Ausgabe 
30.1.1905 Erstes Blatt
 
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an den Festlichkeiten teilnehmen.

nach jeder Richtung hin mit schönstem Erfolge abgeschlossen.

Summe zugeführt werden, sondern der Verein bewies auch

aus Anlaß der Allerhöchsten Vermählungsfeier am 2. Fe­bruar alle öffentlichen Amtsstellen des Landes geschloffen

von neuem, daß er unter der umsichtigen Leitung seines Dirigenten Leopold Gel l er unbedenklich an die schwierigsten

Lotterie. Da aus Befehl S. K. H. des Großherzogs

bleiben, werden die Ziehungen III. blasse 5. Lotterie vom 2. und 3. Februar auf den 3. und 4. Februar verlegt. Selbstverständlich richten sich alle Fristen und Termine, die von den Ziehungen III. Klasse 5. Lotterie abhängen, nach den neuen Ziehunqstagen.

** Kronenbauer'scher Quartett-Verein. Das Wohltätigkeits-Konzert des geschätzten Vereins hat

Komödie von Hermann Wolf-Ferrari,Die neu­gierigen Frauen", einen glänzenden Erfolg erzielt. Die Handlung ilt sehr dürftig und besteht darin, daß eine Anzahl lustiger Weiber auf geheime Zusammenkünfte ihrer Männer, vornehme Venezuaner, aufmerksam werden und alles auf­bieten, um hinter deren Schliche zu kommen. Nach vielen umständlichen Bemühungen gelingt es ihnen auch. Sie dringen iu den Klub ein und entdecken ihre Männer bei einem lukullischen Mahle, das sie fern von ihren holden Ehehälften sich in aller Harmlosigkeit und kulinarischer Ueppigkeit bereiten ließen. Die nach einem alten Goldoni'schen Stück bearbeitete Komödie ilt musikalisch höchst wirksam ausgestattet, eine Fülle reizvoller Melodien und neckischer Einfälle heben dieselbe weit über die Mittelmäßigkeit empor. Auch, die reiche, dekorative Alisstattung des alten Venedig das Stück spielt um die Mitte des 18. Jahrhunderts und besonders die vollendete Darstellung trug viel zu der animierten Aufnahme bei.

Hanau, 28. Jan. Freitag früh verschied in Kassel, wie schon kurz berichtet wurde, nach kurzem Krankenlager an den Folgen der Influenza Se. Durchl. Fürst Karl von Hanau und zu Horsowih, Graf von Schaumburg, im 65. Lebensjahre. Fürst Karl von Hanau war geboren zu

Stimmittel verfügend, zeigte sie namentlich ihr musikalisches Können in dem schwierigen Chorwerk von Gonvy, wobei sie die Hörer und den Chor hinriß. Dabei bleibt ihr Vortrag stets nobel, und die Wahl ihrer Lieder zeigte einen geläuterten Geschmack. Herr I. Ruzicka, der in allerletzter Minute für Herrn Hahn in liebenswürdigster Weise eingesprungen war, löste seine sehr schwere Aufgabe, fast vom Blatt weg, meisier- haft. Als Begleiter und auch als Solist zeigte er sich als ungemein gewandter Pianist. Das voll besetzte Haus folgte allen Darbietungen mit Interesse und kargte nicht mit seinem Beifall.

** Der Lehrer-Sängerchor Gießen veranstaltete am Samstag abend im Saale des Hotel Einhorn znm zweitenmal während seines Bestehens einen Liederabend, zu toelmem ich eine zahlreiche Zuhörerschaft eingesunden hatte. Das eigen­artige Programm fesselte bis zum Schluß, trotzdem außer eini­gen Zugaben von modernen Melodien nichts zu hören war. Es wurden ausschließlich Volkslieder aus dem 13. bis 16. Jahrh. zum Vortrog gebracht, die durch ihre ost reckt ursprünglichen Wersen ibre Wirkung auf die Anwesenden umsoweniger verfehlten, als die Cböre mit einer Reinheit und Kraft zum Ausdruck kamen, die bei der verhältnismäßig kleinen Sängerschar üoerraschen mußten. Eine Reihe von Liedern für Sopran und zwei Duette für Sopran und Tenor, deren Ursprung eben­falls bis in das Vierzeh ' Jahrhundert zurückreicht, wurden reckt wirksam wiedergegeben. Hier hätte bei den mit gut-r Technik und schönen Stimmitteln gesungenen Liedem ,J»n buht juöilo" von Prätorius undAbschied von Jnsbruck von 9i"gk die Klavierbegleitung etwas zurückhaltender sein dürfen. Mit einem flott gcffpielten Schwank von Hans Sacks sandm bi» Darbietungen einen würdigen und auch zeitgemäßen Ab­schluß Wie gut es der Lehrer - Sängerchor verstanden hat, seine Dchste zu unterhalten, geht wohl daraus hervor, daß die nach- olgenden, dem Tanz gewidmeten Stunden bis gegen morgen äst alle Besucher beisammen hielten.

** Feuer in Klein-Linden. In großen Schrecken wurde am Samstag abend um 9 Uhr das sonst so stille Dorf durch den RufFeuer" versetzt. Es brannte in der Hofreite des Ortsbürgers Joh. Weber. Das Feuer fand an den bedeutenden Heu- und Strohmaffen gute Nahrung und griff im Nu auf das Anwesen des Anton Weller über, welches bald lichterloh brannte. In kurzer Zeit war die Ortsfeuerwehr zur Stelle, aber man hatte an Wassermangel zu leiden. Zum Glück trafen bald die Wehren aus Großen- Linden und Heuchelheim ein, welche sich in anzuerkennender Weise um die Eindämmung des Feuers bemühten. Besonders bewährte sich der Wasserzubringer der Heuchelheimer Feuer­wehr. Auch die Gießener Feuerwehr war alarmirrt worden, doch war ihr Erscheinen nicht mehr nötig. Kreisfeuerwehr­inspektor Loos-Gießen erscyien auf der Brandstelle und leitete die Löscharbeiten. Die Frau W. und ihr lljähriges Töchterchen hatten sich schon zu Bette begeben und konnten nur das nackte Leben retten; das Vieh konnte man mit Not aus den Ställen bringen. Um 1 Uhr gelang cs, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Niedergebrannt sind die Hofreite des Herrn Joh. Weber und Stallung des Anton Weller. Die Scheune des Altbürgermeisters Philipp Germer ist angebrannt und erheblich beschädigt. Ein hiesiger Feuerwehrmann büßte nahezu sein Leben ein; er wollte auf dem Eise eines alten Stein­bruchs ein Loch hauen, stürzte dabei ins Wasser und kam unters Eis. Heuchelheimer Feuerwehrleute zogen ihn nach einiger Mühe heraus. Gegen IV/, Uhr trafen die Gießener Gendarmen ein. Man vermutete Brandstiftung. Der Besitzer Weber wurde um 1 Uhr als der Brandstiftung dringend verdächtig verhaftet und nach Gießen abgeführt. Nach der Aussage einiger Personen wurden in Haus und Scheune des Weber Zündschnur und eine Petroleumflasche aufgefunden. Leider ist der minderbemittelte Landwirt Anton

Weller nicht versichert, während Weber sich erst vor einigen Wochen versicherte. Schon während des Brandes weilten viele Gießener auf der Branditelle, und auch hepte strömten ganze Schaaren Gießener hierher, um die abgebrannten Hof­reiten zu besichtigen.

Die russischenStudenten in Darmstadt sollen ivegen ihrer kürzlichen Demonstration doch nicht bestraft werden. Es wird berichtet, der Rektor der Technischen Hoch­schule, Prof. Dingeldei, denke nicht daran, gegen die Demon­stranten in irgend einer Weise einzuschreiten. Er hat vielmehr lediglich die russischen Studierenden durch einen der Ihren ersuchen lassen, sich für die Folge aller politischen Manifestationen zu enthalten. Die russischen Studenten haben sich übrigens mit Rücksicht aus die Ereignisse eine frei­willige Trau erz eit von einigen Wochen auferlegt, während deren sie allen Vergnügungen jeglicher Art entsagen wollen.

j. Klein-Linden, 27. Jan. Einer unserer ältesten Einwohner, der frühere Kirchendiener Philipp Weigel IX., ift im hohen Alter von 81 Jahren gestorben. Ueber 38 Jahre war als Kirchendiener tätig und im Jahre 1901 konnte er sein goldenes Ehejubiläum feiern. Mit ihm ist einer der Gründer des seit 1854 hier bestehenden christlichen Posaunen­chors dahingeschieden.

§ Schotten, 28. Jan. Heute veranstaltete die Lehrer­schaft des Kreises eine zahlreich besuchte Abschiedsfeier für den scheidenden Kreisschulinspektor Backes. Die Feier nahm bei der Anwesenheit verschiedener Gäste, darunter Geheimer , Regierungsrat Schönfeld, einen schönen Verlauf.

> R.-B. Darmstadt, 29. Jan. Im Hoftheater hat

; heute abend die erste Aufführung der neuen musikalischen

$er belgliche Vertrag sichert dm beiderseitigen Ange- hörigen aegenieitige Befreiung vom Militärdienst zu. Belgien behalt sich btc Umwandlung der Wertzölle und Vc-rtragstarife in gleichwertige Ip^zisi'che Zolle nach vorh-nüger Zustimmung Deutsch­lands und Entscheidung enies Schiedsgerichts vor. Durch die er-, n ,_.D. .

Veicht-n Zollsätze erscheint unsere Ausfuhrindustrie vor umfassenden Nicht nur dem edlen Zweck kann wieder eine namhafte Zolländerungen während der Vertragsdauer g-sickert Ter neue'^ >

Vertrag bringt also eine im allgemeinen gleich-bleibende Zollbelast­ung unserer Einfuhr.

Ter Handelsvertrag mit R u ßland enthält folgende <Beftjimm»

nngen betr L and. .. I Aufgaben herantreten kann, ohne dabei seinem vornehmsten

250c? Stück ^wöchentlich erböht. ' Zubmitttcs A Zwecke, der Psleqe deS Volkslieder, untreu zu werden. Maßgabe des Fleischbeschaugegctzes zur E'.nfuhr zugelassm Letztere Johanna Diez ans Frankfurt iwteritützte das Konzert Bestimmungen können wegen ungewöhnlicher Gründe veterinärer I auch. Sie ist hier längst keine Unbekannte; über glänzende

- ------- Illl/, Uhr im weißen Saale des Residenzschlosses, zu gleicher

Die neuen Kandeisverträqe. Seit bie Sawr vor bet Orgel b« Hoskirche. Die Höchsten

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««tiräg? iJjlleMM? Ein"® 'u'n|e« »mlige $»'<> "»d d,» d-,

Politische Wochenschau). W. T. B. teilt daraus vorläufig Klg über den Schloßhof zur Kirche schreitet und die Ver­folgendes mit: inähliingszeremonie alsbald ihren Anfang nimmt. Die Em-

Jn dem Handelsvertrag mit Italien sagt ein neuer Artikel fegnung vollzieht bekanntlich Prälat 1). Walz. Beim Ring- 2 a die gemeinsame Prüfung der Frage der Anwendung der wechsel feuert eine auf dem Exerzierplatz aufgestellte Batterie ?1 1 * 8 e !"W beutfdjenairtrtter Loo Kanonenschüsse ab, worauf der Zug nach den Assemblö-

m tJtatten, und umgekehrt, zu. Eine Bestimmung regelt diel , c . c / af

wechielseitige. Anerkennung der Zeugnisse der wissenschaftlichen Ammern zurückschreitet und die Hochzeitstafel ihren Anfang ?bnstalten, die in Deutschland über die Beschaffung der zur Ein- nimmt. Zum ersten Mal ist die Bestimmung getroffen, daß bestimmten Biere, und in Italien über die Be- die Damenrunhc* Kleider tragen. Als Vertreter des >s i«

eingeraumten Zugeständnissen ist zu bemerken, daß für eine An- Pembroke of Montgomery m Darmstadt emtrefsen uno f0? Darifpositionen, die bisher von der Gestaltung der ~ *''* *

Handelsbeziehungen. Italiens mit anderen Staaten abhängig ®Tt:n.plc Fortdauer der derzeitigen Zollverhältnisse gewahrlegtet ist. Für die chemische Industrie bilden die erreichten Zugeständnisse eine Besserung der Bedingungen. In der Kategori" Farben, Farbstoffe und Gerbstoffe" werden, von einer belang­losen Steuer abgeiehm, sämtliche bisherigen Vergünstigungen wieder emgeraumt. Außerdem werden für eine Anzahl Positionen, deren Emfuhrwert über 13 Millionen hinausgeht, wichtige Zu­geständnisse erreicht.

v ... , . ysbae ordneten er»! Natur widerrufen oder Mifgehobeii werden. Mrt den Bestimmungen

Produktion zu verhindern. Die Avgeoro er übcT VeterinÜrfrage wiirde für unsere Landwirtschaft neben den

klärten, daß die Kohlenvornite in Mons fmt eNcyopsr ilno, reideminimalzöllen eine zweite wichtige Ermngen- mrr im Lütticher Gebiet sind noch bedeutende Vorräte vor- erzielt: das autonome Recht Ab we hrm a ßre g el n gegen

' Viehseuchen-Einschleppung wurde ausdrücklich bestätigt

r on rfnn Delegierte des Komitees der und von Rußland anerkannt. Artikel6 des SchlnßprotokoNs ge- Charleroi, 29. Jan. .^legierte oes « m Aufrechterhaltung der gemi sck en Ge-

Vereinigung der Bergarbeiter im Becken von Charleroi hu tr e id e t ra nsi t l a g er in Königsberg, Danzig, Altona imti heute eine Sitzung ab, in der sie sich dahin aussprachen, oay Mannheim-Ludwigshafen während der Ver-tragsdauer

mnn ^oenwärtia'nicht den AuSstand beschließen dürfe, Chemische und pbarinazeutiscke Erzeugnisse sind,Nicht besonders man gegenwärtig nrqr clilffordem, bei der Arbeit genaimt und werden künftig höhere Zölle tragen nnissen als bisher.

ÄSta °L Montag be« end- Bta Teerfarbstoffe .-mrde der atte Satz von 21 Rubuln er»M.

giltigen Beschluß fassen. Wir lassen einige Berliner Preßstirnmen folgen. So schreibt

^üttich 29. Jan. Die Bergarbeiter des hiesigen R-e st": Aus den Mitteilungen erhellt zwar die Höhe der

Beckens verlangen eine Lohnerhöhiing von 20 Proz. Es er- Zollsätze für landwirtschaftliche Erzeugnisse, dagegen sind die An- . v. . , f; r ' rx... Ausstand in Lüttich beschlossen deutungen über den Inhalt der V et eriN ar-Ko v en ti on zu

scheint ziemlich sicher,^dag der .ulsiiano m i i lückenhaft, mn eine saßgernäße Beurteilung dieser an Wichtig-

roirb. Die Arbeiter-Syndikate haben sich feit dem letzten v-er Höhe der Vicbzölle mindestens gleich kommenden Verem- Ausstand reger organisiert und verfügen über bcucutcni e | gestatten. Dagegen ist noch nicht ersichtlich, ob und

ß\pfSmitfpr Fn Mons scheint sich zu bestätigen, daß die inwieweit gegenüber diesen Konzessionen die Interessen wirsiamcn Grubenbesitzer die Forderung der Arbeiter ablehnen. Trotz- Trutzes unseres ^Verseuchung v-ll^-waM

dem glaubt man, daß es nicht zu eiv-m Ausstande kommen yrtc-j ^ie Handelsverträge erst nach genauer und

wird. vollständiger Einsickstnahme zu fällcii. Wie verfehlt voreilige

___ ' ------- r guna und Kritik sein können, bezeugt u. a. die Tatsache, daß

- . in der Veterinärkonvention mit Oesterreich-Ungarn das von letz­ter Arltss. terem verlangte Schiedsgericht nicht zugestanden ist. Auf Grund

Die Scklackt bei Sandepo. unrichtiger Verlautbarungen war wegen dieses angeblich nnertrag-

tem Grnrralstabr dom -8. E-'«r nachfotgmdr l.«'Lub j^g^' Mitteilungen die Stimmung de§ Srindlertums sonderlich den Kamps bet Smidepu am 2b. und .7 »nttuar. $om -6. Jan 1?frbrficnt wcrt,m; gibt keinen Handelsvertrag und kann keuien an begann dar ,>rmd, da er dm Ofs-mstve »u ergretsen vear mjt bem b£r Bund der Landwirte zusrteden wäre, denn

sichtigte, beträchtlich« Streitkraste °« Sandepu °"sammen. f der Bund Wohlgefallen hätte, stiesst kem

;uzichcn Am 2/ Januar ergrist nnere auf dem äußereru mit Deutschland Es hat fdjon Mühe genug gekostet, die

linken Flügel,posderte Kolonne die^^^Nenswe oegcn die^vom simigcn Vereinbarungen mit Oesterreich-Ungorn zu treffen

besetzten rvrs-r ^umapu und Poatsiaotm Süden von ^andevm ^erl. T a g c b \" schreibt, es sei nur korliatiert. baß der beut« T«n ganzen 4.ag über wahrte lsier nn h.fttger Kmnps ^ben Regierung die Indiskretionen der Wiener Blätter nicht ganz

Mitternacht eroberten wir SumapilUm>26 Januar ।m gCrommen feitt bürften. Gaben diese Mitteilungen der

ging eine andere. Kolonn^gegen «mdepu vor und Li||raÄiint Presse doch willkommene Gelegenheit, noch vor der

großen Teil dieses H-Migten Ortes, die B.feltigiingen, dInnung der Verträge im Reickistage den Agrariern gehörig von ^^ner dreizachen .^^^e kunltlicher Hindeniisse umgeben ,u gc6mJ Vorwärts" schreibt: Tie

warm, würben aber durch das rveuer unserer ^rttuemei mwt I iffentlichvng derRordd. Allg. Ztg." ist nickt nur unvoll- Wcftobigt. Ta sre ,b^nmogl,chkelt erkannten, das Endlich, iorbmi auch unübersichtlich. Die Zollermäßigung, welche

nngswerk ohne Bombartmiient zu nchmm tiext i e 6 e n untere I Legierung dm Pertragsünaten zugestanden l>at, fehlt

^.^bven vorläufig 'N ^and gefchoNene e^a ird e p U/ N'o e. I g^s-tenteils, und die von dies.m Vertragsstaaten den deutfchen Am 25° und 26°^'Janu^^wurd°^rnde0u^ü^°sc°in° Befestt^ngs- Artikeln eingeräumten Vertragszölle werden nicht e-nzeln auf«

Werk heftig besckossen, als unsere äußerste Kolonne bei Srurnapou t"-Nlvrr.

und Paotüav kämpfte, llnsere Kavallerie, die 8 Werst füdl^ <*>«,,«Reirfl

von Sandepu operierte, griff am 26. Januar eine lapanuchc I 4?CUT)u)C6 .FiCini*

Kompagnie an, schlua dieselbe und mackte 100 Gefangene, Im Berlin, 29. Jan. Man meldet aus Potsdam: Der allgemeinen müssen die Japaner bedeutende 33 crIu fte £ n{jer ^vaf hier mit den Prinzen August, Oskar und Joachim erlitten haben. I und der Prinzessin Viktoria Luise um 21/s Uhr ein und begab

Petersburg, 29. Jan. DerPetersb. Tel^gr.-Agent, sich nad; dem Stadtsckloß. Vorher war dort die Kaiserin cim

wird aus Tsckwnsjamutum von heute gemeldet: Die Aktion gegen! getroffen. Später mackten die Majestäten einen Spaziergang nach Sandepu wird fortgesetzt. Am 27. Januar beschoß unsere Sanssouci. Um 4^2 Uhr kehrte der Kaiser nach Berlin zurück Artillerie vom Norden und Westen her die starken Befestigungen Ter um 8.15 Uhr heute abend über das Befinden des des Dorfes Es fand ein Gefeckt statt, das bis zum Abend dauerte. P r i n z e n Eitel Friedrich ausgegebene Krankheitsberickt Am 26 Januar setzte unsere Kavallerie über den Hunho in der tautet: Im Lmife des Tages war die Temperatur zwisck>en 38,1 Nähe von Tsckitaitsi, rückte in ösllicher Richtung vor und stieß und 38,3, Puls 90, kräftig, wiederholt Schweiß. Abends wieder mit einigen Abteilungen japanischer Infanterie und Kavallerie, etwas größere Atemnot, mehr Hustenreiz. Die etwa 10 Kilometer von Sandepu, zusammen. Tie japani- Entzündung der rechten Lunge hat sich noch weiter ausgebreitet, scheu Abteilungen wurden durch Gewehr- und Artillerie- vie des Rippenfells hielt sich glllck. Auswurf, mäßig reichlich, feuer zerstreut und ließen Tote, Verwundete und Waffen I Trotz einer gewissen Mattigkeit sind die subjektiven Beschwerden zurück. Eine unserer Kavalleriekolonnen naljm über 30 Mann geringer. Kräftezustand und Nahrungsaufnahme sind aus- gefang en. Bei der Besetzung von Tschitaitsi und Mamaki reichend.

am 25. Januar batten wir 31 Tote. Verwundet wurden drei Ter Reichskanzler empfing gestern abend den Re- Offiziere und SO Untermilitärs, 20 Japaner wurden gefangen q(mten von Sacksen-Koburg, sowie die östreichisch-ungarischen Te- genommen. Aus Huanickan wird der genannten Agentur von Regierten zum Handelsverträge.

gestern gemeldet: Auf dem linken Flügel wird eine russischeTer Geh Oberpostrat, Vortragender Rat im Reichspostamt Offiziersvatrouille und zwei in den Rücken der Feinde enffandtc Franck, ist als Nachfolger des veickorbenen Ministerialsekretärs russische Abteilungen von den Japlinern bedrängt: beide Abteil- Wittko zum Tirektor im ReickxsPostamt ernannt worden.

ungen zogen sich zurück: 1 Offizier und 15 Untermilitärs sind In dem Festsaale des Mgeordnetenhauses fand gestern verwundet. Eine halbe japanische Kompagnie, welche einen mssi-l abend eine Gedächtnisfeier für Hammacher statt, zu sch^n Posten in dem Dorfe Litsaputsi überfiel, wurde von der der die Familie des Heimgegangenen, Minister Möller, die Mit- Artillerie beschossen und mußte fick zurückziehcn. Am 26. Jan. I gfieber der nationalliberalen Fraktionen des Reichstages und des beschossen die Japaner den Nowgorodhügel und das Dorf Tynd-1 Landtages, sowie zahlreiche. Freunde des Verstorbenen mit ihren jatun: russffchc Artillerie befckoß das Tors Nauganoa. I Damen erschienen. Der frühere Reichstagsabg. Böttcker hielt Petersburg, 29. Jan. Aus Sahetun wird vom 28. Jan. die Gedächtnisrede. Er betonte die unermüdliche Sck;afr'enskraft gemeldet: General Miscktsckenko wurde am Bein v er- Hanrmachers, der keine größere Befriedigung gekannt, als andere wundet, blieb aber an der Front. I fröhlich zu machen, und feierte denselben als einen der Urgrünber

Petersburg, 29. Jan. DiePetersb. Tel.-Ag." meldet und der eifrigsten Vorkämpfer der Nationallibcralen Partei, ab?

aus Saschetun von heute: Tie Kolonne, welche Sandepu an- Förderer der Bismarcksclpm Sozialpolitik und als Mitbegründer griff, bemächtigte Heb abends des größten Teiles des des deutschen Kolonialvereins. Gesang des Tomchors beschloß befestigten Torfes. Hierbei verlor sie 24 OffiziereIdie Feier.

und 1600 Tote und Verwundete. Es erwies fick aber, daß . « _l~ 1 1 'i"!.

der am stärksten befestigte nordöstliche Teil des Torfes durch das

Feuer der Russen nicht gelitten l-atte, und daß die Geschütze und ^IhUi Illit» XIV1 v.

Maschinengewehre aus diesem Telle des Dorfes gegen die russi- ai : P r, P n scn qa Januar 1905

scheu Truppen wirken konnten. Letztere räumten daher San- Sieben, oen du. Januar uuo.

depu und nahmen das Artilleriefeuer wieder auf.* Das Programm zu der Vermählungsfeier

Tas dritte russische Geschwader. des Großherzogs. Aus Darmstadt wird uns heute

Kopenhagen, 28. Jan. Nach einer privaten Meldung von unserem dortigen sck-Korrespondenten folgendes nut­zst die Abreise des dritten russischen Geschwaders, das nach geeilt: Nach dem soeben zur Versendung gelangten Pro- KtoÄSÄÄ*»,» ****.«.

Besatzung ausgebrochen war. Eine Besteigung dieser Meldung und der Prinzessin Eleonore versammeln sich die geladenen von anderer Seite liegt bisher jedoch nicht vor. I Herren und Damen am Hochzeitstage, den 2. Febrnar, um