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— Zollfrei! — Muster an Jedermann! —
Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich.
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Oldenburg, 1. Febr. Tas Reichsgericht wies bie Ablehnungsanträge der Verteidigung int Prozeß B rer- mann-Ruhstrat gegen alle oldenbur glichen Richter als n n b £ n t ü n b c t ä u r ü d. x
Kriefka steil der Redalition.
(?i uv ui) nie Anfragen bleiben nnberncknchngt.)
T. G. i. Kr. Ihre Frage läßt sich auf Grund der gemachten Angaben' nicht sicher beantworten.
A. M. Tas ist ein nüchternes langweiliges Nesi von etwa 15—20000 G-inroobnev, zumeist Katholiken, in öder Gegend.
eifernen Trägern der Brücke zu befestigen; hierbei (roten die Arbeiter ziemlich dicht zusammen; sie belastete» dadurch die Rüstung, brachten sie zum Bruch und stürzten etwa 5 Meter hinab auf das Planum der Lehrter Gütergleise. Die Arbeiter erlitten mehr ober weniger schwere Verstauchungen. 'Sret Arbeiter wurden alsbald in die Chariiö überführt, der vierte wird in seiner Wohnung behandelt. Die Untersuchung ist sofort ausgenommen worden.
" Kleine Tageschronik. Ter Kapitän des aus der Reise nach Kopenhagen am 31. Januar in Leith niigcfonimenen dänischen Dampfers „Kong Inge" berichtet, daß im ^msiord an der Küste von Island im Orkan ein Kutter und drei Boote unter® (linnen, wobei l .5 P e r so n e n c r t r———■
vermischte».
* Kaiser Wilhelm II. als Prediger. Aus London wird geschrieben: Von Dr. Davidson, dem Primas der bischöflichen englischen Kirche und Erzbischof von Canterbury, wird in einer Wochenschrift folgende Anekdote erzählt, die mit der irrtümlichen Ansicht ausräumen dürfte, daß Kaiser Wilhelm für den Text der Predigten bei Andachten auf hoher See (und solche hat er bekanntlich wiederholt auf der Pacht .HohenzoÜern" bezw. auf deutschen Kriegsschiffen gehalten) verantwortlich zu machen sei. Die Begebenheit trug sich im letzten Lebensjahr der< Königin Viktoria bezw. bei der Anwesenheit des Monarchen in Cowes, anläßlich der Regatta, zu. Königin Viktoria bat ihren kaiserlichen Enkel, dem Gottesdienste am Sonntag Morgen in OSborne anz^wohncn aber der Herrscher ließ ihr sagen, daß er zu seinem Bedauern der Einladung nicht Folge leisten könne, da er schon früher bestimmt hatte, den Gottesdienst an Bord seiner Pacht zu leiten. Königin Viktoria wurde durch diesen Bescheid nicht wenig überrascht und sie beauftragte den Bischof von Winchester (heutigen Primas) ausfindig zu machen, ob der Kaiser tatsächlich die Rolle eines Geistlichen übernommen IMe. Dr. Davidson wurde so liebenswürdig und zuvorkommend vom Kaiser empfangen, daß er sich schließlich ein
seinen Verbrauch so herunter, daß man bereits von einer Reduzierung der hohen Branntweinpreise spricht.
Fra nkfurt a. M., 1. Febr. Der Gemischte Ausschuß für die Ausgestaltung der medizinischen Anstalten hat in letzter Zeit zwei Sitzungen gehalten. Er hat es für zweckmäßig erachtet, die Akademiefrage vorerst gurücr* z ustel 1 e n und sich in erster Linie mit der als dringend angesehenen Vermehrung der Bettenzahl in den Krankenhäusern $u befassen. Tas Zahlenmaterial über die Belegung des städtischen Krankenhauses, Bürgerhospitals und Hospitals zum heiligen Geist während der letzten Jahre ist ihm zur Verfügung gestellt worden. Dir Mehrheit des Ausschusses neigt sich der Ansicht zu, daß eine Vermehrung der Bettenzahl im städtischen Krankenhaus sich als notwendig erweisen dürste. — Im Alter von 72 Jahren starb heute Kommerzienrat Johann Georg Karl Hoff, Teilhaber der bekannten Seidenstem a Gebrüder Hoff.
Frankfurt, 1. Febr. Im Hinterhause Emser,traße 36 kam es in der vergangenen Nacht zu blutigen Szenen. Dort wohnt im dritten Stock die Kutschcrsfamilie Friedrich Tanz. Der Mann, Vater von vier Kindern, ist ein Trinker, ber wenig arbeiten will und mitunter gewalttätig gegen Weib und Kind wird. Gestern forderte er von seiner Frau unter Drohen Geld und erhielt die letzten zwanzig Mark, die von der Frau gespart waren. Damit ging er aus, besuchte verschiedene Wirtschaften und betrank sich bis zur halben Bewußtlosigkeit. Nachts um 3 Uhr kam er nach Hause. Im Hof gab er aus einem Revolver zwei Schüsse ab. Auf den Knall hin kamen Schutzleute herbei. Tanz flüchtete m sein Zimmer und schoß drei Mal auf die Polizeibeamten, ohne icdoch zu treffen. Die letzte Kugel jagte er sich sebst in den Kopf. Aus dem Munde quoll eiy Blutstrom, Tanz "ick bewußtlos zu Boden. Tie Rettungswache brachte ihn rs Krankenhaus. Tie Schußwunde ist tätlich. (Ml. Pr.s
Herz faßte und fragte, ob der Monarch die Predigt selber versaßt hatte. „O, nein", erwiderte Kaiser Wilhelm, „das überlasse ich meinem Kaplan. Ich verlese die Predigt vor den Offizieren und der Mannschaft und lasse die Stellen aus, die mir nicht gefallen."
* Eine Hochzeit ohne Braut zu feiern, dürste den lustigen Bewohnern des wemfrohen Moselörtchens Bremm vorbehalten geblieben sein. Das heiratslustige Pärchen hatte die eheliche Verbindung aus einen bestimmten Tag festgesetzt und Essen und Trinken reichlich für das Fest vorbereitet. Da wurde die Braut plötzlich krank und konnte weder den be- deutungsvollcn Gang zum Standesamt noch den zur Kirche antreten. Doch das hielt die festesfrohe Hochzeitsgesellschaft nicht ab, an dem festgesetzten Tag Hochzeit zu feiern. Mit dem Bräutigam an der Spitze erschienen sie alle früh morgens im Hochzeitshause und ließen sichs an den aufgestapelten Eßware n recht wohl sein, damit, wie der Bräutigam entschuldigend bemerkte, „die schönen Kuchen und saftigen Braten nicht verdürben." Während die Gesellschaft ein frohes rjest feierte, lag die Braut krank in ihrem Kämmerlein.
* Zwanzig Jahre Mädchen und doch — ein Manu. Vor einigen Tagen fand int Münchener Krankenhaus rechts der Isar eine Versammlung von Aerzten statt, bei der cm ganz besonderer Fall demonstriert wurde. Es handelte sich um eine Person im Alter von 20 Jahren, die bis jetzt im Glauben gelebt hatte, ein Mädchen zu sein. Zufällige Umstände veranlaßten sie, sich vor kurzem in ärztliche Behandlung zu begeben, wobei konstatiert wurde, daß das vermeintliche Mädchen ein Mann sei. Die Person i|t im standesamtlichen Register als Mädchen verzeichnet, als solches erzogen und in den weiblichen Dienstverrichtungen ausgebildet; sie hatte während der letzten Jahre bei verschiedenen Herrschaften Stellung als Zimmermädchen und Köchin und genoß die volle Zufriedenheit und das Vertrauen ihrer Dienstgeber. Ihre äußere Erscheinung ließ kein Zweifel an ihrer Zugehörigkeit zum weiblichen Geschlecht aufkommen; die Gestalt ist schlank, der Teint zart und die Stimme gleicht vollkommen der des Weibes. Auffallend allein war es, daß sich auf der Oberlippe des vermeintlichen Mädchens ein kräftiger Bartwuchs zeigte, der ihre Eitelkeit verletzte, weshalb sic künstliche Mittel anwandte, um das Wachsen der Haare hintanzuhalten. Die Demonstration int Krankenhause erregte lebhaftes Interesse der anwesenden Aerzte, die sich in der Meinung einigten, daß die Vorgesührte dem männlichen Geschlecht zuzuweisen sei. Die Erklärung für die bisherige Auffassung ist in dem Umstande begründet, daß eine genitale Bildungshemmung vorliegt, wie sie in dieser Ausdehnung nur selten beobachtet wird. Es soll sich komisch ausgenommen haben, als die vermeintliche Tochter Evas die Unterröcke ab- ftreifen und die ominösen Männerhosen anziehen mußte, um dann den Platz in der weiblichen Abteilung des Krankenhauses mit einem solchen in der männlichen Abteilung zu vertauschen.
* Berlin, 1. Febr. Heute ereignete sich ein Unfall bei dem Lehrter Hauptbahnhof. Vier Eisenbahnarbeiter waren damit beschäftigt, einen Kabelkasten, welcher an der eisernen Brücke der Stadtbahn über den Lehrter Gütergleisen befestigt ist, von einer hölzernen Rüstung aus zwischen den
rZ Houf rein und weiß, nach welcher jede Dame
ZjcLL Lü Jüld UL verlangt erzielt man sicher, nur durch das SÄÄ Myrrholinglycerin.
Anwersttats-Nachrtchten.
— Tic „Aordd. Allg. Zt-i" meidet: Neuerdings gmg durch bic Zcitunqcu die Nachricht, das; durch einen Mmchermikommchsar bei einer Unterredung mit Mitgliedern des inzwischen a u f g e- l ö ft e n S tu de n t en ausschusses der technischen Hochschule in Hannover die akademisch eFreiheit ftrmn Begriff, den man i m M inisterium gar n i ch t kenne. _jUe|e Nachricht trägt den Stempel der Unrichtigkeit an der ^tirn. Wir haben nicht geglaubt, daß irgend ein Mensch jo töricht sc in werde, sie ernst zu nehmen. Da es dennoch geschehen i|t und niu.'t nur in der Presse, sondern bei der luden tenschastein^ preußischen Universität, so halten mir es für angezeigt, das uereoe der verdienten Lächerlichkeit preiszug-eben.
Wien, 1. Febr. Ter Profepor der Physik an der Wiener Technischen Hochschule, Titscheiner, ist gestorben.
Kündet und Aerkeyr. Koiksuurischaft.
Mannheim, 1. Febr. Heute abend ist hier der Geh. Kommerzienrat Heinrich Lanz, Bescher und Begründer der bekannten Maschinenfabrik, geworben. _ _ . . . ,
Konkordia-Bergbaugesellschast. .Zu dem wredsL anfgetauchten Fusunsproiekt, das eine Vereinigung der Zeche Konkordia mit der Gewerkschaft Deutscher Kaiser vorlieht ist zu melden, daß dieser Plan kaum Aussicht auf Erfolg hat. Eur anderes Fusionsgerücnt, die Verbindung nut der Gute hoff nungs- bütte in Oberhausen, soll mehr Aussicht auf Verwirklichung haben.
Portugiesische Finanzen Tre Regierung hat der» Tabak- und Zündholzgesellschaft mit 20. d. M. Tennin für die Antwort gesetzt, wie sie die Konversion der portugiesischen £aba^ obligasioncn vorzunehmen beabsichtig!
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