Ausgabe 
3.2.1905 Erstes Blatt
 
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winn von 5000 Mk. auf Nr. 88513,

Gewähr.)

Familieri-Uachrichteir.

V

bcroegung.)

treiben.

Berliner Kreise wissen zu erzählen, daß in den) prachen, die die Truppen chefs zu Kaisers

52.00

nz: fest.

je 1000 Mk. auf' je 400 Mk. auf!

33,30.

93.00'

139 75>

8»/0 Mexikaner . . 41/t% Chinesen . . Electric, dobucktirt . Nordd. Lloyd . .

Kroditaktien . . Diekonto-Komniandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . Berliner Handeteffes. Oester*. Staatsbahn . Lombarden «

Gotthardbahn . . - Laurahfltto . . «

Bochum . .

3Va% BVo W,°/o 3°/n 3*/8o/o

schlechterungen hineinbringen will, so vermögen Zentrum und Freisinnige das kaum zu verhindern. Man weiß zur Genüge aus den parlamentarischen Erörterungen des Bergarbeiter­streiks, daß die Konservativen, trotz ihrer Abneigung gegen das Koblensyndikat, den Streikenden Unrecht geben, weil diese kontraktbrüchig geworden sind. Und ist die Klippe des Ab­geordnetenhauses überwunden, dann hat noch das Herrenhaus sein Votum abzugeben. Erstens nimmt sich das Herrenhaus Zeit zum Beschluß, zweitens sind dort die Konservativen erst recht Trumpf. So kann es kommen, daß mittelst der nicht ungewöhnlichen parlamentarischen Verhandlungtzkunst schließ­lich ein Gesetz fertig wird, das von den guten Absichten der Regierung und den Erwartungen der Bergarbeiter nur einen bescheidenen Teil verwirklicht.

In jedem Falle würde es zweckmäßig sein, das Berg- Notgesetz in einigen Tagen, statt in einigen Wochen heraus­zubringen. Wir möchten einmal sehen, ob beispielsweise bann, wenn es sich um eine schleunige Forderung von Geldmitteln oder um die Herbeischaffung von Auskunft auf parlamentarische Anfragen handelte, nicht soviel Dampf aufgemacht werden würde, daß in ein paar mal vierundzwanzig Stunden alles

105.50

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Ansprachen, die die Truppenchefs zu Karscrs Geburtstag an dre Mannschafterr gehalten haben, vielfach auf die Vorgänge in Rußland Bezug genommen worden sei. Tie Mannschaften sollen dabei darauf auf­merksam gemacht worden sein, daß es unter Umstanden auch ihre Pflicht sein konnte, auf die Arbeiter zu schießen. ,,Sollte der Befehl ergehen, mit scharfer Mu­nition Gehorsam zu erzwingen, dann umß jeder dem Kaiser gehorsam sein und seine Waffe mit Nachdruck ge­brauchen. Das ist ja das beste Geburtstags­geschenk für Se. Majestät, daß ihr auch nicht einen Augenblick darüber im Unklaren seid, voll und ganz euren: Fahneneide treu zu bleiben

Ter Kronprinz wird, nachdem im Befinden des Prin­zen Eitel Friedrich jetzt eine entschiedene Wendung zum Besseren eingetreten ist, in nächster Zeit, voraussichtlich im Anfang der nächsten Wome eine längere Reise nach I tal i en antreten. Seine Rückkehr nach Potsdam ist für Ende Februar m

Telephonischer Kursbericht.

F nnkturt a. n., 3. Februar.

41'a % Portugiese!* . . < 30/ Portugiesen. * . . . 1-6 C. Türken . . . < Türken! ose.....

40/q Griech. Monopol.-AnL 41/, % äussere Argentlnor

Kcer unb Motte.

-Paris, 2. Fcbr. Der Senat berät das Militär­gesetz und nimmt Artikel 1 desselben an, wonach der Dienst für alle Franzosen obligatorisch ist, und lehnt ein von dem Kriegsmimster bekämpftes Amendement ab, nach welchem diejenigen, die Familien zu unterstützen haben, vom Dienste befreit sein sollen. Dann nahm der Senat die 16 ersten Artikel des Militärgesetzes an.

" Hessisch-Thüringische Dinarsiotterte. Am heutigen ersten Ziehungstage der 3. Klasse siel ein Gewinn, von 25 000 Mk. auf Nr. 79454 (nach Birkenfeld), ein Ge-s . -" ein Gewinn vom

Nr. 32816 41260 54943 77511. (Ohne Gewähr.)

* Mißbrauchte Mildtätigkeit. Auf welche Weise die Mildtätigkeit getäuscht und mißbraucht wird, erfuhren am 1. d. Mts. Gäste einer hiesigen Wirtschaft dadurch, daß ein' zugereister Handwerksbursche mehrere Male mit gebetteltem Kleidungsstücken in dem Lokal erschien und solche zum Ver-j kaufe anbot und auch verkaufte. Sogar bei kleinen Hand-: werkern in Privatwohnungen bot der freche Kunde erbettelte!

2000 Mk. auf Nr. 29068, Gewinne von Nr. 20976 72738 79888, Gewinne von

Geboren. Herrn Otto Kellner und Frau (Wetzlar)- ein .y e st orb e n. Tina Knipp (Bad-Ncmhe'nrQ. .....:

Deutsches Reich.

Berlin, 2. Febr. Der Kaiser besuchte heute den Reichskanzler Grafen Bülow und hörte im Könrgl. Schloß die Vorträge des Ehefs des Generalstabes der Arnree und des Ehefs des Militärkabinetts.

- Seitens der Berliner Aristokratie war em Reit er fest in Mößerem Stil geplant zu wohltätigen Zwecken. General v. Plessen und der Herzog von Ratrvor interessierten sich für das Fest und suchten das Patron ar des Hofes dafür zu gewinnen. Auf Wunsch des Kaisers wurde jedoch von der Veranstaltung des Festem Ab st and genommen. Der Kaiser hielt, als ihm die ^dee des Festes vorgetragen wurde, eine derartige Veranstaltung mit zu bedeutenden Ko st en fürdie m i t wir r e n - den Offiziere verknüpft. Der Kaiser wünscht also nach wie vor nicht, daß .seine Offiziere luxuriösen Aufwand

vermischtes.

* Berlin, 2. Febr. Im Hause Kreuzbergstraße 35"; versuchte heute bte pnver ehelichste 25jährige Näherest- Emilie Ehricke sich und ihre beiden kleinen Krnde-rj durch Lysol zu vergiften. Schwerverletzt wurden alle; in ein Krankenhaus gebracht. Verschmähte Liebe, oftmals wiederholte, aber nie eingehaltene Eheversprechen, m letzter, Linie aber auch Nahrungssorgen waren die Motive zrft der Tat. '

Weitere Einzelheiten fehlen.

Sofia, 2. Febr. Der Zar ernannte den Thron­folger Prinzen Boris anläßlich dessen heutigen Geburts­tages zum Leutnant im Minsker Regiment, dessen Ehef Fürst Ferdinand ist. .

Tokio, 2. Febr. Die Unterzeichnung des amerrra- nisch-japanischen Schiedsgerichtsvertrages wird in Bälde erwartet. Derselbe ist nach dem Muster des englisch-- franzö fischen Vertrages ausgearbeitet.

. 111.70' . 313.20 . 192 50 . 14400 . 161.10t . 16610 . 13S 30 . 17.35 . 191.50 . 256.00 . 240.70 . 213.50

Schuhe und Strümpfe zum Verkauf an.

** Fahrlässigkeit. Gestern nachmittag reparierte ein hiesiger Schlosser dasDeckeisen" über dem Lichtschacht eine?1 Kellers in der Kaplansgasse. Weil das Eisen nicht recht paßte, nahm es dec Schlosser mit in die Werkstätte und ließ', während dieser Zeit die Oeffmmg unverdeckt. Ein Mädchen,^ das inzwischen aus dem Hause herauskam, vor welchem 5er. Schacht offen stand, trat unversehens es begann schon zu dunkeln tn die Oeffnung und verletzte sich am Bem. Es wurde Anzeige gegen den Schlosser erhoben.

§ Großen-Linden, 2. Febr. Der hiesige Emwohne'o Z. wurde heute nachmittag wegen Sittlichkeit^-^ vergehens an schulpflichtigen Kindern von der Gendarm erie| Gießen verhaftet und nach Gießen gebracht.- Gin; Zunge, welcher sich auf der Bahnstrecke Gießen-Wetzlac, überfahren ließ, heißt Freitag und ilt aus Heuchelheinp gebürtig. Ec war bei einem Gießener Schuhmachermeister mj der Lehre.

Bad-Nauheim, 2. Febr. Der frühere Bademeister, und Hausverwalter Theodor Meister ist am 31. Januar mr Alter von 75 Jahren in Bensheim a. d. B. nach langem, schweren Leiden entschlafen. Meister wurde 1830 als Sohn des Großht Hess. Forsters Meister in Biedenkopf geboren; er trat 1849 in" das erste Lest. Infanterie-Regiment (jetzt 115), und machte 1866 den Krieg als Feldwebel mit. Nachdem, Nauheim von Kurhesien an das Großherzogtum Hessen kam,, wurde Meister 1877 hier Bademeister. Er wurde 1896 j pensioniert. P1 ,, , r, ~

Friedberg, 1. Febr. Nach den stattgehabten Ec->, gänzungswahlen setzt sich der Vorstand der Handels-» kämm ec Friedberg wie folgt zusammen: Kaufmann: Fertsch-Friedberg, 1.Vorsitzender, Hotelbesitzer Sprengel-; Bad-Nauheim, 2. Vorsiender, Fabrikant Sch afer-Büdingen,j 3. Vorsitzender; Fabrikant Julius Kann erhielt das Schatz-« meisteramt. Sekretär bleibt wie bisher Rechtsanwalt rmdj Notar Stahl in Bad-Nauheim.

Die Hullksmmisfion.

Paris, 2. Febr. In der Hullkommission wurde gestern nachmittag wiederum Kapitän C l a d o vernommen, der betonte: An eine Verwechselung eines Frlcherboot^ mit ein e m T o rp edob o o t sei garitrcht zu den ten, be­sonders dann nicht, wenn die Schemwerfer m Tätigkeit Mw. Or versichere ferner, die russischen Schiffe hätten wahrend der ganzen Nackt vom 21. auf den 22. Oktober rLeeiNmal em genommenen Stellungen behalten. Als Roschdfestwenski von dem Angriff auf den HilfskreuzerKamschatka" erfahren habe, habe er demieiben zmrächst keine schwerwiegende Bedeutmig beigemessen, habe fedow die SchiffeAurora" undDmietri Tonskoi derKamschatka zu Hilfe gesandt, ohire ihnen bestimmte Instruktionen zu er­teilen. Eine lange Erörterung entspann fich darüber, genau an welcher Stelle sich die beiden von Clado bemerkten Torpedo­boote befunden hätten und rn welchem Moment sie erschienen seien. Clado erklärte weiter, er habe kein Torpedoboot und fern Fischerboot sinken sehen. Die F i s ch e r b o o t c hatten aus Zufall oder infolge Schlingeriis der Schiffe indirektes Feuer er­halten können, aber kein direktes. X'enn ^^blestwen^ki hätte befohlen, nicht auf sie zu schießen 1« tn der .Mowofe Wremia" veröffentlichte Bericht eines Schiffsprediger!» über den Vorfall sei konftis imb unrichtig. t

Leute vormittag wurde wieder Kapitän Clado vernommen. Er resümierte den Bericht des Admirals Ra)^blestnienski, m dem die Ansicht ausgesprochen wurde, die. SlÄerheck des Ge- fcfiroabfrS hab- die fofortige Wettfahrt erheycht, irnt Kil'cb?rbooten, bereit Beschädigungeit als Keittg galten, »tlfe zu leisten Clado gibt dann technische Ansklauungen darüber, wie bas BootCrane" indirekt getrosten wurde, und beschrerbt seiner die Vobsichtsmaßreaeln, die fett d-r Abretie von Reval ge­troffen wurden, und den Grund zu biwit Maßregeln - ^n der Nachmittagssitzung wurde Leutnant S chra m t schon ko von dem LinienschiffBorodino" vernommen, der auslagte, daß man unmöglich von Bord des Panzers ein Fucherboot für etn Tor­pedoboot hätte halten können. Er sah etn T o r P e d ob o o t aul ungefähr eine Meile sich nähern. Ter englische Kommandant Keanes, legt die Möglichkeit dar, daß man aus eine, große Entfernung selbst mit dem Scheinwerfer em st s R e rb o ° t für ein Torpedoboot a n s e h e n k ü n n e. Jitf eine ^Rmerkung Foumiers kommt der Zeuge Isdoch von,tetner Anstcht zurück. Der norwegische Lotw EhrtIftan,en erzählt, er habe in der stiacht vom 21. Ci'tobrr in der. Nordsee etn 4, orpedoboot gesehen, und beschreibt das Boot, feriier iah er am solgenden Taae um 3 Uhr früh mit voller Geichwmdtgkett em ah nl t ches SckZs labren Auf Ersuchen des BotsSaftssekretärs Mandel- stamn K der Senge eine genaue Beschreibung^des Torpedo- boot es das er am 19. Oktober geichen, und des Fahrzeuges, das er am 21. Oktober bemerkte, und sagt schließlich, das $or = pedoboot sei von Fischerbooten umgeben gewesen.

Aussicht genommen.

TerStaatsairzmger" meldet, baß der Mnuster ves^rnnertt, Frhr. v. Hamm er stein, nach Tüsseldorf abgereist ist.

Tie hessische Rechtspartei" hat das Leichen­begängnis de§ Fürsten Karl von L>anau zu einer politischen Kundgebung mißbraucht. Unter.den zalst- reichen Kranzspenden befandm sich solche von Anhängern der hessisch"n Rechtspartei: darunter eine mit folgender Inschrift auf den Schleifen :Dem 4. Sohne unseres unvergeßlichen, viel­geliebten KuMrsteir, des ewigen Zeugen für das recht­mäßige Fürstentum, Sr. Durchl. Fürsten Carl von Sanau und zu Horsowitz, Grafen voll Scl-aumburg, ul unverbrüchlicher Liebe und Treue ehrfurchtsvoll und untertänig gewidmet von den treuen Niederhessen." ,

Im Reichstagc brachtm Albrecht und Gcuonct» mehrere auf den Schutz der Arbcrtcr m vcrichtedcncn Bc- trteben bezügliche Resolutionen ein. Eime wünscht eine Vorlage eines Gesetzentwurfes, durch welchen die tägliche re- gelmästige Arbeitszeit für alle tut Lohn-, Arb.tts- und Tienstverhältnis int Industrie-, Handels- und Lerkebtsweien be­schäftigten Personen unter Festsetzunü °>'°^-cssener Ueh rgangs- Vorschriften auf längstens 8 Stunden festgesetzt und dec Samstag nachmittag sreigegeben iöirbt

Gießen, 3. Februar 1905.

L U An Stelle des mit dem 1. April aus dem Ver­bände 'der Landes-Unioersität auZscheidenden Lektors Goetschn ist Lueien Thomas aus Lüttrch zum Lektor der französischen Sprache an der Landes-Universität ernannt W »' Personalien. S. Kgl. H. der Großherzog haben dem Oberlehrer an dem Schullehrersemmar zu Bensheim Lenhart den Charakter als Professor erteilt. Uebertragen wurde dem Schutamtsaspiranten Orth aus Etch, un Kreise WormS die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober- Mumbach im Kreise Heppenheim. - Das Riiterkrettz erster Klasse des Philippsordens erhielt der Etsenbahn-Dtrekior Schauer Vorstand der Maschineninspektion Frankfurt, bnS Verdienstkreuz desselben Ordens der Stationsvorsteher zweiter Klasie Bors um und da8 hessische allgemeine Ehrenzeichen der Zugführer Lott, sämtlich in Frankfurt a. M.

« tßon der Universität. Zum Nachfolger beS als fßräfibent der Phnstkalisch-technischen Reichsanstalt ausersehenen Pro essorS ber Berliner Universität, Geh. Regierungs­rats Warburg ist, wie uns aus Berlin flcmetbct und hier bestätigt wird, in erster Linie der orb. Professor »nd Direktor des Phpsikalisch-technischen Instituts in Gießen, Dr. Paul Drude in Aussicht genommen worden. Nimmt Herr Prof. Drude diesen überaus ehrvollen und glänzenden Ruf liach der Reichshauptstadt an, dann würde unsere LandeSunwersttat einen äußerst empstndlichen Verlust erleiden.

Neueste Metduugen.

Essen, 3. Febr. Infolge des Streife gingen itf ntebrei^ Gruben pes westlichen! Reviers neuerdings mehrere ötrractri zu Bru ch. Der Schaden ist sehr einpfiirdlich. \

Prag, 3. Febr. Tic Brücher Kohlenwcrre lehnten dic' Forderungen der Arbeiter betreffend L o h n e r h ö h un g urü>j ein Miudestlohn ab, weil die Konjunktur und bte Abf-atzverhalt- uifse dies nicht gestatteten. , '

Heidelberg, 3. Febr. Eine Natronalliberale Pro-, testverfammlung irahm eine Resolution an, daß für dle^streckenden/ Bergarbeiter in verschiedenen Stadtteilen Heidelbergs ©ammeh* "Hellen errichtet werden sollen.^ i -V

Paris, 3. FebrEcho de Paris" berichtet aus Petersvurgr. General Griepenberg, Befehlshaber der zweiten Armee, ans^ Geiundbeitsn'ickfichten seine Demission gegeben. ~Hs feu^ Nachfolger wird General Milo ff, der Befehlshaber desj ersten europäffchen Armeekorps, welcher früher unter dem Befehd Griepenber-gs stand, genannt. .. w . \

Paris, 3. Febr.Pettt 5krri)icn'/ berichtet aus Peters--, bürg: Infolge der strenge Kälte sind alle Operationen enga-, stellt. Tie Information über den Rücktritt, des Generals Grre- penberg bestätigt sich. Terfelbe ist venmacht durch MerN^ ungs-Verichiedett heiten zwischen Knropatkm und Gne- penberg. Griepenberg beschuldigte .Kuropatkin, ihn ogne gelassen zu haben, als et den Sieg in Handln gehabt W. ®ueKn* berg kehrt n ach Petersburg zurück, nachdem er bie ^mUBoni als BefphlSbaber der zweiten Armee gegeben habm wrrd. ^ heißt, daß sich ein M angel an Lebensnutteln aufdem ^regs^ schanvlatze fühlbar macht.Petck Journal^e^t trrybura: Es wirb mitgeteilt, daß die ^^ner btc Absichsi, Wlabiwostok zu blokicrcn, durchgmchrt W» - Tomsk ist infolge Ausstandes eine große Menge für btc Man-, dfchurei bestimmter Lebensmittel S e r st ö r 1 worden.

Tokio, 3. Febr. Unter den rnfsr 1 chen Gefangenen. in ^antabera Tengaohaya und Matsiwama rst eme Pocke n--§ E p i d e m i e ausgebrochen. Täglich_werL^N 1000 d^sonen gennpft^

Kopenhagen, 3. .Febr. Dce Lotfen m Nvborg habenj Befehl rrbalten^ das dritte ruisifche Geschwader bc-. stehend ans 5 Linienschiffen, 3 Torpedobooten und mehreren, Transvortschisfen durch den Sund zu fflhren. ______j

A-r Krieg.

Die Nüssen über btn H-mho zurückgetrieben.

Sonboit, 3. Febr. Tie japanische Gesandtschaft erbiett ein Telegramm aus Tokio von heute, das ben Bericht bes Mar­schalls Odama mit Einzelheiten von tot schweren Gefechten vom 25. bis 29. Januar enthält, in denen btc Rnu en auT bas rechte Hnnhoufer zu rück getrieben wurden. Es bernt, bte Tn'PPen. die uns gegenüberstanden, waren daserste sibrcnche Armeekorvs, ein gemischtes Armeekorps, die 61. ^trtsl^ A^serv^ivsiwn n einige Iägerabteilungen, ferner bte zweite und fünfte Brtgad der Scharfschützen und ein Tetl des achten ^lrmeekl^ps, t ganzen! mindestens sieben Divisionen emer Kavalle^e- divifion. U n s e r e B e r l u st e, betrugen etwa 7000 ME Dte feindlichen Verluste sind betra chtltch. . Gefangene sagen aus, vier russische Jnfanterieregimenter^seten^^beEhe ver­nichtet worden, bei denselben feien viele, Komvagnten bts auf 20 bis 30 Mann r ed uzier t. Danach muffen die rusfifchen Ver­luste mindestens 10 000 Mann betragen.

Ausland.

Angers, 2. Febr. Infolge dec Katastrophe irn Schieferbcuch von Avrille weigerten sich die Arbeiter trotz des Verlangens dec Arbeitgeber auf Leitern in den Bruch hinabzusteigen und beschlossen den allgemeinen Ausstand.

London, 2. Febr. Aus Madrid wird gemeldet, daß dec König von Spanien, die Königin-Mutt ec und andere in dem königlichen Palast anwesende Persönliepkeiten dec Gefahr der Erstickung . durch, giftige, Gase knapp entkommen sind. Unzweifelhaft lag ein raffiniertes Komplott vor. Ein Ingenieur ist verhaftet worden.

Reioheanleiho 102.15

do. . . . 90.25

Konsols 102.15

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Hessen ...» 100.3o yf % OberheRsem . . . 99.70

4% Oesterr. Goldronte . 101 90 41- % Oesterr. Mlberronto 100.75 4% Unsfar. Ooldrento . . 100.20 40/0 Italien^ Rente ,

52.03 Harpener . . .

45.70 I Staatsschatzseheiue .

fix und fertig wäre! Es muß eben gehen, die gesamte Industrie hat das allerdcinglichste Interesse daran, daß der Streik beendigt wird, und derselbe brennende Interesse nehmen Hunderttausende von Arbeitern, bei denen die Entbehrung eingekehrt ist, die zum Teil ganz ohne Ver­schulden durch den Kohlenmangel in Mitleidenschaft gezogen sind.- Wir wollen nicht annehmen, daß etwa die Erledigung der Kanalvoclagen dec Regierung als die wichtigere und keinen Aufschub vertragende Angelegenheit erscheint. Die Kanalvorlage ist eine Bagatelle im Vergleich zu dem Streik im Ruhrrevier. Täglich springen aus diesem Brand Funken über auf Gruben in anderen Revieren des Inlandes und Auslandes, die sich mit den Ausständigen solidarisch erklären. Ob die Kanalvorlagen acht, vierzehn Tage spater weiter be­raten werden, das ist ganz gleichgültig. Wenn aber die Re­gierung sagt: Wir könnens nicht schaffen, außer in einigen Wochen so gibt es noch zwei andere Wege. Entweder, es bildet sich eine Kommission aus den Vertretern dec Par­teien de» Abgeordnetenhauses, um in Form eines gemein­samen Antrages den anerkannten Beschwerden dec Berg­arbeiter abzuhelfen, wobei lediglich die Zustimmung dec Re­gierung erforderlich märe, oder die Regierung gibt genaue, eingehende Erklärungen darüber ab, was sie unter ollen Umständen durchzusetzen beabsichtigt.

Nach derTagesztg." wird damit gerechnet, daß bte Novelle zum Berggesetz dem Landtage kurz nach dec Mitte ober gegen Ende dieses Monats zugehe. Gegen Ende dieses Monats! Und dabei treffen fortgesetzt Meldungen em, bte auf das kritische ber Situation Hinweisen. Schreibt doch um nur eine Aeußerung anzuführen die National-Ztg.:Im Ruhrrevier ist die Stimmung ber Arbeiter gegenüber dem Bergbaulichen Verein soweit zu gespitzt, daß selbst der evangelische Arbeiterbund nur noch schwer von Kundgebungen zugunsten des Streiks zurückzuhalten ist, diesen Ausbruch er seinerzeit scharf getadelt hat. Nur mit Mühe sei m einer dieser Tage abgehaltenen Versammlung eine abgefchwachte Resolution durchgesetzt worden gegen die Weigerung des Bergbaulichen Vereins, in Verhandlung einzutreten unb die heutige Kundgebung des Bergbaulichen Vereins zu den arbeiterfreundlichen Ausführungen des Grafen Posadowsky ist auch wahrlich nicht dazu angetan um den Frieden zu fordern, (vgl. unseren heutigen Artikel über die Bergarbeiter-