Ausgabe 
3.4.1905 Erstes Blatt
 
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Ihnen be# hoben Orden vom Schwarzen Adler verlieben und meinen Geb. stabinettsrat beauftragt, Ihnen das Ordens­abzeichen zu behändigen. Wilhelm R.

Am Bismarck-Denkmal wurden beute zum 90. Geburtstage des Altreichskanzlers zahlreiche Kränze niedergelegt. Das Regiment der 7. Kürassiere widmete seine Svende mit weiß-gelben Schleifen©einem unvergeßlichen Chef", der Berliner Bismarck-AusschußDem Schöpfer des Reiches". Man sah ferner Widmungen des Osimarkenvereins, der Kameradschaftl. VereinigungFürst BiSmarck" zu Berlin, der Johanneslogeftürft Bismarck zur deutschen Eiche", des deutschen Turnerbundes, des Deutschen Turnvereins, des Deutschen Turnvereins Jabn aus Hohenfalza (mit schwarz- rot-goldenen Schleifen), der deirtschen Bürgervereine. Um 11.16 Uhr kamen zwanzig Abordnungen von Vereinen mit ihren Mahnen in Droschken angefahren. Sie stiegen nn5, senkten die Fahnen und legten weitere Kränze nieder.

Wie aus sicherer Ouclle verlautet, sind die Vor- gObeiten zur Reichsfinanzreform im Reichsschahamt er. l^digt. Der Entwurf ist im Wortlaut fertig gestellt; er soll, sobald der Kaiser von der Mittelmeersahrt zurückgekehrt ist, diesem vorgelegt werden. Der Bundesrat würde sich dann den Sommer über mit der Vorlage zu befassen haben. Der Reichstag wird dann so früh, etwa im Oltober, einberusen werden, daß die Vorlage in ihm durchberaten werden kann, ehe die Etatsberatung beginnt. Ta sonach in der dies­jährigen Tagung au° keinen Fall mehr eine der neuen Steuervorlagen an den Reichstag fommt, wird er wohl kaum nötig haben, allzu lange nach Ostern zusammen zu bleiben.

In der von Georg Bernhard herausgegebeneu WochenschriftPlutus" wird in einem Artikel über die Besteuerung der G. m. b. H. ein Fall von vier­fach er Besteuerung erwähnt: An der Oberlausigel Bank ist die Allgemeine Deutsche Kreditanstalt durch Aktienbesitz beteiligt. Ein Teil der Aktien der All­gemeinen Deutschen Kreditanstalt befindet sich wiederum im Portefeuille der Diskonto-Gesell chaft. £)ier wird also der Ertrag der Oberlausitzer Bank zu dem in Betracht kommenden Teil viermal versteuert, einmal von der Oberlausitzer Bank, dann als Erträgnis der Allgemeinen Deutschen Kreditanstalt, ferner als Gewinn der Diskontogesellschast, schließlich als Einkommen der Aktionäre. Ein steuerpolitisch keineswegs gerechtfertigtes Resultat.

Friedrichsruh, 2. April. Im B i s m a rcksm a u s o- leum fand gestern nachmittag eine schichte und ergreifende Trauerfeier am Sarkophag statt. Die Vertreter von 21 nationalen Vereinen und studentischen Verbindungen legten Kränze nieder. Kriegsgerichtsrat Dr. Reuter hielt einen poetischen Nachruf. Als Führer einer Abordnung des NeichS- tagswahlvereins in Hamburg hielt Professor Voller eine An­sprache, worauf die Kapelle des 76. Jnfant.-Negts. das niederländische Dankgebet spielte.

Hannover, 1. April. Der nationalliberale Reichs­und Landtagsabg. Senator Baurat W a llb recht ist heute an den Folgen einer starken Influenza im Alter von 65 Jahren plötzlich gestorben. Er war eine der ange­sehensten Personen in Hannover. Er gehörte zum linken Flügel der Liberalen.

Leipzig, 2. April. In Sachen des verkrachten Konsumvereins Leipzig-Connewitz, bekanntlich einer sozialdemokratischen Gründung, stehen neue Uebcr- raschungen bevor. Es handelt sich dabei um Rückvergütungen an den Verein, die in den Büchern unterdrückt sind. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittelungen angestellt. Im Zu- sammenhange damit steht die Verhaftung des früheren Oberschlachters des Connewitzer Vereins, eines jetzigen Gast- hofsbesttzers in der Leipziger Gagend. Gegen den gleichfalls verhafteten früheren ersten Geschäftsführer Bock wird das gerichtliche Verfahren demnächst eingeleitet werden. Er hatte 18 6 000 Mark Schulden nicht gebucht. Daß dies der Liquidationskommission entgehen konnte, erklärt sich dar­aus, daß vor vier Jahren neue Konten angelegt wurden, in welche man das damals vorhandene Guthaben der Gläu­biger nicht mit übertrug. Es sollte später beim Jahres­berichte mit vorgetragen werden, wurde aber zur gegebenen Zeit vergessen. Die Verein smitglieder büßen bei diesem Tohuwabohu ein: 1. ihre Dividende vom letzten Ge- schstftsjahr, 2. ihren Anteil von 40 Mk. und 3. 50 Prozent der eingelegten Spargelder.

Meiningen, 2. April. Die Zuscimmensetztmg der preußischen Strafkammer wird in allernächster Zeit vollständig neu sein, da sämtliche Mitglieder des Richter­kollegiums mit Ausnahme des Vorsitzenden Landgerichts- direktor Hertwig von hier fortfommen. Gerichtsassessor Gerecke lst zum Landrichter in Elberfeld ernannt worden, Landrichter Riedner wird nach Frankfurt a. M. versetzt, Ge­richtsassessor Klußmann ist zum Amtsrichter in Bürden er­nannt worden und Landrichter Simons hat die Beförderung zum Oberlandesgerichtsrat in Kiel erhalten. Zu der Acnder- ung im Richterkollegium mögen un erquickliche kolle­giale Verhältnisse, die seit Monaten unter einzelnen der Kammermitglieder bestanden, vielleicht nicht zum wenigsten beigetragen haben. Der Grund war die Anzeige des Assessors und Leutnants der Reserve Gerecke beim Ehren- genchte des Reserve-Offizierkorps betreffend den einmaligen Verkehr zweier seiner Kammerkollegen und anderer Juristen, die ebenfalls dem Reserveoffizierstand an- gehörten, mit dem sozialistischen Rechtsan walt Lieb­knecht aus Berlin. Die Anzeige hatte aber nur die Wirk­ung, daß in das kollegiale Verhältnis ein großer Riß kam; jetzt ist dieser beseitigt. (Thür. Hausfreund.)

Anstand.

Paris, 1. April. Zwischen dem General Bryöre and Pellet an war es wegen des vorgestern erschienenen Artikels des früheren Kriegsministers zu einer Duell- forderung gekommen Brp^re hatte als Zeugen die Generale Tuchesne und Metzinger bezeichnet. Pelletan hatte Llemenceau und den Abgeordneten Massie als Zeugen ge­wählt. Bei ihrer gestrigen Beratung erklärten nunmehr diese Zeugen, daß die Angelegenheit keineswegs ein Duell not­wendig mache.

Belgrad, 2. April. Hier geht folgendes Gerücht: Der Kronprinz befand sich aus einem Ausstuge nach einer

Save-Insel. Hier hatte der Kronprinz ein Renkontre mit einem Mazedonier, den er schließlich durch einen Schuß in den Kops schwer verwundete. Die Meldung ist unrichtig. Der amtlichen Darstellung zufolge verletzte der den Kronprinzen bealeitende Chemiker Resitsch durch Zufall einen am Ufer befindlichen Mazedonier.

Tanger, 2. April. Die Angelegenheit Gent he ist nunmehr endgiltig geregelt. Die zwei an dem Morde be­teiligten Marokkaner mürben zu lebenslänglichem Ge­fängnis verurteilt. Die Regierung wird für Errichtung eines würdigen Denkmals über dem Grgbe Genthes sorgen und für die Familie des Ermordeten eine Buße von 40 0 00 Fres. zahlen.

Tokio, 1. Apnl. (Reuter.) Prinz tmb Prinzessin Arisuaawa haben mit ihrem Gefolge heute die Reife nach Deutschland angetreten, um der Hochzeit des deutschen Kronprinzen beizuwohnen. Die Presse drückt die Hoff­nung aus, daß der Besuch das gegenseitige Gefühl des Vertrauens und der Achtung der beiden Länder stärken wird.

Aus Hladl und £nnd.

Gießen, 3. April 1905.

** Versetzung. Ein Drahtbericht aus Darm­stadt meldet uns: Der bei der Besprechung des Falles Schädel in der zweiten Kammer mehrfach genannte Ober­lehrer Prof. Dr. Karl Roack ist in gleicher Eigenschaft an das Osterggmnasium in Mainz verseht worden.

** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Oberlehrer an der höheren Mädchenschule zu Gießen Dr. Sommerlad den Charakter als Professor erteilt. Dem Polizoikommissär Prätorins -u Mainz wurde an­läßlich seiner Versetzung in den Ruhestand <y.tm 1. April 1905 das Ritterkreuz 2. Olasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Durch Entschließung Großh Ministeriums des Innern wurden die Lehramtsek^ssisien Dr. Ansfeldzu Laich ach, Dr Falter zu Schliß, F ranz zu Gau-Odernheim, Hey m a n n zu Oppenheim, Dr. Käser zu Darmstadt, Lahr zu Mainz, Nepp zu Oppenheim. Tr. Richter zu Gießen, Nodenhausen zu Friedberg. Dr. Ruhl zu Gießen, Schaum zu F_i?dberg, Spilger zu Darmstadt, Stein zu Dieburg, Unverzagt zu Maine, Wassern zu Friedberg zu Lehramtsassessoren ernannt. Der Landgerichtsrat am Landgericht der Provinz Ober­hessen Müller wurde auf sein Nachsuchen unter Anerken­nung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 16. April 1905 in den Ruhestand verseht. Ernannt wurden: der Finanzaspirant Faulstich aus Grünberg zum .Hilfsbeamten des Staatskommissars bei der Landes- hvpothekenbank mit dem AmtstitelRevisor", der Finanz­aspirant Gr e b aus Ulrichstein zum Ministerialregistrator bei dem Ministerium der Finanzen, der Finanz-aspirant Satt­ler aus Darmstadt zum Ministerialregistrator bei dem Ministerium der Finanzen, der Finanz^ pirant St e ff an aus Lampertheim zum Miuisterialrevisor bei der Buch- Haltung des Ministeriums der Finanzen, der Bauaufseher­aspirant Klober aus Groß-Zimmern zum Dammeister, der Bauaufseheraspirant Gilbert aus Allendorf a. d. Lahn zum Hochbauaufseher mit dem Wohnfttz in Wimpfen, die Bauaufseherasviranten Kögel ans Groß-Bicberau, Ma­ri n g e r aus Darmstadt und Kuhlmann aus Rauheim zu .Hochbauaufsehern, der Kanzleigehilfe bei der .HauptstaatS- kasse Eberhardt Stephany aus Lützen zum Kanzlisten bei dieser Kasse und die Geometer 1. Kl. Büttner aus Usingen Wald sch mitt zu .Wöllstein und Kalbfleisch zu Darmstadt zu Katasteraeometern. Am 1. April d. I. wurden versetzt der Pfandmeister H e n s l e r zu Fürth in den Beitreibunasbezirk Mainz IV, der Pfandmeister Wei­cher zu Groß-Gerau in den Veitreibungsbbenc? Darm­stadt HI, der Pfandmeister Dörner zu Michelstadt in den Meitreibungsbezirk Mainz IV, der Pfanbmeister Wei- r au<ch zu Bingenheim in den Veitreibungsbezir? Bingen. Am 1. April d. I. wurde der Steueraufseher Gimpel zu Mainz zum Pfandmeister für den Beitreibungsbezirk Mainz V und her Dammwärteraspirant Hofm ann aus Hamm zum Dammwärter ernannt.

** Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke. Einen vollen Erfolg für die Müßigkeitssache bedeutet die Versammlung, die der hiesige Kreisverein des deutschen Vereins aegen die Mißbrauch geistiger Getränke gestern in Langgöns veranstaltet hatte und bei der ernste Vorträge mit unterhaltenden Darbietungen in angenehmer Weise abwechselten. Die Bewohner von LanagönS und Um­gebung hatten sich so zahlreich eingefnnden, daß der ge­räumige Saab des Herrn Wentzel dicht besetzt war. Der Vorsitzende beS Kreisvereins, Oberstaatsanwalt Theo­bald, sprach über die schädlchen Folgen des übermäßigen Alkoholaenusses in gesundheitlicher, wirtschaftlicher und sitt­licher Hinsicht. Er wies nach, daß der Gehalt der alkoholischen Getränke an Nährstoffen so gering sei, daß sie als Nahrungs­mittel nicht selten könnten und widerlegte die Ansicht, daß der Alkohol den Körper erwärme und daß er Kraft verleihe. Die durch ihn bewirkte Anregung und Steigerung der Muskeltätigkeit ist nur vorübergehend, sie macht gar bald der Ermüdung und vollständigen Ermattung Platz. Der Alkohol nützt danach dem menschlichen Körper nichts, und die mehr als drei Milliarden, die jährlich in Deutsch­land für ihn ausgegeben werden, sind eine Luxusausgabe. Tieftrauriq sind die Folgen des Al ko h o lm i f; b r a u chs. Aus das Gehirn, den Ausgangspunkt der Verstandestätia- keit und des sittlichen Empfindens wirkt der Alkohol sehr rasch Lähmung erzeugend eilt. Daraus ergibt sich der Zu­sammenhang zwischen Alkohol und Geisteskrankheit und Alkohol und Kriminal'tät. 30000 Sklaven der Trunksucht verfallen jährlich in die Nacht des Wahnsinns, 150 000 in die Arme des Strafrichters. Eines der traurigsten Ka­pitel des Alkoholismus ist die von ihm ausgehende Schädig­ung durch die Vererbung. 19 bis 52 Proz. aller Epilep­tiker, 50 bis 60 Proz. aller Idioten stammen von trunksüch­tigen Eltern oder Großeltern ab! Der als eis'stger Kämpfer für die MäßigkeitSsache bekannte Pfarrer i. V. Hofmann wies in eindringlicher Weife und unter Anführung von drastischen Beispielen die Notwendigkeit der Dekirebungen des Vereins nach, die er im einzelnen darlegte. Dazwischen hatte Oberbibliothekar Dr. Heuser über oaS Thema ge­sprochen: Wie Deutschsüdwestafrika deutsch wurde. In ge­drängter Kürze wußte der Redner ein interessantes Bild auS der Zeit der Gründung dieser Kolonie xu entwerfen, die der Tätigkeit deutscher Kaufleute und dem alle eng­lischen Machinationen durchkreuzenden energisck)en Ein­greifen BiSmarcks ihre Entstehung verdankt. Reicher Bei­fall lohnte den Redner. Dankbar wurden auch von der gespannt lauschenderr Zuhörerschaft die musikalischen Dar­

bietungen ausgenommen. Frau Professor Rohn hat wiederum in gewohnter Liebenswürdigkeit ihre Kumst den Dienst der guten Sache gestellt. Neben ihr machten si Frau .Hauptmann Kramers ^rl. Kalb Henn aus Kirc gönS, Frl. Weber aus Langgöns, Frl. Vogt aus Gieß< und Studiosus Fink durch. Gesangs- und Maviervortrch um das Gelingen der Veranstaltung verdient. Auch Deka Strack-Leihgestern, der sicy um das Zustandekommen tu Versammlung eifrig bemüht, und der Ortsgeistliche, Pfarrl Weber, der sie wohl vorbereitet und durch Ansprache eröffnet und geschlossen hatte, haben sich den Dank de Vereins erworben.

* Die Reform der hessischen Gemeindest eue Gestern nachmittag fand im größeren Saale deS Hote Großherzog von Hesien eine vorn n a ti on a l l i b era l e Verein Gießen etnberufene, zahlreich besuchte Versarnrnlur statt, in der Stadtv. WolfSkehl aus Darmstadt überD Reform der hcsiischen Gernemdcsteuer" sprach. Der Vot tragende wusste mit seinen außerordentlich interessanten ur lehrreichen Ausführungen die Am'merksarnkcit der Erschieneru zu fesseln und erntete reichen Beifall. An den Vortrag selb! über den demnächst noch berichtet werden soll, schloß si eine lebhafte Debatte an, an der sich Prof. Dr. Bierme unfer LardiagSaba. Justizrat Dr. Gutfleisch, Brariere besitzer Bichl er und Oberbüraermeister Mecum beteiligte Leider konnte mit Rücksicht aus die vorgerückte Stunde uns Reichstaasabg. Kommerzienrat Hevligenstädt nicht, n er beahsichtiat halte, über die letzten wichtigsten Beschlü des Reichstags berichten.

* * Konzert. Ein 16jähriger rumänischer Violin-Vi! tuose konzertiert zurzeit mit einer Künstlerkapelle im Eas Ebel Heute abend R Ubr veranstaltet er sein leütes Konz^r!

* Hessisch-Thüringische Staatslotterie. 2 der heute begonnenen Ziehung der 6. Klasse siel ein Gewii non 50 000 Mk. auf Rr. 30229 (nach Delbenborst), t- Gewiim von 10 000 Mk. auf Rr. 30643 (nach Darm st ad Gewinne von 5000 Mk. auf Rr. 7680 31508 37662, E roinne von 2000 Mk. nuf Rr. 3675 8832 18366 185 18696 21377 31807 46422 46955 49455 54373 546 58556 59177 61792 66281 67159 76293 77276 781 80462 80771 86890 91048 91702 95145. (OhneGewäll

R. B. Darmstadt. 2. April. Der im vorigen Jahre < gründete Verein der hessischen Dürgermeifterei-Sekr^ täte hielt heut vormittag im Saal zur Stadt Pfungstadt sc erste Generalversammlung ab. Der vornehmste Zweck des Vere ist die Wahrung der Interessen der Gehilfen bei den JBürg mcistercien nach allen Richtungen hin, deren ganze Stell: und Besoldung vielfach bei weitem nicht den hohen Anforc ungen entspricht, die besonders in den größeren Land stad an diese Beamtenkategorie gestellt werden. Die unter dem Vo^ des Herrn H o r l e - Rüsselsh''im sta-ttgehabte Versammlung schäftigte sich hauptsächlich mit der Frage, welche Schritte ge werden können, um bei der bevorstehenden Beratung über; Neuregelung der hessischen Lcmdgemeindeordnung eine Wahn reit. Besserstellung ihrer 2knstellnngs- und Versorgungsverbältn herbeizuführen. Nach einem von Herrn Buchner- Weiser erstatteten Referat über diese Materie wurde ein Ausschuß wählt, der den Auftrag erhielt, eine gleich in der Versammli näher festgestellte Eingabe an die Großh. Rcgienmg und Volksvertretung zu richten. In d'eser Eingabe wird besond' das Ersuchen gestellt, die Verhältnisse der Vürgermeistereigehilk W größren Landgemeinden denen der Bürgermeistereisekretc der Stadtgemeinden entsprechend neu zu regeln.

R.V. Darmstadt, 3. April. (Eigeper Drah bericht.) Der Oberlehrer am OstergMnnasium in Main Pros. Dr. Julius Fink, wurde zum Oberlehrer am Gvr nasium zu Gießen ernannt, der Lehramtscrssessor T Albert Klein zu Ofsenbach zum Oberlehrer am Realgpy nasiu.m und der ReaVchiule zu Gießen, der Lehram- assessor Dr. Friedr. Adamv in Laubach zum Oberleh-i am dortigen Gymnasium, der Lehramtsassessor Ottfri Pr a e t o r i u S zu Friedberg zum Oberlehrer an der dortig Aucmflinerschrile, der LehcamtL-assessor Ferdinand Wern in Laribach zum Oberlehrer am Realgvmnasium und d Realschule zu Gießen, der Lehramtsassessor Otto Kn ar zu Gi e ß e n zum Oberlehrer in Gießen, der Lehramtsassess Ludwig W e i ß b a c t in Laubach zum Oberlehrer am Gy nasium in Laubach.

sd. Darmstadt, 3. April. (Eigener Drah^ bericht.) Prinzessin Ludwig von Battenberg gestern nachmittag mich Athen abgereist. Pri> Sigismund, der Sohn des Prinzen Heinri! von Preußen, ist heute vormittag 10 Uhr hier est getroffen.

f Laubach, 1. April. Unsere Stadt gedenkt Sommer ihr 5 00jährigeSBestehen durch.ein größer! Fest zu feiern.

Marburg, 31. März. In der heutigen Krerstas- sihung wurden 4000 Mk. bewilligt zu Vorarbeiten f! Weiterführung der Bahn Marburg-Ebsdorf-Dre bansen entweder bis L o n d o r f oder bis Station Muck In der Versammlung herrschte überwiegend Stimmung f das letztere Projekt, Da? sonach die meiste Aussicht auf 23(J wirklichung $at. (Fr. Z.)

* * Kleine M i 11 e i i n n r v § uS Hesse tt und b Nachbar st aaten. Die Familie Walzmeister Heinrich Illiq v K a tz e n f u r t wurde gestern nachmittag mit Drillingen - zwei Mädcben und ein Junge beschenkt. In dem ek Viertelstunde von Hobenlolms gelegenen Orte Erda sind mehr- Brunnen polizeilich geschloffen worden.

* Kleine Tageschronik. In Münster i. Wests, b sich brr beim hiesigen Artillerieregiment stehende Leutna i v. Romberg in seiner Dienstwohnung mit einem Revolt durch einen Schuß in die Schläfe erschossen. Der Selb' mörder war 21 Jahre alt und aus Weimar gebürtig. ' Deva (Spanien) verübte aus Eifersucht ein Mädche n Stril > gegen ihren (Miebfen und dessen Ätern ein D y n a m i t - A t e n t a t, welchem die ganze F a m i l i e z u m Opfer sie In D ü sseld o r f mürbe der Fabrikarbeiter Stonkiewi der zum Tode verurteilt wordrn war, weil er den Arbeiter Voi "rmordet und bermcht hatte, vom Scharfrichter Engelhardt a Magdeburg mitt^s Guillotine enthauptet.

Sport.

sid.) Darmstadt, 2. Avril. Der Frühjahrs-Gauttl deS blaues IX. des Deutschen Radfahrer-Bundes w: außer vom Gauvorstand von ca. 30 Delegierten auS Frankfu Mainz. Wrnsb-adeu, Offenbach, Gießen, Wetzlar, Nidda, Schic'' stein, Höchst ft. M. usw. vertreten. Auch für daS laufende Ja' sind wieder große sportliche VercmstalMngen vorgesehen; I ind hierfür 2605 Mark in den Voranschlag eingestellt. Veso' dereS Interesse hat die rm ^nli stattfindende Fernfahrt Stra' burg-Frankfurt, welche wahrscheinlich diesmal mit den süddei' scheu Vereinen gemeinsam ausgeführt wird. Der Clou des Pr' gram ms dürste die Gauwanderfahrt durch die Alpen bilde > an welcher sich eine Srößere Zahl Fahrer beteiligen werde DaS GauhandHuch wird dan Mitgliedern diemal v-ollständkg kostcf frei zu gestellt werden. Mit beßmderer Freude wurde die Mss teilung ausgenommen, daß der preußische VerkehrSminjster M Oberpräsidenten angewiesen hat daß die in Preußischen Äe-irM