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die morgen int Stadttdeoter er.
Max Halbe's
für
4% Öesterr. Goldrente. .
4‘A
oer-
Der
1
% äussere Argentinier
116.20
. 98 65
Prince-Henri-Eisenbahn .
Börse, 1. Februar, Anfangskurse
218.70
250.70
24.80
128.10
149.20
24 80 143.90
134.80
der das mit
ETektriz. Lahmeyer . .
EJektriz. Schlickert . . Esch weil er Bergwerk .
Oberschi es. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . .
Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . .
3 K°/< 3%
Harpen er Bergwerk Lanrahütte . .
Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Türkenlose . . .
. 251.25
. 137.40
. 167.70
. 213.90
Dresdner Bank . . Kreditaktien . . .
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . . . Gotthardbahn . . . Lombard Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn .
141.50
129.40
266.00
W!o
1 °o Conv. Türken von 1903 Türkenlose .... . . 4% Griech. Monopol-Anl..
4%
3%' 39K
°o Oesterr. Silberrente Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I .
91.60
95.40
92.50
148 60 5310
91.75
67.40
Reichsanleihe do.
Konsols . , do. . .
Hessen . . . Oberhessen
und Industrie, G'#*sson. Frankfurter Börse. 1. Februar, 1.15 Uhr.
. 173.60
. 149.60
. 241.70
. 94.20
. 167.70
3% Mexikaner . . 4^°/0 Chinesen . .
Aktien: Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fest.
Berlin er Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: fest.
gegangen. Diehl war viele Jahre — bis znm AnZbritch des BiirenlriegcS, an dem er noch tcilnahm — in Afrika.
. 100.05
. 89.10
. 101.25
. 89 15
. 99.90
134 40 174.80 149.60 241 80 183.50
190.10
100.65
101.40
97.15
106.60
68.00
6 Personen Rnb"gehalte. für 8 Personen Witwengelder und für 4 Personen Waisengelder gewährt mit zusammen 2558,15 Mark. .Das Standesamt hatte 3233 Einläufe gegen 2891 im Vorjahr. Einträge wurden vollzogen in dem /Eeburtsrcgister 1014 gegen 980 im Vorjahr, im Heiratsregister 189 (182) und im Sterberegister 616 (651). Die Militär st ammrolle umfaßte 402 Militärpflichtige gegen 399 im Vorjahr. Die Zahl der Einläufe der Bürgermeisterei beträgt 15247 gegen 12 504 im Vorjahr. Anträge auf Aufnahme in den hessischen Untertanen- verband lagen 10 (15) vor. Anträge auf Sühneversuche in Beleidigungssackien lagen 125 (146 > vor. In 27 Fällen gelang es, eine Einigung herbei'uführen, während in 92 Fällen der Versuch erfolglos blieb. Die Bedürfnisfrage für Wirtschaftsbctricb wurde in 48 (44) von 54 (52) Fällen bejaht, hiervon bezogen sich 37 auf den Uebergang bestehender Wirtschaften auf andere Inhaber. An- und Ab- tneldungcn steuerpflichtiger Gewerbe erfolgten in 252 (315) Fällen.
Der Abschluß der S t a d t k a s s e für 1904 stellt sich in der Betriebsrechnung auf 1 958 798 83 Mk. Einnahme und 1 795 419,90 Mk. Ausgabe, sodaß ein Rest von 163 348.93 Mk. verbleibt. Die Vermögensrechnung verzeichnet 2 255 599,36 Mark Einnahme und 1335150,10 Mk. Ausgabe. In dem verbleibenden Rest von 920 449 26 Mk. sind rund 860 000 Mark bereits bewilligte, aber noch nicht verwendete Mittel enthalten. Das G-esamtvermögeu der Stadt stellt sich auf 17 209115,79 Mk.. denen 11258952,62 Mk. Schulden gegenüberstehen, sodaß ein städtisches Reinvermögen von 5950163,17 Mk. verbleibt. Außerdem stehen 79174,41 Mk. Stiftungskapitalien unter städtischer Verwaltung.
lLcklust fnfatO
Telefonische Kursberichie
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Hande)
chnhmann Trott zu Hanau durch einen Nevolverschus;
letzte und entfloh. Inwieweit sich diese Vermutungen ,be Wahrheiten, wird die cingeleitete Untersuchung zeigen.
Danner wurde in das Amtsgerichtsgefängnis Dieburg ein geliefert. (Cff. Ztg.)
Aus und Land.
Gießen, 1. Februar 1906.
** In Audienz empfangen wurde am Mittwoch von S. K. H. dem G r o ß h e r z o g u. a. Oberlehrer Dr. K n a u ß von Gießen.
Provinzial-Ausschuß. Arn Mittwoch wurde bezüglich der Enteignung für das Hatiptsiel und die Kläranlagen der Stadt Gießen über die Entschädigung zum Schlüsse verbandelt. Tie Beschlußfassung wurde ausgesetzt und das Urteil wird in einer der nächsten Sitzungen des Provinzial-Ausschusses verkündet werden.
,r ® ^bu f s Bildung der S p r u ch l i st e für die am ö. Marz 1906 beginnende Sitzungsperiode des Schwur- g e r^i m t s ipurden die Namen folgender Haulstgeschworenen aus - re^u^e für 1906 gezogen: 1. Georg Kock, Ingenieur, ln o^lc^er-: V-X‘ Fromme, Professor, in Gießen:
X- ?bter Sprenger, Landwirt in Kirtorf: 4. Wilhelm Rudolph, Pmnofortehandler in Gießen: 5. Moritz Zehner
Schwalheim : 6. Philipp F r e p , Molkereibesitzer in Lang-Göns; 7 Wilhelm Fenchel, Landwirt in Tber-Hörgern: Dcmrich Euler L, Landwirt in Lanaenleraheim: 9. Johannes J l b a ch V., Rechner in Burkhardsfelden: 10. Friedrich Schmidt, Landwirt m Eck'.ell: 11. Cbrisiian H en kel, Bür- ^ermeutcr m Engelrod: 12. Ludwig Clemm, Gutsbesitzer P! Wtnnerod: 1^. Karl Schneider I., Buchhändler in Rü- hmnen: 14. K'-rl Drpvel, Landwirt in §>eblos; 15. Friedrick Venzerling, Kaufmann in Gießen: 16. Karl Friedrich n Lendwirt in Büdesheim: 17. Friedrich Klug II.,
m- r? Men-Buseck: 18. Wilhelm Laupus, Landwirt. 96lr>hb^nn£1Jntr)6n S" < ^akob Reif, Landwirt, Steinfurth bei m c 1 c r H' Landwirt. Ober- M^rlen. 21. K rl Mollc r TL, Kaufmann, Lauterbach: 22. Kon- ,-ei^inand^ n n g , Landwirt, Frcienseen: 23. Karl Trapp
Fabr^ant, m Frredherq: 24. .Hemrick Rühl III., Bürgermeister an Bülmgen: 2o Phürpp Eckert. Landwirt in Diebach a. & ; 97 Ml^??"^-"Häuser V., Landwirt in Ober-Gleen!
_'r in Ossenheim: 28. .Hermann Dürbeck, Kausinann m Lauterbach; 29. Christoph Wießler Zauimamr in Butzbacp: 30. Philipp Seibert IILandwirt in Hungen.
« ff, i e fi t n e r ® o n I e 11 e t „ t». Unter den
K-n (Seigern ift »enuber $ ii <1) n t E „ f; nächst Joachim und Ltz« wohl die t>ome6infte,fericr;c1n.ung. (ri-fud)t seine Lorbeeren in blendenden techngchen Kunststücken, wie dies neuerdings
Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
-r. ?!c " k r Börse war gestern bei Eröffnung recht
reichlichem Geldangebot. Im weiteren Verlauf befestigte ick Die Haltung noch mehr auf weiter umsichgreifende politische -tteruhlgung.und auf etwas gebesserte Meldungen von der Rew- ^orfer Borie. Be,-anders höher gemeldet wurden auf Londoner ?.^0".ug. ^urkenlow, Kanada, und infolgedessen stiegen auch danken, wwie die Montanaktien. Auf rheinische 1i'onar(L die Staatsbahnen ihren Schienenlieserungs- Pftcn Trns-l bcm ^tahlverband auf ein neues' Jahr zu den altcnPreiscn erneuert hätten, zeigte sich Bewegung. Für Russen, Pariser r^ltsckwnch lagen, stimulierte ein
um hL ®rr!e dortigen Bauten seien zuse.mmcngetreten, ^^lichkett einer umfangreichen K-reditbeschaffung für ^"hl nd erneut zu erwägen.
der MÜ.I^.^^I^terschaftliche Anleihen. Es bestand g^rtFP. Äleihe von 30 Mill. Mark bei deutschen
Bregen der unerfreulichen Situation be5 auch ^cn der politisch ungünstigen Zeit und
uch wegen der wenigstens fürs erste nicht genügenden Sicher-
leider wieder von bekmuten Virtuosen geschieht, sondern im Dienste der Kunst selbst, der Komposition. T^bei gibt er wahrlich en technischer Fertigkeit niemandem nach, sie ist ihm die selbstverständliche Vermittlerin höchster Kunstgenüsse. An Schönheit des Tones aber suckt man vielleicht vergebens seinesgleichen. Wir dürfen es verschmähen, auf Kritiken hinzuweisen: Petsckni- koff's Ruhm ist fo w-ohlbegründet, daß nur der den Schaden haben würde, der sich die Gelegenheit, seiner Kunst zu lauschen, entgehen ließe. — Neben dem großen Geiger wird Hermann Z i l ck e r, dem der Ruf eines ausgezeichneten und gediegenen Pi misten vorhergeht und der auch die Begleitung übernommen hat, mitwirken. In beiden Künstlern aber wird die gediegene deutsche Schule ihre Vorzüge vor so mancher Ausländerei bewähren, der wir Deutschen zu Unrecht so leicht den Vorzug zu geben geneigt sind.
** Aus bcm Bureau des Stadttheaters
Sitzungen mit 1168 Gegenständen. Außerdem hielt Schulvorstand 3 Sitzungen mit 31 Gegenständen und Kuratorium der höheren Mädchenschule 9 Sitzungen -33 Gegenständen ab.
Aus städtischen Mitteln wurden im Berichtsjahr
h. Frankfurt a. M., 31. Jan. Beim Znsammen- koppeln zweier Güterwagen im Güterbahnlwfe blieb ein 25- jäbriger Rangierer namens Vogel aus Eschersheim an der Kette hängen und wurde von einem der beiden Wagen niedergestoßen, die Räder des Wagens gingen ihm über die Beine und zerquetschten ihm den Unterleib. Unter fürchterlichen Schmerzen starb der Verunglückte. — Ter Verlagsbuchhändler Max Hendschel, der Verleger deS bekannten Kursbuchs „Hendschels Telegraph", ist im Alter von 67 Jahren ge° Horb en. — Bei Verhandlungen mit dem Fiskus menen Uebernahme des Bahnhofsplatzes durch die Stadt ist "die Frage der Herstellung einer Untergrundbahn vom 4,iefbauamt in Erörterung gezogen worden. Tie Ausführung liegt jedoch, wie die „fiL Pr." berichtet, noch in sehr weiter Ferne.
p- Werdorf (Kreis Wetzlar), 1. Febr. Wie im Ver- baltnis zum Vorjahre die Preise für Buchen- und E i ch e n - S ch e i t - und K n ü p p e l h o l z um 15 bis 20 Proz. qefheqen sind, so wird in ungefähr gleicher Weise aueh das Eichen- und Kiefern-Bau- und Grubenholz bezahlt. Buchen- und Eichenwetlen kosteten bei verschiedenen Versteigerungen das Doppelte wie 1905.
p. Edingen a. d. Till, 31. Jan. Eine schlimme Rolle hat hier unter eimqen Burschen das Messer gespielt. Ein Bursche liegt erheblich verletzt darnieder. Die Untersuchung ilt im Gange. 1 J
p. Aßlar b Wetzlar, 31. Jan. Die an der Halte- ltelle gelegene bekannte Gastwirtschaft Zipp ist durch Kauf in den Besitz von Wilhelm Diehl in Ehringshausen über-
Gelsenkirchen Bergwerk . 230 00
Hamburg-Amerik. Paketf. 167 Oo
Harpener Bergwerk. . .218 30
Lanrahütte..... 250.80
Nordd. Lloyd.....128.50
scheint, ist seit dem Sommer 1900 nicht auf dem Spielplan gewesen. Das sorgfältig vorbereitete Werk bietet schon Mird) die Besetzung Gewähr für eine abgerundete Darstellung. Es sind neben Frl. Douecker in Hauptrollen beschäftigt die Herren Lüttjohann, Lippert, Herrscher und Mendel.
•’ Sein 25jähriges B e ru ss j u b i l ä u m kann heute Kaufmann August Greb feiern, der nunmehr ein Vierteljahrhundert für die Firma W. u. G. Schuchard reist.
** Der Betrieb von Stein- und Kalisalz, berg werken und das Aussuchen von Solquellen wurde durch eine heute in Kraft getretene Mmisterialverordnung geregelt. Bei Aufsuchen von derartigen Salzen und Solquellen ist der Bergbehörde vor Arbeitsbeginn Anzeige zu machen und eine geometrische Uebersichtskarte einzureichen. Hat die Bohrung Erfolg, so ist der Behörde sofort Anzeige zu erstatten. Gleiches gilt bei Einstellung des Betriebs.
— Holzheim bei Gießen, 31. Januar. Ein bedeutendes Eisen stein lager ist in unserer Gemarkung an der Straße nach Lang»Göns nach längeren Schürfungen auf- gesunden worden. Man fand ausgedehnte Lager vorzüglichen Roteisensteins in geringer Tiefe. In der Gegend wird das Unternehmen mit Freude begrüßt, zumal es hier der minderbemittelten Bevölkerung im Winter an ausreichender, lohnender Beschäftigung fehlte.
0 Butzbach, 31. Jan. I. I. K. K. H. H. der Groß- h erzog und die Großherzogin haben die Einladung zu dem am 17. Ium d. I. hier stattfindenden Heimatpflege- und Volkstraeht enfest angenommen. Tie hohen Herrschaften haben ihr lebhaftes Interesse au der Veranstaltung bekundet und ihm besten Erfolg gewünscht.
B.-B. Darmstadt, 1. Febr. (Eigener Trahtbericht.) Bei dem gestrigen Ka iserkom mers der Studentenschaft im Orpheum ereignete sich ein Aufsehen erregender Zwischenfall. Sämtliche Profesioren und Tozenten waren dem Kommers wegen der Stellungnahme der Studentenschaft gegen die konfessionellen Verbindungen ferngeblieben. Gegen 11 Uhr erschien der Rektor, Geh. Baurat Professor Gutermuth, und nahm an der Ehrentafel Platz. Es wurde ein dreimaliges Hoch auf ihn ausgebracht, worauf er das Wort nahm und eine längere Rede hielt, in der er das Verhalten der Studentenschaft in der Frage der konfessionellen Verbindungen scharf tadelte. U. a. bemerkte er, die Studierenden sollten doch nicht glauben, daß sie durch ihre Stellungnahme gegen die konfessionellen Verbindungen den KlerikalismuS aus der Welt schafften. Er wolle ihr Verhalten ihrer jngendlich-leichten Erregbarkeit zu gute halten, sonst hätte er überhaupt nicht zu ihnen ge- proeheu. Die Rede wurde fortwährend von lebhaften Pro test rufen unterbrochen.
Offenbach, 31. Jan. Einen guten Fang scheint die Gendarmerie zu Ober-Roden gemacht zu haben. Ein abends von Dieburg ankommender Passagier, der den Dienstmantel und die Mütze eines Eisenbahnbeamten trug, war durch eine grobe Verunreinigung des Wagenabteils auf- gefallen und wurde zwecks Feststellung seiner Personalien dem Stationsvorsteher vorgeführt. Hier verlangte er seine so- ortck.e Freilassung, da er nach Offenbach müsse, um seinen Dienst als Bahntelegraphist anzutreten. Man telegraphierte zunächst nach Offenbach, von wo alsbald der Besche-d eintraf, daß man dort keinen derartigen Bahntelegraphisten kenne. Eine Untersuchung bestätigte den Verdacht, daß man es mit einem sehr verdächtigen Gauner zu tun habe. Zunächst zeigte es sich, daß seine Papiere auf fremden Namen gefälscht waren. Auch wurden Diebeswerkzeuge, sowie ein vermutlich von einem Kirchenraube herrührendes Gebetbuch und eine Fahrkarte Hanau-Aschaffenburg vorgesunden. Man dachte an den Kirchenräuber, der vor wenigen Tagen den Kriminal-
Portugiesen „ III 4^% russ.Staatsanl. 1905 4%° n japan. Staatsanleihe
feine Ausführungen mit den Dorten aus Gottfried Sckjwal's I^vttenlt'ed' ..Mickcl, horck. der Seemind pfeift, auf und stutz die Ohren, ir;r nickt selbst zum Ruder greift, hat daS^piel v^'oren'" -ui Vortrege s^state-mmutenl-Miier lcvh'ster Beifall .'Auch der Vorsitzende sprack dem Redner herzlichen Dank »aus Er verlas sodann die vorjährige Resolution des deutschen Flottenvereins nnd forderte zu ausdrücklicher Zustimmung dazu iaus, irelcker Anforderung die Versammlung durch Erheben von
Aus dem Verwalinnasbericht der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr lß(H.
(1. April 1901 bis 1. April 1905.)
Der Verwaltung -richt m Großh. Bürgermeisterei, der seit gestern .Dir Ein sichln ahme auf der Bürgermeisterei vffenliegt. enthält auf seinen 170 Griten eine Fülle interessanten Materials über die Entwicklung und den Stand d^r städtischen Angel '^enheiten, denen im nachstehenden einiges entnommen sei.
Die am Schluß des Ber'cklsjahres 34Mitglieder zählende Stadtverordneten Versammlung, bereit ältestes Mitglied der seil 1878 ihr ang°luirende Wnßbindermcister Louis Petri II. ist, hat in 19 Sitzungen über 701 Gegenstände verbandelt, gegen 22 Sitzungen und 615 Gegenstände im Vorjahr. Die einzelnen Deputationen und Kommissionen hatten zu verzeichnen: 1. Baudeputation, Kommission für das Feuerlöschwesen und Friedbofskommisston: 22 Sitzungen, 603 Gegenstände; 2. Finon-kommission: 16 Sst'ungen. 90 Gegenstände: 3. D"vntaston für das Gas-- und Wasserwerk und für da? Elektrizitätswerk: 9 Sitzungen, 85 Gegenstände; 4. Juristische Kommission: 3 Si^ungen. 19 Gegenstände: 5. Schlachthoskommission: 1 Sitzung mst 9 Gegenständen; ü. Land- und forstwirtschaftliche Kommission: 4 Sitzungen mit 40 Gegenständen; 7. Schu.deputation: 7 Sitzungen mit 19 Gegenständen; 8. Sozialpolitische Kommission: 5 Sitzungen, 11 Gegenstände; 9. Deputation für den ülrbeits- uachweis: 10. Deputation für die Märkte: 3 Sitzungen mit 4 Gegenständen: 11. Pferdemarktkommission: 2 Sitzungen mit 20 Gegenständen; 12. Deputation für das Einquartierungswesen : 2 Sitzungen mit 2 Gegenständen; 13. Kommission zur Prüfung der Bedürfnisfraqe für Gesuche um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb und zum Ausschank und Kleinhandel mit Branntwein: 13 Sitzungen mit 62 Gegenständen; 14. Vorschlagskommission: 6 Sitzungen, 12 Gegenstände; 15. Deputation zur Unterzeichnung von Urkunden: 16. Verschlußkommis'ion: 16 Sitzungen mit 54 Gegenständen; 17. Theaterkommission: 2 Sitzungen mit 6 Gegenständen; 18. Kommission für Beschaffung von Brennmaterialien: 2 Sitzungen mit 2 Gegenständen; 19. Verkehrskommifsion: 1 Sitzung mit 5 Gegenständen' 20. Armendeputation: 19
R a ch b a rst a a t c n. In Alsbei m brachte bei einer Schlägerei der Bahnarbeiler Otto Krause den 3 Brüdern Brodhäcker M esier 9 jchc bei. Kanin mit dein Leb-m davonkoinmen dürste der jüngere, 18jährige Brodhäcker, der 17 Stiche erhielt. — Der seit 4 Dez. v. I. abgängige 72 jäbrige Privatier Ildarn H o s m g n n aus G a nmn e l s b a ch wird immer uocb vermißt Eine von (Rammelsbacher Bürgern unternommene Absuchung der Waldungen verlies ersolgsos. — Ja Wor m? wurde von spielenden Kindern lnnter der Lielurauenkrrche die in Zeitungen eingeivickelie etiva acht Tage alte Leiche eines neugeborenen Ai ä d ch e n s aus- ge'nnden. Tie ce'i4u'iel'e Telünn er.ieil' Kindevinoid._____________
Kongress der Tabakarbeiter Deutschlands.
S. u. H. Berlin, 31. Jan.
Tie Verhutdst.mgeu des Konaress's der Tabekgrbeiter Deutschlands. der als Proteslk"ndgebung geaen die Tabaksteuervorlegen der Re^i^rung einber"fen wer, erreichten fritte nach dreitägiger Dauer ihr Ende. 65 Redner gelangten zum Wort und 50 R.dner waren noch cingezeichnet. als beute nachmittag ein Schlußantrag zur Annahme gelangte. Sämtliche D'sst-stionsredner, nnter ihnen der Hess. L a n d t a g s a b g. R a a b - V s u n g st a d t stellten sich m:f den Standpunkt des Referenten Molkenbuhr, d^ß die neue Steuer die Vernichtung Tausender Qm ft-men in der Tabakindustrie 'ur Folge h^ben wi'rde. was umso schlimmer sei. als die in der Tabalsabrikatlon beschäftigten weiblichen Arbeitskräfte und In- viliden in anderen Berufen.nickt unter Fmirnrn könnten. Rott- Lahr i. B. führte aus, d^ü er l-mvtsächlich von Angehörigen her ?entr"mspmtei nack B"r^in geschickt worden sei. Sein K^hresverdienst betrage 520 Mk. Dabei müßten seine Frau und s^ine sechs Kinder oft bis in die Nacht hinein auf den Beinen fein.
. Die einstimmig zur Annahme gelangte Resolution protestiert zunächst aus das entschiedenste gegen jede Erhöhung der Tabaksteuer, des Tobakrolles, sowie gegen lebe Art der weiteren Besteuerung der Tabalf'brikate und verurteilt dann aufs schärfste, dchß die Regierung es unterließ, Neaierungsvertreter behufs näherer Information über die wirtschaftliche Lage der Tabak- Arbeiter dem Kongreß zu entsenden. Ter Tabak, so^heißt c3 in der Resolution weiter, ist für die in der Tabakindustrie beschäftigten Arbeiter der unent^eltrliche Rohstoff des G"werbes. Steuererhöhungen, die eine Berteuenmg dieses Genußmittels herbeiführen, h^ben eine Herabdrückung des Konsums zur Folge und bringen d'-her für die in der Tabakindustrie und fc-ert Reben- gewer'ien Beschäftigten: Arbeitslosigkeit und Lohnreduzierungen. Die Tabakarboiter glauben umsomehr berechtigt zu sein zu einem Protest gegen weitere Steuererhöhung, 1) weil in der Tabakindustrie eine große Zahl schwächlicher nnd verkrüvpelter Arbeiten Unterschlupf gefunden haben, die in keiner anderen Industrie sich su, ernähren imstande sind' 2) weil durch den am 1. März 1906 in Kimft tretenden Zolltar f eine weitere Herabdrückung der elenden Lebensh''lO'ng der Tabakarbeiter bewirkt wird und 3) weil die jetzige Steuergesetzgebung für die Tabakinduüane zur Folge hatte, daß die Tabukarbeiter, die vor dem Jahre 1879 mit zu den besser entlohnten Arbeitern gehörten, jetzt nach der Lohnstotist''k her Berufsgenossensckgfwn mit ihrem Jahresverdienst um 400 Mark unter dem Durchscknittsv--rdienst der gegen Unfall versicherten Arbeiter stehen. Die alljährlichen enormen Ein-- nahmen, welche das Reich durch die im Jahre 1879 erfolgte Erhöhung des Tabakzolls und der Tobaksteuer hatte, werden houptsächlich getragen durch die in der Tabakindustrie und deren Rebengewerben beschäftigten Arbeiter in Form der damals in großem Umfange vorgenommenen Lohured"ktionen. Eine neue Steuererhöhung würde eine weitere Verschlechterung der Lage der Tabakarbeiter herbeiführen. Da die Tabakarbeiter in 300 Arbeitstagen jetzt einen Durckschuittsverdienst von 544 Mark erzielen, würden sie durch Lohnverschlechternngen zum Hungern verurteilt. sein. Die Resolution wendet fick weiter zu der geplanten^ Zigarettensteuer, die in manchen Fälleri höher sei als der gegenwärtige Verkaufspreis und spricht zum Schluß die Erwavt- aus, daß der Reichstag ebem'o einstimmig wie seine K'omm'ssion- die Steuervorlage ablehnen möge. — Diese Resolution soll sämtlichen Reickstagsabgeordnetcn zuaesaudt werden. Auch wurde be- chlossen, die Romen derlenigen Reickstagsabgeordneten in einem Flugblatt den Tabakarbeitern bekannt zu geben, die in der entscheidenden Abstimmung im Plenum für die Tabaksteuer stimmen werden. — Ferner wurde mitgeteilt, daß zwischen den Vorständen des Tabakarbeiterverbandes und d's Sortierer-Verbandes Verhandlungen sckweben, um eine Verschmelzung der Heiden Organi- ationen herbeizuführen. — Endlich wurde beschlossen, daß die mtf dem Tabakarbeiter-Kongreß von 1893 zur ßlbwehr etwaiger Tabak^euer-Porlagen einges''tzte Zentral-Kommission auch für die Bufmrft nut dem g le ick en Lweck bestah'-n bleiben soll.


