sind die Verbindungen für Nachschübe von Munition und i Ausrüstung gesichert. j
Hamburg, 28. Okt. Mit dem heute rM hre^rgen T Hasen eingetroffenen Postdampfer „Eduard Wörmann" , kamen drei Offiziere und 19 Unteroffiziere von Deutsch- . S ü d w e st a f r i k a in die Hermat zurück. Die Heimgekehrten . traten einen .Heimaturlaub an. ;
Deutsches Reich.
Berlin, 29. Okt. Der Kaiser ist heute morgen aus 1 Blankenburg in Potsdam eingetroffen. Tie ©€)crmtfh:etfe 1 bei den Blankenburger Hofjagden war: 4Hirsche, 8Ltuck i Mutterwild, 256 grobe und 45 geringere Sauen. Ter Kayer < hat 2 Hirsche (Zwölfender) und 62 Sauen erlegt \
-AusPeking meldet Wolffs Tel-B.: Ter d e u t s ch e Gesandte hat dem Kaiser und der Kaiserin Rcgentm von China mitgeteilt, daß der deutsche K a i s e r mit der Ratrft- kation des Friedens von Portsmouth die Zeit für gekommen erachte, um die noch in Tschili stehenden fremden Be- satzungen zurückzuziehen. Kaiser Wilhelm werde den beteiligten Staatsoberhäuptern ohne Verzug emen dahingehenden Vorschlag machen. Zugleich damit hat der deutsche Gesandte Frhr. v. Mumm den ferneren Entschluß des Kaisers angekündigt, d e seinerzeit aus Anlaß von Unruhen in Schantung von Tsingtau aus nach Kauml und der chinesischen Kreisstadt Kiautschou vorgeschobenen Posten einziehen zu lassen.
— Der König von Griechenland trifft auf Einladung des Kaisers am 1. November in Potsdam zum Besuch ein Von Potsdam begibt sich der König nach Paris, wo er Loubet einen offiziellen Besuch abstatten wird. Darauf besucht er die Höfe in London und Wien, möglicherweise auch in Rom. ,
— Der sozialdemokratische Parteivorstand und die Preßkommission teilen im „Vorwärts" mit, daß sie vom 29 Oktober ab auf die Tätigkeit der Redakteure Eisner, Gradnauer, Kalis ki, Schröder und Wetzler in der „V o r w ä r t s"- Redaktion verzichten. Büttner sei ersucht worden, wieder seine Korrektorstelle anzutreten. Stadthagen werde in umfangreicherem Maße als bisher an der Redaktion teilnehmen. In die Redaktion seien vorläufig eingetreten D a v i d s o h n, W. D ü w e l l und Weber.
K o b u r g, 28. Okt. Ter gemeinschaftlicheLand- tag nahm heute einstimmig den Antrag an, die Staatsregierung zu ersuchen, alsbald diejenigen Schritte zu tun, die geeignet sind, der Fleisch Leuerun g zu steuern, auch durch Ocffnung der Grenzen, soweit solche Maßregeln nicht dazil beitragen, den inländischen Viehbestand durch die Einschleppung von Seuchen zu schädigen: SLaatsminister Richter erklärte, daß die Staatsregierung die Fleischnot anerkenne, und daß ihr Vertreter angewiesen worden sei, im Bundesrat dahin zu wixken, daß alle geeigneten Schritte zur Linderung der Fleischnot getan werden. Ter Landtag genehmigte ferner die Vorlage betreffend den Lotteriever- trag mit Preußen.
Ausland.
Paris, 29. Okt. Ter G r o ß h e r z o g und die G r o ß- herzogin von Hessen sind heute früh hier einge- troffen.
— Auf dem heute in CHLlons sur Saone stattgehabten Kongresse der vereinigten französischen Sozial: st enpartei beantragte Lasargue eine Resolution, in welcher unter anderem die r u s s i s ch e n Revolutionäre aufgefordert werden, nach dem Siege der Revolution den B a n k e r o t t zu erklären. Jaurös bemerkte, rnan müsse den russischen Proletariern, welche erklärt hätten, daß sie die alten Anlehen anerkennen, in dieser Hinsicht die Freiheit lassen. Lasargue erwiderte, er wolle die ^sitzer der russischen Schuldtitres terrorisieren, zog jedoch schließlich den diesbezüglichen Absatz seiner Resolution zurück.
Wien, 28. Okt. Wie der Londoner Korrespondent des ,,N. W. I." aus „ernster diplomatischer Quelle" erfährt, ist in den letzten Tagen die Möglichkeit, daß König Peter von Serbien für sich und seine Familie auf den Thron verzichtet, in greifbare Nähe gerückt. Ta König Peter sich von den Königsmördern nicht befreien kann, erscheint die Möglichkeit eines erträglichen Verhältnisses zwischen ocm serbischen Hofe und den Mächten ausgeschlossen. Als Nachfolger auf dem Thron wird Prinz Mirko .von Montenegro bezeichnet.
Budapest, 28. Okt. Ministerpräsident Fejervary hielt vor der Wählerdeputation eine Programmrede, in der er betonte, daß er eine neue Politik bringe. Falls die Koalition die neue Politik ungeprüft verwerfen sollte, würde er Neuwahlen ausschreiben. An der Spitze des neuen Programms stehe das allgemeine geheime Wahlrecht. Jnbctreff der militärischen Frage teilte Fejervary mit, daß die ungarische Ausbildung der Mannschaften ungeordnet und daß ferner die Rückversetzung der ungarischen Offiziere begonnen sei. Er teilte ferner mit, daß die Regierung an der 2jährigen Dienst- zeit festhalte. Tas Zollbündnis mit Oesterreich müsse bis zum Ablauf der Handelsverträge im Jähre 1917 aufrechterhalten werden, doch wolle die Negierung durch eine kraftvolle wirtschaftliche Politik das Land fähig machen, sich dann wirtschaftlich selbständig einzurichten. Auf dem Gebiete der Besitzpolitik plane die Negierung großangelegte Parzellierungen und langfristige Verpachtungen von Domänen an kleinere Landwirte. Tas Programm sieht ferner Kanal- bauten und Flußregulierungen vor. Auf dem Gebiet der Sozialpolitik plant die Regierung die Verstaatlichung des Sanitätswcscns, der Altersversorgung und der Unfallversicherung der Arbeiter und sie werde' ferner dm Plan des unentgeltlichen Volksunterrichtes verwirklichen, sowie die Gehälter der Lehrer erhöhen. Durch kräftige materielle Unterstützung der Städte soll die Herab- setzung der städtischen Steuern ermöglicht werden. IM Vordergrund der künfligen Steuerpolitik steht die pro- gressive Besteuerung und die Reform der Kommunalsteuer.
Aus Stadl and Kaud.
Gießen, 30. Oktober 1905.
** Ordensverleihung. S. K. £>. der Großherzog haben dem Schulrat Schaub zu Offenbach aus Anlaß der Feier seiner 25jährigen Amtsführung bei der Kreisschul» kommission Offenbach die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps dcS Großmütigen verliehen.
’* Erledigte Lehrer stelle. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- fchule zu Sponsheim, Kreis Bingen.
•• Die praktische Dorfuhr. Saßen da kürzlich abends im Wirtsbause eines großen Dorfes des KreifeS
Biedenkopf einige biedere OrtSernw offner gemütlich plaudernd zusammen. Nach einer längeren Pause richtet einer der anwesenden Notabeln an denjenigen, welcher die Turmuhr zu besorgen hat, die Frage: „Wieviel Uhr ist es jetzt?" „Noch zeh Minute bcs oach't", lautete die Antwort. Darauf setzte sich das Zwiegespräch fort: „Die Uhr geht ja wieder nach, ich habe schon 1/i nach 8*. „Aich Hose gestern owcnd fehr- gestahlt, heut owend gitz net, morn eS Sonntaog un do schlafe de Leure gern ebbes lang, sost komme se in de Kerche so spehre." »Wie ist denn das, neulich ging doch die Uhr immer vor?- „Jo, im Kartoffelausmache bei dem schlechte Werrer sollts fehro gie; aich hohse do immer 1]<l ©tonne fehrgedoh, die Leure kohme doch freujer enaus offs Fäld." „DaS ist wirklich ein guter Gedanke." Durch diese Zu- stimmung aufgemuntert, fuhr der Uhrkünstlcr fort: »Aich richte mich domere immer no dcne jeweilige Jmstänne; em Haamache lehjS aich se immer V? ©tonne nogieh, sost wäre de Leure gohr net mie enS Bütte komme." Gegen solche verblüffende Logik wagte keiner mehr etwas einzuwenden und die Darfuhr wird sich in ihrem Gange auch ferner nach den „jeweiligen Umständen" richten. (O. Z.)
f Klein-Linden, 29. Okt. Am 1. November wird die Weinwirtschast von Wilhelm Rinn zu einer Cigarren- fabrik umgestaltet. Der große ©aal soll 50 Arbeiter aufnehmen und die Wohnräume werden von dem Werkmeister bezogen werden. Die Räumlichkeiten rourben von der Firma Klingspor in Gießen auf 5 Jahre gemietet. Die seitherigen Fabrikräume der Firma in der „Reichshalle" werden als Sortier- und Lagerräume beibehalten. Das Arbeiterpersonal ist um 25 vermehrt worden. — Der Neubau der Klein- kinderschule ist soweit hergestellt, daß in den nächsten Wochen mit der Bedachung begonnen wird.
w. Mainz, 28. Okt. Heute nachmittag fand die feierliche Taufe des größten bisher in Hessen gebauten Raddampfers „Eleonore Großherzogin von Hessen und bei Rhein" in Gegenwart einer größeren Anzahl geladener Gäste statt. Der Dampfer ist gebaut im Auftrage der H. A. Disch auf der Ruthofschen Werft zu Kastel. Die Patenschaft hatte daS Großherzogliche Paar übernommen. Ansprachen hielten der Direktor der Gesellschaft, Kommerzienrat Melchers, der erste Bürgermeister Dr. Goettelmann und als Vertreter der Regierung Provinzialdirektor v. (Sagern. An die Tauffeier schloß sich eine Probefahrt für die geladenen Gäste nach Eltville an. — Anläßlich des Stapellaufes wurde dem Kommerzienrat Peter Melchers die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaffe deS Philipps- ordens verliehen und Christoph Ruthof, Inhaber der genannten Schiffswerft, zum Schiffsbaumeister ernannt.
d. Mainz, 29. Okt. Heute vormittag wurde der Schutzmann Röth aus einen Menschen aufmerksam gemacht, der in verschiedenen Geschäftsläden sich Silberund Goldmünzen wechseln ließ. Die Leute glaubten eS mit einem Falschmünzer zu tun zu haben. Dem Schutzmann gelang es, den Verdächtigen in der Stadthausstraße zu stellen, und er erklärte ihn für verhaftet. Da schlug dieser mit seinem Stock auf den Beamten und flüchtete. Im Kirchgäßchen, das keinen AuZgang hat, wurde der Flüchtige sestgenommen, dabei gab er auf den Schutzmann drei scharfe Revolverschüsse ab, die zum Glück ihr Ziel verfehlten. Der Schutzmann hatte, als er die Waffe sah, das Handgelenk des Verhaftete ergriffen, aber mit aller Macht riß dieser seinen Arm las, ging her und drückte dabei drei mal die Waffe auf den Schutzmann ab. Mit Hilfe eines weiteren Schutzmanns und von Zivilpersonen gelang es, den Menschen auf den vierten Polizeibezirk zu verbringen. Dort benahm er sich wie rasend und riß seine Kleider vom Leibe. Im Adamskostüm wurde er mit einer Droschke inS Untersuchungsgefängnis verbracht. Er hatte 408 Mk. bares Geld bei sich, außerdem fanden sich in feinen Effekten ein Stemmeisen und eine elektrische Taschenlampe vor. Das Geld will er in einem Zirkus erworben haben, über seine Personalien verweigert er jede Auskunft. Er dürfte zwischen 20 und 22 Jahre alt fein.
vermochte».
* Schon wieder ein Eisenbahnunglück. Am 28. Oktober stieß auf der Station Borg holz der Strecke Scherfede-Holzminden der Eilgüter zug 6043 mit dem einfahrenden Güterzug 8548 zusammen. Der Packmeister und der Heizer des Eilgüterzuges wurden leicht verletzt. Der Materialschaden ist bedeutend. Die Ursache deS Unfalls war Ueberfahren des Haltesignals durch den Eilgüterzug.
• „Was nützet mir ein schönes Mädchen?" sang der Barbiergehilse Krumey, der sich in einem Restaurant in Friedenau bei Berlin mit Lysol zu vergiften versuchte. K. hatte am vormittag den Besuch seiner Braut erhalten, die ihm kein Geld leihen wollte. Am nachmittag unternahm er den Selbstmordversuch in dem Lokal, und nachdem er das Gift getrunken, sang er in fröhlicher Laune das Lied: „Was nützet mir ein schönes Mädchen?" K. wurde nach dem Kreiskrankenhaus in Groß-Lichterfelde gebracht, wo er in hoffnungslosem Zustande darniederliegt.
"Ein spanisches Kriegsschiff gefunfen. Der spanische Panzer „Cardenal CiSneroS" scheiterte int Nebel an der galicischen Küste in der Bucht von Meixidos bei Muros. Das Schiff ist verloren. Der „Cisneros", ein Schiff von 7500 Tonnen Naumgehalt, hatte 540 Mann Besatzung und 81 Geschütze an Bord. Die Geschütze wurden in Booten an Land gebracht. Die Besatzung ist gerettet.
• Der Maxi mag fiel Der Umstand, daß man gegenwärtig mit der Krone von Nortvegen hausieren geht, veranlaßt das „Luzerner Tagblatt", daran zu erinnern, wie man einstens auch die Kaiserkrone von Mexiko so lange vergebens ausgebvten hatte, bis Erzherzog Max sie zu seinem Unglück annahm. Damals kursierte in Wien das ' Sprüchlein: „Von die Mexikaner mag sie faner, aber der Maxi mag fiel" (Maximilian wurde 1867 erschossen.)
1 * Ein Aristokrat, wie er fein muß. Das „Neue
Wiener Tagblatt" enthält folgende „noble" .Heiratsannonce:
1 Aristokrat, 40 Jahre, reich, gutmütig, verträglich, vielseitig 1 erfahren, vorzüglicher Linguist, perfekter Franzose (und alle modernen Weltsprachen), rauchlos, alkoholfrei, reisekundig, ) sparsam, vorzüglicher Vermögensverwalter, einfach, bescheiden, - salonschcu, immer lustig, heiratet sofort dtune sans faom.
L
hervorragend _ bewährt bei Darmkatarrh „ Diarrhoe
Bxechdurcbfall etc.
mit gleicher Geschmacksrichtung, mit Sinn für Nizza, Paris, Hochgebirge und Küste, mit heiterem, aufrichtigen: Charakter und natürlicher Lebenslust — nimmt auch (geschiedene) Millionärin mit kl. Kindern — alles andere glcichgiltig. Für Intervention fürstliche Belohnung.
F'L'psi nrh cpfdiaft.
— Ter Chemiker Pr. phil. Heinrich Bechhold in Frank- für la. M. ist zum Mitgliede des kaiserl. Instituts fiir erperi- mentefic Therapie ernannt worden. Er ist der erste Chemiker, der 9)Ii'.üied ?\niutut-j. wurde.
Avsmg SUS den Stsu-ksgmtsreMttll der Stahl Stehn.
Aufgebote.
Oktober. 18. |®eorg Karl Martin Christian Löffler, Landbriel- träger in Lützellinden, mit Elisabeth Henß dahier. 2t Jakob Heinrich Plauz, Bauaufseher-Aspirant Oahier, mit Katharine Philippi in Ober-Ohmen. 23. Georg Rennert, Schneider dahier, mit Christin« Bender Hierselbst. 23. Martin Schepp, Wagenwärter dahier, mit Maria Greb in Bruche. 24. Wilhelm Hornung, Kaufmann dahier, mit Elisabethe Koch in Worms. 25. Karl Volpert, Fußgendarm dahier, mit Marie Balser Hierselbst. 26. Christian Bernhardt, Privatförster in Forsthaus Westebbe, mit Johanna Althaus dahier.
Eheschließungen.
Oktober. 21. Johann Evangelist Linsenmann, Lagerarbeiter dahier, mit Marie Julrane Behnke, geb. Waibel, Hierselbst.
Geborene.
Oktober. 16. Dem Fuhrmann Georg Leinbach eine Tochter, Margarethe. 16. Dem Metzger Heinrich Lotz eine Tochter. 19. Dem Vizeseldwebel Meinhard Bieber eine Tochter, Emma Cäcilie. 20. Dem Bäcker Karl Alexander Berg ein Sohn, Karl Heinrich Wilhelm. 23. Dem Regierungsbaumeister Karl Schön eine Tochter, Anna Liese Lotte. 23. Dem Restaurateur Hermann Schrödel eine Tochter, Elfriede Marie Wilhelmine. 23. Dem Schmiedemeister Heinrich Adam Linden'truth eine Tochter. 23. Dem Bahnsteig schaffner Johann Peter Römer eine Tochter, Elsa Johanna. 25. Dem Bankbeamten Adam Alfred Hofmann ein Sohrn
Gestorbene.
Oktober. 21. Hans Wilhelm Henn, 1 Jahr alt, Sohn des Handschuhmachers Heinrich Henn dahier. 21. Marie Stumps, 1 Jahr alt, Tochter des Taglöhners Karl Stumpf dahier. 24. Philippin« Perl, 79 Jahre alt, ohne Berni dahier. 24. Konrad Burk, 56 Iah« alt, Taglöhner dahier. 27. Sophie Waancr, geb. Kreiling, 60 Iah« alt, Eheirau des Fabrikarbeiters Karl Wagner dahier.
Kandel itrb ^erftelir. Volkswirtschaft.
— Am 15. November wird in Münsterberg i. Schl, eine von der Reichsbankhauptstelle in Breslau abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasieneinrichtung unb beschränktem Giroverkehr et- öffne! werden.
Kirchliche 2t a ch r i ch t e n.
Evangelische Gemeinde.
Montag, den 30. Oktober, abends 8 Uhr: Bibel st und^ im Konfirmandensaale der Lukasgemeindc. Text: Eph.-Bricf. Kap. 5. 22 ff Pfarrer Euler.
Eilenbasin-Icitung.
— Der Eisenbahnminister soll die Absicht haben, vom nächsten Jahre ab auch den Reisenden 3. Klasse die Schlaf- wagen zugänglich zu machen, die jetzt nur den Passagieren 1. und 2. Klasse und der Luxuszüge offenstehen.
|Zufekes Kinder, mehl
Hrblirerbewegung.
Greiz, 28. Okt. Heute nachmittag erfolgte hier die AuS- sperung der Stahlarbeiter, etwa 7000. In etwa acht Tagen erfolgt die Aussperrung im sächsischen Vogtlande mit etwa 5000 Arbeitern, in Glauchau und Merane mit 2000 und in Ronneburg mit 1000. Falls sich jedoch genügend Arbeiter zur Arbeits- ausnahrne melden, werden am 6. November die Betriebe wieder eröffnet.
Prag, 29. Okt. Die Nachrichten aus dem Kohlenrevier lauten sehr ungünstig. Der Streik der Kohlenarbeiter dauert fort, trotzdem die Staatsbahn-Direktion nach dem Knotenpunkt Brüx, Wiesa und Dux mehrere Beamte entsandt hat, un: das 1>er- sonal bei der Arbeit zu beaufsichtigen. Die sozialdem. Eisenbahn- arbeiter schließen sich, wenn auch nicht offiziell, teilweise der Bewegung an. Der Koblenverkehr ist bedroht. Auch der jetzt auf dem Höhepunkt stehende Rübenverkehr aus den im Betriebe der Staatsbahn stehenden Lokalbahnen erleidet große Verzögerungen. Die Direktion verhandelt mit den Streikführern wegen Aufnahme der Normalarbeit. Die Schachtverwaltuug und Kohlen-Exporteure geben durch Zirkular bekannt, daß infolge des Streiks die Lieferungstermine nicht innegehalten werden können. _
AinverMäls-TlaHrichtkn.
Berlin, 2A Okt. Tic Gesellschaft für Erd k unde veranstaltete eine Gedächtnisfeier für ihren verstorbenen langjährigen Präsidenten Prof. Frl".-. v. R i ch t h o f c n in der Singakademie. Anwesend waren als Vertreter des Kaisers Flügeladjutant General, leutnant Graf Moltke, ferner Genera' eldmarschall v. Hahnke, Kultus- Minister Dr. Studt, der Rektor dc: Universität Prof. Diels, Staats- sekretär Frhr. v. Richthofen, Vertvandte des Verstorbenen und zahl- reiche Vertreter der Wiffenschaft. Die Gedächtnisrede hielt der Leiter der Südpolarexpedttion Prof. v. Drygalski.
C b a r l o t t e n b u r g, 29. Okt. Laut Anschlag am schwarzen Brett des Senats der Technischen Hochschule v e r m c i g e r t e der Rektor die Gen eh rnigungdeSgeplantenStuden t en- verbandes, ferner die Genehmigung zur AbhalNmg einer Studentenversainrnliing; die Vertretung Studierender, die im vorigen Semester auf Veranlassung des Rektors Prof. Miethe gewählt rourbe, ist nicht mehr anerkannt worden. Das schwarze Brett der Studenten- schäft ist entfernt.
Wien, 27. Okt. An der Universität kam es heute vormittag zu lärmenden Kundgebungen gegen den Rektor, der die Beziehungen zu dem Hochschulausschusse wegen der letzten Temonstratlonen desselben gegen den Professor der Kmrstgeschichte Dworak abbrach. Es mürben die Rufe: „Pfui, Rektor! Abzug! Hoch der deutsche Charakter der Universität!" ausgebracht und nationale Lieder gesungen. In der Umgebung der Universität be- findet sich ein starkes Polizeiaufgebot. Die Demonstrationen dauern fort.
§pwlplaK btr vereinigten Frankfurter Ztadttheatrr.
Opernhaus.
Dienstag den 31. Oktober, abends 6 Uhr: Der Ring bei Nibelungen. 3. Tag: „Götterdämmerung." Mittwoch den 1. November*): „Don Juan." Donnerstag den 2. November: „Frühlingsluft." Freitag den 3. November geschloffen. Samstag den 4. November: „Mignon." Sonntag den 5. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Aleffandro Stradella." Abeilds 7 Uhr: „Aida." Montag den 6. November geschlossen.
Schauspielhaus.
Dienstag den 31. Oktober'): „Klein Dorr-it." Mittwoch den 1. November: „Ter Schwur der Treue." Donnerstag den 2. November: „Die versunkene Glocke." Freitag den 3. November: „Stein unter Steinen." Samstag den 4. November: „Was ihr ivollt." Sonntag den 5. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Zapfenstreich." Abends 7 Uhr: „Was ihr wollt." Aiontag den 6. November: „Ter Schwur der Treue." Dienstag den 7. Nov.: „Stein unter Steinen."
') Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends nm 7 Uhr.
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hu des Henfrvm voll \tw, w de : wirb, emMtz bi durch Bündnisse ijoÜeren, ohne qi
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In der einer Auslassung eine internatio Ziehung der T vinf Tschili h, Regierungen von undAolien. Ame vor geraumer Zeit mündete das der ( ^i'dge,kommission, cine nade Basis in j 3ur deibehattiii nn<J) Beendigung d m?itr. Aber die l ni*t »u, baf> eine
Falls r.c9"nn Kaiser SBiu Ü? Iut d>k Ebinat


