- Argentiniern mit dem 1. März alle diejenigen Konzessionen zu, die Deutschland den Tarisoertragsstaaten gemacht hat.!
anfänglich sehr flau, weil die Re
flektanten glaubten, bei
der anfänglichen schwachen Nachfrage
folgende Resolution angenommen:
1
denspflegerin in der Minik des Professor Thomas. Die Schwester
gehabt. Man hatte nach der Generalprobe den Schluß dos ersten
ÄktcS polizeilich beanstandet, die Szene, in der die Mali vom
feinfühlig!
Richtsteinen.
P. W.
Dom Besten
Der Ausschuß des Handclsvertragsvereins tagte am 21. ds. in Berlin unter dem Vorsitz des Stadtrats Jlinsch aus Frankfurt a. M. Nach längerer Diskussion wurde
Tie dringliche Frage ist nun: wie steht es mit den Gegenleistungen Argentiniens? Einige sind innnerhin schon jetzt zu verzeichnen. Es sind gewisse Zuschlagszölle auf die Wareneinfuhr aufgehoben und durch den neuen Wertschatznngs- tarif die Zolleinheitswerte für eine Reihe von Waren herab-
intb der Allgemeinheit. Sehr viele Taren seien nicht zu' ermäßigen. Nur im Ortsverkehr seien die Gebühren ftecherumw s chig.
In öffentlicher Sitzung wurde sodann über die Mage beS Ortsarmerwerbandes Marburg gegen die Gemeind erra n ken« faffc Nieder-Ofleiden wegen Erstattung von Kosten füU den Schreincrgescllen Wilhelm Pfeiffer aus' Groß-Brechen zum Schlüsse verhandelt. In der Sitzung vom 24. v. M. war die Erhebung der Men der Kliniken in Marburg beschlossen worden. Tie Akten imrrben erhoben und auf Grund derselben von deut Grosth. Areisgesundheitsamt Gießen ein schriftliches Gutachten erstattet. Nach kurzer Verhandlung in der heutigen Sitzung wies der Provinzial-Ausschn ß die Klage des Ortsarmenverbandes Marburg kostenfällig ab.
poliiifcbe Scrgesscba«.
Wie stehts mit Argentinien?
Die Erfolglosigkeit der deutschen Handelsvertrag 8v erh and lun g e n mit Amerika erweckt nur
gesetzt. Vielleicht wird die argentinische Zolltarifreform weiterhin bruchstückweise verwirklicht. Aber wenn man bedenkt, daß Deutschland das bei weitem wichtigste Absatzgebiet für argentinische Erzeugnisse ist, während andererseits in der Versorgung deS argentinischen Marktes die deutsche Industrie hinter der englischen weit zurücküeht, dann muß man sagen, daß die argentinischen Gegenleistungen nicht entfernt die Vorteile auswiegcn, die den Argentiniern am 1. März deutscherseits zufallen. Beim Handelsprovisorium mit den Vereinigten Staaten zahlt die deutsche Industrie die Kosten. Argentinien gegenüber geht die Handelspolitik zu Lasten von Deutschlands Industrie und Landwirtschaft. Denn Argentinien wirft immer größere Mengen von Getreide und Fleisch auf die europäischen Märkte. Der Wert seiner Ausfuhr nach Deutschland ist mindesten? doppelt so groß als der der deutschen Einfuhr nach Argentinien, und nach dem 1. März wird sich dieses Mißverhältnis zwischen den beiderseitigen Leistungen noch steigern, wenn Deutschland nieht energisch auf den Abschluß eines Handelsvertrags dringt. Die deutsche Landwirtschaft ist durch die bisher vereinbarten Tarifverträge eher schadlos gehalten, aber die hier benachteiligte Industrie hat ein Anrecht darauf, daß die Diplomatie ihre Interessen wirksamer wahrt und schleunigst den Rückweg aus der Sackgasse antritt, in die sie geraten ist.
— Man schreibt uns cms Frankfurt a. M, 19 Febr.: Ludwig Zipper t, em junger Berliner Arzt und Dramatiker, hat gestern abend rm lnesrgeu Rcsidenztheater mit der Urauf- fiihrung eines spindeldürren Dramas einen lauten Erfolg davongetragen. Konnten wir im5 einen glänzenderen Beweis dafür wünschen, wie sehr noch heute wie zu allen Zeiten der raffinierte Techniker noch Herr der Bretter ist, die die Welt bedeuten? Und Herr Zippert ist Techniker von erstaunenswerter Geschicklichkeit. Er mischt die Farben, zwar noch uraltem Rezept, aber immerhin gewandt und hat einen Blick für das Bühnenwirksame, wie er sonst nur bei dem routiniertesten Praktikus zu finden ist. So tonnte er mit seiner „Schwefter Vera" trotz aller ober- ftächlichen, schablonenhaften Gestaltung und Charakterisierung, trofc all der abgestandenen Sentimentalitäten, das große Publikum düpieren. Schwester Bera ist eine sanfte, entsagungsfähige Or-
geringe Hoffnungen auf einen Vertragsabschluß mit Argentinien. Daran, daß diese Vereinbarung bis zum Inkrafttreten des Zolltarifs zustande kommt, ist nicht zu denken. Sie wird allenfalls im Sommer spruchreif werden, sofern sich Argentinien überhaupt einem Vertrage geneigt zeigt. Der Erfolg der Washingtoner Regierung ist schwerlich angetan, diese Neigung zu fördern. Da das Meistbegünstigllngs- verhältnis deutscherseits nicht gekündigt wurde, fallen den
grünen Maienwald Herr Gemahl ist einerleiig. Und nun sich zuerst der Tanz zu lange entbehrte. Und ihre Röckchen hebt, da
Sitzung des Provinzial-Ausschufses der Provinz Oberhessen.
--- Gießen, 21T. Febr.
Der Proviuzialausschuß beriet heute zunächst in nichtöffentlicher Sitzung über die Enteignung für das H a u p t s i e l und die Kläranlagen d er S t a dt Gie ß en , hier Festsetzung der Entschadiguiig, über die Wiederherstellung des ehemals burgfriedbergischen Amtshauses (altes Schulhaus) zu Käichen und noch eine Reihe anderer Gegenstände.
GelegenheitS-Schwänklein, benannt ,Vi e lli e bch en". Die schmucke junge Frau
um jeden Preis seinen Bedarf zu decken imb legte für gute Ware jeden Preis an, so daß von einem billigen Einkauf keine Rede fein konnte. Der Handel in Gangochsen wickelte sich sehr schnell ab, da nur etwa 15 Paare aufgefahren waren, die zu angemessenen Preisen in der Provinz verblieben. Der Handel in Schweinen war anfänglich sehr flau, weil die Re-
tma der Heimlichkeit, die dem germanischen DoWcharakter nnber° sorecke. (Lachen bei den Sozialdemokraten.) Durch Ihre (zu den Sozialdemokraten) Bemühungen und durch die Sevmengimq der Wahlrechtsbewegung mit der russischen Revolution haben Sie das Dreiklassenwahlrecht befestigt. Die Sozialdemokratie wirst im- aünstia auf die niederen Schichten ein, weil ne den Einzelnen daran oewöhrtt daß er es nur durch den Verband zu etwas bringen tönne, nicht durch eigene Kraft. Dadurch lähmen Sw seine Im- tiatwe! Und ein tüchtiger Arbeiter kann es auch noch heute sehr west bringen. Ich habe hier 123 Namen von Leuten gesammelt, die von Arbeitern zu Fabrikanten geworden sind. Ich hoffe, dap es dem Reichskanzler gelingen wird, die Gefahr von uns abzuwenden, die uns von der Sozialdemokratie droht. (Beifall rC^tybg. Bebel (Soz.): Der Zäsarismus wird überall da notwendig, wo starke Klassengegensätze bestehen, die nicht zum Ausgleich kommen. Das kann aber für uns kein Grund sein, von unseren Grundanschauungen abzugehen, weil möglicherweise in Deutschland eine zäsaristische Epoche kommt. Tie russische Revolution haben wir nicht verherrlicht, sondern nur für selbstverständlich erklärt. Ueberafl da, wo dem Volle die notwendigsten Reformen verweigert werden, muß es zu einem solchen Ausbruch kommen. Daß ich den Prinzen Ludwig gerühmt habe, ist umso natürlicher, als preußische Prinzen von dieser Couleur bislang noch nicht auf die Welt gekommen sind. (Sehr gut! bei den Soz.) ^as Ganze ist bezeichnend für den politischen Gegensatz von Nord und Süd. Herr von Rarborff sagte, die Sozialdemokratie verdürbe das Volk, weil es ihm nur den Glauben an die Organisation bringe und die persönliche Initiative nehme. Wäre das wahr, dann müßten es die Heimarbeiter wunderbar weit gebracht haben; beim sie sind wenig politisch, noch gewerkschaftlich organisiert! (Hört I hört!) Und ist der Bund der Landwirte keine Organisation ? (Hort! hört!) Ich denke aber nicht, daß Sie sagen werden, der Bliiid der Landwirte ist schuld an dem Elend der Landwirtschaft, weil er alle Landwirte in die Organisation bineintrcibt. Sie (nach rechts) treiben ein gefährliches Spiel. Sie sind eine kleine Minderheit des Volkes, die'eigensinnig ihre Vorrechte aufrechterhalten will. -lie große Masse des Volkes verlangt immer stürmischer gleiche Rechte. Sie mögen unseren Eintrag noch ablehnen, auf die Dauer wird Ihnen der Widerstand nichts nützen. (Lebh. Beifall bei den Soz.(
Damit schließt die Debatte. Für die grundsätzlichen Be- ftümnungen (gleiches allgemeinesWahlrecht in allen Einzel st aaten) erheben sich nur Freisinnige, Eozialbemo- fratnn, unb für bie Detail-Vorschläge (Frauenstimmrecht und Wahlrecht von 20 Jahren an) nur bie Sozialdemokraten. Der sozial- denrokratische Gesetzentwurf ist also in allen feinen Teilen g e - fallen. Morgen Hanbelsprovisorinm mit ben Ver - einigten Staaten von Nordamerika, sobaim Etat-Bernsimg.
— E i n W i e u e r Maler über Kaiser Wilhelm H. Der Wiener Maler W i e l i ch wurde zum Kaiser besohlen, um ihm Vortrag über das Wüstenschloß Amra zu batten. Er beschreibt nun feinen Besuch in Berlin und sagt dabei vom Kaiker: Er ist groß, schlank, im Gesicht ein wenig blaß. Bei aller Schneidigkeit tritt in dem Gesicht ein weicher, feiner Zug hervor. Wenn der Kaiser spricht, gewinnt man sofort den Ginbruef einer ungemein fesselnden Persönlichkeit. In jeder Gesellschaft von Künstlern unb Gelehrten würde er eine bedeutende Rolle spielen und die allgemeine Ausmerksamkeit auf sich zu lenken verstehen. Man wird überrascht von seinem eminenten 2I> i H c n und seiner durchdringenden scharfen Auffassungsgabe. Er spricht fließend, die Einfälle strömen ihm zu. Ter Kaiser reichte dem Maler Wielich, als dieser eintrat, die Hand und leitete das Gespräch mit den Worten ein: „Was ist los, ich bin begierig, Sie zu hören." Wielich begann von seinen Reisen zu erzählen, er schilderte die altbiblischen Gebiete, die er gesehen, dann das Land der Beduinen, ihre Art zu leben; hierauf verbreitete er sich über Schloß Amra und über'die alte Kultur, bie bort sich offenbare. Ter Kaiser hörte mit großer Teilnahme zu. Von Zeit zu Zeit warf er Bemerkungen ein, die von seiner gründlichen Kenntnis der vorislamitischen Zeit und' der Kulturtätigkeit der Völker Zeugnis gaben. Er zog auch Vergleiche zwischen dem Kunstschaffen von einst und jetzt, und meinte man kenne noch viel zu wenig von den Kultur- unb Kunstschätzen' jener Ev°-K-. Er berührte sodann bie Zustande non deute in Arad,-n und kam immer wieder darauf zurück, daß der Orient eine aroß.' artige Fundgrube für bas Wissen bedeute. AuS den Worten des Kaiser- leuchtete ferne enorme Vertrautheit mit der Wett des Orients Öcroor unb ferne umfassende Belesenheit. Der Kaiser wurde nicht müde, immer wieder von dem Wüstenschlosse Amra zi! sprechen. Es wurden noch andere Themen berührt, der Zug des nwdemen Handels nach dem Orient unb auch aus Wien und bi- R-b- Tor Monarch lobt- bic’fri& ei enart b r W n-r i,7r warmes Temperament und sagte u. a.: „Die Wiener sind tüchtig Menschen und für die Kunst in ihren verschiedensten Erscheinung formen sind d,e Wreiier förmlich gualifiziert" ^jcgeinungs* htrfn» fei ° m°cht $er-
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parlamentarisches.
Berlin, 21. Febr. (B u d g e t ko m m i ss i o n des Reichs- Lages.) Vor Eintritt in die Tagesordnung gibt Erzbergev eine längere Erklärung zu Protokoll, die zu einer Erklärung des .Erbprinzen Hohenlohe Stellung nimmt betreffend das Verhalten deS Pcrsonalreferenten der Kvlouialabteilung Geh. Rats König in der Frage der etatsmäßigen Anstellung des Justizbeamten Koch ald Bezirkssekretär in Deutsch-Ostafrika. Erzberger sagt am Schluffe seiner Erklärung, hätte er einen Vorwurf „lediglich auf Grund einer unrichtigen Llbschrist" erhoben, so würde er keinen Augenblick zögern, diesen mit dem Ausdruck des Bedauerns zurückzuziehen. Nach der Lage der Sache sei ihm dies' nicht möglich. Er behalte sich vielmehr die Behandlung der ganzen Frage für das Plenum des Reichstages vor. Die Kommission nimmt darauf den A n > frag Süd ekum betr. Vorlegung der vollständigen Ucber- setzung des französischen Gelbbuches zur Marokko frage an und wendet sich sodann wieder zur Beratung des Etats von Südwest-Dfrika. Eine längere Diskussion entsteht über den Hafen von Swakopmund. Die Kommission lehnte die Regierungsforderung von 230 000 Mar? für den Hafen ab, -und nimmt den Antrag Erzberger, wonach für diesen Zweck mir ■130 000 Mark wie hn Vorjahre bewilligt werden, an, daneben noch 50 000 Mark zu Vorarbeiten zu einer anderweitigen Regelung der Landungs- und Hafenverhältniffe in Swakopmuud. Von den angeforderten Kriegskosten von 550000 Mark ^werden nach Ablehnung der Regierungsforderung und Zeines Antrags Semmler, der die Hälfte bewilligen wollte gemäß dem Anfrage Paasche _uur 100 000 Mark bewilligt. .Eine längere Diskussion entsteht schließlich bei der Forderung für bas Poftgebäude in Swakopmund über die Frage, ob die Postverwaltung prinzipiell nur unverheiratete Beamte nach den Worten hinaussende.
— Die Steuerkommis sion des Reichstages nahm den Antrag 23 i em er in nachfolgender Form an: Die Regierung ersuchen, dem Reichstage einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch Welchen eine Reform der Branntwein st euer herbeigeführt wird. Sodann wird ein Antrag Bokelmann und Gen. beraten, bezügl. der Vorlage betr. die Reform der Porto- und Telegraphengebühren, ivelcher eine entsprechende Verzinsung des in der Poft- und Telegraphenverwaltung investierten Käpftals zur Folge hat und die Notwendigkeit weiterer Anleihen für diese Verwaltung beseitigt. Staatssekretär K r ä t k e führt aus: Gegenüber dem Vorwurf. die P o st habe Anleihen nötig, bemerke er, daß die Neichspost und die Telegraphie kein Geschäft sei. Tie Anleilnit dienten *,n sehr nützlichen Zwecken
Der „Entwurf eines Gesetzes betreffend die Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten uon Amerika" liefert den unwiderleglichen Beweis dafür, daß die Handelspolitik der letzten Jahre verfehlt war. Der neue d e u t s ch e Z o l l t a r i f, der in erster Linie als Rüstzeug gegen Amerika der deutschen Industrie aufgedrängt ist, hat keine ber auf ihn gesetzten Hoffnungen erfüllt. Von den im Interesse der deutschen Ausfuhr dringend erforderlichen Zoll er Mäßigung en und E r l e i ch t e r u n g e n d e r Z o l l a b f e r t i g u n g ist n i ch t s erreicht. Heute bildet das Provisorum den einzigen Ausweg aus verhängnisvoller Lage. Wir bitten daher den Reichstag, ihm zuzustimmen, da es imfev Wirtschaftsleben vor schweren Erschütterungen bewahrt und für eine künftige bessere Regelungm ehr Aussichtbietetalsein Zollkonflikt. Voraussetzung einer den wahren Interessen Deutschlands entspr. Regelung der Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten ist die Umkehr unserer eigenen Zollpolitik.
Ihre Herbeiführung ist in erster Lmie Sache der deutschen Kaufmannschaft selbst. Möge sie sich dessen bewußt werden und den K a m p f zur Erreichung dieses Zieles mit allerEnergie unterstützen._______
verschwommen gezeichneten Figur der Entlarvten den Tod an einem Schlaganfall, Konstanz- die Gesunkene, erschießt sich, unb der Professor wankt, von Vera gestützt, gebrochen in sein Zimmer. Vielleicht werden die beiden, nachdem der Professor die treue Seele erkannt, ein Paar, und wenn sie nicht gestorben sind, dann usw. ... Es wurde brillant gespielt, und das war für den Eindruck auch ziemlich von Vorteil. — Dem Schauspiel folgte ein Einakter desselben Autors „Ein Lichtblick", das Drama der an den alten Mann gebundenen unverstandenen jungen Frau, die sich in Sehnsucht verzehrt, sich ihrem eigenen Schwiegersohn iin schwachen Moment an den Hals wirst, dann Gift nimmt unb sich auf das Chaiselongue vor den Augen der Zuschauer zum cw'gen Schlaf niederlegt, nachdem sie von der Tochter, d. h. eigentlich Stieftochter und dem die Katastrophe nicht ahnenden Geliebten rührenden Abschied genommen. Dann, nachdem sie die Augen schließt, fällt langsam der Vorhang. Dem Einakter kommt ein, zwar manchmal etwas trivialer, aber im Ganzen doch recht frischer Dialog zu statten. F-risch war auch die Darstellung, btc höchste Anerkennung verdient. Lotte Klein als Tochter und Herr Schiefer als Wilhelm boten prächtige Leistungen. Auch Helene Rosner zeigte ivieder die Vielgestaltigkeit ihrer fchainvielerischcu Mittel, sowohl in dem Einakter, wie in Schwester Vcra als Konstante. Hier verdienen noch die trefflichen Darbietungen v!on Fräulein Karsten, und den Herren Hellmer, ^^er Schindler und Pütz Erwähnung.
_ R i ch a r d Wagner - undMozart-Fcfts piele zu München. Die Hosthcatei-Intendanz hat baS Programm für die Miu^eur Wagner- und Mozart-Festspiele cndgiltig festgcftellt. Die A ufführung sta ge sind folgenbe: a) Mozart-Festspiele: 2. August s. on Giovanni, 4. August Figaros Hochzeit, 6. Auguff Cosi fan tlitte, 8. August Don Giovanni, 10. August Figaros Hochzeit, 12- Cofi fan fntte. b) Wagner-Festspiele:
13. August Die Meipersinger vvu Nürnberg, 14. August Tannhäuser, 16 August Die Meistersinger von Nürnberg, 18., 19., 21., 22. August Erster Nibelungeirring, 25. August Die Me'ifter- s-nger von Nürnberg, 26. August Tannhäuser, 28. August Die Meihcrsinger von Nürnberg, 31. August, 1., 3., 4. September Zweiter Nibelnngcnring, 6. September Die Meistersinger von Nümbera. 7. September Tannhäilscr.
— D a s D eutsche Theater in Berlin hat s. Zt. mi Max Bernsteins ’9RaIi* Zenfurschwierigkeiten
liebt natürlich ben ungelenken Gelehrten, der ist, wie alle seine VvuOuuu, <■«.<.VIV X-ZflCHC, Ul VCV MIC JJlUll will.
Kollegen, blind und unerfahren — wenigstens Vera gegenüber. Betpnlt durch die Klänge eines Walzers direkt iu die Arme ihres
Er läßt sich aber von den Reizen einer jungen Schönen fesseln, zukünftigen Geliebten getrieben wird. Diese Szene mußte in den
die ein Verhältnis mit ihrem Onkel unterhält. Die Aufklärung, | Wiederholungen fortbleiben. Die Berliner Polizei ist manchmal so
die die besorgte Vera herbciführt, bringt bent Vater der etwas feinfühlig!
Försterin fehnt sich im grünen, nach Abenteuerlust. Denn ihr
gar zu ernst unb karg unb
ihr Gatte fort ist im Wald, gesellt ihr, den sie in ihrer Waldeinsamkeit so wie sie zierlich ihre Füßchen setzt und kommt des Wegs em Dichtersmann. Und nun ist der Tanz der Dritte im Bunde, und dem Tanze folgt ein Kuß. Da naht der Gatte und der Poet schlüpft in die große Truhe. Der Eheherr wittert Unheil, aber die Listige, die ihm vor seinem Fortgänge das Vielliebchenspiel lehrte, weiß ihn, ihre eintönige Einsamkeit und seine Langweiligkeit scheltend, zu foppen. Zwei Rosen holt der Gatte ans dem Garten, und zwei Küsse der Poet von ihrem Munde. Und das Spiel ist aus.....Die Symbolik der
drei Figuren ist handgreiflich. Frl. Br^, nach der schwarzen Malt eme blonde Försterin, sah wieder allerliebst aus und machte ihr Sachelchen recht nett, doch wie es schien, ohne rechte Anteilnahme an dem nicht sonderlich sinnvollen Getändel. Herr Reimer hatte größere Freude an seinem munteren und kecken Dichtersmann, dem er seine ganze gute Laune lieh. Nur Herr Steinmann war ein Stein unter
nach Magertieren die hohen Forderungen der Händler dtticken zu können. Es war aber vergebliche Liebesmühe, denn die Leute erklärten trotz der hohen Forderungen toerbe nichts verdient. Gegen Mitte bes Marktes würbe er lebhafter, aber von einend Preisrückgang war nichts wahrnehmbar, ehiw war bas Gegenteil zu konstatieren. Trotzdem wurde der Vorrat so ziemlich geräumt, wenn auch der Schluß des Marktes sich etwas sehr weit hinauszog. Es wurden abgesetzt pro Paar Milchkühe 1. Qual. 500—450 Mark, 2. Qual. 425—375 Mk., 3. Qual. 325—275 Mk. Gang- ochsen 1. Qual. 900—850 Mk., 2. Qual. 800—750 Mk. Kälber wurden verkaust pro ZeuMer Schlachtgewicht 1. Qual. 78—74 Mk. (ertra schwere Tiere bis 82 Mk.), 2. Qual. 72—68 Mk., 3. Qual. 70—65 Mk. Gehandelt wurden pro Paar Ferkel 3—4 Wochen alt 42—38 Mk„ 6—8 Wochen alte 55—50 Mk., bis 12 Wochen alte 70—60 Mk. Lauser leichtere Ware 100—80 Mk., schwerere Tiere 150—120 Mk. N ä ch ft e r M arkt 13. unb 14. März, and zweiten Tage findet der erste Krämermarkt in diesem Jahre statt.
Limburg a. d. L., 21. Febr. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 15.40 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 12.50, Gerste 00.00 All., Hafer 8.08 Mk^ Hafer alt 0.00, Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.
Vermischtes.
• Der falsche Hennig. In Tetschen (Oester.- Schles.) wurde am 20. dS. Mts. in einem aus Berlin kommenden 3uge von Gendarmen der Raubmörder Hennig gesucht. Der Kondukteur und ein Mitreisender hatten ihn in Dresden zu erkennen geglaubt und die Dresdener Polizei verständigt, die nach Tetschen telegraphierte. Der betreffende Reisende, dessen Aeußeres genau zu dem Signalement des Hennig paßte, wurde im Schlafwagen geweckt, konnte sich aber als ein auf der Fahrt nach Wien begriffener Aristokrat legitimieren.
^Kleine Tageschron i f Das LiegnitzerSommer- Thentergebäude ist vollständig niedergebrannt. — Ein rätselhafter Todesfall beschäftigt die Behörden Berlins. Ter 26 jährige Student der Tierarzneikunde, Otto Sucker, Sohn eines ©enbarmeit in Schlesien, wurde tot in seiner Wohnung ausgefunden. 9?eben ihm lag ein leeres Fläschchen. 3. war seit sechs Monaten leibend und suchte ost einen Arzt auf. Oh nun ber Tob mit der Krankheit in Verbindung stehl ober etwa durch Gist herbeibcigefü()rt wurde, kann erst die gerichtsärztliche Leichenöffnung ergeben. — In Barmen stürzte beim Dau eines Wasserbassins der städtischen Wasserwerke ein Gewölbe ein, wobei zwei Aiaurer getötet wurden. — Ein schweres Schiffs- unglück ereignete sich in der Nähe von O v o r 1 o. Ein portugiesischer Küstendampfer stieß auf einen Felsen an der atlantischen Küste und ging innerhalb weniger Minuten unter. 25Pasfagiere, meist Angehörige angesehener Familien, ertranken. Viels Leichen wurden an Land geschwemmt.
Märkte.
(th.) Gi eßen, 21. Febr. Der dieswöchenttiche Viehmarkt hatte einen Auftrieb von etwa 1300 Stück Großvieh, 200 Kälbern und zwischeic 500—600 Schweinen. Der Bovmarkt in Milchvieh, welcher schon stark mit Ware belastet war, machte sich trotzdem sehr gut. Aber auch am eigentlichen Markt zeigte sich starke Nachftape nach Milchkühen, besonders in guter Qualität nach dem Rhein hin. Die erzielten Preise waren recht beftiedigend und hielten sich etwa auf ber Höhe bes letzten Marktes. F e t t - Vieh war recht wenig am Markt, so baß ein eigentlicher Hanbei nicht zustanbe kommen konnte. Das Kä l b e r g e s ch ä f t zeigte Wiebcr bas alte Bild. F-raukfurt, Mainz, Wiesbaden suchte wieder
Die Autzbreaur Jatuxgemäi Schnaken > und iüiieter selbst ein 91 Gaslampei getränkte 3
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