fragen; namentlich sei auch im Kreise Worms durch Geh. Regierungsrat Dr. Kayser, eine erfolgreiche Werktatigkeit entfaltet worden. Von den Dekanaten der drei Provinzen werde jetzt der Gefangenenfürsorge eine dankenswerte Aufmerksamkeit Zugewendet. Einen der wichtigsten Punkte bilde auch die Fürsorge für die Familien der Gefangenen während deren Haftzeit; hier bedürfe der Verein der eifrigsten Mithilfe der weitesten Kreise. Der Verein zählte im Jahre 1905 277 Schützlinge, darunter 31 weibliche. Unter den Schützlingen befanden sich 121 Katholiken, also weit mehr, als dem Verhältnis der katholischen zur evangelischen Bevölkerung entspreche. Es sei deshalb zu hoffen, daß auch die katholische Geistlichkeit immer mehr die Bestrebungen unterstütze. Auffallend sei die geringe Zahl der jüdischen Pfleglinge, die allerdings ihrer geringeren Seelenzahl ungefähr entspreche; e§ werde aber auch von privater Seite eine große Werktätigkeit für sie entwickelt, namentlich durch die israelitischen Logen. In dem erst kürzlich errichteten Braunshardtcr Heim für gefallene Mädchen befänden sich jetzt 15 Insassinnen; die Verwaltung werde durchaus paritätisch geführt. Trotzdem der Verein auch für die Unterstützung der Familien Gefangener eintrete, müsse dies doch in erster Linie Sache der Armenpflege der Gemeinden bleiben. Es sollen demnächst auch Sammelstellen für abgelegte Kleidungsstücke 2c. vom Verein errichtet werden. Mit größeren Darlehen des Vereins würde in Zukunft vorsichtiger verfahren werden; jetzt sei mir ein Einziger da, der regelmäßig Abzahlung leiste. Die Zahl der Mitglieder betrug 1902 nur 1722 mit 5800 Mk. Beitrag, 1906 sei sie auf 3180 mit 5800 Mk. Beiträgen gestiegen. Von den Pfleglingen gehörten 38 Proz. zur Provinz Starkenburg, 38 Proz. zu Rheinhessen, 15 Proz. zu Oberhessen und 9 Proz. seien auswärtige. Bestraft waren davon 14 wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, 42 (gegen 57 im Vorjahr) wegen Sittlichkeitsvergehens, 45 (gegen 55 i. V.) wegen Körperverletzung. 102 wegen Diebstahl und Unterschlagung, 25 (gegen 38 i. 93.) wegen Betrugs. Untreue ?c. Die Gesamtausgaben für 1905 betrugen 10045 Mk., die Gesamteinnahmen 11 607 Mk. Im Voranschlag für 1907 sind für Unterstützungen 7000 Mk. ausgeworfen. Die Gesamteinnahme ist auf 11180 Mk. und die Ausgabe auf 9710 Mk. festgesetzt. Bei der Ausschußwahl wurden 7 Ausschußmitglieder wiedergewählt und an Stelle von Exz. Goldmann und des zum Reichsgerichtsrat ernannten Oberstaatsanwalt Dr. Schmidt die Herren Geh. RegierungSrat Dr. Kayser- WormS und Oberstaatsanwalt Dr. Theobald-Gießen neugewählt. An der Diskussion beteiligten sich Polizeikomisiär Bischof-Worms, Pfarrer Armbrust, Provinzialdirektor Frhr. v. Ga gern- Mainz u. a.
** Eine niedliche Speisekarte von einer Gießener Hochzeitstafel ist uns von einem Freunde unseres Blattes .übermittelt worden. Sie lautet, sauber und zierlich gedruckt, wörtlich folgendermaßen:
Hors d’oeuvres froids. Oeufs de russie et Majonnaise en coqnille. — Menu: Bouillon de poulet ä la Marengo. Sanmon de Rhin ä la Majonnaise. Petits pois ä l’anglaise Escalope ä la viennoise. Chonx-fleurs Escalope ä la viennoise. Oison röti. Compotes, salades. Mandelberg. Glace ä la proventjale. Torte. Dessert. Cafe.
Also nur ein in seiner einsamen Größe frierender „Mandelberg" erhebt sich als einziges Wahrzeichen des Deutschtums aus dieser greuligen gallischen Wortmenge, die die Galle aller Festteilnehmer zum Ueberlausen hätte bringen müssen. Leben wir denn hier in Gießen nicht im echtesten Deutschland? Ist ein solches Protzen mit französischen Wortungetümen nicht ein klägliches Zeichen für die Vaterlandslosigkeit der Hochzeitgeber?
** Die La.ndwirtscba.ftl. Hauptgenossen- schäft für Oberhessen hielt am Freitag im Hotel Trapp in Friedberg unter dem Vorsitz des Aufsichts- rat^räsidenten. Geh. Regiemmgsrat Haas', ihre Generalversammlung ab. Außer den Vertretern der an- geschloffenen Genossenschaften waren außer verschiedenen Revisoren der Vizepräsident des Aufsichtsrats, Landtagsabg. Köhler, Banldirektor Ihrig-Darmsiadt, Generalsekretär Haas jr.-Darmstadt und Direktor Landtagsabg. Hirschel anwesend. Obgleich ein Defizit von 600—700 Mk. konstatiert wurde, war die Versammlung einmütig der Ansicht, daß die Genossenschaft eine glänzende Zukunft hat. Der seit- heri^ Aufsichtsrat wurde wiedergewählt, anstelle des frei» willig ausgeschiedenen Direktors -Oekonomierat Schlenke wurde Landwirt Volz--Burggräfenrode in den Vorstand gewählt.
" Das Schloß zu Vilbel. Am 13. Juli d. Js. ;finb 110 Jahre verflossen, seitdem das Schloß zu Vilbel durch General Kleber niedergebrannt wurde. Der rechts der Nidda gelegene Stadtteil war damals kurmainzisches Besitztum. Die Oesterreicher hatten sich unter General Wartensleben auf die Niddaseite zurückgezogen und, um eine Verfolgung zu verhindern, den Belag der Niddabrücke abgeworfen. General Kleber hatte kurz vorher im Schlosse gewohnt. Nach seiner Rückkehr aus Friedberg verlangte er von dem Amtmann Schwarz die sofov^ye Wiederherstellung der Brücke, indem er ihm Gefangennahme und Niederbrennen deS Schlosses androhte. Schwarz leistete keine Folge, sondern entfloh. Daraufhin befahl Kleber die Zerstörung. Zunächst speiste er im Schlöffe, bann ließ er plündern, und hierauf wurde das Schloß zur heutigen Ruine niebecgebrannt. Leider verbrannte dabei auch das Archiv. Die Besitzverhältnisse des Schlöffe? waren äußerst wechselreich. Im 15. Jahrhundert besaß eS die Hauptlinie SolmS-Lich; 1803 kam es an das Großherzogtum Heffen-Darmstadt. Jetzt gehört es dem Besitzer de§ Sprudels und Sprudelbades, Herrn Karl Brod, und die Ruine nebst dem großen Schloßgarten, mit hübscher Aussicht an der Nidda gelegen, dient zum Aufenthalt für die Kurgäste. Die von Herrn Brod vorgenommenen Ausgrabungen ergaben zum Teil intereffante Aufschlüsse, und die Forschungen sollen gelegentlich fortgesetzt werden. Jedenfalls bergen die Trümmer noch manches Unbekannte.
- Kindermund. Wirklich nett verabschiedete sich beim Antritt der Ferien, die dieser Tage in den Städten begannen, eine siebenjährige Kleine von ihrer Klassenlehrerin. Sie wünschte derselben (die Sache entspricht der Wirklichkeit) beim Adieusagen — „gute Besserung!" — Auf einem Spaziergange fragte ein Knabe seinen Lehrer: „Herr Lehrer, hat der liebe Gott einen Bruder?" „Kerl", gab erstaunt der Lehrer zurück, „wie kommst Du zu der Frage?" — „Ei", antwortet der Bube, „es heißt doch: wer Gott liebt und hasset seinen Bruder —".
(x) Dutenhofen, 14. Juli. Im Frühjahr wurde mit dem Um- und Vergrößerungsbau unseres Gotteshauses begonnen. Unsere Gemeinde hat dank ihrer günstigen Lage in den letzten Jahren so zugenommen, daß das kleine 1653 erbaute Kirchlein nicht mehr ausreichte. Nach den Plänen des Baumeisters Witte-Wetzlar erhält die Kirche jetzt ein Querschiff und eine neue Orgel, welche die Firma Förster in Lich liefert; sie kostet 4 200 Mark und der Umbau der Kirche ca. 30 000 Mark. Bei den Abbruchsarbeiten fand man keinerlei Dokumente, sondern nur einen mächtigen Stein mit der Jahreszahl 1653, im Turm stand 1654. In beiden Jahren wurde die Kirche errichtet. Dutenhofen war als Ort des früheren Amts Hüttenberg ehemals Filiale der Muttergemeinde Großen-Linden. — Für Altertumsfreunde ist eS gewiß intereffant, daß in unserem Orte noch mehrfach alte Bauernhäuser, Stallungen, überdachte Hoftore re. zu sehen sind. Eine alte Stallung trägt die Jahreszahl 1696, eines der ältesten Hoftore 1768. Ein sehr altertümliches Bauern- haus am Eingang von Gießen ist leider mit einem Verputz überzogen.
— Bad-Nauheim, 13. Juli. Bis zum 12. Juli sind 16421 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 6206 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 12. Juli — 197 502 abgegeben.
T Friedberg, 14. Jusii Bei der Preisbewerbung betr. Neubau des hiesigen Vorschuß- und Kredit-Vereins ist, wie uns von bestuntcrrichteter Seite mitgeteilt wird, ein erster Preis nicht verliehen worden. Ta feiner der eiugesandten Entwürfe allen Anforderungen entsprach, hat das Preisgericht zwei gleiche Preise von je 600 Mk. an die Architektenfirma Sensing und Nicolaus in Gießen und an die Herren Negierungsbaufuhrer Beck und Petry in Friedberg verliehen, einen weiteren Preis von 300 Mk. an Regierungsbaumeister L. Kraft in Bad- Nauheim.
§ Gedern, 12. Juli. Kommenden Sonntag, 15.Juli, veranstaltet der Bund der Vogelsberger Sängervereinigung sein erstes Wald fest. Ter Bund ist erst im vorigen Herbste neugegründet worden; er sucht besonders das deutsche Volkslied zu pflegen. Alljährlich findet ein Bundesfest statt, das aber möglichst wenig kostspielig gestaltet wird und nur in einem Waldfeste besteht. Erst nach Abwickelung des Gesangsprogramms darf sich das allgemeine fröhliche Treiben entfalten. Das Waldfest veranstaltet der hiesige Männerchor auf der dicht am See gelegenen Nachtweide, einem der schönsten Plätze der Umgegend unseres Ortes. Herrlicher Buchenwald wird die Sänger und Sanges- freunbe in seinen mächtigen Halfen aufnehmen und wird widerhallen von Einzel- und Massenchören. Hoffen wir, daß das erste Waldfest nicht durch eintretenbeS Regenwetter gestört werde.
+ AuS dem Kreis Biedenkopf, 13. Juli. Das diesjährige Kreis-Kriegerverbandsfest, verbunden mit Delegiertenversammlung, wird am 21., 22. und 23. Juli in Gladenbach abgehalten; der dortige Kriegerverein gedenkt das Fest seiner Fahnenweihe damit zu verbinden. Bei der für Sonntag vormittag vorgesehenen 21. Vertreter-Versammlung steht u. a. folgender Antrag des Gesamtvorstandes auf der Tagesordnung: „Die FrühjahrS-Delegierten-Ver- sammlungen werden vom Jahre 1907 ab abwechselnd in den Orten Battenberg, Biedenkopf, Gladenbach und Rodheim, und zwar in der Reihenfolge Battenberg, Rodheim, Biedenkopf und Gladenbach, abgehalten. Fällt im Jahre das Verbandsfest auf einen dieser Orte, so rückt die Reihenfolge in der Abhaltung der Frühjahrs-Delegiertentage um eine Stelle weiter."
Major v. Zander und Genossen vor den Geschworenen.
Breslau, 13. Juli.
Heute begannen die Plaidoyers. Staatsanwalt Dr. S ch w e- dersky hielt eine vierstündige Rede. Er schloß: Frau von Zander hat ohne jede Rücksicht auf die Zahlungs'möglichfeit gekauft, wonach. ihr der Sinn stand. Kein Zweifel, daß ihr Mann ihr ernsthafte Vorstellungen machte, kein Zweifel, daß sie die Schuldenlast kannte. 9Cbcr sie machte sich darüber kein Kopfzerbrechen. An dem Tage, an dem der Angeklagte seiner Iran schreibt, daß er a.uf absehbare Zeit kein Geld mehr auftreiben könne, er verzweifelt in das Tagebuch eiuträgt: „Wenn sich Marie nur nicht das Leben nimmt!", was tut da Marie? Sie bestellt bei Borchardt in Berlin für im-it über 1000 Mark Hum- mem, Austern und Kaviar (Heiterkeit >, angeblich, um die seine Küche zu erlernen. Grenzt das nicht an Zynismus? Nun i|t ja richtig, daß bei einer hysterischen Frau die Hemmuugsl- vorstellungen gegen den verbrecherischen Trieb besonders schwach sind. Willensschwäche vermindert nur die Zurechnungsfähigkeit, schließt aber die freie Willensbestimmung nicht ganz aus. Ist asio .Frau v. Zander auch strafrechtlich verantwortlich, so bitte ich ihr doch Mildernngsgr ünde in weitestem Umfange zuzubilligen und deshalb zu ihren Gunsten die Frage nach einer fortgesetzten Handlung und nach mildernden Umständen zu bejahen. In den 59 Betrugsfällen beantrage ich, Frau v. Zander schuldig zu sprechen, schuldig des Betrugs, aber nicht m Gemeinschaft mit ihrem Gatten, denn die Anklage wegen Betrugs gegen Major v. Zander werde ich fallen lassen. CGkofte Bewegung.> Wenn ich auch wegen des geradezu unglaublichen Optimismus des Angeklagten, und well er es an Versuchen nicht hat fehlen lassen, wieder in geordnete Verhältnisse zu kommen, die Aullage des Betruges gegen ihn fallen lasse, so muß ich doch darauf aufmerksam machen, daß dieser ganze Entlastungsbeweis nur auf diesen einen Punkt der Anllage und nicht auf die schwereren Verbrechen des Meineides und betrügerischen Bankerotts zutrifft. Herr v. Zander kann sich nicht Straflosigkeit sichern dadurch, daß er
den Konkurs Vicht eröffnet hat, denn er war damals so überschuldet, daß auf Antrag jedes Gläubigers jedes Gericht anstandslos den Konkurs eröffnet hätte. Frau v. Zander hat nur deshalb die Zahlungen nicht eingestellt, weil sie überhaupt nicht gezahlt hat. (Große Heiterkeit.) Ich bitte die Fragen nach betrügerischem Bankerott für den Angeklagten v. Zander und nach Beihilfe für den Lkngeklagten Luettig zu! bejahen. Die Zubilligung mildernder Um st an de beantrage ich für beide Angeklagte, v. Zander und Luettig, mit Rücksicht darauf, daß eine dauernde Schädigung der Gläubiger wohl nicht beabsichtigt war, und die üble Vermögenslage dem Verschulden eines' Dritten, der Frau v. Zander, zuzuschreiben war.
Vermischtes.
* Ueberreicher Kindersegen. Einen eigenartigen Rekord hat die Frau eines Arbeiters namens Gillin in dem im! Dep. Jsere gelegenen Torfe Rivier zu verzeichnen. Sie hat innerhalb 16 Monaten sieben Kindern das Leben gegeben. Im Februar vorigen Jahres imirbe sie von Vierlingen entbunden, von denen noch drei am Leben sind und sich einer ausgezeichneten Gesundheit erfreuen, und vor wenigen Tagen schenkte sie ihrem Gatten Drillinge, von denen zwei recht kräftige Kinder sind, während das dritte einen weniger versprechenden Eindruck macht. Die junge Mutter befindet sich recht wohl, doch ist dieser unerwartete große Familienzuwachs eine Quelle der Sorge für das Ehepaar, das in,ben allerdürftigsten Umständen lebt. Tie Gemeinde hat sofort beschlossen, dem mit so unwiderleglichen Mgumeuten gegen den Rassenselbstmord protestierenden Ehepaar eine Unterstützung zukommen zu lassen, und auch die Deputierten und Senatoren des Departements wollen sich der Mutter so vieler Vaterlandsverteidiger annehmen und ihr eine Staatsunterstützung verschaffen.
* Kleine T a g e s ck; r o n i k. Die Gattin des Kapellmeisters am Stadtlheater zu Köln, Fran Lohse, welche selbst als Sängerin dort angagiert war, stürzte vom Balkon ihrer Wohnung herab und war sogleich tot. — Wie die „A u g § b u r g c r Abend- ztg." meldet, explodierten auf dem dortigen militärischen Uebnngsgelande vor Beginn der Zielübung des 4. Feldartillerie- regiments vierzig auf einen Haufen zusammenliegende Kanone n-j schlä g e auf unaufgeklärte Weise. Drei Unteroffiziere und v i er Artilleristen wurden schwer verletzt und am ganzen Körper mit Brandwunden bedeckt ins Garnisionslazarett! g'ebraeht. — Am 12. Juli ist in der Nähe pon Leipzig ein R a u b mord verübt worden. Man sand im Straßengraben einen Handwerksbursch en, dem der Hals bis auf den Wirbel durchgeschnitten war. Er starb im Krankenhause. Ter mit der Barschaft entkommene Mörder ist gleichfalls ein Handwerksbursche.
Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
Ruhepause. Ein rheinisches Blatt sieht in der gegenwärtigen außerordentlichen Stille des Börsenverkehrs eilte wohlverdiente Ruhepause. Es präge sich in der jetzigen Geschäftslosigkeit nicht nur die alljährliche in der Sommer- und Reisezeit einsetzende Untätigkeit aus, sondern es kommt in dieser hochgradigen Geschäftsunlust auch die Abspannung zum Ausdruck, die sich des Marktes nach den unsicheren Börfenverhältnissen der vergangenen Monate bemächtigt hat. Ferner scheint die Ruhepause am Platze, weil die für die Börse in Betracht kommenden Fragen nicht so geklärt sind, daß sie unbekümmert an neue Geschäfte Herangehen könnte. Wir haben dem nur hinzuzufügen, daß die Hauptfragen für die Börse, die Lage des Minenaktienmarktes und die politische wie finanzielle Lage Rußlands sind. Daß diese, auf das Geschäft so sehr drückenden Fragen so bald geklärt werden, wie es für das Börsengeschäft wünschenswert wäre, ist sehr zu bezweifeln.
Eisenbahn-Zeitung.
* * DieEisen bah nregim enter kommandieren zur Zeit gelernte Schlosser und Mechaniker zu den Maschinen-Jn- spektionen der Staatsbahnen ab. Die Leute werden dem Lokomotiv-Personal beigegeben und sollen sowohl die einzelnen großen Strecken kennen lernen, als namentlich auch den Führerund Heizerdienst praktisch erlernen. Für einen etwaigen Mobil- machungsfall können die so ausgebildeten Unteroffiziere und Mannschaften mindestens mit Erfolg Heizerdienst versehen.
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Marseille, 13. Juli. Das Kriegsgericht verurteilte beit kürzlich von Belgien ausgelieferten Soldaten Pelissier zu 20 Jahren Zwangsarbeit, Degradation und 10 Jahren Landesverweisung. Pelissier ist der Hauptbeteiligte an dem Diebstahl militärischer Dokumente in Avignon.
für Kmcter, Kranke,Genesende. Verhütet □.beseitigt:Diarrhoe, BrechdimchFaU, Darmkatarrh.
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