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Unffel am 2Ä. November 1840 als der drittälteste Sohn Sr. fiömgl Hob. des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen und seiner Gemahlin Gertrude, Fürstin von Hanau, Gräfin «m Schaumburg. Der damalige Prinz Karl trat bei der lmhessischen Artillerie ein und war 1866 Premierleutnant.
11. November 1882 vermählte sich Prinz Karl von bauau zu Hannover mit Hermine Gräfin Grote aus dem hause Breese. Er nahm seinen Wohnsitz auf dem von ihm angekauften Gute Hohenborn bei Zierenberg 'und zog später nach Kassel, wo er eine Villa auf dem Müncheberg bewohnte und im vorigen Jahre eine Villa auf der Terrasse ankaufte, welche in elegantem Stile ausgebaut wurde. Nach dem Tode seines Bruders, des Fürsten Wilhelm, trat er in den Besitz des Fürstentitels und des fürstlichen Majorates, welches dt- Fideikommiß-Herrschaften Horsowitz und Jinec mit Bezdeditz 'm Böhmen umfaßt. Doch behielt Fürst Karl seinen Wohnfitz in Kassel. Fürstentitel und Majorat gehen nunmehr auf den zweitjüngsten Sohn des Kurfürsten, den Prinzen Heinrich, geboren zu Kassel am 8. Dezember 1842, über, welcher unvermählt in Berlin lebt.
Klein« Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Nach der „Frkf. Zig/ hat die preußische Regierung die „Niederlassung der „unbeschuhten Car- meliter" in der Gemarkung Biebrich-Mosbach definitiv 6 b g e l e h n t.
veriniichtes.
• D er Kais er als Retter in der Not. Eine unerwartete Freude durch den Kaiser ist den bei dem Erweiterungsbau des Plötzensee-Charlottenburger Verbindungskanals beschäftigt gewesenen Arbeitern zu teil geworden. Infolge plötzlicher Zahlungseinstellung des Unternehmers war eine Anzahl der Arbeiter um den sauer verdienten Lohn gekommen, welcher sich im Durchschnitt auf etwa 60 Mark pro Mann stellte. In Verbindung mit der zuständigen Behörde hatten die Arbeiter an den Kaiser ein Gesuch gerichtet und darin gebeten, sie doch vor Schaden zu bewahren, Nunmehr hat der Monarch die Anordnung getroffen, daß den Bittstellern der rückständige Lohn auf Heller und Pfennig aus dem kaiserlichen Dispositionsfonds gezahlt werde.
* Ein neuer Mädchen mord in Berlin. Das Dienstmädchen Bertha Konradt wurde am Samstag früh in ihrem Schlafzimmer im Hause ihres Dienstherrn in Lichtenberg bei Berlin ermordet aufgefunden. Ein ihr gehöriges Sparkassenbuch wird vermißt.
* Berlin, 30. Jan. In dem Hause Ecke Klopstock- siraße und Händelstraße erfolgte gestern eine Gasexplosion, diie das Haus in seinen Grundfesten erschütterte. Das Erdgeschoß wurde vollständig demoliert. Zwei Personen wurden verletzt und nach dem Krankenhause geschafft.
* Paris, 28. Jan. In dem Degenduell zwischen Lern General de Nonancourt und dem Bürgermeister von Toul Denis wurde dieser leicht verletzt. Genera be Nonancourt übersandte arch dem sozialistischenDeputterten Görault-Richard eine Duellforderung.
Kisenöähn-Zeitung.
— Die Arbeiten an dem Bahnbau Grebenhain- ledern stehen seit einiger Zeit infolge des Schnees still. Der große Durchschnitt bei Hartmannshain ist ziemlich vollendet. Die mächtigen Basaltmassen werden zum Oberbau, zunk Packlager intb als Schotter benutzt. Mit der Errichtung der Stationsgebäude bei Hartmannshain und Bermuthshain ist begonnen worden, 2Iu: der ca. 21 Km. langen Strecke sind an mehreren Stellen bie Gleise gelegt. Zwischen dem oberen Seemental und Gedern sind noch größere Terrainschwieriakeiten zu beseitigen.
Universitäts-Nachrichten.
Münster i. W., 29. Jan. Der verdienstvolle Zologe und und Schriststeller Prof. Dr. Landois, Direktor des Zoologischen Gartens, ein Original als Mensch, Gelehrter und katholischer 'Priester, ist gestorben.
Kandel und Verkehr. Wokkswirischaft.
Berliner Börse vom 28. Januar 1905.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2l/< Prozent.
Anfangs- u. Schlußkurse.
Oeft. Kredit.
-
211.25
211.10
Deutsche Bank
236.50
236.37
Darmstädter Bank
▲ -
142.60
142.62
Bochumer Guß .
239.75
240.10
Harpener Bergbau
212.50
213.00
Tendenz:
fest.
Märkte.
le. Frankfurt a. M., 30. Ian. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 18.50—00.00, Kurhessischer Mk. 18.50—00.00, La Plata Mk. 18.50—19.50, Kansas Mk. 18.50—19.50, Roggen (hiesiger) Mark 14.50—14.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.00—18.50, Frankenfelder Alk. 18,25—18.50,Hafer Mk. 14.50—15.50, Mais Mk. 12.50—00.00, Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.25, 2. Qualität Mk. 24.75
bis Mk. 26.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—23.25,1. Qualität Mk. 19.50—20.75, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.25, Roggenkleie Mk. 11.50—00.00, Maiskeime Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier.
fc. Frankfurt a. M., 30. Jan. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 488 Ochsen, 257 ans Oestreich, 27 Bullen, 9 aus Oestreich, 721 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 11 aus Oestreich, 284 Kälber, 251 Schafe und Hämmel, 1685 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 70—72 Mk., 2. Qual. 70—00 Mk., 3. Qual. 58—60Mk.; Bullen l.Qual. 63 bis 65 Mk., 2. Qual. 60—61 Mk.: Kühe 1. Qual. 66—68 Mk., 2. Qual. 59—61 Mk., 3. Qual. 49—51 Mk, 4. Qual. 39—41 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: l.Qual. 81—83Pfg., Lebendgewicht 72—76 Pf., 2. Qual. 72—76 Pfg., Lebendgewicht 42—46 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg., Schafe: l.Qual. 66—67 2. Qual. 54—56 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.: Schweine 1. Qual 59—60 Pfg., Lebendgew. 47 Pfg., 2. Qual. 58—00 Pfg., Lebendgewicht 46—00 Pfg., 3. Qual. 52—54 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh schleppend, Ueberstand bedeutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.
Spielplarc der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus.
Dienstag den 31. Januar, abends 7 Uhr: „Luise." Schauspielhaus.
Dienstag ben 31. Januar, abends 7 Uhr: Gastspiel der Frau
A. Botin nj „Der HüttenbeNher."
KirÄliche Vachrichten. Evangelische Gemeinde.
Montag, den 30. Januar, abends 8 Uhr, Bibel stunde im Konsirmandensaal der Johanneskirche. ____________________________________ Pfarrassistent Schul z.
Ucnelte lilrl^nmini.
Berlin, 30. Jan. In Charlottenburg ist auf der Sttaße der russische Student Merowitsch verhaftet worden. Etwa eine Stunde später traf das gleiche Geschick den gleichnamigen, mit dem ersteren aber nicht verwandten russischen Studenten, in der Kantstraße wohnhaft, in seiner Wohnung.
Waldenburg i. Schl., 30. Jan. Die Vertrauensmänner einiger Gruben des hiesigen Kohlenreviers haben den Verwaltungen ihre Bitten, betreffend Lohnerhöhung und Verkürzung der Arbeitszeit aus 8 Stunden inkl. Ein- und Ausfahrt, vorgetragen. Die Verwaltung der Steinkohlengrube Glückhilff-Friedenshoffnung in Niedevherms- dorf hat beschlossen, vom 1. Februar ab die Schichten- und Gedingelöhne zu erhöhen. Neuerdings ist eine ganze Anzahl von Leuten, die vor einigen Jahren nach Westfalen übergesiedelt waren, ins hiesige Revier zurückgekehrt.
London, 30. Ian. Die Regierung veröffentlicht ein Blaubuch, aus welchem hervorgeht, daß Dberst Doughusband im Einvernehmen mit der indischen Regierung Tibet Bedingungen auferlegte, die der Besitznahme eines Teiles vonTibet durchEngland gleich gekommen sein würden. Er verlangt eine Entschädigung, welche in 75 Jahresraten gezahlt werden sollte und England für diese Zeit im Besitz des Dschumbithales gelassen haben würde. Trotz des Einspruches der englischen Regierung hielt er an seiner Forderung fest, die dann von der Regierung in London um- gestoßen wurde, da Lord Lansdowne sich Rußland gegenüber dafür erklärt hatte, daß England weder tibetanisches Gebiet annektieren noch ein Protektorrat übernehmen, noch sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischen würde, so lange andere Mächte sich einer solchen Einmischung enthielten.
Die Vorgänge in Nutzland.
London, 30. Jan. „Daily Mail" meldet unterm 29. Jan. ans Warschau: Der englische Generalkonsul und der englische Prokonsnl wurden vou Husaren auf offener Straße angegriffen. Der Generalkonsul entkam nur dadurch, daß das Pferd des angreifenden Husaren in dem letzten Augenblick stürzte. Der vom spanischen Konsulat kommende Prokonsul wurde von zwei Husaren niedergeritten und durch Säbelhiebe be- denklich verletzt. Der kommandierende russische Offizier soll betrunken gewesen sein.
Petersburg, 30. Jan. Einer der verhafteten Redakteure der liberalen Zeitungen, welcher mit einem Kollegen nach 24sttindiger Hkst entlassen worden war, erklärte, daß ihnen der Grund dieser Verhaftung nicht angegeben worden sei. Nicht einmal das Bargeld, etwa 400 Rubel, das ihnen nach ihrer Verhaftung abgenonnnen wurde, habe man ihnen wieder zugestellt.
Paris, 30. Jan. Der Petersburger Korrespondent des „Petit Parisiew" meldet seinem Blatte: Der Zar verbleibt vorläufig in Zars ko je Selo. Es scheint sich zu bestätigen, daß er seinen Besuch in Libau zur Inspizierung des 3. Geschwaders abgesagt habe. Wie es heißt, werde der Zar die Arbeiterdelegation empfangen, sobald die
Ruhe überall tzviederhergestellt sein wird. Unterdessen! b au ent die Unruhen in der Provinz fort. Aus Petersburg ind vier Regimenter zur Aufrechterhaltung der Oichnrmgl nach Reval abgegangen.
Vom Kriege.
Tokio, 29. Jan. (Reuter.) Marschall Oyama meldet:/) Unsere Abteilung, welche Liutiaoku besetzte, hat in der letztrk! Nacht zwei mit überlegenen feindlichen Kräften ausgeführte Angriffe abgewiesen, freute bei Tagesanbruch griff eine arideres javanische Abteilung 12 Kilometer nördlich von Heikaitai an> und besetzte die feindliche Stellung. Die Russen machten in der vergangenen Nacht einen heftigen Gegenangriff auf die Abteilung, welche Heikaitai angegriffen hatte, wurden aber voll-, 'kündig zurückgeschlagen, freute besetzten unsere Truppen die Umgegend von Heikaitai. Der Feind, der in der Richtung auf Liutiaoku und Heikaitai stand, hat sich 'auf das rechte Ufer des Hunho zurückgezogen. Unsere Truppen nahmen die V e r- olgung auf. Die russischen Truppen gehörten dem 8. und 10. Korps an: sie umfaßten ferner das erste Korps und ein gemischtes Korps, bestehend aus Infanterie und einer Division Kavallerie unter Gteneral Mischtschenko. Wir haben 500 G e- angene gemacht.
London, 30. Jan. Reuter meldet unter dem 28. aus dem russischen Hauptquartier in der Mandschurei, daß am 27. Jan. der japanische linke Flügel der durch General Nvgis Truppen verstärkt wurde, während eines Schneesturmes heftig beschossen wurde. Der russische Angriff richtete sich, gegen einen Punkt 10 Werst westlich von der Station Schaho. Die Japaner räumten zwei Orte, die von den Russen besetzt^ wurden. Am 28. wuchs die Kälte und der Schneesturm. Die Kanonade wurde aufrecht erhalten. Wind und Schnee wirkten zu gnn sten der Russen. Aus den Meldungen vom 28. Jan. geht hervor, daß die Japaner weiter zurückgehen. Die russische Kavallerie wurde angeblich um 16. Kilometer vorgeschoben. Am 27. Januar flog ein japanischer Pavierdrachen ht' die russischen Linien, der mit Photographien bedeckt war, welches zeigten, wie gut die Gefangenen in Japan behandelt würden. — Tas Reutersche Bureau meldet aus dem imssischen Hauptquartier 64 Kilometer südwestlich von Mukden unter dem 29. Januar: Der Kampf begann am 25. Januar und wurde durch Truppen von Osten verstärkt. Der rechte Flügel griff den japanischen linken Flügel an, und eine Abteilung brach ant 24. Jan. um Mttternacht aus und griff bei Tagesanbruch an. Zwei Dörfer wurden nach heftigem Kampfe genommen. Der ganze rechte. Flügel kam in den Kamps. Die russische Artillerie feuerte heftig. Die Japaner erwiederten kaum. Tie ganze Gegend ist reich an wohlhabenden Dörfern und völlig flach. Am 26. Januar wurde der Vormarsch fortgesetzt. Der Wind trieb den Japanern den Schnee ins Gesicht. Ein sibirisches Regiment erlitt 'schwere Verluste. Am 27. JaN. dauerte der Kampf fort, dehnte sich aber nicht auf das Zentrum intb den östlichen Flügel aus. Beide Armeen sind stärker an Artillerie als je zuvor. — Die „Morning-Post'" meldet <ns§, Schanghai vom 29. Jan: 40000 Russen sollen durch neutrales^ chinesisches Gebiet marschieren. — Der „Standard" meldet öu§' Tokio vom 29. Januar: Der Ausschuß des Repräsentantenhauses > beschloß, den Bergbauparagvaphen, durch welchen den Auslän-^ dem Bergwerksuntemehmungen in Japan verboten werden, aufzuheben.
Tscbifu, 29. Jan. (Reuter.) Von hier sind drei Dampfer mit 2000 Flüchtlingen ans Port Llrthur nach Odessa abge* fahren. Zwei von 25 Dschunken, welche Port Arthur am 25. Jan.1 verlassen hatten, trafen am 29. in Tschifu ein. Das Wetten ist kälter als je. Die Frauen waren so erfroren, daß man; künstliche Mittel zu ihrer Belebung anwenden mußte.'
London, 30. Jan. Wie „Daily News" aus Petersburgs meldet, habe Kurvvatkin die Unterhandlungen mit- Marschall Oyama begonnen.
Petersburg, 30. Jan. Hier gcht das Gerücht, daß/ die Russen bei Sandepn 10000 Mann verloren haben. i
Telephonischer Kursbericht.
F nnkfurt a. .W., 30. Januar.
3Ve% Reiohganleihe . . 101.95 Jp/o do. ... 90.20 31/0/0 Konsoto .... 101.95 30/0 do.....90.05
372% Hessen .... 100.15 3ll9% Oberbessen1 . . . 99.70 4% Oesterr. Goldrente . . 101.80 41 /n% Oesterr. Silberrente 100.50 4% Ungar. Goldrente . . 100.00 40/e Italien. Rente , . . 105.00 41/, Portugieser , . . 65.75
W/ Portugiesen 65.50 1% C. Türken .... —.— Türkenlose 130.40 4% Griech. MonopoL-Anl. 51.80 4äussere Argentiner 45.70
30/0 Mexikaner .... 33.20; 4,/g9/o Chinesen .... 92.40 Eleetric. Sehuekert . . . 141 50; Nordd. Lloyd . . . . 110.501
Kreditaktien . . . « , 212.80, Diskonto-Kommandit, . . 192.40j Darmstädter Bank . L . 143.20; Dresdener Bank .... 150.50; Berliner Handelsges. . . 165.50} Oesterr. Staatsbahn . . . 138.25 Lombarden 17.401 Gotthardbahn 192.00 Laurahütte 257.00 Bochum ...... 240.50 Rarpener 212.00 Staatsschatzscheine . . • —/
Tendenz: fest.
Wegen der Vermählung des Grotzherzogs von Hessen, beginnt die Ziehung UI. Klaffe der Hessisch - Thüringischen! Staatslotterie erst am 3. Februar d. I. ss30/^ ■
bewährteste Nahrung für / ’
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Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass mein innigst geliebter Gatte, unser guter Vater und Grossvater
, den 28. Januar 1905.
des neuen Friedhofes aus statt.
Die Beerdigung findet Dienstag den 31. Januar, nachmittags 3Va Dhr, von der
nn 67. Lebensjahre nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist.


