Ausgabe 
19.12.1905 Erstes Blatt
 
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Freunden und unser hebe« Sohn-

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Tendenz: abwartend.

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Elektriz. Lahmeyer Elektriz. Schnckert

Harpener Bergwerk l.anrahi'tte Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Türkenlose .

Berliner Handelsges. Darmstädter Bank Deutsche Bank .

Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien Baltimore- und Ohio- Eisenhahn .

Gotthardbahn . Lombard Eisenbahn

. 135.00

. 52.75

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88.50

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Beichsanleihe do.

Konsols . . do. . .

Hessen . . - Oberheseen

Die Abgeordneten - Versammlung des Land e Sverbnn deS hessischer freiro. Feuerwehren fand am Sonntag in Frankfurt a. M. statt. Nachdem der Vorsitzende, Brandinspektor Keller-Main; mit einem Hoch ans den Großherzog die Versammlung eröffnet und einen Bericht über die Tätigkeit deS Landesausschusses in bezug auf Einheitlichkeit in der Chargenbezeichnung, in der Schlauch- kuppelung usiv. erstattet, gedachte er der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder, deren Andenken die Versammlung durch Erheben von den Sitzen ehrt. Aus dem Bericht über die Unterstützungskasse roird mitgeteilt, daß sie ein Vermögen von 4192.75 Mk. besitzt. Die Einnahmen betrugen im letzen Jahr 399,60 Mk., die Ausgaben 343.25 Mk. 53c- treffend Verleihung des Ehrenzeichens für 25jährige Dienst­zeit roird beschlossen, das; Voraussetzung für die Verleihung eine ununterbrochene 25jährige Dienstzeit, sei c5 bei einer oder mehrerer Feuerwehren, ist; militärische Dienstleistung

Oesterr. Staatsbahn . Prince-Henri-Eiaenbahn

Mellin,

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ung bestätigte dies in jeder Weise. Die Prüflingen bcant roorleten jede einzelne Frage klar und präzis.

Arbeiter Heinrich Moor hier wurde veraangene Woche der siebente Sohn geboren, bei welchem S. K. H. der Groß- Herzog die Paten st eile übernommen hat.

ko' Mainz, 19. Dez. Die Bürgermeisterei bringt in der Stadtverordneten-Versammlung den Antrag ein, die Kosten des Theaterumbaues aus städtischen Mitteln zu bewilligen.

R. B. Darmstadt, 16. Dez. Tie Schutzmanns­schule für das Großherz ogtu m Hessen, die von den Polizeiverwaltungen der Städte Mainz, Darmstadt, Worms, Gießen, Bingen, Neu-Isenburg Fried­berg, Kastel, Bensheim und Alzez am 1. Juli d. I. gemeinsam errichtet wurde, hielt heute ihre erste Prüfung im Rathaussaal ab. Der Prüfung wohnten die Ministerialräte Weber und Best, Oberstaatsanwalt von Heffert und andere, sowie Vertreter der Städte Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms, Gießen, Kastel, Fr i e d b e r g , N a u h e im etc.! bei. Vor Beginn der Prüfung gab der Leiter der Darm­städter Polizeiverwaltung, RegierungSrat Dr. Kratz einen Bericht über Entstehung, Zweck und Ziel der Schutzmanns­schule. Ein gründlicher methodischer Unterricht der nun in Dienst tretenden Polizeibeamten sei eine unerläßliche Be­dingung, und da es vollständig an Büchern etc. zum Unter­richt fehle, sei man zur Gründung einer Schutzmannsschule geschritten. Dieselbe habe, nachdem bereits am Schluß des vorigen Jahres ein Probekursus mit 10 Darmstädter Schutz­leuten stattsand, am 16. Oft. d. I. ihren ersten Kursus mit 15 Schutzleuten. Davon '7 auS Darmstadt, 3 aus Maiz, 2 aus Worms und je einer aus Gießen, Fried­berg und Alzey eröffnet Der Unterricht wurde erteilt: über allgemeine Dienstinstruktion von Polizeiinspektor Bischofs- Worms, über Staats- und VerwaltunqSrecht von Reg.-Rat Dr. Kratz, über Verkehrs-, Bau-, Feuer- und Sicherheits­polizei von Regierungs Assessor Emmerlings über Strafrecht und Kriminalistik Polizemssessor Krämer, über Fürsorgepolizei und Gewerbepolizei Reg. Assessor Pist o r über die erste Hilfe bei Unglücksfällen Oberleutnant a. D. Lot heißen, über Tätigkeit im Interesse deS Tierschutzes von Polizeikommissärslaspiraut Reichel etc. Der Unterricht

nicht erhoben, die Einriehtunqs- und Verwaltungskosten werden vielmehr von den beteiligten Gemeinden nach Maß-

Tiirkeulose.....

Griech. Monopol-Anl. '% äussere Argentinier 3% Mexikaner . . .

4 J4°/o Chinesen . .

Aktien:

Bochum Guss .... Buderus E. W. . . .

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Dörrn

Die am 2. I , 4e,fiqrn Cbligationet n fließen, bei bem t viejca, bei dem Bar ö Äötn a. Rh. unb bei io. Rh. zahlbar.

nicht. Der Zlntrag Friedberg, das Ministerium zu ersuchen, I solchen OrtSfeuerlöschordnungen die Genehmigung zu ver­sagen, welche eine Befreiung vom Dienste der Pflicht- oder Hilfsmannschaft gegen Bezahlung vorsehen, wurde ange­nommen. Der vorgerückten Zeit wegen wurde der Rest der Tagesordnung auf den in Gernsheim stattfindenden Feuer­wehrtag vertagt. $$)

Vom städtischen Schlachthause. Die Frage! der Vergrößerung des Schlachthauses und die Errichtung einer Kühlanlage scheint neuerdings wieder in Fluß gekommen yt sein. Aus dem Viehmarktplatz hat man das für die SchlachthauSerroeiterung in Aussicht genommene Gelände ab- qeftecfL Wie der Augenschein zeigt, würde der Platz immer noch hinlänglich Raum für die Viehmärkte bieten.

() Lick, 18. Dez. Gestern wurde hier I. D. die Fürstin zu Solms-HohensolmS-Lich von einer gesunden Prinzessin glücklich entbunden. (Diese Prinzessin ist daS vierte Kind der am 16. Oktober 1894 geschloffenen Ehe des Fürsten Karl mit der Prinzessin Emma v. Stollberg- Weruigerode. Das älteste, Erbprinz Philipp Hermann, wurde 1895, Prinzessin Anna Agnes 1899 und Prinzessin Elisabeth

geboren. D. Red.)

/\ Hungen, 18. Dez. Der Bergmann Langwasser stürzte in einen 15 Meter tiefen Schacht der Buderusschen Eisengrube. Mit vieler Mühe gelang es, den Unglücklichen herauSzufördern. Er wurde sofort in die Klinik nach Gießen verbracht. Seine Verletzungen Ioffen das Schlimmste be­fürchten.

t. Burkhardsfelden, 18. Dez. Dem Steinbruch-

99.60

100.10

95.35

105.25

67.80

67.65

87.75

94.70

90.00

Tendenz: schwächer.

Börse, 19 Dez., Anfangskurse

gäbe der BevölkerungSziffer getragen.

p. Frankfurt a. M., 18. Dez. Gestern wurden die Eheleute Martin Schmidt und Frau Marie Schmidt an der Louila van Passanten in einer Blutlache aufgefunden. Sie hatten sich durch Reval verschlisse getötet. Schmidt, der 30 Jahre alt ist, war van Beruf Schuhmacher. Er be­trieb in der letzten Zeit eine Wäscherei. Familienverhältnisie sollen die Ursache zu diesem Schritt gewesen sein, da die Ehe- iente eine auskömmliche Existenz hatten. Sie hinterließen zwei Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren. Die Frau war 26 Jahre alt.

h. Höchst a. M., 18. Dez. Auf der Straße nach Sindlingen überfuhr gestern abend ein Frankfurter Chauffeur einen Arbeiter aus Sindlingen, der auf der Stelle tot blieb. Der Chauffeur wurde verhastet

. . 174.00

. . 143.80 . . 238.90 . . 95.30 . . 160.50

Berliner

Kanada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . .

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Aus Stadt und Kaud.

Gießen, den 19. Dezember. 1

Kollekten für Wohltätigkeitszwecke, die namentlich zur Weihnachtszeit von Besagten und Unbefugten gern vorgenommen werden, sind nur mit behördlicher Er­laubnis gestattet. Wenn Kollektanten keine schriftliche, mit . dem Amtssiegel des Großb. KreisamteS ober des Polizeiamts versehene Erlaubnisbescheinigung vorzeigen können, ist anzu­nehmen, daß eS sich um Schwindel handelt. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Polizei in Kenntnis zu setzen.

I n die erste Kammer wurden von S. K. H. dem Großherzog ferner berufen Rechtsanwalt und Notar Justizrat Dr. Karl Kleinschmidt und Geh. Kommerzienrat Dr. Louis Merck zu Darmstadt. Dr. Karl Kleinschmidt erfreut sich in Darmstadt deS höchsten Ansehens, er ist ein Jurist von großem Rufe, namentlich auf dem Gebiet der freiwilligen Gerichtsbarkeit, und hat als Notar und Rechts­anwalt eine bedeutende Praxis. In dem Ehescheidungsprozeß deS Landesherrn vertrat er seinerzeit die Koburger Seite. Dr. L. Merck ist der Seniorchef der einen Weltruf ge­nießenden chemischen Fabrik Merck, die jetzt über 1300 Leute beschäftigt. Er gehörte längere Zeit der Darmstädter Stadt- verordneten-Versammlung an, ist zweiter Präsident der Handelskammer in Darmstadt, und nimmt eine führende Stellung im Handelsvertragsverein ein. Politisch sind beide ebenso wie der parteilose Morneweg wenig hervor­getreten, sie gehören der nationalliberalen Partei an. Mit der Ernennung dieser drei Herren steigt die Zahl der ernannten Mitglieder, die nach der Verfassung 12 betragen darf, auf 11, während sie in der letzten Zeit gewöhnlich nur 9 betrug. Die neuen Ernennungen brechen erfreulicherweise mit der früheren Gepflogenheit, die Reihen der ersten Kammer fast ausschließlich durch höhere Staats-Beamte und Groß­industrielle zu ergänzen. Recht erwünscht wäre die Berufung noch eines Stadtvertreters. Der preußischen Krone steht eS, wie wir gestern bereits kurz andeuteten, zu, jeder Stadt von über 20 000 Einwohnern das Recht zur Entsendung eines städtischen Vertreters zu verleihen, und durchaus nicht alle Städte Preußen? schicken ihren Bürgermeister ins Herrenhaus, sondern gar manche betraut einen angesehenen Bürger, einen Stadtverordneten oder ein unbesoldete? MaaistratSmitglied mit dem HerrenbauSmandat. Dieses preußische Beispiel scheint uns für Hessen recht nachahmenswert.

** Rau b. Ein Arbeiter aus Wieseck hatte gestern nachmittag blau gemacht und in einer Wirtschaft einen un­bekannten Begleiter gefunden. 91(5 beide nochmals in einer Wirtschaft der Marburger Straße einfebren wollten, riß der Unbekannte dem Arbeiter das Portemonnaie mit 5 Mk. Inhalt aus der Tasche heraus und lief damit mS freie Feld davon.

** Feuer. Im Hause Brandgasse 4 bei Kaufmann Hecker entstand in der vergangenen Nacht 1/il Uhr ein Zimmerbrand, der durch einen den Kamin durchziehenden Balken entstand. Eine Schutzmannspatrouille bemerkte das Feuer und konnte einige zufällig in der Nachbarschaft wohnende Feuerwehrleute herbeirufen, die durch Anlegung einer Schlauchlinie das Feuer bewältigten, ohne daß ein größerer Schaden entstand und unsere Einwohnerschaft durch den üblichen Feuerlärm in ihrer Ruhe gestört wurde. Der Schaden besteht in der Haupffache darin, daß man in die Mauer zwischen Küche und Wohnzimmer ein paar Löcher schlagen mußte. Hätte der Zufall nicht so günstig gespielt durch daS 9lnwohnen einiger Feuerwehrleute, dann hätte un­absehbarer Schaden entstehen können. Jedenfalls hat der Brand wieder einmal die Notwendigkeit der Errichtung von mehreren städtischen Fcuermeldestellen er­wiesen.

4°6 Oesterr. Goldrente. . 4\\n' Oesterr. Silberrente 4 % Ungar. Goldrente . . 4?5 Italien. Rente . . . 3°o Portugiesen Serie I . 3?o Portugiesen HI 4 X0/n russ.Staatsanl. 1905 VA0 n japan. Staatsanleihe 1 °6 Conv. Türken von 1903

AcriMslaal.

(sd.) Ein Südwesiasrikaner vor dem firieasi geeicht! 2?r jert tut Reserve cntlesUne <-

maicr aus Utphe bei Gießen diente ursprünglich bei be Leibkmupagnie bc5 Infanterie-Regiments Nr. 115 unb melde» sich de.nn ffeiwillig zu der Schndtruvve tu Südwcßasrika. Oktober v. I. wurde er der 2ran5^ortto(omi? in Swakopmm, znaeteilt und führte sich im allgemeinen gut. Am 1. Mär; d " ritt er auf dem Pferd eines Wirtes mehrmals im üVfoö an der Feldküclie der fünften Proviantkolonnc vorbei, s-.^ ihm ein Unteroffizier zurief, er solle nicht so viel Staub mad*n Lindemaier achtete nicht auf diese Worte und als er von dem Unteroffizier nach seinem Namen gekragt würd'. i?riq?n er sich, ihn zu sagen, da er den vor ihm stehenden Wann ri* als« Unteroffizier erkannte. Lindemaier erkrankte I-?[b dan-j schwer, bebrnt einen Malarüwnfall, """S^iontzündnnq unh hn einen Herzfehler davon, sodaß er vier Monate im ?a--ar-lt Aber das Vorkommnis vom März d. I. wurde in der Awis5<» reit nicht vergessen und Lindenmaier kam vor das SrieqSgfrj^ her 25 Division. Er gab« am, die Sache durch seine Krankt vergessen zu haben, aber der Vorfall wurde durch herfäwte* in Afrika vernommene Zeugen nachgetviesen. Lmd.muer w-.rv wegen Achtungsverlekung und Beharrens tm Um. gehorsam zu siebenWvchenGefangntsverurteil!

I Konstantinopel, 18. Dez. Heute wurde das Britil « bem ProzeßJoris wegen des Attentat auf b en cultnt qeiänt. Joris, sowie drei anwesende Armenier, bavunter bc frühere Portier des österreichischen Hospitals, bie abtreienbe Joris, Frau Rigs, Fräulein Fein unb drei andere Armenier murin zum Tobe verurteilt. 13 Armenier, wovon die meisten i» wesend sind, wurden zu lebenslänglichem Kerker und drei annwrtf Armenier zu sün'zehnjährigem Kerker verurtellt. Drei Gn«t« wurden als nicht verantwortlich erklärt. Drei anwesende Au-- wurden freigesprochen.

Dermilcbtef.

* Mordtaten. Der 16 iährigc Steinbrecher Mrsck wurde in Biewer bei Trier seiner Barschaft beraubt, mit einer schweren stopfwunde tot im Dach liegend aufgefunden. In Danzig wurde der 25 iährige Arbeiter Weber von feinem gleich­altrigen Vetter, dem Arbeiter Rohde, in seiner Wohnung im Streit erstochen.

^Stuttgart, 18. Dez. Die Nr. 37 deS implizis s v m n s" wurde heute auf gerichtliche Anordnung beschlag­nahmt. Der Grund ger VesOagnahme wurde in einem Gedicht von Peter Srltlemihl flefuubcn, das unter dem TitelEinst und 3et/t" erfdiienen ist. Das Oiedicht soll eint Beleidigung bc5 Richter­standes enthalten. Tie Nr. 37 ist bereits vor acht Tagen erschienen.

* Kleine Tages chronik Die Pfälz. Pr. meldet aus 3t Ingbert. Der Rechner deS städtsichen Gaswerkes Jakob

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Reffender \ 75 Pf. Ananas, khkt nna . BQm-, Sei Eh i»d eb®nso Glül

.^etränke-De! ! K««'=h.r h6'-elh,t nnsere<

Kriefknstkn der Rrdalstion.

(Slunnhtne Anfragen bleiben nnberüikfilbtigO. * AnonhmnS mit einer Nummer derVolksmacht - ,

Tank für die Zusendung 1 Der blau angeftridienc Jrnrei D - * wieder köstlichen Spaß gemacht. Die imDerqletmha) d Kamvfesart und ungemein eleaaute Schreibweise, tie t * der Worte, wieblödsinnig^,Schreier',Mau! stov'e» - » . in diesem gediegenen und bervorragenden, groeunnl ioom. j 3 bis 2'/« Tertseilen erscheinenden Organ tvahrha'l e einer Zeit der beklagenswerten Derrohtheit eines großen

! hnghofi

Notwendigkeit einer angemesienen Erhöhung der Löhne der Ar- beiter, auch der Arbeiter der Brau- unb Malzinduftrie, ergtbt, die aber schon sehr erschwert wird infolge der Verteuerung der Roh­produkte der Brauindustrie durch die Handelsverträge, aber noch rveit mehr erschwert werden würde durch die ungeheueren neuen !<>aften, welche der Brauindustrie durch bie Erhöhung ber Brau- !steuer von ber Regierung aufzuburden beabsichtigt wirb und die auch sicher zahlreiche unb große Kämpfe zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Hervorrufen würben; in fernerer Erwägung, daß schon durch die Preissteigerung der Lebensmittel und Bedarfsartikel in­folge ber Handelsverträge die Arbeiierklasie als Hauptkonsumeiit des Bieres den Dievkonsuni aufs äußerste einzufchranken gezwungen wird, wodurch eine große Zahl Arbeiter der Brau- und Malzindustrie existeiizlos loerben; dap der Bierkonsum noch loeit mehr eingeschränkt werden roirb, wenn die Brauereien zum Ausgleich ber ihnen bnrrf) bie Brausteue» Erhöhung zugebachten Lasten bas Bier verteuern, woburch eine weitere größere Zahl Arbeiter der Brau- und Malzindustrie eristenzlos wird; daß im Falle die hierfür maßgebenden Groß­brauereien von einer Verteuerung des Bieres Abstand nehmen und sich durch Ausdehnung des?lbfatzgebietes schadlos halten, die dann einsehende scharfe Konkurrenz zur baldigen Dernichtung der Llein- unb Mittelbrauereien und folglich zur Entlassung ihrer Arbeiter führen roirb, protestiert bie heutige vom Zentralverband beutfmer Brauereiarbeiter einberufene Versammlung der in den Brauereien, Malzfabriken und Bierniederlagen befchäitigten Personen auf das Entschiedenste gegen die von der Reichsregierung vorgeschlagene Erhöhung der Brausteuer, sowie überhaupt gegen jede höhere Besteuerung des Bieres als eine Maßnahme, bie gegen bie Interessen der Arbeiter der Brau- und Malzindustrie und gegen bie Existenz von Tmisenben berselben gerichtet ist.

b. Darmstadt, 17. Dez. Gegen die vorgeschlagene Vrausteuererhöhung beschloß heute eine Versammlung ber in Darmstadt beschäftigten Brauereiarbeiter eine Protestresolution, deren Inhalt der oben mitgeteilten, in Heuchelheim beschloffencn Resolution entspricht.

Mörder bet Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, Suc* ' wahnsinnig geworden. Er wirb isoliert gehalten. Vor länoerL Zeit versuchte er, den Direktor unb einen Aufseher de- Anstalt umzn bringen.

Gießen, 19. Dez. Marktbericht. Auf heutigem Mock««« orteten: Butter vr. Vfd. 1.10-1.20 Mk., Hühnereier 1 St.MVt 2 Stck. 00-00 Vfq., Gänseeier 0000 Vfg., Enteneier 0-ÖWj vr. Stck. 6-8 Pf.,' Kasematte 2Stck. 5-6 Pfg. Erbsen pr. L,lnvVtz Linkenpr. Liter 32 Pfg.,Taubeii vr.VaarO,80-l,00Mk., '.mhnetlQ 1,001,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten vr. 1 802,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 6075 Pfg., Ochfensteisch ruT= I 7282 Pfg., Kuh- unb Rindfleisch pr. Pfund 7072 Pfg., int- lleisch pr. Pstmd 8090 Pfg.. Sch'veinefleifch, aefalzen, vr. 9Im 94 Pfg., Kalbfleisch pr. W 70-80 Pfg., Hammelfleisch pr.-W 5076 Pfg. Welfcbe per Pfund. Kartoffeln vr. *

Schluß der Prüfung sprach Ministerialrat Best namenS der 5,500,00 Mk., Zwiebeln vr. Ztr. 6,008,00 Mk., Wilm v"- Regierung seine Genugtuung über den großen Erfolg deS so Pfg., Aevfel ver Pstmd bis 30 Pfg., in Korben ^7 ersten Untemchtri,.-'..« nur und dankte allen Leitern

Veranstaltern derselben für ihr- Mübewaltun-,. - Nachdem Z^rau.°^Stuck 8-10 Vfg., per Beniner Mt. zwischen den Eingang? genannten Polizeiverroaltnngen abge .------------------- . "

schloffenen Vertrag soll die Ausbildung der Schiitzleiite so- Te?efonisch»! Kursberichte

wohl durch theoratischen Unterricht, wie durch praktische des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fnr a - 1 und Industrie, Giessen.

Frnnkfarter Börse. 19. Dez.. 1.15 Uhr.

Unterweisung in der DienstaiiSübung auf Grund eines vorn VerroaltungSauSschuß der SchutzmanuSschiile festzustellenden Unterrichtsplans erfolgen. Später sollen auch Fortbildilngs- 3^ 0 und Spezialkiirse für ältere Schutzleute abgehalten werden. 3^70 Ein Schulgeld wird für diese Schule von den Teilnehmern

Nordd. Lloyd . 1 j

Oberschles. Eisen-Industne 1-

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Arb itert'ewequnq.

Paris, 18. Dez. Das Unter-Personal bet ijr;- Post- unb Telegraphen-Verwaltilng hielt eine mische Versammlung ab, an welcher gegen 4000 Teriontn ia> nahmen. Die Nichterfüllung der Forderungen der Ange'tellim b*. mit gänzlicher Arbeitseinstellung beantwortet «echk Die den Streik befürwortenden Redner wurden lebhaft aMamw: Sanliel und Mrkehr. DolkswirtschL

Berlin, 18. Tcz. In der heute hier abgehaltenen sichtsratSsißuntr ber B e rg we rlsg es el l s chatt bernia in Herne, wurden u. a. folgende Mitteilungen qach Zn den abgelauftuen 11 Monaten deS Jahres 190a die gesamte Kohlenförderung auf netto 3 959 654 4 082 286 Tonnen im gleichen Zeitraum des BoDE Irr Bruttogewinn der abgelaufenen 11 Monate \vmuar November d. I.) ist durch den B er g arb e i t er ftr eil m nnar und Februar ungünstig beeinflußt worden^Äe. wird unter Hinzurechnung deS mutmaßlichen UeverßW^ XW Dezember er. einen IahresaeNnnn ergeben, ^welcher n** m cf feiten Mschreibungen die Verteilung einer "

10iA Prozent und zwar für das alte Mticn^vt!-. t-n 53i'o Mill. Mark und fffr 25 Prozent deS neuen .. der Emission laut (^neralveriammlungs^schlnß vom U 1904 von 61/3 Mill. Mark gleich 1 G25000 Mark vollmd weitere am 1. Juli 1905 einLemhlte 25 Prozent d,ts»« Mtien7avitals gleich 1 625 000 Mark für em halbes lassen dürfte. In B^ .-a auf bte Aussichten fier daS Jahr wurde mitgeteilt, daß bei ungestörter Entwrellunsi triebcs nach Maßgabe der inzwischen lebhafter geworden» schastslage und der zum 1. April nächsten Jahres zu ciwt* mäßigen Steigerung der Kohlen prerse , welcbn eine gewisse ©teigenmg der SeMkostrn gegenüberstehen auch über das Resultat des Efeschaftsiahres 1904 hnwni^»» Nettoerträgnis erzielt werden wird.

Märkte. . .