellte mit seiner Gemahlin das Fest der silbernen Hochzeit. Durch den Antritt eine Reise hat das Ehepaar sich den Klindgeblingen aus Freundeskreisen entzogen. Der Ausschuß des landw. Provmzialoereins für Rheinhessen hat n. d.Frkf. Zig." in seiner heutigen Sitzung beschlossen, dem Ministerium Herrn Leonhard Bierschenk, Weinproduzent in Ockenheim, als staatlichen Weinkontrolleur in Vor­schlag zli bringen.

fc. Frankfurt a. M., 27. April. In der Kronprinzen­straße 47 explodierte dem Buchbinder Josef Berninge beim Milchkochen der Kochapp a rat. B. erlitt schwere Braildwunden an der Brust und den Händen, an denen er heute gestorben ist. Ebenfalls gestorben ist an durch einen Unfall in der Küche erhaltenen Brandwunden die Köchin Elise Peter.

W. Homburg v. d. H., 27. April. Heute nachmittag machten der Kaiser und die Kaiserin, die Prinzessin Viktoria Luise und die Damen und Herren des Gefolges einen Ausflug im Automobil nach dem Feldberg. Um 5.20 Uhr traf der Kriegsminister v. Einem hier ein und wurde zur Abendtafel beim Kaiser geladen.

* Kleine Mitteil u n gen aus Dessen und den N a ch b a r st a a t e n. Tie Einlagen in die städtische Sparkaffe zu Wetzlar haben die erste Million überschritten. In Mainz stürzte der 29 jährige Tüncher Joh. Müller aus Bretzenheim von einem Gerüste nnb starb alsbald im Hospital an einem -Lchadelbruch." Bürgermeister Philipp Ehrhardt von Nieder- Käinsbach ist, 5 öIahre alt, gestorben.

AUSM LUS den SfanüfsamlörfeiflHP der Stsdl Kiehro.

Aufgebote.

Am 10. April. Friedrich Volk, Fabrikarbeiter in Launsbach mit Barbara Krall dahier. Am 21. April. Franz Jung, Schlaffer dahier mit Minna Niedesel Hierselbst. Am 22. April. Heinrich Kaspar Klos, Taglöhner in Rögen mit Margarete Schmidt dahier. Am 23. April. Heinrich Pfeiffer, Schuhmacher dahier mit Luise Schäfer hierselbst. Heiurich Marr, Glaser dahier mit Elisabethe Lioimaun hierselbst. Karl Emil Adam Kuott, Psarrassistent da­hier mit Alarie Anna Lina Weber in Lich. Am 24. April. Dr. Robert Dauernheim, prakt. Arzt in Fränkisch-Crlnnbach mit Zda Seipp dahier. August Friedrich Braun, Schriftsetzer dahier nut Katharina (Gerhard tu. Steinbach. Am 25. April. Johannes Fölsing, 5lanalarbeiter dahier mit Phlippine Simoit, geb. Pracht, hierselbst. Heinrich Kloß, Htlismeichensteller dahier mit Katharine Lisemer hierselbst. Karl Stückrath, Möbelfabrikant dahier mit Elisabeth Maria Stimbert m Mainz.

Eheschließungen.

Am 21. April. Lonis Lenz, 6)roßh. Kreisamtsgehüfe dahier mit Marie Christiane Wahl hieftelbst. Gustav Schulz, technischer Bnreanaspirant II. Kl. in Hanau nut Elisabethe Strauch dahier. Ludwig Schomber, Bierktitscher dahier mit Elise Geller hier­selbst. Am 24. April. Josef Müller, Rotations-Maschinettmeister dahier mit Marie Grabensee hierselbst. Am 26. April. Heinrich Scyäg, Postassistent in Lauterbach mit Elise Dahmer dahier.

Geborene.

Am 13. April. Dem Kaufmann Ludwig Stühler eine Tochter, Margarete Lttise. Am 15. April. Dem Kaufmann Heinrich Jentzen eine Tochter, Dlartha Katharine Lina Sophie. Am 16. April. Dem Kellner Wilhelm Krattshaar ein Sohn. Am 19. April. Dem Lokomotiv-Htlfsheizer Eduard Siebert ein Sohtr. Dem Geschäfts- üihrer Earl Berg ztvei Töchter, Emilie Marie Gertrud und Elise Amalie Frieda. Am 20. April. Dem Lokomotivheizer Georg Krug ein Sohn, Httgo Alfred. Dem Weißbindermeister Philipp Bauer III. eine Tochter, Minna. Dem Tiefbau-Unternehmer Hermann Bender eine Tochter, Elisabeth Auguste Emilie. Am 21. April. Dern Restaurateur Peter Kaiser eine Tochter, Luise Vabette Marie. Dem Hilis-Lokomotivführer Adolf Bratm eine Tochter, Dina. Am 22. April. Dem Univcrsitätsprofessor Dr. Patst Kretsclnnar eine Tochter, Agites Bertha Klara. Dem Händler Heittrich Schneider III. ein Sohn, Gnstao Friedrich (Sinti. Am 23. April. Dem Kutscher Jakob Alüller eine Tochter, Anna Barbara. Am 24. April. Dem Schlosser Konrad Heisen eine Tochter, Luise.

Gestorbene.

Am 20. April. Karl Baum, Gl Jahre alt, Schuhmacher da­hier. Am 21. April. Katharine'iller, 16 Jahre alt, Dienstmädchen dahier. Am 22. ?lpril. Georg Emil Möhl, 64 Jahre alt, Fabrikant dahier. Emilie Renner, 33 Jahre alt, ohne Berni dahier. Johann Karl Sames, 80 Jahre alt, Rentner dahier. Am 23. April. Georg Weih, 84 Jahre alt, Förster i. P. dahier. Am 25. April. Dina Braun, 4 Tage alt, Tochter des Hilfs-Lokomotivführers Adolf Brann dahier. 9(m 26. April. Eva Elisabethe Barthel, geb. Dressel, 68 Jahre alt, Ehefrau des Bildhauers Wilhelm Barthel dahier. Johann Heinrich Roth, 71 Jahre alt, Dieustknechl dahier.