Ausgabe 
22.2.1905 Erstes Blatt
 
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ictjcn Schauspiels

wurde einstweilen ein pro*

Es

Arbeiterbewegung.

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lu-erbe, ivVv<tv v.. ----. -

$Tei Crtcn b:5 Vorlage erfolgten heute nm .

Durch neiche ewiger Dachschaden angerichtct wurde.

beträgt die Z.ihl der 'Ausständigen heute etwa WaO, was eine ÄbnalMe ne *en gestern um etwa 1030 Mann bedeutet. Hemau.

Siebzehnjährigen", die am

13. d. M. zum Besten des Theater-Neubaues stattsand, hat nach Abzug der Unkosten «400 Mk. für die Frankfurter Gäste. 120 Mk. Aufführungsbonorar, 150 Mk. für die Direktion, ferner der Kosten für Saalmiete, Musik re. re.) einen Ue ber­sch von 510 Rt k. ergeben. Dieser Betrag wurde seitens der Veranstalter der Vorstellung, der Herren Professor Fromme und Direktor Steingoetter, dem Komitee zur Verfügung gestellt.

" 185 5 19 0 5. Die diesjährigen 50er versammelten

Anteile Ulttduugcit.

Vom Kriege.

Paris, 22. Febr. (Das höchst fragwürdige)Echo de Paris" berichtet aus Petersburg: Aus einer Enquete, welche von ernstester Seite cingeleitet wurde, geht hervor: 1. daß der Zar ein längeres Schreiben an Köniig Eduard gerichtet hat, das süch wahrscheinlich mit der jetzigen Kriegslage beschäftigt; 2. daß eine Reise des Groß- Herzogs von Hessen nach Petersburg bereits Poti der Ermordung des Großfürsten Sergius be­schlossen war. Der Großherzog stehe in engen Bezieh­ungen zu dem englischen Hose, waS ihn ebenfalls für die Vermittlerrolle geeignet erscheinen läßt; 3. daß die Friedenssrage im kaiserlichen Palais ernst­lich erwogen werde, aber die Ansicht herrscht, daß Nuß- land die Initiative für derartige Unterhandlungen nicht ergreifen könne; 4. daß hohe Persönlichkeiten, welche noch vor kurzem einen Friedensschluß für ganz unmöglich er­klärten, heute Anstimmen, daß Rußland, falls Japan Frie- !densvorschläge in diesem Sinne mache, diese eingehend

liche Altersgenossen Einladungen zu einer am Donnerstag dem 2. März abzuhaltenden zweiten Sitzung ergehen zu lassen.

** Die DamenrapelleAlt-Wien", die gestern abend mit bestem Erfolg im Reuen Saalbau konzertierte, wird heute abend dort ihre schönen Darbietungen fort­setzen. Die Kapelle besteht aus 7 Damen und 2 Herren, und nimmt nur gediegene Musik in ihr Programm auf. Die Besucher der heutigen Veranstaltung im Reuen Saalbau werden sich sicher vorzüglich unterhalten.

" Frühlingsboten melden sich in diesem Jahre sehr früh. Drei Störche sind gestern im Flug über unserer Stadtkirche beobachtet worden. Sie flogen in der Richtung nach Wieseck, und wo sie sich niedergelassen haben, wurde nicht wahrgenommen. Gleichzeitig wurde uns gestern wieder einmal em Schmetterling, ein »Kleiner Fuchs", gebracht der im warmen Zimmer munter die Flügel zu regen begann. Seit einigen Tagen ist dies schon de»- dritte Schmetterling, der uns gebracht wurde. Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch aus die Frühlingsboten, die jetzt an den Wänden und Decken der Keller sitzen, die Schnacken, Hinweisen, die wir besonderer Beachtung empfehlen. Wenn man nur die vom Polizeiamt rechtzeitig gegebenen Anweisungen rechtzeitig be­folgen möchte. Wann kommt denn dieSchnakcn- k om Mission" zustande?

1. Ulfa, 20. Febr. Als die Witwe Fleischer hier dieser Tage ihre Steuer entrichten wollte, bemerkte sie zu ihrem Schrecken, daß aus ihrer Lade 4 30 Mk. gestohlen worden waren, die sie erst kurz vorher für eine verkaufte Kuh ein* genommen und in einem Beulelchen aufbewahrt hatte. Eigen­tümlich erscheint es, daß der Dieb, der die Kiste mit einem Dietrich geöffnet hat, einen zweiten Beutel mit 70 Mk. Silbe« I ruhig liegen ließ Auf jeden Fall muß der schlaue Spitzbube in dem Hause ganz genau Bescheid gewußt und ebenso den! Aufbewahrungsort des Geldes gekannt haben, das er stibitzte. I als die Familie F. bei Verwandten auf einem Kindtauf-1 schmause sich befand. Von dem Täter fehlt bis jetzt jede ©pur.

d. Mainz, 22. Febr. Der Sopipropft Malzi in Wormß wurde gestern nachmittag dort auf Nachricht der Staatsanwaltschaft Mainz verhaftet und von der Gendarmerie gegen 7 Uhr abends ins Untersiichungsgefängnis hierher ein- geliefert. Ein in Zivil gekleideter Gendarm verbrachte den Verhafteten mit dem um 5 Uhr 20 Min. vvn Worms ao- iahrenden Personenziige hierher. Am Südbahnhof wurde eine Droschke benutzt und der Verhaftete direkt nach dem Unter­suchungsgefängnis in die Clarastraße verbracht. Der Ver­haftete soll sich des S i t t l i ch k e i tS v e r g e h e n s an Kindern schuldig gemacht haben. Oberstaatsanwalt Dr. Schmidt halte Nierst in Worms die Untersuchung gestihrt, am vergangenen Freitag war auch der Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Stigel in Worms, wo er eine Reihe von Zeugen Dcrnahm. Nun trat auf Grund des Untersuchungsmaterials die Ver­haftung des Geistlichen ein.

i M a inz, 21. Febr. Einen Theaterskandal konstatieren die h. s'.geir Blätter DerM. 9L" schreibt: Am Samstag kün­digte das Stadt-Th. attrburcau in ein-'r Vornotiz einen Schwant

nut Musik von Oskar Wilde an. Wir hatten aus jener Notiz

Mons, 21. Febr. Auf fast allen Gruben der Dorinagr. wurde plötzlich in beträchtlichem Umfange die Arbeit wieder aufgenommen. In vielen Gruben sind die Belegschaften bei­nahe vollständig angefahren. Man glaubt, der Uuvstand un Borinage werde morgen als beendet anzusehen |cm. Man er­wartet, daß auch in den Kohlenbecken von Charleroi und von La Louviere das hiermit gegebene Beispiel Nachahmung ftnden sobald d'e Nachricht dorthin gedrunaen sein wird. An - - r-'-r *- richt Explosionen,

In Charleroi

vermischtes.

* Gräfin Montignoio. Iustizrat Körner iHi am 21. d. M. in Dresden einaetroffen und hat sich bald nach seiner Ankunft in das Oberhofmarfchckllamt beaeben. Später empfing König Friedrich August den Justiz rat in fast einstündiger Audienz. Alsdann beschäftigte sich das Gesamtministerium unter dem Vorsitz des Königs in zweistündiger Sitzung mit der Angelegenheit. Rach dem Bericht des Justizrats Körner haben die Ge­rüchte über das anstößige Leben der Gräfin eid­lich erhärtete Bestätigung gesunden. Abgesehen^ von der Sperrung der Apanage behielt sich der! sächsische tzos weitere Entschließungen vor. Das Laiidgemcht Florenz ernannte für die Prinzessin Monika einen Vormund und Bürgen, der bis zur Urteilsvollstreckung dafür verant- wortlich ist, daß Prinzessin Mon'r^ V' Floren; bleibt.

sich am gestrigen Abend zum ersten Riale bei ihrem Alters- genosien Ehr. Haubach. Es i..../'.. visorischer Vorstand gewählt, der beauftragt wurde, an sämt-

ülustarrd.

Varls, 21. Febr. Tie Beratung des M a r in e b u b g e t s wurde fortgesetzt. Berichterstatter Bos erklärt, hinsichtlich dcs Baues und der Armierung der Schiffe erzielte Deutschland unter Aufwendung der gleichen Kosten in demselben Z ntraum bessere Resultate als F-rankreicb. Der MunitionSvvrrai der französischen Marine sei ungenügend. Er würde beim Mittetmeergeschwader in zwei Stunden abgebraucht sein. (Lebhafte Bewegung auf allen Seiten.) Auch die Ko hl en v o r r ä^t e leien ungenügend. ^Unruhe.) Bos rügt dann die Verzögerung im Bau neuer Schifte.

Wien, 21. Febr. Im Abgeordnetenhaus begann heute die -weite Lesung der R e k r u t e n v o r l a g e. Fresl erklärt, solange das tschechische Volk die natürlichen Rechte nicht erhält, müsse es die Armee als eine ihm feindlich« betrachten, deren Dienst es gegebenenfalls entsagen und deren Kommandanten es eventuell den Gehorsam verweigern würde. Marchet glaubt, daß die wirtschaftliche Trennung des Reiches die Teilung der Armee zur Folge hätte. Durch die Ungarn gewahrten Kon­zessionen höre die Armee aus, eine gemeinsame Institution zu sein. Das Parlament werde den Ministerpräsidenten mit Nachdruck bei

herrscht Ruhe, ____^_zz==__..

Koni im» Wissenschaft

Aus Frankfurt wird uns geschrieben: Die letzte Novität unseres SchauspielhausesDer tote Löwe" von CSlar Blumenthal, fand bei 'Anwesenheit des Autors cm Voiles Haus. Tas Stück ist Ihnen durch die Gießener Ausführung bereits bekannt. Auch hier wurde über die vielen Anspielungen mit verständnisvollem Lächeln Quittiert. Tie Abfassung der Dicht- img in den ungewohnten, meiste gereimten vierfüßigen TroMen stellt an die Sprechkunst her Darsteller eine hohe Aufgabe. Aber die Nollen lagen in den Händen unserer besten Kräfte, und alle gaben ihr Bestes; erwähnt seien nur Herr Kirch (König Marco), Herr Dicgelmann als Kanzler und Herr Bauer als dessen Freimd und späterer Nachfolger. Tas Stück war vor­züglich einfhibkrt und inszeniert. An vielleicht etwas demon­strativem Beifall wurde nicht gekargt, und auch der Dichter konnte sich mehrfach dankend verbeugen für reichen Applaus und gespendeten Lorbeer.

Konflikts zu erblicken. Diese Maßregelung kennzeichnet einen Deist, mit dem man mifrt debattieren kann. , .

Im gegenwärtigen Falle ist der Führer der Studentensmaft delegiert toorben! Was war sein Verbrechen? Er hat tue akademische Freiheit verteidigt, er hat in der Presse einen wahr­heitsgemäßen Bericht veröffentlicht. Das ist der- ganze,Tatbestand Er hat sich nickchs zu Schulden kommen lassen, was emes Tadels wert wäre. Und gegen dieses rigorose Urteil des Smats, der in f'g it ~r g'bt rg k inm R^r^^E^^E»>

deutsches Reick.

Berlin, 21. Febr. Heute morgen imternahni der Kaiser txm gewohnten Spaziergang im Tiergarten, besuchte den Reichs­kanzler. horte im Königlichen Schlosse dre Vorträge des Ehefv des Militärkabinetts und des Chefs bc5 Mmnrcüstabes, nahm militärische Meldungen entgegen intb begab sich sodann zu emem Frühstück beim Lftizierkorps des Kaiser-Alexander-Garde-Grena- dierregiments Nr. 1. . m ,

Gestern starb der Unterstaatssekretar iM Rcich-amt bc-> Innern Dr. Hopf. . r ..

Königsberg i Pr., 21. Febr. In der hmtigen^-tad- verordnetenverscnnmlung man'-te Lberpräsideiit v. ..loltte ^til- teilung über die Audienz beim Kaiser, zu der er am Mittwoch mit dem Oberbürgermeister berufen worden war. ^.er Kaiser sprach sich dahin aus, daß unbeschadet des wichtigen militärischen Interesses, das er an Königsberg als starke Festiing knüpfe, doch die Erweiterung des S t ad t g cdie tes wich­tiger und notwendiger sei, damit der alten und treuen Stabt das gegeben werde, was sie Jahrhunderte lang als Zeitung ent- Kehrte- Siebt, Lust und genügende Freiheit zur Entwicklung. Ter von der Stadt vorgelegte Plan der E n t fe )ti gung fei eine geeignete Grundlage, um darauf weiter verhandel^ zu können. Daß dieses bald geschehe, sei des Kaisers Wille, mc Bahn fei also frei. Damit gehe Königsberg einer, neuen großen Entwick­lung entgegen, die Stadt, die eine feste Burg des deutschon Bürgertums an der Grenze des deutschen 9reichs fern und bleiben müsse. m

Die heute stattgehabte Stadtverordn eten-Ver- /ammlung lehnte den sozialdemokratisck)en Antrag auf Be- willigimg von zehntausend Mark für die Beraarb ei­ter im Ruhrgebiet ab, wel^ Forderung dann im Saufe bei Debatte seitens des Antragstellers auf fünftausend Mark er­mäßigt routbe.

Dessau, 21. Febr, Der Gemeinderat nahm den Antrag der Freisinnigen auf Bewilligung von 3000 Mark für die not­leidenden Bergarbeiter an. Die Regierung dürfte icdocb. diesem Beschluß ihre Sanktion verweigern.

E s s e n a. d. R u h r , 21. Febr. Kardinal Kopp in Breslau ließ durch Vermittelung des Kardinals Fisck-er in Köln 2000 Mark für die notleidenden Bergleute zugeheiu

München, 21. Febr. Der Magistrat lehnte gemäß dem Beschlüsse seines Verwaltungsausschusies den Antrag des sozial­demokratischen Magistratsrates Schmid a b, für die ^rbeltcr= familien im Rnbraebt -1 15 0^0 Mark ru nmcbmigeu.

Der Hochschulkonflikt

ist am Dienstag im preuß. A b g e o r d n e t e n ha u s e von dem naticnalliberaten Abg. Prof. Friedberg zur Sprache gebracht worden. Kultusminister Studt und Mmiltcrialdireltor Alt- hoff antworteten, mit unaewöhnlicher Erregung und ^a^rse besonders der Sctztcre. In der Begeisterung für die akademische Freil^it stehe die Unterrichtsverwaltnng Herrn ^rlcdberg mäst nach. Hier rief Friedberg energisch dazwischen:Ich verbitte mir das" und Herr Althoff replizierte, er verbitte es sich,eben­falls. Hauptsächlich schuld an dem Z:viespalt ist nach des Mlmste- naldirektors Auffassung die Presse. Tas konnte kaum anders kommen! Tie Presse wird ja stets zum Sündenbock gemacht, wenn sie sich einer Sache annimmt, die nicht den Beifall der Bedorbe hat. Im andern Fall ist die Unterstützung der Pressewertvoll . Rachgerade ist die Presse gegen Svb und Uadel gleich unempimo- lich geworden. <

Etwa 3 0 0 Studenten der Technischen Hochschule zu Hannover streiken. Sie versichern, nicht eher wieder Vor­lesungen zu hören, als ein neues Tisziplinarverfahrcn eingeleitet würde, welches das frühere aufhcbt. Rektor und Senat seien Parteien und könnten nicht richten. Ter Rektor der Hochschule, Professor Barkhausen, hatte heute nur drei Hörer. Als er sich zeigte, wurde gescharrt. Professor Barkhausen hielt, eme Ansprache, in der er sagte, die Studenten seien von unlogi,ck>en Leuten schl e cht b era ten. Tie E r b i 11 e r u n g gegen Rek­tor und Senat, deren Abdankung verlangt wird, wird in allen Kreisen stärker.

der Vorbereitung einer etwaigen wirtschaftlichen Trennung unter­stützen, doch würde er, der Redner, in oer wirtschaftlichen Isolier­ung keine Stärkung erblicken. Tschan (Freier Alldeutscher) be­antragt die Rekrutenvorlage zurückzustellen, bis zur Regelung der zwischen beiden Reickshälften schwebenden militärischen Frag' Er betont, daß durch die Annahme des Tiszaschen Milltär-Ps

mit Erstaunen erfahren, daß der berühmte englische Dichter auH Verfasser eines Schwankes sei, sogar eines musikalischen Tie uns gestern versetzte NovitätL i e b e s h a n d e l C'^atte auf Z?it"), Schwank in drei Aktm von Paul Stark und Richard Wilde, Musik von Gustav Wcmda, belehrte uns allerdings emes Anderen. Ter geistvolle Dickster berSalome" roat umcnulbig: das Tbeaterbureau hatte nur aus Richard einen Oskar gcmaM TaS Tbeaterbureau liebt derartigekleine Scherze , hat cs doch erst gestern wieder in einer seinerberüchtigten Vornotizen Rickmrd 2Ba<rnct3Gvttcrdmnmcrurig" mit vier Rh-Möchtern auSgcstattct, tt'otzdcrn in der Partitur mit dem besten Willen nicht mehr als drei zu entdecken sind. Ter gestrige Theaterabend währte zwei Stimdni und zehn Minuten, wovon läge und schreibe vierzig Minuten auf die beiden Zwischenakte entfielen, welche dem Publikum Gelegenheit zu ausgiebigenTrampelübungen ver­schafften. Tas Machwerk mit dem verheißungsvollen -Ute,lSie- beshandel" brachte zwei von Militärmusikern begleitete , sttimps- sinnige Kuplet-Einlagen das waren zwei zu viel. Näher üus das Stück mit seinen plumpen Eindeutigkeiten einzugehm, ^er­bietet schon der gute Geschmack: es war unter aller Kritik. Aa5 i Publikum ließ denn auch demSiebeshandel" unter Z ichen und Pfeifen die gebühruide energische Ablehnung zuteil werden. Herz-

I ftch leid taten uns die Darsteller, die einem solchendramati­sierten Marasmus" ihre Kräfte widmen mußten. Ein Gutes soll übrigens das geftrige Stark-Wildc'sche SckTreckenSregimcnt doch gehabt haben. Tie kleinen braunen Springer, über deren allzu zahlreiche Anwesenheit im Zuschauerraum die Theaterbesucher in (e'Tt Zeit viel zu klagen Hellen, wären nämlich unter der Parole Hipp enaus!" panikartig aus dem Mainzer Kunsttempel ver­schwunden. .

Kleine Mitteilungen aus Hessen und bew Nachbar st aaten. In Bensbei m ist Geh. RegicrungSrat Kreisrat i. P. Franz Groos atn SamStag, nachts, ver- s ch i eben.

SüdwestasriLa.

Berlin, 21. Febr. Nach einer Meldung des Generalleut­nants v. Trvtba ist die 2. Kvinpagnie des Fcldregiments 1 nach Geiiabis zur Aufflärung vorgegangen, wo am 13. Februar die Tclegraphenstation von einer Hottcntottenbande angegriffen wor­den war. Rach ihrer Rückkehr soll am 21. Februar das Tetache- ment de§ Hauptmanns v. Zwehl, best-ehend aus der 2. Kompagnie des Feldregiments 1, der 10. Kompagnie des Feldregiments 2 und der Laibbatterie StuUmann von Gibeon den Hudup auf­wärts mars-ck)ieren um die Nordbethaiiicrbanden, die östlich von Maltahöhe festgestelll sind, anzugreifen.

Wilhelmshaven, 21. Febr. T-as M a r in e e x p e d i- tionskorpS kehrt im M ä r z aus Südwestafrika in die Heimat zurück, und zwar in zwei Staffeln. Tie erste Staftel. bestehend aus der dritten und vierten Kvmpagnie, zwei Trittei der Ma­schinenkanonenabteilung uiid der halben Sanitätskolonne, zu­sammen 8 Oftizierc, 4 PortepceunteroftiZiere und 286 Mann tritt am 5. März die Heimreise von Swakopmund an: die Zweite Staffel, bestehend aus der ersten und zweiten Kompagnie, dem Rest der Mosichsnenkanonenkompagnie und der Hälfte der Sani­tätskolonne, in Stärke von 20 Offizieren, 5 Portepecunterofsiziercn und 276 Mann, wird am 20. März die Heimreise von Swakop- mund cmtteten.

Knche und ' chule.

Wien, 21. Febr. Als Demonstration g e g e n den der­zeitigen Universitätsrektor Hoftaplan Professor Tr. S ch i n d l e r findet morgen der Uebertritt 60 deutscher Studenten zum protestantischen Glauben in der Währinger protestantischen Pfarrkirche statt.

Rom, 21. Febr. Bisher sind für die Seligsprechung des Papstes Pius IX. in der ganzen Welt 93117^Unter- sck^riften of5ammpQ w^rdm pffmlPti ai-f T-rankreich 71 000.

gisch-operative Behandlung der Magenkrank-I feiten" halten.

** Professor Dr. Paul Drude hat, wie die Hoch- chul-Korresp. heute nritteilt und wie uns hier bestätigt vird, den an ihn ergangenen Rus als Nachfolger des Ge­heimrats Warburck'ftn die Berliner Universität ange­nommen. Die hiesige Universität verliert dadurch einen ausgezeichneten Forscher und Lehrer, der wohl nur schwer zu ersetzen sein wird. Dru.de, ein Schüler von W. Voigt, wirkt seit 15 Jahren als akademischer Lehrer. Er ist 1863 zu Braunschweig geboren, studierte an den Universitäten Göttingen, Freiburg und Berlin und promovierte 1887 an der Georgia-Airgusta MM Dr. Phil. Von 1887 bis 1892 wirkte er als Assistent W: Voigts am Göttinger phvsikalischen Institut. 1890 lwbilitierte er sich daselbst für Physik. .1894 wurde er außerordentlicher Professor der mathematischen Physik an der Universität Leipzig. Ostern 1900 folgte er einem Rufe als ordeullicher Professor und Direktor des ihysikalischen' Instituts au der Universität Gießen als Nach- olger von Prof. W. Wien, der Röntgens Professur in Würzburg übernahm. Ehrenvolle Rufe nach Tübingen, Mar-1 bürg, Leipzig und erst vor kurzer Zeit nach Vreslau hat i der Gelehrte ab gelehnt. Seit 1900 redigiert er dieAnnalen ; der Physik". In Winckelmanns .Handbuch der Physik ver­öffentlichte er acht Kapitel aus der theoretischen Optik. Eine große Zahl Whandlungeu sind in verschiedenen Fach­blättern zerstreut. Hervorzuhebeu ist seinLehrbuch der Optik" (1900) und das BuchPhysik des Aethers auf elektro­magnetischer Grundlage." Sein älterer Bruder ist der Bo­taniker Dr. Oskar Drude, seit 1879 o. Professor an der Dresdener Technischen Hochschule.

"Akademischer Vortrag. Der heutige dritte Vortrag aus der Al tertiimswissenschaf t, in dem Professor Sauer von griechischer Malerei zu erzählen ge- gedenkt, wird außer durch zahlreiche Lichtbilder auch biivd) bie R'epenhausenschen Rekonstruktionen der Polygnotischcu Gemälde illustriert werden. Die Besucher des Vortrags finden die großen, in lebhaften Farben aiisgeführten Blätter an den Wanden so aufgehängt, daß sie die Verteilung des Geiualde- chmuckes in der delphischen Lesche der Knidier sich einiger­maßen danach vorstellen können: in der linken Hälfte des Saales die Szenen aus der Zerstörung Trojas (Jliupersis), in der rechten die Hadesfahrt des Odpssims (Nekyia). Die heutzutage ziemlich selten gewordenen Blätter stammen aus dem kunstwissenschaftlichen Institut der Landes-Universität, bas gern die Gelegenheit benutzt, mit dieser Polygnot- ausstellung auch seinerseits zur Förderung der Altcrtums- wisienschaft beizutragen.

" T Heater-9teu bau. Die Aussühnmg des Dreyer-

gramms die E!nb'it der Armp? nur mehr äußerlich bestehe.

Aus Stadt und Kanö.

Gießen, 22. Februar 1905.

** Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin haben am Montag abend 9 Uhr 46 Min. mit dem bekannten Gefolge die Reise nach Moskau angetreten.

" Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben den Ministcrialrevisor bei der Buchhaltung des Ministe­riums der Finanzen, Rcchnungsrat Hey der, auf sein Nach- suchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Niibesiand versetzt und ihm aus diesem An­läße das Ritterkreuz 2. Klasie des Perdiensiordens Philipps des Großmütigen verliehen. Der Revisionskontrolleur bei dem Hauptsteueramt Taruisladt, Bo Ibach, wurde zum Ministerialreoisor bei der Buchhaltung dez AtinisteriumS der Finanzen ernannt.

L. (J. Herr Dr. Brüning wirb zum Zweck der Habi­litation für das Fach der Lhirnrgie am Freitag, den 24 Tebruar, nachmittags 4 Uhr, m der kleinen Aula des Unioersftätsgebäudes eine Probevorlesung überDie chirur-