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Das „Memeler Dampfboot meldet. •virtJihfprs Kehr- W-MKUNW MZZWMLfiLW r&fe »ä Anarchie hcwrscheu soll.
AUS Polen. , . „
Nachdem die Polizei in Warschau 2 internatwnale Dt-
-rSiNen ocrhaftet. 1)jtte•;«**« A
fahlreito Snet>oftnn9™b S0 C00 -,-Mris^. Da» Dtgen l*t ^?ationaldcmokr''icn, der „Gouiec" wurde suspendiert. Im Gouvernement Kickse wurden in 10 Orten die Gememdekanzleicn und Dorfvoflcimter .zerstört. In den Warschauer Fabriken dauert der -Streik fort.
DeuHdied Bci^e
Vertin, 2. Ian. Der Kaiser unternahm heute einen Svaziergcwg 'im Park von Bellevue in Begleitung de? Prinzen Heinrich und batte darauf eine Besprechung mit dem Reichskanzler. Um 11 Ubr hörte der Kaiser den Vortrag des Ken. d. Kao. Prinz zu Salm-Horstmar und nahm das Frühstück bei Admiral Frh. von Senden-Bibran. — Der Kaiser hat der Stadt Berlin die von ihm verfaßten Tabellen über die englische Marine zugehen lassen. Die Uebersendung erfolgte zum Neujahrsfest durch den Obcr- präsidenten.
Gegenüber den Versuchen, nr.t den aus Toulon und Marseille gemeldeten Fällen von Spionage Deu tsch- kand in Verbindung zu bringen, ist die „Nordd. Allg. Ztg." ermächtigt festzustellen, daß keine Behörde Persönlichkeit des Landheeres und der Flotte an den in der französischen Presse behandelten Vorgängen irgendwie beteiligt ist.
— Im Bezirk des Kammergerichts ist sämtlichen Beamten einschließlich der Richter untersagt worden, in den Gerichtsgebäuden während der Dienststunden alkoholische Getränke zu genießen. Gleichzeitig sind sie auf .die alkoholfreien Getränke hingewiesen worden.
Kiel, 2. Ian. Ein Tagesbefehl der Oberwerftdirektion bewilligt von Neujahr ab den Werftarbeitern der niedrigsten Lohnklasien eine Teuerungszulage von 20 Pfennige tö glich.
Danzig, 2. Ian. Die politische Polizei beschlagnahmte in der Druckerei „Gazeta Glanska" 2500 Exemplare polnischer Liederbücher wegen aufreizenden Inhalts.
Dresden, 2. Ian. Als Nachfolger des schwer erkrankten Kultusministers von Seydewitz wird wohl der Geheimrat Profesior Adolf Hach aus Leipzig berufen werden.
München, 2. Ian. Die Handels- und Gewerbekammer beschloß einstimmig, an den Reichstag die Bitte zu richten, die vorgeschlagenen S te in p e l st e u e r n unbedingt ab; u lehnen, dagegen auf die Ausdehnung der Erbschaftssteuern auf den Erbgang unter den Ehegatten und Abkömmlingen nach einem mäßigen Steuersätze hinzuwirken, ferner neben der Automobilsteuer auch die Besteuerung sämtlicher übrigen Luxus-Fahrzeuge ins Auge zu fassen, sowie die Schaffung einer Wehrsteuer anzustreben, und nur dann, wenn durch diese Steuererhebungen die benötigten Mittel nicht voll aufgebracht werden können, auf eine Höhere Besteuerung von Bier, Tabak und Zigaretten, jedoch nicht in dem von dem Entwurf vorgesehenen Ausmaß, zurückzugreifen.
der niemals für jemand Zeil hat und „nie nichts weiß", und schließlich in seinen losen Aktenstücken und Gesetzbüchern eine solche Verwirrung anricktet, daß er sie fast meterhoch zerknittert und zerfetzt auf beiden Armen davontragen muß. Der possenhaft wirksamste ist der zweite Ast, der mit einem allgemeinen Cakewalk- Tanz der Stifts-Sch-western und der frommen Brüder endet und zu stürmischen Hervorrufen Veranlassung gab. Unter den Darstellern zeichnete sich besonders twr neue Tenorbuffo, .Herr Dr. Kuhn ans, der als verleidete Novize wahre Hciterkeitsstürme erregte. Auch die Herren Wolf, Riech mann, Hunek und Hillder taten ihr Bestes, ebenso wie die echte Novize, Frl. Kapust, während Frl. Jüngling als verliebte Direktrice einer Schauspielertruppe keine glückliche Fignr bot. Chor und Orchester Wen trotz der musikalischen Dürftigkeit der Operette ihre volle Schuldigkeit.
— In der Literarischen Gesellschaft zu H a l l e sprach unlängst Dr. Ravhael Löwenfeld, der Direktor des Se^isterth-^ters in Berlin über „Theaterfragen". Die städtischen Theater befänden sich, so meint Tr. L., in einer verzweifelten Lage. Die Richtung, die der Redner vertritt ist des gemeinnützige Theater. Dieses soll kein Geschaftsnntern"hmen sein, es soll also nicht darauf angewiesen sein, einen Gewinn zu erzielen. Der Direktor soll Angestellter der Stadt und somit von dem Risiko gänzlich befreit sein, so twß er seine gan^e Kraft ungeschmälert in den Dienst der Kunst stellen kann. Mit dem gemeinnützigen Theater wird eine Reform der Bühne überhaupt beabsichtigt. Bei der üblichen Art der Verpachtung der städtisch-en Tbeoter werde am wenigsten darauf gesehen, wer die beste künstlerische Befähigung h-be, sondern wer am meisten biete. Ein gemeinnütziges Theater wird ein Repertoire bringen können, das Abwechselung bietet zwischen hervorragenden lst'r'rschcn Erzeugnissen und gern gesehenen unterhaltenden Stücken. Ter Redner kam dann noch auf die Damenkostümfrage zu sprechen, die durch d s gemeinnützige Theater spielend Pickst gelöst werden könnte, während sie heute den Ruin so manches Theaterleiters bedeuten würde. Schließlich behandelte Dr. Löwenfeld die Frag" der F e u e r s i ch e r h e i t in den Theatern. Die Feuersicherheit der Theater sei dann am größten, wenn man von allen Bläuen aus möglichst leicht ins Freie kommen kann. Das Ideal hierfür sei der amphitbeatralische Dau, denn er biete größte Vorteile gegenüber dem italienischen Logentheater. Der Redner schloß mit dem Wunsche: Mögen die Städte und die Verwaltung.m zu der Uebcrzengnna kommen, daß die Theater ein Killturn ktor sind, mögen sie sich der Theater tatkräftig cnnchmen und sie nicht mehr in die Obhut eines Stiefvaters geben!
ympatlsic für das
zessin von Battenberg giebt.
Farese, 2. Ian. Hier streiken die Eigentümer der Hotels und Restaurants, um gegen die Er» höhiing der städtischen Verzehr»uassteuer zu pro- testieren. Heute sind alle öffentlichen Etablissements geschlossen geblieben, der Streik ist vollständig durch geführt. Soldaten und Karabinieres sind nach der Stadt beordert
Ausland.
London, 2. Ian. Der neueste Armeeskandal zielst immer weitere Kreise. Oberst Veavan, der eme w.chtwe Ltellnnq beim Tranßvortdienst hatte, wurde verhaktet Er soll aroste Schwindeleien verübt haben. Eine zwanzigilchngc, bisher ehrenvolle Dienstzeit ließt hinter ihm.
^ cr Nnterstaatsselretör für die Kolonien. Ehnrchill. richtete an den Führer der Zionisten Englands, Zangwlll. ein Schreiben, in dem er seine volle Sympath,- snr das Projekt einer jüdischen Kolonie in Ostafrika ansdrnekt.
^oulon, 2. Jan. Unter dem Verdacht, dem Ver- hafteten, angeblichen Spion Wiegcr Beistand geleistet zu hoben, wurde hier der deutsche Handlungsreiscndc Ludwig Weil gleichfalls tu Haft aenommen.
Madrid, 2. Jan. Eine hiesige Agentur meldet, Deutschland wolle sich einer K ol; len st a ti o n auf den kanarischen Inseln bemächtigen.
Rom, 2. Jan. Der Papst sandte an König Alfons von Spanien ein Telegramm, in welchem er seine Zu- stimm u ng zur Vermählung des Königs mit der Prin-
worden.
Wien, 2. Jan. Die Verleihung hoher Orden an den Ministerpräsidenten Frhrn. v. Gautsch und den Minister des Innern Grafen Bylandt-Rhydt wird in politischen Kreisen als eine entschiedene Kundgebung des Kaisers zu Gunsten der Durchführung des a llg em einen gleich en Wahlrechts und gleichzeitig als eine Warnung an die Gegner der Reform im Herrenhause und in den Kreisen des Großgrundbesitzes aufgefaßt.
Budapest, 2. Jan. Der vom König ernannte neue Obergespan Gustav Kovars wurde heute bei seiner Ankunft in Debreczin von einer kausendköpfigen Menge erwartet, blutig gesehlagen und dann auf einem Leichenwagen durch die Stadt geführt. Unterwegs hieb man dann mit Stöcken und scharfen Werkzeugen auf ihn los. Die Raft wurde ihm zerfetzt und zwei Finger entzwei gehauen, so daß diese abgenommen werden mußten. Kovacs wurde schließlich gezwungen, sein Entlaffungsgesnch zu unterzeichnen, luorouf man ihn auf den Bahnhof zurücksührte, von wo er in der Nacht die Rückreise nach Budapest antrat.
Aus Stadt und Zand.
Gießen, den 3. Januar.
•• Landwirtschaftlicher VortragskurS zu Darmstadt. Am zweiten Tag des Vortragskurses (Donnerstag, 4. Januar), wird Profesior Dr. Gisevius-Gießen über das Gesetz deS abnehmenden Reinertrages und LandcSökonomierat Brüder mann aus Knegendorf in Mecklenburg über die Entwickelung und die Förderung der Schweinezucht sprechen. Während der Dauer des Vortragskurses sind im Vortragslokal (Fürstensaal — Grafenstr. 20) vom Hessischen Lanbwirtschaftsrat ausgearbeitcte graphische Darstellungen aus dem Gebiete der landwirtschaftlichen Vereinstätigkeit sowie Proben der von den hessischen Saat- baustellen zum Verkauf gestellten Saatfrüchte ausgestellt. Es sei nochmals daraus hiugewicsen, daß neben Dauerkarten auch Tageskarten zu 3 Mk. ausgegebeu werden.
** Eine eingefrorene Lokomotive. Der gestern früh um 8.20 von Frankfurt fahrplanmäßia abgehende linksrheinische Schnellzug nach Köln erlitt 20 Minuten Verspätung, weil die Lokomotive eingefroren war und nicht von der Stelle fortkam. Eine andere Maschine wurde hcrbcizitiert und fuhr nach der „F. Z.7 den Zug.
•* Künstlerlaunen. Der Heldentenor Speemann am Darmstädter Hoftheater befindet sich gegenwärtia in einem Konflikt mit der Theaterleitung. Er sollte letzte Woche den Tristan singen, hatte aber in der Hauptprobe mit seinem Vortrag aus unbekannten Gründen wenig Glück, so daß er mit dem Kapellmeister de Haan in einen heftigen W ortwechsel geriet. Schließlich warf der Sänger dem Kapellmeister die Noten vor die Füße, verließ die Probe und ward nicht inehr gesehen. Tie THeaterleitung miißte sich schleiiuigst, um ihren Abonnenten den Genuß des Wagnerschen Werkes nicht entgehen zu lassen, den Tenoristen Carlön aus-Mannheim kommen laffen. Es wird nun erzählt, daß Carjön auf Engagement gesimgen höbe, was aber nicht ziltreffend sein dürfte. Speemann Hat aber auch Differenzen mit dem Hofkapellmeister Kittel, der kürzlich Karrikatiiren Darnistädter Künstler Herausgegeben hat, unter benen auch Speemann zu finden ist. Er Hat nun der THeaterleitung erklärt, nicht mehr austreten zu wollen, wenn Kittel dirigiert. Im Theaterpublikum und an den Ctanuutischen Darmstadts ivird die Angelegenheit lebhaft erörtert.
? Schotten, 2. Jan. Zum Nachfolger des verstorbenen KreisfeuerweHr-Jnspektors Meiski wurde der Sohn des.Verstorbenen, Karl Meiski ernannt.
R. B. Darmstadt, 3. Jan. An der gestrigen Ncu- jahrstafel im Großh. Residenzschloß nahiuen außer den bereits gemeldeten Fürstlichkeiten die hier anwesenden Versandten und die höheren Beamten, sowie zahlreiche Staudesherren teil, im ganzen 92 Personen. Das Vroßherzogspaar unterhielt sich in bester Stimmung mit den Anwesenden.
** Darmstadt, 3. Jan. ' (Eig. Drahtbericht.) Der Gvrnuastaloberlehrer Profcstoc Alexander Friedrich ist gestern hier gestorben. Ter weit über Darmstadt hinaus bekannte Verstorbene stammt asts Wertheim i. B., war aber über ein Menschenalter im hessischen Schuldienst tätig. -Leine theologischen und philologischen Studien absolvierte er in Heidelberg. Er war bar älteste Lehrer des hiesigen Ludwig-Georg-Gymnasiums und betätigte sich außer seinem Beruf auf den verschiedensten Gebieten des öffentlichen Lebens. U. a. war er längere Zeit Vorsitzender der national- liberalen Partei in Darmstadt und von 1884—1899 Abgeordneter des Bezirks Tarmstadt-Land im Landtag. Politisch rechtsn a 11 on allib er al (er war u. a. bis zuletzt Anhänger des indirekten Wahlrecht'), fand er durch feinen Freimut, mit dem er im Landtag die Schulangelegenheiten behandelte — z. B. in ber Tettweiler-Afsiire — auch bei
seinen politischen Gegnern i erdiente Anerkennung. Längere Zeit war er 2. Vorsitzender des Volksbildungsvercius unb' von 1894 ab als Nachfolge Ludwig Büchners 1. Sprecher der Turnacmeinde Darmstadt, die mit seinem Tode viel verliert. Außerdem übte er als bekannter Vortragsredner eine umfassende Tätigkeit aus und auf fast, keinem vaterländischen Fest fehlte er als Festredner. Friedrich hat ein Alter von etwa 62 Jahren erreicht.
?■ r n n f f it r t a. M., 2. Jan. In ber „Franks. Ztg." wird geschrieben: Dieser Tage traf wieder eine Schar von russi- s di c n Inden hier ein, die von der „Regisrerftation" in Bingerbrück zi' r ü cl g •? wiesen worben war: 'wei Männer, brei Frauen unb sieben kleine Kinbcr. Die Leute hatten Villets bis Amerika, die ihnen von dortigen Verwandten besorgt waren. Billetts von Sck'iffahrtsgesellscka'ten. die in Deutschland nicht konzessioniert sind unb die Passagiere zu billigeren Preisen, als konzessionierte Gstcllscbaslen, b"f-"rfrern. Die Answanberer durften die Bingers rückcr Station nicht passieren, da sie nicht genügende Barmittel besaßen. Die Leute bleiben einige Tage hier und werden dann zunächst nach Mvslowitz abgeschoben, von dort zurück ins russische Clend. Des hier bestehende Komitee ist außer Staube, allen biesen Nnglücklick'u, wirksame Hilfe zu gewähren; b's geschieht nur in wenigen Fällen. Wir hab"n biese traurigen Dinge wiederholt besrrockzen unb fragen butte ab'rmals: warum werben bie nrnten Auswanderer nicht s cb o n an ber® r en 5 e zurücktzewiesen, warum läßt man sie bie lauge Reise hiu und zurück macken, wenn nun doch einmal bei mangelnden Barmitteln ihr Schicksal besiegelt ist? Cs ist wirklich Zeit, baß sich ber Reichstag mit biesen a.'if b'e Dauer unhaltbaren Zu- stänben befaßt, bie icber Humanität Hohn sprechen.
Kassel, 1. Jan. In ber Silvesternacht hat sich in bern Vorort Rothenbitmolb derSchlußakt einer Liebestragödie abgespielt. Man fand dort auf freiem Felde am Morgen einen Sergeanten vom 174. Infanterie-Regiment und ein junges Mädchen als Leichen neben einander liegend. Der Sergeant, deffen Name Schneider ist, hatte offenbar durch einen wokstge,zielten Schuß in5 Herz die Geliebte unb bann sich selbst getötet. Die Waffe, ein Armee-Revolver, lag neben ben Unglücklichen. Die Persönlichkeit bes Mädchens ist noch nicht festgestcllt worben. (,F. Ztg.".)
** K l e i N c ?’<’ i 11 r j 1 • " n c n ans e s se n u n b ben 91 a ch b a r ft a a t e n. In Offenbart) svrcmg ein IBjähriqet Menich aus beut Fenster seiner im 2. Stock nclencnen Wohnung auf bie Straße unb brach beibe Beine unb bas Rückarat. Noch leheub mürbe er in bas Spital gebracht. — In Gr 0 ß- Zim m e r n ftüvde ber 20 Jahre alte Schueiber Neitzel in ber Neujahrsnacht beim Verlassen eines Lokales bie Treppe herunter und blieb t 0 t.
DtrmHdyie»,
** Die neueste n E iscn ha hn Unfälle. Ami. Jan. ist ber Versonenzug von Sigmaringen nach Tübingen bei ber Einfahrt in bie Station Tübingen auf eine Wagengruppe aufgestoßeu. Erheblich verletzt würbe niemaub. — Ein von Innsbruck nach Verona abge- lassener Personenzng karambolierte unweit ber Station Aviv mit einem Lastzug. Zwei Konbukteure würben erheblich verletzt; ber Schaben ist nicht beträchtlich.
6 K l e i n e T a g e s ch r 0 n i k. In Berlin wurde ein Opfer seiner Spielsiicht Herr L. N. Jakob. Inhaber eines Kommissionsgeschäftes. Er war Mitglied verschiedener, in letzter Zeit viel genannter Kstibs, in welchen er etwa 250 000 Mk. verlor. Am 2. b. M. f"nb man ihn in seinem Bureau erschossen. —Der Wcisfenhänbler Loll in Grün berg (Scbles.) würbe unter dem Verdacht des Landesverrats verhaftet. — In Rom ift starker Schneefall eingetreten. — Am 2. Jan. brach'in Köln in einer Arbeitcrwohnung Feuer aus. Eine Frwu und ein Kind kamen in ben Flammen um. — In Sulz- fefb Unterfr^nken) ertranken beim Schlittfcku'hlaufen auf bem M a ini vier Knaben, bret im Mter von 15 Jahren, einer 10 Jahre alt. — In Steiermark unb Ungarn wurde am 2. d. M. starkes Erbbeben mit unterirdischem Dauner verspürt. — Wegen VcrbaWs. Patronen für Gewehre älterer Systeme an den Al^bändler Röhrend verkauft zu h'ben, wurden in Posen vier Un t e r 0 fs i z i er e , ferner mehrere Unten- osfiziere dcs Regiments 1-0 in Hohensalza verhaftet. — In Venthen lOber-S^l? f)"t fi'b der GerickUsassessor Dr. K l e i 11 b e r g e r e r f ck- 0 s s e n. Grund der Tat war unheili- b"»re Krancheit. — Bei einer Sport-Schlittenfahrt von der ^cterbaude lRiefengeb.) aus ist eine 19jährige Dame aus Görlitz tödlich verunglückt, eine zweite Dame wurde verletzt.
(fyrtröf $ •*<!(.
Marburg, 2. Jan. Der 55 jährige Brauer Karl Gottlieb S ch m i b t aus Sachsen stand wegen 11 rkundenf ä H ch u n g vor ber Straskamme r. Der dlugeklagte ist wegen K ä r v e r - Verletzung mit l ö t l i ch c m Ausgang mit acht Jahren Zuchthaus vorbestraft. Nachbem er im Herbst 1905 aus bem Zuchthaus eullasteu war, ivnnbtc er sich nach Ei'enach. Er sand auch ^Irbctt in verschiebcncn Brauereien, würbe jcboch. nachbem man seine Zuchthausvorstraie erfahren halte, s e b e s rn n l w i e b e r entlassen. (!) Das gleiche Mißgeschick hatte er in Kastel. Er wanbte sich nun nnrh Frankfurt a. M. unb kam nach Marburg. Hier würbe er beim Betteln abgesaßt. Er zeigte falsche, auf den Namen Mohr lautende Legit'mationspapierevorundhatsichhierburch ber Urknubenfö'lschnng schuldig gemacht. Das G\evicht erkannte, wegen Bettelns. Führung falscher Legitimatiouspapiere unb dlngabe eines salscheu Namcus auf eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen unb 7 Wochen Haft. (H. Ldsz.).
des Giessener AnzeierorR. mit<reteilt von der Bank für Hande) und Industrie, GiosRen.
Frankfurter Börse. 3. Januar. 1.15 Uhr.
3%6/0 Reichsanleihe . . 101.00 3% do. . . 89.25 W/o Konsols .... 101.20 3% do 89 25 3>$0,n Hessen 100.20 ’^°'n Oberhessen . . . —.— 1 ’n Oesterr. Goldrente. . 100 40 4‘ 't 0. Oesterr. Silberrente 1^0.80 4 Uno-ar. Goldrente . . 90.95 4°o Italien. Rente . . .100 10 3% Portne-icsen Serie I . 68.211 3eii Portno’iesen „ III 08.30 ■%°n russ.Staatsanl. 1905 93.50 4'/$° n jnpan. Staatsanleihe 95.50 I °ö Conv. Türken von 1903 99 70 Trtrkenlose 143 30 1 % Griccb. IVIonopol-Anl. . 53.20 \% iinssere Argentinier . 90.00 30in Dlexikaner .... G7.00 l>6o/o Chinesen" . . .97 75
Aktien:
Bochum Guss 249.60
Buderus E. W 136.10
Tendenz: fest.
Berliner Börse, 3
Canada E. B. . . . . 175,73
Darmstädter Bank . . . 149*25 Deutsche Bank . . . 243*40
Dortmunder Union 0 . . 100.10 Dresdner Bank ... 10,7’90
Tendenz: ungleichmässig.
Elektriz. Lahmeycr . . . 142.00 Elektr;z. Schnckert . . . 132.00 Esch weiter Bergwerk . . 26^.25 Gelsenkirchen Ber-rwerk 229 50 Hamburg - Amerik. Paketf. 166 80 Harpener Bergwerk. . . 217 50 1 ahrabütte ... . 250.00
5'ordd. Lloyd 128.00 Obprschles. Eisen-Industrie 135 00 Berliner Handelstrcs. . 173.60 Darmstädter Bank . . . 149.50 Deutsche Bank . . . 242 80
Deutsch-Asiat. Bank . . 184.50 Diskonto-Kommandit. . . 191.00 Dresdner Bank .... 168.50 Kreditaktien 214.00 Ba'tiinore- und Ohio-
Eisenbahn 114.90 Gotthardbahn 198.50 Lombard Eisenbahn . . 24.40 Oesterr. Staatshahn . . . 143.30 l ’rince-Henri-Eisenbahn . 127.50
Januar, Anfangskurse
Harpener Bergwerk . . 216.90 Lanrabütte . . 250.25
Lombarden E. B . 24.50 Nordd Lloyd 127.80 Türkenluse ..... 142.70


