Ausgabe 
19.12.1905 Erstes Blatt
 
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Dienstag 1». Dezember 1M05

vastes Blatt.

Amis- und AnMgeblatt für den Kreis Gießen

Hofrat Tr. Sinflctct zur Ueberrcidjung dcS 2tammhaum8 bei

5te beutiqe ^Nummer nmrakt 10 Seiten.

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WirL ßfcb' Äts Tr. v. Lucanus und empfing den Geh. H.rchivrct 'm die Arbeiter al- Konsumenten immer drückender und un- Dr. Grofimami, den Archiv rat Tr. Schuster und den ArckckvdirrktvT-i erschwinglicher werden; bau I'ch aus Lorslehendem bie drmgende

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So bezeichnete er z. B. die Forderring direkter als nur von Bebel gestellt, wetterte über und MariniSmuß, deren Kosten nicht von den Kolonialschivärmern, sondern von den breiten Arbeiter getragen werden müßten u. dergl. rn. sprach er von einem Finanzminister v. Stengel,

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Der bentsche Konsul und der amerikanische andereAusländer wurden den Kriegsschiffen wurden

Beleuchtung. Reichssteuern Militarismus Flotten- und Schichten der fortwährend

155. Jahrgang

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u i-irb1 duvch di-Katastrophen

|CP üu Luchland in Mitleidenschaft gezogen, und diese Ruct-

gßineleranfitanb in Schangtzai

ÄuS Schanghai wird heute gemeldet:

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jäljrL auöschl. Bcstellg» Annahme von Anzeige« für bie TageHiuunm« biä vormittags 10 Uhr. Zeilenvreis: lokal 13Ps, auSwciNS 20 Pfg.

Veranlwortlich bür den poliL und aflflcm. Teil: P. IVittfo: füt ,Liadk und Vanb* und ,tomd)t«iaal*: Ernst Heß. für ben An- rtigenteil: Hans Beck.

H> otcstversummlunqen gegen bie Araulieaererhööunq.

(*) Heuchelheim, 17. Dezember.

Auf Vcranlasiung des Zentralverbandes deutscher Brauereiarbeiter fand heule nachmittag im Saale des Gastwirts Rinn hier eine öffentliche Versammlung statt, die zu der von der Reichsregierung beantragten Erhöhung der Brau­steuer Stellung nehmen sollte. Wenn der Bestich der Ver» sammlung der alleinige Gradmeffer für die Ausnahme dec Steuererhebung in den beteiligten Kreisen wäre, so könnte gesagt werden, daß die Steuererhöhung keine allzugroße Auf­regung bei den Brauern heroorgcrusen hat. Zu dem an» gesetzten Versa,nmlungStermin war überhaupt noch niemand erschienen, und als nach mehr als l1/, Stunden Wartezeit die Versammlung eröffnet wurde, waren 50 Leute anwesend, bie sich im Laufe des Nachmittags auf etwa 80 vermehrten. Frauen waren keine anwesend, trotzdem sie auf den Plakaten besonders zum Kommen aufgefordert waren. Der Referent, Stadto. ZllowSti von Frankfurt, nahm in feinem über e-ne Stunde dauernden Vortrage in scharfer und im großen und ganzen sachlicher Weise gegen die Brausteuererhöhung Stellung, da diese fast allein den Konsumenten auS dem Arbeiterstand treffen werde. Einen Bericht über seine Rede rönnen wir unS umsomehr ersparen, als sie im wesentlichen Bekanntes wiederholte, selbstverständlich in sozialdemokratischer

Komische Tagesschau.

Ministerkrifiß in Italien.

DaS italienische Kabmet Fortis, daS seit Ende März 1905 im Amte ist, hat durch eine Abstimmung der Deputierten­kammer über das vorgeschlagene HandelSprovisormm mit Spanien eine Niederlage erlitten. Der Ministerpräsident hat darauf am Montag den Rücktritt der Regierung bei Kammer mitgeteilt. Der König hat sich seine Entscheidung Vorbehalten. Man nimmt indeß an, daß Fortis die Neu­bildung deS Kabinetts übernehmen luerbe. Die Veranlassung des Rücktritts ist die folgende:

Nach fünftägiger Debatte endete die Diskussion über den modns vivendi mit Spanien. Die vorgeschlagene Tages­ordnung wurde, so weit sie dem Ministerium ForliS bezüg­lich der allgemeinen Politik daS Vertrauen der Kammer auS° sprach, angenommen, der modns vivendi jedoch wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Da Fortis erklärt hatte, er werde trotz deS politischen Vertrauensvotums mit dem Handels­abkommen stehen und fallen, so trat eine MinisterkrisiS ein.

DaS Handelsprovisorium mit Spanien findet den heftig­sten Widerstand bei den italienischen Weinproduzeuten, die den vorgesehenen Zoll auf spanische Weine für zu niedrig halten. In dieser Beziehung äußerte FortiS folgendes : .Die Regierung ist für den Schutz der heimischen Produktion, namentlich der landwirtschaftlichen, sie fann oar nidu anders al5 dafür sein, aber der Zollschutz muß auch leine Greinen haben, sonst roiro er die schlaoendste Unbilligkeit. Der übermäßige Protektionismus kommt dem Monovsl gleich und ni»t eine lieber« fülle der Produktion im Inland? hervor. Es handelt^ stch atio darum, daS richtige Motz auch für ben Zolllchutz zu finden und etn Weinzoll von 12 Lire eniloricht einem Zollschutz von 50 oiS 60 Prozent. Man kann bas nicht ^reidmide'. nennen."

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koykottstihrer orq anisierten sich, irb'* mit Steinen beworfen ztk onsul verletzt. Mehrere Mir ffen und verwundet. Don

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IHiiqetwt täglich iW Sonntags.

DEk ebener Anzeiger n n- i im Wechsel mit b >!-l>gsischen Landwirt bu lKfecner Kamillen, fc illar otermal in der torbe deiqelegt.

ndbrud u. Der- l cyter Brüh l'fchen l .-Buch-u.Slein- öitrlirt. R. Lange, auilton, ÖTPcbuwn iib Truderet:

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vz^cztu.Exped.^^51 2Ort« für Depeschen:

81,< ifler Gießen.

die in der Vorlage der RcichSregierung enthaltene Tabak­steuer bezeichnete er als neu, während e- sich doch auch hier um eine weitere Erhöhung dreht. Als Beweis dafür, daß bie besitzenden Klaffen alle Steuerlasten auf das arbeitende Volk abivälzen, führte er u. a. an, daß die Konservativen wegen der Hasensteuer gedroht Hütten, baß Bürgerliche Gesetzbuch scheitern ;u (offen! Im übrigen klang seine Rede in der Aufforderung auS, sich den sog. freien Gewerkschaften anziischliehen.

In der Diskussion ergriff niemand das Wort. Folgende Resolution fand zum Schluffe einstimmige Annahme: In Erwägung, daß die schon lange anhaltende Fleischteuerung, die eine Alüctuvcidumg fainn mehr erfahren wird, bie gesamte - rbeiterscha'l und so auch die Arbeiter der Brau- und Malz- inbustrie in unerträ.iiehern ^'aße belaste'; daß nach Inkrafttreten der Handelsverttöoe im nc sten Ialw dur h die bann folgende PreiSstei?erw'g aller Vt benSmitiel und Bedarfsartikel bie Lasten

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London, 18. Dez. Der japanische Finanzkvmwiffar Takaßaschl, der sich am .3 Jari,ar in San .ranciSco nat Tokio nmulchiffea be­absichtigt, sprach in seinem Interview dem englischen, konunenlalen und unierikanischen Publikum Dank für baß bei den japan. Anleihrnde» miefenc Vertrauen auS, daS man nicht zn bereuen baden würde. <me ber ersten finanziellen Ma^nabmen werde d.e Einrichtung eines besonder« ^onds für die Bezahlung deS Kapital« und der Zinsen der Nanonalschuld sein Die neue BebSrde, Anleihen-KonsoUdationSdureau genannt, sei zu diesem Zweite bereit geschaffen; 14 600 0'0 Pfund würden jährlich vo« Len Einnahmen für den Schuldrndirnst bei Seite gelegt werden. Die ganze Nationalschuld werde in etwa 30 Jahren getilgt. -

Mailand, 18. Dez. Der Corriere meldet: Die Gattin de> russischen Ge n era l - K o n snl S in Gens habe sich, weil sie angeblich in die bekannte B omben»?I ssäre vrrwiekelt sei, vergiftet.

Wien, 18. Dez. DaS Abgeordnetenbau« ber,et ben Dringlichkeit»- vertrag der "Alldeutschen, betreffend Zuweisung sänul-cher auf die Ber« desserung der Lage d er Landwirtschaft abzieln,den Anträge an ben LandivirischastSausschnß. 9ld rbanniinifler Bugusp wie« gegenüber ecm Vorwurf, dafi die Ssterreichische Landwirtschaft durch den beuisch-Skierrrichischen Handelsvertrag ungenügend gedeckt fei, auf die Stimmen der reichSdrutschen Agrarier hin, welche den gleichen Dorwurf im Namen der deutschen Landwirtichast erbeben. Der DringlichkeitSantrag der Alldeutschen betr. Zuweisung der auf Verbesserung der Page der Landwirtschaft abzielenden Anträge an bm LandmirtschaftSauSschusi wurde angenommen und e« wurde beschloss«, die Regierung aufzusordern, baldigst die hierfür ersorderlichen Regierung»-

Si'iuorat gelandet. Die chinesischen Laben sind geschloffen. Tie dlintian haben die Hauptstraßen verbarrikabiert. Die Eng- L'lodnb t r besetzten b a 6 Zollamt unb bic Polizei- f1| ille n. Deutsche Marinesolbaten vom Flußkanonenboot yi^atedinnb" sind gelandet unb das FreiwisiigenkorpS ist eben- f«uSgerückl. In Nanking Road brennen verschiebene Hs-iuler. Zwei Polizei st ationen würben gestürmt unb in 28Äan b gesteckt. DaS Steuer würbe wieder gelöscht. DaS Stadt- 61-ir würbe durch Ctei, würfe demoliert. Die Landungstrupoen iiMib freiwilligen KorpS halten soweit die Ruhe aufrecht. Die di tut sich e Kolonie ist erregt, da derTiger" auf Befehl tikd jldmirale trotz mehrfachen Protests des Konsuls nach Che- flimlui1 Ibeorbcrt würbe, um ben Gesanbten nach Japan zu bringen, sinb bie Deutschen auf ben Schutz ber Eng.

Ulainb ( r angewiesen.

An Newporter Geschäftshaus erhielt auS Schanghai fjgeni-e Nachrichten: Der Geschäftsverkehr sei unterbrochen. S; 6 Chinesen seien tot und mehrere Fremde verwundet. Streune und Freiwillige stellten die Ordnung wieder her. TZHre Unruhen seien aber wahrscheinlich.

Endlich erfuhr das Staatsdepartement zu Washington, t:« £c.qe in Schanghai sei ernst, zwei Ausländer seien c .tlliiet unb viele verwundet worden. Wie spätere ramme besagen, bewachen Marinetruppen, vermutlich e niqliidiie, die Straßen. Amerikanische Kreuzer befinden sich < i'Wwärtig auf dem Wege nach Schanghai.

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Schon seit mehreren Togen herrschte unter den Chinesen i «Icküinghai große Alifregling, weil zwischen der infer- niHi|nti(en Munizipalverwaltung unb den chinesischen 93e» h'iBotu ein Konflikt auSgebrochen war. Die Konsuln hatten

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Wirkung muß noch viel gröbere Dimensionen annchmen, wenn die fortschreitende Verwüstung des russischen Wirt- chastslebens sich bei den ftactlidycu Finanzen bemerkbar macht Ein an der Berliner Börse verbreitetes Gerücht von Verhandlungen mit deutsch?n Großbanken über einen neuen 500 Mrllionenvcr schuß ist Hoffentlich nicht ernsthaft zu nehmen. .

Tie deutsche Regierung wird in der Presse aufgesordert, die Flüchtlinge auS den rusj. Ostseebezirken in der deutschen Ostmark an^usiedeln, weck sie ein wert­volles flulturclcment dnrstctten im Kampfe gegen daS Polen-

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger y

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v pr küiiger Zeit den ausländischen Beisitzern der gemischten Ei.-knkhl-°höfe die Instruktion zugehen lassen, alle weiblichen (SMar^nen dem Munizipalgefäng nsfe und nicht dem chinesi- sohzm Gefängnisse zuzusenden. Zwei weibliche Gefangene, die unirr ber Anklage standen, junge Mädchen aufgegriffen zu hichn, sollten am 8. Dezember in daS Untersuchungsgefängnis zn itte.'fuhrt werden. Der englische Beisitzende befahl der Wizei» sie in das Munizipalgefangnis abzuführen, wahrend :t clcknesische Richter seinerseits die Ueberführung in das GM'sche Gefängnis anordnete. Die Boten deS chinesischen RIAUcr-s griffen darauf die Polizei an und eS kam zu einem £la)irmcnqe, wahrend dessen der chinesische Beamte bie Westen ber Munizipalität in aufhetzenber Weise aufforbertc, Mi kingebcnk zu sein, daß sie Chinesen und keine 9lu§- I.b'r seien. Der englische Beisitzende setzte schließlich seinen TM-iz durch. Die Chinesen im Settlement waren sehr er- und hielten Versammlungen ab. Sie verlangten Ab- ' ' ,lg des englischen Beisitzers und Entlaffung der Polizisten

^ohenzollernhauseS. _ .

TieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Wrr lesen im fSotiVlrtS". b:ß dieTimeS" ein Tel^ramm des engl»,lv«tz Sozialisten Führers $? n n b m a u verösienlischt, worin dieser ent­gegen bet Dchauplnng d.s Furl-ei, Bülon m der Reichstags- vcrhe.nblung vo 'm.vorigen Donnerstag enychliden in Vlbrebe stellt, baß er irgend etwa? gegen die Fteunbichaft uuildien England unb T e u t i * J a n b q e f Arie ben höbe, frnnbman teilt nodi nur, bau er ba«felbe Dementi B ede l übermittelt habe. Der Reichskanzler stützte sich bei lemer Be- bauptuna auf folaenbe Stelle eines Art-kel«, der nn Abendblatt ber, Rreimt<v* vom 22. September ds. Zs. erschienen war. Tann (lieft C'S:Anders al« die Rebaktenre deS .Vorwärts denken bie englische» Sozialdemokraten. So schrieb Mine Dlürz d«. I«. ihr Führer Hi)ndnian in seiner .Fustice": England muffe sich mit Frankreich verbünden, damit es der deutschen Flotte unmöglich ge­macht weide, ihre Flagge and) nur eine Woche auf dem Meere auirechtmerbalten.- (Wir haben bereit« in unserer gestrigenPolit. Wochenschau" Notiz von dem Dementi Hyndmans genommen. D. Sieb.)

Straßburg, 18. Dez. Die gestern in Kolrnar abgebalteno Laiidetkoisierenz ber sosialdemokratischen Partei Ellaß-Lothringen4 beschloß, daß die reichSläudische Sozialdemokratie am Sonntag vor Eiösinung de« LandeSaue-fchuffeS im ganzen Lande Temon- strationSversammluugen abhalte zu Dunsten ber 6h>- fühnmq bc« allgemeinen gleichen unddirektenWahl- rechts für den LandesauSschnß.

VezugSvrefr monatlich 7 b Pf ^viertel» iährhd) Dlk. L20; durch A Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch v die Post Mk.2. oiertel-

Berlin, 18. Dez. Der Kaiser traf heute morgen au5 Brcwnschiveig ftrnnwcnb, auf Düdverlff^tmt ein) begab sich nach dem Neuen PaloiT. 6vt?.trc uvterno-men beide Maiestoi u einen Sn^nrgang. Dmn empfing ber fr ?r den Geb. llem- merzienrat Koppel, hörte den Äorlrag des Cbeis der >,-.v ck nettk-

luürbcn. .. .,,.

Aus der Polen frage, bie Fürst Bülow für bie wichtigste der inneren Politik bezeichnete, ist eine russische Frage ge­worden, deren Schwergewicht auf ganz Deutschland fällt und der Regierung zur Pflicht macht, die auslvärtige Politik, besonders gegenüber England und Frankreich, in friedlichen Bahnen zu heilten.

Zn Königsberg i. Pr. .fand am Montag auf Einladung des Obcrpräsidcnten v. Moltke eine Besprechung z'.vecks Ein­leitung einer Hilfsaktion für die aus den gefährdeten russ Östseeprovinzcn in Königsberg zu erwartenden not- leidenden deutschen Flüchtlinge statt. An der Konferenz be­teiligten sich der konirnandicrende ©ertcra! deS ersten Armee­korps, v. b. Goltz, Oberbürgermeister Kürte, sowie eine An­zahl ffoher Staatsbeamter und hervorragender Mitglieder der städtischen Verwaltung und der K-aufmannschaft. Tas Aktionskomitee wurde hauptsächlich für die Unterbringung der Flüchtlinge und ihre eventuelle Weiterbeförderung, sowie als Sarnmelkomitce behufs Gewiimung der erforder­lichen Mittel für die einstweilige Verpflegung der gänzlich Mittellosen gebildet. Tas Komitee dürfte alsbald mit einem Ausrufe in die Oeffeittlichkett treten.

Um deutsche Reicksangehörige im Notfälle aufzunehmen und nach Königsberg zu bringen, gingen am Montag aus Veranlassung des Reichskanzlers zwei Dampfer aus .Cam­burg und ein Dampfer von Stettin nach Riga bezw. Reval. Am Mittwoch geht der SchnelldampferPrinz Heinrich" von Königsberg nach Reval. In den abgesandten schiffen befinden |id) auch Krankenschwestern unb Krankenpfleger.

Die Flüchtlinge ans ben Asti rprovirzen.

stmmer breiter und tiefer fällt der Schotten der Wetter- ivMl im Osten nach Deutschland. Alle verständigen Leute V mi einig darüber, daß zu einer Zeit, m der m

Deutschlands die Ausrottung der Deutschen rt|!Worb und Brand betrieben wird, tn der dar ge- f Mrlichste Feind des Deutschtums, bas S l a v e n- tvuti, fein revolutionäres Bonner an der Grenze entfaltet, M in solcher Zeit ein Konflikt mit England oder ten frei» das schlimmste nmre, was Deutschland ? ch-,2n könnte. Tie slavische Gefahr stehtdroffendcnn pichen SSor^mit, und wrnige.Tage jpater, als irllrst im Parlament die Nichteinmischung Eckchllind?

bie* russischen Wirren vroHänderte ist er genöNqt ge- 1 deutsche Dampfer in die baltischen Hafen ' in^enben, um ben beraubten und am ^bcn bedrohten M^en Landsleuten die Flucht ö? ermö(M)en. Cs ip ixhf^r-aßc aufgeworfen, ob es Deutschlands Regierung bei dsiitts" Hilfsaktion wird beweiiden lasjen können, ^^e Mög- nyteit-ber Entsendung deutsckier Kriegsschiffe zum Scknche dIZLamdsleute soll wm Answörtigen Amt xn

sein. Leider nicht mel Er,olg verspricht der^Bcr- fi 4 braff die deutsche Diplomatie zugunsten der bvttifchen ... Witfttien die hab und Gut verloren haben, Entfchadig- ' L umtoiffprüche geltend macht, soweit Nf^s^^orige m kommen. Zunächst hat d^ deuts^ Reg^rung für d -! °rLs Rußland flüchtenden Landsleute ^u sorgen ^ am t honnDS b- * Btirfif le di al ich auf d.e öffentliche Mildtatigli an r hvirh nTfn durch die Katastrophen

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jurger^stiv . f^oMen mir fBopfottV bet Außlänber. ^Jeht ist es zu -TTTTTL; k!M- Revolte ber Chinesen gekommen, bie für bie Europäer $lb en und für bie dortigen Deutschen sehr gefährlich zu sein

öftrer Entllehiio^ ||VI Korea gart vor Unzufriedenheit. Ein eingeborener «6ii:mtec erstach ben obersten japanischen Po't- von Pr°Iel0Bfln(J|. buhlten in Sübk orea unb beging bann öclbftmorb. .. ni| W# 91 Tokioter Melbnngen wirb ernstlich erwogen, ob btc f -* Jude L!« n Korea ben Wechsel beS Goneralresibenten erhenche.

tum. Ter Vorschlag verdient, da es sich meist um Bernis- Landwirte Handelt, umsornehr Berücksichtigung, als die deutschen Agrarier ihre nationale Aufgabe in der Ostmark nicht in dem erwünschten Maße erfüllen. Ein Kenner der ostmärkischcn Verhältnisse, Professor Bern dard, l)Qt es dieser Tage ausgesprochen, daß dem Teutschtum tn ber Cffmarf wirtschajll. Kräfte reichlich zur Verfügung stehen. Seine Schwäche aber sei eine moralische. Es mißachte btc Ostmark unb habe kein Verstaubuis für bas Ringen ztvcier Nationalitäten, das sich dort als ein Stück Weltgeschichte abspiele und an dem teilzuuehmcn die Pflicht jedes Gebil­deten sei. Bei den Polen aber wurzele der ganze soziale L>alt im Boden, und der äußere Driick des Na-ionalitäten- kanipfes führe dort alles zusammen, was sich aus sonstigen Gründen vielleicht zersplittern würde. Bei dieser Sachlage kann man sich freilich nicht wundern, daß Preußen mit seiner Ansiedlmtgspolilil kurte durchschlagenden Erfolge er­zielt. Tie halt. Deutschen hingegen, bic ben furchtbaren. Ernst dcS Nationalitäfenkamv^es am eigenen Leibe erfahren, erscheinen geradezu als Pioniere des Deutschtums, und es wäre für letzteres ein großer Gewinn, wenn die mtcGigentcn baltischen Landwirte in Masjen ui der Ostmark angesiedelt

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