Ausgabe 
5.9.1905 Zweites Blatt
 
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freikarten an Stadtverordnete oder städtische Ehrenämter bekleiden, in üblich. Damit ist die Angelegenheit Wiesbaden, 1. Sept. Ein

mord ereignete sich gestern mittag

(.) Laubach, 4. Sept. Der gräfliche Jäger Krauß erlegte zwischen Jägerhaus und Einartshausen einen Ka­pitalhirsch, einen ungleichen Zwölfender. Die eine Stange des sehr starken Geweihes mißt vom Ansätze bis zu einem Ende 1,25 Meter. In einem dem Postboten Kramer zustehenden, an der Straße nach Wetterfeld ge­legenen Grundstücke wurde eine Wassernu^elle von be­deutender Stärke entdeckt. Sie wurde gefaßt, liefert ein reines, klares Wasser, nach der Berechnung etwa 1400 Hekt. innerhalb 24 Stunden. Die etwa 6 Km. entfernt liegende Gemeinde Villingen sucht sie zur Anlage einer Wasser­leitung zu erwerben. Dem Besitzer hat sie für die Quelle den Kaufpreis von 3500 Mk. geboten. In vergangener Woche hat bereits eine Besichtigung der Quelle seitens des Ge­meinderats Villingen unter Zuziehung eines Ingenieurs stattgefunden. Dieser ist mit der Ausarbeitung eines Kosten- vrojekts beauftragt worden.

Südwestafrika genug vor seiner eigenen Dür zu fegen hatte, trat dieses Interesse mehr und mehr vor dem Schauspiele in -Jimften

Jahr!" __

- Die Frankfurter Modellhut-Ausstellungen haben gestern begonnen. Frankfurt folgt in dieser Beziehung direkt hinter Berlin und ist allmählich auf dem Gebiete der Damenhutmode tonangebend geworden. Die dies­jährige Herbstausstellung ist, so schreibt man uns, wieder sehr reichhaltig und schon gestern trafen viele Modistinnen zur Besichtigung der Ausstellungen ein. Samthüte und geformte Filzhüte werden in diesem Winter dominieren. Die Gar­nitur wird meist in Samt und Seide gehalten, aber auch große Straußfedern in der Farbe der Hüte sind modern. Natürlich hängt die Garnitur des HuteS in der Hauptsache von dem Geschmack der betreffenden Dame und dem Können der Modistin ab. Daran ändern auch alle Launen der Mode nichts.

letzte kam nach dem Dr. Christschen Kindcrhospital in der Theobaldstraße. (Kl. Pr.)

sd. Frankfurt, 4. Sept. Ein Teil der Stadt­verordneten hatte seiner Zeit die Ansicht ausgesprochen, daß es erwünscht sei, wenn die Mitglieder der Stadtverordneten­versammlung und des Magistrats Freikarten für die städtische Straßenbahn erhielten. Die Bevölkerung in ihrer Mehrheit war von dieser Ansicht der Stadtväter nicht erbaut, da man allgemein der Ansicht ist, daß für ein Ehren­amt keine Aequivalente und als solches würde doch die Trambabnfreikarte anzuschen sein gewährt werden. Eine ganze Anzahl Stadtverordnete stand ebenfalls auf diesem Standpunkt. Auch der Magistrat nimmt ihn ein, wie er jetzt bekannt gibt. Die Gewährung der Freikarten würde nach seiner Ansicht gegen den § 79 des Gemeindeverfassungsgesetzes verstoßen. Außerdem ist die Gewährung von Straßenbahn- andere Personen, die

genommen. Schwalbenfamilien sammeln sich zu Gesell-Nein soll. Die Frau eilte ins Zimmer und fand ihr Kind schäften. Aus den Büschen der Raine und Gräben wie aus! mit blutendem Kopfe bewußtlos am Boden liegen, den Beerensträuchern großer und kleiner Gärten tönt das I Die Rettungswache, die herbeigerufen wurde, fand am Kopf Gezwitscher der Rotkehlchen, in das Drosseln und I ^,em linken Ohr eine kleine Wunde, die von einem Nagel 'T' r' ,'wa herrühren konnte. In der ganzen Stube fand sich aber kein

Nagel vor, auf den das Mädchen hätte fallen können. Es

mucken einsttmmen. Den Hörer beschleicht ein eigenartiges Gefühl bei diesen Lauten und Liedchen. Sie klingen wie Abschiedsseufter und Scheidegrüße. DieiÄ deshalb die Vermutung bestehen, daß aus der Nach- ts^rein^und wirkt erquickend. Aus den Obstgärten leuchten bcwschast jemand auf da^ Kmd g^schossen

rotbäckige Aepfel, goldglänzende Birnen. Jahr um Jahr>^» Kmderbosvttal m der

vollzieht sich dieser Wandel in der Nattir nach gewohnter Art und durch ihr auch in Herz und Gemüt, und wir stimmen ein wenig zögernd dem Dichter zu, wenn er singt:Wie schön ist "der Wechsel der Zeiten, o Freunde, im wandelnden

Fusan-Söül schritten.

An Streitkräften waren zur Zeit vorhanden auf russischer Seite 228000 Mann, von denen 140000 Mann Infanterie 12 500 Reiter, 7500 Mann Artillerie mit 27 Batterien, 12 000 Mann Genietruppen und 8000 Mann Festungstruppen südlich von Mukden standen, also sich auf die Bahnstrecke Bort Arthure Mukdcn und auf die Nebenstraßen nach Nmtschwang und zum Jalufluß verteilten. Der Nest der Russen verteilte sich auf Wladiwostok und die nördlich von Mukden gelegenen Station^. Japan stellte demgegenüber zunächst 331000 Mann mit 7900 Offi­zieren, 70 000 Pferde und 516 Geschütze ins Feld, die aber nur sehr allmählich eingesetzt wurden. Beide Armeen verfugten selbst­verständlich über starke Reserven.

Wollte Japan sich die Vorteile seiner zu Anfang des Krieges zweifellos vorhandenen numerischen Ueberlegenhcit sichern, so mußte es unter allen Umstanden sich die unumschränkte öce» Herrschaft verschaffen, damit es seine Gruppen an beliebigem Punkten des Festlandes landen konnte. Der spanischen Flotte iel demgemäß zunächst die Hauptaufgabe zu und sie entledigte ich dieser durch 'ständig wiederholte Angriffe aus das russische Port Arthur-Geschwader, das sich nach seiner ersten "eberrumpel^ ung in den schützenden Hafen zurückgezogen hatte und dort bald regelrecht blockiert wurde. Die Russen zeigten sich hier den Ja­panern in keiner Weise gewachsen. Ein neuer Verlust trat sie durch den Untergang des MinenlegersJenissei . Dne russische Flotte wagte sich angesichts der sich fast alltäglich wiederholenden tollkühnen japanischen Torpedobootangriffe Nickt mehr aus dem Hasen heraus und so konnten die Japaner ihre Truppen ganz unbehelligt in Korea lande,i, dessen Hauptstadt Soul bereits am 12. Februar von ihnen besetzt wurde. Die Japaner nahmen auch alsbald den Vormarsch zum Jalufluß auf, während andererseits die Kosaken des Generals Sassulitsck den Jalu ubcrschrittm und in Korea eindrangen. Schon am 13. Februar kreuzten sich zum ersten Mal die Klingen, die japanische Patrouille, welche auf die Russen gestoßen war, wurde gefangen und ganz Rußland jubelte ob dieser glücklichen Vorbedeutung. Inzwischen war die Frage des Oberkommandos auf beiden Seiten geregelt worden. Der russische Statthalter Alexejew behielt die Oberlcttima. zum eigentlichen Truppenführec aber wurde der bisherige russische Kricgsminister, General Kurv Palkin, zum Kommandierenden Admiral Makarow ernannt; auf lapanistzr Seite erhielt ucral Kuroki das Kommando über die in Korea gelandete erste Armee. Der russische Vormarsch in Korea kant vor Phiöngiang, halbwegs zwischen Söul und dem Jalu, am 29- Fcbruar zum Stehen. Die Russen ließen sich auf ein ernstes Gefecht mit den anscheinend in der Ueberzahl befindlichen Japanem picht ein, sondern gingen langsam zurück. Japan sicherte sich die bisher errungenen Vorteile dadurch, daß es am 24. Februar das Pro­tektorat über Korea übernahm, dessen Unabhängigkeit und Inte­grität aber garantierte. Während sich nun zu Lande die wpa- nischc Heeresleitung mehr und mehr nach Norden vorwärts schob, ruhte auch die japanische Flotte nickt. Auf Port Arth^wurde ungeachtet des Feuers der Landbatterien eine Reche von Brander­angriffen gemacht, welche nickt nur den unter btc

russischen Schiffe tragen, sondern auch die Fahrstraße durch rechtzeitiges Versenken der Schiffe versperren sollten. Diese An­griffe erfolgten vom 24. Februar an mit kurzen Intervallen den ganzen März hindurch. Am 6. März erschien der icsixmffche Admiral Kamimura vor Wladiwostok auf der Gliche nach dem russischen Wladiwostok-Geschwader und beschoß die Stadt eine Stunde lang, ohne indessen großen Sckwden anzurichten. Das russische Geschwader blieb ruhig im .Hafen und die Japaner gingen wieder in See. In der Nacht vom 10. zum H, Marz kam cs vor Port Arthur zu einem heftigen Kampfe zwi'cken russi- schen und japanischen Torpedobooten, wobei das russische Tor­pedobootSteregntschh" vernicklet wurde. An den Kampf schloß sich ein Bombardement der Stadt durch die lapamiche Flotte, durch das wesentlicher Schaden nicht angerichtct wurde. Am 22 März kam cs wiederum zu einem Feucrgcsecht zwischen beiden Flotten, jedoch auf so weite Distanz, daß auf keiner Sette Unfälle vvrkamen. Am 28. März fand zu Lande der nste größere Zusammenstoß zwischen Kosaken und tapauffcher In­fanterie und Kavallerie bei Tschöngdschu statt. Die Rusien wurden aus der Stadt verdrängt und letztere von den Japanern beseht, deren erste Armee nunmehr den Vormarsch zum Jalu antrat Die Armee setzte sich zusammen au§ bar Garde, bet 2. und 12 Division und verfügte über 15 000 Mann Kavallerie. Am 2 'April fiel Widschu in ihre Hände. Hier blieb die Armee 1 zur Sicherung ihrer rückwärtigen Verbindungen lange Zeit liegen. : Diese Wartezeit wurde wieder von den beiden Flotten zu einem i Duell benutzt. Admiral Makarow war inzwischen m Port Arthur cingetroffen und alsbald dazu geschritten, die russisck^e Flotte ' wieder aktivnssähig zu machen. Dies war ihm so gelungen, > daß er kein Bedenken trug, sich den Japanern zum Kampfe zu ' stellen. Am 13. April kam es in der Morgenfrühe zu einem Kampf von Torpedobooten, bei dem das russische Torvedoboot ^Bestrascknij" von den Japanern in den Grund gebohrt wurde. Das russische Gesck)wader eilte nun zur Hilfeleistung herbei, während auch die Javaner herankamen. Eben hatte das Geschutz- feuer begonnen, als das russische AdmiralschiffPettopawlowsk" auf von den Japanern kurz vorher gelegte Streuminen ssieß und unterging, nur Großfürst Chrill und etwa 60 Personen konnten gerettet werden, Admiral Makarow, Konteradmiral Mvlas und der Maler Werestschagin fanden mit etwa 700 Mann den Tod. Unmittelbar darauf lief auch diePob- jeda" auf eine Mine, konnte aber noch den rettenden Hafen er­reichen, in den auch die übrigen russiscken Schiffe eilends flüch­teten. Zum Nackfolger Makarows wurde Admiral Skrydlo w ernannt, der indessen nicht mehr nach Port Arthur gelangen konnte. Inzwischen war bad russische Wladiwostok-Geschwader, bestehend aus den SchissenRossija",Gromoboy",Bvgcttyr" iindRnrik" nickt müßig geblieben. Am 25. April erschien es plötzlich vor Gensan und bohrte dort einen großen japanischen Dampfer in den Grund. Vielleicht war dieser russische Erfolg mitbestimmend für die Wiederaufnahme der Operationen in Korea.

(Fortsetzung folgt.)

'"^Die Ursachen des Krieges liegen in dem Bestreben Japans und Rußlands, sich die Vorherrschaft über China zu sichern. Rußland hatte die Mandschurei schon so ziemlich verweist, Japan wollte das gleiche mit Korea und gleichzeitig Rußland wieder aus der Mandschurei heraushaben, ^en Anlaß gab . das öffentliche Bestreben Rußlands, Japan hinzuhalten und seme seit langer Zeit betriebenen Rüstungen sortzusetzen, bis es ^apan sagen könne, nun ist es genug des Spieles. ~ange r^lt hatte Japan sich bemüht, auf diplomatischem Wege von Rußland Zu­geständnisse zu erlangen. Auck schien es noch Anfang Januar so, als ob sich alles friedlich regeln lasse. Nur m Kleinigkeiten sollten noch Meinungsverschiedenheiten bestehen, namcich dar­über, wie weit Rußland ein Festsetzen Japans in Korea zulassen wolle. Auf eine neue Note Japans erhielt letzteres keine Ant­wort. Auch ein Ersuchen vom 27. Januar 1904 die Antwort zu beschleunigen, hatte keinen Erfolg. Japan sah hierin Rußlands Absicht der Verschleppung und stellte Anfang Februar an Ruß- laud das bündige Ansinnen, die Souveränität Chinas über die Mandschurei klipp und llar anzuerkennen. Auch hierauf blieb die Antwort aus ober erging vielmehr erst so spät, baß sie eben z u spät kam. Japan hatte bereits am 6. Februar bie diplo- matischen Beziehungen abgebrochen. Am 7. Februar begann die Einschiffung ber japanischen Garbebivision nach Korea und in der Nackt vom 8. zum 9. Februar erfolgte ber Angriff des japa­nischen Aomirals Togo auf bas russische Port Arthur-OKichwaber vor dem Hafen, wobei bie russischen PanzerRetwffan und Zäsarewitsch", sowie ber KreuzerPallaba" schwer beschädigt wurden. Kurz vorher hatte der japanische Admiral Urru vor Tschemulpo den russischen KreuzerWarjag" und bas Kanonen­bootKorejetz" nach heldenmütigem Widerstand überwältigt und die Landung ber japanischen Garde in Tschemulpo bcwerfftelligt. Gleichzeitig waren Fusan und Masampho von den Japanern,be­setzt worden, welche ungesäumt zur Vollendung ber Bahnlinie

keiner größeren Stadt erledigt.

gräßlicher Selbst- kurz nach 12 Uhr in dem Hause "Nettelbeckstraße 4. Dort sollte ein angeblich aus der Irrenanstalt Eichberg entsprungener Geisteskranker durch mehrere Schutzleute verhaftet werden. Um sich dem zu ent­ziehen, durchschnitt er sich zunächst die Pulsader und sprang dann aus der schwindelnden Höhe der im 5. Stocke gelegenen Frontspitze auf die Straße, wo er mit zerschmetterten Gliedern liegen blieb. Die zunächst herbeigerufene Sanitätswache mußte unverrichteter Sache wieder abziehen, da der Unglückliche so­fort tot geblieben war. Später wurde dann die Leiche durch Dienstmänner im Transportkorbe nach der Leichenhalle ge­bracht. Auf der Aarstraße zwischen Langenschwalbach und Hohenstein verunglückte gestern ein Militär-

-.1 Automobil dadurch, daß die Steuerung des in voller Fahrt befindlichen Wagens versagte. DaS Automobil rannte über

I Rockenbera 4 Sevt. Dein Aufseher i. P. $ob. bcn Ehausseegraben die steile Böschung der Bergseite hinauf, Ant. Dem wurde anläßlich seiner gestern stattgehabten überschlug sich und stürzte umgekehrt m den Graben zuru . goldenen Hochzeit von S. K. H. dem Großherzog Die drei Insassen, em Offizier, der Chauffeur und em dessen Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift verliehen. Auch Militär-Radfahrer wurden herausgeschleudert. Wahrend die das Großh. Oberkonsistorium, sowie das evangelische Dekanat I beiden letzteren nur leichte Verletzungen davontrugen, rouroe Hungen hatte herzliche Glückwunschschreiben gesandt, die von ^i: Offizier recht erheblich am Arm und Bein verletzt. Pfarrer Alböhn in der Kirche nach der Trauung zur , .....

Verlesung gebracht wurden. Dem ersten Schreiben war ein Neues Testament als (beschenk Leigefügt. Die Beamten des Utto

Zuchthauses Marienschloß hatten auf Anregung des Direk-Reichsanzeiger" meldet: Bis zum 3. September mittags

tors Bornemann dem Jubelpaare einen wundervoll ge- to1lti)ctt in Preußen 15 neue Erkrankungen und 3 Todesfälle, schnitzten Sessel als Geschenk gebracht, während die früheren, his zum 4. September mittags 10 weitere Erkrankungen und jetzt an der Zellenstrafanstalt Butzbach angestellten Kollegen 3 Todesfälle an Cholera amtlich gemeldet. Die Gesamtzahl des Jubilars ein Gruppenbi.d überreichten. Die Feier der!beträgt bis jetzt 66 Erkranknnacn und 23 Todesfälle, zahlreichen Familienmitglieder, die sämtlich zu dem Feste Ferner liegen noch folgende Meldungen vor:

Pelle m Rockenberg ergab den schonen Betrag von 59 Mk. ^^lera gestorben. Der Kultusminister ordnete bie Her- Bad -Nauheim, 5. Sept. Folgende Unter- Dichtung "von Kantinen längs des Wcichselstromes an. Ans

Haltungen werden in dieser Woche stattfinden: Dienstag den Kantinen sollen nur^en^ si^G^au-

nachmittags und abends auf der Terraffe: Konzett: der Kur- n z eV^Krankenhaus iintergebrachte erkrankte Flößer können kapelle. Abends im Saale Vorstellung des Zauberkünstlers ^ahiffcheinlich nach acht Tagen als gesund entlassen werden. W. Röffner-Berlin. Mittwoch nachmittags und abends auf Bei dem früher erkrankt gemeldeten Schiffer in Trcul der Terrasse Konzert der

Abends im Saale Theater-Vorstellung. Gastspiel von i5rl. erkrankt und, nachdem «sie nach Kulm gebracht worden

Lia Maurice von Köln a. Rh.: Monna Vanna." Donners- gestorben. Es ist dies ber zweite auf einem Kahn Vor­tag nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der gekommene Erkrankimgsfall. In Mocker bei Thorn ist ein gÄÄÄte im Saale Theater-Vorstellung unter Mitwirkung der Kur- DerRegierung zu Bromberg sind der Fischer Sell im Jose- kapelle: Benefiz für Herrn Bruno Schlegel. Gastspiel von I fjnenkanal bei Nakel cholera krau k gemeldet worden, als flrl. ®fe Jüngling °°m H°sth°°t-r in Dnnnstadt: 1

NitoucheA Samstag nachmittags und abends auf ber I ^oImnr) Cnt Arbeiter und eine Arbeiterfrau, in Weißenhöhe der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends im Saale Theater- Mbeiter Lampreckt, im Kreise Czarnikan in den Ortschaften Brie- Vorstellung:Charlens Tante." Sonntag Militärkonzert sendorf, Romanshof und Welkowitz je ein Arbeiter. An Cholera nus der Terrasse. Abend- im Saale Sgmph°ni°.K°N-°rt der sind benDer^Schis,» Zu»r Ä

Kurkapelle. Albrecht bei Nakcl. In Lubosck wurde der für den 8. Sept.

z. Bieber, b. Rod heim, 3. Sept. Unser heutiges geplante Ablaß wegen der Cholera aufgehoben

Kirchweih fest ist gründlich verregnet, und der Zuspruch Auch ber Ehemann ber in ber Nackt sum 31. August an ans der Umgegend war daher nur schwach. Die Umzüge der der Cholera verstorbenen Arbeüerfrau Duddest m Rasten bürg B-reine mit Musik fanden aber in der üblichenWeisesstatt ist eine Cholera-

Kaum hatten sich die .Mrchweihgaste um 4 Uhr nachmittagsin ^bberwachungsstation in Köpenick bei Berlin errichtet worden, den Tanzlokalen zusammeugesunden, da brach er los, der Wasserbaustation Bat ihre Fahrzeuge zur Kontrolle aller unerbittliche, hartnäckige Regen. Die Stimmung wurde da- durchfahrenden Schiffe in bcn Dienst gestellt. Mle nach Berlin durch etwas beeinträchtigt; die Raritätenverkäufer, die auf unterwegs befindlick)en Schiffe werden einer Musterung unter» der Straße ihre kleinen Buden ausgeschkcrgen hatten, machten I zogen. In Köpenick wird außerdem eine Cholera-Baracke errichtet, traurige Gesichter. In dem bekannten Lokal von Gastwirt deren Leitung ein Militärarzt übernehmen wird.

SchlierbachZum Biebertal" wurde trotzdem in der im I *

Freien liegenden, gedeckten Halle eifrig getanzt. Da die Am 3 d M erkrankte in der Gemeinde Padew Naradowa Wassermassen von den Decktüchern nicht gut genug ablrcfen, I (yn{iiicn cin Gendarm unter Cholera-An wichen. Jns- hob man sie öfter mit Schirmen und Stöcken, sodaß es mir gCfamt s^tz dort bisher sechs Personen an Cholera erkrankt, so heruntertratschte. Trotz allem die Sttmmung wurde ch^on sind drei gestorben unb eine genesen. An Cholerakranken fidel, und der Brat.vürste, die Hr. Sckffierbach sehr schmack- blieben in Padew zwei Personen, in Grodzisko eine Person in haft zugerichtet hatte unb die verzehrt wurden, sind mi-I Behandlm^. _

aeräblte Rioraen ist auch noch ein Taa und hoffentlich ist I Wie bieAgenee Havas^ erfahrt, ist ber Generalinspektor das^ Wetter besser des ftanzösischen Sanitätswesens Chautemeffe beauftragt worden,

das Wetter vesier. oine Reihe besonderer Maßnahmen ms Werk zu setzen, welche

[J Marburg, 4. Sept. .Hier ist ntait bekanntlich eifrig -n ber bereits bestel-enden Seuchenbekämpsungs - Vor-

damit beschäftigt, die am Pilgrimstein gegenüber ber Uni- schriften die Einschleppung der Cholera nach Frank- versität stehende alte Herrenmühle zu einem städtischen Ele k r,. i ch zu verhüten bestimmt sind. Ferner sind strenge An­trizit ä t s w e r k umzubauen. Die Arbeiten sind recht nm- Weisungen an die Behörden der Grenzbezirke ergangen, welche erb. 4 100 000 «ife.ÄÄSSÄÄ

Ä^unbÄ^if ,CL °1S m8m°mmCn battC'

denn viele Bürger halten es für recht verfehlt, daß alle . ox .

Straßen des in lichtem Billensttl gehaltenen Südviertels! Die Genickstarre-Epidemie inIr eußen kann nun- mit solchen Riesen mastbänm en. an denen die Leitungs- mehr als erl o sch en bctracktet werden. >sett dem 19. November draht! befeftiflt finb, bcWanjt würten SBie tateiitlta.trilt Ä?.

Wird, soll diese Emrtchttmg nur vrovi,orsicl> fiut. I Preußen betrug die Zahl ber Erkrankungen 3250 mit

Frankfurt, 4. Sept. Am SamStag nachmittag gegen[1750 Todesfällen.

drei Uhr saß das zehn Jahre alte Kind Else, eines in der »--------------- -----------

Kornblumengasse 13 im zweiten Stock wohnenden Ehepaares, Hjn Rückblick auf ÖCrt ostastallscheN Krieg, am offenen Senficr. Die Mutter war auf dem Flur und CcWflencn jeiben Sota waren in ihrem ganzen

sprach mit Hausbewohnern. Plötzlich hörte sie einen Schlag, <ßcrl(U1fe toDn bcm surchtbaren Ringen in Ostasicn beherrscht, ber einem Schuß auS einem Revolver nicht unähnlich gewesen | Selbst in Deutschland, das dock wegen seiner Verwickelungen in