Ausgabe 
28.1.1905 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Erstes Blatt.

1905.*

1904 '

j 99.7Q

1906 1101,80

38.-

70.-

r. 10

ISO.

'gv-

flit

M.

10810

136.00

100.« 102.ifl 102« IM 100.10 10290 100.40 101.40 10220

9950 100.9)

SM

99.80

9980

102.25

.100

a.10

.400,

1906*

1911'

tu.

1909 11909

U-L

1100 Ir. 100 lr. 60 Fr. 80 r. 100 r. 100

:.5oo . 40

l 100

155. Jahvganz

62.« 187.- 158.50 127.- 412-

1909 1911 1913 1905

1907

ge- ber soll

Sa.

& 9tj

Zum Ausstand im Ruhrgeö^et.

Die enorme Zahl der Menschen, die bei diesem Aus­stand direkt und indirekt interessiert ist, schwankt zwischen Furcht und Hoffnunq. Der Furcht, daß der Streik noch lange Zeit anhalten könnte und damit die engsten Interessen großer Industrien geschädigt würden, und der Hoffnung, daß es-den preußischen Regierungsoertretern gelingt, einen Aus­gleich zwischen den streitenden Parteien zu stände zu bringen. Ein eigentlicher Generalstreik ist es trotz der großen Zahl der Streikenden doch noch nicht, denn es finb immerhin noch an die 50 000 Bergarbeiter im Rhein- und Ruhrbecken be­schäftigt. Es stockt demnach also die Kohlcnbesörderung nicht gänzlich. Dann ist die milde Witterung ein Gegner der Streikenden; es wird gemeldet, daß der Rhein eisfrei ist und die Schiffahrt bis Holland offen sei. Dadurch können Aus- landskoblen in großer Menge hereingebracht und den in­dustriellen Betrieben, die ihrer bedürfen, zugeführt werden. Dadurch ist möglich, daß einige Hüttenwerke, die die Ar­beit bereits niederlegen mußten, diese wieder aufnehmen konnten. Wenn die Bewegung noch lange in Fluß erhalten bleiben soll, müssen schon Zuschüsse von täglich nicht unter einer halben Million einlaufen. Am wünschenswertesten wäre es jedenfalls, daß die Bestrebungen der Regierung von Er-

9-1 .fr M 96.fr 100.7t 101.« 97., 97.,

Samstag 28. Januar ISOL

63b v-,»g«pr«,,r

67.50 34090 Illi .819.- 100.» 134.60 253- 08150 227.5° 913-2 21875 120.10

100j lOoj 10h 102.;' 96), 96.,V

begleitet wären und sowohl das Kohlensyndikat wie her V^ein für bergbauliche Interessen vor allem ihre schroff ab­lehnende Haltung ausgäben, mit der sie bis jetzt absolut nichts gutes angerichtet haben.

i-b. M. art. obt

101... 101.20 101.40 102., 102.60 95.70 91-

I 1001822.- 1.150 108.26 L150!

. .m>

General-Anzeiger ö

Amis- uni) Anzeigeblatt für den Kreis Sichen

. ' ' 96J('

*3

e.

ß.7 n.7 lr.20 Ir. 10 Fr. 15 1150 irr 45

1908.

1912.

,400 -- 100 864-50 (80

5>n der Sitzung der Siebenerkommission wurde bisher beschlossen, Streikunterstützungen in Geld vor- lauftg nur der Belegschaft von Bruchstraße zu währen, weil sie am längsten im Ausstande ist. Mit Verteilung von Viktualien an Notleidende begonnen werden

Li bau, 27. Jan. Ter Gouverneur ist nachts fyier eingetroffen. Mittags wurden an der Börse Proklamationen verteilt und mit Hurra ausgenommen. Andererseits rich­teten die Fabrikanten die Aufmerksamkeit des Gouverneurs auf die Bewegung, die nicht einen wirtschaftlichen Charakter habe. Me Arbeit ist überall eingestellt.

Feorossia, 27. Jan. Tie Hafenarbeiter stellten vor mehreren Tagen die Arbeit ein und forderten die Entlassung des überwachenden Hafenvorstehers. Tie Polizei ergriff entsprechende Maßnahmen und die Arbeiten' wurden heute wieder ausgenommen.

Kiew 27. Jan. Auf Befehl des Inspektors der Fa- brnen wurde tn allen Fabriken und Werkstätten der Stadt die vom Finanzminister unb dem Generalgouverneur von Petersburg erlassene Bekanntmachung angeschlagen. Tie stadt ist ruhig, doch befindet sich die Bevölkerung in Kopeke^ ^'regung. Das Pfund Roggenbrot kostet fünf

Zu den Unruhen in Radom wird noch gemeldet, daß etwa hundert Arbeiter sowie viele'Offiziere und Soldaten getötet worden seien. Später entstand em zweiter Kampf zwischen dem Militär und den Streiken­den, wobei 40 bis 60 Arbeiter sielen. Nachts schossen die Kosaken jeden nieder^ der sich aus der Ltraße sehen ließ.

2n Lodz sprengte die Polizei in der Nacht auf Tonners- tag eine Versammlung der sozialistischen Partei, den Bund'. Tabei sollen mehrere Personen getötet und viele verwundet worden sein. In der Stadt herrscht Anarchie. In den letzten acht Tagen sind 3 5 Dy­namitanschläge vorgekommen.

>908 b 1913 M125 11905 '

Bekanntmachung.

In der Zeit vom 21. bis 28. Januar 1905 wurden in hiesiger Stadt

gefunden: 1 silb. Stockgriff, 20 Mark und 1 Sturm­laterne;

verloren: 1 Portemonnaie mit 34.20 Mk. Inhalt, 1 rotes juchtledernes Portemonnaie mit 1 Mk. und etlichen Pfennigen und einem Dividenden- Schein des Eisenbahn-Konsumoereins von 85 Pfg. Inhalt, 1 goldene Damenuhr ohne Kette (im Deckel eine Photographie), und 1 schwarz, wollenes Tuch.

Zugelaufen ist: 1 weißer Spitz.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Gießen, den 28. Januar 1905.

Großherzoglicke- Gießen.

Herberg.

<1 !ii*2 h'' §7.76

1U |9(),60

* Ä

1*2 " j70 73

9

Jit. 24

Erscheint täglich außer SonmagS.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesstschen Landwirt die Lietzener Kamillen» Hält« viermal m der Woche beigelegt.

-totalwnSdruck u. Ver­lag der B r ü h l'schen Untvers.-Buch-u. Stein- brudetei. 9t Lange. IRebaftton, 6p>ebitum und Druckerei:

Schulftraße 7.

Adresse für Deveschen: Anzeiger Gietzeu.

Kn-nsvrechanlchlnßAr.51.

Ermordung eines Generals.

Ein Warbeiter des LondonerDaily Expreß" berichtet nach der Erzählung eines Augenzeugen die Schreckens­szene, bei der der hoch betagte Generali v. Ersels! einen furchtbarenTod fand. Der Schlitten des greisen Generals wurde von der erregten Menge in dem Augenblicke angehalten, als er zu den Truppenstellunaen fuhr. Tie Leute rissen den Kutscher vom Bocke und schrien dem General von allen Seiten zu:Werden Sie den Truppen den Befehl erteilen, auf uns zu schießen'?" Ter General gab keine Antwort und beschränkte sich darauf, dMr Kutscher wieder­holt den Auftrag zu.geben, weiterzufahren. Plötzlich erhielt er von einem gut gekleideten Manne m i t e i n e m S ch i r m einen heftigen Schlag über den Kopf, sodaß die Mütze zu Boden fiel. Tas war das Signal zu einer Attacke auf den General. Bon allen Seiten regnete es Hiebe auf den alten Mann, der aus dem Schlitten heraus­siel und wehrlos auf dem Boden lag. Er wurde so lange geschlagen und getreten, bis nur noch eine unkenntliche blutige Masse auf dem Pflaster lag.

natürlich richtig:Lieblingssch Wägeri n". Tie Groß­fürstin Sergius ist bekanntlich die Prinzessin Elisabeth Herzogs SckMestrr der Zarin und unseres Groß-

Lodz, 27. Jan. Hier ist der allgemeine Ausstand pro­klamiert worden.

wonatlich7ö Pf., viertel- whrllch Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2. viertel* jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzei'-n ir die Tc '.sn- mmer s vo mUrags J 5 ,,tr.

Zc "enmeis: mrswärtS 'J

- erantroox':t,a) i~»r den poüt. und iJ 3,.u Teil P. Wittlo; für ^Stadt und Land" und Gerrchtssaatt: August Goetz; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

Die Ereignisse in Ausland.

Nach Ansicht der russischen Regierung können die Ar- b-eiter-Unruhen nunmehr für Petersburg und Um­gebung als ziemlich beendet betrachtet werden. An eine Wiederholung des Ausstandes wird an leitenden Kreisen nicht geglaubt. Es tritt mlit Genugtuung hervor, daß man die Garden nicht länger zu einem derarttgen Dienst heranziehen möchte, weil dies revolutionäre Ge- sthle wachruft. Tie Regierung behauptet, im Besitz von Ichwerwiegenden Beweisen zu sein, daß der ganze Arbeiter- Ausstand von Mitgliedern des revolutio­när en Komitees seit drei Monaten sorgfältig vor­bereitet worden ist.

In dem Bezirke zwischen der Alexandroivschen Stahl- gießerei und der Schlüsselburger Chaussee in Petersburg isi die Arbeit wieder ausgenommen worden mit Ausnahme e:ner chemischen Fabrik, einer Elekttizitätsfirma und der Stahlgießerei Atlas. Auf der Newskiwerft ist die Ab­rechnung mit beit Arbeitern beendet. Die meisten erhielten den Lohn bis zum Tage des Beginnes des Ausstandes; Diejenigen aber, die vorher den Wunsch geäußert hatten, die Arbeit wieder aufzunehmen, erhielten den Lohn bis zum 2». Januar. Tie Gehilfen sämtlicher Residenz apo- tdeken stellten am 22. Januar die Arbeit ein. Sie fordern den Achtstundentag, Erhöhung des Salairs, Be- ichrankung des Nachtdienstes und Vermehrrmg des Tienst- personals. In vielen Apotheken luurden die Forderungen.

24. ^anuar bewilligt; in den übrigen dauern die Ver­handlungen fort.

/u eingereichte Demission ist jetzt auf

i?^ietlen Wunsch des Zaren rückgängig gemacht worden, ^.er JJcintfter verbleibt auf seinem Posten. Der Priester Gapon, der bekanntlich flüchtig geworden ist, hat 30000 U u5 er Arbeiterkasse mitgenommen.

vermutlich um das Geld vor der Konfiskation zu retten.

Rationallibe raten unter der Führung des ' ^hrn. v. Hept haben einen schon in den Debatten des , Retchstags gemachten Vorschlag nur in Form einer Reso-> , lutton zum Etat des Reichsamts des Innern emgebracht,! aämlich: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Ärbeits-i ' 'tatu'tische Kommission zu beauftragen, tunlichst bald Unter-1 suchungen über die Verhältnisse des deutschen Bergbaus! anzustellen durch Vernehmung von Bergwerksbesitzern und Bergarbeitern, sowie durch Einziehung sonstiger geeigneter Informationen, zum Zwecke der Vorbereitung etwaiger reichs-1 gesetzlicher Maßnahmen.

Norddeutsche^ schreibt zu der angekündigten Ein-, bringung eines Gesetzentwurfes betr. Aenderungj de ^Berggesetzes: Der Weg zur Landesgesetzgebung sollj gewählt werden, weit es sich um Fragen handelt, die fast! durchweg nicht etwa allgemein gewerbliche, sondern spezifisch, bergbauliche Verhältnisse betreffen, und bei deren Regelung! auf die Eigenart des Bergbaues Rücksicht genommen werden muß. Ferner kommen auch wenigstens für jetzt nur Fragen des preußischen Bergrechtes in Betracht, was um so, mehr ins Gewicht fällt, als für dieses Sondergebiet die Ver-! hältniffe schon jetzt wesentlich geklätt sind, so daß der Gesetz-! entwurf in verhältnismäßig kurzer Zeit ausgearbeitet werden! kann. Endlich entspricht dieser Weg dem bisherigen Vor­gehen, da schon Anfang der 9Oer Jahre die damals not-> wendig gewordenen, auf die besonderen Verhältnisse der Berg-^ arbeiter bezüglichen Vorschriften nicht in der Novelle zur Gewerbeordnung vom 1. Juni 1892, sondern in der Novelle zum allgemeinen Berggesetz vom 24. Juni 1892 erlassen worden sind.

In den 18 Bergrevieren des Oberbergamtsbezirks Dort-' mund fuhren am Freitag von der Gesamtbelegschaft vons 244 958 Mann auf den stretkenden Zechen unter und übev Tag 50 737 Mann an; mithin fehlten 194 221 Arbeiter- gegen 194 715 in der vorgestrigen Schicht. Es ist demnach eine Abnahme der Streikenden um 492 Mann zu verzeichnen. In den einzelnen Bergrevieren sind insgesamt unter und über Tage eingefahren: in Hamm 326 von 1266, in Dortmund I. 2924 von 14030, in Dortmund II. 5518 von 18715, in- Dortmund III. 4023 von 16813, in Recklingshausen-West 1614 von 14001, in RecklingShausen-Ost 3144 von 14992, in Witten 3099 von 11014, in Hattingen 1732 von 8748, tn Süd-Bochum 2009 von 10062, in Nord-Bochum 3552 von 15274, in Herne 2942 von 60388, in Gelsenkirchen. 2641 von 15221, in Wattenscheid 3702 von 15998, in Oft-; Qrffen 2522 von 13467, in West-Essen 2791 von 6512, in Süd-Essen 2938 von 13831, in Werden 438 von 2011, in Oberhausen 4739 von 26615.

rc ^Allgemeiner Befriedigung wird von der Presse die q!t'^eßung der preuß. Regierung ausgenommen.

Tat nennt dieNationalztg." die Jnitiattve her Regier-- nng. TieTagesztg." gibt den Zechenbefitzern den Rat, nrnjt auf eine Machtprobe cm kommen £u lassen oder erst der Gewalt zu weichen", sie müßten doch erkennen, daß der, Langmut der Negierung auch gewisse Grenzen gesetzt fmfy

VMische Tagesschau.

Handelsverträge und Landbiindler.

R. Berlin, 27. Jcnr

~ T»er Zufall fügt es, daß die parlamentarische Beratung bcD Handelsverträge mit der großen Zirkusverscnnmlung des Bundes der Landwitte in Berlin zu'smnmenfällt. Tie Bündler werden nicht verfehlen, von diesem Agitationsstvff kräftigen Gebrauch zu machen, denn es gehört keine Prophetengabe dazu, vorauszusagen, daß dieunentwegten" Agrarier die Interessen der Landwirtschaft für nicht genügend berücksichtigt erachten werden. Hat doch die Dtsch. Tageszta." die Richtlinien für die agrarischen .^mdgeb- ungen vorgezeiclmet, unter reichlicher Verspottung des GrafeNi Bülow, der nickt einmal den Mut gehabt habe, die laufendem' Verträge rechtzeitig zu kündigen. Die Kündigung wurde zu einer! Bedetttung aufgebausckt daß man glauben konnte, die Existenz; der Landwirtschaft hänge davon ab, während es sich in Wirklichkeit um eine Form handelt. Dock das abrattsche Pronunziamento unrd; nicht alleirt dfe bereits abgeschlossenen Tarifverträge betreffen, sondern auch die weiterhin in Aussicht genommenen'bandelsvoli- trsckien Beretnbaruriaen. Es kommt da nantentlick in Betracht berj Vertrag mit den Vereinigten Staaten, für den die einleitendem Beratungen baldmöglichst beginnen sollen Das im Zirkus Busch ftp versammelnde Agrariertum wird, wie verlautet, die rücksickts- lose Kündigung ber.t mit Amerika bestehenden Meiste b e g ü n st t g u n g s v e r h ä l t tm sf e s ftrdern und einem frUrfmo fröhlichen Zollkrieg das Wort reden. Auch andere Leute al5 bie Agrarier beklagen es, daß die Union die Meistbegünstigungi deutscherselts genießt, ohne entspreck>eude tH'geugesckndnisse be»* nnüigt zu haben. Die anderen Leute sehen aber in einem Zoll» kneg mit den Vereinigten Staaten nicht das geeignete Mittel äur wirksamen Wahrnehmung bei deutsü-en Interessen, weil von;

Saratow. 27. Jan. Ter Ansstand dauert sort. Tie Öeirungen erschienen heute nicht, sie werden auch morgen nicht erscheinen. An der Stadt herrscht Ruhe.

, , a rr f a u ' 271 ^an- Ter Ausstand breitet sich aus; doch herrscht überall Ruhe.

. Aowno, 27. Jan. In einer heute unter dem Vorsitz des Gouverneurs stattgehabten Versammlung der Fa­hr: kb es itzer wurde beschlossen, das; ttost der schwie- rtgen Lage der Industrie die Löhne der Arbeiter nach Wiederaufnahme der Arbeit erhöht werden sollen und eme Kommission unter dem Vorsitz des Gouverneurs eingesetzt werde, um zusammen jmit den Vertretern dev Fabrikanten und Arbeiter die Fragen der Besserrmg der materiellen Lage der Arbeiter zu beraten.

Mit au, 27. Jan. Aus Riga eingettosfene Agenten organisierten heute morgen einen Ausstand. Ein ständig wachsender Arbeiterhaufe erzwang in den Fabriken und Werkstätten die Arbeitseinstellung. Militär tpurbc herbei­gerufen. Tie Arbeiter diirchzogen singend mit Fahnen die straften und verteilten Aufrufe. Patrouillen durchziehen d:e ©tragen.

TerSchles. Volksztg." zufolge wollen die Bergarbeiter, rm Waldenburger Kohlenrevier 20 Proz. Lohnerhöhung forH bern. Ta die Bewilligung unwahrscheinlich ist, liegt bety Ausbruch des Streiks in der Möglichkeit.

Riga und Maxim Gorki.

Daß der Dichter des Nachtasyls in Riga tatsächlich ' h/r?aItCt, toorbctt ist, wird jetzt amtlich'bestätigt. schicktGefangener von Riga nach Petersburg ge-

Bei den Straßenkämpfen in Riga wurden 4 2 Per f onen getötet (darunter 2 Frauen), 50 verwun­det. Emo gttoße Anzahl ist unter dem Düna-Eis er- Ä,nn Unter den Toten und Verwundeten befinden nch auch vie le Stud en teu. Es sind Kosaken dort ein- Watet sind geschlossen. Die Zeitungen - erscheinen nicht. 8 Soldaten wurden durch Revolverkugeln

ft ^Vettor der Sparkasse Remt- lchnew ist gestorben.

«n s in den übrigen Städten.

, A3att. In den ©tragen wurde heute I ^^i^^^^chung des Stadthauptmanns angeschlagen, Bezugnahme auf die in Petersburg veröfjent-

' n8nr^>,-h,nebU"0 des Finanzmunsters mitteilt, daß mit der Ees Gesetzes über die Verkürzung S belt' Jotoie der Ausarbeitung von,' Maß- welche dewArbeitern die, Beratung und Aensternng

LV Lc fl e S « n sollen. Tie Bekannt- sS t r,tu', daß keinerlei Forder- T 9kr6c?"ter-' tote gerechtfertigt sie auch seien.

; J u 111 lue]f6cn kannten, solange d i e Unruh en ^dauern und dm Arbeiter nicht zur Arbeit zurückkehren.

-ßl- tft noch nicht geklärt. In einigen Fabriken, in " Lastern die Arbeit ausgenommen wurde, wurde sie tnAn «Cr [°.tn i,cr Mannfakinrwarcn°Fabrik

ff* "ttt 6000 Arbeitern Tic Fabrik Zundel, sowie

JE;?tfetCien 1°ben bic Arbeit wieder ausgenommen. ?*e äelta"0cn. towb« wotflffi erscheinen. Alls Forderung en her Arbeiter in den Trnckereieii sind erfüllt ivordcn. T.er liemeinderat wählte eine Spezialrommission von 15 Mit-

um i!? be-f Irage der Arbeiterbewegung zu beschäftigen. Die Kommission wird während der Dauer der ^ewegung ständig sein, um sich bei den Fabrikanten und der ü-volkerung infornneren zu können. - heute nacht hat >rotzsu>rst Sergrus mit seiner Familie das Schloß oenssonci verlassen. Ter Weg, den er zurücklegte, war von einem riesigen TruMnaufgebot besetzt. Zwi chen einem tt-ahren Spalier von Soldalen raste der Wagen nach dem Nikolai-Palast, der neuen Residenz des 04roßftirsten, die sich innerhalb der Festungsiwerke des Kreml befindet. (Von der l^mahlin des Großfürsten war neulich an dieser Stelle üU. derLicblinMchwester des tdaccn" die Rede. Es heißt

tfio -/ fl.7> 97.-

- 47.-

1904 ä ®: 18 S: Z

ioo 471.GO

' 412.-

I r. 100 148.- U00 Kino 14016 Ir. 100 x.\VAÄ Öl 50