das feurige bei getragen haben." Eine ungewöhnliche oder, wie man 'Trier und da lesen kann, eine „glänzende" Verzinsung gewährt die neue Anleihe nicht. Zu dem in Aussicht genommenen Kurs von 95 Prozent verzinsen sich die neuen Russen mit nicht gan; 4--, Prozent. Einstweilen suchen die beteiligten Banken das Risiko rnöglichst zu verteilen. Nach den: „Berl. Tagebl." wird ein ..Nuterkousor- tium" gebildet werden. Bis in die Wechselstuben hinein seien Aufforderungen zur Beteiligung an bem Uuterkonsor- tium ergangen. Tie Bankwelt soll in möglichst umfangreicher Weise an der Anleihe interessiert werden. Das Unterkonsortium erhält einen festen Anteil von 2 drei Achtel Prozent. ES ist also eine Art ,,R ück v e 'r s i ch e r u n g", die das Hauptkonsortium für alle Fälle veranstaltet, einmal um den Emissionsgewinn zu sichern, zweitens um nicht mit den Papieren fiRen zu bleiben. Das; diese Sicherungsmaßregeln, die von der Großfinanz als klug und zweckmäßig erachtet werden, geeignet sind, in den Kreiseu kleinerer Kapitalisten das Vertrauen zu der Anleihe zu stärken, will unS zweifelhaft erscheinen. Man wird einigermaßen an das in den Pommernbank-Prozessen zur Sprache gebrachte Mittel erinnert, dag den Bankiers besondere Prämien von den nachmals verkrachten Hypothekenbanken für den Verkauf der Pfandbriefe an das Publikum bewilligt worden waren.
Es muß auffallen, daß die Auflegung der Anleihe nicht wenigstens um einige Wochen verschoben worden ist, bis der Eindruck des Falls von Port Arthur auf die Oeffentlichkeit einigermaßen sich verwischt hatte. Die großen Worte, die in Paris von der russischen Botschaft lanziert werden, z. B.: die Kapitulation sei cm Zwischenfall ohne Bedeutung, sind dem Ernst der Situation ganz und gar nicht angemessen. Die russische Presse versteht die Tragweite des Ereignisses denn doch ganz anders zu würdigen. Anklagen von kaum dagewcsener Schärfe werden, nach Petersburger Privattelegramn i, gegen die russische Regierung, gegen die jammervolle Kriegs Vorbereitung, gegen das Der- ruschungssyftem der Zensur gerichtet. Wir mußten verbreiten, schreibt ein Petersburger Blatt, daß die Japaner nur kleine Befestigungen genommen hätten, und der Sturm auf die eigentlichen Forts noch in weitem Felde liege.
Wenn nun trotzdem die Anleihe in kurzem herausge- oracht wird, obwohl ganz Rußland von grimmigen Klagen wiederhallt, so sind nur zwei Schlüsse möglich. Entweder, Rußland braucht das Geld bitter nötig und kann nicht länger warten, oder man gesteht sich an den leitenden Stellen des Zarenreiches ein, daß die nächste Zukunft v orau ssichtli ch weitere Hiobs- posten bringen werde, die die S t imung noch mehr verschlechtern müßten. Sin offiziöse? Pariser Blatt, der „Temps", gibt dem Verbündeten deutlich genug zu verstehen, daß Rußland in der Mandschurei endgiltig daS Sviel verloren hat. Selbst mit allen militärischen Erfolgen könnten die Russen nie wieder daran denken, das Hauptziel des Krieges, Port Arthur, zurückzuerlangen. So also wird der „Zwischensall ohne Bedeutung" am Quai d'Orsay ka'.ufgefaßt. Indessen Rußland hat noch nie mif Rat gehört, und es scheint entschlossen, den Krieg bis zur Erschöpfung fortzusetzen.
Ter Präsident der Moskauer Semstwo,
Innern.
Fürst Trubetzkoi, sandle an den Minister des Fürsten Swiatopolk-Mirski folgenden Bries:
„Hochgeehrter Fürst! Eure Erlaucht erhalten heute eine Adresse der Moskauer Senritwo an den Kaiser. Ich, als Präsident dieser Versammlung, kann natürlich als Urheber der Zulassung der Adresse ana^sehen werden und ich werde dafür die Verantwortung übernehmen, was ich nicht verheimlicht habe und nicht verheimlichte, obgleich die Regierung schon nach Annahme der Adresse eine Mitteilung veröffentlicht hat. Hiermit will ich Ihnen klar legen und Sie bitten, dem Kaiser alteruntertänigst zu melden, welche Erwägungen mich bewogen haben, der ^emstwo zu gestatten, ihre Meinung, die rich vollkommen teile, auszusprechen. Ru ß l a n d d u'r ch l e b t j e h t e i n e Epoche der Anarchie und Revolution. Was jetzt vorkommt, sind nicht nur Unruhen der Jugend, vielmehr eine Abspiegelung des gegenwärtigen allgemeinen Zustandes, in welchem sich die Gesellschaft befindet. Der gegenwärtige Zustand ist äußerst gefährlich für die ganze (Gesellschaft und namentlich für die geheiligte Person des Kaisers gefahrdrohend. Deshalb ist es Pflicht eines Men treuen Untertanen, mit allen Mitteln solches Unglück zu verhindern. In diesen Tagen hatte ich das Glück, mich dem Kaiser vorzustellen und ihm offenherzig, soweit ich konnte, über den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft Bericht zu erstatten.
Ich suchte dem Kaiser darzulegen, daß das, was jetzt "tt’eft Pas une simple erneute, mais une ^blutilm" und ihm ferner klarzulegen, was das russische Volk in die Revolution hineindrangt, welche es nicht will. Die letztere ist Seine kaiserliche Majestät zu verhüten im stände. Es ist dazu aber nur ein Weg vorhanden, das ist da» Vertrauen des Kaisers zur Nation und zu den ständischen Kräften. Ich bin im Grunde meines Herzens fest davon überzeugt, wenn der Kaiser nur vertrauensvoll diesen Kräften gestatten würde, an ihn heranzutreten, so wird Rui^and von allen Schrecken eines blutigen Aufruhrs, der ihm droht, erlöst sein. Es wird seinen Kaiser, feine Autokratie und seinen Willen unterstützen. Bei solchem Gemütszustände aller, die mit Schrecken und Ab- nergung cm do.s Vorerwähnte denken, liegt es nicht in Mcnschenmacht, ihnen die Mögkichkeit versagen/dem jedes Herz tief und gualvoll ber, Augenblick MM Schweigen, wenn das Vaterkand in Gefahr ist. Man darf nicht vergeben, in welcher Lage sich« Aeacnwärtig diejenigen
<Le";-KbteÄamt£m ynb Kinder haben. Wenn ich auch, als Präsident der Semstwoversammluna für schuldig erkannt werde wem Gewissen bleibt ^Kaiser gegenüber doch rein und ruhig." ' ö ö
*
Ter Einführung des Tabakmonopols
würde die ,,Köln. 3t g" unter Umständen zustimmen-. Iw einem Artikel, in dem sie bte Nachricht de- „Derl Dabl" über die Absicht, zur E^eichlerung der Lasten aus dem, I n v alidenver s i chermfgs g efedas T^akmouopo'f einzuführen, als poNklsche Sensation kennzeichnet, schreibt die „Köln. Ztg." zum Schluß:
„Sollte „des Pudels Kern" dieser Sensationen, das Tabcckmvwopol, in der Tat erforderlich sein, um die dringend notwendige Sanierung der deulscheu Finanzen herbeizuführen und um den Lasten d"r Sozialpolitik eine sichere finanzielle Grundlage zu geben, die den Wirt- sch^Mortschritt nicht durch Entziehung notwendiger t Ä schädigt, dann wären wir gern bereit, offen und ehrlich für die Einführung des Tabakmono
pols in Deutschland eiuzustehen. Der Nachweis jener Notwendigkeit müßte freilich erst erbracht werden.
*
Englische Grenzpolizei.
-tt- Berlin, 4. Jan.
Ist nichtenglischen Zeitungen der Kapkolonie finden sich bemerkenswerte Mitteilungen über man gelh a f te^Beau f s i ch t i g u n g de r G r c n z c u >a ch. D c ut sch-S u l - westafrika. Sind sie zutreffend, dann kann es nicht,' i'lberraschen, wenn die enogiltige Unterdrückung der Unruhen int Süden des Schutzgebietes auf sich warten' laßt. ES heißt, nämlich, daß kapläudische 5> o 11 c u tott e n und Bastards in ganzen TruppS die Grenze überschreiten, um ihren Stammesg^nossen gegen die Deutsd) en Beistand zu leisten. Das wäre natürlich nur möglich bei Nachlässigkeit oder unzureichender Stärke der britischen Grenzpolizei. Was will es da besagen, wenn von der Kaprcgicrung versichert wird, die von deutsdzem auf englisches Gebiet übertretenden Eingeborenen würden dort entwaffnet? Sie kehren eben mit neuen Waffen versehen und im Verein mit kapländischen Stammesgenossen ans deutsches Gebiet zurück, vorausgesetzt uatürlid>, daß die von den Afrikander-Zeitungen gegebene Darstellung den Tatsachen entspricht. Erhebliche Zweifel sind aber wohl kaum am Platze, wird dod) auch tu einer französischen Kolouialzcit- schrift festgestellt, daß die gesamte englische o lal* presse der Kapkolonie gegen Deutschland förmlich wütet. Dieses Verhalten kann dem Berliner Auswärtigen Amt nid)t unbekannt sein, muß aber schließlich hingeuommen werden. Es sollte indessen andererseits dazu führen, daß ein Ersuchen nach London gerichtet wird um scharfe Bewachung der südafrikanischen Grenze, unter Hinweis auf eventuelle E n t s ch ä d i g u n g S s o r d e r - ungen. England würde keinen Augenblick zögern, einen derartigen Schritt zu tun, wenn der Fall umgekehrt läge. Ter Nachweis, daß kapländische Hottentotten ihrenStammes- genossen im deutschen Schutzgebiet Beistand leisten, wird sich ja erbringen lassen.
Swer unb I.'otte.
— Kaiser Wilhelm hat dem jungen .Spanier- fönig für die Ernennung zum Chef des Regiments Numaneia in einem Telegramm gedankt, das in der Uebersetzung folgendermaßen lautet:
„Sehr dankbar für den neuen Beweis unserer gegenseitigen Ztmeigung, den Ew. Majestät die GJüte aehalrt haben, mir ansn- bieten, beeile ich mid), meinen tiekgesühlten Dank auszusprechelt. Ich habe die Eyre und das qroße Veranugen, die beiden schmeichel- basten Ernennungen, die mich zuyi Mitgliede des edlen svanisdien veeres machen und mich au die Spitze eines ItegimentS stellen, desien rittev(id)en Geist ich kenne und dessen Uniform id) mit watzrem Vergnügen tragen werde, auzuneymen, indem ich Ew. Majestät gleichzeitig bitte, meinem Kavallerie-Regimente den Ausdruck der Geiüble des besonderen Interesses und der Kamerad- schait seines Ehes-Z übermitteln zu wollen."
Die spanische Presse spricht sich durchweg sehr erfreut über den warmen und höflichen Ton des kaiserlichen Dankes aus.
— Aus die Anordnung des Königs von Sachsen wurde allen zu Weihnachten beurl-aubten Soldaten freie Eisen Kahnfahrt gewährt.
Kolonialpost.
Berlin, 4. Jan. Privatnachrichten, die mit oer letzten Post aus Kamerun nach Deutschland gelangt sind, betonen, daß lein Anlaß zür Beunruhigung wegen der Eingeborenen im Schutzgebiete vorlieg?. Das ist die überein» ’tinimenbe Ansicht der leitenden Negierungskreise in der Kolonie.
Kirche und Schule.
— Zur Frage des Univer s i tätsstudiu m s der Volksfchullehrer schreibt Prof. Dr. Natorp in Marburg: „Das Verlangen nad) einer bis zur Wissenschaft vertieften Vorbildung der Volksschullchrer, und zwar aller, ist sachlich begründet und verdient jede Förderung. Gerade den rechten Grund zur Bildung zu legen, ist die sd)werste pädagogische Aufgabe, deren ridjlige Lösung eine gründliche, bis zur Wissenschaft, ja ich wage zu sagen, bis zur Philosophie vertiefte Bildung des Elementarlehrers fordert. Diese Bildung kann ausreichend nicht durch, aus ein möglichst abgekürzte Wege zur Berufspaxis fühendes Seminar erreicht werden, sondern ihre natürliche Stätte ist die Universität. An ftd) sollte die wissenschaftliche Vorbildung der Einführung in die Lehrpraxis vorhergehen. Und da diese Vorbildung für die Lehrer der verschiedenen Kategorien zwar dem Umfange nach versdfieden, aber der Art nad) dieselbe fein mup, so braucht es dafür an sich auch nur eine Stätte. Die Einführung in die Praxis wäre dann Aufgabe eines ebenfalls für alle Kategorien des Lehrerstandes gemeinsamen, zweckmäßig mit der Universität zu verbindenden pädagogischen Seminars; die Aufnahme in dieses würde erst nach Wleguug der wissenschaftlichen Prüfung erfolgen." Für jetzt könne freilich, führt N. weiter aus, nur der Besuch der Universität nach dem Seminar ins Auge gefagt werden.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 5. Januar 1905.
** S. Kgl. H. der Großherzog wird nach feiner im Februar stattfindenden Vermählung auch in Mainz mit seiner Gemahlin für einige Zeit seine Residenz aufschlagen. Von Darmstadt aus sind Anordnungen getroffen, daß das Schloß für den winterlichen Empfang des Großh. Paares wohnlich eingerichtet werde.
** Personalien. S. K. $3. Der Großherzog haben dem Hauptmann von Sanden, Kompagnieschef im 7. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 96, seither Oberleutnant im 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde-) Regiment Nr. 115, das Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Ernannt wurden der Gerichtsaffeffor Dr. Arnold aus Darmstadt zum Hilfsarbeiter bei der Landeshypothekenbank mit dem Amtstitel „Finanzamtmann", der Haupt- steueramtsafsistent bei dem Hauptsteueramt Darmstadt T r e s s e r zum Sekretariatsafsistenten bei dem Ministerium der Finanzen Abteilung für Steuerwefen, und der Finanzafpirant Maul aus Ensheim zum Hauptsteueramtsafsistenten bei dem Hauptsteueramt Darmstadt.
** Professor Dr. Johann Georg Pflug, der wie wir berichteten, kürzlich infolge schweren Leidens plötzlich aus dem Leben geschieden ist, wurde am 12. März 1835 in Greuth geboren. Von 1853—1856 studierte er Tierheil
kunde an der Tierarzneifchule in München. Von (Bommel 1866 bis Winter 1867/68 besuchte er naturwissenschaftliche iind medizinische Vorlesungen und Kilrse an der Unioerfitäi Wurzburg. 1868 wurde er von der uiedizinischen Fakultäj der Universität Gießen zum Dr. med. vet. honoris causa ernannt. 1856 wurde Pflug Veterinärpraktikant in Baireuth unb dann Bezirkstierarzt in Weyhers. 1861 Bezirkstierarzj in Bischofsheim und Administrator der Fohlenweide Holzberg. 1862 Bezirkstierarzt in Earlstadt mit Lehrauftrag. 1866 Lehrer an der Veterinäranstalt in Wurzburg unb Vezirkstier- arst daselbst; Seuchenkommissär in Unterfranken und Leiter des Marodedepots zu Würzburg. Am 10. Februar 1868 'olgte Pflug einem Rufe als ordentlicher Honorarprosestor für Veterinärmedizin und Direktor der Veterinäranflalt an der Landesuniversität. Am 22. November 1869 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. Am 1. November 1899 auf sein Nachsuchcn in den Ruhestand versetzt.
H udde. Die von Frankfurtei: Blättern gebrachte Mitteilung, von der hiesigen Staatsanwaltschaft sei ein gewisser Knapp aus Würzburg wegen der Heldenbcrgcr Raub- mordsache verhaftet worden, ist, wie wir auf unsere Erkundigung hören, falsch. Eine andere Meldung auswärtiger Blätter, wonach Hudde in Montabaur im Westerwald festgenommen worden fei, ist ebenfalls unrichtig. Es ist noch nicht gelungen, den Flüchtigen zu ergreifen.
** Aus dem Bureau des ©tabttT)cater§. Als achte Frcitag-Abonnentvorstellung geht morgen Morre's Volksstück mit Gesang „Das Nullerl" in Szene. Die bekannte Paraderolle des Null Annerl wird von Herrn Giorgi gegeben und das gesamte Personal ist in dem gern gesehenen Stück beschäftigt.
** Der landwirtschaftliche Provinzialverein für die Provinz Ober Hessen beschloß, zu der 1905 in Mainz stattsindenden Landesausstellung 7000 Mk. zu den Ausstellungskosten beizutragen, sowie die Ausstellung mit Erzeugnissen der Landwirtschaft zu beschicken und hierfür weitere 5500 Mk. zu bewilligen.
** Die Landesversammlung der Abteilung Hessen des Bundes der Landwirte findet nächsten Sonntag, den 8. Januar, nachmittags 3 Uhr, in Alsfeld im Saale deS Deutschen HauseS statt.
8(1. Darmstadt, 4. Jan. Die Konkurrenz der Warenhäuser, welche nunniehr auf daS GastwirtS- gewerbe übergreift und ihm großen Schaden 511 fügt, wurde beute in der gut besuchten Generalversammlung der hiesigen Gastwirte zum Gegenstand einer sehr lebhaften Debatte gemacht. Bekanntlich haben zwei hiesige große Warenhäuser vor den Festtagen verschiedene Sorten Champagner fast zu dem gleichen Preise in den Tageszeitungen angeboten, rote ihn die Wirte von den Champagnerfabriken selbst beziehen. Es wurde darauf hingewiesen, daß dadurch das ohnehin durch Stempelabgaben schwer belastete Gastwirtsgewerbe in seiner Existenz noch weiter bedroht werde, und man wurde darüber einig, mit allen Mitteln im Verein, Verband, wie auch im ganzen Bund deutscher Gastwirte dahin zu wirken, das; von allen Fabriken, welche an die Warenhäuser Champagner liefern, der dann zu so kleinen Preisen verkauft wird, keine Ware mehr bezogen und die Marke von der Weinkarte gestrichen werden solle. Die Anwesenden verpflichteten sich hierzu mit ihrer Unterschrift. Es wurde auch beschlossen, alle in Frage kommenden Fabriken in diesem Sinne zu benachrichtigen und sie event. zur Herabsetzung des Preises auf einen bestimmten Satz zu veranlaffen, damit der Gastwirt den Warenhäusern gegenüber konkurrenzfähig bliebe Zum Schluß machte der Ehrenvorsitzende Schauder die Mitteilung, daß demnächst eine Herabsetzung des Kohlensäurepreises zu erwarten sei.
M a i n z, 4. Jan. In der heutigen Sitzung der Stabt- v e r 0 r d u c t e u - V e r s a tu m l u n g nahm der Vorsitzende, Oberbürgermeister D«r. Gaßner, zuerst die Einführung und Verpflichtung der neu gewählten Mitglieder der Stadtverordneten-Versummtung vor. Nach diesem teilte er mit, daß das Großh. Ministerium des Innen den Nacbtrrag zu dem Ortsst!atu t über die Feuerbestattung genehmigt ho^e. Mlsdann mürbe über einen Antrag auf anberweite Fc,.)ctzung ber Mitglieberzuhl von Ausschüssen, Deputationen unb Kommissionen beraten unb im Einvernehmen mit dem Antragsteller besd)lossen, den Antrag einer Spezialkommilsion zu überweisen. Dem Erlaß eines Regulativs für den Ernenerungs- und Reservefonds der elettrisd)en Straßenbahn stimmte die Versammlung
r. Mainz, 4. Jan. Wegen starken Eisganges mußten die fliegenden Brücken zwischen hier und Worms abgefahren werden. Im Neckar, wie auch im Altrhein, hat sich das Eis festgesetzt, weshalb sich der Eisgang hier im Rhein vermindert hat.
a. M arburg, 4. Jan. Das hiesige Postamt teilt mit daß vom 8. Jan. ab die Br i e f b e stcllun g an dew Sonntagen zu derselben Zeit wie an den Wochentagen beginnen wird, sodaß die mit dem Schnellzug 79 von Gießen fjicr cinti essenden Briefe und Zeitungen Sonntags nicht: mehr zur Morgenausgabe gelangen. Die Zeitungen können jedoch mittags von 12 1 Uhr auf dem Postamte abgeholt £cr£en. Ire auswärtigen Geschäfte re. werden also in Zib- kunft dafür Sorge tragen müssen, daß sie wiebtiae ^orTC* anmrfr^ uicht gar ZN spät dem Briefkasten,'
h^r rechnen mif cmc Zustellung am Sonntag
' Frankfurt a. M., 5. Jan. Der nni 7i/2 Uhr abends Schnellzug fuhr gestern auf de^ Hauptbahnhofe trotz rechtzeitigen Bremsens! des Lokomotivführers g e gen d en Prellb 0 ck auf, diesen Die Maschine und der Tender ent-
. ^ruri.acht ist ber Unfall wahrscheinlich durch, r dI Schienen. Von Personen ist niemand ver- erlitten ^konwtive hat ziemlich erhebliche Beschädigungen
N n rh h 11 e na e it aus Hessen unb den
® r_p a a t c n. In Büd injgen hat sick) ein Komitee bildet— ^ues Umzugs auf Fastnacht 190.5 go In Grvß-Rohrheim suchte der 20iäbriae U "ebenen unbekimtcr Ursache freüviMg den Tod. ,-^MLLLWS im Wtcr von W
, Dcriniidtie».
Der feitIrf®”»rociflu"8’ Aus Breslcn, wird benchiet:
-ver seit fünf ^agen von hier verschwundene LandeSge-
iSkr'g^ >.?r
S6unJcl t d hetßc,rd »urtR'’ önn’i’ul.(n >
1)011^' hfC M der ..fn la; bot
Täter ^31 ( lFn f cC durch,5^ Zinsen c tinff ’*‘ry.n
Dersolgun«
W in n vom NV# stellunovf ’ dnrchnuS t! haben von verbaute * Ztrarnvoikü 1 Ztrasqesktzbl!^- teilung nach daß er b#m - nommen b°L Orten, auch m
* tteiij
hnirbc der Ichuß dur- der baftetj«
^nmßtlov * Napoleon als Mm'em und $0^ jemals : 'i jlintff, rnr lieg« i» I tötete bfr ße lieble, crskboß ü in Zürich rin die ihre Cmr fiotm nkrcn
Tnvhoidi MsiltrikNen rifebrn ©ar sie beim ? vom Sturm
tot, bm fj
• (Fi n
dacht hat gec fchleicherei leitet. Vntr vermögens t^cktsbeln: Villen^' b
Tas ' aus Tbrisä und die 5
ilffc 7. ntmer n-?
tvährend der *
UNd (T -M zu [,?, er sich > 3n $ j ötTbincub- :
-
ENlW dis kl? h)ii tnjjj cm i*.»,. .
W\r- S. ' ollen
rur b
ft>ir betN... ' pennmtt -ßermeut £2 ^lermouj
UvvNMql ' winnt fp u
M ■
und iffl^rer hn'
kwroft.'n v hat Tief,;


