am
des
flüchtig geworden. —
diebcn ermordet.
inden au bei Leipzig explodierte
dem Unfall deS franz, hat in Paris große Sen-
Am Mittwoch, a. d. Mosel in» ein Güterzug in
f m fl( lei DO btt Pi du
etwas schief erscheint; bekleidet war er mit Jnfantcrieuniform, Mütze, Paletot mit Hanptmannsabzeichcn vom 1. Garde- Regiment zu Fuß, langen Hosen, Zugstiefeln, weißen Hand-
Qc ein M Ue flQl flei
Zugführer, der eine niemand verletzt. Der erheblich.
Altenberg, von Braunfels, vom KarlSm'unt, Stoppclbcrg, von der Höhe bei Dutenhofen, vom Glci- und Vetzberg, vom „Hals" und Altenberg bei Hohensolms und vom Adlerforst bei Oberlemp auS darbieten.
mit dem Schrecken davon.
R. B. Darmstadt, gebens Installateur Ludwig
L 5 hj te N fte iA
schuhen und Feldbinde.
Im Berliner Institut Pseudo-Hauptmann am 16. dringen versucht, ebenfalls
Mannigfaltig ist der Wechsel anmutiger Landschaftspartien Kriminalpolizei beider Städte ist in eifriger Tätigkeit, dem mit idyllischer Freundlichkeit, die sich dem Naturfreund bei- frechen Gauner nachzuforschen. Wenn man auch der Person pielsweise von Greifenstein, von der Dianaburg, vom Kloster des Verbrechers noch nicht habhaft ist, so hat man doch
nu üet
>D1 Te c>ei \i
Kammerpräsidenten Haas zusammentreten.
— Aenderung von Kreisgrcnzen. Infolge
mittag in seiner Wohnung in der Altstadt erhängt. Er sollte heute in die Frankfurter Trinkerheilanstalt gebracht werden.
h. Offenbach a. M., 17. Okt. Ter Unteroffizier Witt en darf vom Infanterie-Regiment 168 wurde verhaftet. Es werden ihm wiederholte, in der Kaserne aus- geführte Diebstähle zur Last gelegt, unter anderem soll er sich auch verschiedentlich Monticrungsstücke angeeignet haben.
h. Main z, 17. Okt. In einer hier abgehaltenen Versammlung von Weinwirten wurde beschlossen, die Preise für den billigsten offenen Wein um 6 Pfg. für den
Direktor des Instituts, Prof. Dr. Delbrück, wies den Eindringlichen, der den Eindruck eines Geistesgestörten machte, zurück. Ob der Räuber von Köpenick es auch hier auf einen Einbruch und die Beraubung der Kasse abgesehen hatte, konnte noch nicht festgestellt werden.
Auf die Ergreifung des Kassenräubers hat der Regierungspräsident von Potsdam eine Belohnung von 2 000 Mk. ausgesetzt. Der Magistrat von Köpenick setzte eine Belohnung von 5 00 Mk. aus.
für GärungSgewerbe hat der vormittags um 10 Uhr einzu- in Hauptmannsuniform. Der
Luftikus". Die beiden Stückchen, die Direktor Steidl zum Autor haben, wurden recht flott gespielt und erregten mit ihrer drastischen Komik ungeheure Heiterkeit. Am Schluß des letzten Stückes erwiesen sich sämtliche Sänger auch als sehr tüchtige Musiker und ihrem Schlußvortrag mußten sie mehrere Zugaben folgen lassen. Wer sich ein paar heitere Stunden, voll von ungetrübtem Humor, verschaffen will, dem kann der Besuch des heutigen zweiten Gastspielabends der Fritz Steidl- Sänger bestens empfohlen werden.
/X Butzbach, 17. Okt. Drogist Ludwig Schmidt (vormals Filiale Ludwig Wüst-Offenbach a. M.) erwarb heute das Haus Weislerstraße 9, seither den W. Winter Erben gehörig, zum Preise von 30 000 Mk.
— Bad-Nauheim, 16. Okt. Noch sind die Abbruchsarbeiten der Badehäuser 3 und 7 — ersteres wird vorläufig nur im nördlichsten Teil abgebrochen — nicht beendigt, so beginnen auch schon anschließend an das vor. IS. erbaute Badehaus 8 Nord die Erd arbeit en zu dem Neubau des Badehauses 9. Die Maurerarbeiten werden auch noch diesen Herbst begonnen. Der mittlere und südliche Flügel von Nr. 3 wird erst 1907 niedergelegt. Hinter dem Kurhaus sind gegenwärtig Erweiterungsarbeiten im Gang, es wird ein neues, größeres Küchengebäude errichtet. Bei den Erdarbeiten in der Nähe deS Kurhauses ist man verschiedentlich auf Skelette gestoßen, die vermuten lassen, daß hier früher einmal ein Begräbnisort war.
X Beienheim i. d. W., 16. Okt. An dem Bahnhof der Wetterauer Bahnen ist ein neuer Dorfteil entstanden, dec unter Wassermangel leidet. Da der Ortsvorstand nicht auf die Wünsche der „Neustädter" einging, so richteten sich diese in einer Eingabe an das Kreisamt mit dem Ersuchen, die Gemeinde zur Errichtung eines Brunnens zu vcr- anlasien.
p. Aus dem Kreise Wetzlar, 17. Okt. In unserem Kreise bestehen einige Verschönerungsvereine, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, durch Anlagen aller Art, wie Verbesserrmg von Wegen, Herstellung von Ruheplätzen 2C., den Besuch und touristischen Aufschluß unserer Gegend zu fördern. Um in ihren Bestrebungen größeren Erfolg zu erzielen, haben sie sich dem Westerwaldklub angeschlosseu. Es wäre sehr zu wünschen, wenn sich in recht zahlreichen Orten weitere Verschönerungsvereine bildeten; denn unsere Gegend ist wirklich schön und verdient mehr besucht au werden.
18. Okt. Der dem Trunk er Pfeffer hat sich heute vor
"Tie Meldung von llntersce bo otes „Lutin"
wenigstens eine Spur von ihm gefunden. Der Säbel des alschen Hauptmanns ist nämlich auf dem Bahnhöfe Hermann- traße der Rixdorf-Mittenwalder Kleinbahn gefunden worden. Er legte dort die Uniform in einen Karton, den er mitnahm. Da der Degen aber zu groß war, um in dem Karton untergebracht zu werden, mußte der Verbrecher ihn zurücklassen. Von dem Räuber wird folgende Beschreibung ausgegeben: Alter 45 bis 50 Jahre, ungefähre Größe 1,75 Meter, schlank, grauer, herunterhängender Schnurrbart, rasiertes Kinn, Gesicht breit, eingefallen, blaß, Backenknochen hervorstehend, so daß das Gesicht schief erscheint, Nase eingedrückt, 0-Beine, eine Schulter nach hinten herausstehend, so daß auch die Gestalt
Vermischtes.
"Der neueste Eisenbahnunf^ll. 17. d§., ist bei Winningen und Cobern olge eines Fehlers bei der BlockbedienSng
Tie Gauner-Komödie von Köpenick.
Zu der Beraubung der Köpenicker Stadtkasse werden noch folgende Einzelheiten berichtet: Der Täter ist anscheinend ein früherer Unteroffizier oder hat einjährig-freiwillig gedient. Darauf deuten die Manieren und die Art und Weise hin, wie sich der Pseudo- Hauptmann dem Bürgerineister Dr. LangerhanS gegenüber benommen hat. Von anderer Seite wird mitgeteilt, daß der Verbrecher oder Geisteskranke, mit dem man e§ hier zu tun hat, vor Verübung seines genialen Streiches in der 3. Klasse in Uniform zwischen Arbeitern nach Berlin fuhr. Damals hat schon der Mann durch sein Betragen und durch seine unpassende Kleidung Aufsehen bei den Passagieren des Abteils erregt. Diese haben ihn nicht ernst genommen, sondern waren der Meinung, daß es sich um einen harmlosen Geisteskranken handle. Zur Ermittelung des falschen Hauptmannes wurde von Berlin aus angeordnet, daß alle verfügbaren Polizeimannschaften und auch Soldaten zur Verfolgung herangezogen werden sollten. ES fand denn auch noch in der Nacht in Köpenick und den Nachbarorten eine gründliche Razzia nach dem falschen Hauptmann statt, jedoch ohne Resultat. Am Mittwoch vormittag trafen die 20 Soldaten, mit deren Hilfe der Gaunerstreich ausgeführt wurde, unter Führung eines Feldwebels in Köpenick ein, damit das Rathaus in Augenschein genommen werde. Der Kaiser hat unverzüglich telegraphischen Bericht über die Affäre eingefordert. Die
halben Liter zu erhöhen. Begründet wird diese Erhöhung mit dem schlechten Ausfall der diesjährigen Weinernte.
[ ] Wiesbaden, 17. Okt. Für die am Freitag stattfindende Stadtverordneten-Versammlung hat der Stadtverordnete von Sitten einen Antrag eingebracht, den Magistrat zu ersuchen, an maßgebender Stelle dahin zu wirken, daß die Oeffnung der Grenze für Ein fuhr von Schlachtvieh behufs Herabsetzung der Fleischpreise erfolgt.
Frankfurt a. M., 16. Okt. In dem unter den deutschen Architekten ausgeschriebenen Wettbewerb zur Gewinnung von Plänen und Offerten für den Bau der Ausstellungshalle am H o h c n z o l l e rnpl a tz hat das Preisgericht, dem n. a. Geh. Baurat Wallot und die Pro- foffenen Bluntschli, Gabriel von Seidel und Mehrtens angehören, nunmehr seine Entscheidung getroffen. Es wurde beschlossen, drei Entwürfe mit gleichen Preisen von je 12 000 Mark auszuzeichnen, und zwar die Entwürfe der Herren Architekt Prof. F. Pützer in Darmstadt, in Verbindung mit der Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefballten, Hierselbst, und der Brückenbaugeseltschast Flender, A.-G. in Benrath; Architekten und Baulluternehmern Schaffner u. Albert, Hierselbst, in Verbinduilg mit der Maschinenballanstalt Humboldt in Kalk bei Köln; Architekt Professor Friedrich von Thiersch in München in Verbindung mit den Vereinigten Maschinenfabriken Augsburg-Nürnberg, Zweiganstalt Gustavsbllrg bei Mainz. Das Preisgericht hat ferner beschlossen, den städtischen Behörden deil Ankalif zweier weiteren Entwürfe zu empfehlen, und zwar diejenigeil der Herren Architektetl Jürgensen u. Bachmann in Charlotten- burg in Verbindung mit der Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefballten, hierselbst, und der Eisenballanstalt Allg. Klönne in Dortmund und Architekt Bruno Möhring in Berlin in Verbindung mit der Glitehossnungshütte in Oberhallsen. Jln ganzen waren 11 Arbeiten eingelaufen, die sich fast dlirch- weg durch große künstlerische Aliffassung und zlml Teil durch meisterhaften Vortrag aliSzeichnen. Die Entwürfe ,verden in den nächsten Tagen zllr öffentlichen AuSstellling gelangen. (Frkf. Gen.-Anz.)
§ Kranzberg (Kreis Usingen), 16. Okt. Ein Motorradfahrer von Bad-Nauheim mit Anhängewagen, in den, eine Taille saß, rannte mit seinem Flihrwerk in der Nähe der Herrmiiühle gegen einen Ball m. Tie Da tue wllrde in einen Graben geschleudert und b esinn l, n gs l os in die Mühle gebracht, woselbst sie sich aber wieder bald erholte. Erfreulicherweise hatte sie feine bedeutenderen Verletzungen davon getragen. Der Fahrer selbst kam mit dem Schrecken davon. Der Anhängewagen ging in Trümmer.
[] Marbur g, 17. Okt. Nachdem die hiesige Fleischer- innung jetzt schon zweimal Ma st ochs en und Rinder nn§ den Hol steirischen Marschen bezogen, traf heute auch ein Transport von ettva 60—70 Schweinen aus der Waldecker Gegend hier ein.
** Kleine Mitteilungen ans Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. In Frankfurt a. M. wurde gestern abend am Schauspielhaus ein 16 jähriges Mädchen von einem Eiswagen überfahren und schwer verletzt. Es salld Ausnahme im Bürgerhospital.
firn tei Rc nn (ix'. di. Ün kö to tz zx (I q
hak hu*! M-
einen vorhergehenden Güterzug hineingefahren. Außer de»n
sation hervorgerllfen. Der „Liltin" war von dem gleichen Typ, ivie der ebenfalls bei Biserta llLergegangene „Farfadet", ohne daß auch dort die Mannscha» gerettet werden konnte. Der „Lutin" hatte 185 T. Gehalt. An Bord befanden sich 2 Offiziere und 12 Mann. DerMarineminister erhielt die Nachricht im Theater von einem Journalisten und begab sich sofort in das Marineamt, wo inzwischen die Bestätigung der Meldung eingegangen war. Der Minister sprach die Hoffnung aus, daß es trotz der pessimistischen Ansichten gelingen möchte, das Unterseeboot zu heben.
'Ein großes Habecfildtreiben, wie sie in Bayern allmählich zll den Selmcheiten gehören, ist in der Nacht zum Sonntag in Neukirc^n bei Miesbach in Oberbayern gegen den Pfarrer und den Lehrer abgehalten worden. 25 Vermunßite hatten sich zusammen- gerottet und vollsührten den Üblichen Höllenlärm, wobei scharf ge schossen wurde.. Dr Pfarrer aber wußte sich zu helfen. Er ließ Sturm läuteiffund alarmierte so die umliegenden Dörfer mit der Gffdarmerie. Die Haberer verwogen sich darauf. Zwei von Auen find bereits festgenommen worden.
— Albach, 18. Okt. Gestern nachmittag ging dem Landwirt Ludw. Balser III. von hier sein wertvolles Pferd auf dem Felde durch, während er es auS dem Wagen in den Pflug umspannen wollte. Nachdem das Tier einige hundert Meter mit dem Wagen gelaufen war und den hinteren Teil desselben verloren hatte, wickelte sich die Leine um die Räder, wodurch das Pferd zum Stehen kam. Außer einigen Hautabschürfungen und zwei verlorenen Eisen ist ein weiterer Schaden nicht entstanden. Der Bauer kam glücklicherweise
Parlamentarisches aus Hessen.
(Petitions-) Ausschuß tagte am Mittwoch unter Vorsitz des Abg. Adelung und beriet in Gemeinschaft mit der Regierung, die durch Ministerialpräsident Braun und Geheimrat Eisenhut vertreten war, eine Reihe der von den verschiedenen Parteien an die Kammer gerichteten Anträge betreffend die Schulen, insbesondere die Ncbernahme der Volksschullastcn durch den Staat. Die Regierung nimmt nach wie vor, wie man hört, zu der Frage eine ablehnende Stellung ein, in erster Linie mit Rücksicht auf die pekuniären Folgen. Die Beratungen des Ausschusses werden am Donnerstag fortgesetzt. Der sechste Ausschuß (für die Beratung der Verw a ltun gs g esetze) wird Donnerstag und Freitag wieder unter dem Vorsitz des
menge mit Knüppeln unÄ Stricken ausgerüstet, verfolgte schließlich das scheu gewordene Tier, welches seine Zuflucht in verschiedene Sofoft nahm, aber immer wieder entwischte. Zuletzt gelang eAschließlich einem Aufgebot von co. 30 Polizisten, mittelst eines Netzes Meister Petz lebendig und unbeschädigt einzusaHen. Darauf wurde er nach einer Police Station gebracht, Wo er einen neuen Käfig bekam und unter dem Jubel der Menge nach dem Zoo zurückge-
leichte Handverlttznng davontrug, ist Schaden der Fahrzeuge ist nicht un-
* Eine regelrechteisärenjagd fand vor einigen Tagen in den Straßen S o iw o n § statt. Philip, der braune Bär des zweiten GarderegiVrents, war so groß geworden, daß er anfing, ein gefälmiches Uuterbaltungsmittel. für die Soldaten zu werden. Han schaffte ihn daher in einer Kiste nach dem Zoologiscljn Garten. Beim Oeffnen der Kiste zeigte Philip einen derartig stürmischen Freiheitsdrang, daß er zwei Wärter riederwarf und in weiten Sätzen entfloh. Zunächst rannte cf in die belebte Eusto Road, wo sein Erscheinen eine Panik Lrvorrief. Eine große Menschen- tricken ausgerüstet, verfolgte
Baues der Bahn Laubach—Mücke ist die Gemarkungsgrenze zwischen Flensungen, Kreis Alsfeld, einerseits und Flensunger-Hof, Kreis Schotten, andererseits reguliert worden, und demgemäß haben die Grenzen der genannten Kreise eine Aenderung erlitten.
'* Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Gg. Ost heim er aus Fauerbach v. d. H. eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gambach, der Schulamtsaspirantin Regina Klassert auS Gau-Algesheim eine Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Ockenheim und dem Schulamtsaspiranten Joh. Erker auS Wöllstein eine Lehrerstelle an der Gemeindesehule zu Gau-Bickelheim. Bestätigt wurde der von dem Grafen von Schlitz genannt von Görtz auf die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Uellershausen präsentierte Schulamtsaspirant Joh. Reichert aus Stadecken. — In den Ruhestand wurden versetzt der Lehrer an der höh. Bürgerschule zu Grünberg Friedr. Wilh. Hamburger auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste und unter Verleihung des Silbernen Kreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, der Oberlehrer an der Gemeindeschnle zu Sprendlingen (Kreis Offenbach) Karl Keil auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treuen Dienste, und der Lehrer an der Volksschule zu Darmstadt JohS. Oswald auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treuen Dienste.
" Von der Lan dwirtschaftska mm er. Am 14. Oktober waren die in die Landwirtschaftskammer aus der Provinz Starkenburg gewählten Mitglieder unter dem Vorsitze des Oekonomierats Walter in Darmstadt zum Zweck der Stellungnahme zu der am 20. ds. Mts. stattfindenden Vorstandswahl versammelt. Einstimmig wurde beschlossen, Regierungsrat Haas zum Präsidenten zu wählen. Bezüglich der beiden Vizepräsidenten erachtete man es für richtig, die Vorschläge der beiden anderen Provinzen abzuwarten, und hierüber wurde ein Beschluß nicht gefaßt. Als weitere Mitglieder des Vorstandes wurden Oekonomierat Walter-Lengfeld und Fritsch-Dilshofen ins Auge gefaßt.
" Die Fritz Steidl-Sänger, die gestern abend im Neuen Saalbau konzertierten, hatten einen vollen Erfolg. Das recht zahlreich erschienene Publikum nahm die Fülle der von der neunköpfigen Künstlerschar gebotenen gesanglichen und deklamatorischen Gaben mit lebhaftem Vergnügen auf und kam buchstäblich nicht aus dem Lachen heraus. Das sehr reichhaltige und abwechslungsreiche Programm wurde du.rch eine humoristische Gesangs-Quadrille eröffnet, an die sich humoristische Betrachtungen des Herrn Nei sing schlossen. Als origineller und dabei äußerst witziger Geigenkünstler erwies sich Herr Schneider, während als Salonhumoristen die Herren Spre ch er, Schulz und namentlich Direktor Ste i d l Ausgezeichnetes boten. Den ernsteren Teil des Programms bestritten Herr Arnold und ein zweites Gesangsquartett in bester Weise, doch soll damit nicht gesagt werden, daß bei ihren Darbietungen der Humor zu kurz gekommen wäre. Den Schluß des Abends bildeten die überaus lustige Militär» Humoreske „Der schlaue Johann" und die Burleske „Herr
bracht wurde.
* Kleine Tageschqnik. In Chemnitz erkrankten noch dem Genuß von" Sprotten mehrere Mitglieder einer Familie an F i s ch v e r g i stn n g. Ein achtjähriges Mädchen ist g e st o r b e n. UntersuchungMurdc eingeleitet. — Am 16. b. M. wurde der Baron v. Sprenger aus Nassow (Pommern) von seinem Jnspckwr durch S dir otschüsse in den Rücken schwer verwundet. Nachher schoß |i<f> der Inspektor eine Kugel in den Kopf. Veranlassung zu der Tat war die Entlassung des Jn- spektors. — Wie die „Famkf. Ztg." hört, ist in Metz eine Familie aus der Paradiesstraße, bestehend aus den Eltern und 6 Kindern, in das Kranvnhaus eingeliefert worden, weil ein elfjähriges Kind der Familie an den schwarzen Pocken erkrankte. — In Berlin ßurde von einem 13 jährigen Knaben durch einen Messerstich bet 23 jährige ehemalige Zigarrenmacher Kvnrab Ellers schwer verletzt, der mit dem Vater des Knabew dem Drehvrgelspieler Dahlke, in Streit gerafen war. Um den Vater, der in einer SckMerei in eine gefahrvolle Lage geraten war, zu retten, stach der Mabe von hinten mit dem Messer ans Ellers ein, wobei er ihim eine lebensgefährliche Verletzung beibrachte. — Der Sohn des Gutsbesitzers und Amtsvorstehers Kannenberg in Krumflicßerhütte bei Schneidemühl erstach in einem Anfälle von Wahnsinn einen Knecht, weil er glaubte, daß dieser ihm Hundefleisch vorgesetzt habe. Der Ermordete hinterläßt eine Frau und 10 Ander. — In Nürnberg hat sich ein Soldat aus Furcht vor Strafe mit einem Nafiermesser den Hals abgeschnittcn. — Die Polizei verhaftete in Kellinghusen bei ADna den pensionierten Wachtmeistev Laue. Er ist des M oldes an der elfjälwigen Else Gwtenan aus Bramstedt verdächtig» und kann sein Alibi nicht nachweisen. — Der Arbeiter Nikola s wurde bei der Ortschaft Neheim (Hannover) ermorbekund beraubt in einem Graben aufgefunden. Die mutmaßWen Raubmörder, zwei Bergleute, sind
flüchtig geworden. — er Jagdaufseher Gärtner in Groß- Marz ehns (Prov. So tfen) wurde auf dem Felde von Felddieben ermordet. £ie Täter sind noch nicht ermittelt. —
In Styrum bei Ober offen erkrankte eine kürzlich zugezogene italienische Arbeiterfam«ie an den schwarzen Pocken. Die strengsten Jsolicrmaßreg, n wurden getroffen. — In der Kamm-
fabrik von Rollow in . i.. v ....---o ------...
ein Gasmotor, wodurch sie Geschäftseinrichtung zerstört und der Firmeninhaber schwer «rletzt wurde. — Bei einem Bauunfall in Grund im Harz verunglückten zwei Maurer, eilt Brüder^ paar, tödlich; zwei andere wurden leicht verletzt.


