Ausgabe 
8.1.1906 Erstes Blatt
 
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Doctei

Giessen (Blockstrasse 2), den 8. Januar 1906.

y/i

2 Uhr, auf dem alten Friedhof statt, dankend verbeten.

Die Beerdigung findet Mittwoch den 10. ds. Mts., nachmittags Blumenspenden im Sinne des Verstorbenen

Im Namen der Hinterbliebenen:

Frau Doster und Kinder

Heute morgen verschied nach kurzem, schweren Leiden im Alter von 64 Jahren unser innigst geliebter Gatte,

Vater. Schwiegervater und Grossvater 1 o

D71

geziemend in Kenntnis zn setzen.

Der Math. Nat. Verein zn Giessen

I. N.: Gübert

X

Die Beerdigung findet Dienstag, 2 Uhr, in Darmstadt vom Trauerhause (Soderstr. 17) aus statt.

MM

Unterfertigter Verein erfüllt hiermit die traurige Pflicht, s. 1. E. M., A. H, C. B. nna V. B. von dem am 6. 1. Mts. in Darmstadt erfolgten Ableben s. 1. a. M.

Hermann Schott

stud. rer. nat-

Bekanntmachung.

In Gemäßheit Beschlusses der Stadtverordneleu-Versammlung vom 15. Juni 1879, wonach zur dauernden Erinnerung an die goldene Hochzeit des Deutschen Kaiserpaares, Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm I. und Ihrer Majestät der Kaisern» Augusta, von der Stadt Gießen eine Stiftung zu Gunsten bedürftiger Ehe­paare, welche hier ihr goldenes Ehejubiläum erleben, errich­tet worden ist, fordern wir alle diejenigen, welche im lausenden Jahre ein solches Fest zu begehen haben und Anspruch auf Bit- wendung der zu 150 Alk. bemessenen Stiftungsgabe erheben wollen, auf, sich bei uns zu melden.

Gießen, den 4. Januar 1906.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum. BA

Bekanntmachung.

Um für den kommenden Sommer der Schuakeuplage wirksam entgegenzntreten, ist es jetzt notwendig, daß die überwin- ternden Schnaken in Kellern, Ställen und sonstigen Gelassen ver­tilgt werden, ehe sie ausfliegen und ihre Eier ablegen. Zu diesem Zweck wird demnächst die Stadtverwaltung durch Leute, die hier­für besonders ausgebildet sind, die Vertilgungsarbeit in den Kellern vornehmen lassen. Die Einwohner unserer Stadt bitten wir in ihrem eigenen und im allgemeinen Interesse, den hiermit beauf­tragten Leuten bereitwillig entgegenzukommen und ihnen bei Er­ledigung ihres Auftrages jede mögliche Unterstützung zu leisten.

Seinerzeit wird sich hieran die Vernichtung der Schnakenbrut in den stehend. Tümpeln u. Gewässern, Wassertümpeln usw. anschließeu und steht zu hoffen, daß auf diese Weise die Schnakenplage unter­drückt werden kann. Das ist jedoch nur dann möglich, wenn die Vertilgung auch m den Gebäuden planmäßig erfolgen kann und jeder auf seinen Grundstücken die Vornahme der erforderlichen Arbeiten gestattet.

Gießen, den 4. Januar 1906. B8/i

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Dl ecum.

Holzversteigerung

in der fürstlichen Oberförsterei Lich.

Montag den 15. Januar, von vormittags 9l/2 Uhr an in öen Distrikten Fuchsstrauch u. Kolnhänferkopf: Scheiter: 192 Rin. Buchen (4 Rm. Werkscheit, 1 Rm. Hainbuche rund), 7 Rm. Eichen (4 Rm. Werkscheit II. Kl., 2 Rm. rund), 2 Nm. Kirschbaum (rund); Knüppel: 165 Rm. Buchen, 94 Rm. Eichen; Stöcke: 177 Rm. Buchen (24 Rm. Scheitbrocken), 34 Rm. Eichen (4 Rm. Schelt­brocken; Reisholz-Wellen: 3300 Buchen, 800 Eichen, 160 Weichholz, 30 Nadelholz.

6 Stück Eichenschnittholz 3,19 Fm. (die weniger schönen Stücke); 27 Stück Buchenjchniltholz 53,54 Im. (gutes Holz); 3 Fichtenstämme 0,40 Fm.^ 16 Fichtenderbstangen 1,07 Fm.; 4 Fichtenreisstangen 0,06 Fm.

Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee von Kolnhausen nach dem Höler beim Kolnhäuserkopf.

Dienstag, den 16. Jauuar, von vormittags 91/, Uhr an im Distrikt Riedwald: Scheiter: 76 Rm. Buchen (4 Rm. Hain­buchen rund); Knüppel: 136 Rm. Buchen. 77 Rm. Eichen, 5 Rm. Weichholz, 49 Rm. Nadelholz; Stöcke: 38 Rm. Buchen, 20 Rm. Eichen, 18 Rm. Nadelholz; Reisbolz-Wellen: 4400 Buchen (halb Forst,vellen), 1900 Eichen (ebenfalls), 330 Hartlaubholz, 150 Weich- holz, 450 Nadelholz.

1 Eichen-Schnittholz 0,58 Fm. (43 Em., 4 Mtr.); 4 Fichten­bauholz= 1,82 Fm.; 306 Fichtenderbstangen 7,02 Fm.; 1426 Fichtenreisstangen 8,61 Fm.

Die Zusammenkunft ist auf der sog. alten Laubacherstraße, wo dieselbe vom Fußpfad Lich-Harbach gekreuzt wird. B8/,

X'i.D (Oberhessen), den 6. Januar 1906.

Fürstlich Solmfische Oberförsterei: Dr. Dieffenbach.

Kekanntmachrmg.

In der Zeit vom 30. Dezember 1905 bis 6. Januar 1906 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Zwicker, 1 Taschenmesser, 1 Paar weiße Handschuhe und 1 Portemonnaie mit Inhalt; o erloren: 1 Geldbeutel (Inhalt 25 Pfg. und I Schlüssel), 1 Zehnmarkstück und 1 Portemonnaie mit ca. 16,40 Mk. und 2 kleinen Schlüsseln Inhalt.

Entlaufen ist: 1 Hund, deutsche Dogge, 80 cm hoch, Farbe dunkel gestrant; trägt Rute geringelt.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Gießen, den 6. Januar 1906.

Großh. Pcu')riamt Gießen.

I. V.: Roth.

Holzversteigerung.

Dienstag den 16. Januar 1906, vormittags IO1 Uhr, werden aus den Distrikten Rainröder Spies und Gierlöpse der Forste wartei Rainrod versteigert:

Stämme: 1 Eiche VI. Kl. 0,45 fm, 4 Buchen III. u. IV. Kl. (Schnittstämme) 2,80 fm, 6 Fichten V. Kl. 1,1lfm; Derb­st a n g e n : 5 Fichten 0,57 fm; Scheiter, Rm.: 644 Buchen I. Kl., 68 li. Kl., 5 Hainbuchen (rund); Knüppel, Rm.: 134 Buchen, 7 Hainbuchen, 2 Eichen; gewöhnlich Reisig, Rm.: 726 Buchen; Stöcke, Rm.: 142 Buchen. B8/t

Beginn der Versteigerung im Distrikt Rainröder SpieS bei Nr. 1.

Wettere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Adam zu Rainrod Eichelsdorf, den 6. Januar 1906.

Großherzogl. Oberförsterei Eichelsdorf.

Di a n n.

Eingesandt.

Bezugnehmend auf die am Freitag, den 5. Januar 1906 von den Gießener Neuesten Nachrichten gebrachte Notiz über die Namens­änderung deS 1902 gegr. Gernhardtschen Zither- und Maudolmen- Chors möchten wir zur allgemeinen Kenntnis richtig stellen, daß es sich durchaus nicht um eine Spaltung des genannten Vereins handelte und daß Herr Gernhardt gerade nicht allzufern von unserem Vereine steht, sondern die frühere Dirigentschaft inne hatte, und daß vielmehr laut Beschluß der Vorstandssitzung vom 28. Juli 1905 man auf die Leitung des Herrn Gernhardt infolge höchst unlieb­samer Vorkommnisse verzichten wollte. Die Wiederwahl des Herrn Gernhardt in der Generalversammlung vom 31. Juli 1905 war infolge davon, daß ein nicht stimmberechtigtes Mitglied mitgewählt harte, ungültig, so daß die Vorstandsmitglieder die Verzichtlelstimg auf die Leitung des Herrn Gernhardt aufrecht erhielten. Inzwischen hatte jedoch Herr Gernhardt vorqezogen, aus dem Verein zu scheiden.

In der letzterwähnten Generalversammlung war man ge­zwungen, einen ziemlich beträchtlichen Teil der Aktiven auszuweisen, da die erwähnten das Vereinsmteresse md)t zu wahren vermocht hatten. Mit diesen und einigen seiner mit ihm gegangenen An­hänger gründete Herr Gernhardt einen gleichlautenden Verein: Gernhardtscher Zither- und Mandolinen-Chor 1905". 214

Also eine Nengründnng und keine Spaltung.

Der alle (1902 gegr.) Verein zog es deshalb vor, seinen Namen in Verein itzretzener Zithersrennd " umzuäiidern, einesteils um eine bedeutende Reibfläche zwischen den beiden Musikveremen zu vermeiden, anderseits, da er sich sagte, daß er es nicht bedürfe, sich mit falschen Federn zu schmücken und gedenkt, unter der neuen Aera mehr sich icmeni Ziele widmen zu können, als er es unter der alten imstande war.- Allen Freunden und Gönnern unseres Vereins dies zur gesl. Mitteilung.

I Der Vorstand deS Vereins Gießener Zitherfreuude.

SS18/.

in empfehlende Erinnerung.

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