Vertretung zeugt.
Die Kleinen auf dem Balkan.
Heber Nacht ist in der „interessanten Gegend* Europas Mieder em Konflikt entstanden. Diesmal ist es nicht der Sultan, der, widerborstig, wie er ist, die Erfüllung eines Versprechens versagt, sondern zwei kleine Potentaten haben die Ruhe gestört, die ohnebin nicht im Uebermaß vorhanden ist. Peter, »von Gottes Gnaden" König der Serben, und Ferdinand, immer noch Fürst von Bulgarien, taten sich zusammen zu Nutz und Frommen ihrer schlechten Finanzen, und ritten gegen die Pfeffersäcke loS, wie weiland . . . wir wollen den Vergleich nicht zu Ende führen. Sie vereinbarten eine gemein same Finanz-, resp. Zollpolitik, in der löblichen Absicht, dem augenblicklich im Innern sehr be- schäftigten Oesterreich-Ungarn ein wenig die Wolle zu scheren. Aber man ist Wien wachsamer, als man da unten dachte. Man ließ dem Fürsten Ferdinand kund tun, daß er eigentlich nur Vasall de§ Großherrn im Stambul sei, und daß ihm das Recht nicht zustehe, eine Zollpolitik nach eigenem Gutdünken zu treiben. Laut Berliner Vertrag hat er dafür zu sorgen, daß alle am Vertrag beteiligten Mächte in gleicher Weise begünstigt sind. Diese Mitteilung war für den Fürsten, der gar so gern König wäre, sehr bitter, wie man sich denken kann. Aber sein großer Protektor sitzt in ZarSkoze Sselo in bitteren Nöten, also hat Oesterreich-Ungarn allein das Wort, und das schöne Abkommen muß wieder fallen zum größten Leidwesen PeterS und Ferdinands und ihrer Finanzminister von der leeren Tasche. Die serbische Regierung notifizierte bereits der zu Sofia, daß sie zur Verhinderung von Komplikationen mit Oesterreich Zollunion annuliere. So ist denn also dieser Streich vorbeigeglückt. Die Sache zeigt auch, wie sehr es der Wachsamkeit bedarf, damit die Herrschaften an der unteren Donau nicht zu übermütig werden. Dem Fürsten Ferdinand traut man schon lange recht ehrgeizige Pläne zu, und wa§ seinen neuen Freund anlangt, weiß man nicht, wohin die eigentlichen Machthaber in Serbien den König "treiben werden. Diesmal hat man ihnen auf die Hände geklopft — hoffentlich lassen sie sich das zur Warnung sein.
Die Bevölkerung Frankreichs.
Man schreibt au§ Paris:
„Der amtliche Bericht über die Bewegung der Be- oölkerung in Frankreich im Jahre 1904 bestätigt die bekannte Tatsache, daß die Zahl der Geburten fast'in regelmäßiger Weise seit einer langen Reihe non Jahren abnimmt. Diese Zahl betrug 1904 nur 818 229 gegenüber 826 700 im vorhergegangenen Jahre, ist also neuerdings um 8471 gesunken. Mehrfach ist in den letzten Jahren schon die Zahl der Todesfälle höher als die Zahl der Geburten gewesen, sodaß eine direkte Abnahme der Bevölkerung stattfand, so 1890, 1891, 1892, 1895 und 1900. Der Ausfall betrug in diesen einzelnen Jahren zwischen 11 000 und 38 000. Der französische Statistiker Bertillon weist darauf hin, daß in England 1903 1 183 601 Geburten und eine Zunahme der Bevölkerung um 515 642, in Deutschland 1983 078 Geburten und eine Zunahme der Beoöl ke- rung um 81217 3 Einwohner zu verzeichnen sei. Daher habe Deutschland jetzt 60 Millionen Einwohner gegenüber 39 Millionen in Frankreich. Die Ursache hierfür liegt nicht etwa in einer verhältnismäßig geringeren Zahl der Heiraten in Frankreich. Diese betrug 1904 298 721, während sie z. B. 1875 rund 300 000 betrug. Aber auf eine Ehe kommen in Frankreich im Durchschnitt nur 2.7 Geburten, in England dagegen 3.7, in D eut sch land 4.4."
sind dies 9,5 Proz. resp. 9,4 Proz. So auffällig gering diese Zahlen scheinen, sind sie doch in Friedberg schon viermal (Januar 1902, November und Dezember 1903 und Dezember 1904), in Oppenheim dreimal (Dezember 1901, November 1903 und Dezember 1904) erreicht bezw. unterschritten worden. Was den Eindruck des trüben Charakters des verflossenen Te^ember aber besonders verschärfte, war der Umstand, daß sich der tatsächliche Sonnenschein in Oppenheim auf 8, in Friedberg auf 7 Tage verteilte, sodaß 23 bezw. 24 Tage gänzlich jonnenscheinlos waren. Eine so große Zahl von Tagen ohne jeden Sonnenschein ist aber auch in den oben angeführten früheren sonnenscheinarmen Monaten nicht aufge treten.
* * Gießener Adreßbuch 1 868. Im Jahre 1868 wurde, wenn wir recht berichtet sind, zum erstenmale ein i'ldreßbuch für die Stadt Gl eß en herausgegeben. Danach zählte damals die Stadt 31 .--'triften, 17 Aerzte, 34 Agenten, 2 Antiquare, 3 Apotheker, 27 Bäcker, 3 Vanquiers, 9 Barbiere, 11 Bierbrauer, 6 Bleicher. 15 Buchbinder, 3 Druckereien, 6 Buchhändler, 2 Btichsenmacher, 16 Zigarrenfabri- fanlen, 35 Kolonialwarenhändler, 3 Konditoreien, 6 Dachdecker, 4 Dielenhandlungen, 1 Delikatessenhandlung, 6 Drechsler, 4 Drogisten. 6 Eisenhändler, 16 Ellenwarenhändler, 2 Essigfabrikanten, 4 Färber, 7 Friseure. 2 Fruchthändler, 5 Gärtner, 7 Galanteriewarenhändler, 4 Gasthöfe, 8 Gastwirte, 9 Gerber, 7 Glaser, 2 Glockengießer, 3 Goldarbeiter, 2 Graveure, 1 Gürtler, 7 Hebammen, 2 Holzhändler, 2 Holzschneibereien, 1 Hutmacher, 3 Knaben- und 1 Mädcheninstitut, 6 Messerschmiede, 2 Jnstrumentenhändler, 2 Kaminfeger, 3 Kammacher, 7 Kappenmachcr, 7 Kohlenhändler, 16 Käfer» 2 Kürschner, 2 Kupferschmiede, 2 Lackierer, 6 Lcderhändler, 3 Leinweber, 4 Ligueurfabrikanten, 5 Lohnkutscher, 2 Mafchinenfabrikanten, 8 Maurermeister, 3 Mechaniker, 3 Webereien, 4 Mehlhändler, 29 Metzger, 5 Möbelhändler, 3 Müller, 1 Optiker, 5 Photo- grapyen, 5 Porz ellan Handlun gen,, 2 Posamentierer, 1 Pumpenmacher, 5 Putzmacherinnen, 9 Modehandlungen, 5 mattier, 4 Schirmmacher, 10 Schlossen, 6 Schmiede. 48 Schneider, 2 Schornsteinfeger, 38 Schreiner, 77 Schuhmacher, 4 Seiler, 11 Spengler, 3 Stein Hauer, 4 Tabakfabrikanten, 11 Tapezieren, 2 Tierärzte, 8 Uhrmacher, 4 Wagner, 6 Weinhändler, 10 Weißbinder, 50 Schankwirte, 1 Zahnarzt, 3 Ziegeleibesitzer, 7 Zimmermeister und 1 Zinngießer.
* • Man purzelt. Wir erhielten am Samstag nachstehende anschauliche Schilderung eines bedauerlichen Unfalles, die wir buchstabengetreu wiedergeben:
Man kann doch eigendlich sehen und hören welche Umstände in Gießen hergehen. Ich ging nähmlich mit meiner Braut die Babnhoistraße herunter es war vieleicht acht Uhr morgens, auh welcher wie es gestern überall etwas glatt war und man mußte Vorsicht gebrauchen wenn man nicht der Bahnhofstraße rutschen wollte oder man mußte zuerst in die Lebensversicherung gehen. Mir und meiner Brant war es nicht einerlei, über das berunter- fommen, denn überall sah man Leute purzeln. Es dauerte aber nicht lange, da purzelten wir auch und zwar meine Braut so heftig, daß sie ein Bein brach und sich erheblich das Gesicht verfiel. Ist das nickt zu bedauern, wenn für Luxus alles ausgeqeben wird und das was sich gehört wird nicht gemacht. Die Stadt Gießen müßte eigentlich mehr auf sich sehen, daß man nicht im Sommer an verschiedenen Straßen stecken bleibt im Winter dagegen purzelt. Sie denkt aber was liegt uns daran wenn andere Leute stecken bleiben oder wie jetzt purzeln, die Hauptsaeh ist ja, daß wir ein Theater bekommen und Leute wenn ihr purzeln wollt dann purzelt nur denn wer da purzeln soll der purzelt doch. Ich muß aber was die Hauptsache ist an meine Braut zuräckdenken welch jetzt in der 5ilinik sitzt und sagt „ach was kann einem doch alles in Gießen passieren" Die Kosten habe ich davon, aber ich werde mich dagegen wahren, denn eigentlich sind sie doch der Stadt, welche aber euch sicher nichts davon wissen will. Da kann man auch sagen traurig aber war.
X Stockheim, 6. Jan. Heute morgen fanden zur Schule gehende Kinder den Schuhmachermeister Bechtold in dem durch den Ort fließenden Bleichenbach tot auf dem Gesichte liegend. Man nimmt an, daß derselbe in der Dunkelheit abgestürzt ist.
□ Unterschmitten, 7. Jan. Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl siegte der im 28. Lebensjahrstehende ledige Landwirt Döll mit 4 Stimmen Majorität über den Gegenkandidaten.
R. B. Darmstadt, 7. Jan. Der dritte (Wahl- prüfung8-)AuSschuß der 2. Kammer hat sich bereits eingehend mit den drei eingegangenen Protesten gegen die Wahl der Abgg. Christ-Wörrstadt, Dr. Schmitt-Mainz- Land und U l l m a n n - Nieder-Erlenbach beschäftigt. Er faßte den Beschluß, die Regierung zu ersuchen, über alle drei Wahlproteste amtliche Ermittelungen anzustellen und das dabei gewonnene Material dem Ausschuß baldigst zur Kenntnis zu bringen. Mit der Berichterstattung wurde für die Wahl des Abg. Christ der Abg. Lang, für die Wahl des Abg. Dr. Schmitt der Abg. Erk und für die Wahl des Abg. Ullmann der Abg. Pennrich beauftragt.
Darmstadt, 7. Jan. Die Sektion der Lerche des Oberbergrats Chelius hat keine Momente zutage gefordert, die das Gutachten des Oberarztes Dr. Oßmald 'zu alterieren geeignet erscheinen konnten. Tie Beerdigung fand heute mittag auf dem Damrstäd-ter Friedhof statt.
d. Mainz, 7. Jan. Tas 24jährige Kinderfräulein EmUre Pogten Horn aus Hannover, das feit mehreren ^ubren bet einem Musikdirektor auf der Mittleren Bleiche m Stellung ist, wurde am Samstag Nachmittag zum Kaffee- trsch aus ihrem Zimmer gerufen. Als das Mädchen Platz genommen hatte, erzählte es lachend, daß es sich mit Med
Ende März zirka 70 Beraturrgstage zur Verfügung, aber es ist zu bedenken, daß ein großer Teck nicht vom Ctctt, sondern von der Finanzreform und der Flottenvorlage - forbiert wird. Auch mehrere NachtragseE-, insbesondere der von S ü d w e st a f r i k a, muffen rechtzeitig beendet werden, sodaß es fraglich bleibt, ob alles bis zum 1. erledigt ist, wenn man sich nicht im Hause ber den Debatten igroße Beschränkung auferlegt, wozu sich leider die wenigsten Redner verstehen können. Man wird daher wieder das wenig ergötzliche Schauspiel erleben daß der Etat nicht zur rechten Zeit fertig wird, zumal die Ergebmffe ber Finanzreform bereits bei dein neuen Etat in ^rechnuna kommen sollen. Für andere Vorlagen wird daher schwerlich Zeit übrra bleiben, höchstens, daß man einige Jnterpella-- tionen zwischen schiebt, wie die der Konservativen über den geringen Schutz des Deutschtums ^n N)lßland, was wohl Gelegenheit zu einer ergiebigen Ruffendebatte geben dürfte. Auch mehrere sogenannte Schwerinstage werden abgehalten werden müssen, da eine Unmenge von Initiativanträgen der verschiedensten Parteien fror liegen, für welche eine parlamentarische Erörterung verlang^ wird. Von besonderer Bedeutung dürfte hierbei der Traten - antrag des Zentrums fern, der wohl diesmal mit bem größten Nachdruck von allen Parteien gegenüber der Regierung befürwortet werden dürfte. Es hieß zwar, die Regierung wolle sich endlich hierzu bequemen, von offiziöser Sette ist aber nun doch wieder Wasser in den Wein gegossen worden und es wird daher alles beim alten bleiben. Hiergegen wird sich aber der gesamte Reichstag ganz entschieden wenden, und zwar nicht bloß wegen dieser einen Frage, sondern weil er überhaupt mit der Regierung ein Hühnchen zu rupfen hat wegen der Art und Weise, wie der Bundesrat wichtige Initiativanträge des Reichstags, worunter der Tiätenantrag, völlig ignorierte, ein Verhalten, das gerade nicht von Hochachtung gegenüber der Volks-
Aus Stadl uud Land.
Gießen, den 8. Januar 1906.
* * Personalnachrichten von der Reichspost. Verliehen ist der Titel „Ober-Postassistent": dem Post- assistenten Kuhl in Büdingen; versetzt sind: die Postassistenten Israel von Dresden nach Bad-Nauheim, Friede. Koehler von Kassel nach Gießen, Bogt von Bad- Nauheim nach Marburg.
* * Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog haben dem Generalsekretär des Deutschen Zentralkomitees zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke, Oberstabsarzt a. D. Dr. Nietner in Berlin das Ritterkreuz, 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
* * In den Ruhestand versetzt wurden Eisenbahnassistent Karl Schmidt zu Mainz, Lokomotivführer Ludw. Schmauk zu Darmstadt wegen geschwächter Gesundheit,
Wagenmeister Phll. Schmitt zu Darmstadt, Mchnwarter Andreas H e n ß zu Meder-Olm.
** Erledigt ist die mit einem' evang. Lehrer zu besetzende 2. Lehrer stelle an der Gemeindeschulc zu Södel, Kreis Friedberg.
**DieHauptverfammlungderOrtsgruppe Hessen der An tidueN-Li ga findet am 14. Januar im Taunus zu Frankfurt statt. Auf der Dagesordnung steht die Bildung eines Ehrengerichts für Hessen.
** Vorn Großh. Hydrographischen Institut. Tas außergewöhnliche trübe Wetter des verflossenen Dezember steht noch frisch in der Erinnerung. Daher dürfte es interessant sein, zu erfahren, daß sich diese Eigenschaft des Monats jetzt auch zahlenmäßig belegen läßt, nachdem durch die staatliche meteorologische Zentrecke im Großherzogtum, das Großh. Hydrographische Bureau zu Darmstadt, mit Einrichtung des meteorologischen Landesdienstes im Jahre 1901 zwei sogen. Sonnens cheinautographen in Friedberg und Oppenheim in Betrieb gesetzt wurden. Es sind das Apparate, welche die Zeitdauer des Sonnenscheins genau selbsttätig aufzeichnen; die Aufzeichnungen werden dann allmonatlich int Hydrographischen Bureau zu Darmstadt ausgewertet. Dabei hat sich als tatsächliche Sonnenscheindauer im Dezember 1905 in Friedberg 23 Stunden 51 Mim, zu Oppenheim 23 Stunden 37 Min. ergeben. In Prozenten oer an beiden Orten möglichen größten Tauer
salz vergiftet habe. Die Erzählung' des Mädchens toitrbto als Scherz aufgenommen, doch flagte es alsbald über heftige Schmerzen im Leibe und fiel vom Stuhl herab. Mau lieft einen Arzt holen, der die sofortige Verbringung der Unglücklichen ins Hospital anordnete. Als der Krankenwagen kam, war das Mädchen bereits t o t. Das Mädchen muß die Tat in Geistesgestörtbeit verübt haben, denn es liegt keinerlei Ursache zu dem Selbstmord vor, auch hatte das Mädchen keinerlei Verhältnis. — Einen frechen Raub verübten zwei unbekannte junge Burschen am hellen Tage in der Schafsgiasse. Dort glitt ein älterer Herr aus und stürzte zu Boden. Die beiden Burschen sprangen sofort hilfsbereit hinzu, halfen dem Herrn auf und verschwanden dann. Ter Herr bemerkte später, daß ihm seine goldene Uhr mit Kette gestohlen worden war.
* Kleine Tages chronik. Der Gntsinspektor Maibaum von der deutschen Kolonialschule Witzenhausen wurde wegen mehrerer Beirügercien in der Verwaltung des Gelsterhoses von der Kasseler Strafkammer zu sechswöchigem Gefängniß verurteilt. — Der Gürtler Lehnert aus Mauk (Bayern! wurde auf einem nächtlichen Heimwege bei Wernsbach übersatten, ermordet und ausgeraubt. Der Mörder ist unbekannt. — Nach aus Madrid ein- getroffenen Drahtmeldungen stürzte im dortigen königlichen Theater während einer Aufführung von „FauslS Verdammung* eine von vierzig Zuschauern besetzte Estrade ein. Eine Person wurde getötet, drei schwer verletzt. — In Trier ist nach Unterschlagung einer hohen Summe der K a s s i e r e r des Stadttheaters geflüchtet. — In O c a n a (Spanien) stürzto eine längst als baufällig erkannte Kirche ein und verschüttete ein anstoßendes Wohnhaus, in dem sich vier Personen befanden. Em Stint) wurde als Leiche aufgesimden, die drei anderen Personen wurden lebensgefährlich verletzt. Der Unwille über die Nachlässigkeit der Behörden bei der Bevölkerung ist sehr groß. — Nach vielen Debatten hat der rumänische Mimsterrat die Ausweisung von neun Wucherern aus Bukarest beschloßen, unter denen sich der mehrfache Millionär Friedrich Goldwurm befindet. Tie Wucherer verleiteten die Söhne vermögender Familien, enorme Wechselbeträge zu unterschreiben und dabei die Unterschriften zu falschen.
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Spiclpla« der rerrinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Dienstag den 9. Januar'): ^Iphigenie auf Tauris." Mittwoch den 10. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: „Prinzeß Tausendhändchen.* Abends 7 Uhr: Mozart-ZykluS. 1. Abend: „FigaroS Hochzeit." Donnerstag den 11. Januar: „Tannhäuser." Freitag den 12. Januar : Mozart-Zyklus. 2. Abend: „Die Entführung aus dem Serail.* Samstag den 13. Januar, nachmittags halb 4 Uhr? „Prinzeß Taufendhändchen.* Abends 7 Uhr: „Carmen." Sonntag den 14. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: »Prinzeß Tausendhändchen.* Abends 7 Uhr: „Tie Stumme von Porttci.*
Schauspielhaus.
Dienstag den 9. Januar'): „Der alte Vürgerkapilän.* Hieraus: „Der rote Schornsteinfeger." Zum Schluß: „Dodgeschoffe/ Mittwoch den 10. Januar: „Die Räuber." Donnerstag den 11. Januar: Zum ersten Male: „Der Helfeti'. Freitag den 12. Januar: „Der Helfer." Samstag den 13. Januar: „Ter alte Bürgerkapitän." Hieraus: „Der rote Schornsteinfeger.* Zum Schluß: „Dodgeschofse.* Sonntag den 14. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: „Mamsell Tourbillon." Abends 7 Uhr: „Ter Helf er.* Montag den 15. Januar: „Der Helfer." Dienstag den 16. Januar- „Sappho *
•) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
IooM m deu SllmresowlerloiAttu der Stsdt Hieße«.
Aufgebote.
Dezember. 26. Wilhelm Adam, Gefangenauffeher dahier, mit Anna Katharina Kraft in Bleichenbach. Januar. 2. Heinrich, Gilbert, Weißbinder in Watzenborn, mit Katharina Sommer ba-\ selbst.. 3. Heinrich Giehl, Mineralwafferhändler dahier, mit Elisabeth Lämmer Hierselbst.
Eheschließungen.
Dezember. 30. Gustav Baader, Forstaffeffor in Lollar, mit Hedwig Nowack dahier. 30. Karl Größer, Schlaffer dahier, mit Anna Feuerbach in Butzbach. 30. Emil Euler, Oekonom dahier^ mit Kolharine Pfeiff Hierselbst. 30. Wilhelm Rinn, Metzger dahier, mit Johanuette Adelmann in Oberndorf. Januar. 2. Pauk Gottfried Hofstetter, Friseur in Büdingen, mit Apollonia Hörst, dahier. 3. Heinrich Jung, Schutzmann in Alzey, mit Maria Batten-' hausen dahier.
Geborene.
Dezember. 22. Dem Lokomotivheizer Karl Hupfeld ein Sohrui 24. Dem Fabrikarbeiter Peter Kuhn ein Sohn, Karl August Hermann. 24. Dem Glasermeister Wilhelm Schmitt eine Tochter. 25. Dem Elektrotechniker Max Weißbäcker ein Sohn, Georg Max. 26. Dem Fuhrmann Kaspar Rang eine Tochter, Marie Wilhelmine. 26. Dem Schuhmacher Christian Weeg ein Sohn. 27. Dem Buchbindermeister Paul Richter eine Tochter. 27. Dem Metzger Heinrich Blum HI. eine Tochter. 27. Dem Kaufmann Aloys Spengler eine Tochter, Paula Aloysa. 28. Dem Pedellen Johannes Fersch ein Sobn, Robert. 29. Dem Buchhalter Peter Caslein ein Sohn, Rudolf Heinrich. 30. Dem Sattler Karl Diebel eine Tochter. 31. Dem Schuhmacher Ferdinand Eckert eine Tochter, Agnes Magdalene.
Gestorbene.
Dezember. 31. Philippine Schulz, 80 Jahre alt, ohne Berufi dahier. Januar. 3. Jakob Goldschmidt, 64 Jahre alt, ohne Berns dahier. 5. Adolf Aloys Spengler, 3 Jahre alt, Sohn des Kaufmannes Aloys Spengler dahier.
Kirchliche Nachricht en.
Evangelische Gemeinde.
Montag, den 8. Januar, abends 8 Uhr: Bibel stunde/ im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde. Text: 1. Petr.-Br^ Kap. 1, 6 ff. Pfarrer Euler.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Höchste Temperatur am 6.-7. Januar — + 6,4° C.
Niedrigste , „ 6.-7. „ — 4- 3,7° 0.
Januar
1906.
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Wetter
7.
2”
739,6
5,6
5,5
82
W
4
Sonnenschein
7.
99S
738 3
3,8
5,2
87
SW
2
Bew. Himmel
8.
726
727.9
2,0
4,9
93
SSW
4
Regen
für Kinder, Kranke,Genesende. Verhütet u. beseitigt - Diarrhoe, Brechdi I rch all, Darmkatarrh.
Immer wieder bVÄiÄ Myhrrholinseife.


