rvrontag s. Apvn 19Oö
155* Jahrgang
VrfteS Blatt.
Ve»»ssp»sE»t monatuch7b P1^ otert* jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel« jährt. ausfchl. Bestellg. Zunahme von Anzel'«
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a bwärts '4 ä z. ^erantrooxti1^ für den Doltt und tj ,&-<• teil; P. Wtttto: für .Stadt und ßmtfr und .Gerichtsj aal^: August Goetz; für den An« zeiaenteil: DanS Beck
GietzenerAnzeiger
U General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt fiir den Kreis Gietzen
ir. 79 tügllch außer Honntag-. mGreßener Anzeiger rden im Weckfel mit n Keltischen Landwirt Gießener Zamtlien. itltt viermal in der Woche de,gelegt. tationSdruck u. 93er- l der Brü h l'fchen werl.-Buch-u. Stein« ideret. R_ Lange, bafthm, Ervedttwn tmb Drnckeret: Schulstratze 7. reffe für Depefcherr: lu-etger Gtetze«.
-nfprechonickluß Nr 51
Interessen der Industrie Malen wesentlich berührt
AeuUch-SüdweKafriKa.
Festmahl stattfand.
Die Universität Basel ernannte die Ingenieure Brandau und Pressel-Zürich, Locher-Genf, Sulzer-Lausanne und v. Kager sowie mehrere Universitäten den Professor Rosenmund, der die Srmplonmeffungen leitete, zu Ehrend do kt oren.
Simplontunnelfeier.
Jselle, 2. April.
Heute sand die feierliche Eröffnung des ©im* plont unnels statt. Um 8.30 Uhr vormittags fuhr der festlich geschmückte Sonderzug mit den italienischen Festteilnehmern von Domodossola ab und durchfuhr langsam dis
Strecke bis Jselle. Bei der Ankunft in Jselle ertönte« Böllerschüsse. Das Musikkorps spielte die italienische Königs» Hymne. Die Unternehmer des Tunnelbaues, an ihrer Spitzej Ingenieur Brandau, begrüßten die italienischen Gäste. Ja einem mit Laubgewinden, italienischen und schweizerische« Fahnen ausgestatteten Pavillon wurde das Frühstück einge-
deutsches Reich.
Berlin, 2. April. Der Kaiser richtete an Eisenbahn» Minister v. Budde aus Gibraltar vom 1. April folgendes Telegramm:
Nachdem die wasserwirtschaftliche Vorlage mm« mehr auch die Zustimmung des Herrenhauses gesunden hat, drangt es mich, Ihnen meinen Dank anSzusprechen für die aufopfernde Täligkeit, welche Sie diesen, für die wirtschaftliche Zukunft unseres Vaterlandes so hochbedeutsamen Werke gewidmet haben. In voller Anerkennung Ihrer treuen Dienste, welche |q wesentlich zur Lösung der Ausgabe beigetragen haben, habe
London, 2. April. Die japanische Gesandtschaft er« I hielt eine Meldung aus Tokio, wonach ein Eingeborener, welcher auS der Richtung westlich von Kirin eingetroffen war, mitteilt, daß die Russen und Ehungusen unter dem Befehl des Obersten Madutow sich aus der Umgebung von Hailing nach Norden zurückgezogen haben und daß sich der Feind in der Richtung von Kirin konzentriert.
Petersburg, 2. April. Zirka 10 Züge mit Proviant und Kriegsmaterial gehen täglich nach Wladiwostok ab. Das Blatt „Slowo" berichtet, daß eine Verdoppelung der Geleise der sibirischen Bahn in einer Gesamtlänge von 150 Kilometer vorgenommen wurde und zwar an solchen Orten, wo der Verkehr besonders stark ist.
Petersburg, 2. April. Aus Tientsin wird gemeldet, Marschall Oyama schloß nach der Einnahme Mukdens alle Stadttore und ließ hohe chinesische Beamte arretieren, darunter den Vertreter der höchsten Gerichtsbarkeit, Siena, ferner den Sekretär des Militärrats von Mukden, Ta, und den Direktor der vornehmsten Schule, Juga.
China.
Petersburg, 2. April. Die Regierung ist vertraulich davon unterrichtet worden, daß in den letzten Tagen zwischen China und Japan ein Geheimvertrag abgeschlossen wurde, durch welchen China sich verpflichtet, 5 0 0 0Oo Sol daten in dem Moment inS Feld zu stellen, wenn die Russen völlig aus der Mandschi,rei vertrieben sind.
Petersburg, 1. April. Die Japaner bekunden große Rührigkeit an der mongolischen Grenze. Chinesische Kreise befürchten, daß ein neuer Aufstand gegen die Europäer in China ausbricht. Die Propaganda dazu geht vom Inneren Chinas auS. Träger dieser Bewegung unter der Bevölkerung der Mandschurei sind die geheimen Gesell-! schäften „Hunnaenmum" und „isaili". Bei etwaigen ferneren Erfolgen der Japaner dürsten die Mitglieder dieser Gesellschaften, zu denen auch viele Führer der Tschuntschusen gehören, recht aktiv vorgehen.
Zu bett Friedensgerüchten.
Rewyork, 1. April. Von unterrichteter Seite verlautet, Roosevelt habe die Vermittelung zwischen Japan und Rußland abgelehnt, weil Deutschland, Frankreich und selbst England dagegen waren.
Tie japanischen Zolle
sollen am 1. Mai für Kriegszwecke abermals erhöht werden.
spricht gegen die Kanalvorlage. Frhr. v. Lau ds berg tritt im Interesse der Wests. Landwirtschaft und der nnt ihr eng verbundenen Industrie f ü r den Kanalbau ein. Abg. von! Burgsdorff bestreitet den Nutzen des Kanals für die Land- wirts^aft insbesondere für die Landwirtschaft Brandenburgs. In der Industrie werde der Kanal zu einer Steigerung der Menschen- Hypertrophie Westfalens führen und damit zu neuen frivolen Streiks unter Führung gewissenloser Agitatoren. Eine sol^ Wirtschaftspolitik nütze der Sozialdemokratie mehr als die W Hebung des Sozialistengesetzes. Frhr. v. Schorlemer spricht sich für die Vorlage aus. durch welche die Interessen bet und Landwirtschaft von Rheinland und Wests'*
Der Krieg.
Vom Kriegsschauplätze.
Tokio, 2. April. (Reuter. Amtlich.) AuS dem Haupt- Cartier der'japanischen Armee in der Mandschurei wird telegraphiert: Unsere Vorposten rückten gegen Hailung vor und ließen am 28. März morgens bei Schantschengtsu dreißig Reilen südwestlich von Hailung, aus 300 Mann russische Kavallerie. In Schantschengtsu ließen d.e Nmss-n ;000 Mann Reiterei zurück. Sie sind m einer Starke ,on 4000 Mann aus Hailung zurückgegangen. Zwischen Schantshengtsu und Jingtscheng, 35 Meilen nordwärts von Zunglscheng, befinden sich an verschiedenen Punkten große Vorräte an Cerealien. — Die Lage m der Gegend von Lschantschun und Kirin ist unverändert.
Petersburg, 2. April. Eine japanische um- aehungSkolonne wurde in der Gegend von Kirin beobachtet. 'Neber das Schicksal des 5. russischen Schützen- Regilnents fehlt jede Nachricht.
Am Samstag nachmittag rief man telephonisch aus m Polizeiamt auf der Konstantinowskagasse zu Lodz in Polizeikommis'sar Szatalo wicz hinweg, der Ü den letzten Unruhen einen Sozialisten erschoß. An der Wadzkastraße warf ein vorübergehender ärmliche gekleideter sann gegen den Kommissar eine Bombe, die ihn schwer ( den Beinen und am Brustkorb verwundete. Ein -rlizeischutzmann warf sich auf den Attentäter und machte h durch einige Säbelhiebe unschädlich. Die Bomben- plosion wurde in einem Umkreis von sieben Kilometern chört. Die Bombe bohrte ein Loch von zwei Fuß Tiefe xd zwölf Fuß Umfang in die Erde. Alle Scheiben in der Mstantinowskastraße und den anliegenden Gassen wurden (ttriimmert. Bei dem Mteutäter fand man einen acht- jmssigen Revolver, der mit sieben Patronen geladen war.
Der Verhaftung von zwölf Mitgliedern der revolutio- jren Kampfesorganisation, die in Petersburg in der vcht zum Donnerstag erfolgte, ist eine weitere gefolgt, tn Mann in der Kleidung eines Expreßboten fiel dem eheimagenten in der Nähe der Ausgangstür der Wohnung Prepows auf. Bei der sofort vorgenommenen Berhaf- :ng feuerte das Individuum einen fehlgehenden Revolver- hnß ab. Der Verhaftete besaß einen falschen Paß, der itf den Namen Sidorenko lautete. Aus den tn feiner Wohn- ng gefundenen Briefschaften geht die Wichtigkeit seiner Verhaftung hervor.
In der Petersburger Wohnung der verhafteten Leont- iwa, der Tochter des früheren Vizegouverneurs on Poltawa, fand man 10 Kilogramm Dynamit.
In Kutais (Kaukasien) überfielen vier bewaffnete eute den Eisenb ahnstationsv or st eher, als er 1 Begleituna von Bewaffneten in die Rentei fuhr, entwaffneten diese und nahmen dem Stationsvorsteher über ,0 0 0 Rubel ab.
werden. _
In der Spezialberatung wird die Bestimmung über MS Schlepp Monopol ohne Debatte angenommen. Professor Lön in g-Halle hält die Erhebung der S ck> i ff a h r t s - Ab* gaben für gerechtfertigt. Um diese Abgaben aber eilt* zufübren, werde eine Verfassungsänderung nicht zu umgehen fern. Minister v. Budde erklärt, der jetzige Zustand, wonach ans- sändische Waren ans inländischen Strömen ohne Abgabe tranK- portiert werden, während für inländische Waren Abgaben gezahlt werden müssen, sei ungerechtfertigt und unhaltbar Düse Uw* gleichbeiten zu beseitigen, feien die Schisfahrtsabgabeu besnmmt. Die Regiernna üb-rnchme die Verantwortung für die Durchführung der Schifsabrtsabgaben. Daß diese Abgaben nur im Sinne d"s 54 der Reichsverfassung erhoben werden können, sei ganz i>'sbstverständ^'ch. § 10. der die B^'-immung über die L-chisfahrts- abgaben enthält, wird angenommen. , . .
$rnf Mirbach begründet seine Resolution. Hierauf wird die Resolution Mirbach' .a b g e l e h n t hierauf wird § 1 ,bct Kanalvorlage angenommen. Bei § 2 giebt Minister v Rhein- haben namens der Regierung die Erklärung ab, daß sie tnt Absicht habe, in dem in Aussicht gestellten Gesetzentwurf em Beteiligung der Provinz an den Erträgnissen des ^chsippmonopols zu fordern. § 2 wird angenommen, ebenso der Rest der
9fofgt die Beratung der Resolutionen. Oberbürgermeister Dr Wil ms-Posen zieht seine Resolution zurück. Nach weiterer Debatte tr;r5 die Resolution der Kommission über den masn- I rischen Kanal abgelehnt. Angeuommen werden d« Resolnt!on''n über -'schkanäle noch L-'brte, Lildosbetm, Beine, sowie betr. die Kanalisierung der Mosel, Saar und Lahn. Dannt ist die Beratung der Kanalvorlage erledigt. Die Kanalvor-- tage hat nunmehr die verfassungsmäßige Zustimmung beider Däuser des Landtages gesundem
Nachdem der Gesebentwurs betr. die Schadloshaltung des herzoglichen Daufes Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg angenommen ist, ist die Tagesordnung erschöpft.
OberbürgermcifterS Wilms lPos-i^ Di- R-si-rung wird ersucht, die Verbesserung der Schsisahrtsstraße der Warthe zum Be- sahrrn mit^400^Tonnenschissen durch die Stadt Posen bis Lauban weiterrufübren c) Des Oberbürgermeisters K'örte-Kömgsberg auf Das Daus tritt zunächst in die Generaldiskussion über die Vorlage tm Ganzen m Verbindung mit der Resolution Mirbach ein Fr^. v. D ur an t spricht seine Genuatuung darüber aus, daß dre Regierung die Kanalvorlage kS^om rein wirtschaftlichen ^tandpmift aus behandelt hat. Wünschenswert wäre es, wenn bei der Erhebung der ^chisf- fahrtsabgaben ein Ausgleich ö^ü^bu Often unt> Westen statt- inhrn werde Redner werde der Vorlage zustimmen, hoffe aber, dik R^iermng von einer Weiterführung des Kanals Ad- stand nimm Adg- Bürgermeister Knoblauch-Bromberg fürchtet M wenn die Regierung die Verzollung den Ströme in Kraft treten läßt, der Osten weit mehr belastet werde als der Westen. Redner bittet den Minister um Auskunft üb!r^e muOnaßliche Höhe der Schissahrtsabgaben und fragt an, ob d^ EtzuVkENi einzelner Garantieverträge hie.Aus- sübs-una d<-s ganzen Kanalproiekts aefahrden könnte. Minister v Budde vernünt diese Frage. Rur wenn der eine Teil technisch nom äderen abhänge, werde der Ban des Sianzen bei Mlehn- uns eS« =in^n?n ©arantie unt-rbl-ibcn. Gras Hoben.bal
Berlin, 2. April. Nach einer Meldung General von Trothas vom 1. April trieben am 26. März Hotten- otten 60 Ochsen der Halbbatterie Stuhlmann aus Kransplatz nördlich von Gibeon ab. Hierbei sielen von der Viehwache 2 Reiter und 2 Buren. Die von der 10. Komgagnie aufgenommene Verfolg ung blieb c c ^.bc I nomnien. Dabei wurden Brandau zwei Bronzestatuen als nislos, da Regengüsse die Spuren verwischt hatten. Eine ^schenk überreicht. Um 10.30 Uhr setzte sich der mit Fichtenhalbe Kompagnie griff am 26. März von Groß-Heusis, etwa ,roe^en un^ g^ofen geschmückte Festzug in Bewegung. Die 50 Kilometer südwestlich von Windhuk aus eine unter 115 r£unne(münt)iing war mit italienischen, schweizerischen und dreaS den Kuiseb abwärts gezogene Hererobande an. Rutschen Fahnen dekoriert.
Nach fünfstündigem Gefechte gab der Feind seine Stellung Unter Musikklängen und Hüteschwenken der Festgäste tm& auf. Diesseits sind gefallen bezw. werden ver- weiter fuhr der Zug um 10.50 Uhr vormittags i« mißt: 1 Offizier, 2 Reiter und 3 eingeborene L Simp lontu nnel ein und kam um 12.18 Uh L Soldaten. Leicht verwundet ist 1 Unteroffizier. Vom nachmittags am Eisernen Tor des Tunnels an. Feinde fielen etwa 20 Mann. Zur Verfolgung des Gegners $ie ußten fünfzig Meter vor der Eisernen Pforte deS und zum Aufsuchen der Vermißten wurde eine starke Pa- Unnels hatten die italienischen Festgäste zu Fuß zurückgelegsi trouille unter Graf KÜnigsmarck entsandt. Eme halbe erwarteten nun den von Brig her kommenden schweizer^
Etappen-Kompagnie marschierte nach Windhuk ab, um lhre ^en mit den mit der O^ffnung deS Tors beauftrag
Verpflegung zu ergänzen. Die nunmehr in Windhuk emge- Persönlichkeiten. Um 12.15 Uhr hörte man durch die troffene 4. Etappen-Kompagnie wird der Patrouille Königs- hß^rte bcn Pfiff der schweizerischen Lokomotive; Jubelrufe marck umgehend folgen, um Andreas weiter zu verfolgen. ertönten und drei Minuten später tat sich das Tor crafa —---------- Hochrufe auf Italien und die Schweiz begleiteten den feier-
Die Kanalvorlage vor dem prenszrschen Herrenhause, ^^^n Vorgang. Der Ingenieur Brandau und der Berlin, 1. April. DOn Rovora einerseits sowie der Inge-
Die Kommission beantra-gt Zuftimmimg zu dem Gesetzentwurf I . eur Sulzer und der Bischof von Sitten andrer^ ieit§ Übertritten zuerst die Mitte des Tunnels und um- folgende Resolutionen vor: a) des Grafen v. Mirbach: Die Re- armten einander. Unter den Klangen der rtallenischen gierung zu ersuchen, in eine Prüfung dahin etnzutreten, ob lm^ schweizerischen Nationalhymne beglückwünschten sich die nicht im Gebiete des westlichen Kan aln e tz es dieserBor- c>^liener und Schweizer. Nachdem der Bischof von Sitten sLe^SchnÄl^tr^b^ Xi ®5t^7u4fflnfpra^e gehalten und ben Segen gtfpto^en batte, kehr einen besseren Ersatz der K-analstrecken ergeben würde, b) Des fuhren die schweizerischen Gäste nach Jselle, wahrend sich bte -J - ■ ■* - I Gäste nach Brig begaben, wo am Abend et»
Die keutiqe Dummer nmfakt Seiten.
Z«m Kaiserbesuch in Tanqer.
Abdel Malek sandte, wie aus Tanger gemeldet wird, -en Boten zu seinem Großneffen, dem marokkanischen Sul- t, mit einem Bericht über die Eindrücke des Kaiserbesuchs.
sagt angeblich in seinem Bericht, Deutschland er- me Marokko als ein unabhängiges Reich unter ■ Voraussetzung der Gleichheit der Rechte aller Nationen ' Deutschland werde nur direkt mit dem Sultan veredeln. ,,
Zur RedeDelcasses im Senat vom Frertag «chrervt i „Norddeutsche":
Auf die jederzeit zu widerlegenden Behauptungen canzösischer Blätter über einen angeblich deutsch-ftan- ösischen Mitteilungsaustausch oder gar über deutsch- ran zösische Verhandlungen wegen Ma- o k k o ist der ftanzifsische Minister des Aeußern nicht zu- ückgekommen. Auch deutete er mit keinem Worte an, daß r in absehbarer Zeit eine Anregung zu solchen Derhand- angen erwarte oder geben werde. Die gegenwärtrge iplomatische Lage ist mithin die, daß beide Mächte, )eutschland und Frankreich, in Fez über ihre marokka- ischen Interessen mit der Regierung des völkerrechtlich nabhängigen Staates verhandeln. Der Standort, von em aus die deutsche Politik die marokkanische Angelegen- eit beurteilt, bezeichnete der Reichskanzler in seiner rsten Rede vom letzten Mittwoch klar in dem Sinne, daß )eütschland keinerlei gegen die Integrität der Unabhängigkeit Marokkos gerichteten lb sichten hege, andererseits aber entschlossen fei, die rheblichen deutschen wirtschaftlichen Jnter- ssen zu wahren und daß es sich deshalb wegen er Sicherstellung dieser Interessen mit dem Sultan von Marokko in Verbindung gesetzt >abe. ,
Die ofsiziöse spanische „Epoca" glaubt nicht an das whandensein eines ernsten Konflikts bezüglich Marokkos. Mrlich sei jeder Mt des Kaisers eo ipso wichtig, aber chgebend sei nur, was Graf Bülow gesagt habe, und wo- ch Deutschland nur Sicherheit für seinen Handel verlangt, e Antwort Deleasses bestätige, daß Frankreich kernen fttten schädigen wolle. Al'o beständen zwischen dem ar if er und Berliner Kabinett im Grunde genommen <r keine Differenzen. Das MißverstänbniZ betr. ; Form werde unschwer aufgeklärt werden.
Wnß'and in Sturm und Drang.
Neue Attentate und Bowbenfunde in Rußland.


