Ausgabe 
3.2.1905 Erstes Blatt
 
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155» Jahrgang

Erstes Blatt

Freitag 3. Februar 1905

Nr. 29

Orschetat täglich außer Sonntag-.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Familien« Hättet viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Unwers.-Buch-u. Stein­druckerei. R. Lange. Redaktion, ErvediUoa und Druckerei:

Schulyratze 7.

Adresse für Deoeschen: Anzeiger Gießen.

FernsprechanichliißNr 61.

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Giehener Anzeiger«

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW

zeigenteil: Hans Beck.

Die veutige Wummer umfaßt 10 Seite«.

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Der Kochjeitstag des chroßßerzoglrchen Mares.

Festwetter.

Tie Vermählungs feier lich Leiten am Darmstädter Hofe vollzogen sich am 2. d. Mts. in außer­ordentlich erhebender Weise. Den Tag hatte frühmorgens heller Sonnenschein eingeleitet. Dann bewölkte sich aber bald der Himmel und gerade während des feierlichen Trauaktes in der Hofkirche fiel Regen; am Nach­mittag war wieder, gerade als das neuvermählte Fürsten­paar gegen 4 Uhr seine Reise nach Schloß Romrod antrat, heiterer Sonnenschein und mildes, klares Frühlingswetter, also ein Tag ganz nachl dem Herzen glücklicher Neuvermähl­ter. Das Publikum drängte sich schon frühmorgens in den Feststraßen und von Uhr ab war die Gegend vom alten Palais zum Residenzschloß von Tausenden umlagert, die, dem gegen 11 Uhr die Straße passierenden Großherzog, Prinzessin Eleonore und den übrigen Fürstlichkeiten stür­mische Ovationen darbrachten.

Tie Zivileheschließung unb der Einzug ru die Hofkirche.

Der kirchlichen Feier ging im Fahnensaal des Schlosses oie Zivileheschließung voraus, die von Staatsminister Rothe vollzogen wurde. Als Trauzeugen fungierten Prinz Heinrich von Preußen und ,der Fürst gu Solms-Lich. In der H o f k i r ch e hatten sich in­zwischen bereits die Emporen mit besonders zugelassenen Zuschauern gefüllt. Die Schmalseite längs der Orgel hatte der Hofchor besetzt, die gegenüberliegende Loge war für die jüngeren Mitglieder der stan desherrlichen Familien reser­viert. Das Gotteshaus selbst war sehr sinnig dekoriert. Der Mar war dicht mit weißen Nelken und Flieder, sowie Palmen und Blattgeflechten ausgestattet, durch das Schiss der Kirche zogen sich breite duftige Laubgewinde und die brennendeü Kerzen des Mtars verbreiteten über den ganzen Raum einen wunderbar magischen Schein. Bald nach halb 12 Uhr erschienen unter Vorantritt der Kammerherreni die Generalität und die diplomatischen Vertreter, die Ober- hoschargen, die Standesherren und die übrigen geladenen Gäste. Der Glanz der zahlreichen goldbetreßten Uniformen, die roten Röcke der Standesherren und die runden, Hellen, meist mit Brillanten und kostbaren Spitzen besetzten Damen­toiletten boten einen geradem entzückenden Anblick dar.

Der Brautzug.

Während balo daraus die amtierenden Geistlichen am inneren Kirchportal Aufstellung nahmen, kündigte das Er­scheinen des Obersthofmarschalls v. Westerweller und des Oberkammerherrn Frhr. Riedesel $i. Eisenbach! das Nahen des Brautzuges an. Unter lautloser Spannung betrat dieser die Kirche, voran als junaste Mitglieder des Fürstenhauses Burggraf zu Dohna mit den Prinzessinnen Marie und Dorothea zu Solms-Lich dann Graf zu Lynar mit der Gräfin zu Dohna, Prinz Ludwig von Battenberg mit Gräsin zu Lvnar, Prinz -Chlodwig von Hessen mit Prinzeßm Fried­rich Karl von Hessen, Prinz Friedrich Karl mit Prinzessin Reinhard zu Solms-Lich und Prinz Heinrich von Preußen mit der Fürstin zu Solms-Lich. Dann folgte der Groß- h erzog mit Prinzessin Ludwig von Battenberg und Prin­zessin Heinrich und zum Schluß Prinzessin Eleonore, ge­leitet vom Fürsten zu Solms und dem Prinzen Reinhard. Der Großherzog und Prinzessin Eleonore nahmen vor dem Altar Aufstellung. Der Landesherr trug große Generals- uniform mit dem Bande des Ludwigsordens, die Prinzessin eine wunderbare weiße Toilette aud Messalinseide mit silber­artigem Glanz und kostbaren breiten Spitzeneinsätzen aus dem hessischen Familienschatz. Von Diadem und Myrtenkranz herab wallte ein langer, duftiger Schleier; rechts vom Altar saßen der Fürst zu Solms mit Prinzessin Ludwig von Batten­berg und Prinz Heinrich mit der Fürstin zu Solms, links Prinz Reinhard mit Prinzessin Heinrich und Prinzessin Fried­rich Kar! mit Prinzessin Reinhard.

Die Trauung.

Die Feier begann mit dem eigens für die Vermählung son Hofkapellmeister de Haan komponierten Psalm ($ßo Du auch hinge h st", worauf Prälat v. Malz die Fest­predigt hielt. Er legte ihr Psalm 121 zu Grunde:Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von iveleben mir Hilfe kommt" u. s. w., und betonte, wie der Inhalt dieses Bibelwortes gerade aus ein Ehepaar in hoher fürstlicher Stellung anwendbar sei. Wenn so edle treue Herzen höher schlagen an dem heutigen Freudentage des Großherzoglichen Hauses und im Gebet zu Gott seinen Segen nuf das neuvermählte Paar herabflehen, so solle nicht ver- gessen werden, daß dieselben Herzen auch von der tiefen Trauer des Fürsten aufs innigste bewegt waren. Heute seien ouf Hessens Fürstenthron zwei Kinder des Hessenlandes in Liebe vereint, und deren schönste und vornehmste Aufgabe werde es sein, ein leuchtendes Vorbild zu geben für echtes, deutsches Familienleben. Sie werden aus dieser Höbe auch viel von Gefahren umdroht sein, aber sie werden diese über» ruinden, wenn sie gottergeben zu dem Höchsten ausschauen: Urdere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat!

Derselbe Geistliche vollzog nunmehr die Trauzeremonie. Die Frage deS treuen Gelöbnisses bekräftigten der Großherzog und die Prinzessin mit einem lauten Ja. Dann erfolgte unter leisen Orgelklängen der Ringwechsel, bei welchem Mockengeläute ertönte und weithin hallende Kanonenschüße die vollzogene Eheschließung verkündeten. Dem Gebet des Prälaten schlosten sich Gebet und Vaterunser deS Ober-Hof- pcedigerS Ehrhardt an, der auch dem knieenden Paare den

Segen erteilte. Zum Abschluß der kircylichen Feier ließ der Hofopernchor das ergreifende Halleluja aus HändelsMessias" ertönen. Die höchsten Herrschaften begaben sich nun unter dem Vorantritt des neuvermählten Fürsienpaares nach den Assembl^ezimmern, wo sie in zwanglosem Geplauder ein Viertelstündchen verweilten.

Die Hochzeitstafel.

Punkt 1 Uhr setzte sich dann unter dem Vor an tritt des Großherzoglichen Paares der Hochzeitszug wieder in Be­wegung und begab sich durch die Prunkräume im ersten Stock in den weißen Saal, wo die nicht an der Hoftafel Teilnehmenden vom Großherzog und der Großherzogin noch einmal freundlichste begrüßt wurden, und dann in den Kaisersaal, wo die Festtafel. für 109 Teilnehmer gedeckt war. Hier saß rechts vom Großherzog die Großherzogin, daneben Fürst Solms-Lich, Prinzessin Heinrich, Prinz Chlodwig, Erbprinzessin von Erbach-Schönberg, Graf Görtz, Prinzessin Dorothea u. s. f., links vom Großherzog Prin­zessin Ludwig, Prinz Reinhard, Gräfin zu Dohna, Lord Pambroka, Oberhofmeisterin Freifrau v. Grancy u. s. f., gegen­über Prinz Heinrich Prinzessin Friedrich Karl, Gräfin Lynar, Erbprinz zu Erbach-Schönberg, Prinzessin Marie, Prinz Ludwig von Battenberg, Prinzessin Reinhard, ®raf zu Lynar, Prinzessin zu Hohenlohe rc. Neben den höchsten Hofchargen bemerkte man auch die drei Minister mit ihren Damen, Geh. Staatrsat v. Krug, den Rektor der Landes­universität Geheimrat Prof. Dr. V o s s i u s, die Geheim­räte Tr. Breidert-Gießen und 'Frhr. v. Gagern- Mainz, die Gesandten der befieundeten Höfe rc. Von Lich waren zur Tafel zugezogen: Bürgermeister Heller, Forst- rat Tieffenbach und Pfarrer Schröder.

Toast des Prinzen Heinrich.

Während der Tafel brachte Prinz Heinrich als Vertreter des Kaisers dein Großherzoglichen Paar? ein dreimaliges Hoch dar. Der Kaiser habe ihn be­auftragt, den Neuvermählten seine herzlichsten Glück­wünsche zu überbringen und zugleich sein lebhaftes Be­dauern über seine Verhinderung auszusprechen. Es wäre ihm eine recht große Freude, gemeinsam mit dem treuen Hessenland diesen frohen Festtaa feiern zu können. Der Großherzog dankte bewegt für die freundlich en Wünsche des Kaisers, dessen Anwesenheit er schmerzlich vermisse. Er sei auch beglückt über die Treue und Liebe seines Hessen­volkes, die er und die Großherzogin in derselben Weise vergelten werde.

Die Tafel war gegen 4 Uhr zu Ende, worauf sich das neuvermählte Paar in einem eleganten Sechsspänner zum Bahnhof begab.

Empfang der Studierenden der technischen Hochschule.

Nachmittags wurde eine Deputation des Ausschusses der Studierenden der Technischen Hochschule von Sr. Königl. Hoheit dem Groß her zog und I. Tchl. der Prinzessin Eleonore empfangen. Ter Deputation war es vergönnt, dem Allerhöchsten Brautpaare eine kunst­voll ausgeführte Glückwunsch-Adresse zu überreichen. Tie Adresse hat folgenden Wortlaut:

Ew. Königl. Hoheit Throne nahen am heutigen Tage die Vertreter der Darmstädter Studentenschaft, um ihrem allergnä­digsten Landesfirrsteu zur Vermählimg mit Ihrer Durchlaucht der Prinzessin Elevnore zu Solms-Hoheusolms-9ich die ehrerbie­tigsten und wärmsten Glückwünsche der Großh. Technischen Hoch­schule darznbringen. Möge der heute geschlossene Bund zum Heil und Segen gereichen für das Großherzogliche Haus und für das ganze Hessenland. Die Studentenschaft Darmstadts gibt sich der freudigen Hoffnung hin, daß auch Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin der Technischen Hochschule dieselbe Huld und Gnade erweisen werde, die sie jederzeit von ihrem hochverehrten Landes­fürsten erfahren durste. Gehorsamst verharrt der Ausschuß der Studierenden.

Ter hohe Landesherr und seine erlauchte Braut waren sehr erfreut itbctr diese Huldigung und geruhten der Tep-it- tation wärmsten Dank auszusprechen.

Die Feier der Darmstädter Waisenkinder.

Am Vermählun^sfeste des Großherzoglrcheu Paares ist auch der in städtischer Obhut befindlichen Pflegekinder nicht vergessen worden. Au^ cVeranlassung der Bürger­meisterei waren sie, 64 an der Zahl, um 4 Uhr nachmittags in den Saalbau eingeladen worden, um dort mit Kaffee und Kuchen bewirtet und mit allerhand schönen Spielen unterhalten zu werden. Vor dem Auseinandergehen wurde dem neuvermählten Großherzogspaare ein kräftiges Hoch ausgebracht, in welchem die Hellen Kinderstimmen schön heraustönten.

Ter Festtag der Stadt Darmstadt.

Anläßlich der Vermählung des Großherzogs waren sämtliche behördlichen und Privatbureaus geschlossen, die Post hatte Sonntagsdienst, die Geschäfte schlossen teilweise am Nachmittag, teilweise den ganzen Tag. Eine schöne Ehrung ließ die H o f m ö b e l f a b r i k I. G l ü ck e r t dem Hochzeitstag zu teil werden, indem sie ihr gesamtes Per­sonal, über 300 Personen, zu einem Festmahl hn großen Saal des Hanauer Hofs vereinigte und für sämtliche An­gestellten und Arbeiter den Tag bei voller Löhnung sreiaab. feei dem ^stmahl hielt an Stelle des erkrankten Inhabers der Firma Kommerzienrat Julius Gluckert, Herr Hammel­mann ein* Ansprache an die Festteilnehmer, die mit einem dreimaligen begeisterten Hoch aus Ylroßherzog und Groß­herzogin schloß wohl das erste .Hoch, das dem neuner* wählten Paare unmittelbar nach der Trauung aus dem Vtunde so vieler Darmstädter Arbeiter unb deren Ange­hörigen dargebracht wurde. Ter dem Essen folgende gemüt­liche Teil des Festes brachte Tmrste auf den Gastgeber unb feine mit anwesende Tochter, ferner Ofrcfäuge und mufiwlische Verträge. Die Festteilnehmer sandten auch ein freubigee Gli'ekwuuschtelegramm an das Großherzogliche Pa.ar noch Schloß Romrod.

Festvorstellung im Hoftheater,

Tie Vermäblunqsfestlichkeiten in Darmstadt fanden! ihren Abschluß durch eine Galavorstellung im Hof- t h e a t c *, welcher die meisten der fürstlichen Hochzeits^- gäste beiwohnten. Ter Aufführung desSommer­nachtstraum" ging ein Festprolvg von Prof. C. Keil vorauf, den Fcl. Eichelsheim mit gewohnter Künstlei> schaft zum Vortrag brachte. Prinz Heinrich ist heute abend 9.26 wieder nach Berlin zurückgekehrt. Das Fürsten­paar Solms-Lich und die übrigen Mitglieder der fürstlichem Familie werden morgen vormittag gegen 11 Uhr wieoeH nach Lich abreisen.

Auszeichnungen.

Außer den gestern, am 2. Februar, schon gemeldetM^ Ordensauszeichnungen ist noch zu berichten, daß dem Kcv- binettskassier Rechnungsrat Scharmann das 3Htterfreu^' 2. Klasse, dem Kabinettskanzlisten Bissel das silberne- Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem^ Kabinetts-K'anzleidiener Rüffer das Allgemeiire Ehrewi zelchenFür Verdienste" verlieben worden ist.

Das Grotzherzogliche Paar in Gießen.

Gestern, Donnerstag, hatten zahlreiche Ein­wohner unserer Stadt Gießen die Freude, das Großherzogliche Paar an seinem Hochzeitstage in Gießen begrüßen zu können. Mit erstaunlicher Schlnellig- keil hatte sich die Kunde verbreitet, daß die hohen Herr­schaften auf ihrer Reise nach Schloß Romrod in Gießen! einen kurzen Aufenthalt hätten und! daß die Staditver- tretung diese Gelegenheit wahrnehmen würde, dem new. vermählten hohen Paar persönlich die Glückwünsche derk, Provinzialhauptstadt darzubringen. Als gegen abend, untt 5.28 Uhr, «der Extrazug' vow dem Bahnsteig der Oberhesiischens. Bahn einfuhr, umlagerte eine unzählige Menge Gießenep den Perron, um das Großherzogliche Paar mit donnemdemj Hurra zu begrüßen. Offiziell waren zur Begrüßung erh schienen: Oberbürgermeister Mecum mit Gemahlin raifr die beiden Beigeordneten Ge or gi und He hligen staedü. Als der Zug im ersten Geleise anhielt, öffnete sich sogleich' die Tür des Hofwagens, und die Gießener erkannten von neuem mit Freude und Rührung, mit welch schlichter Freundlichkeit der Landesherr unter seinem Volke weilte Der hohe Herr, ii-n grauem Militärmcmtel, stieg lächelnd die Stufen des Wagens herab, um die Begrüßung des Ober*, bürg er Meisters mit Gemahlin und der beiden anderen Herren­entgegenzunehmen. Frau Oberbürgermeister Mecum bestieg den Hostvagen, an dessen Türi sie von Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Groß­herzogin Eleonore freundlich empfangen wurdet und überreichte der hohen Frau, die in langem grauens Cape und grauem Hut an der Tür des Wagens auch deut Publikum sichtbar wurde, ein Blumenbukett. Während der?! kurzen Unterhaltung mit Frau Oberbürgermeister Mecumi verschönte ein freundliches Lächeln die Züge der höhens Frau, und zuweilen warf sie auch mit gewinnender Mienie einen Blick auf die Menschenmenge draußw. Unterdessen hatte Oberbürgermeister Mecum der Einladung S. K. Hoheit desi Großherzogs, in den Wagen zu kommen, Folge geleistet^ während der hohe Herr sich mit den beiden Beigeordneten^ unterhielt und dann in den Wagen zurückkehrte, wo Oben- bürgermeister Memm auch I. K. Hoheit die Großherzogin Eleonore glückwünschend begrüßte und den freundlichen Dank der beiden hohen Gäste für den Empfangiin Gießen entgegen­nahm. Oberbürgcmreister Mecum teilte, wie wir hören^ Sr. K. Hoheit dem Großherzog u .a. mit, daß die früher, in Aussicht gestandenen Beiträge aus der Bürgersch>ast: Gießens zur inneren Ausschmückung des alten Schlosses nun gesichert seien und dazu noch ein Beitrag der Provinz komme, sodaß das Schloß bald ein würdiges Aussehen haben werde. Der Landesherr nahm diese Mit­teilung mit lebhaftem Interesse und herzlick>en Dankes- Worten entgegen und sprach die Bitte aus, allen Beteilig­ten möge fein Tank übermittelt werden. Von der Be­gleitung des hoben Paares war niemand wahrzunehmen; der kurze Vorgang spielte sich sehr einfach

und schlicht ab, das Grotzherzogliche Paar nahm

keinerlei persönliche Tienstleiftungen in Anspruch Großherzog Erm st Ludwig wollte auch der freudig bewegten und erwcn'tungsvoll draußen harrenden Vol^- menge seine Huld beweisen und versuchte daS Fenster a« der Tür des Hostvagens zu öffnen, was mcht gleich gelang, sodaß der bohe Herr ein anderes Fenster des Hofwagens persönlich öffnete, cm welchem er, als der Zug Mr Ab­fahrt fick in Bewegung setzte, der mit lautem Hochrufen ihm zu jubeln den Menge si-ch zeigte. So gürg die Fahrig nach etwa 3 Minuten Aufenthalt in dem natürlich nritf Fahnen und Ewirlanden festlich geschmückten Bahnholf Gießen, weiter nach Romrod.

Tie Ankunft in Zell-Romrod.

Der Großherzog . g lief abends 6.25 Uhr in Station Bei m Empfang war Kreis-

rat Tr. Melior erschienen. Tvi Kriegerverein