Ausgabe 
31.7.1905 Zweites Blatt
 
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Die Kindergedeihen vorzüglich dabei - & leiden nichtxra

an

Verdauungs^

Störung. $

JL? Hervorragend

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ranzdosef- UBITTERQUELLE-

Ms von ärztlichen Autoritäten seit | jw Jahrzehnten als das qehaitre^nsleei- jfl sicherste natürliche Hbfuhrmdte^n Fqjie Dftection in Budapest. ~

egt worden fein!

Kursbericht

69.00

Tendenz: fest.

4% Oosterr. Goldrente

4V6% Oesterr. Silberrente

4% 4«/,

. 90.20 . 101.25 . 90.35 . 100.65 . 87.45 . 101.60 . 101.20 . 97.75

31»/

1%

67.50

66.90

88.90

134.60

55.50

Türkenlose.....

4% Griech. Monopol.-Anl. 4/J°/0 äussere Argentiner

Ungar. Goldrente Italien. Rente , Portugieser I Portugiesen. III Unif. Türken

. . 96.75 . . 136 70 . . 128.20 , . 20920 . . 19370 . . 145.90 . . 16050 . . 17260 . . 144.40 . . 18.40

Reiohsanleihe do.

Koneols do. . .

Hessen Oberhessen

Lhen Verlauf genommen und Mrd Dielen eine schöne Er- nnerung sein.

Möge aber mit der Feier der Grundsteinlegung zur Bismarcksäule zugleich auch ein nie wankender Grundstern ur nationale, vaterländische Gesinnung und Tatkraft ge-

4*/»% Chinesen Electric. Schnckort Nördd. Lloyd . . Kreditaktien . .

Diskonto-Kommandil Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . Lanrahütte . . Bochum . . . Ilarpener .

Staatschatzscheine

37e°/0 3% 3V,% O°/o 8V9% 3 V.M

noch patriotische Worte.

Nach dem Ende des offiziellen Teiles wurde unter dem Präsidium des Professors Gisevius lustig weiter getagt oder vielmehr genächtigt. Noch viele Male spielte die Musik die Weise vor, und fröhliche Studentenlieder begeisterten auch die alten Herren. Der Kommers hat einen Vorzug-

kommen Hafer und Weizen. Die Getreideernte fallt gut aus, und die Dreschmaschine hat ihre Arbeit.

r. Braunfels, 31. Juli. Am Samstag besuchte Se. Kgl. Hoheit Prinz Max von Baden die hiesigen -ürstlichcn Herrschaften.

Für kleine Kinder Bm«5

leb bin mit der erhaltenen Herba-Seife sehr zufrieden, dieselbe Ist für kleine Kinder äusserst zuträglich und wirkt Wunder bei Hautausschlägen.

. , Frau Jda Erichsen. Flensburg.

Z. h. L a. Apotb., Drog. u. Pari. p. St. 50 Pfg. u. 1 Mk. Obermcycr & Co., Hanau

SS171,

. . 264.00

. . 251.50

. .224 30

. . 100.65

Kommerzienrat Heyligenstaedt fei unser Dank ausgesprochen. Herr Kommerzienrat Heichelheim hat da? getan, was lebem t>tu- denten, solange es überhaupt eine Poesie des Studentenlebens glvt, äußerst willkommen ist: er hat uns mit ein paar hundert Mark unter die Arme gegriffen. Ich spreche dem Herrn Kommerztenrat tmseren allerherzlichsten Dank aus.

Meine verehrten Herren Gäste! Sie alle wie auch unsere Herren Professoren sind in der glücklichen Lage, die große Zeit, m titzr Bismarck die Geschicke Deutschlands lenkte, noch aus eigener Anschauung zu kennen! Die bedeutendste Epoche aus Ihren Juqendjahren ist das Kriegsjahr 1870/71. In dieser Zeit, als die meisten von Ihnen noch junge Burschen waren, vollendete sich Bismarcks größte Tat, in diesen Tagen vollzog Bismarck die nationale Einigung Deutschlands durch die Gründung des neuen deutschen Reiches! Sie haben, meine Herren Gaste und Herren Professoren, festgehalten an dem, was Bismarck geschaffen. Sie haben mitgearbeitet durch eigene Kraft an dem, was Bismarck nur begonnen, was heute noch nicht vollendet ist, an der inneren Einigung unseres Vaterlandes, an dem Ausbau des Reichs in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Und wenn Sie dereinst sich zurückziehen werden von Ihren Aemtern, so werden nur, die wir heute noch Jünger der alma inater sind, berufen sein, Sie ersetzen! . . .

Tie gesamte Gießener Studentenschaft wird einen Turm errichten zur Ehre Bismarks ; in kurzer Zeit wird er hinubergrußen von der Hardthöhe weithin nach Stadt und Dörfern.

In ganz Deutschland, bei fast allen Universitätsstädten sind Bismarktürme erstanden, lodern die Bismarkfeuer gen Himmel, die gesammte deutsche akademische Jugend feiert Bismark! Mögen Sie, meine Herrn Gäste, darin die Versicherung sehen, dav die Jünger der Wissenschaft, die kommende Generation, festhalten wird am Erbe Bismarks! Ich fordere meine Commilitonen auf, zur Bekräftigung dieser Versicherung mit mir einen donnernden Salamander zu reiben auf das Wohl unserer Herrn G ä st e , zu dessen Kommando ich mir die Erlaubnis von einem hoben Präsidium erbitte. . ,, .

Wiederum erklangen die Gläser und erscholl cm Lieb aus den Kehlen der vielhundertstimmigen Studentenschaft, in das die Gäste, natürlich mit Ausschluß der Damen, die seitwärts nebeneinander Platz genommen hatten, kräftig einstimmten, bis auf die Aufforderung des Rektors, Ge­heimrat Prof. Dr. V o s s i u s, für einige Zeit der Saal sich leerte, um die bengalisch beleuchtete Burg Gleiberg sich anzusehen. Der Anblick war wunderbar schön und erinnerte lebhaft an die Schloßbeleuchtungen in Heidelberg, die ja auch für die Studenten vorgenommen werden. Ein Scheinwerfer des Hrn. Bichler ließ von der Höhe die Stadt Gießen aus dem Dunkel der Nacht aufsteigen. Die Terrasse auf der Hardt war mit Lampions festlich geschmückt.

Nach dieser stimmungsvollen Unterbrechung fand man sich im Saale wieder zusammen. Die dritte offizielle Rede aus der Studentenschaft, von Stud. Heusel vom mathe­matisch-naturwissenschaftlichen Verein auf das Blühen der Ludoviciana gehalten, lautete folgendermaßen:

Kommilitonen!

herabgefchleudert. Mit einigen leichten Verletzungen kam er davon.-Wenn man die künftige Obsternte von Heuchelheim mit der anderer Gegenden des Kreises vergleicht, so findet man, daß es in der hiesigen Gemarkung bedeutend mehr r'bst gibt, als in anderen Gegenden. Na­mentlich fällt die Zwetschen- und Aepfelernte sehr gut und reichlich aus. Die Zeit der Ernte ist nun gekommen. Das Kvru und die sind schon geschnitten; nun

Frankfurt a. M., 29. Juli Offizielle Schlusskurse. . 101.30 1 3% Mexikaner

Aus Stadt Md Land.

Gießen, 31. Juli 1905.

- Empfang. S. K. H. der Großherzog empfingen am 29. Juli u. a. den Kanzleirat Keller von Gießen.

** Ordensverleihungen. S. K. H. der Groß- serzog haben dem Hauptmann und Kompagniechef im Jn- anterie-Regiment Herwarth von Bittenfeld (1. Westfälischen) Nr. 13 v. Langen, seither im 1. Großh. Jnfanterie-ftLew- garde-)Regiment Nr. 115, und dem Hauptmann lagniechef im 2. Niederschlesischen JUfanteric-Regt. Vtc. 47 Morgenr oth, seither im 4. Großh. Jnsanterie-Regr. (Prinz Karl) Nr. 118, das Ritterkreuz 2. Kl. des Verdienst­ordens Philipps des Großmütigen verliehen

** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Präsidenten der Oberrechnungskammer Valentin Lorbacher auf sein Nachsuchen, unter Anerkenn­ung seiner mehr als fünfzigjährigen treuen und vorzüg­lichen Dienste, mit Wirkung vom 16. September 1905 an n den Ruhestand versetzt und ihm bei diesem Anlaß den Charakter eines Wirklichen Geheimen Rats mit dem PrädikatExzellenz" werliehen; den Ministerialrat im Ministerium her Finanzen, Vorsitzenden der Abteilung für Finanzwirtschaft und Eisenbahnwesen, Ludwig Ewald nnt Wirkung vom 16. September 1905 an zürn Präsidenten der Oberrechnungskammer ernannt. 1 Der Kreisrat des Kreises Alzep Süffert wurde zum Ministerialrat im Ministerium der Finanzen und Vorsitzenden der Abteilung für Finanz­wirtschaft und Eisenbahnwesen ernannt; der Oberförster der Oberförsterei Schiffenberg, Geheimer Forstrat Th. Heyer zu Gießen auf sein Nachsuchen und unter An­erkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1905 in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem "Anlaß das Ehrenkreuz des Verdienst­ordens Philipps des Großmütigen verliehen. Der Revi­sionskontrolleur bei dem Hauptsteueramte Darmstadt Dingeldein wurde zum Hauptsteueramtskontrolleur bei diesem Amte ernannt.

** Eine Vorstellung des hessischen Richter­vereins an die zweite Kammer besagt im wesentlichen folgendes:

Ein der zweiten Kammer vorliegender Antrag Häusel auf Abänderung des Artikels 17 des Gesetzes, die Besoldung der Staatsbeamten betreffend, hat in allen Beamt en kreisen große Beunruhigung hervvrgerusen, weil seine Annahme und Durchführung eine nicht unerhebliche Schmälerung des seitherigen Dien st einkommens zahlreicher Beamten zur Folge haben würde. Der Rich-terverein glaubt entschieden, der beantragten Erhöhung der in der Besoldungsordnung festgelegten Mietentschädigung entgegentreten zu sollen. Ein Erhö^ing der Dienstwohnungsmiete müßte jedenfalls die derimaligen Beamten mit Dienstwohnung, weil gegen Artikel 17 des Gesetzes vom 9. Juni 1898 verstoßend, gänzlich unberührt lassen. Eine gleich­mäßige Erhöhung um 60 Prozent der seitherigen Gehaltsabzüge wäre aber auch den übrigen Beamten gegenüber unbillig und ungerecht und würde die in ander» Berufsständen leider bestehende Landflucht auch zum Schaden des öffentlichen Dienstes in die Beamtenkreise hineintragen. Diese Erhöhung wäre um deswillen ungerecht, weil sie zwar den seitherigen Unterschied zwischen Stadt und Land bestehen ließe, im übrigen aber ohne jede Rück­sicht auf die örtlichen Mietpreise gleichmäßig erhöhte Quoten des Gehalts als Mietentschädigung für die Staatskasse in An­spruch nähme. Eine solche nach Quoten des Einkommens bemessene Wohnungsmiete könnte im Hinblick auf die dermalige Besold- ungsordnung nur dann als billig und angemessen gelten, wenn sie durchweg hinter den örtlichen Mietpreisen zurückbliebe^ Die Durchführung des Antrags Häusel würde aber dahin fuhren, daß z. B. ein Richter der obersten Gehaltsstufe an einem Orte, wo bie Mietpreise für die besten Wohnungen den Betrag von 500 Mark nicht oder nur wenig übersteigen, bessere Wohnungen aber schon zu einem niedrigeren Preise zu haben sind, an die Stadtkasse eine jährliche Miete von 780 Mark zahlen und damit zu einem nicht unerheblichen Teile für die Wohnungsmiete an­derer Beamten aufkommen müßte.

Der Hessische Richterverein hat zu der hohen zweiten Kammer der Stände das feste Vertrauen, daß sic zu der geplanten Schädig­ung der Staatsbeamten niemals ihre Zustimmung erteilen werde.

** 1. Stockholmer Damenquartett. Wir haben gestern sehr angenehmen und freundlichen Besuch in Gießen gehabt, dessen sich sicher noch viel mehr Musikliebende ge­freut hätten, wenn sie gewiß gewesen wären, daß ihnen im Neuen Saalbau ein so gediegenes Konzert bereitet würde. Vier schwedische Nachtigallen von einem Pianisten begleitet, haben uns Lieder aus ihrer Heimat in ihrer Sprache ge­boten. Und die Zuhörer haben in andächtiger Stille ge­lauscht, angezogen von den guten, hübschen Weisen der Fremdinnen. Lauter schöne Volkslieder erklangen aus dem Quartett, dessen geschulte weiblichen Stimmen in erheben­dem, rührendem EinÄang zusammenwirkten, den ein Männerquartett nie so bezaubernd hervorbringen kann; meinen hinüberzutreten in den reinsten Kreis". Der erste Sopran des Frl. Sch old trägt die Leistungen des ganzen Quartetts (wie im' Mannerchor der erste Tenor), eine weiche, wohllautende Stimme voll Kraft, die besonders auf der .Höhe sich vorzüglich hält. Auch in ihren Solovorträgen bewährte sich die Stimme. Frau Hafgren, die das Quar­tett leitet, sang die erste Mtstimme. Die schwedischen Lieder, schwermütig oder flott und ftisch, wie unsere deutschen Volkslieder, haben natürlich am meisten interessiert, aber auch unsere heimatlichen Lieder haben die Schwedinnen sehr erschöpfend und vornehm zum Vortrag gebracht. Be­sondersRöslein" von Hermes undHeimatrosen" von Opladen waren sehr wirkungsvoll. Der reiche Beifall for­derte Zugaben: Das bekanntetiefe Tal" und das reizende, forsche LiedchenLiebes Schätzchen komm zum Tanz". Den Schluß bildete das KromerscheNach der Heimat", das wir nie so schön gefunden haben als aus dem Munde der : schwedischen Sängerinnen, die die Welt durchziehen und das Lied an ihre eigene Heimat zu richten scheinen. Die Künstlerinnen, die in ihrer kleidsamen Narioualtracht auf­traten, sind heute nach Bad-Ems weitergereist. Die Gießener ; möchten sie bald wieder hören.

() Heuchelheim, 29. Juli. Heute nachmittag gegen : 6 Uhr ereignete sich auf der Straße nach Gießen ein ungluck- , licher Vorfall. Während des Fahrens sprang nämlich das : Vorderrad eines mit Steinen beladenen Wagens heraus, der Wagen kippte über, und der Fuhrmann wurde

* Kleine Tageschronik. In H a l l e a. S. hat ein furchtbarer Wolkenbruch in den tiefer gelegenen Stadtteilen eine Ueberschwemmung hervorgerufen. In den Weingärten rettete die Feuerwehr mit Leitern Menschen aus der Gefahr des Ertrinkens. Der Zugang zum Haupt- bahnhofe wurde stundenlang durch eine meterhohe Wasser­lut, die in die Droschken cindrang, gesperrt. Auch auf den Feldern der Umgegend ist durch das Wasser ungeheurer Schaden angerichtet worden. Eine englische Touristin stürzte beim Edelweißsuchen in den Arentaler Bergen Tirol) ab und wurde tödlich verletzt.In Mailand zerstörte eine Feuersbrunst die Fabrik von Dellon. Ter Brand dehnte sich auf eine Fläche von 6000 Qm. aus. Der Schaden beläuft sich auf IV2 Millionen Lire. Während eines Versuchsschießens mit Dynamit in der Nähe der Ort­schaft Kanajova (Bulgarien) befindlichen geheimen Bombenfabrik, die der macedonischen Organisation angehört, entstand eine Explosion, wodurch drei Mitglieder der mace- donischen Organisation getötet wurden. Im Rangier­bahnhof zu Olmütz explodierte in einem Wagen ein Kohlensäurebehälter. Der Wagen wurde zertrümmert, ein Bahnbedienstetcr getötet. Am 28 .d. M. sind bei Straschin- Prangschin auf der Strecke Praust-Karthaus (Westpr.) bon einem Güterzuge die Lokomotive und sechs Wagen entgleist. Einige Zugbeamte, die sich durch Mspringen in Sicherheit bringen konnten, sind verletzt. Der Materialschaden ist er­heblich. Die Ursache des Unfalls war S^andaufhäufung auf dem Gleise infolge starken Regens. In Kopenhagen wurde im zoologischen Garten die Tierbändigerin Frau Liszt während der Vorstellung von zwei Bären ins Gesicht gebissen und schwer verletzt.

Arbeiterbewegung.

Von der sächsischen F ä rb e r e i a r b e i t e r b e weg- ung". DerGlauchauer Z t g." zufolge, lehnte eine Far- bcreiarbeiterversammlung von der Färberkonvention den ange- botcnen Mindestlohn von 2.35 Mk. Pro Tag mit erheblicher Mehrheit ab. In M c e r a n e wurde in einer Versammlung der ausständigen Färberciarbxiter, in der sie sich mit den i^ien von der Färberkonvention gemachten Vergleichsvorschlägen befaßten, eine Resolution angenommen, in welcher die Vorschläge der Unter­nehmer gleichfalls a b g e l e h n t werden. Die Unternehmer sollen nochmals ersucht werben, mit der Lohnkvmmission neu zu ver­handeln. Im Falle der Ablehnung dieses Verlangens wollen die Färbereiarbeiter an dem von den Vereinigten Garnfärberei- und Appreturanstalt-Besitzern bereits anerkannten Tarif fest- halten. Wie dieMeeraner Ztg." berichtet, ist bereits an die Firmen, welche der sächsisch-thüringischen Färber-Konvention an« gehören, die telegraphische Mitteilung ergangen, ihre Betriebe heute, am Montag, zu schließen. _____

Sport.

Le Havre, 29. Juli." Das Ergebnis der Wettfahrt für Jachten über 20 Tonnen um deN durch König Eduard von England gestifteten internationalen Pokal war über eine Strecke von 35 Meilen folgendes: ErsteVendetta" in 7 Stunden 57 Min. 55 Sek. (deutscher Kutter), zweiteNavahre" (deutsche Yawl), dritteSusanne" (deutscher Schoo- ner), vierteTherese" (deutsche Pawl). Das Ergebnis des internationalen Rennens für Mowrboote über die Strecke von 100 Meilen war folgendes: ErstesDubonnet" in 5 St 35 Min. 51 Sek., zweitesde la Hohe 4" und drittes >,be Dietrich 2".

Kandek und DerkelZr. Volkswirtschaft.

Die 31/2 p r 0 z. Anleihe der Stadt Gießen von 1905 ist von der Bank für Handel und Industrie und der Kommerz und Diskonto-Bank an der Berliner Börse zu 2.50 Proz. eingeführt worden. ,

Deutsch-Asiatische Bank in Yokohama. Dich Bank, deren Errichtung auch von uns angekündigt wurde, soll noch im Laufe dieses Jahres zur Ausführung gelangen Zum Direktor ist das langjährige Vorstandsmitglied der Bank, M. maun bestimmt. Ihm zur Seite steht der ehemalige Teilhaber der Firma Jllies u. Co. in Japan, M. W. Kochen, der lange John in Japan gewesen ist. Es ist ja möglich, daß die Unternehm­ung florieren wird, allzu leicht wird dies jedoch von feiten eng. lischer Banken der Firma nicht gemacht werden.

Offenbacher Portland Zementfabrik Akt.-Ges. Offenbach kt. M. Wie schon so manches Jahr, hat auch das Geschäftsjahr 1904 wieder zu Verlusten geführt. Sie betrogt 26 403 Mk. und inklusive Mschreibungen mit 54 Proz. 594 Mk. insgesamt 180 997 Mk. Bei einem Aktienkapital von 1 Mill. Mark betragen die Anleiheschulden 1373 000 Mk. li. V. 826500 Mark). Im ganzen ist der Status sehr wenig liquid und die Aussichten auf Besserung scheinen nur gering zu sein, denn sonst wär' etwas dirül^r veröäentli^t worden

Heute bei frohem Sang und Gläserklingen ist es auch wohl Ain Platze, ihrer zu gedenken, die uns hier alle zusammengeführt hat, unserer alma mater Ludoviciana. Treu ihrer Ausgabe, eine Pfleg- und Pflanzstätte der Wissenschaften zu sein, ist sie es, die es uns, den Lernenden, ermöglicht, uns das Maß von Können und Wissen anzueignen, das wir im Dienste des Vaterlandes nötig haben. In ihr feiern wir die Stätte, wo wir, stetig angeregt und gefördert durch die Lehrenden, mit allen Seiten des geistigen Lebens in Berührung kommen, in ihr feiern wir somit die Spenderin hoher idealer Güter. Und nicht nur diese Güter sind es, die hier in unsere Brust gepflanzt werden. Ehre, Freundschaft, Liebe zum Vaterland und Fürstenhaus, sie finden hier fruchtbaren Boden. Ein kräftiger Zug echt deutscher Heiterkeit, deutscher Gemütlichkeit, deutschen Frohsinns durchweht unser Studentenleben und läßt uns stets die schönsten Erinnerungen bewahren an unsere alma mater Und wenn der Sturm, der durch die deutschen Lande geht, auch um ihre Wipfel braust, so dürfen wir die feste Zuversicht hegen, daß sie darnach um so stolzer ihr Haupt erheben wird und in alle Zeiten wachse, blühe und gedeihe, ein mächtiges Bollwerk des höchsten Gutes unserer deutschen Universitäten, der deutschen Geistesfreiheit, unserer akademischen Freiheit, verteidigt von Pro- fefforen und Studenten, cm dem sich unsere Widersacher die Köpfe einrennen sollen. Und grade in diesem Sinne fordere ich Sie, meine Kommilitonen, aus, mit mir auf ein ewiges vivat crescat floreat unserer alma mater Ludoviciana und dem Lehr­körper einen urkrästig donnernden Salamander zu reiben, dessen Kommando ich mir vom hohen Präsidium erbitte.

Daraus sprach der Rektor, Geheimrat Prof. Dr. Vos- sius. Er drückte seine Freude darüber aus, daß das Wetter der Feier gnädig geblieben sei und das schöne Bild um den Denkstein nicht gestört habe.Man hält uns also für gute Menschen", so meinte er. Der Gleibergverein und dessen an­wesender Vorsitzender, Geheimrat Dr. Breidert, hätten der Studentenschaft mit der Burgbeleuchtung ein ganz beson­deres Entgegenkommen bewiesen, worüber auch er sehr er- fteut sei. Er erinnerte auch an das künstlerische Talent, das die hübschen Festpostkartcn und die Zeichnungen auf den Einladungen und den Programmen entworfen habe, den Studiosus P r e e t 0 r i u s, der dafür besondere Anerkennung verdiene. Zum Schluß seiner Rede forderte der Rektor auf, mit ihm einen Salamander auf die Studentenschaft zu reiben.

Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breidert dankte für die Begrüßung der Gäste. Sein Hoch galt dem Deutschen Reich. 1 1 FT'1

Oberstleutnant v. Conta dankte gleichfalls und brachte <ftn Hoch aus auf die Studenten oX§ Hüter und Wächter des Deutschen Reiches.

Reichstagsabgeordneter und Beigeordneter Kommerzien­rat Heyligenstaedt sprach in Vertretung des Ober­bürgermeisters den Dank der Bürgerschaft aus für die Ueber- weisung des zu errichtenden Bismarcktirrmes an die Stadt, die ihn fteudig und gerne behüten und beschirmen werde. Sei doch durch den opferwilligen Patriotismus der Hoch­schule nunmehr auch unsere Stadt in die Reihe derjenigen Städte eingetreten, in denen Dankbarkeit und Verehrung unterem großen Kanzler ein Denkmal errichtet haben. Im Namen derjenigen Herren aus Bürgerkreisen, welche das Unternehmen unterstützt haben, dankte H. für das freund­liche Gedenken seitens eines der Herren Vorredner, glaubte aber den Dank zurückgeben zu müssen, und sprach vielmehr den Veranstaltern seinen Dank dafür aus, daß man es ihnen ermöglicht hatte, auch ein Scherflein zu diesem Denk­mal , der Liebe und Verehrung beitragen zu dürfen, und damit aufs neue das harmonische Einvernehmen zwischen Hochschule und Bürgerschaft zu dokumentieren. Sein Hoch galt dem ferneren Fortbestehen und der Weiterentwickelung dieses schönen Einvernehmens.

Polizeiamtmann Herberg dankte für den ihm dar- gebrachten Willkommensgruß und sprach den Wunsch aus, die Beziehungen zwischen Polizei und Studentenschaft möch­ten gute, aber nicht allzu innige sein.

Stud. Schlie brachte ein Hoch auf Prof. Dr. Haller /us, wofür dieser dankte. Ferner sprach Prof. Dr. Sommer