Die heutige Kummer umfaßt 8 Seifen.
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Tagesordnung:
1. Vorlage der Rechnung für 1904.
2. Gesuch der Stadt Grünberg um Genehmigung zur Abhaltung eines weiteren Vieh- und Krämermarktes im Monat September vom Jahre 1907 an.
3. Vortrag des Herrn Professor GiseviuS über den natur- wisienschaftlichen Unterricht in der Fortbildungsschule unter Berücksichtigung der Landwirtschaft.
4. Voranschlag für 1906.
5. Landwirtschaftlicher Wetterdienst.
6. Mitteilungen und Anträae.
Tote und Gefangene zurück, ebenso sämtliche Kameele, Pferde usw. Auf französischer Seite wurden zwei SpahiS und drei Emqeborene verwundet.
Korn dänischen TyovweÄsit.
Kopenhagen, 31. Januar.
Der König befahl, daß anläßlich seiner Thronbesteigung ihm Vorschläge, betreffend die Begnadigung solcher Sträflinge, welche nicht als gefährliche Verbrecher bezeichnet werden Tonnen und soweit als möglich für zwölf von jeder der drei Stra'anstalten, gemacht werden. Ferner ordnete der König an, daß alle Personen, welche früher nicht zu Gefängnisstrafe oder Strafarbeit verurteilt wurden, aber zur Zeit wegen Ueber- trctung der Kapitel 23 bis 27 des Strafgesetzbuches (Eigentumsoergehen usw.) zu Gefängnis verurteilt sind, teils völlig, teils bedingt begnadigt werden sollen, und daß betreffend diefenieen Personen, welche unter entsprechenden Verhältnissen unter Anklage stehen, oder in Untersuchungshaft gehalten werden, und bei denen angenommen wird, daß die Strafe das Gefängnis nicht übersteigt, Vorschläge über das Fallen- laffen der Anklage gemacht werden.
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Darmstadt, 31. Jan. Wegen des Ablebens des Königs Christian IX. von Dänemark ist eine Hoftrauer vom 29. Jan. bis zum 11. Febr. einschließlich an- geordnet worden. Die Damen erscheinen in schwarzen seidenen Kleidern mit weißem Kopfputz und weißen Handschuhen. Die Herren tragen zur Uniform einen Trauerflor um den linken Oberarm.
jährlich Ml. 2.20; durch Adhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pi.; durch diePost Alk. 2.— viertel- jährt, ausichl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die Tage-Luliuuuer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenvrets: lokal 12Pf^ auswärts 20 P»g.
Verantwortlich für den polu. und allgem. Teil: V. W'ttto: für .Stadl und ßanb' und (Äenchtssaal"-. Ernst Heß; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
kommen. .
Aus Petersburg wird gemeldet, m Riga fei ein Kom p(oft entdeckt worden, welches bezweckt, alte höherer Beamten zu ermorden.
Aus Reval wird berichtet, daß zwei englisch Matrosen auf der Straße durch russische Soldatei
Frankreich.
Paris, 31. Januar. Verschiedene Blätter setzen ihre Nörgeleien gegen Deutschland fort. So berichtet heute das „Echo de Paris" aus Algeciras, Deutschland bekunde sich immer mehr als offenkundiger Beschützer des Islam. Ein Kreis von Marokkanern umlagere fortwährend die deutschen Delegierten und nehme jede Gelegenheit wahr, um einen übersprudelnden Enthusiasmus für die Politik des deutschen Kaisers an den Tag zu legen.
— Die Kammer beriet über die Arbeite r-A lters- versicherung, wonach der Staat die Rente, wenn sic weniger als 360 Franks zu betragen hätte, auf diese Höhe ergänzt. Ein Abgeordneter beantragte, daß der Zuschuß nicht mehr als 120 Franks betragen darf. Ter Ausschuß bekämpft den Antrag, hingegen unterstützt ihn Finanzminister Merlou. Jaurös erinnerte den Minister, daß Nouvier den Ausschußentwurf gebilligt habe. Merlou sagte: Schlagen Sie uns das deutsche System vor, wir schließen uns an. Jaurös tadelte die Negierung, daß sie nach mehrmonatlicher Beratung dem Kommissionsentwurf da? deutsche System in die Quere werfe. Dieses System sei aber auf dem Grundsatz der Invalidität und nicht des Alter? aufqebaut. Es sei jetzt nicht der geeignete Augenblick, der Arbeiterklasse eine Enttäuschung zu versetzen. Das Haus lehnte den Abänderungsantrag ab.
— 'AuS Tanger meldet der „Eclair": Eingeborene berichten, daß der schwedische Dampfer „Helena- an der Küste 2 Schnellfeuergeschütze, 1000 Gewehre, Munition rc. gelandet habe. Der Prätendent soll diese Waffen für 100000 Franks bei einer belgischen Gesellschaft bestellt haben.
— Aus Oran meldet das „Echo de Paris-: Eine fran- zösische Kolonne in Stärke von einer Kompagnie der Fremdenlegion hat in den letzten Tagen eine Räuberbande in Stärke von 3000 Mann angegriffen. Die Araber ließen 1200
Bekanntmachung.
Montag, den 19. Februar d. Fs, nachmittags 1'/, Uhr wird zu Grünberg im Gasthaus „Zum Hirsch- eine Versammlung des landwirtschaftlichen BezirksveremS Gießen stattsinden, zu der die Mitglieder und alle Freunde deS Vereins eingeladen werden.
Die Saatoermittlungsstelle deS Hessischen LandwirtschastS- ratS ist ersucht worden, Proben der zum Verkauf stehenden Saaten während der Versammlung zur Ausstellung zu bringen und Saatlisten offen zu legen.
Gießen, den 26. Januar 1906.
Der Vorstand des landw. Bezirksvereins Gießen.
Dr. Sreibert
Bekanntmachung.
Unter dem Schweinebestand des Müllers Fr. Frey zu Sommersmühle bei Harbach ist ein Fall von Schweineseuche festgestellt worden.
Gchöftsperre ist verhängt.
Gießen, den 30. Januar 1906.
Großherzoglichcs Kreisamt Gießen.
I."V.: Dr. Merck. ______________
Nutzland.
Einige Petersburger Blätter, welche in den Berichten über den im Dezember 1905 stattgehabten Empfang einer Abordnung des »Verbundes des russischen Volkes" durch den Kaiser unter Verletzung der bestehenden Prekoorschriften und des Strafgesetzbuches ohne vorher eingeholte Erlaubnis Mitteilungen über persönliche Handlungen und mündliche Aeußerungen des Kaisers gebracht hatten, werden zur Verantwortung gezogen.
Bei der Ueberführung aus dem Bureau der Sicherheitspolizei nach dem Zentralgefängnis in Riga wollten mehrere Gefangene entfliehen. Zwei wurden durch die Begleitmannschaft getötet, einem dritten gelang es, zu ent-
Versammlung des Flottcnvererns.
Gießen, 1. Februar.
Die vom Gießener Flottenverein gestern abend abgehaltene Versammlung in „Steins Saalbau" war recht gut besucht, namens lieh war das Offizierkorps unseres Infanterie-Regiments und die Studentenschaft zahlreich vertreten. Der VercinÄiorsitzende, Dr. Heuser, gab in seiner Begrüßungsansprache der Freude über den guten Besuch Ausdruck und legte die Beweggründe dar, die zur Anberaumung des Vortrages Veranlassung gegeben yattem
Der Redner des Abends, General a. D. Ke i m-Berlin, sprach zunächst seine Freude darüber aus, hier in Gießen, der Haupt- ladt seiner oberhessischen Heimat, sprechen zu können, m der Stadt, die die höchste geistige Instanz in Heften bilde und große wirtschaftliche Interessen habe. Die Floltenfrage sei keine partes politische Frage, sondern eine Frage von wirtschaftspolitycheu Bedeutung, die über dm parteipolitischen Erörterungen stellen ollte. Ter mnerikarrisckze Präsident Roosevelt habe einmal ge^ agt: „Wer an der Flotte spart, begeht Verrat an sememj Vaterland"; in Deutschland sei ein solcher Ausspruch nickst möglich, ohne damit ein gewaltiges Geschrei zu verursachen^ denn wir seien ein Volk von Theoretikem, das nicht „ja, also ' sondern stets „ja, aber" sage. Rach einem historischen Rückblick über die Bedeutung der Flotte für die Macht und Handelsbedeut- nng der Staatm warf der Redner einen Blick auf die früheren Versuche zur Schaffung einer deutschen Flotte. Der Einwand/ daß Deutschlands Handel sich mtwickelt habe, ohne die icfct im Interesse des deutschen Handels geforderte, starke Flotte zst haben, widerlegte der Redner mit dem Nachweis, daß zur Zett der Entwickelung des deutschm Handels bis etwa 1880 Deutschlands Kriegsflotte an 3. Stelle gestanden habe. Die Flottenfrage sei eine wirtschaftliche Frage und diese Erkenntnis un deutschen Volke zu verbreiten sei die Aufgabe des Flottenvereins Bis in die Reihen der am weitestm links stehenden Parteien habe sich diese Auffassung schon Bahn gebrochen. Hierauf ging der Redner auf das letzte Flottengesetz (von 1900) ein, das mehrere große Fehler aufweise, so die zu lange GebranchSdauer der Schiffe die bei uns 25 Jahre statt 18 Jahre bei ben anderen Flotten betrage, ferner die Belassung der Küstenpanzer usw. als Lmiei^ schiffe, die zu langsame Bauart usw. Neber die Frage, welcheÄ Verhältnis zwischen unserer Flotte und denen des Auslands bestehe, könne sich jeder gebildete Mmsch em Urteil bilden. ES sei star, daß ein größeres Schiff eilten höheren Gefechtswert habe als ein kleineres und auch die schwere Schiffsartillerie, die
B. England habe, fei der mittleren deutschm ^chiffsartillene überlegen. Der ständige Hinweis des Flvttenvereins auf diese Dinge fei inzwischen auch vom Reiclsmarineamt anerkannt toor- den. Aber die Flottenvorlage von 1905 habe dieser Erkenntnis keine Rechnung getragen, denn sie enthalte nicht einmal all das, was die Vorlage von 1900 gefordert habe, trotzdem sicv die weltpolitische Lage seit jener Zeit sehr verschoben habe und zwar nicht zu fünften Deutschlands. Die ursprüngliche Meinung, daß man aus politischm Gründm nicht mehr edjiffe bauen wolle, sei doch nicht stichhaltig. Auch die Meinung, un erg Schiffswerften seien nicht imstande, mehr zu bauen, fei grundlos, ebenso sei die Frage des Drannschastsersatzes, denn man brauche nur die Besatzung der jetzt noch im Dienst befinolichen Schiffe auf die neuen Schiffe zu übertragen. Wenn man schneller baue, könne man sich die neuen Errungenschaften der rascher dienstbar machm und spare an Arbeitslöhnen. Deshalb habe der Flottenverein in seiner Versammlung un September 190o üot allem einen rascheren Ausbau der im Flottmgesetz^ von 1900 enthaltenen Schisse verlangt, damit die veralteten schiffe möglichst rasch durch neue ersetzt würden. Die Minderwertigkeit unseres Materials sei nicht, wie vielfach gesagt werde, durch dm höheren Wert der Offiziere und Mannschaften zu ersetzen, denn diese könne nicht in Geltung treten, wenn die Lchifie schon auf viel weitere Entfernungen vernichtet werden könnten. Rach seiner Ansicht könnten es blog innere politische Gründe iem, Rücksichten auf einzelne Parteien, und diese könnten in einer solchen <3rage nicht maßgebend sein. Die neue Vorlage bringe Schiffe mit größerem Deplacemmt und stärkerer Armierung, aber selbst mmn bcö Gesetz unverändert durchgehe, Helse es nicht viel, denn erst 1909 bekämen wir bei unserer langsamen^Bauarteia Schiff von 18000 Tonnen, während alle anderen Staaten setzt schon solche in beträchtlicher Zahl hättm. Ebenso bekamen wiL die dringend notwendigm großen Panzerkreuzer erst m der ZaA von 6 Stück im Jahre 1916 und diese seien alS Aufklarungsschiffe für die Mimische Schlachtslotte nötig, so daß wir bis dahin teilte; nennenswerte Ausla.ndsflvtte hatten. Wenn es zu einem emft> haften weltpolitischen Konflikt komme, so hättm wir nichts, was wir der englischen Flotte mtgegmfetzen konnten. Die emstew Worte des deutschen Kaisers in der Thronrede seien dazu angetan, alle Deutschen zum ernften Nachdenken über die weltpolitische Situation anzuregen, aber schon könne man em leichtes .Dav-^ überlnnwegaehm bevbachtm. Die TeckungSsraae spiele bei den Forderungen des Flottmvereins nicht mit, denn er verlange nichts mehr als was bereits bewilligt sei, sondern bloß einen fieberen Ausbau. Das Geld sei da, es drehe sich nur darum, es aufzubringm. Auch in einem zukünftigen bekriege werde der Erfolg da sein, wo die stärkste Rüstung sei. Die man die Sacke auch anfefre, komme man zu dem Schluß, daß uns eine st-rte orte dringend nötig sei. Die Frage einer stärkeren Seerüstung werde einmal eine Schicksalsfrage für das deutsche Volk werden, denn in einem zukünftigm Kriege werde nicht der siegen, der dm kürzesten Steuerzettel, sondern der, der den stärksten Spieß Hube. Die deutschen Dichter hättm die Bedeutung einer starken deutschen Flotte für die Seegeltung der deutschen Ration r^wmt, so z. B. Goethe, die Bedeutung des Panania- , für ButbuiiM und Wettpolitik. Der Vortragende schloß
sehen
München, 31. Jan. Prinz Ludwig von Bayern sprach sich im Reichsratsausschuß gegen die Einführung von Schiffahrtsabaaben aus. .
Karlsruhe, 31. Jan. Bei der Landtagsnachwahl in Bonndorf werden die Sozialdemokraten keinen Kandidaten aufftellen, sondern sofort für den Rational- liberalen stimmen. Damit wird dem nationalliberalen Kandidaten eine kleine Mehrheit gegenüber dem ultramontanen gesichert.
Deutsch-Ostafrika.
Dem Reichstage ist eine Denkschrift über die Ursachen de§ Auf st an deS in Deutsch-Ostafrika zuqegangen, welche Graf Götzen ausgearbeitet hat. In der Denkschrift wird dargelegt, wie der Aufstand eine einzige deutsch-ollafcikansche Erhebung fei von rein heidnischer Natur. Die militärlsche Macht sei unzulänglich gewesen, der Aufstand völlig unerwartet ge- kommen. Eine einheitliche militärische Leitung des Aufstandes sei nicht erkennbar geworden. Das einzige Mittel zur weiteren Entwickelung des Landes seien Eisenbahnen.
Deutsche- Neich.
Berlin, 31. Jan. Der Kaiser bestimmte das Linienschiff „Preußen" für die Fahrt nach Kopenhagen zur Beteiligung an den Beisetzungsfeierlichkeiten. Der Kreuzer „Ariadne" und das Stationsschifs „Carmen" begleiten das Kaiserschiff.
— Die „Rordd. Alla. Ztg." berichtet: Auf Veranlassung des Ministers v. Budoe fand heute eine Beratung über die bei den neuen Kanalbauten zu treffenden Ar- beiter-Wohlfahrtseinrichtungen statt. Minister v. Budde leitete die Verhandlungen mit einer Ansprache ein, in der er ausführte, die Verwaltung wolle die Fürsorge soweit wie irgend möglich ausgesbalten, um den Kanalarbeitern jede erreichbare Verbesserung ihrer Lage zu verschaffen. Eine besondere Erwägung erfordere die Frage, wie die Ausübung der Fürsorge im einzelnen erfolgen solle, namentlich inwieweit der Staat sie selbst ausüben könne und solle, oder ob er sie anderen Organen überlassen und sich auf die Regelung durch Vorschriften sowie die Ueberwachung der Ausführung beschränken müsse. Ties gelte in erster Linie von der Frage der Unterbringung und der Verpflegung der Kanalarveiter. Zur Regelung dieser Fragen erbitte er, der Minister, den sachverständigen Rat. Eine menschenwürdige Behandlung im christlichen Sinne und eine körperliche und geistige Wege der Kanalarbeiter sei das im Interesse des Einzelnen und der Allgemeinheit zu erstrebende Ziel. ,
Oldenburg, 31.Jan. Der sozialdemokratische Landtagsabg. Hug wurde von der Regierung als Beigeordneter der Gemeinde Bant nicht bestätigt.
Hamburg, 1. Febr. In der gestrigen Sitzung der Bürgerschaft wurde -die Verfassungsänderung, die im Sinne des Ausschußberichts den Rotabelnwahlkörper erweitert, mit 131 gegen 25 Stimmen angenommen, lieber den für das Schicksal der Wahlvorlage entscheidenden Punkt, nämlick) die zweite Lesung der Verfassungsänderung, die die Klasseneinteilung ermöglicht, wurde auf Antrag von 10 Mitgliedern geheim abgestimmt. Es ergaben sich 120 für und 35 gegen diese Verfassungsänderung; sie ist also angenommen! Ta für die -Annahme der Wahlvorlage nur einfache Mehrheit nötig und diese gesichert ist, so ist der Hamburger Wahlr echts kampf somit in reaktionärem Sinn entschieden. ,
Köln, 31. Jan. Gegenüber den Meldungen, daß in der zweiten Lesung der Kommission ein Kompromiß dahin zustande komme, daß der TabakzoN über die Sätze der ersten Lesung hinaus erhöht werde, versichert die „Köln. Volksztg." auf Grund zuverlässiger Informationen aus das besttmm- teste, daß das Zentrum für eine weitere Erhöhung desTabakzollesnichtzu haben sein werde.
W e i m a r, 31. Jan. Dem Landtag, der am 29. zusammentrat, wird u. a. ein 9tachtrag zum Landtagswahlgesetz beschäftigen. Tie Regierungsvorlage beabsichtigt, die fün Wahlbezirke für die Tausendtalermännerwahl, die sick mit den fünf Verwaltungswahlbezirken decken, nochmals in Wahlunterbezirke zu teilen, sodaß etwa jeder Amtsbezirk einen Wahlunterbezirk bildet. Auch eine Aenderung für die allgemeine Wahl ist in der Regierungsvorlage vorge-
Nr. 27 tr|»rtnt lügN-
außer SonniaaS.
Dem Gießener Anzeiger werden tm Weciüel mit dem hessischen Landwirt die Lietzener Familien, blätter viermal tn der
Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der B r u b l sichen Umvers.-Buch-u.Stem- drnckerel. R. Lange. Redaktion, Ervedmo» und Druckerei:
LLul st ratze 7.
Redaktion e=@ 113
Verlag u.Exped.^^51 Adresse für Tcpeicben:
Anzeiger Gießen.
erschossen wurden, weil sie die Aufforderung zum Stehenbleiben nicht verstanden hatten.
In Warschau ist der Anarchist Migelsohn, der an der Beraubung der Kaffe in der Brauerei von Schielle beteiligt war kriegsgerichtlich erschossen worden.
Aus Homel wird unter dem 28. Januar amtlich gemeldet: Die Brände in der Stadt, bei denen Ausschreitungen vorkamen, sind gelöscht. Veranlaßt wurden die Brandstiftungen durch die Ermordung eines Polizeibeamten unit durch den Haß gegen die Aufständischen. In mehreren brennenden Gebäuden fanden Explosionen statt. Aus den Häusern wurden Bomben geworfen und Sehüffe abgefeuert^ Die Truppen schaffen gleichfalls. Tie Zahl der Verwundeten beträgt 10; getötet wurde eine Person. Tie Truppen hatten keine Verluste. Der in der Stadt verursachte Schaden wird auf etwa drei Millionen Rubel geschätzt.
Erstes Blatt 150. Jahrgang Donnerstag 1. Februar 1800
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Gießener AMg • r
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen


