Ausgabe 
31.5.1905 Drittes Blatt
 
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Nr. 127

Drittes Blatt

155. Jahrgang

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'ich« UntDerfUdlSbrudereL R. Lang«, Greben.

Redaktion, Expedition u. Druckerei: 6chulfkr.A, Tel. Nr. 6L Telegr^-Adr. < Anzeiger Greben

RttchettN Mßlich mii NuSnahm» des 6onntag8.

Die ^Gießener SamllUnbldtter* werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlrch beigelegt. Der vhrffllch« Landwirt*' erldjetm monatlich einmal.

v Mittwoch 31. Mai ISOs

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eichen.

VoÜtilche Tagesschau.

Vom Servistarifgeseh.

Dem Vernehmen nach wird gegenwärtig bereits an den zuständigen Regierungsstellen eifrig an der Fertigstellung einer dem Reichstage im nächsten Winter vorzulegenden Novelle zum Gesetze über den Servistarif uno die Klasseneinteilung der Orte gearbeitet. TieB. P. N." machen hierzu folgende näheren Angaben:

In den letzten Fahren sind berfcfiifbc'ne solcher Novellen <nt den Reichstag gelangt. Im Gesetz über die Quartierleistung für die bewaffnete Macht während des Fricdensznstandes vom Jahre 1868 waren Servistarif und Ortsklasseneintellung mit der Bestimmung festgelegt, daß sie beide vom Jahre 1872 ab einer alle fünf Jahre zu wiederholenden Revision unterlägen. Diese Bestimmung galt bis zum Servistarisgeset'e vom 28. Mai 1887, in welchem die Reviswnsfrist <ntf zehn Jahre erweitert wurde. Jedoch schon in der ersten nam Ablauf dieses Zeitraumes er­lassenen Novelle vom Jahra 1897 wurde vorgeschrieben, daß die nächste Revision der Klasseneinteilung der Orte ausnahms­weise nach fünf Jahren zu erfolgen hätte. Auf Grund dieser Bestimmung wurde die Novelle vom 7. Juli 1902 erlassen, die eine neue Umgestaltung der OrtsUasseneinteilung nach zwei Jahren vorsah. So kam die Novelle vom 6. Juli 1904 zu­stande, und diese bestimmt. bac die nächste Revision sowohl des Servistariss wie der Klasseneinteilung mit der Wirkung vom 1. April 1906 ab zu erfolgen hat. Während also die beiden letzten kurz auseinandergefolgten Novellen lediglich die Orts- klasseneinteilung neu regelten, wird die nächste, jcht in Arbeit befindliche auch eine Umgestaltung des Servistarifs mit sich bringen. Man weist aus den B-?l>andlungen, die diese Servistarif- gesetznovellei'. im Reichstage erfahren, welch« .mühselige Arbeit mit ihrer Beratung verbunden ist. Ebenso zeitraubend ist ihre Herstellung. Es ist desba.o auch nicht verwunderlich, daß schon lange Zeit vor Anfang der Einbriugirngstagung an den zuständigen Regierungsstellen mH dieser Arbeit begonnen wird. Diesmal wird die Servistarifnovelle, ganz abgesehen von der Umgestaltung des ServistarisL selbst, auch Insofern von be­sonderer Bedeutung sein, als mit ilzr die Erhöhungen der W o h n u n gs g e l d z u s ch ü ss e für die Nnterbeamten sowohl im Reiche als in Preußen durch die Etats für 1906 in Verbindung gebracht sind. Die nächstjährige Aktion auf diesem Gebiete wird demgemäß für recht weite DsamLenkrei.se von Wichtig­keit werden.

Professor D. H. Holzmann in Straßburg beschäftigt sich imProtestantenbl." mit der Agitation gegen den Berliner Prediger D. Fischer und weist über- zeugend nach, daß die heutigen Positiven vom a lten Dogma ebensogut abgewichen sind, wie die kirchlich Liberalen. Er faßt seine Darlegung in folgende Schlußsätze Zusammen:

Es ist und bleibt eine grobe Unwahrheit, eine ab-- sichtlichie Täuschung des großen Laienpublikums, wenn behauptet wird, das orthodoxe Bekenntnis stehe, abgesehen vom liberalen, speziell Protestantenvcreinlichen Lager, überall in Kirche uud Theologie unversehrt und unangefochten da. Vielmehr er­weist sich das alte Dogma als allenthalben brüchig, und innerhalb eines engeren Bezirkes kirchlicher Mauern wird zur Zeit die Debatte über seine Ersetzung durch einneues Dogma" ebenso eifrig, nur nicht so laut, geführt, wie außer­halb jenei Mauern die Frage nach einem überhauptundog­matischen Christentum^ angeregt und besprochen wird. Alle Klagen aber, welche von feiten der Orthodoxen gemeinsam und öffentlich gegen die Libera.cn erhoben werden, erheben fte, wenn sie mehr unter sich sind, in anderen Formen und Wendungen auch wieder einer gegen den anderen. Das ist wohl begreiflich und ganz in der Ordnung. Wenn man aber gleichwohl der Gemeinde gegenüber dergleichen tut als sei man völlig überrascht durch schrille und grelle Töne, sonst in der ganzen Kirche und Theologie unerhört, angestimmt nur von protestantenvereinüchen und sonstwie liberalen Neueren, so streut man denLeuten Sand in dieAuaen und betreibt ein u n e h r l i ch e s, e n t- würdigendes Geschäft. Tas nur sollte hier konstatiert werden."

Are Schacht Lei K^vcloite in sranMcher Darstellung.

Soeben ist von dem französischen General st abs- «erk über den Krieg 1870/71 der Band erschienen, welcher die Ereignisse deS 17. und 18. August schildert, Mo die Darstellung der Schlacht bei Gravelotte enthält, von fccn Franzosen Schlacht bei St. Privat aenannt. Ueber 800 Seifen hat das Werk, während ein besonderer Band von 500 Seiten die aus die Schlacht beztiglichen Gefechtsberichte, Iluszüge aus den Trupven-Geschichten und sonstige Doku­mente enthalt und 18 Karten und Skizzen den Text ergänzen. Welch' umianarciches Material zu bearbeiten war und in welch' einqehender Weise die? geschehen ist, kann man daran erkennen daß in unserem bekanntlich noch in den 70cr Jahren erschienenen Gencralstabswerk die Darstellung der Schlacht 270 Seiten füllt. r-x.:v

Un§ Hessen interessiert hauptsächlich die Schilderuna er Ereianchse im Zentrum bei Amanvillers, also der Kampf des auf diesem Teil des Schlachtfelds an Infanterie nur 14 Bataillone - 4 preußische und 10 hessische - zählenden 9 Korps und der letzterem ziir Diirchfuhning des Angrisss zur Versüaunq gestellten 6'/, Bataillone der 3. Karde-Jn. fanterie-Brigade gegen das dre, Divisionen starke 4 fran­zösische Korps. Di- an Infanterie große Ueberlegenheit des Verteidiaers in allen Stadien de? Kampfe? kommt ganz klar zur Anschau,ing. Von jeden, Truppenteil insbesondere von -der Batterie, ist Zeit und Ort des Eintritts m den Kamps und die Dauer desselben genau angegeben. Unter der ge­waltigen Wirkung der durch Batterien des 3. Korps ver­stärkten Artillerie des 9. Korps erlahmte die Gefechlskra't zahlreicher Abteilungen. Der Feind vermochte sich mcht auf- raffen, um seine große Ueberlegenheit zur Geltung zu bringen und die schwachen Linien der Deutschen zuruckzu- werfen, die sich schon in früher NachmittagSstunbe aus 400 bis 600 Meter an ihn herangepreßt hatten. Der ltzewint- oerlust derFranzosen betrug 649 Offiziere und 12 599 Mann. Do in dieser Zahl ca. 2000 bei St. Privat unverwundete Gefangene eingerechnet siiid, da? 4. Korps allein aber 275 Offiziere und 5320 Mann verlor, ergibt sich, daß auf dieses

Korps an Toten und Verwundeten etwa die Hälfte des Gcsamtverlustes der Franzosen entfällt.

Unmittelbar nach der Schlacht hatte das 9. Korps und zumal die 25. Division, welcher eine wenig dankbare Auf­gabe zugefallen war, nicht die Befriedigung eines vollen Er­folgs. Das mag bei vielen Mitkämpfern auch heute noch der Fall sein aus Unkenntnis der Verhältnisse beim Gegner und ou§ Unkenntnis der eigenen Gefechtslagen, denn über die Kämpfe um das Plateau von Amanvillers ist «außer den im wesentlichen auf den naturgemäß unvollständigen ersten Gefechtsberichten begründeten offiziellen Darstellungen Generalstabswerk undScherf, Teilnahme der hessischen Di­vision am Feldzuge 70/71 nur wenig veröffentlicht worden. Im allgemeinen geht das Urteil über die Tätigkeit des Korps dahin, daß es in übereilter Weise gegen bestimmt gegebene Befehle die Schlacht eröffnet hat und infolge der durch eigene Schuld notwendig gewordene Zersplitterung der Kräfte nicht mehr in der Lage war, den Angriff durchzu­führen. In welchem Grade aber das Korps trotzdem zu dem endlichen Erfolg beigetragen hat, kommt in keiner Darstellung so recht zum Ausdruck. Und wenn auch in dem vorliegenden Werke die Niederlage des 6. Korps bei St. Privat als Haupt­grund für die Aufgabe der Stellungen des 4. Korps auf den Höhen von Amanvillers angegeben wird, so läßt die Dar­stellung doch ganz deutlich den Anteil erkennen, den das 9. Korps an diesem Erfolge hat. Für uns ist es u. a. von großem Interesse, aus dem Werk zu erfahren, daß die bis an das Bahnwärterhaus und darüber hinaus vorgegangenen Teile der 49. Infanterie-Brigade zu diesem Erfolge sehr wesentlich beigetragen haben. Insbesondere wird in der Darstellung die nachhaltige Wirkung festgestcllt, welche dem Eingreifen der 5. Kompagnie des 1. Regiments, der 2. schweren und 2. leichten Batterie zu verdanken ist.

Becker, Oberst a. D.

Z>er Waukmord in Hffcnvach.

Die Leiche der ermordeten Rosa Lückert ist am Montag nachmittag von Uhr ab im Leichenhaus auf dem Fried­hof in Offenbach seziert worden. Der Befund ergab nach der ,L)fsenb. Ztg.", daß der Tod durch Ersticken infolge Strangulierens eingetreten ist. Gesich-t und Hände waren durch die Blutstockung im Tode noch blau. Vor der Sek­tion, die bis 7 Uhr abends dauerte, wurde die Mör- de rin, Frau Katharina Lotz, ihrem Opfer gegenüber- gestellt. Sie war in geschlossener Droschke vom Amts- gerichtsgesängnis nach dem Friedhof gebracht worden, wo sie von einer großen Menschenmenge, unter der besonders viele Frauen waren, mit lauten Verwünschungen empfangen wurde. Vor die Leiche geführt, erkannte sie diese sofort als die von ihr ermordete und beraubte Rosa Lückert an; das entmenschte Weib antwortete auf alle Fragen mit der größten Ruhe und zeigte ke ine Spur von "Reue. An dem Verhör, das nochmals mit ihr angeftellt wurde, be­teiligten sich Staatsanwalt Müller und Kriminalkommissar Daniel aus Darmstadt, das Amtsgericht Offenbach und Ge- richtschemiker Dr. Popp aus Frankfurt. Die Mörderin wurde aufgefordert, nochmals den ganzen Hergang zu schil­dern. Sie tat dies mit größter Kaltblütigkeit. Dabei wider­rief sie ihr erstes Geständnis und erklärte, daß sie die Tat allein und ohne Mithilfe ihres Bruders vollführt habe. Den Mord hat sie in der Küche verübt. Als das Mädchen sich über den links neben dem Herde an der Wand stehenden Tisch bückte, um ihr für einen ge­wissen Geldbetrag Marken desNeuen Vereins Ceres" aus dem Markenbüchwin einzuhändigen, hat sie ihr eine doppelt genommene Wa schleine blitzschnell von hinten über den Kopf -ugezogen, sodaß die Rosa nur Zeit hatte, einen kurzen, dumpfen Schrei auszustoßen. Tie Mörderin hatte dann den Strick immer fester Ungezogen, bis ihr Opfer besinnungslos zu Boden sank: be: dem Ruck ze rriß aber der Strick, der sehr mürbe und zerfasert war, und da das Kind noch einige Male zuckte, nahm das Weib ein Hand- tu ch und würgte damit solange weiter, bis kein Lebens­zeichen mehr zu spüren war. Die Leiche schleppte sie dann in die gegenüberliegende Kammer, wo sie ihr das Geld abnahm und dies hinter dem Sofa versteckte. Dann nahm sie im Flur der Wohnung die an der Wand hängende Leiter herab, stellte sie an Die nach dem Dachboden führende Luke und trug dann mit vieler Mühe die Leiche auf den Armen hinauf. Nachdem sie fie durch die Luke gezwängt, stieg sie nach und schleifte ihr Opfer nach link- in den dunkelsten Winkel zwischen den Schornstein und den schrägen Dachsparren, deckte einen großen Sack darüber, schob einen alten Blumenständer davor und machte sich, nachdem sie sich von Spinnweben und Staub gesäubert und das ge­raubte Geld, in Papier gewickelt, in das Ofenrohr des Wohnzimmers gesteckt hatte, wieder an die Arbeit, als ob nichts passiert sei. Bald darauf ist ihr Mann, der während der Tat unten in der Wirtschaft gesessen hatte, heimge­kommen. Auf weiteres Befragen gab die Mörderin an, daß sie die Absicht gehabt habe, die Leiche mit Kalk und Erde zu bestreuen. Sie blieb mit aller Entschiedenheit dabei, daß ihr Bruder August Brückner mit dem Verbrechen nichts zu tun habe, daß sie vielmehr die alleinige Ver- überin desselben sei. Nach dem Verhör, daS etwa 25 Minuten gedauert hatte, wurde die Mörderin wieder in den Wagen geführt und ins Gefängnis zurückgebracht. Fünf Schutzleute hatten alle Mühe, die an den Wagen heran­drängenden Leute, die sich aus die Verbrecherin stürzen wollten, zurückzuhalten. Noch am Llbend ist nie Lotz nach Darmstadt überführt worden. Ta es trotz des zweiten Ge­ständnisses nicht ausgeschlossen ist, daß Brückner bei der Tat beteiligt gewesen ist, wird der Steckbrief gegen ihn vorläufig noch aufrecht erhalten. Man nimmt übrigens an, daß sich Brückner, falls er wirklich unschuldig an der Tat ist, von selbst der Behörde stellen wird, um sein Alibi nachzuweisen. Das jüngste, 11 Wochen alte Kind der Lotz ist einstweilen im Versorgungshause untergcbracht worden

*

Rosa Lückert, das beklagenswerte Opfer des Mov« des, war am 15. September 1893 zu Völckershausen bei Vacha a. d. Werra geboren: sie war das einzige Kind ihrer trostlosen und völlig gebrochenen Mutter. Vor etwa sech- Jahren zog diese hierher zu Herrn Fleck, der mit ihrer Schwester verheiratet ist und eine Wohnung in dem dicht neben der Bebraer Bahn gelegenen Hintergebäude deS Hauses Wilhelmßrahe 25 innehat Rosa, ein hübsches, kluges und munteres Kind mit dunkelblonden Haaren, half schon seit drei Jahren ihrem Onkel Sonntags beim Einkassieren der Mitgliederbeiträge derNeuen Ceres". In der Volks­schule an der Vleichstraße, die sie besuchte, galt sie als die beste in ihrer Klasse, und der Hauptlehrer der Schule hatte erst vor wenigen Tagen die Rosa den übrigen Än­dern als Muster eines braven und fleißigen Kindes bezeichnet, was die Kleine bei der Heimkehr freude­strahlend erzählte. Am Tage des Mordes war sie, als sie bereits zum Kassieren fvrtge'gangen war, noch einmal zurück­gekehrt, um sich eine Schürze umzubinden, damit man daS schwarze, lederne Geldtäschchen, welches sie vorn am Gürtel trug, nicht sehe. Trotz dieser Vorsichtsmaßregel war das arme Kind wenige Stunden später grausam ermordet und beraubt.

Die Annahme, daß die Frau schon vor acht Tagen den Mord geplant habe, gewinnt au Wahrscheinlichkeit. Sie konnte ihn aber deshalb nicht ausführen, weil ihr Mann zu Hause war und weil die zweite im Hause befindlich>e Wohnung nicht leer war. Was die Motive zur Tat an» betrifft, so nimmt man an, die Frau habe irgend eine Stelle gehabt, wo sie Geld abzahlen mußte. Denn sie hat schon seit längerer Zeit Sachen ihres Mannes versetzt, offenbar um sich Geld zu verschaffen, da sie am 1. Juni wieder eine Ratenzahlung zu leisten hatte. Vor 14 Tagen sagte ihr Mann, der ein guter Freund von Fleck ist, er wundere sich, daß so ein Kind schon Geld einkassieren könne; da das Kind immer so viel Geld bei sich habe, könne ihm doch leicht etwas zustoßen. Diese Aeußerung scheint der Frau die Gedanken an den Mord eingegeben zu haben. Der Mann erklärte auch, daß seine Frau seit jenem Tage aar nicht mehr so richtig in der Reihe gewesen sei; sie sei feit jener Zeit in ihrem ganzen Wesen so eigentümlich gewesen, wie sonst nie. Bei der Verhaftung der Frau sagte er, als sie leugnete: Was, habe ich Dir nicht gesagt, Du bist eS gewesen? Dein Gesicht hat es mir schon gesagt und meine Gedanken haben mich nicht betrogen. Die Frau wiederholte

immer nur mechanisch: I ch w a r's n i ch t. Die Frau ver­mutete offenbar, daß das Kind viel mehr Geld bei sich habe; doch hatte ihm der Onkel das Gold immer gleich abge­nommen. Der Mann hat den Verdacht, daß die Frau von früher noch etwas zu zahlen hatte, weil ihr nie das Geld langte. Sie selbst verdiente sich mit feinen Stickereien noch viel nebenbei, trotzdem kam sie nicht aus. Der Mann nimmt an, daß die Frau ein u n e be l i ch e s Kind gehabt habe. Die Frau hat in Frankfurt in der Feldbergstraße gedient, wo ihr Mann sie durch eine Annonce kennen gelernt hat. Sie hat damals ihrem Manne erzählt, sie hätte das Kind ihrer Freundin zu sich genommen. Das Kind sei nachher gestorben, und sie hätte dort noch Geld zu bezahlen. Der Mann trug sich in letzter Zeit mit dem Gedanken, die Ehe scheiden zu lassen. Er hat aber mit Rücksicht auf die Kinder immer wieder davon Abstand genommen.

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Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. HI., 30. Mai. Offizielle Schlusskurse.

3l/s% Reichsanleihe . . 101.25 3°/i do. . . . 90.50 3Ve% Konsole . . . 101.20

«Vo do......90,25

9/g% Hessen . . . . 100,15 8Oberhesson . . . 99.00 4% Oesterr. Ooldrente . . 101.90 4*/r% Oesterr. Silborrento . 101.15 4% Uh Rar. Goldrente , . 99.55

4nl Italien. Rente . . ..

A % Portugieser I . . . 67.00

3°/ Portugiesen. III . . 67.10 1 % Unit Türken . . . 88 35

Türken löse......137.80

4 % Griech. Monopol-Anl. 55.00 4l/,e/0 äussere Argontiner.

8o/o Mexikaner ...» 66 95 4V^/n Chinesen . . . . 96.05 Electric. Seh ackert , . . 185 80 Nordd. Lloyd . . . . 124.00

Ercditfiktien..... 209.00

Diskonto-Kommandit, . . 186 90 Darmstädter Bank . e , 140.10 Dresdener Bank . . . . 153 90 Berliner Hondelages. . . 168 60 Ocaterr. Staatebahn . . . 143 80 Lombarden ..... 15.20 Ootthardbahn ..... Lauraliütte . . , , . 266.00 Bochum ...... 242.00 llnrpcner . ..... 214.00 iStaatschatzscheine . . 100.55

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