schreibens zu reisen.
Monat oder, sobald
brechen wird.
Anwendung von Schußwaffen und Mess« teten zu befreien, wob^i nrrtrrnnbf
wolle
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scholtenen.
Die feindlichen Flotten.
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Steueraufseher 51 der mann zu Darmstadt aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt.
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werde. Auch die Oktroikontrolle werde mancherlei Mißstände im Gefolge haben. — Herr Vetters führte aus,
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3.
Tokio, 27. April. (Reuter.) Die Verteidigungs- ^läne der Japaner gegen den Admiral Roshest- wenski sind unbekannt, da die Behörden die äußerste Geheimhaltung beobachten. Die Verhängung des Kriegsrechtß über Formosa, das stark und in ausgedehntem Maße in den Verteidigungszustand versetzt worden ist, ist die einzige öffentliche Bekanntmachung. Man weiß nicht, wo die Flotte des Admirals Togo sich aushält, da die Offiziere wie die Mannschaften aufgehört haben, an ihre Familien oder an Bekannte zu schreiben. Der voraussichtlichen Ver-§ einigung der russischen Geschwader sehen die Be- । Hörden und das Volk mit Ruhe entgegen.
Paris, 27. April. Rach amtlichen Depeschen aus Saigon haben sämtliche russischen Transportschiffe sowie das -Hospitalschiff „Orel- gestern die innere Bucht von Kamran verlassen. Nur vier deutsche Handelsschiffe sind dort verblieben. Die russische Flotte bildet gegenwärtig einen großen Halbkreis, welcher sich vom Kap Varella bis zur Spitze der Halbinsel Kamran erstreckt. Torpedoboote rekognoszieren unausgesetzt. Admiral Jonquiöre, welcher an Bord des Kreuzers „Descartes" sich davon überzeugte, daß die russische Flotte sich mcht mehr in den französischen Ge- wäffern befindet, ist nach Saigon zurückgekehrt. . Die von den Russen beschlagnahmten Frachtschiffe fuhren unter deutscher Flagge.
Paris, 27. April. In hiesigen Marinekreisen wird behauptet, daß nicht die Ruffen, sondern die Japaner das Kabel aus der Insel Hainan durchschnitten haben, um RoschdjeSwenski die Möglichkeit zu nehmen, sich mit Nebo- gatow auf telegraphischem Wege über die Vereinigung der beiden Flotten zu verständigen.
Petersburg, 2T. April. In Admiralitätskreisen erklärt auf das entschiedenste, daß der Zar niemals an Roschdjes- SrtftlÄrtie® hab-, °r I°ll° bi« Ä-mran-BE verlassen. Ebensowenig fiabe die src--wksch° Regierung i-malS in btcier Frage
Z>er Krieg.
Aus der Mandschurei.
Ein Telegramm des Generals Lenewitsch an den Aaren vom 26. April meldet:
Auf der linken Flanke setzten die Vor Postenabteilungen Die Bewegung fort. Am 22. April wurde eine Abteilung bei einem Passe 10 Werst südwestlich von Sekimiaodzy vom Feinde angegriffen; der Angriff wurde abgeschlagen und der Feind zog sich nach dem Dorfe Raziadzy zurück. Die zu einer anderen russischen Abteilung gehörende Reiterei wechselte in den Paffen von Cbamalin und Dawanqulin Schüsse mit der feindlichen Infanterie; letztere ging in der Richtung auf Ufanlou zurück. Am 23. April besetzte Kavallerie die Dörfer Simenpu und Ufanhi. An der Front der Armee wurden die Japaner 4 bis 5 Werst von Kaijucmficm durch das Feuer unserer Artillerie aus ihren Verschanzungen und dem dabei gelegenen Dorfe vertrieben. Der Feind zog sich nach dem dahinter liegenden kleinen Berg zu-; rücf der mit drei übereinander liegenden Reihen von Verteidigungs-* 1 linien versehen war. — Lenewitsch meldet unter dem 26. April: Am 23. April nachmittags kämpfte unsere Reiterei bei Tsintsiatun mit den Japanern, die gezwungen wurden, zurückzugehen.
Die Gefechte, welche Lenewitsch hier erwähnt, hatten wohl den Zweck, die japanischen Versuche, Wladiwostok zu isolieren, zum Scheitern zu bringen.
Der Stab des Generals Lenewitsch macht folgende genau kontrollierte Eingaben über die russischen Verluste in den Schlachten vom 19. Februar bis zum 14. März, welche wesentlich von den japanischen Angaben und den bisherigen Angaben abweichen. Darnach sind tot, verwundet oder verschollen: zwei Generäle, beide schwer verwundet, in japanischer Gefangenschaft, 1985 Stabsund Oberoffiziere und 87 677 Soldaten. Diese letzte Zahl ergibt sich aus 55 OOO evakuierten Verwundeten, 15 OOO Toten, 7 bis 8000 Gefangenen und 10 bis 12 OOO Ver-
•• Genickstarre. Gestern wurde ein hier beschäftigter italienischer Arbeiter in die Klinik ausgenommen und Genickstarre konstatiert. Die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln sind angeordnet. — Der plötzliche Krankheitsfall wird allgemeines Aufsehen erregen. Hoffentlich wird sich die schreckliche Epidemie, die nach neuesten Meldungen aus der preuß. Provinz Schlesien dort täglich immer mehr Menschenleben fordert, nicht noch mehr bei uns in Gießen ausdehnen. Eine Erklärung von amtlicher Seite wäre höchst wünschenswert. Ein in Halle als Genickstarre diagnostizierter Todesfall ergab bei der Leibesöffnung nicht epidemische Genickstarre, sondern eine allgemeine Blutvergiftung mit Erkrankung des Gehirns, welche unter dem Bilde einer Gehirnhautentzündung (Genickstarre) verlaufen ist. Vielleicht stellt sich hier etwas ähnliches heraus.
** Ein Universitätsjubiläum. Unter den 1880 an unserer Alma mater gewesenen, heute noch wirkenden Dozenten sind in dem gestrigen Artikel Geh. Rat Dr. Sta de und Prof. Dr. Fromme übersehen worden. Außer diesen Dozenten wirken seit damals noch heute Kanzleirat Schäffer, und Hausverwalter Stork.
•• Eine Revision der hiesigen Werkstätten der Putz- und Modebranche in der Osterwoche ergab, daß sich verschiedene Arbeitgeber mit den Vorschriften der Arbeiterschutzgesetzgebung immer noch nicht befreunden können. Da die jeithertgeu polizeilichen Verwarnungen mehrfach un-
Gießen, 28. April 1905.
Personalien. 9ln: 25. April ds. Js. wurde der
Gebrauchssteuern als unbillig und einzig den wirtschaftlich schwächeren Teil der Einwohnerschaft Gießens belastend.
Darauf wurde die Versammlung geschlossen.
Helsen.
Danach ergriff Rechtsanwalt Leun das Wort, der sich gegen die indirekter: Steuern aussprach und die Versuche mit neuen Oktroisätzen verurteilte, weil diese Steuer, die bis 1910 durch Reichsgesetz schwinden müsse, den Todes-1 keim schon in sich trage. Steuern mußten aufgebracht I werden, aber die gerechteste Steuer sei die direkte Besteuerung. In Preußen hätten noch ca. 100 Gemeinden i die Oktroibesteuerung, im Königreich Sachsen nur noch 4. In Stuttgart, Darmstadt, Nürnberg, Straßburg und Metz würden noch Oktroiabgaben gefordert.. Es stehe nun fest, I daß in allen diesen Fällen das Oktroi eine Preis der-! teuerung gebracht habe, und die Preisunterschiede hätten fast überall genau den Sätzen des städt. Oktrois entsprochen. Die Aufrechterhaltung des Oktrois Hege allein im Intere sse der wohlhabenden Bevölkerung und (et darum ungerecht. Dies sei erwiesen u. a. dadurch, daß man beispielsweise in Heidelberg die Abschaffung des Oktrois ablehnen wollte mit der Begründung, daß sonst der Zuzug Wohlhabender ferngehalten werden könnte. Miquel, der große Finanzpolitiker, habe stets gegen die indirekten Steuern Front gemacht.
Darauf sprachen die Vertreter der von der geplanten Oktroierhebung betroffenen Gewerbe. Herr Horst bemerkte vorher, daß nach einer Mitteilung, die ihm von einem Stadtverordneten gemacht worden sei, das städtische Defizit voraussichtltcht das Doppelte wie 45000 Mk., also 90 OOO Mark, betragen werde. Dagegen äußerte später der anwesende Stadtv. Krumm, ihn: sei davon nichts bekannt, und er glaube bestimmt, daß Herr Horst falsch unterrichtet I worden sei. Zunächst wandte sich Metzgermeister S a ck als
Man glaubt, daß er in etroa einem L
die Reise-Eskorte marschbereit ist, auf- O e"f'f"en tlich ke'it b er at e n und die Besch lüss e'nicht
Vitali u/uu. veröffentlichen. Wenngleich eine unbefugte Bildung
Newv ork 27 April. Hiesige Blatter erfahren, daß von Gesellschaften, durch das Gesetz untersagt ist, haben Sie Kündiqun'q des deutsch°amerikanisch-n Han- die Gouverneure doch im Auge zu behalten, daß eine ge- . kpr-ifs erfntat sei und surechen die Bc- memsame Beratung über die Vervollkommnung der Staats- ------------------------.. .... .
delsvertrages bereits er o g s p cy cinrichtung durch Privatpersonen an sich nicht zu erschweren gegenstände und sei ungerecht, weil der geringe Stand
furchtung eines Zollkrieges aus. Sie meinen, die «'«ualion , ^^w-neure die allgemeine Ruhe nrcht und der Mittelstand besonders stark durch sw getroffen
mißverstehend, Botschafter -toroec gerate durch Ucberbrtngung gefährdet halten. Weder Regierungsinstitutionen noch werde. Auch die Oktroikontrolle werde mancherlei der Kündigung in eine ungemein schwierige Sage. Amtspersonen mit streng ab gegrenzten Obliegenheiten dürfen Mißstände im Gefolge haben. — Herr Vetters führte aus,
— Nach Meldungen aus Washington wäre das dortige nn ben K^ser Eingaben richten. Aus keinen Fall läßt der daß, wenn auf' einen Artikel eine Steuer erhoben werde, Ministerium zum Abschluß eines neuen Handels- vom Z März eine Verletzung der bestehenden Gesetze erfahrungsgemäß regelmäßig eine Verteuerung des. betr Vertrages mit Deutschland an Stelle des am 1. März durch private Personen und Institutionen zu. j Artikels die Folge sei. Die indirekten Steuern und .das 1906 ablausenden sehr gern bereit. Es schwebten auch bereits ~ '
seit einem Vierteljahre Vorbesprechungen, leider aber suche der Senat den Abschluß eines Gegenseitigkeitsvertrages zu hindern, obwohl bei einem Nichtzustandekommen der Zollkrieg in sicherer Aussicht stehe.
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Der KriegSmmtfter ordnete einer Figaro-Meldung zufolge an, daß den Soldaten in ben nördlichen und östlichen Garnisonen zu untersagen ist, die bisherüblich gewesenen Nachbarbesuche auf deutschen: Gebiete zu machen, damit jeder Anlaß zu Konflikten vermieden werde. (Vgl. den heutigen Marokko-Artikel.)
Rom, 27. April. Das Institut Colonial International beendigte heute vormittag die Beratung der kolonialen Berg gese tzgebung. U. a. sprachen Cattier- Srüffel und v. d. Heydt-Berlin. Alsdann referierte Senator
Bodio-Rom über die Aus- und Einwanderung der Haupt-1 A^^^Z^bäude und die Palais der Großfürsten sowie I plante' Wiedereinführung des Oktrois auf Mehl. Wie un- staaten. In der Schlußsitzung am Nachmittag wurde über Wasserleitungsstation werden von Samstag ab von gerecht sie sei, gehe daraus hervor, daß nach dem neuen den kolonialen Unterricht verhandelt. Den Bericht erstattete I Marken Truppenabteilungen bewacht. Zahlreiche begüterte Entwurf einem Oktroibetrag von 10 Mk. für bte Backer Professor Giault-Paris. An der Besprechung nahmen der Familien verlassen fortwährend die Stadt. Auf dem War- im andern Falle nur 1,50 Mk. Steuer gegenuberstehe. Gnt- Herroa Johann Albrecht von Mecklenburg und Köbner-Berlin schauer Bahnhof in Petersburg tmrrden 5 Agitatoren ver- weder heiße es dann: Schutz vor der auswärtigen Kow
Ort der nächsten Sitzung im Jahre 1906 wurde haftet, weil sie versuchten, Eisenbahnbeamte aufzurerzen. kurrenz oder Erhöhung der Brotprerse. Er spreche.sich £ ..rr r u rr ? J i mürbe außer der Bezüglich der Gerüchte erließ der Generalgou- gegen die geplante Oktroireform aus. - Herr Asprron
Brussel bestnnmt. Auf , 9 - Anreauna beS öerttcur an die Bevölkerung beruhigende Bekannt- sprach für die Brauereien gleichfalls gegen das Oktror, das
Fortsetzung der dieSiahngen Beratungen auf ^gung des j ber fcinc Ruhestörungen zugelassen werden nach dem Entwurf nicht nur auf Bier, sondern auch cmf
Herzogs von Mecklenburg und von Janssen-^rüffel die Frage I versuch zur Erregung von Unruhen auf das ent- Kohlen und Hafer gelegt werden solle. — In scharf Werse
internationaler Vereinbarungen zum Zwecke der Aufrecht-1 p^^denste unterdri'E wird. protestierte Herr Jaskowsky namens der Wirte gegen
erhaltung der Ordnung in den Kolonien gesetzt. — Die Mn- kaiserliche Erlaß vom 3. Marz über die Be- die neuen Belastungen, die dem Gastwirtestand, der schon
alieder des Instituts wurden heute mittag vom König in ratnng allgemeinstaatlicher Fragen wird von den Gouver- genug zu kämpfen habe, anserlegt würden. Auf Fletsch, länaerer Audienz empfangen. neuren verschieden aufgefaßt. Der Minister des Innern Brot und Bier sollten dem Gastwirt neue Lasten fallen.
^Danaer 27 April. (Hcwas.) DerForschungSreisende arbeitete daher als Richtschnur für die Gouverneure Be- Wenn man 47 Pfg. Oktroi pro Hektolrter Bier verlange, /mArnn:a Z Seaonsac wurde am 8. April freigelassen stimmungen aus, welche der Ministerrat bestätigte. Diese sei ein Preisaufschlag auf das Bier nicht möglich, und der Ä 9rLnna verlasien um sich nach Marakesch zu be- Regeln u n t e r s a g e n die Beratung der den angekündigten Gastwirt habe die neue Last zu tragen. Richt nur ur sich und hat Amzong verlaßen, um pcy nach -ucaraie^ zu uv Ernten widersfwechenden Grundgesetze und sie unter- und seine Familie habe der Gastwirt zu zahlen, sondern «X r ist wühlender Fragen in Versammlungen der Semstwos, der auch für sein Personal! 170 Steuerzahler sollten von den
— Der englische Gesandte ^orothei angeroie)en ^uma un^ Adels. Die von der Regierung bestätigten 45000 Mk. 17 000 Mk. allein tragen. se: eine Unge- morden, nach Fez zur Ueberreichung des Beglaublgungs- mchaften dürfen die in dem Erlaß vom 3. März an- rechtigkeit gegen das meistbesteuerte Gewerbe, und dagegen " "r- gekündigten Reformen nur mit Ausschluß der lege er Beufuurg ein an die gerecht denkenden übrigen
- - — • - - • • * ■ < Steuerzahler, die ein Jntereije an guter Bedienung und an
dem guten Stand des Gastwirtsgewerbes in unserer Stadt hatten. — Herr Prokurist Hosch sprach als einfacher Bürgersmann gleichfalls sich gegen die Oktroireform aus. Sie bedeute eine Verteuerung der notwendigsten Gebrauchs-
interveniert. Ans brr Admiralität wie im Menernlstabe erklärt man, I Vertreter des Metzgergewerbes gegen bte geplante O.^roi. noch immer ohne Nachricht von Roschdjeswensky zu fein. erhebung, die sein Gewerbe am meisten betreffe und schädige-.
London, 27. April. Die im Hafen von Tfchifu liegenden daneben sei das Gastwirtsgewerbe in gleicher Weise mter- desarmierten russifchen Torpedoboote fetzen nach einer Meldung des essiert. 'Auf der einen Seite wolle mau die Metzger durch „Daily Telegraph* ihre Vorbereitungen zum Entweichen fort, Steuerabgaben belasten, auf der anderen Seite werde dieses werden aber von sapanifchen Agenten eifrig bewacht. Gewerbe nicht geschützt. Roch immer sei es den Bemühungen
"" — / \ . "U ~~ I der Mehgerinnung nicht gelungen, daß auch das auswärtige
Auß-land ttt Sturm und Drang. Fleisch ins Sck)lachihaus muß. Für ein mittleres Metzger-
2ic Befürchtungen wegen der ruffif chen geschäft mache der neue Oktroientwurf ca. 800Mk. Schaden Osterfeiertage verstärken sich. Es zirkulieren Gerüchte, aus. Diese Ungerechtigkeit ici zu bekämpfen, und er spreche daß in der Osternacht Attentate gegen die Isaak- sich gegen die Oktroierhebung aus — Bäckermeister und Kasan-Kathedrale beabsichtigt sind. Bankhäuser, Pfeifer protestierte namens der Backer gegen die ge-
In Petersburg haben sich unter Führung des Senators Oktroi seien, weil sie die Lebens- und Verbrauchsmittei. Tischenhausen und des Stadtverordneten - Vorstehers des armen Mannes verteuerten, zu verwerfen. — Stadtv. Krassowskv zwei gemäßigt fortschrittliche Par- Petri erinnert daran, daß er zu den Stadtverordneten teien konstituiert. gehöre, die seinerzeit gegen das Oktroi gestimmt hatten.
Der Pariser „Figaro" veröffentlicht eine Unterredung — Herr Gr ün i g meinte, er sei zwar eigentlich auch Gegner
seines Petersburger Berichterstatters mit dem Finanz- der indirekten Steuern, aber um eine Erhöhung der Realminister Kokowzew, der im wesentlichen erklärte, die steuern werde man doch nicht herumkommen. Die anderen russische Regierung habe aus eine neue Anleihe in Städte hätten auch Oktroi. In Gießen sei das Bier beispiels- Frankreich wegen der Unruhe des Marktes verzichtet weise teurer als in Darmstadt, und das könne man be: und verfüge zur Bezahlung des Coupons über 452 Millionen beirt neuen Oktroientwurf mit Recht den Gastwirten vor- Rubel Gold, die im Auslande deponiert seien, was alle halten. Heute werde noch zu viel Fleisch eingeschmuggelt; Gerüchte über eine Zahlungsstockung entkräfte. die dadurch der Stadt entzogenen Beträge wurden auch
In Byalistok erschoß ein Unbekannter einen Soldaten einen Teil des Defizits decken können. Ein geringer Aus-- auf offener Straße. Später wurden drei Mann verhaftet, schlag der Oktroisätze werde wohl eintreten müssen. Im die mehrere Schüsse auf einen PolizLibeamten abgegeben nächsten Jahr werde wohl auch die Wertzuwachs steuer und denselben tödlich verletzt hatten. kommen. — In längerer Rede führte Stadtv. Krumm
In Sdunskaja Wolja iGouvernement Kalisch) wurde aus, daß er für gar keine Erhöhung des Oktrois zu ein Israelit, der einen Ballen Proklamationen hatte, ver- haben sein werde und daß er der gleichen Ansicht sei haftet. Eine Menge von Israeliten versuchte vergeblich unter wie sein Freund Vetters. Hier in Gießen könnte man Anwendung von Schußwaffen und Messern, den Verhas- schon ettvas höhere Steuern zahlen als in anderen Städten, teten zu befreien, wobei entt-w verwnnoet wurden. denn man habe hier die Universität, und die Zuziehenden —!—— — ---------l-u-jjl— aus den wohlhabenden Klassen würden durch eine kleine
Die Götloilrage in der Versammlung des I Steuererhöhung sich nicht abhalten lassen, da ihnen durch die Universität überwiegende Vorteile zuteil würden. Nicht gNirgttvcituis* für die Gewerbetreibenden seien die neuen Jn-
Gießen, 28. Aprü. I ftitutß usw geschaffen worden, die sich übrigens glänzend
Eine 2-300köpfige öffentliche Versammlung im Neuen entwickelt hätten und dem Stadtsäckel keineswegs zur Last Saalbau ist gestern abend einstimmig der geplanten Oktroi- sondern für die Beamten. Diejenigen, die unsere
erhebung resp. Wiedereinführung entgegengtfreten^Wt ben @tabt verschönert sehen wollen, für neue Kunstinstitute und Stadtverordneten waren erschienen: Bruck, ,^r. Ebel, wichen schwärmen, sollen es auch hinnehmen, die Eichenauer, Faber^ Gabriel, Keller, Krumm, Lob er, Orbig, dafür nötigen Steuern zu tragen.
Petri und Prof. Dr. Wimmenauer. Sämtliche Stadtv. und Nachdem ein Teil der Redner des Abends nochmals der Oberbüraermeister waren eingeladen worden. Herr ^te gekommen war, schlug der Vorsitzende folgende Horst, der den Vorsitz führte, begrüßte die Versammlung, Elution vor, die einstimmig angenommen wurde (nut die vorn Bürgerverein cinbcrufen worden sei. ^er Verein anwesenden Stadtverordneten und städtischen Beamien selbst enthalte sich der Stellungnahme und wolle nur Be-L^ben be{ ber Abstimmung aus): sprechungen wichtiger kommunaler Fragen herbeisuhren. ^n Die Stadtverordnetenversammlun diesem Sinne überlasse er es auch den heute Erschienenen, l n f ß b ß n Stellung nehmen gegen---
sich auszusprechen und eventuell Resolutionen zu fassen. Plante Erhöhung b ezw. Neueinführung von I Herr Horst gab dann ein Referat über das, was in der >" - -*« ------
l Okttoisrage in einer Vorverf ammlung des Vereins zum Ausdruck gekommen war. Für Deckung des Fehlbetrags von 45000 Mk. ist eine Erhöhung des Oktrois auf Verbrauchs-
I gegenstände vorgesehen, die nur wenige Gewerbe betrifft,
I was von diesen um so bitterer empfunden wird. Sind
I nun, so meint man, die 45000 Mk. Defizit nicht durch Streichungen im Budget zu vermeiden, dann erscheint es empfehlenswert, das Einkommen um das erforderliche Mehr von 6 Proz. zu belasten. Dann würde eine bessere Verteilung der Lasten erreicht; die starken Schultern der Besser-
gestellten würden den Mittel- und Arbeiterstanb, dem sonst die Lebens- und Gebrauchsmittel verteuert würden, stützen


