Ausgabe 
30.8.1905 Zweites Blatt
 
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eine halbe Stunde von Rohrbach entfernt,

einen Blitzstrahl, in Flammen auf.

Darmstadt, 29. Aug.

Vermochte».

Bürgermeisterei der Bürgermeister Hardt vorgestanden, bis er am Sonntag, dem 21. Mai, durch den Tod aus seiner

Präsidenten der Rhcinprovinz ist die einstweilige Verwaltung der Landbürgermcisterei Großrechtenbach dem Bürgermeister Goldman n aus Waldbreitbach, Kreis Neuwied, übertragen worden. Bürgermeister Goldmann hat am 26. August die Dienstgeschäfte zu Großrechtenbach übernommen.

p Braunfels, 29. Aug. Durch Hantieren mit einer Patrone, die sich dabei entlud, verletzte sich ein hiesiger junger Mann derart, daß er sich in die Klinik zu Gießen begeben mußte.

[] Gladenbach, 29.lAug. Vorletzte Nacht brannte ln Gönnern die dem Müller SchneiderX. gehörige Mühle

Dienste deS Staates" verliehen und ihnen dieser Tage über­reicht. Knapp ist Veteran aus den Feldzügen 1866 und

Nnd kam in Pantinen ein Jung« daher, So rief er:Jung, willste ne Beer?' Und kam ein Mädel, so rief er:2ütt Dirn, Kumm man röroer, ick hebb ne Birn!"

Der alte Herr, so berichtet die brandenburgische lieber» lieferung, der unter dem Birnbaum begraben liegt, war ein großer Kinderfreund, der für seine Lieblinge gern Obst, be­sonders Birnen in der Tasche mit sich führte. Als er starb, dauerte es nicht lange, so sproßte ein junger Birnbaum aus dem Grabe hervor, ward bald zu einem stattlichen Baum und trug reichlich schöne, süße Birnen. Die Leute sagen, der alte Herr habe eine Birne mit ins Grab genommen, und aus einem Kern sei der Baum erwachsen, der noch nach seinem Tode der Dorfjugend Birnen schenken sollte. Und wie es bei Fontane am Schluß heißt:

So spendet Segen noch immer die Hand

Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Amtstätigkeit gerissen wurde. Durch Verfügung des Ober-

mit sämtlichen Gebäuden nieder. Es wird Brandstiftung vermutet.

Landwirtschaft.

Ueber die volkswirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft im Königreich Sachsen ist neuerdings eine interessante Statistik veröffentlicht worden. Das in der Land- und Forstwirtschaft Sachsens angelegte Kapital beträgt zur Zeit über 4 Milliarden Mark, und der Gesamtwert des Viehstandes beziffert sich auf 3 b 0 M i l l i o n c n M a'r k. Die E r n t c des Jahres 1903 repräsentierte einen Gesamtwert von 322'/, Mil- lionen Mark, wovon reichlich 156 Millionen Mark auf die ver­schiedenen 6)etreidesorten entfielen. Dazu kommen noch als Jahres" wert der Produkte der Viehhaltung 218'/, Millionen Mark, so daß sich im Jahre 1903 der Wert der gesamten landwirtschaftlichen Jahresproduktion in Sachsen auf rund 540'/. Millionen Mk. (teilte.

In der Angelegenheit der Spremberger Eisenbahnkatastrophe verlautet, daß der Stations-| Assistent Stulljus in der Untersuchung zu gegeben hat, anstatt bei der Station Schleife auf der nach Görlitz gehenden Strecke versehentlich bei der Station in der entgegen­gesetzten Richtung angefragt zu haben, ob die Strecke frei sei. Da man sich dort die Anfrage nicht anders erklären konnte, als daß Auskunft über den zu erwartenden Nachzug verlangt werde und für diese Fahrt die Strecke frei war, so erfolgte eine zustimmende Antwort. Der Stations-Assistent hat den Irrtum dann zu spät erkannt und den Zug nicht mehr an­halten können.

Ein märkisches Wahrzeichen scheint dem Unter­gänge entgegenzugehen. Der alte sagenumwobene Birnbaum aus dem Kirchhofe zu Ribbeck, Kreis Westhavelland, ist durch Ueberwuchern mit Efeu derartig erschöpft, daß er einzugehen droht. Allgemein bekannt ist dieser Birnbaum aus Theodor Fontanes hübschem Gedicht:

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, In seinem ©arten ein Birnbaum staird. lind kain die goldene Herbsteszeit Und die Birnen leuchteten weit und breit, Da stopfte, wenns Mittag vom Turme scholl, Herr von Ribbeck sich beide Taschen voll.

cherichlsiaal.

(n) G i e ß e n, 29. Aug. Von der Strafkammer wurden heute ifoei 14jährige Jungen Rudolf und Christian D. hier wegen Diebstahlversuchs zu je 14 Tagen Gefängnis ver­urteilt Die Jungen, denen e5 an der nötigen elterlichen Zucht fehlt und die beide bereits Strafen erlitten haben, trieben sich einige Zeit in der Nähe der Stadt herum und n ä ch 11 g t e n zum Teil im Freien. Bei dieser Gelegenheit gerieten sie auf den Schliefplatz des VereinsHundesport". Sie sahen, als sie über

dings nicht angab.

In Frankfurt a. M. lernte er emen Gartnerlehr- (ing kennen, dessen Unerfahrenheit er dazu benutzte, ihm einen Gepäckschein abzuschwindeln und sich so m den Besitz seiner Habseligkeiten zu setzen, die er alsbald verschleuderte.

Das Gericht hielt ihn des s ch w e r e n D i e b st a h l s m einem Falle, des Betrugsversuchs in 6 Fällen und der Un­terschlagung für schuldig und ließ mit Rücksicht auf die Tat­sache, daß er seine guten Anlagen nur zu Schlechtigkeiten benutzte, die volle Strenge des Gesetzes walten. Ebenso wurde stras- erschwerend berücksichtigt, daß er einen armen Jungen um seine ganze Habe gebracht hat und daß die Beträge, auf die er es ab­gesehen hatte, recht hohe waren. Das Urteil lautete auf vier Jahre sechs Monate Zuchthaus und 300 Mark Geld­strafe nebst zehn Jahre Elirverlust. Da er von Anfang an ge­ständig war, wurden ilM 40 Tage der erlittenen Untersuchungs­haft auf die Strafe angerechnet. In dem F'all Köhler erfolgte Freisprechung. Eine Untersuchung auf seinen Geisteszustand hielt man nickt siir erforderlich, da er eine solche selbst nicht wünschte.

die Einfriedigung eingestiegen waren, im Innern des Häuschens etwas an der Wand hängen, das sie für einen Revolver hielten. Kürz entschlossen zertrümmerten sie eine Fensterscheibe, schoben den innen befindlichen Riegel zurüek und drangen hinein. Zu ihrem Enttäuschen war aber der vermeintliche Revolver eine Telephonanlage und so zogen sie, ohne etwas mitzunehmen, weiter. Das Gericht nahm an, daß die Jungen einer momen­tanen Versuchung erlegen sind und rechnete ihnen die Sache nicht so hoch an, trotzdem es sich um einen Einbruch handelte. Der Dienstknecht Heinrich B. aus Blütlingen stahl einem Mitknecht zu Okarben ein Zwanzigmarkstük und einem andern einen Reise- foffer, womit er sich heimlich entfernte. Er wurde zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. ; Wegen S i 11 l i ch k ei t.s - verbrechens an feiner Stieftochter, wurde der Gänsehirt Hem­rick F. von Ober-Rosbach zu 2 Jahren und 6 Monaten Zucht­haus verurteilt. Wegen gleichen Verbrechens am nämlichen Kinde, das seine Nichte ist, erhielt der Taglöhner Ludwig H. 1 Jahr und 6 Monate Zuchthaus. Jedem wurden die bürgerlichen Ehren­rechte auf 5 Jahre aberkannt. Friedrich Sch. von Kesielbach wurde zu Grünberg bettelnd betroffen, was eine 14 tägige Haststrafe für ihn zur Folge hatte, nach 'deren Verbüßung er in das Arbeitshaus kommen sollte. Er focht das Urteil an, blieb aber zum Termin ans, weshalb seine ^Berufung verworfen wurde Georg K. von Wetterfeld trieb sich in Friedberg ob­dachlos umher, weshalb er von der Polizei angewiesen wurde, ick innerhalb 12 Stunden eine Unterkunst zu verschaffen. Er kam dem Auftrag nicht nach, weshalb er vom Amtsgericht Fwiedberg zu einer Woche Haft verurteilt wurde, nach deren Verbüßung er in das Arbeitshaus sollte. Er sooft das Urteil an und erklärte vor dem Berufungsgericht, daß er nicht m der Lage sei, sich für ein Unterkommen zu sorgen, da er leidend u.tid arbeitsunfähig sei. Wie der Augenschem^lehrte, t er tatsächlich eine Persönlichkeit, die eher in die riechen- anstatt, als in das Mbeitshaus gehört. Seiner Verumng tmirde statt gegeben und es trat Freisprechung ein. Ter eeftrev nermcifter Valentin G. von Lauterbach hatte leinen Konkurrenten Karl M. wegen Beleidigung verklagt, weil er ihn Mit be­leidigenden Redensarten »erfolgt hatte. Das Sckoffengerickt ließ aus Beweismangel Freisprechung emtreten, weshalb der Klager Berufung erhob. Die Beweisaufnahme in der Berufungsinstanz führte zur Verurteilung des M. zu einer Geldstrafe,von 20 Mk. Dem Beleidigten wurde auch die Publikationsbefugnis zuge- sprochen. ___________________ _

Kunst und Wissenschaft.

- M - » - ° l z .B a 11 f o u p e r«. Der Preis für ein für bie Nationcck-Galerie" in Berlin erworbenes Gemälde MenzelsBall- fouver" beträgt 160 000 Mk. Das wertvolle Bild, an dem Menzel drei Jahre lang (1876-1879) gemalt hat, ist bisher nn Besitze des Leipziger Kunstfreundes Emil Meiner gewesen, der schon vorher ein Menzelsches Gemälde, diePiazza d Erbe in Verona , für 100 000 Mk. an die Dresdener Galerie verkauft hat.

Gerhart Hauptmanns KomodieD te iro h - lich-n sunqfern von Bnch ° fs b - r g-, d>° der Dichter vor kurzem vollendet hat, wird m der ersten Halste dieser Spiel­zeit im Lefsing-Theater zu Berlin aufgeführt werden.

1870/71.

tz Rockenberg, 29. August. Ein neuer Zellen­flügel für Einzelhaft wird gegenwärtig am Landes- zuchthaus Marienschloß erbaut, da die jetzigen Räum­lichkeiten si'ir die stets wachsende Zahl der Gefangenen seit Jahren nicht mehr ausreichen. In den letzten Jahren mußten wiederholt Gefangene nach Butzbach verbracht wer­den. Die in den letzten zwei Jahren erbauten acht Wohn­gebäude für Gefangenenwärter sind jetzt bezogen worden.

(!) Friedberg, 29. August. Am Tage der Kaiser- ,parade bei Homburg wird in den Volksschulen unseres Kreises, besonders im südlichen Teil, mit Rücksicht auf die großen Truppendurchmärsche der Unterricht aus fall en.

8 Sichenhausen, 28. Aug. Heute fand die feierliche , ------ ------- - -------- ar .. ff

Srunbftentequng ,um Schulhausneubau statt. * * G'ne

Anwesend waren Geh. Regierungsrat Schönfeld. Kreis- von der Bedeutung der Briefmarken zeigte -IN lung-s Lienst- fchulinspektor Feu e rb ach-Scholten, Baurat Die hm- Mädchen, das sich b-im Umzug 'b'G-pack von einem Bahn- Gießen und der Bauleiter, Kreisstraßenmeister Schäfer, sirbcit-r zur Bahn transportieren ließ. Sie hatte ihm in der Schotten. Die Plane hat Baurat Di-hm entworfen. Das E.l- mcht sofort seme 60 Psg. Lohn gegeben und war nun, Gebäude, das zu 21OOO Mark veranschlagt ist, wird aus'" ihrem neuen Wohnsitz angelangt, m Sarge wie st- ,h u m r ri m.fnpff.ßrt zu seinem (Selbe verhelfen könnte. Endlich kam ihr der

» Orten6etg, 28. Aug. Die .Ohm.al.Basalt- 'gl°ck-ich°- Einfall, für 50 Psg Briefmarken aus ein Kuvert Werke- in Marburg lasi-n z. Zt. in der MH- unserer s» kleben und d,-S dem Arbeiter zuzuschicken Dw Post Stadt in größerem Umfang- B-tri-bSanlag-n, mit Anschluß stempelte natürlich alle Marken ab und so hat der Arbeit r an di- Nebenbahn,ini- errichten. Zur Ausbeutung dient der nur ein Zeugnis von dem guten Willen der naiven Dorf- in der Nähe befindliche Sänlenbasaltbruch, dessen Steine vor- schönen bekommen. fr A w <r nk

8?9lich zu Pflafierungsmaterial geeignet find. Der E n d e / eiues^Vruders der verw. Frau Krupp,

einiger Zeit m der Nachbargemarkung SelterS erbohrte aus Buenos Aires gemeldet. Man fand bei der Leiche Mineralspriidel wird jetzt ummauert; daS Wasier soll einen Revolver, der auf Selbstmord schließen läßt. In Sko- alsdann zum Versandt kommen. ra^ero bei Dftromo (Posen) erkrankte eine aus 8 Personen

__ sWnRrhrtrA SHuhinrrpn 9Q Mitn Itnpr- bestehende Arbeiterfamilie nach dem Genuß giftiger Pil ze.

--Rohrbach bet Büdingen, 29^ Aug. Ganz uner- ^ei Kinder sind g e st o r b e n. - In P e ck e l s h e i m bei Pader- roarfer zog heute gegen 1 Uhr von Sudwesten em ist eine Feuersbrunst ausgebrochen, wobei über hundert

witter auf. Ein Blitz fuhr in die Sch eune des H. I Gebäude verbrannt sind, darunter das Posthaus, vier Politsch und setzte sie im Augenblick in Helle Flammen. I Packhöfe und ein großes Getreidcgeschäft. Lebensrnittel mußten An Rettung der reichlich -ing-brach.-n roac n^ ^-swrbeuen"Nößer aur

zu denken; man beschrankte sich daraus, das Vieh aus ben bei Arbeitern aus Deutsch-Fordon und bei zwei ausländiscken

Ställen zu bringen unb bie nächsten Gebäube zu schützen, Flößern wurde durch bakteriologische Untersuchung asiatische welche Arbeit auch den herbeigeeilten Nachbarfeuerwehren Cholera festgestellt. Auf der Insel Stromboli Italien) na^ Anstrengung gelang - Zu gleicher Zeit gingst^» w,

auch das Anwesen des Landwirts Z,nn zu Düdelsheim, pichte, schwane, etwa 400 Meter hohe Rauchsäule hüllt

' " 1 ev, , r r ,r 'f ebenfalls durch die ganze Insel in Dunkel ein. Die starken Lufterschiütterungen

,s. I ließen die Fenster aufspringen. Unter ben Einwohnern ist eine

Nack einer in Nr 62 ber Panik ausgebrochen. Ein heftiges Unwetter richtete in den w , ... x- c- . , < ~ e Cr tessinischen und venettanischcn Alpen arge Wassenchaden an.

Nachrichten für Handel unb Industrie vom 7. Ium b. Js. herrscht andauernder Sirocco. Bei Primolano tobt em Wir- veröffentlichien Mitteilung sollte in den Monaten Mai bis I belsturm.

Hlniverstläls-Yachrichlen.

- Kultusminister Dr. Studt bat sich neuerdings bei Gv leqenheit des Stiftungsfestes des Breslauer Korps Borussia, dem er als alter Herr angehort, ag em unbeug­samer Verfechter derakademis ch en Fr eihe11 be­kannt. Er werbe, so sagte der Minister für diese akademische Freiheit eintreten bis zu feinem letzten Atemzuge. Cs sei alles eitel Bosheit und Tücke, von listigen .Hintermännern ersonnen, was in letzter Zeit über etwaige Absichten der Untenchtsverwaltung verbreitet worben. DiesenHintermännern" sei man indessen ans der Spur, und man werde sie binnen kürzester Zeit an ben ver­dienten Pfahl stellen. Der Reichsbote, der dem Minister nicht recht traut, bemerkt dazu: Hoffentlich tut er das! Ab^ es ist dock merkwürdig, daß hierHintermänner" eme so große Rolle gespien haben sollen.

Kandel rwd KerKesir. Volkswirtschaft.^

Die Bank für industrielle U n t e rn e h m u n g en in Frankfurt a. M. ist ihrem Jahresbericht zufolge in 1904/05 größere neue Engagements nicht eingegangen. Der den Akkumu- latoren- und Elektrizitätswerken von W. A. Boe,e eingeräumte Vorschuß Hal sich auf 177 000 Mk. ermäßigt, em mit den E i s e n - w e r k e n Lollar getätigter Vorschuß gelangte bei der Fusion dieser Gesellschaft mit den V u d e r u s s ch e n E i s en w e r k e n zur Rückzahlung. Durch diese Transaktion haben sich einmal das Konsortialkonto von 2 880 652 Mk. auf 2 214 455 Mk. und da^, Effektenkonto von 655 917 Mk. auf 379182 Mk. ermäßigt, sodann aber das Bankguthaben von 951 322 Mt aus 1 739 211 Mk und die Guthaben gegen Unterlagen von 1 187 192 Mk. auf 1 369 ^11 Mk. erhöhi. Kreditoren hatten zu Ende des Geschastsiahies 1904,05 44 050 Mk. (57 739) zu fordern. In der Gewinn- imb Verliist- rechnilng wird ein Zinsengewmn m Hohe von ^26 96o Mk. gegen 271 571 Mk. in 1903/04 ausgewiesen. Der Reingewinn wird aut 288 302 Mk. (260 260) beziffert. Die Dividende betragt 4 /. pCt (4) und erfordert ben Betrag von 202 500 Mk. (180 000).

Deutsche Staatsfonds und bas Bori^engesetz In einem längeren Artikel über das vielbesprochene Thema und zumal warum unsere. Anleihen beim Publikum nicht recht ziehen wollen, wird vomB. T." als die Hauptursache das >gegenwärtige Börsengesetz bezeichnet. Die l^kiilattven Kapitalisten batten srüher auf Zeit oder Kredit ihre Bankverbindungen pflegen können. Jetzt müßten sie per Kasse kaufen, weil der Kauf auf Zeit teils verboten ist und weck aus Furcht vor der Rechtsvreck- ung des Reichsgericht? der Bankier für solche Wekulatwe Käufe nicht mehr Kredit gewähren kann, bezw will. Wahrend nun die Spekulanten früher ihre zinstragenden Papiere und svezlellihre Staatsanleihen als Sicherheit für ihre Kaufe, bei 'lwer Bank­verbindung hinterlegten, müssen sie sie letzt verkaufen, um em Bardevot stellen zu können. Dadurch entsteht der immer erneute und sich vermehrende Verkaussandrang, die Verringerung der Anzahl der Käufer von Anlagepapieren Will man diesem Zu­stand ernstlich ein Ende machen, so bleibt nichts anderes übrig, als das Börsengesetz wieder aufzuheben. _

Zlnr Eguitable-Affäre. Wie vor einiger Zett be­kannt wurde, hat sick der Deutsche Schutzverband der Eguttable- Versickerten an das Käiserl. Aufiichtsantt für Privatversicherung gewandt unb angefragt, was das Aufsichtsamt bisher m dieser Angelegenheit veranlaßt hat oder zu veranlassen gedenkt Das Aufsichtsamt bat geantwortet, es habe die Eguitable aufgefordert, die Prämienreserve für die im Deutschen Reiche laufenden Ver­sicherungen aus ihrem Vermögen auszusondern und berart un Inland sicherzustellen, daß nur mit seiner Genehmigung übet die betreffenden Werte verfugt werden kann. Der Vorstand hat sich an das Kaisers. Generalkonsulat in Rewhork mit einer Reihe von Fragen mit der Bitte um Antwort gewandt. Hierüber wird mitgeteilt, daß zurzeit eine Antwort noch nicht eingegangen fein kann. Voraussichtlich beruft der Vorstand des Deutschen Schutz- verbandes auf Anfang Oktober eine Mitgliederversammlung.

Oktober b. Js. zu Barcelona eine internationale ---_---~ r; r,

padagagisch- Ausstellung abg-halt-u werben, b-r-n Der D.cnstknecht und SieH-mm-lskön.g,« .

Eröffnung aber nunmehr auf ben 1. April k. Js. verschoben Gießen, . > ugu|.

worben 'ist. Das Großh. Ministerium des Innern, Ab- Vor der Strafkammer.wurden

, t- o < uze. c/ <x s. r < m c / l v Schwindeleien aufgedeckt, die wie Märchen aus Tausend uno eine teilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, hat bie ainnuten. Franz E. aus Reudnitz, früherBuchhal- Großh. Handelskammern mit näherer Nachricht über ter, später Gärtner und zuletzt Dienstknecht in das Ausstellungsunternehmen versehen unb ihnen gleichzeitig Renzendorf, stahl feinem Dienstherrn unter Anwendung eines empfohlen, bi- betagten Jubustri-kr-is- aus bi- Ausstellung C-uLL

aufmerksam zu machen. (Barmst. Ztg.) ^hr raffinierter Betrugsversuche führten.

X Krofdorf, 29. Aug. Infolge starker Emquartier-l Er offerierte fünf Knnstgärtnem zu Erfurt, eine von ihm itng in vielen Orten unserer Bürgermeisterei sind diesmalI selbst gezüchtete himmelblaue Rose , eine ganz neue sämtliche sogenanntenAltpreußischen Kirchweihfeste" nicht wie D^limn^nart vmi^ausnehmeiiiI>m'verliehenen Namen sonst am ersten, sondern erst am zweiten Septembersonntag. Himmelskönigin" trage. Seiner Tochter wäre die Ehre zuteil Heute morgen fand man im hiesigen Arrestlokal ben Tag- geworden, I. K. H. der Großherzogin gelegentlich der Vermählung löhner Ludwig Spei er aus dem benachbarten Wißmar ein Bukett dieserHimmelsköniginnen" zu überreichen, für ^welche erbänot vor Mit feinem Leibriemen batte der Lebens- huldreichst ihre Anerkennung ausgesprochen habe ^elbst- eryangl vor. seinem ^eioriemen yane oer Zevens ^orstäMick vergaß cr nicht, sick in den Briesen als selbständiger müde die Tat vollfuhrt, indem er den Riemen an ben eisernen $äTtntT/ ^en Geschäftsprinzip strengste Reellität ist, auszugeben. Stäben bes Fensters befestigt hatte. Der Selbstmörber war Die in' feinem Besitz befindlichen 27 Hochstämme wollte er für in letzter Zeit sehr dem Trunk ergeben, unb nach allen seinen den Ausnahmepreis von 1000 Mark, aber nur gegen eine Nack- A--rung-n muß man °nn-hm-u baß -- in -in-m M°m-nt N°U- W° M^"b-nkn H s°lch°°Ä?'K gesttiger Umnachtung sich bas Leben genommen hat. eemc genehni gewesen wäre, setzten sick mit ihm ins Benehmen, aber Leiche würbe nach Wißmar gebracht. keiner ließ sich auf eine Nachnahme ein.

z. Lützellinben, 29. Aug. Im Jahre 1874 würbe An die Köhlerscke Buchhandlung in DrAen richtete er einen bie Rüroermeifterei Lützellinden mit der benachbarten Rüroer- uttt Dr. Franz Enke unterzeichneten Brief, m welchem er ^urgermeitterel ^uyemnoen mit oer Denacgoanen ^urgerq Schriftstellerhonorar ihm für ein von ihm

meifterei Grotzrechtenbach zu einer gemeinsamen, ber sogen, verfaßtes Reisewerk hervorragender Art ausbezahlt würde. Es BürgermeistereiHüttenberg", mit dem Amtssitz handelte sich um eine Reisebeschreibnng von Tibet, Großrechtenbach, vereinigt. Ueber 30 Jahre hat dieser großen wo cr aber überhaupt noch nicht war

- - - - - 1 Bei der Firma F. Todt in Pforzheim bestellte er sich als

Dr. Enke ein T a f e l s e r v i e e von mindestens 800 teckigem Sil­ber ; das zwar den Betrag von 10000 Mark nich übersteigen sollte, dock auch'n ichtwesentlick bil­lig er sein sollte. Dasselbe sollte bestehen aus völligen Bestecken für Butter- Käse, Obst, Kuchen, Fisch, Konfekte; Jar- dini' ii aussätze, Tafelleuckfter, Serviettenringe, Menagen, Wem- kamnn, Sektkühler; Wein, Likör, Kaffee, Teeserviee usw. usw. Die ir rte Adresse verdanke er dem deutschen Gesandten von Peking, Baron von Hehking, der ihm die Firma als durchaus lcisttmgsfähig empfohlen habe. Da es ihm als Laie, aus dem reich ausgestatteten Katalog schwer falle, das Richtige zusammenzustellen und die Stilarten so vielseitig seien, daß er nicht wisse, ob er Rokoko-, Empire-, Re- Niaissanee- oder Jugendstil nehmen solle, bat er um möglichst komplette Mustersendungen. Er nahin an, daß sein Name und Stand Garantie für die Kreditwürdigkeit biete, sodaß von einer Nachnahme abgesehen werden könne, eeine Billa liege sehr einsam und cr halte deshalb niemals größere Ofeldsummen zu Hause; cr beschaffe sich das Geld von seinem Bankier in Gießen. Die Firma Todt ersuchte ihn aber um Angabe des Namens seines Bankiers in Gießen, den er aller-

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Die Russen Demo werden 1 die Ausrechterha siben Meeren g hmst möglich \ IMmenzubringe bemächtiM! 21 müffen, auch tot jedenfalls von 1 well auch van

i dm, sy dsclwrei amam von Mmschm trotzdem sei t unter ber Bel dschurei, wie deren Worten, im Lande Ort Hit, muh stap, Chinas bebau»

Und noch Kochen der o Baron Kan knthüllt, inde fassen- un fr Russen bezc

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