Müller fiel, als er vom Trajektboot ans Land sprang, um das Boot festzumachen, in den Rhein und ertrank. — Auf einer Bank am Feldbergtore fand man heute morgen eine lederne Tasche und einen Hut. Man vermutet, daß der Eigentümer ein Schiffsmann ist, der in der Dunkelheit auf sein Schiff wollte, dabei in den Rhein stürzte und ertrunken ist.
erteilt.
** Ehrenvolle Berufung eines Gießeners. An Stelle des zum Direktor der Kunstgewerbeschule zu Zürich ernannten Profeffors De Praetere wurde der Architekt August Biebrich er (ein Gießener) an die Kunstgewerbeschule der Seidenstadt Krefeld als Lehrer für moderne Architektur und Innendekoration berufen. Der zurzeit als erster Assistent im Atelier des bekannten Professors Peter Behrens in Düsseldorf tätige junge Künstler erhielt gleichzeitig einen Ruf als Lehrer an das Zeichenlehrer-« und Lchrerinnen-Seminar zu Düffeldorf. Ein Beweis für die auch schon durch mannigfache Erfolge bei öffentlichen Wettbewerben erwiesene Tüchtigkeit und künstlerische Befähigung des Herrn Biebricher.
•• VortragSprogramm. Wie alljährlich veranstalten der Kaufmännische Verein und der Ortsgewerbeverein auch in diesem Winter eine Reihe von Vorträgen. Um die Darbietungen weiten Kreisen zugängig zu machen, werden laut Inserat in heutiger Nummer Eintrittskarten für alle Vorträge gültig zum Preise von 4 Mk. ausgegeben und eS ist zu erwarten, daß diese Neueinrichtung viel Benutzung findet. DaS in Aussicht genommene Vortragsprogramm enthält, wie aus dem heutigen Inserat zu ersehen .st, mehrere sehr interessante Vorträge auS den verschiedensten Gebieten, weshalb auf dasselbe besonders aufmerksam gemacht sei.
'• Von den Landtagswahlen. Am Montag fand in Nid d a eine Besprechung von Vertrauensmännern vom „Bunde der Landwirte* über die Aufstellung eines Kandidaten zur Landtagswahl für den 12. Wahlbezirk der Provinz Oberheffcn, Nidda-Ortenberg, statt. Landtagsabg. Erk-Nidda, der seit 1887 dem Landtage und seit 1890 dem dritten AuSschusie angehört, wurde als Kandidat einstimmig aufgestellt.
— Für den Landtagswahlkreis Vilbel wurde in einer am vorigen Sonntag in Friedberg abgehaltenen VertrauenSmänner-Versanunlung als Kandidat des Bundes der Landwirte einstimmig Bürgermeister U l m a n n -Nieder- Grlcnbach wieder aufgestellt. (VolkSw.)
"• Hessisch-Thüringische Staatslotterie. In oer heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 50000 Mk. auf Nr. 93430, Gewinne von je 5000 Mk. auf Nr. 25575 30731 37254 75025 77303 81558 95047, Gewinne von je 2000 Mk. auf Nr. 1017 1481 4274 5436 5705 5763 6287 7408 10533 18229 29050 38964 55426 65645 68344 70093 77941 89575 93106 93640 96182 97761. (Ohne Gewähr.)
** Folgen der Kaiserparadc. Auf dem Jenaer sozialdemokratischen Parteitag hatte der Marburger Delegierte Dr. Miö^ls Vorwürfe gegen Parteigenossen von Fra«furt und Umgegend erhoben, weil
Arbeiterbewegung.
Gladenbach, 3. Okt. Bei dem Bau der hiesigen Wasserleitung arbeiten auch eine große Anzahl Italiener. Diese legten, wie die „Hess. Ldsztg." berichtet, plötzlich heute früh die Arbeit nieder, rotieren sich'zusammen und zogen vor die Wohnung des Ingenieurs unter heftigem Lärm, so daß die Polizei einschreitcn mußte.
Bingerbrück, 4. Okt. Hier wurde ein 16jährigeS^ Dienstmädchen auS Stromberg, daß bei dem Wir des Bahnhofs bedienstet war, verhaftet, weil eS zwei- mal versucht hatte, das Bahnhofsgebäude in Brand zu stecken. Beim zweiten Male wurde das Mädchen, das' Holzwolle und andere leicht brennbare Stoffe unter dem Dach zusammengetragen und angezündet hatte, erwischt und in das Untersuchungsgefängnis nach Stromberg gebracht. Dort war die Verhaftete als Brandstifterin bereits bekannt.
Wörrstadt, 3. Okt. In einigen Zeitungen las man, daß Bürgermeister Christ hier gegen den seitherigen Abg. Wolf-Stadecken für die Landtagswahl aufgestellt werden soll. Die Notiz entspricht, nach dem „M. Anz." nicht der Wahrheit.
Homburg v. d. H., 4. Okt. Die Kronprinzessin ist mit Gefolge heute früh gegen 9 Uhr über Frankfurt nach Baden-Baden abgereist.
Marburg, 1. Okt. Für die Marburger Töpfer. Industrie bildet die Inbetriebsetzung der Kreisbahn in den Ebsdorfer Grund einen großen Vorteil. So lange die „Marburger Dipperchen" noch gemacht werden, sind auch die Thonlager bei Dreihauscn, Ebsdorf und Hachborn im Betrieb. Der Transport mußte aber seit Jahrhunderten mittels Achse erfolgen, und das war sehr umständlich. Jetzt wird natürlich die Eisenbahn benutzt. Wird die Bahn nach Mücke weitergeführt, so kommt auch noch der Verkehr auS den alten Eisensteinbergwerken bei Atzenhain dazu. (Oberh. Ztg.)
Friedrichshütte, 3. Okt. Am letzten Sonntag veranstaltete der Pächter der Eisengießerei und Bauwerkstätte Herr Ad. Römheld zum 25jährigen Dienstjubiläum seines Buchhalters Herrn H. Weifenbach ein Fest in seinem Hause. Dem Gefeierten wurden recht schöne Geschenke überreicht. Einen von den Arbeitern gestifteten Seffel überreichten die
eifert der alte Stammgast, worauf sein Gegner ganz gemütlich erwiderte: „Wenn so eine Kleinigkeit wie mein Schnurrbärtchen Sie aufzuregen imstande ist, — dann sind Sie nervös!" Schallendes Gelächter der Stammtischgenossen quittierte die treffliche Antwort.
Dutenhofen, 3. Okt. Unsere Bahnstation ist schon seit längerer Zeit beträchtlich erweitert und verbessert worden, auch erfreuen wir uns einer Güterverladestclle. Daß letztere ohne eine Kopframpe nur beschränkten Wert hat, konnte man gestern sehen. So mußte eine alte Schäferhütte, die von einer auswärtigen Gemeinde gekauft war, erst nach der viel kleineren Station Dorlar gefahren werden, um überhaupt verladen werden zu können. Dabei liegt das viel verkehrsreichere Dutenhofen an einer Hauptbahnstrecke, Dorlar an einer Nebenbahn. (2l> f* d. D.)
? Burkhards, 4. Okt. Vorige Woche verübte der Taglöhner und Rentenempfänger Lang an einem noch nicht schulpflichtigen Mädchen ein Sittlichkeitsvergehen. Gestern wurde der Unhold durch die Gederner Gendarmerie in Gedern verhaftet, als er im Begriffe stand, mit seiner Ehefrau abzudampfen. Wegen desselben Vergehens wurde er vor einiger Zeit mit zwei Jahren Zuchthaus bestraft.
B. Laubach, 4. Okt. In dieser Woche sind die zwischen
Dertnifd&tcs»
»TergrößtedeutscheSvldat wird am 9. d. M. beim 1. Garde-Regiment z. F. eintreten. Es ist dies der jetzt 20 Jahre alte „lange Josef", der die Kleinigkeit von 2 39 Meter Größe mißt, einen Brustumfang von 1,19 Meter hat und sich eines Körpergewichtes von 255 Pfund erfreut. Es ist selbstverständlich, daß der „lange Josef" zum Flügelmann der kaiserl. Leibkompagnie herangebildet werden wird. Tie letzten Jahre verbrachte der Riese als „Sehenswürdigkeit" in zahlreichen deutschen Städten.
* Kleine Tages chronik. In Berlin ist ein ungewöhnlich dreister räuberischer Ueberfall auf eine Verkäuferin in bet Zarndorferstraßc verübt worden. Dorthin lockte ein bisher nicht ermittelter Bursche ein Fräulein Drescher und suchte ihr unter Schlägen eine Tasche mit 2000 Mar? zu entreißen. Er mußte au^ die Hilferufe seines Opfers von diesem ablassen und ohne Geld die Fluckt ergreifen. — Es werden Versuche gemacht, die Be- ladung des englischen Segelschiffes „Grosvenor", das im Jahre 1782 in der Nähe der Küste der Kapkolonie unter« ging,'wiederzufinden. Das Schiff war mit Bargeld beladen. Die Versuche sind bereits teilweise erfolgreich gewesen. Man hat viele venezianische, spanische und englische Goldmünzen aus dem 18. Jahrhundert an die Oberfläche gebracht. Man hofft zuversichtlich, auch den übrigen Teil des gesunkenen "-Schatzes zu heben. — Ein in der Tatra verirrter Tourist, Dr. Käserstein, der seit mehreren Tagen vermißt wurde, ist als 2eid)c aufgefunden worden. Er war, nackidem er sich von seinen Begleitern vom Osorbasee trennte und die Meeraugenspitze bestieg, von dieser abgestürzt. — Auf dem westlichen Ende des Bahnhofes Mieste (Altmark) gelegenen Wegübergange wurde ein zwei- spänniges Fuhrwerk von einem Schnellzug überfahren. Personen wurden nicht verletzt. Die beiden Pferde wurden getötet. Die Schuld trifft den Schrankenwärter, der die Schranken für jenen Zug zu schließen verabsäumte. — Bei Lissabon überrante der deutsche Dampfer „Markgraf" bei seiner Ausfahrt aus dem Tajo ein Vergnügungsboot. 5 Personen des Bootes ertranken. Der Unfall erregt deshalb großen Unwillen, weil der „Markgraf", ohne sich um die Verunglückten zu kümmern, weiter fuhr. — Blättermeldungen zufolge hat in Stuhlweißem bürg ('Ungarn । ein Ulanen-Wachtmeister einen Ulanen wegen Insubordination mit seinem Dienstsäbel erstochen. Der Wachtmeister, der 24 Jahre dient, wurde verhaftet.
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♦* UuZ dem Bureau des Stadtthcatcrs. Die erste FreitagSabonnementsvorstellung bringt zwei Novitäten: „Die große Leidenschaft" und die „Banausen- schlacht", die, sorgfältig vorbereitet (schon seit Nauheim) und mit den ersten Kräften besetzt, zweifellos, wie überall so auch hier Erfolg haben werden. Beschäftigt sind von Damen: Bayrhammer, Donecker, Schellenberg, Fischer, von Herren: Goll, Lüttjohann, Lippert, Mendel, Käsmann u. a. m.
** Besseres Papier für Telegramm-Formulare wird die Reichspostverwaltung vom Oktober ab verwenden, und zwar gelbes, glattes Papier. Das alte Papier war zu rauh und löschpapierartig, sodaß die Schriftzüge beim Schreiben sehr oft zusammenliefen und dadurch Telegrammverstümmelungen vorkamen. Außerdem sind die Postanstalten angewieseii worden, mehr Sorgfalt auf Die Schreibpulte und Schreibgelegenheitcn als bisher zu verwenden. Tas Löschpapier der Schreibpulte soll stets ergänzt werden, sobald es unbrauchbar geworden ist, ebenso sollen stets frische Tinte und gute Federn vorhanden sein.
** Ab getrumpft! Ein Leser unseres Blattes erzählt uns: In 'einem Wirtslokale einer rheinhessischen Stadt saßen am Stammtisch Gäste in eifrigem Gespräch beisammen. Ein älterer <gcrr mit martialischem Schnurr- und Backenbart bemüßigte sich, den neben ihm sitzenden jüngeren Herrn wegen dessen spärlichen Schnurrbärtchens zu hänseln. Der junge Pfälzer ließ sich dies eine zeitlang gefallen, bis er endlich dem alten Stammgaste riet: „Hören Sie, Herr W., taffeit Sie sich in eine Nervenheilanstalt aufnehmen!" — „Warum soll ich in eine Nervenheilanstalt?" fragte der Alte ganz erstaunt. — „Ei, weil Sie nervös sind!" replizierte der ändere. — „Wie wollen Sie das beweisend rief er-
zehn ältesten derselben. (Landp.)
Haiger, 4. Okt. Unsere neu erbaute Gasanstalt eröffnete gestern ihren Betrieb. Zum ersten Male brannten die Lampen in den Straßen der Stadt und sandten ihr/ blendend hellen Strahlen in das Dunkel der Nacht.
Breitscheid b. Herborn, 2. Okt. Brettscheide Tonwaren sind in ganz Naffau bekannt. Tagtäglich gehen große Sendungen von irdenen Milchtöpfen, Schüffeln, Krügen. ^Blumentöpfen u. bergt, in die verschiedensten Gegenden de? Regierungs-Bezirks. Auch moderne Sachen in vorzüglicher Ausführung werden in der letzten Zeit in den Handel gebracht. Zahlreiche Häfner haben allerdings in den letzten Jahren aufgehört, selbständig zu fabrizieren. Als Grund ist anzugeben der hohe Preis des Holzes und des Tones. Doch sind diese kleinen Existenzen nur scheinbar vernichtet. Sie sind beschäftigt in der „Westerwälder Tonindustrie", eine» Fabrik am hiesigen Orte, in der der Verdienst lohnender und sicherer ist. Die Fabrik ist im Jahre 1900 erbaut. Große Sorgfalt wird auf die Fabrikation von feuerfesten Steinen für Fabrikschornsteine und Hochöfen verwandt. Die zum Zwecke der Versendung erbaute Drahtseilbahn befördert außer den Schamottesteinen auch Rohton nach der Verladestatior Niederdreffelndorf der Strecke Köln-Gießen. Die Bevölkerung Breitscheids nimmt durch diesen industriellen Auffchwung stetig zu. (Rhein. Kour.)
* Kleine Mittl'ilunaen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Lollar wurde ein Arbeiter au9 Gießen, der sich als Möbelpacker ausgab und als solcher nacv Hachborn geschickt worden war, gehörig durchgeprugelt uni ins Backhaus gesteckt, weil er über seine verunglückte Tätigkeit al? Möbeltransporteur laut schimpfte. — Gerüchtweise cerlaiitet, vom die „Kl. Pr." berichtet, daß der vermißte Frankfurter Oberlehre, Dr. Adolf E o l l i s ch o n n als L e i ch e in L i n z aus dem Rhein gelandet worden sei. — Bei der am 29. September in Schlitz abgehaltenen Beigeordnetenmahl wurde Heinrich oran? Jungblut mit 115 Stimmen zum zweiten Beigeordneten gewählt — Ain 4. Oktober feierte Kommeezienrat G. H i ck l e r, Inhaber der in forst- und landwirtschaftlichen Kreisen wohlbekannten Firma Heinrich Keller Sohn in Darmstadt, das 25jährige Jubiläum seines Eintritts in die Firma.
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Daris, 4. Okt. Ministerpräsident Rouvier,gab zu Ehren w°rd°vmn"3.
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Zollautonomie. __-—■-----■ —
"An^Hlaöt und Land.
Gießen, 5. Oktober 1905.
*♦ Personalien. S .K. H. der GroMrzog haben Len Kreisrat des Kreises Groß-Gerau Karl Vichmann nut Wirkung vom 1. November 1905 an auf sein Nachsuchen bis :ur Wiederherstellung seiner Gesundheit unter Verleihung des Charakters „Geheimer Regierungsrat" in den Ruhestand verseht _ S. K. H. der Großherzog haben den Kreis rat des Kreises Lauterbach Dr. Eduard Wallau zum Kreisrat deS Kreises Groß-Gerau mit Wirkung vom 1. November an, den ständigen Hilfsarbeiter im Ministerium des Innern RegierimgsratAdalbert Freih. von Starck ziim Rat bei der Provinzialdirektion Starkenburg und zum zweiten Beamten des Kreisamts Darnistadt mit dem Amtstitel „NegieriingSrat", den Ministerialsekretär im Minlitenuui des Innern Heinrich Gräf zum ständigen Hilfsarbeiter m diesem Ministerium unter Verleihung des Charakters „Ne- gierungSrat" ernannt. — S. K. H. der Großherzog haben dem Kommunalforstwart Johannes Bergk zu Lang-Gons aus Anlaß seiner mit Wirkung vom 1. Oktober 1905 an erfolgenden Versetzung in den Ruhestand den Charakter als „Förster" verliehen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung S. K. H. des Großherzogs den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Grünberg Heinrich Schön hals, Kaspar GroßhauS und Wilhelm Vaupel daselbst.
** Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog haben dem Bezirkskassier, Rendanten I. Frieß zu Lauterbach die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Kronen-Ordens 4. Klasse
fee m Mass-n bie Hamburger K°is°-p°r°d- besucht hätten. Schon damals ward von Frankfurt aus vwte't aeaen diese Behauptung erhoben. Die Kaiserparade beschaf- U- nun auch nach einen. Bericht der .Val sst.nnne «n Mitqlicderversammlung des Frankfurter sozialdemokratischen Vereins, in der über Jena Bericht erstattet wurde Herr Hüttmann bemerkte, wenn er sich auch b« der Ruckkchr vo Parteitag habe belehren lasten muffen, daß einige Genoßen bei dieser Parade waren, so seien doch die Vorwurft gegen die Allgemeinheit der Frankfurter Arbeiterschaft ""angebracht gewesen; deshalb habe er sich dagegen verwahrt. be' Genossen — die Namen werden von der „Valksstimme nict)t genannt — gaben zu, daß sie eine Torheit begangen hatten und baten um Nachsicht; jeder Mensch mache in semem^eben einmal einen Fehler. Herr Elwert wollte von dieftr Recht fertigung nichts misten; der Besuch fei 'em.c. a^e sündigung an den sozialdemokratischen . Herr
Diener dagegen warnte vor einem zu raicpen Verurteilen. Ein Antrag, jene beiden Besucher der Parade aufzufordern, ihre Ehrenämter in der Partei niederzulegen, fand mit geringer Mehrheit Sin nabnie. “er beiden Genossen hatte vorher schon seinen Rücktritt von seinen Ehrenämtern erklärt. So geht es mitunter, meint die „Franks. Ztg.", der wir diese Mitteilung entnehmen, wenn man sich unvorsichtiger Weise unter die „Hurrakanaille"
an;, das Berk. Tagebl.* hört, wird der Kaiser durch em-n^gl.^n'eingehenden Bericht über die Streckbewegung auf dem Lausenden gehalten.__
der „Süddeutschen Gasgesellschaft" in Frankfurt a. M. und den beim Bau der hiesigen Gaszentrale sich beteiligenden Gemeinden abzuschließenden Verträge im wesentlichen genehmigt von dem Großh. Ministerium zurückgekommen. Mit dem Bau der Zentrale kann jedoch erst begonnen werden, wenn die Anmeldebogen aus den einzelnen Gemeinden eingegangen sind. Bis jetzt sind aus Laubach etwa 5/io und au§ Wetterfeld 6/10 Bereitwilligkeitserklärungeii der Besitzer der bebauten Grundstücke eingegangen; für Schotten ist die An- (age noch nicht gesichert, da von dort aus bis jetzt nur die staatlichen Gebäude, wie das Kreisamt, die Oberförsterei usw. ihren Anschluß in Aussicht gestellt hoffen. Sobald der Gaskonsum einigermaßen festgestellt werden kann, wird dem Bau der Gaszentrale, den man 1. Oktober 1906 fertig haben will, begonnen. Da am 1. November d. Js. die Gaszentrale in Schwabenheim a. d. Selz eröffnet wird, so wird unser Groß- Herzogtum der erste der süddeutschen Staaten sein, der zwei Gaszentralen in größerer Ausdehnung besitzt.
§6. Darmstadt, 4. Oktober. Die Großherzogin von Oldenburg ist am Dienstag nachmittag hier eingetroffen und vom Großherzog und der Großherzogin empfangen worden; die Herrschaften nahmen den Tee im Neuen Palais und fuhren dann gemeinschaftlich nach WolfSgarten. Heute vormittag reiste der hohe Besuch nach Oldenburg zurück.
sd. Darmstadt, 5. Okt. (Eig. Drahtbericht.) Finanzminister Gnauth sowie Geh. Obersinanzrat Born scheuer sind zur Teilnahme an den BundeSratsverhandlungen nach Berlin abgereift.
fc. Mainz, 4. Oktbr. Der 16jährige Schiffsjunge
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