prüfen werde. Aus all diesen Tatsachen geht hervor, daß demnächst von England Schritte unternommen werden sollen, nm Japan zu bewegen, an Rnßland mit Friedens- Vorschlägen heranzutreten und daß Rußland diese Vorschläge in Erwägung ziehen werde. (Mr bringen diese zweifellos gänzlich erfundene Nachricht nur, weil die gesamte Presse sie verbreiten wird. D. Red.)
London, 22. Febr. „Daily Telegraph" meldet aus Tokio: Dort ein getroffen en Nachrichten zufolge befindet sich das Geschwader des Admirals Kamimu ra in der Nähe des Indischen Ozeans; man glaubü deshalb, daß eine große Seeschlacht nahe bevorstehe. — Nach einer Meldung der „Morning Post" aus Schanghai ist Ad- mira 1 Fürst Ucbtomsky von dort nach San Francisco abgereist.
Die Vorgänge in Rußland.
Petersburg, 22. Febr. Der Zar beauftragte den Fürsten Wassiltschikow mit der Untersuchung der Ursachen der Unruhen. Der Fürst weist in seinem Berichte auf den General-Adjutanten Fullon, den früheren Stadtbauptmann als direkten Urheber der Unruhen hin. Die Petersburger Polizei hatte unter Fullons Leitung geschlafen. Dabei weiß jedermann daß Fullon durch Mirskis Befehle die Hände gebunden waren. — Gestern kam es zwischen Arbeitern, Arbeiterinnen und Kosaken zu Zusammenstößen, wobei zwei Personen getötet und 15 verwundet wurden. Die Arbeiterinnen stachen mit Scheren gegen die Kosaken. Zahlreiche Patrouillen durchziehen die Arbeiter-Quarttere. Die Lage ist sehr ernst. — Sämtliche Großfürsten begaben sich heute zur Beisetzung des Großfürsten Sergius nach Moskau. — Ueber die Persönlichkeit des Mörders des Großfürsten Sergius ist Bestimmtes noch nicht festgestellt worden. Doch schließt man aus seinen Antworten, daß er, obgleich er aus den,
Volke hervorgegangen sein Muß, eine höhere Bildung genossen hat. Das ganze Kaukasus-Gebiet ist von Aufruhr ergriffen. Die Armenier, Grusier und Tscherkessen haben sich gegen das Zarentum verbündet. Die Aufständischen haben den Truppen die Waffen, selbst Kanonen abgenommen. Der Gouverneur wird von der Bevölkerung gefangen gehalten. Die Revolutionäre beziehen Feldlager außerhalb der Stadt. Telegraphen- und Eisenbahnverkehr sind gestört. Die Dampfer werden in Datum nicht ausgeladen.
Lemberg, 22. Febr. In der Grenzortschast Medmya ermordete ein russischer Deserteur eine Bäuerin, weil sie ihm nicht zu Willen sein wollte.
R. B. Darmstadt, 22. Febr. (Eigener Draht- bericht.) Dte 2. Kammer beschäftigte sich heute noch über 4 Stunden lang mit den beiden neu geforderten Oberlandesgerichtsratsstellen. Bei der Abstimmung wurde der Aus s chußan trag mit 25 gegen 18 Stimmen angenommen. Die neuen Stellen , zu schaffen wurde also abgelehnt. Der Rest des Iustiz- etats wurde dann ohne Debatte genehmigt. — Daraus griff das Haus auf die vertagten Expositionen zurück und genehmigte noch das Kaviwl „W ein b au d o m än en". Nächste Sitzung morgen 9 Uhr.
Dresden, 22. Febr. Die ältere Schwester des Königs ist nach Wien abgereist, da angeblich Kaiser Franz Josef die Absicht haben soll, sich für eine gütliche Beilegung der Montignoso-Affäre zu verwenden.
Dresden, 22. Fe'b'r. Ter Hofopern-Regisseur M o r i s hat einen Ruf an die königliche Oper in Berlin angenommen. An seine Stelle tritt hier der Opern-Regisseur Hofmann aus Darmstadt.
Fiume, 22. Febr. Tie Berliner KouLeriisänaerin I a d w i g a Lewing sprang, nachdem sie vorher Karbolsäure getrunken hatte,aus dem Fenster ihres Hotels auf dieStraße
und mußte in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus geb'rmW toerden. Als Motiv der Tat wird unalückliche Liebe angegeben.
Markte.
fc. Frankfurt a. M., 22. Febr. Drig.-Telear. be§ „Gieß/ Anz.") Schwein e m arkt. Zum Verkam standen 1608 Schweine. Schweine: 1. Qualität 62—63 Pfg., Lebendaewicht 49—00 Pfg., 2. Qual. 61—00 Big., Lebendgewicht 48—00 Pfg., 3. Qualität 54—56 Mg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft gut, Ueberstand unbedeutend.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 23. Februar 1905: Meist trüb, Temperatur wenig verändert Schneefälle.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
372% Reiehsanleihe
do.
3>/o
31/,% Koneols
3%
do
47., % äussere Argentiner
Tendenz : fest.
105.50
67.90
68.00
40/ Italien. Rente 4V29o Portugiesen 30/ Portugiesen. .
1 % C. Türken . Türken!ose . . .
4% Griech. Monopol
37e°/n Hessen . . . 373% Oberhessen . . 4% Oesterr. Goldrento .
476% Oesterr. Silberrente 101.10 4% Ungar. Goldrente . . —.—
30/o Mexikaner . ; 47r^/n Chinesen . . Electric. Sch ackert . Nördd Lloyd . . Kreditnktien . . . Diakonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . ♦ Gotthanlbahn . . . Laurahütte . • ♦
Bochum . • « » ;• Harpener . . .
Staatsschatzscheine .
. Z133.00
-Anl. ~ 52.50
. 3610i . 95.20?
. 141 40 . 112.60 . 215 30 . 193.70 . 143.70 . 159.80 . 164.60 . 140.00 . 18.10 . 191 BO . 251.20 . 247.00 . 210^0
. 102.30
. 91.40
. 102.40
. 91.45
. 100.60
. 99.70
. 102 30
TeHepäiemiscIher Kursbericht.
F «iikfxirt a. 22. Februar.
Der Firma Ph. MayfarthL Eo., Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen in Frankfurt a. M., Berlin, Paris und Wien wurde, aus der Weltausstellung in St. Louis die goldene Medaille in Gruppe Forstwirtschaft zuerkannt.
Bei bevorstehendem Frühjahr empfehle mich int Anfertigen von ElMMUiWil aller Art in halbrunden und kantigen Latten, and) kann das Material fertig geliefert werden zum Selbst- gebrauch.
Ferner empfehle mich int Anfertigen von MtnMen,LaMWMll und
Bam- nnt) NssciipMcü fa; und fertig zum Gebrauch. Georg 'ScMsecIier Zimmerei und Tantpfsägewerk. 780 j_______Gießen.___________
Danksagung
01037
967
Mainzlar, den 22. Februar 1905
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen
Familie ICoch.
Im Nanren derselben: Eleonore Rinn, grb. Butz.
Gießen (Bleichstr. 13), Wetzlar, Krofdorf, Launsbach, Rüttenscheid, den 21. Februar 1905.
Die Beerdigung sindet Donnerstag nachmittags 4% Uhr von der Friedhosskapelle zu Wetzlar aus statt.
Todes-Anzeige.
Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß Gott der Allmächtige meinen einzigen, innig geliebten Sohn, unfern lieben Enkel, Neffen und Vetter
Hermann Kinn
nach schwerem Leiden im Atter von bald 13 Jahren zu sich gerufen hat.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die zahlreichen Blumenspenden von allen Seiten bei dem Hinscheiden und der Beerdigung unseres lieben Gatten, Vaters, Grossvaters, Schwiegervaters, Bruders, Schwagers und Onkels
Herrn Friedrich Koch II.
Grossh. Bürgermeister
sagen wir allen, insbesondere Herrn Pfarrer Gussmann für die trostreichen Worte am Grabe unseren aufrichtigsten Dank.
AchrG- ksmnbriketts empfiehlt 981 H. Schaumberger Marburger Straße 22.
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9
W i
Verdingung.
Die zum Erweiterungsbau auf dem Postgrundstück zu Wetzlar erforderlichen Abbruchsarbeiten, darunter eine noch gute, offene Halle, sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden.
Uebersichtszeichnung, Anbietungs- und Ausführungs- Bedingungen liegen im Amtszimmer des Postamts in Wetzlar während der Dienststunden zur Einsicht aus.
Die Angebote sind verschloßen tmb mit einer den Inhalt kennzeichnenden Aufschrift versehen bis gum 6. März 1905, mittags 12 Uhr, an das vorbezeichnete Postamt frankiert einzusenden, in dessen Arntszimmer zur bezeichneten Stunde die Eröffnung der eingegangenen Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieler stattsinden wird.
Frankfurt (Main), den 20. Februar 1905.
D ”/•> Kaiserliche Ober-Postdirektion.
RtiinMiechiiß pro Pstmd 1 Mk., lei , 531 Ph. Bauer IL, Bienenzüchter, Bahnhofstraße 57.
SäjdiaoilflltFr.Otto
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Grösste Auswahl.
Gebr. Stamm
Giessen. 818
Wem Whaus
30 Sonnenstraße 30.
Lebende 31
Karpfen, fttfyte, Backfische. Jeden Mittwoch, Donnerstag tu Freitag in bester Eispackung ein- treffend: Schellfisch Cabliau, Zander,Rotzungen,Seezungen Schotten usw. zttdendill.Tagcspr.
Holzversteigerung.
Dienstag den 28. Februar 1905 sollen in den Waldungen der Stadt Staufenberg in den Distr. Eich-, wald, 'Maistrauch und Mark versteigert werden:
7 Eichenstämme bis 55 cm Durchm., 6,26 fm (Schnittholz)^
2 Fichtenstämme bis 37 „ n 3,36 „
13 Eichen-Derbstangen,
1909 Fichten-Derbstangen bis 11 cm Durchm. bis 18 m lang^
558 Fichten-Reisstangen,
11 rm Eichen-Nutzholzknüppel, 2—2,50 m lang.
Mittwoch den 1. März 1905 in denselben Distrikten,
100 rm Buchen-Scheit, \
12 D Eichen-Nutzscheit,
48 „ Eichen-Scheit (darunter Küferholz),
28 „ Kiefern-Rundscheit, H
208 „ Buchen-, Eichen-, Nadel-Knüppel,
162 „ „ „ « -Stöcke, H
5200 Buchen-Wellen, ?\
5880 Eichen- und Nadel-Wellen. . i
Der jedesmalige Anfang ist vormittags 9^ Uhr bemf Gemeinde-Sandsteinbruch.
Staufenberg, am 21. Februar 1905. )
Grotzh. Bürgermeisterei Staufenberg.
971 Stephan.
Holzversteigerung )
im Licher-Stadtwald. )
Donnerstag deu 2. März, vormittags 19 Uhr beginnend, sollen im Licher-Stadtwald, Distrikt Ettingshauscr^ köpf und Kleinhäuserberg, versteigert werden:.
I. 48 rm Buchen-, 31 rm Eichen-Scheiter, . .
II. 210 „ Buchen-, 131 „ Eichen-, 6 rrn Nadel-Knüpper
III. 48 „ Buchen- und Eichen-Stücke, /
IV. 2140 Stück Buchen-, 2600 Eichen-Wellen, meist Durchs forstungs-Wellen. , /
Der Anfang ist im EttingZhäuserkopf, Ecksbergschneise^ Ferner: /
Freitag den 3. März, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen in den Distrikten Eichwald, Langenbnchey' Kreppelwäldchen versteigert werden:
220 rm Buchen- und Eichen-Scheiter,
75 „ „ „ ° -Knüppel, )
118 „ -Stöcke,
2250 Stück „ „ „ -Wellen, )
713 Fichten-Derbstangen nnt 27 fm Inhalt,
1815 „ -Reisstangen „ 15 „ „
Der Anfang ist in den Langenbuchen.
Lich, den 21. Februar 1905. .
Großh. Bürgermeisterer Lrch.
B 22/2 Heller.
Nnflholzverkauf.
Donnerstag, den 2. März, vormittags 11 Uhr, kommet in der Wirtschaft Setlhof bei Marburg aus dem ©hftungS* walde bei DagobertShausen u. A. zum Verkauf:
Grundseite an der tztraße: Fichtenstamme, 14 Stuch, 14—17 m Länge, 17—27 cm Durchmesser ----- 7,5 fm.
66 Stück, 6—16 m Länge und W bis 32 cm Durchmesser ----- 30 fm-. Das Holz wird auf rechtzeitige Anmeldung vom Wald/ schütz Michel in Elnhausen vorgezeigt.
Das Holz lagert 6 km vom Bahnhof Marburg.
976 Administrator Röhr in Marburg.
SteMiiM ClMi-Dmm und Perücken fin verleihen.
Sämtliche Karneval- Artikel.
Franz Silenter,
Theater-Friseur, Seltersweg 16,
Sonntags bis 10 Uhr abends geöffnet. 512
Husten + Heil
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-ldler-Drogerie, Seltersweg 33 Otto Schaaf.


