Ausgabe 
28.11.1905 Zweites Blatt
 
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bet Ausschußberichte über den Entwurf eines Gesetzes wegen. Feststellung eines zweiten Nachtrags 311111 ReichshanshaltS-Etai für das ^"chnungsjahr 1905 und den Entwurf eines Gesetzes wegen Feststellung eines zweiten Nachtrages zum Haus Halt- Etat für die Schutzgebiete im Rechnung: j.hre 1905 ge­nehmigt.

DieNordd. Nllg. Ztg.^ schreibt: Dem Bundesrat ist soeben der Gesetzentwurf zugegangen, der die Aus- stellung von Einfuhrscheinen fiir Getreide nach In­krafttreten des neuen Zolltarifs betrifft. Danach sollen für die Uebergangszeit vom 1. März 1906 bis Ende Februar 1907 der WerlbesNmmung bei beit Einfuhrscheinen, die gemäß § 11 des Zolltarifgesetzes vom 25. Dezember 1902 bei der Ausfuhr von Roggen, Weizen, Spelz, Hafer, Buchweizen und Spcisebohnen zu erteilen sind, die für Waren dieser Art vor dem 1. März 1906 gütigen vertragsmäßigen Zollsätze zu Grunde gelegt werden. Rur insoweit, als durch Borlegung von Bescheinigungen der Zollbehörden nachgewiesen wird, daß Waren der bezeichneten Art nach dem 28. Februar 1906 zu dem alsdann gütigen höheren Zollsätze eingeführt worden sind, sollen für die Wertbestimmung der Einfuhrscheme bis zur Höhe des Zollwertes der in den Bescheinigungen nachgewiesenen Mengen die vom 1. März 1906 geltenden vertragsmäßigen Zollsätze niaßgebend sein. Bei der Ausfuhr von Müllcrei- eczeugnissen, die aus den bezeichneten Fruchtarten im freien Verkehr hergestellt worden sind, finden diese Vorschriften entsprechende 9lnroenbimg. Dein Bundesrat wird die Befug­nis vorbehalten, die Vorschriften des Gesetzes schon vor Ab­lauf der genannten Uebergangszeit außer Kraft zu setzen. Zur Ausführung des § 12 des Zolltarifgesetzes vorn 25. Dezember 1902, welches ferner die Stundung der Zölle für Ge­treide, Hülsenfrüchte, Raps und Rübsen, sowie für die daraus hergestellten Müllerei- und Mälzerelerzeugnisse ausschließt, hat der Bundesrat bereits dahin Beschluß gefaßt, daß die für Waren dieser Art gestundeten Zölle spätestens am 1. März 1906 einzuzahlen sind.

Wie dieDtsche. Tagesztg." aus bester Quelle ver­nimmt, soll der bisherige Direktor des Kolonialamtes, Dr. Stübel, an die Spitze der neu zu errichtenden deutschen Gesandtschaft in Norwegen berufen werden.________

Ausland.

London, 25. Noo. Das Komitee für die Herbei- beisührung eines guten Einvernehmens zwischen Eng­land und Deutschland wird u. a. eine Botschaft an beide Nationen veröffentlichen, in dem es heißen wird:Wir wenden uns an die Bürger beider Länder, damit sie sich uns anschließen, um die jetzige Spannung in den Beziehungen zwischen den einzelnen Staatsangehörigen wie zwilchen den beiden Völkern derschwinden zu lassen".

Der Zweck der für nächsten Februar angesetzten Flottenmanöver besteht nach demStandard" darin, die Wirksamkeit der Verteidigung dec europäischen See- gruppierungen zu prüfen.____________________________________

Acer und KwUe.

Deutschlands St r i e g § f 1011 e. Eine Darstellung der Entwickelung und des gegemväctigen Bestandes der ge­samten Reichsmarine, ihrer Organisation, ihres Materials und ihrer Bemannung von Viktor Laverrenz. Was an den bisher uns vorliegenden acht Heften zuuächt erfreulich auffällt, sind die vornehme Ausstattung in Druck und Papier und die vortrefflichen Abbildungen, nut denen die Verlags­handlung von Friedrich Kirchner in Erfurt in keiner Weise gespart hat. Gut, klar und mit zweckmäßigen Unterscheidungs­farben auSgestattet sind die Schiffspläne in Deckansicht, Längs- und Querschnitten, und wertvoll sind die Flotteu- lafeln, die den Bestand der Flotte an sich und in Gegen­überstellung mit der englischen, diese nach der Flottentafel deS Kaisers, erkennen lassen. Es fehlt auch nicht ein gutes Porträt deS Kaisers, eine farbige Kunstbeilage von Hans Bohrdt, und andere Tafeln in Farben- und Schwarzdruck mit Flaggen, Uniformen, Signalen usw. Betrachtet.man den Text, so wird man zugestehen, daß der Verfasser dem spröden Stoff mit Geschick gerecht geworden ist. Jedenfalls hat er mit Fleiß cm riesiges Material zusammengetragen, und wenn auch diese Sammlung die Lesbarkeit des Weckes im ganzen Zusammenhänge beeinträchtigen mag, so verspricht es doch in seinen einzelnen Abschnitten ein zuverlässiges Rachschlage­buch zu werden, und diese sind derart gestaltet, daß man sie bequem und ohne zu ermüden lesen kann. DaS Werk wird mit zwölf Lieferungen vollständig sein und soll gebunden 12 Alk. kosten.

Zu einer großartigen Kundgebung für die neue Flotten vor tage kam es in einer vom B e rl i n e rB er e i n Deutscher S t u d e n t e n" einberuienen Studentenversammlung. Die stürmisch begrüßten Redner des Abends waren Professor Adol' Wagner und Generalleutnant z. D. v. Liebcrl.

Ans ^tnDl und £aN.

Gießen, 28. November 1905.

*' Großh erzogs Dank. Die am 25. November im GesellschastSoercin vereinigte Festversammlung hatte an Seine Königs. Hoheit den Großherzog ein Glückwunschtelegramm abgesandt; darauf ist folgende Drahtantwort ein» getroffen:

Für die treuen Glückwünsche der gestrigen Gießener Fesl- versainmlung sage. Ich herzlichen Dank.

Ernst Ludwig.

"Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Kreisamtmännern Ernst Krug von Nidda zu Mainz und Leopold von Werner zu Darmstadt den Charakter als NegiernngSrat" erteilt. S. K. H. der Großherzog haben dem Gesangslehrer Willy Fahr in Darmstadt den Titel Kauiincrsänger" verliehen. Am 17. November d. I wurde im Namen S. M. deS Kaisers mit Ermächtigung S. K. H. des GroßherzogS der Geh. Oberfinanzrat Born sch euer der Königl. Prenß. Provinzial-Steuerdirektion in Hannover und bec Herz. Braunschweig-Lüneburgischen Zoll» und Steuer- direltion zu^ Braunschweig als Reichsbevollmächtiger für Zölle und Steuern mit dem Wohnsitz in Hannover bei ge­ordnet.

* Hubert Dietzsch, der Heldendarsteller unseres Stadttheaters^ im Winter 1898/99, der seit drei Jahren am Freiburger Theater wirkt, ist, wie uns mitgeteilt wird, unter glänzenden Bedingungen von Direktor Hahn für dos neue

Kronprinzent Heater in Berlin engagiert worden. Herr Tietzsch steht ans der Zeit seiner hiesigen Tätigkeit l/.er noch in sehr gutem Andenken; eS wird Viele jetzt freuen zu hören, daß er auf seiner künstlerischen Laufbahn einen weiteren großen Schritt vonvärtS getan hat.

Als Gratifikationen an städtische Ar­beiter, welche den Sommer über dauernd im Dienste der Stadt ziir Zufriedenheit tätig gewesen waren, wurden in diesem Jahre von den Stadtverordneten 2560 Mk. bewilligt. Es erhalten 70 Arbeiter Beträge zwischen 18 bis 40 Mk.

* Besitzwechsel. Fuhrunternehmer Karpf kaufte von Leopold Schlatter dessen Besitzung Neuenweg 6 für 28 250 Mk. Das Anwesen des Restaurateurs Earl Heinrich Stückrath, Ma rburgerstra ße 27, ging für 64 000 Alk. an den Restaurateur Schul in Altena i. Wests, über.

* * Ein Unfall stieß gestern nachmittag einer bejahrten Frau in der Walltorstraße zu. Sie wollte einem Wagen mit zwei scheu gewordenen Pferden auswelchen und kam da­bei 511 Fall. Im selben Augenblick fuhr ein Kutscher auf die Frau zu, erst im letzten Moment sah er die Frau und es gelang ihm, sein Gefährt sofort zum Stehen zu bringen.

* * Radaumacher. Gestern abend machten sich vier junge Leute, welche blau gemacht heuten, des qualifi­zierten Hausfriedensbruchs in einer Wirtschaft am Asterweg schuldig. Als der Hauprkrakehler verhaftet wurde, leistete er Widerstand und seine Begleiter versuchten ihn aus den Händen der Schutzmänner zu befreien. Dies hatte zur Folge, daß arte Vie. |e)tgenommen wurden.

* * Bra i?d. Gestern nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr brach im Dach stock des ckioß scheu Hauses in dex Schützen st raße Feuer aus und z e r st ö r t e den D a ch - ft 0 ck. Ms Ursache des Brandes erscheint schadhafte Feuer­ungsanlage in einer Wohnung der Mansarde, deren Be­wohner abwesend waren.

* * Prämiierter Geflügelzüchter. Bei einer in Nollberg-Mühle (Nheinl.) abgehaltenen allgem. Geflügelaussteltung erhielt Johs. Hecker, Mitglied des neuen Geslügelzuchrvereins Gießen u. Umg. von 1903 einen 1. und einen 2. Preis für Hühner.

** Zum 100jährigen Bestehen des Groß- Herzogtums Hessen. &m 14. Ltugust nächsten Jahres sind 100 Jahre verstossen, feit Hessen Großberzogtum ist. Landgraf Luowig X. trat damals dem Rheinounde bei und nahm als souveräner Fürst die großberzogliche Würde an. Er nannte sich Ludwig I. Anläßlich oer Wieoertehr dieses für die Entwicklung Hessens wichtigen Tages sind größere Festlichkeiten geplant. Ter Großycrzog beabsichtigt die Stiftung einer Erinnerungsmedaille, und auch auf verschiedene andere 'ütrten solr das Andenken an diesen Tag gefeiert werden.

** Weihna chtssendungen. Tie Reichspostverwal- tun g richtet auch in diesem Jahr an das Publikum das Ersua)en, mit den Weihuachtsversendungeu bald zu be­ginnen. Tie Pakete sind dauerhaft zu verpacken. Tie Auf­schrift der Pakete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Staun die Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf das Paket selbst gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes weißen Papiers, das der ganzen Fläche nach aufgcUebt lverden mutz. Bei Fleischsendungen und solchen Gegenständen in Leinwandverpackung, die Feuch­tigkeit, Fett, Blut usw. absetzen, darf die Ausschrift nicht auf die Umhüllung geklebt werden. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier. Ter Warne des Bestimmungsortes muß sämtliche Migaben der Begleit- adresse enthalten. Auf Palelen nach größeren Orten ist die Wohnung des Empfängers anzugeben. Zur Beschleunig­ung des Betriebes trugt es wesentlich bei, wenn die Pakete frankiert aufgeliefert werden. Tie Bereinigung mehrerer Pakete zu einer Begleitadresse ist für die Zeit vom 10. bis 25. Dezember im inneren deutschen Bertehr (Neichs-Post- gebiet, Bayern und Württemberg) nicht gestattet. Auch für den Auslandsverlehr empfiehlt es sich im Interesse des Publikums, während dieser Zeit zu jedem Pakete besondere Begleitpapiere auszufertigen.

Das städtische Freibad an der Lahn war in der letzten Saison von 34 773 Badenden besucht. In den einzelnen Monaten stellte sich die Frequenz der Anstalt wie folgt: Mai 740, Ium 12 529, Juli 15 204, August 5984 und September 266. 9(m stärksten war das Bad benutzt am 1. Juli, von 1150 Badegästen, während am 17., 21. und 30. Juni, 2., 3. und 5. Juli ca. 900 bis 1000 Badende das Freibad benutzten.

"Evangelischer Bund. Man schreibt nnS: Der hiesige Zweig-Verein des Evangelischen Bundes hat nun sein diesjähriges Winterprogramm feftgclcgt. Der erfle Familien-Abend soll am 10. Dezember im neuen Saal­bau gehalten werden. Der Kirchengesang-Verein hat seine Mitwirkung freundlichst zugesagt. Als Redner ist der aus seiner früheren Gießener Wirksamkeit her noch wohlbekannte Geh. Kirchenrat Professor Dr. Kattenbusch-Göttingen ge­wonnen, der über dieZustände in der russischen Kirche" sprechen wird. Da einerseits dies Thema augenblicklich das größte Interesse erweckt, andererseits der Referent auf diesem Gebiete autoritative Geldung besitzt, so darf man wohl einem in jeder Beziehung anziehenden Abend entgegen sehen. Ein zweiter Familien-Abend soll dann am 14. Januar folgen, auf dem Pfarrer Lie. Dr. Diehl-Hirschhorn reden wird, auch von früheren Gelegenheiten her hier in gutem Andenken stehend. Redner und Thema des dritten Abends, am 18. Februar, werden später noch bekannt gegeben werden.

" Klein-Linden, 27. Noo. Dasselbe verwerfliche Agitationsmittel wie in Lang-Göns haben die Sozial­demokraten bei der Landtagswahl in unserem Dorfe an­gewandt, indem sie ein Mitglied deS KriegervereinS ohne sein Wissen und Willen als sozialdemokratischen Wahl­mann aufstellten. Die Sozialdemokratie scheint eS darauf abgesehen zu haben, in die Kriegeroereine Unfrieden und Streitigkeiten zu bringen. Hoffentlich gelingt es ihr bei dem hiesigen starken Kriegeroerein nicht.

D Orten berg, 26. Noo. Unter großer Beteiligung der Bürgerschaft und Vertreter der Gemeinden fand gestern die Einweihung des BezirkssparkassengebäudeS statt. Das Hans wurde im Laufe dieses Jahres zu seinem Zwecke umgebaut und ist in seiner Anlage als äußerst zweck­mäßig zu bezeichnen. Nachdem die Mitgliederversammlung, welcher KreiSrat Boeckmann-Vüdingen als Regierungsvertreter beiwohnte, getagt hatte, versammelte man sich im Gasthause zur Post" 511111 Festesten. Mit der Einweihungsfeier beging man zugleich auch die Geburtstagsfeier des Landesherrn, welchen Kreisral 29occfmann in sehr beifäUig_aufgenommenem Toast

als rechten Landesvater schilderte. Präsident LandtagSab» Weber hielt die C weihungSrede mit dem Wunsche ein^ flöten geschlichen Weiterentwickelung deS Instituts, über besten günstigen Abschluß Direktor Fr. Lenz berichtete. Cber. amtsrichter Tr. Fuhr brachte eine geschichtliche Entwickelung des SvarkassewesenS im Bezirks. An die Feier schloß rt* abends ein sehr besuchter Bierkommers.

1 Ulfa, 25. Nov. Landwirt Konrad Bast beging heut» mit seiner Ehefrau, geb. Schneider, das Fest der goldnen Hochzeit. Die Feier wurde im engsten Familienkreise jn aller 'Stille abgehalten. Die beiden alten Leute, die ein Alter von 78 bezw. 69 Jahren erreicht haben, können drei Urenkel ihr eigen nennen. Trotz seines hohen Alters be» sorgt der Jubilar noch fast alle Feldarbeit seiner Schwieger, tochtcr und auch seine Ehefrau ist körperlich und geistig außerordentlich rüstig.

Amöneburg, 26. Roo Die Am t s e n t sc tzuno des Bürgermeisters Weber wegen unerlaubter Gni. femung ist in voriger Woche erfolgt. Tie Neubesetzung der Stelle wirb, sobald oas Erkenntnis rechtskräftig p worben ist, ausgeschrieben. Es ist auch die Anstellig eines Staotschreibers in Aussicht genommen. (H.

Franksurt, a. M. 25. Nov. In der letzten Stahl, verorbnetenversammlung wurde über die N eu ordnun- der £e l) re rgcl) älter beraten. Obschon in Frankfurt ft* die Lehrer bezüglich der Gehälter so gut wie in einer etnbi stehen, hatte der Magistrat eine Aufbesserung um 1701.100 M. vorgesehen. Der Ausschuß, welcher mit der Prüfung beauftragt war, ging über die Magistratsvorlage um 90000 Mk. hinaus. Die Stadtverordnetenversammlung üimnitt gegen den Widerspruch des Magistrats den Beschlüßen de? Ausschusses zu. Von den 260 000 M. sind vorgesehen: für Gleichstellung der Direktoren 2000 Mark, Verminderung bei Pflichtstundenzahl 16 000 Mark.; Stnndennachlaß für 23er. Wallungen 8000 Mk., Alterszulage 52 009 M., (Btunben. Honorar 57 000 M., Mietsentschädigungen für Lehrerpcrionkr. in den Vororten 13180 Mk., Mietszuschuß 63 920 M Alterszulage für Lehrerinnen 11260 Mk., eine Funktion^, tage für Mittelschullehrer von je 200 M., Gehaltserhühuugin für Rektoren 2500 Mk., für Zeichenlehrer an höheren Schulen 1800 Mk. und für akademisch gebildete Lehm 28 000 Mk. Die Auto mobil - und Fahrr adanz. ftellung hat einen Uederschuß von 5 0 000 Mar.' zu verzeichnen, der an die vier veranstaltenden Vereine ver« teilt wird.

Hanau, 27. Nov. Eine Versammlung deS Vollo vereinS für das katholische Deutschland prach in einer einstimmig angenommenen Resolution gegen weitere Besteuerung dringender ßebenßbebirj. nisse, vor allem gegen die geplante Steuer auf 2»bot und Bier sowie gegen die Fahrkarten st euer aus. - Kaufmann Sch mahl aus Offenbach verübte hier dabuch Schwindeleien, daß er sich für einenLeutnant Weil' ausgab und gegen Ausstellung eines fogenantenEhren, scheins" von Leuten Geldbeträge entlieh und dann von hier spurlos verschwand. Durch Bcrmütelung der hiesigen Sliimi» nalpolizei wurde er in Treuchtlingen in Bayern verhaftet, wo er als Kavallerie-Ofsizier Walter auftrat. (y. Z.)

Sammlung für die Opfer des Mastenmordes in Rußland.

A. Keßler, Gießen 10 Mk., Max Slahlberg 20, Wilh. RnboÄ 50, Frl. Lemcke 10, Israel. Gemeinde Staden und 9larf)bargcint$v 47, Israel. Gemeinde London 64, Israel. Gemeinde BeM» Israel. Gemeinde Holzheim a. M., Weinberg 50, G. EdMr, Beuern 5, ftrau R., Gießen 3, Karl Schlüler 10, Gebr. Imb»» 10, Theodor Haubach 10, Prozessor E. 10, E. Ehallier 3, A.H.H Geh. Rat Prozessor Tr. Bossius 10, Vergnügungsverein jinija Kaufleute 15, Landgerichtsrat Kullmann 5, StadtverordneterO n 10, Apotheker Schmieder 10, Inderthal 5, Stadtverordneter Latch 'Meyer Löwenstein, Wieseck 20, Hermann Statz, Wieseck 15, "cb Stern II., Wieseck, 10, Joses Meyer, Wieseck, 5, Samuel '-Hauir, wieseck, 10, Joses Katz, Wieseck, 15, Juda Katz, Wieseck, 20, Iulivt Kali, Wieseck, 10, Michael Stern, Wieseck, 5, Julins Stern, Airsch 5, Leopold Löwenstein, Wieseck, 15, Louis Stern, Wieseck, 10, r Gutsmuth, Wieseck, 5, Meyer Grünewald, Wieseck, 5, Max Gnu» bäum, Gießen, 10, 91. N. 10, E. B. 5, L. L. 5.

Dermi|d?te»«

Genickst arre. Aus Godullahütte, Biskupitz unb Hennersdorf in Oberschlesien werden neue Todesfälle ae Genickstarre angezeigt. Im Knappschaftslazarettn Zabrze sind gegen 60 Kinder untersucht worden, die wär' rend der Genickstarre-Epidemie erkrankt waren und rokM gesundeten. Leider mußte der Arzt die Feststellung machcr daß etwa 20 Kinder Krüppel geblieben sind. Einizk Kinder haben die Sprche verloren, andere wurden taud, wieder andere sehen schlecht.

* (Sine Reihe schwerer Seeunfälle wird aui Hamburg, Lübeck und anderen deutschen Hafenstädten meldet. DaS mit Kohlen beladene Segelschiff (Soulant ist * Sturm auf der Fahrt nach Drammen in Norwegen nii; Mann Besatzung untergegangen. Der Schoner Msteria» i auf der Reise nach Schottland mit der ganzen Besaht untergegangen. Das Segelschiff Maria Luise ging mit. W ganzen Besatzung in der Nordsee unter. Tas BarW Thomas Perry ist an der holländischen Küste gesunken. * Mann der Besatzung ertranken, ein siebenter starb später, Die noch übrigen wurden von einem vorbeifahrel'b^ Dampfer gerettet und in Rotterdam gelandet. Der ungc« wöhnlich heftige Sturm der vorletzten Nächte richtete un Hamburger Hafen großen Schaden an. Der Stumirczen. war an der ganzen Küste mit Gewitter verbunden. Die Scni* peratur dort ist ungewöhnlich hochgestiegen. Der watzcc- stand errreicht fast den Sturmflutstand.

Ein teurer Zahnarzt. Die Newyorker Zeitungen beschäftigen sich augenblicklich angelegentlich mit einer zahn­ärztlichen Rechnung. Ein Zahnarzt Daily hatte die Ehre, dem Prinzen Louis von Battenberg während seiner Anwc^n- heit mit dem englischen Geschwader vier Zähne zu plom­bieren. Mr. Daily ist Autorität auf dem Gebiete der Zab>^ Heilkunde und wird in der Regel nur von amerikanischen Millionären aufgesucht. Offenbar hielt er den englisch"' Prinzen für gleich leistungsfähig wie diese, denn er sandt! ihm eine Rechnung von 4000 Alk. ein. Der Prinz hast.' demnach für jeden Zahn 1000 Mk. zu zahlen. Ec ließ du Rechnung durch den englischen Generalkonsul begleichen, b* sich jedoch eine Spezifizierung aus.

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Es verlautet, ! : 75000 Arbeitern : bester an.

Von der Meut isssiziös folgendes gemi Jfnftcn des Kreuz, injotben, das Schiff ferne hat mit den V - macht, lieber die Fef : ffinqt worden. Na i bf'fitiqnnqen sämtlich 1 Stobt beherrschen, in H irten, sie würden je! otne Erlaubnis in Set fein, gegen die Gruppe <u? Ki(inbf locrbcn, gu

Gin $der§6urger .dtyppen in allen ifstnolntionAren ans rficlt Teveschen non bei

Taschlent, Kiew, alle darin übereinitii h'vn. Tie Militärdeh Üinj.bcii dafür das; ein