3 Star., Kernstücke 33 Mk. (18, 30. 36), ganze Haute, Kopfseite rc. 80 Mk. (18, 30, 36). Leder zu Treibriemen 22 Mk. (18). Schweins- [cber 18 Mk. (18), Kalbleder 1—3 Kilo intturfarbiges 25 Mk. 1.8,36), mrderes 40 Mk. (18,36). Zu geschnittenes Hcmdschuhleder ittb Lederhandschuhe 125 Mk". (100). Möbel und Möbelteile, gwbe, Weichholz roh 4,50 Mk. (3), grobe Möbel und Möbelstücke ioumiert, bearbeitet 15 Mk. (10). — Pa-Pier, Halbzeug aus »olz, Sttoh usw. 1,25 Mk. (1 Mk.). Pappen aus Holzstoff 1,50 Mk. (1 Mk.). — Pflastersteine aus Hellem, grauem Granit, nicht über 350 000 Doppelzentner jährlich aus Oesterreich frei (frei), im übrigen 20 Pfennig (frei). — Eisen, und zwar schmiedbarer Guß, Schmiedestücke rc. roh nach Gewichtsstaffeln 3,50, 3,75, 4,50, 6 Mk.; (3 5, 6 Mk. nach Beschaffenheit); desgleichen bearbeitet 5,50,
' 7 10, 13 Mk. .(5, 6, 10, 24 Mk. nact)! Beschaffenheit). Eisen- bauteile 4,50 Mk. (3, Mk.). Feilen nach der Länge 28, 20 Mk.
15 Mk.). Kratzenbefchläge 40 Mk. (36). Maschinen, Dampfmaschinen und einzelne andere Kraftmaschinen rc. nach Gcwichts- staffeln 11, 7,80, 6, 5, 4,50, 3,50 Mk. (bisher nach Beschaffenheit > 50 3, 5, 8 Mk.). Tampffnaschinen zum Schiffbau frei (frei). Lpinnereimaschinen 4 Mk. (3,50 Mk.). WebMhle 4 Mk. 3,50). Werkzeugmaschinen nach Gewichtsstaffeln 12, 8, 6, 5, 4 Mk. (nach Beschaffenheit 2,50, 3, 5, 8 Mk). Dynamomaschinen nach Ge- wickitsstafseln 9, 6, 5, 4 Mk. (bisher nach Beschaffenheit 2,50, 3 5 8 Mk \ Motorwagen, Motorfahrräder nach Gcwichtsstaffeln 100/ 75', 70, 40, 25. 15 Mk. (bisher 8 Mk. oder nach Be- lu.afffnheit.^ D^tge-naintlen führt die „Norddeutsche" noch zahlreiche andere Positionen cm, bei denen die neuen Verttagszölle sich von den alten unterscheiden.^
Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt /ms heute:
Ter Entwurf zum deutschen Zolltarif und die Handelsverträge, beide mußten infolge einer Indiskretion früher veröffent- IW werden, als die Regierung in Aussicht genommen hatte. Tie Presse schickte sich an, das sorgfältig und feierlich gehütete Geheimnis zu enthüllen. Das duldete die Autorität der Regierung mcht, und so lief die Etliche Veröffentlichung der vorzeitigen tet Journalisten den Rang ab. Dabei konnte sich die Regierung noch einen weiteren Vorteil zu nutze machen. Sie konnte aus dem gewaltigen Material der Handelsverträge das zusammen- slollen, was sich gut ausnahm und das andere nachttäglicher Betrachtung überlassen. Auch hier ist der erste Eindruck der ent- sck?cidende. Wir wollen nicht sagen, daß bei dem Arrangement der neuen Handelsvetträge das Licht gerade reichlich verteilt und der Schatten vergessen worden ist. Aber man erfährt zunächst nur, was Deutschland- bekommen hat — und sehr wenig von dem, was es an die Verttagsländer als Gegenleistung aufgewendet h2t. Diese Kehrseite der Medaille wird noch genauer zu prüfen sein. Dann erst läßt sich beurteilen, ob die Vetträge im großen urd ganzen günstig für das deutsche Reich sind. Immerhin er- lennt man einstweilen ziemlich klar, daß JndustrieundHan- del für die Landwirtschaft die Zeche zu zahlen haben. Die Eisen-, die M a s ch i n e n i n d u st r i e, die Textil- und die chemische Industrie, ja sogar die Schöpfungen der Kun st u nd des Kunstgewerbes befinden sich vor der unerfreulichen Aussicht höherer Zollschranken. Es handelt sich um manche Ware, bei der das Ausland nicht mit einigem Anspruch ouf Glaubwürdigkeit geltend machen tarnt, seine, des Auslandes, Industrie bringe diese Ware ebenso gut und ebenso preiswert hwvor. Zum Beispiel, die russische Industrie führt, ttotz aller Bevorzugung und Aufmunterung, und ttotz des in ihr angelegten beträchtlichen französischen Kapitals, ein sehr unbefriedigendes Dasein. Tie Qualitätsware muß aus dem Ausland, insbesondere aus Deutschland, bezogen werden. Gleichwohl weisen die russischen Zölle auf deutsche Jndustrieprodukte zahlreiche und wichtige Erhöhungen auf. Ebenso haben Oesterreich-Ungarn uno die Schweiz die I n d u st r i e- ;ölle in die Höhe geschraubt. Glimpflicher sind Lür bei Italien daoongekommen. Wer will bestreiten, daß bei Llledem das, was man .„Revanche" nennt, mitgespielt hat? Deutschland unterbreitet den Staaten, die vorzugsweise landwirtschaftliche Erzeugnisse ausführen, einen gesalzenen Tarif. Was war einfacher, als unserer Industrie mit ebenso gesalzenen Tarifen zu Leibe zu gehen?
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Seiden-Griecler-Zürich.
Es ist noch alles Mögliche, daß unsere Unterhändler hier und da eine Ermäßigung erziett haben. Daß die neuen Handelsverträge vorzugsweise auf die Landwirtschaft zugeschnitten ffnd, geht auch 'aus dem Inhalt der heutigen Sonderbeilage der „Nordd. Allg. Ztg." hervor. Mit aller Ausführlichkeit und Liebe wird- auseincntdergesetzt, „welche Vorteile der Landwirtschaft künftig geboten werden und unter «welchen Bedingungen sie zu arbeiten haben wird". Von den der Industrie gebotenen Vorteilen sagt die offiziöse Zusammenstellung nichts, sie teilt lediglich eine Reihe industrieller Tarifpositionen mit. Unwirsch schreibt die ,Mationalztg." heute abend: Der Charakter der neuen Verträge ist durch und durch agrarisch. .Trotzdem könne die Regierung nicht-auf Dank der Agrarier rechnen. Diese ''Annahme findet eine prompte Bestätigung, indem die „Tagesztg.", das Organ des „Bundes der ßanbtoirtc", soeben nach Aufzählung eines langen Verzeichnisses von Fehlern und Unterlassungssünden zu dem Schluß kommt: In den bisher bekannt gewordenen Punkten sind die neuen Verträge doch weit hinter den geringsten Erwartungen zurückgeblieben, die man nach den Darlegungen der Vertteter der Regierung hegen konnte. . . . Von der ^Tagesztg." kann die herbe Krittk allerdings kaum überraschen. Aber auch die konservative „Kreuzztg." hat sich noch nicht zu einer Anerkennung der agrarischen Vertrüge verstanden. Mait könne sich noch kein abschließendes Bild machen. Graf Bülow wird sich ein ,^schließendes Bild" schon jetzt machen können, -daß sein Bemühen, die Landwirtschaft durch die neuen Verträge zu beglücken, nicht gelungen ist.
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Zum deutsch °* ö streicht scheu Handelsverträge hört die „Post", daß der Veterinärzoll für Schweine 9 Mk. pro Doppelzentner beträgt.
Zum deutsch-russischen Handelsverträge bemerkt die „Nowoje Wremia", daß die deutschen Getteidezölle eine neue schwere Steuer im Bettage von IS1/* Millionen Rubel für die russischen Landwirte jährlich bilden. Die Steuer mache, den Anbau von Roggen und Hafer für die russische Landwirtschaft verlustbringend, werde daher einen großen Umschwung im russischen Getreidebau Hervorrufen._______________
Vermischtes.
* Berlin, 30.Jan. Die polizeilichen Ermittelungen in Sachen der Lichtenberger Mordtat haben heute ein bedeutendes Ergebnis zu Tage gesördert. Unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft ist der Arbeiter August Budach, der zusammen mit der Conrad bei dem Gärtnereibesitzer tätig war, heute von seiner Arbeitsstelle von der Polizei weggeholt worden. Die Vernehmung hat eine solche Fülle schwer belastenden Materials gegen Budach ergeben, daß an seiner Schuld kaum zu zweifeln ist.
• Ein Eisenbah nunsall in Thüringen. Auf der Strecke Erfurt—Wutha ist am Montag zwischen Schönau und Rückstädt ein Teil des Güterzuges abgerissen und blieb auf der Strecke zurück. Ein später abfahrender Güterzug, der die zurückgebliebenen Wagen holen wollte, lief auf diese auf. 4 Wagen entgleisten und sind stark beschädigt. Personen sind nicht verletzt.
* Ein blutiger Krawall in Mannheim, der nach und nach in eine förmliche Straßenschlacht ausartete, spielte sich Sonntag nacht ab. Ca. 200 Personen hatten sich angesammelt, von denen ein großer Teil an der Schlägerei aktiven Anteil nahm. 8 Verletzte suchten allein das Allgemeine Krankenhaus auf mit Stich-, Schlag- und Hiebwunden. Einem wurden zwei Finger fast vollständig durchschnitten. Zahlreiche Verletzte mit leichteren Wunden haben jedoch das Allgem. Krankenhaus gar nicht in Anspruch ge- nonimen. Selbst im Wartesaal des Krankenhauses hielten die verwundeten Exzedenten noch keine Ruhe und inszenierten
doirt wieder eine Prügelei, so daß telephonisch PoNzej requiriert werden mußte.
Kunst und Wissenschaft.
— Der Direktor des Leipziger städttschen Theaters, Hofrch Mar Staegemann ist am 29. ds. Mts. gestorben
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'hpielplarr der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch den 1. Februar*,: „Der Waffenschmied/ Donnerstag den 2. Februar: „Helena/ Hierauf: „La Caprera/ Freitag den! 3. Februar geschloffen. Samstag den 4. Februar: „Götz von Beülichingen/ Sonntag den 5. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Blondelfchen". Abends 7 Uhr: „Der Bajazzo/ Hierauf: „Cavalleria rusticana“. Montag den 6. Febr.: „Das Schwalbennest/ Schauspielhaus.
Mittwoch den 1. Februar *): „Faust", 2. Teil. (2. Wend). Donnerstag den 2. Februar: Gastspiel der Frau A. Sorina: „Mopna Varma." Freitag den 3. Februar: Gastspiel der Frau A. S 0 r m a: „Liebelei/ Vorher: „Jphtas Tochter." Samstag den 4. Februar: Gastspiel der Frau A. Sorma: „Die ver- funkene Glocke." Sonntag den o. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Famrlientag/ Abends 7 Uhr: „Faust", 2. Teil. Atontag der, 6. Februar: „Faust", 2. Teil. (2. Abend).
*) Anfang, wenn nicht arrders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Daudet und Verkehr. Volkswirtschaft.
Markte.
Gießen, 31. Jan. Marktb ertcht. Auf heutigem Wochertmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 0.80—0.90 Mk., Hühnereier 1 St. 8—9 Vfg. 2 Stck. 15—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsenpr.Liter 32 Pfg.,Taubenpr.Paar0,80—0,90Mk.,Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk^ Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse pr. Pfd. 55—65 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—6,50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 8,00—10,00 Alk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 0 bis 0 All., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00—00 Pfg
Zwetschen per Zentner 0.00—0.00 Mk. Btrnen per ZenMer 6 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10—0.15. Marktzeit 8—2 Uhr.
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Die Marktpreise für Bieh uud Frucht uud die Gietzeuer Fleisch- uu- Brotpreise am 30. Januar 1905.
Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. 9)1
Fleischpreise in Gießer»
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 70—72 Atk.
‘/, Kg. Schlachtgew. 81—83 Pf.
7» 1, ,, 59—60 „
7, Kg. 70-80 Pfg.
7. , 70-74 , 7, v 60-72 „
Getteidepreise in Mannheim
Brotpreise in Gießen
Wetzen 100 Kg. 18,85 Mk.
Roggen 100 „ 14,60 „
Weißbrot 2 Kg. 52 Pfg.
Schwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg.
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