gebürt des Vaterlandes zu sehen.
Die Generaldebatte
forderliche Zeit wegnehmen würde.
Ter Aufruhr in Polen.
i n in
Ein Theatern Gorkis
reichte hierauf dem Kaiser ein Promemoria, welches die
Billigung , desselben sand. In einer zur Beratung des. -e^en cinf t Promemoria am 31. Januar einberufenen außerordentlichen Nazarenergesicht fei.
Büssern
Ter russische Gesandte in Darmstadt hat also Recht bemalten, wenn er sagte, daß eine Gefahr für das Leben Gorkis
Ire ßreignisse in Sutzlttnd.
Gorki in Freiheit.
Tie Zahl der in Warschau während der Unruhen Getöteten beläuft sich sehr hoch: nach Angaben des Aerztc- ' , die der Verwundeten auf mehr als
Gedanken der Ueberweisung der Verträge an eine freie Kommision gu, weil die Plenar-Einzelberatung sehr- gründlich auSfallen und die für Aufarbeitung des Etats er-
Vorgänge am 22. Januar gesprochen und der Finanzminister beauftragt, die Reform der sozialen Gesetzgebung aus dem Gebiete der Arbeiterfrage aus- sz u ar beiten.
z. B. wir genannt hatte. t ..... m ..
Scherzhafter Weise hatte die deutsche antisemitische Presse, nachdem man erfahren hatte, daß nicht General Stogel, sondern der gefallene Kondratcnko der eigentliche Verteidiger Vort Arthurs aewsen sei uN.d noch mancherlei anderes, weniger Gunmge über Stössel an ki'vieren begann, auch die iwtorsich falsche „lLnt-
geholte Erlaubnis unterliege der Deslrasung. Vei xemon ftrattweit müssen die Balkons und Fenster der anliegenden Hauser unverzüglich geräumt und geschlossen werden.
Teilt einen: unserer Korrespondenten zur Verfügung ge stellten Privatbries, der unter dem frischen Eindruck des persönlich mit Erlebten geschrieben ist, entnehmen wir: ^ae Arbeiter sollen wie die wilden Tiere gehaust haben und, wie man sagte, hat sich ein großer Teil Iuden darunter» befunden. Wenn also einige Zeitungen schreiben werden, ^ß den Juden die Schuld für die Warschauer Sebreckenstage zugeichrteben ist, so wird man teilweise damit recht haben, weil hier tatsächlich Juden die Ruhestörer sind und zwar Bengel von 14 W 3a6$tt <ui3 Warschau in Wien eingetroffene Mttche) der Lampenfabrik Brünner erzählt: Rock a r g e r al de r^Jtob wütet jetzt die meist betrunkene Soldateska, ^nc^n Straßen wurden Mäniier und F r a u e n a u f offene rStraße Leibesvisitationen! unterzogen, ob sie Wasten tragen, einer Vorstadt kam es zu einem regelrechten Kampf fischen Streikenden und dem Mob. Tic Arbeiter wollten Plünderungen
Heute kommt aus Petersburg die drahtliche Nachricht, -aß Maxim Gorki, der Dichter des .Nachtasyls", in Freiheit gesetzt worden ist. Weiter zu gehen also hat man in Rußland doch nicht gewagt. Vielleicht haben die Proteste feer gesamten Kulturwelt das Ihrige dazu getan. Jedenfalls ist cs die Pflicht der gesamten Humanität, die Maßregelung! eines Unschuldigen zu verdammen, besonders wenn dieser Unschuldige Maxim Gorki heißt. Ein schönes, achtenswertes Dokument für unser menschliches Empfinden waren die zahlreichen Aufrufe. Vielen war das öffentliche Vorgehen der führenden Geister zu Gunsten Gorkis in der Form noch zu mäßig, zu zart. Die geistigen Mehrheiten sämtlicher ersten europäischen Kultur- zentren hatten wohl offiziell durch ihre Kanzler und Parlamente zu diesem verdammenswürdigen Gewaltakt Stellung nehmen tonnen. Doch aus naheliegenden politischen Gründen könnte ja daran nicht zu denken sein, und in Italien hat die human gesinnte Kanmierminderheit sich eine Abweisung von Seiten des Ministeriums in dieser Sache gefallen lassen
bielski. Durch die zu -------- - -- . . m .
wird cv sich nicht sonderlich aufregen lassen weil die Redner der Zolltarisinehrhcit über den Minister den Schild halten. Und dass die Rechte ihm nicht mit landbundlerischen Wünschen in den Ohren liegen wird, dessen dürfte sich Herr v. Po^- bielski im Rcichstaqc bei seinen vertraulichen Besprechungen mit den Grasen Kanitz. Limburg und anderen führenden Kan- servativen versichert haben. Gestern führte der Minister vor dem preußischen Landcsükonoiniekollegium den Agrariern wirksam zu Gemüte. was alle? sie errungen haben. (Siehe den Artikel „Sic Agrarische Woche".) Die undankbarste Ans- gäbe, die Entgegnung auf die wegen ganz ungenügender Be- ! rücksichtiaung der industriellen Jntereßen m Aussicht stehenden Beschwerden, dürfte dem Grasen Posadowski) zusallen. m zweiter Linie dem Handelsmiuister Müller und dem Finanz- Minister Frhrn. v. Rhein baden der auch b-,wi Zolltan eine Rede hielt. Was die Bevollmächtigten zum Bundesrat betrifft so ist aus dem Grunde weniger selbstverständlich, daß sie an der Debatte über die Handelsverträge sich so lebhaft beteiligen, wie an derjenigen über den Zolltarif, west die Annahme der Handelsverträge im Bundesrat mit Einstimmigkeit erfolgt ist, während beim Zolltarif eine Minderheit vorhanden war, die mit der agrarischen Tendenz nur schwer sich befreunden konnte und diese Auffassung in der Generaldebatte unzweideutig zum Ausdruck brachte. Immerhin werden die einzelstaatlichen RegierungsVertreter auch bei der Diskussion über die Handelsverträge sich vernehmen lasten, weil durch diese die Interessen von Erwerbszweigen betroffen locrben, die gerade für Angehörige nichtpreußischer Landesteile Bedeutung haben. Vor einigen Tagen bereits ist der hessische Geh. Obersinanzrat Dorns eisf in Berlin eingetroffen. Im übrigen neigen parlamentarische Kreise dem
Mehr Dampf!
Daß das Not-Berggesetz für Preußen erst einigen Wochen erscheinen kann, nimmt nicht mir Arbeiterkreisen Wund er. Was der neue Entwurf im wesentlichen enthalten soll, ist alsbald nach der entscheidenden Sitzung des Staatsministerimns bekanntgegeben worden. Ist e§ wirklich so schwer, nach diesen Richtlinien em Gesetz auszuarbeiten ? Es fehlt doch der Regierung nicht an gewandten und den Gegenstand beherrschenden Juristen, an Material zur Beurteilung der in Betracht kommenden Verhältnisse mangelt es auch nicht, die Hauptsache ist getan, indem die Regierung sich schlüstig gemacht hat, welche Beschwerden zu erfüllen sind — weshalb bedarf c§ da noch einiger Wochen Zeit, wo doch jeder Tag kostbar ist? Den Bergarbeitern i|t es nicht zu verübeln, wenn sie sich nicht mit bloßen An- kündignngen begnügen. Nicht, daß sie Grund hätten, dem Versprechen der Regierung zu mißtrauen. Aber sie können nicht blindes Vertrauen setzen auf den preußischen Landtag. Im Abgeordnetenhaus ist die Rechte sehr mächtig, und wenn sie dem Not-Berggesetz Schwierigkeiten machen oder Vec
in denen der'Kaffer das dem Schutze des Militärs vorgenommen. Viele Personen, die an ' ' der Bewegung nicht testnalMen, sind auch verwundet worden.
Ein Teil der Sozialisten ist der Ansicht, daß die Plünderung der Läden von Leuten ausgeführt wurde, die von der Polizei dazu angctrieben roarcn. In einem Aufruf an die Arbeiter kreißt es: Hütet euch, daß die Regierung nicht hieraus Nutzen ziehen wird, um unsere revolutionäre Fahne zu entehren. Tic Plünderungen sind fast hauptsächlich in russischen Läden und solchen russischer Juden vorgekommen. Tic am Grund der Erklärung des verstärkten Schutzes von dem Generalgouverneur erlassenen Bestimmungen untersagen Ansammlungen auf den Straßen, Plätzen und Privathäusern. Ansamustungen an öffentlichen Orten würden durch Polizei oder Militär zerstreut werden. Ter Besitz oder Verkauf von Waffen ohne ein»
schloß ferner den Kaiser um seine. Einwilligung zu ersuchen w bet SluSarteitm eines Gesetzentwurfes, durch welchen tue Sl-ituten des ScnE vcrvolttmmnnct und dem Senat die M,« aufcrlcit werden soll, die vorgcpbr,ebene Piiblikalwn aiw,^ setzen bei aesetzaebevischen Materien, wenn birfc den Anforderungen der Gesetze nicht entsprechen. Das Komitee beschloß ferner, den Staatssekretär mit der Ausarbeitung d" Vorschläge 511 beauftragen und sie dem Stoatsratc zur Beratung zu unterbreiten, o h n e vorder mit den unteres fr er tcn Institutionen in Verbindung zu treten. — Bezüglich der zweiten Frage Wit das Ministerkonntcc flir notwendig. das, der Senat und seine Entschlüsse von dem ^usttt- ministW und den übrigen Ministern unabhängig sind, zweitens, daß die innere Orgamzation des Senates und seine Geschästsordnima vervollkommnet werden muffen, um die Recht- sprcchnng in Verwaltungsangelegenheiten zu beschleunigen, drittens, daß der S e n a t 1 e i ch t c r z u g a n g l i ch lein Mistse tut Perio ne n, die infolge der Willkür v° n B e r w alt- nn g Sorg an en Unrecht erlitten haben: viertens, daß der Senat das Recht haben >olle, der höchsten Gewalt dire« über VerwaltungSaneelegcnheitcn zu berichten, die der Enpcheid- nng des Kaisers bedürfen, ioivic in erhöhtem Masw das Recht der gesetzgeberischen Initiative. TaS MiNlsterkomitee kalt es für angebracht, lokale Verwaltungsgerichtshosc in Vcrbmdnilg mit beut Senate ciirzusetzen, und im ersten Departement ms Senates die Stellung eines ersten Präsidenten zu fchasieit mit bem Rechte, persönlich dem Kaiser Vortrag zu halten und die Frage zu entsstwiden, ob die bestehende Vereinigung der Funktionen des I u st im in i ft e r s und des Genera l.P r o k u r a t o r s des Senates in einer Person wünschenswert sei. Ferner wurde be- seblossen. d"ß das r^-'e T'wartement endgiltme Ve'cklüsse nut .in'aü r Majorität sasscn dür'e, daß b'e Ocssentlickk'it, zu den iuriftismen unb administrativen Verhandlungen zugelassen und den Klagen den das münblicke Verfahren, zugeftanben werbe, ^.as Miuisterkomitee unterscheidet ferner drei verickuedcne Formen,. m denen Beamte strasreckttick unb zivilrechtlich tm Disziplinarverfahren zur Rechenschaft gezogen werben können, und macht aus die Schwierigkeiten aufmerksam, die für Privatpersonen ve- ftehen. die ftrafrechtliche Prozesse gegen Beamte durchfuhren wollen, unb schlägt vor, den Entwurf eines neuen ^trafge, etz- buckes auzubahnen, ber von einer auf kaiserlichen Befehl cm- gesetzten Kommission ausgearbeitet werde. In einem ^^cutwurfe wird beantragt, Privatpersonen das gesetzmässige Rechts zu geben, dNage zu führen gegen Becrnite und die groptmogliclie Teilnahme der Klagenden bei den Prozeffen zuzulaffen^, und Iw brecken, die mit Verlust von gewifteu Rechten und burgerl-chen Vorrcchtni geahndet werden, unter Teilnahme eines hobcren Richters entscheiden zu lassen. Sodann werden weitere Einzelhetten über die Rechtsprechung aufgeführt. Das dNlNisterkomitee beschloß, die Einwilligung des Kaisers nackzunichcii, daß über die
1 Verantwnrtlickkeit der Beamten im Staatsrate unverzüglich der- .. handelt werde. Sämtliche Anträge des Minifterkomitees wurden ausgebrochcn. , vom Kaiser genehmigt.
Der neue Minister des Innern. ( -
Alexander Grigorjewitsch Buligin, Hofmeister unb |
Reichsratsmitglied, ist auf Empfehlung des Großfürsten Sergiiis > zum Minister des Innern ernannt worden und hat den
lftwote Spalier. Auf bem Perron überreichte düS Tochter- men des Lehrer? Fink her Grvftherzostin emeti Mnmen- fftzrauß unb sprach dabei ein sinniges Gedicht. An v«. Bakmhofftrafte bildete der .Kriegerverein Zell Er eWM I iunb LampiionSbcleuchtnng Spalier. Jur Fahrt nnchRom rod standen ein Automobil für d-w Mrstenpactr und vter kianbflucr für da? Gefolge bereit steilem ^rmpi ainq die Äutontolnlstlhrt, begleitet von Dollerschufteu. iiacli Roinrvd. Vor dem OrtSeingang, E alten Postgcbaudc^ dielt da? Automobil de? Furstenpaares an: baS Töchterchen des PvstverwalterS Sch i e r m a n n sprach cm herziges WiMvinincugedicht und Wcrreichte eben falls nn "™nten Sufctt. Unter Glocken gc 1 aute näherte ick dann da Airtomboil der Ehrenpforte am Haupncmgang von Rom rod. Ster hatten der Stadkvoi-stmd von Romrod dei Boi stand
HaMabezirke^ Alsfeld, bet Vorstand des Krregerverein.
Wtii«! und hie Lehrer Ai-fstellung^ genommen. Tie Schuljugend bildete Spalier, und außerdem hatt sich eine große Äenschenmenge euigeftinden. ^Xts .luto- mwbil hielt <tii. Bürgermeister Schmi d t hieß da? purstcu- 'Mai- namens der Gemeinde Romrod herzlich will trimmen und liefe den Willkommcngruß m em von ber üLerauS zahlreich herbei geströmten ^^nichenincnge be- -geistert aufqeuoinmene? .\?od) auf ^>en rr^dev.ursten uni feine hohe Gemahlin auSllmgcn. _x-er ^r°ßherzog er- ihoB sich und antwortete etwa folgendes. Lch d ankc Ihnen herzlich für den schonen und ltebe.n?.. würdigen Empfang Adrer Gemeinde. LS ist s a uich t d a S c r ste M al, d atz iw hier Einzug halte iinb c-3 wird auch hoffentlich nicht da? letzte Mal sein" Taöei schüttelte der hohe Herr dem Bürgermeister herzlich die Hand. - Son der Ehrenpforte bis zum Schlosse bildeten zlriegcrocrcme und «chulmgcnd mit rradebt umd Lampion? Spalier. T-ie Strafeen waren grvp.- yrtiq qcfdnnücft, die HSuser geflaggt und i Ilumuitert. Tie Begeiftcrung der Bevölkerung war groß. Auch aus !her UmaeBunq, 'sogar au? dem hohen Vogelsberg, waren raüllosc ^Menschen gekommen. Das Schloß war reizend ge- sckurücki, besonders die Einfabrt. Romrod hat dein ncu- ocrmählten Panr einen wahrhaft glanzenden Empfang befettet: man ruft hort' wie überall im .Hessenland m Hütte, und Haus: „Heil unserem hohen Fürsten paar/'
*
R. D. Darmstadt, d. Febr. (Eigener Draht- Bericht.) Fürst und Fürstin von Solmtz-^ich sowie die übrigen Mitglieder des Hauses Lick sind heute vormittag iwm 11.13 Uhr mittels Schnellzuges nach Lich aefabren. Das Großberzogliche Paar bleibt Lis 17 oder 18. d. M. im Schloß Romrod. — Die Gießener Studentenschaft Fant bis dahin einen Lvackcl > ug.
Reform-Beschlüsse de? Ministeriums.
Petersburg, 2. Febr. Das Minifterkomitee beriet ben Ersten Punkt des Manffestes vorn 25. Dczeniber 1904. Dabei wurden drei Grundfragen unterschieden, auf denen die Wahrung Zrer Gesetze basieren müsse: 1> Verhinderung der Verletzung des sür die Verässentlickung von Gesetzen vorgeschriebenen Weges: 2) Auffindung der Mittel, nnb Wege zur Erhaltung _lu1|t;i der Aktionsfähigkeit der zur Aufrechterhaltung der m;™,« gemacht, daß bicifr russ scke General em Jude sc:! Gesetze berufenen Organe; .3) Verantwortlich kei t der > ' '—
Beamten. Hinsichtlich der ersten Frage beschloß das Minister- Jfmutee, die Möglichkeit zu verhindern, daß Minister bei Kaiserlichen Verordnungen vom gesetzlichen Wege abgehen, und ent-,----- . .. k A ?
schied zu diesem notwendigen Zwecke lebe Abweichung von der pcrwuals^aui 60 0, ^e der Verwundeten am mchr al.)
».sctzmätziMi Art dnvon G-tz-tzm M i>«;| 1000.^q.« V-c^qu^dcr^Em wu^ 7)111*11. In Bett oeionoeren Fallen, ui vcncn vtu Mmisterkomitee mit der Beratung von Gesetzen beauftragen werde, sslken die Entscheidungen des Komitees zuerst beut Senate irmerbrettet werden. T«L Komitee beschloß, beit Kaiser um seine | Einw-ttlüni^ w ersuchen für .die Mölegung der bestehenden!
iv dem Sinne, daß Deröffentlichungen von dauernden oder xjßrtäufiaat Gesehen, sowie von Aenderungen oder Aufhebungen von vesetzen ausschließlich die Form von MeinungSänßerungrn Staatsratetz haben müssen, bte vom Kaiser und durch vom v-tterHcfrtete Erlasse Tolimicrt werden: daß ferner, falls »V ht.-'i ist' außerordentlichen Maßnahmen der Minister obli- atttr-- trn Eharakter zu geben, die Mmister verpflichtet sind, diese Maßregeln unverzüglich aus dem iut bie Veröffentlichung /von Gesetzen vorgeschrstbenen Wege bckanntzugeben. Das Komitee
Der Zar und Trepow.
Wie ein hoher Hofbeamter bem Korresvoubenten des ,,Dmll) Mail", welcker Zarskojc-Selo aufgesnckt batte, ventcherte, ul der Zar ernstlich unwohl. Zarskojc-Selo selbst wit^ wrnem geräumigen Park gleicht, wie der Berichterstatter des „^.aUb JJtaü sich persenlick überzeugen konnte, gegenwärtig mehr einer oeitung als einem Luftscklosse. Meilenweit ringsum wird der Landstrich I von Kviakenpatrnillen ununterbrochen durchftreilt, wahrend ^.mchr-1 Posten in Mstänven von nur 20 Schritten entlang der Peripherie nichl bestände. Ides mauerumgebenen Parkes stehen, in welchem ^Kinder des
* Mm-r «aii ni-bet au? «etobur»: «n
Rußlands ist bic Ausführung bet StuckeI.mntiger als 23 Zimmer im zweiten ^tock des Winter- verboten worden. I Palastes zu persönlicher Benutzung zur Verfügung gestellt und
Keine Verfassung. für Trepows Familie überdies noch anderweitig Vorsorge ge-
Meldung de? Londoner Tailp Telegraph', J
der Zar einen Ukas unterzeichnet habe, durch den u. a. der ^^sen, dessen baldige Ermordung m Petersburg derart Ministerpräsident Witte ermächtigt wird, eine Verfassungs- für wahrscheinlich gilt, daß dort das $3 i b nj o r t zirkuliert, urkunde auszuarbeiten, ist falsch unb wahrscheinlich durch der Zar habe Trepow n i ch t a u f c in c a.5 x: ober lonit au W* *M MmvUS. T-° schon gemeldet, einen Antrag Wittes, sich über die Vor- Gapon
gänge vorn 22. Januar zu äußern und Mafenahincii Agentur b-rühttt' daff der Vricffer Gapon in
gegen die Wiederholung solcher Vorgänge auvzuarbeiten, N^^talien gesehen worden sei. Er reiffe nnd) Tirol unb begibt | abgelehnt, weil dies seine Kompetenzen überschreite, sich narb Frankreich, angeblich in der ^.'lbsicht, mit den Fahrern Witte, der seine besondere Meinung zu Protokoll gab, über- der EffHen revolutionären. Vetmgung ^sammwzutttsft^^^ • ~ö *•*--« I Einer Berliner an tu emit eschen Zeitschrift fajriibt em »err
N. A. Iwanow aus Petersburg, daß Gapon, den er wiederholt gesehen habe, eine mittelgroße Gestalt mit einem nicht unichonen ^tumenioau am oi. ^anuac emuccuientii i /cazarenrrgesichi. fei. Ter jetzt etwa Vierzigiämige Üwmme au
Sitzung de? Mimsteriums wurde Über die Untersuchung der einer Jud cn kol on ic im Gonvmmnent Poltawa. Ein J 1 des Nachdardorles hatte den srischeir, aufgeweckten Iuoenimigen
liebgewonnen, zu sich genommen unb getauft. Er Zchiclte ihn aua) auf das Seminar. Toch sei Gapon als lüiähriger von biewm Seminar wegen Verkehrs mit Tirncn gctoieicn worden, xie antisemitische Presse fällt jetzt natürlich mit maßlosem Wutgeheul über den Priester her, ben sie bisher ganz migeschoren gelassen , ■ -
imb mit ber gleichen Ruhe und Sachlichkeit ime tra ct ftiioio tote auf Mindestens sechs Sitzungen veranschlagt.
T« Sohn eines Wiener Fabrikanten, der ein Fillalectabllsfc. ment ber Firma in Warschau leitet, ist nach Wien zuruckgeuhrt, da bic Warschauer Fabrik durch Streik zum Stillstand gezwungen ist. Er erzählt, daß ber Führer her Warschauer Arbeiterbewegung, ein östreickischer Pole aus Krakau, der zur Leitung des Streiks nach Warschau gekommen war, verhaftet fein soll. Anständige Personen, bie ruhig burch bie Straßen ging en, wurden von Kavallerie-Patrouillen nteberjertt»- tcn und zusammengehauen. Betrunkerte Soldaten feuern a u s U e. b ermu t auf harml ose P as 1 an t en.
Iu der polnischen Industriestadt Lodz haben die Streckenden^ welche mit Gewehren bewaffnet waren, zahlreiche Sckuiw aus die Truvpcn abgefeuert. Tie Solbatetr ertoiberten bas r^euer, sodaß die Zahl ber Opfer sehr grop ist.
In dem an ber schlesischen Grenze gelegenen polnischen Orte iSosnowice befinden sich 30000 teilweise bewaiwetc Arbet- , ter in vollem Aufruhr. Sie erwarten noch weiteren Zu- I zug aus der Umgebung. Ta cs den Anscheini hat,Eiftn- I bahnbrückc über bic Brimtza bei dem preußischen Orte Schopvtmtz durck bie Aufrührerischen gefährbet werben konnte, hat ber Lanbrat ber schlesischen Jndustrtestabt Katto- witz Militär r e a u ir i c r t, und es ist ihm, bem Vernehmen nach, für ben Vebarfsfall bic Garnison von Beuthen zur Verfügung gestellt werden.
In Ka lisch herrscht allgemeine Ausstanb. Xje Laden sind aeschlossen. In den Theatern wird nicht gespielt. D« Schüler des philologischen Instituts und die Schulermnen des Gpmnasiums sind zu den Lehrstunden mckt erschienen
. Der ,,Schles. Ztg." wirb von der rusftschen Grenze berichtet. In dem Grenzbezir^ T o rn b r o w a sind am .Rittwoch llnruyen nu9qeüiuüz':iii. Tiefe pflanzten sich nach Sosnowice fort, -tie I Leiste zogen in großen Trupps durch sämtliche Fabriken und erzwangen die Einstellimg der Arbeit, ^vo mau ihnen Nicht gleich 1 folgte, stellten sie bic Maschinen ab. Benn Durchziehen durch I die'Straßen faßten sie einen Polizeiwachtmeister ab ^reser mußte mitmarschieren: sonst wurden Gewalttätigkeiten Nicht verübt. Zm Laufe des Tages kam ein Knmfflureaftn-'nt in^Sosnowice^ am
Posten angenommen. j Aoljlisüse Tägesschaiu
Em neuer JustlZMiNlsttr. /
VeterSburq, 2. Febr. Der bisherige Gehilfe des Die HaudelSvertragS-Tebatte. .
JustizinmistcrS Mciiuchin, wurde zum Justizministcr Auf den Verlauf der HandclSvertrags.Dcbatte darf man ernannt J gespannt sein. ES ist anzunehmen, daß die Regierung d°S
»iit(l Mirski. von der Generaldebatte zum Zolltarft her bekannte Verfahren
Der bisherige Minister des Innern, Fürst Swiatopoll anwendet, daß also die Resiortimmster:. 'tn ™ bie
Mirski wurde auf 11 Monate ins Ausland beurlaubt. Debatte emgreifcn wahr-end Graf Bulow nur dann b
- Tas sieht einer Verbannung verzweifelt ähnlich. Polemik aufnimmt, wenn allzu grobes Gefchus, gegen die
Tje Duma in Kiew beschloß eine Ergcbenhcits- Regierung gerichtet wird, -jn ^mer günstigen P s
abteTfe an den Fürsten Twiatopolk-MirSki abzi.stnden, finden sich da der preußische L°ndwirt chaftSmmi ter v. Pod.
worin sie ihr Bedauern über bic Erkrankung deS Fürsten! bielski. Durch die zu erwartenden Angriffe der Zinsen auSspricht und ihm baldige Genesung wünscht. In der Adreffc wird weiter die Hoffnung aiisgesprochen, den Fürsten in den ersten Reihen der erwählten Begründer der Wieder-


