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Gießen, den 24. Juli 1905.
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Gießen, den 18. Juli 1905.
Der Kreis-Ausschuß des Kreises Bietzen.
Bekanntmachung.
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Polizei-Bervvdmmg,
betreffend die Benutzung der öffentlichen Brunnen und derstadtischen
Quellwasserleitung in der Stadt Gießen-
Aus Grund des Artikel 56 pos. 1 der Stad eordnung wird grurch nach Anhörung der Stadtverordneten-Berlammlung unter immung des Kreisausschusses und mit Genehmigung Grotzh. tkteriuins des Innern und der Justiz vom 15. -Rai zu ^-cr. g)L I. 13879 für Die Provinzial-Hauptstadt Gtetzen verordnet wie folgt: T
Die Benutzung der auf öffentlichen Straßen und Plätzen auf- aestelllen Ventilbrunuen der städtischen Quellwasserleitung ist nur &totSü HanSbeda'rf gestattet; jede Etergeheii^Ew- nnhme Don Wasser aus die en Brunnen, insbesondere zu gewero
ober l«nbro"rtid)aftl-d5=-t Zw-ck-n oder unter Verwendung von Schläuchen oder Fuhrwerken ist verboten.
Gleiches Verbot kann nötigenfalls vorübergehend auch für die öffentlichen Pumpbrunne» auf Veranlassung der Großherzogltchen ^"«^'Äes'L aü"t7»ff-n«lichc.. Brm.ucu dar, nur mit reinen Hubern, Eimern und kleineren Gefäßen entnommen werden.
Em unnützes Lausenlassen der Ventilbrunuen i|t verboten.
Beim Wafferholen gebührt dem znerft kommenden für die Füllung höchstens zweier Gefäße der Vorzug.
§ 2. .
Qebe Beruureinigttug der öffentlichen Brunnen, sowie öer zugehörigen Ständer, Schächte und Vorschachte, Ablamsichalen, Tröge und Rinnen, desgleichen das Ausspulen, Ab- und Auswaschen aller Art von Gegenständen, sowie das Waschen von Gemüse rc. und das Viehtränken an den öffentlichen Bruuuen ist unterlagt, unbeschadet der Befugnis zurEntnahme von Wasser zu etzterem Zweck.
Desgleichen sind verboten alle Handlungen beim Gebrauch der öffentlichen Brunnen, welche im Winter zu gefährlicher Eisbildung Anlaß geben können, ferner das Entleeren von Wasser m die Schächte der Pumpbrunnen und m die Vor- (oder Emlauf-) Schächte der Ventilbrunnen.
§ b»
Die unbefugte Eutziehung von Wasser ans der Qnell- ^raNerleitung, soioie jede den Bestimmungen iur den Bezug von Wasser aus dem Wasserwerk der Sladt Gießen widersprechende Benutzung der Wasserteilung ist verboten.
Bei Brandausbruch in der §sladt smd^ alle Zapfstellen der Privatleitungen bis nach Bewältigung des Feuers möglichst ge- ^^^dhreud"der Dauer außergewöhnlichen Wassermangels kann durch Bekanntmachung Großh. Bürgermeisterei die Abgabe von Wasser aus der Wasserleitung im Allgemeinen auf gewisse Tagesstunden eingeschränkt und im Einzelnen auf Veranlassung Eiotzh. Bürgermeisterei durch die unterzeichnete Behörde die Berivendung solchen Wassers seitens der Privaten zum Speisen von Spring- brunuen, nun Besprengen von Gärten und Trottoirs, sowie §u gewerblichen Zwecken vorübergehend untersagt werden.
Zuwiderhandlungen gegen diese Polizei-Verordnung und die auf Grund derselben erlassenen Verbote werden, sofern nicht höhere gesetzliche Strafen emzulrelen haben, mit Geldstrafen dis zu 30 IVk., an deren Stelle im Falle des Unvermögens Haft tritt, bestraft.
§ 5.
Diese Polizei-Verordnung tritt alsbald in Kraft.
Gießen, den 25. Mai 1893.
Grotzherzogliches Polizeiamt Gießen.
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Es ist die Wahriiehmung gemacht worden, daß aus den offent- üchen Ventilbrunnen Wasser zu gewerblichen und landwirtschaftlichen Zwecken entnommen wird. Da diese Wasserentnahme nach der Polizeiverordnung vom 25. Mat 1893 unter Strafe yestell. ist, bringen wir die bezügliche Bestimmung erneut zur offen Uchen Kenntnis. Wir haben unsere Organe beauftragt, Zuwiderhandlungen ^^'l^ießen, den 24. Juli 1905.
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Das Konkursverfahren über das Vermögen des Restaurateurs Anton Koch in Gießen wird, nachdem der in dem Vergleichstermine vom 17./20. Februar 1905 angenommene Zwangsvergleich durch rechts- kräftigen Beschluß vom 20. Februar 1905 bestätigt ist, hier- durch aufgehoben. B2B/7
Gießen, den 21. Juli 1905. Großherzogl. Amtsgericht.
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Geißle r, Gerichtsvollzieher.
Bersteigerung.
Donnerstag, den 27. Juli d. I., vormittags H Uhr versteigere ich auf dem Holzplatz des Phil. Earl Euler in Gießen, Hammstraße 24 einen zur Konkursmasse des ver- storbenen Heinr. Keßler in Lollar- gehörigen L3900
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im Auftrag der Konkursoerwal- tung gegen Barzahlung.
Die Bersteigerung findet bestimmt statt.
Bor n, Gerichlsvyll-ieher.


