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Badeschrift durch die ßadeverwaltun£.
Montag den 1. Mai er., vormittags 11 Uhr, sollen hier 17 Bände Meherö Konversa- tionS-Lexikon, fünfte Auflage, vom Jahre 1897, meistbietend aeg. Barzahlung verkauft werden. Das Werk kann vorher angesehen
Gießen, den 28. April 1905. Gr. Guter-Abfertigung.
Schlicht.
......... geprüft u. begutachtet. Z.h.um40 Ä u.«^
l,10beiJ.H.Fubr,SiancnM»*lhv80/1
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Donnerstag, den 4. Mai 1905, nachmittags 3 Uhr werden auf hiesigem Ortsgericht die zur Konkursmasse der Ludwig Kühne Eheleute gehörigen Grundstücke der Gemarkung Gießen 1 '1382=203 qm Hofrailhe auf dem Asterweg, 1 /1383=63 qm Hofrailhe daselbst öffentlich meistbietend versteigert. B27/4
Gießen, den 26. April 1905. Großh. Ortsgericht Gießen.
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— wie auch für junge Mädchen — das bewährteste Kräftigungs- Mittel, um der Blutarmut, Bleichsucht oder schlechtem Aussehen entgegen zu wirken. Kaffee und Thee sind fast wertlose Getränke, während Hausens Kasseler Hafer-Kakao noch nach Stunden im Magen anhält und kein nervöses Hungergefühl aufkommen lässt Nur echt
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In der Zeit vom 22. bis 29. April l. IS. wurden in hiesiger Stadt f r, .
gesunden: 1 Schürze, 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 silb. Zylinderuhr;
verloren: 1 Portemonnaie aus Seehundleder (Inhalt 3.15 Mk.), 1 schwarzes Handtäschchen mit etwas Wäsche, 1 Portemonnaie mit 10 bis 11 Mk. Inhalt, 1 goldene Brosche, und 1 schwarzes Spitzentuch.
Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände brkieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen, l Gießen, den 29. April 1905.
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letzungen zu unv wurde von seinen Begleitern und hinzngeriifenen Holzfällern gerettet. — Im Simplon-Tunnel ist der I n g e n t e u r Haves Direktor einer Fabrik m Moskau plötzlich gestorben. Er befand sich in Begleitung eines Ingenieurs der Schweizer Bundesbahnen. — In der belebtesten Gegend von London, feuerte eine elegant gekleidete Dame, F r ä u l^e i n D o n g h t y , die dort feit acht Uhr morgens gewartet^hatte, f u nf R evo lv er- schüsse auf den Rechtsanwalt üidoii und deffen Sohn ab. Ter erstere wurde am Bein verwundet, der letztere in der Brust. Die Angreiferin fiel in Ohnmacht, ließ sich dann aber ruhig abführen.
Man verlange ausdrücklich die Originalmarke „Dr. Hommel’s“ Haematoeren und lasse sich Nachahmungen nicht anfreden. D7/,
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Märkte.
Gießen, 29.April. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Biitter pr. Pfd. 1.10-1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 5-6 Mg. 2 Stck. 00-00 Pfg., Gänseeier 15-00 Pfg., Enteneier 6-7 Pfg., Rate vr. Stck. 6-8 Pf.,' Kasematte 2 Stck. 5-6 Pig. Erbfenvr. Liter 21 Pfg., Linfen vr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar0,80— 0,90 Alk., Hühner pi.S^ 1,00-1.60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80-1,80 Mk., Enten pr. Stuck 1 80—2,20 Mk., Gause vr. Pfd. 55—65 Pfg., Ochfenfleisch pr. Psimd 70-80 Pfg., Kuh-und Rindfleisch vr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd^ 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—0,00 Mk., Zwiebeln vr. Ztr 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aevfel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00 - 00 Pfg. Zwetfchen per Zentner 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10-0.15. Marktzeit 7—1 Uhr.
fc. Frankfurt a. M., 28. April. Heu- und Strohmarkt. Heu kostete heute Mk. 3.35-3.60, Stroh Mk. 2.60 bis Mk. 0.00. Alles per 50 Kilo. Tendenz: fest.
Für schwäch! Kinber
rytMfi Gießen ziehen will, frage zrmächst nach dem Steuersatz, nach den verschiedenartigen Verbrauchs ab gab en frage ,
Staäv. Heichelheim führt aus, die Finanzkommission ifaibc vor der Frage gestanden: Wie ist dasDesizrt zu decken Dabei mußten wir fragen: wie wird die Mlgemernhert eine Steuererhöhung von 12 Proz. auffassen? Daher kam man unbedingt zum Schluß, daß das Oktroi toenrger empfunden
Beia. Georgi bemerkt, daß ihm bei der Lektüre des Voranschlags etwas ausgefallen sei, was bte Flnanzdepu- tation vielleicht übersehen haben konnte. Nämlich .38 000 Mark für Einquartierung! Diese Summe sei nur erne einmalige Ausgabe gewesen. Ein allzu hohes Betriebskapital brauche man nicht. Er sei der Neberzengung, daß man mtt 6 Proz. Steuererhöhung auskvmmen werde und beantrage, die Oktroireform fallen zu lassen und statt 114 Proz. Steuer 120 Proz. zu nehmen. t _ ...
Oberbgm. Meeum entgegnet, daß man gar nicht wissen könne, ob nicht wieder Einquartierung komme
Stadtv Ebel steht auf dem Standpunkt des Stadtv. Dr. Gutfleisch. Durch die Verbrauchssteuern wurden die Lebensmittel verteuert. Wir hätten aber schon ziemlich hohe Lebensmittelpreise, was die Nähe von Bad-Naubeim und Frankfurt mit sich bringe. In erster Linie erkundige man sich, wenn man in eine Stadt ziehen wolle, darüber, wie teuer die Lebensmittel sind, erst in zweiter -mie frage man nach der Steuer.
Nachdem Schluß der Debatte beantragt worden war, schritt man zur Abstimmung. Die Erhöhung resp. Wiedereinführung des Oktrois wurde abgelehnt mit 17 gegen 12 Stimmen, es blieb also noch der von der Finanzkommission mit 6 gegen 1 Stimme gefaßte -Vorschlag, die Einkommensteuer aus 126 Proz. zu erhöhen.
Beia Georgi beantragt, nur 120 Proz. festzusetzen. Er empfiehlt, künftig den Bürgern die Einquartierung zu -überlassen. Es fehlen nur 45 000 Mk., und diese können durch die 6 Proz. Steuerzuschlag gedeckt werden. Beig. Georgi hofft, daß aus dem Gaswerk, Wasserwerk und Elek- trizitatswcrk reichliche Ueberschüsse zur Verfügung stehen werden. Luch Einnahmen aus Kanaigebühren wurden schon nächstes Jahr erwachsen. , „ ,
Oberbgm. Mecum erwidert, daß man auf Heber= schusse aus den drei Werken nicht zu viel rechnen möge. Man bedürfe ihrer ja auch, um den Rest aus den Vorjahren auf der Höhe zu halten.
Nachdem die Stadtv. Heichelheim und Schemall für den Vorschlag der Finanzdeputation gesprochen, Stadtv. Krumm sich zu der Ansicht des Beig. Georgi bekannt hatte, ergriff noch Stadtv. Gutfleisch das Wort um zu bemerken, daß man doch nicht Steuern auf Vorrat schaffen könne Wenn sich herausstetlte, daß die 6 Proz Zuschlag nicht genügen, könne man ia im nächsten Jahr wieder eine Steuererhöhung eintreten lassen. Es seien doch nur ausnahmsweise Verhältnisse, in denen die Stadt sich befinde, spater würden ansehnliche Einnahmen kommen (aus der Kanalisation). Er bitte, es bei 120 Proz. Steuerzuschlag bewenden «1 lassen. Stadtv. Loos schließt sich dieser Ansicht an. Der Antrag Georgi (Erhöhung der Steuer auf 120 Proz.) wird darauf mit überwiegender Majorität (gegen 8 Summen) angenommen. Der'V o r an s ch lag wird diesen Beschlüssen gemäß korrigiert.
Nachdem noch ein Baudrspensgesuch von Gg. Throm für Margarethenhütte (außerhalb des Ortsvau-
* Neun Personen bei einer Explosion vcrun- glückt. Das Haus Greifswalder Straße 217 in Berlin Mir am Freitag der Schauplatz eines gefährlichen Brandes, jnt ersten Stock des Hauses hat das Exportgeschäft siir Bnouterre- und Galanteriewaren non Salln Back, ar ach ein Warenlager eingerichtet und zwar befanden sich unter den Lag^beslanden große Poften von Zelluloidgeqenstandeu. Aw bisher noch nicht ermittelte Weise hatten mm diese Zelluloidwaren Feuer gefangen. Es entstand eine starke Explosion. Im Augenblick der Explosion passierte ein Straßenbahnwagen die Unfallstelle und wurde von herab- geschleuderten Glasscherben und brennenden Zelluloid kämmen über* chüttet. Der Führer des Wagens, Dauer, wurde durch GlaZi Vlitter verletzt. Gewaltiae Stichflammen schlugen aus den Feniern des ersten Stocks bis zur Dachhöhe empor Eine furcht- b a r e P a n i k entstand. In dem brennenden Lagerraum waren etwa 20 junge Mädchen beschäftigt, die in wilder Hast durch den hinteren Ausgang ins Freie flüchteten. Zwei von ihnen, die Ex- pedientin Wolter und die Arbeiterin Helene Nmttsch, wurden von den Flammen erfaßt und trugen so schwere Brandwunden davon, daß sie sofort nach dem Krankenhaine geschafft werden mußten. Der Geschäftsinhaber sowie ein Reisender konnten in der Eile die Ausgangstür nicht mehr gewinnen und kletterten durch em Dm- terfenster aus den Hof hinab. Frau Selene Zetsche ihre Tochter Luise, Frau Ehrmann und deren Dienstmädchen Auguste Augur, die sämtlich im dritten Stock vom Feuer bedrängt waren, nnirben von der Feuerwehr über die Treppe gerettet. Sie alle hatten aber durch Rauch, Glassplitter, und namentlich durch ^tiäi- flammen derartige Verletzungen erlitten, daß sie ärztliche Behandlung gegeben werden mußten. Am schlimmsten ist die Portier- frau Fuchs betroffen worden. Sie wurde beim Ausbruch Zes Feiiers bei der Reinigung der Treppen überrascht und Water t>ort von der Feuerwehr bewußtlos aufgefunden. Gut Kind, das von der Feuerwehr über die brennenden Treppen htnad- getragen wurde, hat nur leichtere Brandwunden erlitten. Der erste Stock brannte total aus und außerdem erlitt der zweite Stock noch ganz bedöiitenden Schaden. — Nach amtlicher sind vier Personen durch Brandwunden schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Fün^ wurden leicht verletzt beM. erlitten leichte Rauchvergiftung. Außerdem rettete die r^euer- wehr achtzehn Personen durch Rettungsleitem.
* Eine heiratslustige Witwe. Em Heiratsbuerau in Illinois erhielt von einer ländlichen Schönen folgendes Schreiben: eurer Herr'. Hiermit tue ich Ihnen zu wißen, daß
eine Wi w" von dreizehn woh^gchorenen Kindern bin und drei Ehemänner gehabt habe, die sämtlich in Frieden, obwohl jeber in seiner eigenen Manier, dahingegcmgcm sind. Ich besitze eine Heine Farm und möchte mir wohl einen vierten Gatten Anlegen, wenn ich em simaps E'-pmvlar nachgewiesen bekommen konnte. Ein alter, dickköpfiger, trockener Häring tut nichts. Wn tuurbe ich nicht nehmen. Solche, die das Kuhemelken und Mistfahren verstehen, werden vorgezogen. Zehn Dollars Kommistion für Sie, wenn Sie mir einen passenden Kerl jufenben
* ©ine drollige Danksagung. In Nr 9o des „Bamberger Tagblattes" findet man folgende Anzeige: Herzlichen Dank für bie mir ans Bamberg zuteil gewordenen Gratulationen hinsichtlich meiner nach 17 jährigem schweren Kampfe geschiedenen Ehe. Frau Geier, Danzig. — Der Dank fchemt wirklich aus ehrlichem Herzen zu kommen! „ .
"Kleine Tageschronik. In G e l s e n k i r ch e n ist em Warenhaus in' welchem über 100 Personen beschäftigt sind, abgebrannt. Auch das Nebenhaus wurde schwer beschädigt. Verletzt ist niemand. — Im B r e g e n z e r Wald am Bodensee ist ein Luftballon aus Paris mit den Herren Boulanger und c>anet gelandet. Sie erreichten über 5000 Meter Höhe und beabsichtigten urfpiünglich in Wien zu landen - Der Tourist Rudolf Krauser aus Darmstadt ist am Zwosier Kogel m den Sexten- D o l o m i t e n a b g e st ü r z t. Er zog sich mehrfache Der-
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