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Zweites Blatt
Nr. 251
155. Jahrgang
Mittwoch 25. Oktober 1905
Gießener Anzeiger
Erscheint »glich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Gießener Kamillenblätter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Eheistsch« Landwirt" erscheint inonatlich einmal.
Rotationsdruck und Verlag der Brübl'lcben Universitälsdruckerei. R. Lange, Dietzen.
Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.7.
Tel. Nr. 51. Tetegr.-Adr. r Anzeiger Dreßen.
General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Bekanntmachung.
Die Desinfektion von Wohnräumen und einzelnen Gegenständen betreffend.
Die durch unsere Bekanntmachung vom 8. November 1904, Kreisblatt Nr. 156, veröffentlichten Bestimmungen gelten bis kum 1. Oktober 1906, ebenso mit Zustimmung des KreiS- auSschusieS des Kreises Gießen und mit Genehmigung Großh. Ministeriums deS Innern vom 18. l. Mt§. zu Nr. M. d. I. II 34868 der durch die gleiche Bekanntmachung veröffentlichte Tarif.
Gießen, den 23. Oktober 1905.
Großherzoilicbes 51r<i?amt Gießen.
Tr. Breidert.
Bekanntmachung.
Betr.: Milzbrand zu Alten-Buseck.
Der unter dem Viehbestand deS Fr. Klug zu Alten- Buseck auSgebrochene Milzbrand ist erloschen und die Gehöftsperre aufgehoben.
Gießen, den 21. Oktober 1905.
Gr/ßherzogliiftes <'rri?nmt Gießen.
I. V.: Hechler.
KekMNlmachmrg.
Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier den zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim.
Samstag, den 28. Oktober l. I. findet die lieber« Weisung der Ersatzgrundstücke bezüglich der neu zugeteilten Gewanne 31, 32, 34 und 35 in Flur XX in dem zur Feld- dereinigung Gießen rechts der Lahn zugezogenen Heuchelheimer GemarkungSteil an Ort und Stelle statt.
Zusammenkunft nachmittags 2 Nhr am Bahnhof Heuchelheim.
Die Ueberweisung erfolgt vorbehaltlich der im Termin bekannt zu gebenden weiteren Bedingungen unter folgenden:
1. Meliorationsarbeiten können auf den überwiesenen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden.
2. Eigentumsveränderungen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen und Gräben und dergleichen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden, müffen die neuen Eigentümer dulden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bezw. zugeschrieben.
Friedberg, den 21. Oktober 1905.
Ter Großherzogliche Feldbereinigi'ngskommissär:
_____________Spamer. Kreisamtmann.______________
Bekanntmachung.
Großherzogliches Ministerium der Justiz hat als Tag, an welchem mit der Anlegung deS Grundbuches und Berg- grundbucheS der Gemarkung Allertshausen zu beginnen ist, den 1. November 1905 bestimmt.
Gießen, den 23. Oktober 1905.
Großherzogliches Amtsgericht.
Amtliche Nachrichten über Viebscu-brn.
Nachdem die in einem Gehöfte zu Büßfeld, Kreis Alsfeld, ausgebrochenen Backst ein bla ttern (Lptlaiifseuche) erl o sch en sind, ist die über dieses Gehöfte verhängte Sperre wieder aufgehoben worden.
Unter dem Schweinebestande des Johannes Brand in Wetter, Kreis Marburg, ist ein Fall von Rotlaufseuche amtlich festgestellt worden. Es ist Gehöftssperre angeordnet worden.
Keltischer Landtag.
Zweite Kammer.
R.-B. Darmstadt, 24. Okt.
Am Ministertisch: StaatSminisier Rothe, Geh. Staatsrat Krug von Nidda, und mehrere Ministerräte.
Die um 10 Uhr eröffnete Sitzung der zweiten Kammer tritt sofort in die Beratung der beiden Rückäußerungen der ersten Kammer, betr. die Gesetzentwürfe über die
Gemeindeumlagen und die Erhebung von Gemeiadcabgaben (WertzuwachSsteuer) ein.
AuSschußberichterstatter Dr. Gut flei sch gibt die Er- kläning ab, daß der Sonderausschuß einstimmig beschlossen habe, auf seinen im Ausschußbericht niedergelegten Ansichten und Beschlußfassungen zu beharren. Er vertraut dabei darauf, daß auch die Großh. Regierung fest auf ihrem Standpunkt verharren und sich durch die Verhandlungen in der ersten Kammer nicht beirren lassen wird. Sie möge auch in Zukunft dem Ausschuß Vertrauen entgegenbringen, die kleinen Differenzen im Ausschuß könnten die große Sache der Gemeindesteuerreform nicht berühren.
Abg. Molthan führt aus, wohl selten habe man am Schluß einer Landtagssession vor der Tatsache gestanden, daß zwei der wichtigsten Gesetzentwürfe, wie jetzt das Wahlgesetz und die Gemeindesteuerreform, unerledigt geblieben sind. Wir beklagen den großen Aufwand von Mühe und Arbeit, den die zweite Kammer darauf verwendete und den die erste Kammer mit einem Federstrich vernichtete. Wir haben die Verpflichtung, dem Unwillen der Bevölkerung darüber an dieser Stelle Ausdruck zu geben. Eines näheren Eingehens auf den Ausschußbericht deS Frhrn. v. Heyl sei er, Redner, enthoben dank der eingehenden Denkschrift der Großherzoglichen Regierung, die ja auf alle Ausführungen eine umfassende Antwort erteilt habe. Er wolle deshalb nur noch einiges über die grundlegenden Gedanken des Gesetzentwurfs hervorheben. Redner bespricht dann besonders die Beschwerden gegen die Gewerbesteuer, und gibt zu, daß die Bestimmungen darüber verbefferungsfähig seien. Ueberßaupt sei ja die Vorlage nicht vollkommen, sie habe ihre Mängel, aber sie stelle doch eine bedeutende Verbesserung gegen die bisherige Gesetzgebung dar. Er bedauere sehr, daß das andere Haus die Vorlage in einer Form verworfen habe, die jede Möglichkeit einer weiteren Verständigung ausschließt. Wir hätten noch in manchen Fragen nachgegeben und uns mit dem anderen Hause verständigen können, was jetzt natürlich völlig ausgeschloffen sei. Er drücke darüber namens seiner politischen Freunde sein lebhaftes Bedauern aus und hoffe, daß die Re
gierung die Vorlage dem nächsten Landtag alsbald wieder vorlegen werde.
Abg. Wolf bemerkt, der AuSschußberichterstatter dec ersten Kammer habe an den Grundsteuern eine starke Kritik geübt, die er nicht für gerechtfertiat halten könne. Er sei zwar anfangs kein sehr großer Freund der Vorlage gewesen, und habe mancherlei daran auszusetzen gehabt, aber er sei auch von der Begründung der Einwendungen in der ersten Kammer nicht überzeugt worden und werde jetzt für den Ausschußantrag stimmen. Im weiteren erklärt Redner, daß et die Steuer auf landwirtschaftliche Betriebsmitteln accep- tieren würde und bezüglich der Frage deS Schuldenabzugs den Standpunkt des AusschiiffeS teile.
Abg. Möllinger lueift auf Grund statistischer Aufzeichnungen den Vorwurf zurück, daß die zweite Kammer die Beratung der Vorlage in die Länge gezogen habe. Der Ausschuß habe 18 schwierige Sitzungen zur Durchberatung gebraucht. Er sei mit seinen Freunden mit den Grundlagen deS Gesetzentwitrfs einverstanden und werde auch dafür stimmen, daß die Vorlage seitens der Regierung in derselben Fassung dem Haiise wieder vorgelegt wird.
Nach einer Frühstückspause, während welcher int Sitzungssaal der Kammer einige photographische Gruppcn- atifnahmen der Abgeordneten stattfinden, erhält
Abg. Ulrich das Wort. Er rügt zunächst, daß sich die Beratung der Vorlage im Ausschuß der ersten Kammer in nur zwei Sitzungen vollzog, während der Ausschuß der zweiten Kammer 18 mühevolle Sitzungen darauf verwandte. Dann wandte sich der Redner gegen den Frhr. v. Heyl, der am Sonntag in einer Versammlung zu Worms erklärt habe, daß Art. 75 der Verfaffung (Durchstimmung der beiden Kammern) hier nicht zur Anwendung kommen könne, weil die erste Kammer die Vorlage weder angenommen noch abgelehnt, sondern sie der Negierung zur Neubearbeitung zurückgegeben habe. Das sei einfach eine Sophisterei und er hoffe, daß sich die Regierung nicht darauf einlaffen werde. Der Redner wendet sich dann in großer Erregung gegen die Rede des Frhr. v. Heyl in der ersten Kammer am 19. Oktober. Als der Redner dem AilSschußberichterstatter der ersten Kammer vorwarf, er habe Behauptungen wider beffereS Wiffen aufgestellt, gefälscht und gelogen, wurde er vom Vizepräsidenten Dr. Schmitt zur Sache gerufen und aufgefordert, sich in seinen Ausdrücken zu mäßigen. Redner betont dann weiter, eS sei unerhört, daß Frhr. v. Heyl der zweiten Kammer den Vorwurf der Charakterlosigkeit mache und von der sozialdemokratischen Partei behaupte, daß sie eigentlich von der Ablehnung der Gesetze lebe. Er rufe die ganze Kammer zum Zeugen auf, daß dies unwahr sei. Die Sozialdemokraten hätten sich stets an den praktischen Arbeiten in der Kammer eifrig beteiligt. Redner kritisiert dann noch eingehender den Ausschußbericht der ersten Kammer. Die ganze Art der Abfassung desselben sei charakteristisch für das System des Herrn v. Heyl. DaS von ihm als gerechtfertigt erachtete Prinzip der Gemeindesteuer führe dazu, daß dem Großgrundbesitz die größte Schonung zu teil werde, der reichste Mann im Lande habe unter dem Deckmantel der Fürsorge für die kleineren Leute seinen eigenen Besitz vvr höheren Steuern
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Kin neuer Kornau von Alfred Kolü.
Des reichen oberhessischen Bauern Dotzheimer einzige Tochter ist dem armen Fried feit früher Jugend gut. Es macht ihr nichts aus, daß er der Sohn eines Vagabunden und einer Leichenfrau ist, also der geringsten unter den geringen. Die Kinder haben sich zu einander gefunden, und sie 'sind einander treu geblieben, auch als Fried zu einem Schneider in der Kreisstadt in die Lehre ging. Draußen am Lindgesborn haben die Kinder Abschied von einander genommen an einem schönen FrühlingSabend. Vor ihnen hat das blühende Tal gelegen, im Donnerswäldchen haben die Vögel jubiliert, aber in ihren jungen Herzen hat der TrennungSschmerz Einzug gehalten. Zum Trost aber hat sie ihm ins Ohr geflüstert:
„Und was ich dir noch geben kann:
Ein Kuß ans meinen Mund, Daß du an mich gedenken sollst All Tag und alle Stund."
Und damals hat sie ihn zum ersten Male geküßt. Und dann sind die langen bangen Jahre der Trennung gekommen, aber kein Tag ist vergangen, an dem nicht eines des anderen gedacht hat.
Und alS sie sich dann endlich wiedersahen, da wußten sie, wie es um ihre Herzen stand. In der Spinnstube trafen sie einander täglich, und der Sohn des Kalmuck, deS Strolches von der Landstraße, war Abend für Abend bet „Heimführer" des reichsten Mädchens im Ort. Da§ gab Anlaß zu allerhand Klatsch: „Die Dotzheimermariann und der Fried—das wird ein schön Schlamassel geben!"
Und es gab wirklich ein „schön Schlamassel". Des Dotzheimer Großknecht Henner hatte es auch auf die Mariann oder vielmehr auf deren reiches Erbe abgesehen. Er ergriff die erste beste Gelegenheit, um dem Bauer klar zu machen, daß er nicht einem „gut Gesan" (Zauberspruch), sondern seiner Knechtshände Arbeit das blühende Aussehen der Aecker zu verdanken habe und daß er darum sein „Aere" (Schwiegersohn) werden wolle. Diese doppelte Dreistigkeit aber, um die Mariann zu werben und obendrein noch gar so „teufelhaft" die Kraft der „Gesane" herabzusetzen, das versetzte den Bauer in Zorn. Ein Wort gab das andere und Henner spielte endlich seinen letzten Trumpf aus; er sprach vom „Geisbock", mit dem sich die Marianne „verscharniert" habe. Damit freilich hatte er das Spiel ganz verloren. In wilder Wut jagte ihn der Bauer vom Hofe. Henners Worte aber hatten ibn schwer getroffen. Schon andere hatten ihm davon
getuschelt. Da kam eS ihm denn gerade recht, daß der ,,KargeS" durch den Hannpeter um feine Tochter für dessen Sohn geworben hatte. Ohne Verzögerung mußte die Mariann mit dem Matz „verkuppelt" werden, um allem bösen Gerede flugs den Boden zu entziehen. Die Mariann, deren Herz doch in allen Ehren dem Fried gehörte, fügte sich, wenn auch mit innerstem Widerstreben, des starrköpfigen Vaters unerbittlichem Machtwort, und der Matz zog auf den ,,Kuppelhof" als Schwiegersohn. Und als der alte Dotzheimer nach langem Kränkeln starb, da war die Mariann, des rohen Matz gehorsames und treues, aber täglich schwer mißhandeltes Weib, von aller Liebe vcrlaffen. Der Fried arbeitete wieder in der Kreisstadt. Und nun hatte er sich gar entschlossen, seinem Heimatlande auf immer Lebewohl zu sagen. Noch einmal aber wollte er die Mariann sehen. Und sie trafen sich wieder am Lindgesborn, wo sie einst als sorglose Kinder von einander Abschied genommen hatten, jetzt beide schwer von der Last des Lebens bedrückt. Noch einmal schauten sie einander in die treuen Herzen, in denen der Kummer aufgespeichert lag bis zum Ueberschütten, noch einmal küßten sie einander, — und bann schieden sie auf Nimmerwiedersehen.
Hier hätte die Dichtung eigentlich ein Ende, einen Aus- llcmg so stimmungsvoll imc den einer Schnmannschen Ballade. Doch wir erfahren noch mehr, was wir eigentlich gar nicht mehr wissen wollen.
Trotzdem, der neue Roman von Alfred Bock ,,'Ter Kuppelhof", der soeben bei Egon Fleische! u. Co. in Berlin erschienen und von der Verlagsbuchhandlung würdig und geschmackroll aus^-stattet worden ist, gehört zu dem Besten, was die hessische Romanliteratur an Schätzen besitzt, und Hessen zählt doch noch manchen begabten Romandichter zu seinen Söhnen: es sei nur an Holzamer und Knrillon erinnert. .
Tas neueste Buch Docks ist, toie die meisten feiner Romane, tragisch, aber es stimmt doch keineswegs traurig. Es ist ohne alle Sentimentalität. Und wenn ihm alles Pathos fehlt, so ist es dafi'ir von einer erfrischenden, kräftigen, würzigen Aernhastigteit. Und es ist mit echter Kunst geschrieben Ter Stil ist von äußerster xnap^heit, kein teort eines Satzes ist überflüssig, jedes vielmehr fugt sich mit zwingender" RotN'endigieit und gleichzeitig unfehlbarer Treffsicherheit cm das andere. Was z. B. Holzamer auf 7 Seiten auseinanderzusetzen pflegt, indem er für einen einzioen Gedanken, für ein einziges Geschehnis immer neue Worte und immer neue Variationen anwendet, das fagt Bock in zwei, drei kurzen Sätzen. Diese Knappheit aber gibt dem Ganzen etwas ungemein Sicheres, schafft einen festen
Untergrund. Und in diesen ist eine Fülle blutvoller Gestalten, die Bock ohne den leisesten Zwang auf engstem Erdenflecke sich vor uns bewegen läßt, eingewurzelt. Wie jedes Wort des Buches zum anderen behört, so gehören diese Menschen zu einander, sie alte sind unentbehrlich« Teilnehmer an den lebendigen Geschehnissen des Buches, und diese Geschehnisse wiederum, ivenigstens die wichttgeren, sind von unabwendbarer Schicksalslogik diktiert. Tas ganze Buch ist aus einem Guß geschaffen, aus künstlerischer Teilnahme heraus gestaltet. Mariann und Fried, diese zarte, keusche Torfliebespaar, werden uns gleich zu Beginn des Buches lieb und teuer, und wir lassen von dieser herzlichen Liebe nicht auch nach beendeter Lektüre. Mit der dummen Tine in ihrer unerschütterlichen Liebesgläubigkeit und frohgemuten Opferwilligkeit haben wir inniges Mitleid, aber auch an ihrem schurkischen Henner in all seiner trutzigen, goliathstarkcu Knechtsgestalr nehmen wir reges Interesse. Ter alte, kränkelnde Dotzheimer, der Torfvagabund „Knl- muck", der landtagsmandalslüsterne, tief in den Schulden bei Moritz Edelschild steckende Bauernbündler „Karges", der rüde, aber wirtschaftliche Matz, die Dorfhexe Wonnigen, die barmherzige Lore, ja selbst der kaum in die Erscheinung tretende Meister Unverzagt, der an Rabesche Romanfiguren von fern erinnert, — sie alle erstehen leibhaftig vvr uns, und wir fühlen und denken und handeln mit ihnen allen. Und ist nicht der Mutterkundschastsbrief der den Tod ahnenden Tine an ihren mit ihrer Barschaft auf Nimmecwieder- wiedersehen verschwundenen „Schatz", ttotz seines köstlichen und echten Humors, von einer so unendlichen Treuherzigkeit, einer solchen anbetungswürdigen Herzenseinfalt, daß man Tränen der Rührung weinen möchte?
Ter „Kuppelhof" von Alfred Bock, dessen letzte 10 Seiten wir freilich gern dreingeben möchten als überflüssiges, ja stimmungsstörendes Anhängsel, ist ein starkes Werk, das etwas vom kargen, spröden Stil des Epos unserer nordisch-germanischen Altvorderen in die Heimatkunst gebracht hat. Ts ist "ine schöne Erfüllung, aber ein noch wertvolleres Versprechen.
— Kaiser Wilhelm II. a ls Gelegenheitsdichter. Zn der englischen Sportzeitschrift „The Badminton" veröffentlicht Beshsvrt» eine Serie von Artikeln, die königliche Jagdschlöfser beschreiben. .Kaiser Wilhelm als Jäger wird den englischen Lesern in einer Schilderung von Letzlingen und den dortigen Jagden näher gebricht. In dem, Schlosse befindet sich ein Geschenk des Jagdfreundes unseres Kaisers, des Generals v. Arnim, der Adlerbecher. Wird aus ihm in froher Runde ein Umtrunk gehalten, so will es der vom Stifter eingesetzte Brauch, daß jeder, bet ihn erh.'bt. ein Verslein macht. In einem Buch sind diese poett- scheu Ergüsse von vielen Prinzen, Ministern, hohen Militärs und Beamten u. a., die sich dort des Kaisers Jagdfieundschast


