Ausgabe 
23.1.1905 Zweites Blatt
 
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große Nolle gespielt

icOQv<t aus der

cttrizicrin rapide berg-

unb ciiici um n.y :

Hafter Beifall.)

Abg. Gothein ffreis. Vgg.): Wir können Herrn Hue nickt folgen, daß kein Kontraktbruch der Arbeiter vorliegt. , Es liegt unzweifelhaft Kontraktbruch vor, aber dies war noch kein Grund, Verhandlungen abzulehnen. Wenn die Konservativen sagen, mit kontraktbrüchigen Arbeitern verhandeln wir nicht, so machen sie damit doch dem Reichskanzler und der Regierung den schwersten Vor­wurf, da diese ausdrücklich Verhandlungen eingeleitet haben. Die Konservativen machen sich die Sache doch etwas zu leicht, man kann beinahe an den Spruch denken: Selig sind, die da geistig arm sind. lHeiterkeit.) Vergessen darf man auch nicht, das;, al? der Berg­bauliche Verein, sagte:Wir unterhandeln nicht", der größte Teil Der Arbeit er noch gar nicht in den Streik getreten war, also noch gar nicht den Kontrakt gebrochen hatte. Es zeigte sich hier von

verlobte sich mit der Tochter und setzte bann den von der Mutter erjonncncit Plan in Szene. Mutter und Sohn verlangten 5000 Mark Schweigegeld, und als die geängstigte Familie diese Er- preULiug alnehute, beauftragte orau bi. bat Detektiv Wilhelm Max Mortz Mathes, die l-rpressungsvcrsuche sortzusctzen. Dem aus Stargard gebürtigen Agenten gelang es, 1000 Mark zu errangen. Ats dann aber immerfort neue Erpressurigsversuche gemalt wurden, erjlattete die schwcrbetrofsene Fantitte Anzeige, dieser Tage hatie fuj nun die ttrprcsftrgcsellschaft vor der fünften Strafiammer zu verantworten. ikauj funsstündiger geheimer Be­weisaufnahme wurden Frau R. als die Seele des Komplotts zu 5^2 Jahren Eesaitgnis, der Detettio a t h e s zu -V2 Jahren und der Sohn Herbert R. zu IV2 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Frau R. und dem Detektiv M. ivuroen dre EhrenreaKe auf 5, dem Sohn auf 2 Jahre aberkannt.

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in bat r:,' :t d r

Aba. von Kardorff sRv.l: Eine ganze Masse von Sätzen, die ( her Aba Pobl vorbrachte, wird von niemandem, glaube 'M. hier ; im Hause be-wettAl oder bestritten. (.^etcrfcit und Zii-timmung. 1 Der Status causae ift pro et contra setzt mit vieler ^.creiiamlet festgelegt, und ich will nichts Vorbringen, waS den Streit ver- schärfen könnte. Ich möchte der Regie'-ung Wunsch ans Herz legen, datz entweder durch ein preußisches Berggesetz oder durch ein allgemeines Reichsgesetz eine Sicherung gegen w'»vrauwncoe Stilllegung von Zecken geschaffen wird. Eine sollue Sicherung wünschen sa auch die Arbeiter, und ich möchte ihnen raten, schleu­nigst zur Arbeit wieder zurückznkehreri, damit der Negierung Die Durchführung dieser Arbeit erleichtert wird. Unter allen Parteien ist Neigung für ein solches Gesetz, wie ick e§ angedeutet habe, vor­handen. Es wäre die Verabschiedung eines solchen Gesetzes, auch absolut gerechtfertigt. Ick erinnere Sie daran, wir haben ia in der Landwirtschaft eine Art Spiritussvndikat. Da plante man auch ursprünglich eine Bestimmung, datz, wenn eine kleine Brennerei von einer grötzeren aufgekaurt würde, dieser größeren auch oa-> Kontingent der anderen zufallen solle. Glücklicherweise nt man verständig genug gewesen, das nicht zu beschließen, und ich meine, eine solche Bestimmung müsse auch vas Kohlenshndikat nicht treffen dürfen, damit der Anreiz zum Stivlegen von Zechen wegtallt.

Aba. D Stöcker (b. k. Fr.): Das wichtigste einer Unterneh­mung ist das Verhäl-nis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Man kann einen so gewaltigen Streik nicht an den Haken desKon- traktbruches" hangen. Die Bergleute genießen im Volke eine ganz autzerordentliäe Svmpathie Ein jeder weiß: die Leute haben ein schweres, saures Leben. Nun ist der Streik da Er hätte ver­mieden werden können, wenn von beiden Seiten das Richtige ge­schehen wäre. Dieser Streik ist nicht entstanden aus sozialdemo­kratischer Agitation. (Hört, hört!) Ich war selbst vor wenigen Tagen, hir* vor Ausbruch beS Streiks, im Ruhrgebiet; ich habe viel herumgefragt und ich muß sagen: von sozialdemokratischer Verhetzung war dort keine Spur! (Hört, hört! links.) Die Stilllegung de: Zechen lag wie ein Felsen auf den Gemütern. Ort­schaften verwüstet, Existenzen zerstört. Jeder glaubte: das kann morgen auch Dir widerfahren! Diesen Vorgang in der Seele des kleinen.Mannes soll man doch nicht übersehen, wenn man Schuld und Unschuld richtig abwägen will. (Sehr wahr! links.) Weil es sich hier um eine allgemeine Seelenstimmung handelte, deshalb gingen auch die verschiedenen Organisationen, die beiden Kon­fessionen brüderlich zusammen. Man sagt, der Streik hat den Bankerott der Organisationen bewiesen, die Leute hörten nicht auf die Führer. Ja. ich kenne das BergwerkSwesen sehr genau, die Sache liegt doch ganz anders Wenn jetzt so 270 000, 280 000 Leute im Streik ft eben, so muß man bebenlen: davon waren nur ca. 100 000 Leute organisiert, zwei Drittel waren es nicht. Tas ist eine sehr respektable Masse, die auf die andere auch wieder

feiten der Arbeitgeber eine Herrenmoral schNEst-r «rt. NcicbSkanzler hat uns gestern sehr enttäuscht^ Er hat ch g te n (Mcfiifil gezeigt für die schwere BruSkierung, Die ihm nach feiner ersten Rede von dem Bergbaulichen Verein guter!. wur t. t 0 arbeiterstreik hat größere Bedeutunk> als.all, ""dem, ^tte.ks w alle anderen Gewerbe von ,hm abhängig. md Sa» ^-°Echen die Grubeabcsiher sagen, denen vom Nichirrstuhl re ff Meinung die Schuld an dem Unglück be,gemessen w'rd. Im Ab^ acordneteuhause ist von konservativer Seite das Wort von Der ,, 8recherischen Agitation" gefallen. Dies erinnert an das W Ernst Moritz Arndts, das er an die bauernlegenden Großgrund besitzer richtete:Ihr erblickt in allem ein Verbrechen, waS es Euch er teert ein reiches Leben zu führen." Tie Sympathien weiter Kreise sind auf feiten der Arbeiter. Ich bin aber weit entfernt, den Sammelaufruf der Sozialdemokraten zu unterschreiben. D Auftuf^^war unklug, da doch viele Arbeiter der Sozialdemokratie nicht angehören und die Arbeiter die Sympathien weiter Burger- kreise Glicht entbehren können. Di- kann der -Vorwär s" von-wem Kapitalistenparlament sprechen, da wir hier doch fast alle für die Arbeiter eintreten. Durch solche Angnfte hat bet -Torwarts bent Reichskanzler nur billige Gelegenheit zu Reoen wie der gestrigen, gegeben. Der Standpunkt des ^erbaulichen Vereins, mit Verbänden nicht zu unterhandeln, ist cui Manchester­standpunkt, wie er schlimmer nicht gedacht werden kann. Das heißt doch, wir verhandeln überhaupt nicht, denn mit jedem ter vielen Tausenden von Arbeitern kann man doch nicht b^handelm Die Forderung, daß die Einfahrt mit emberechnet wird m die Ar­beitszeit ist durchaus berechtigt. Tas kann ich, der ich viele I h Bergmann war, bestätigen Die Fahrt bis zum Arbeitsort ist ost so anstrengend, daß man schweißtriefend ankommt - Tas Wag^ nullen ist nicht unbedingt notig, es gibt auch andere ^sziplmar- mittel, die es verhindern, datz statt Kohlen Steine gefordert we den Ferner mutz es dem Arbeiter, der doch feine Haut zu Markte trägt gestattet sein, mit an der Ueberwachung teil zu^nehmen. Für viele'der Ueberwachungsarbeiten sind intelligente Arbeiter durch­aus geeignet. Ich erwarte zwar nicht viel mehr Sicherheit davon, aber den Arbeitern wird ein Gefühl der Beruhigung da- rd) ge geben. Ich habe die Erfahrung gemacht, datz es besonders rubere Unteroffiziere waren, die die Bergleute als dumme Jungen be- haiidelten Man hat gesagt, die Bergwerke waren nicht mehrren- label, wenn alle diese Reformen eingesuhrt wurden. Tas erinnert mich an eine Episode aus der Negierungszeit Fredrich Wil- belms I Er wollte die Grundsteuer auch auf die Rittergüter cm- wenden und da schrieb ihm die märkische Ritterschaft, wenn da-- em- geführt würde:Tont le pays sera ruin6. Der König ließ ich jedoch hierdurch nicht beeinflussen, sondern schrieb einfach zurE Kien sera ruin6." Der Kohlenbau gab m den letzten Jahren 7 bis 10 Prozent, ist also der lukrativste Betrieb, den wir haben. Folglich könnten sehr viele Wünsche der Arbeiter erfüllt werden, ohne daß die Rentabilität ber Gruben litte. Mir fst eS letzt erst klar geworden, welchen ungeheuren Verlust der rheinisch-westfalische Koblenbau durch den Tod des Abg. Hammacher erlitten hat. Dieser wäre für Vermittelung sehr geeignet und auch gewiß bereu ge­wesen, den Arbeitern entgegenzukommen. Wir müssen jetzt sehen, die Gesetzgebung, wo sie mangelhaft ist, zu verbessern. Sollte die Regierung dies nicht aus eigener Initiative tun, so wird es Sache deL Reichstags sein, hier vorzugehen, sei es auch nur durch Resolutionen. Bei der Beratung des Reichsamts des Innern wird '"ich hierzu die ballende Gelegenheit finden. Meme politischen Freunde werden einen Antrag einbringen, daß in allen Bergwerken und in allen Fabriken mit über 100 Arbeitern cm Arbeiterausschutz

Uiuuii zu uciuai. ging

AuivelMats-Nachrlchtcn.

Heidelberg, 21. Jan. A. 0. Professor Hoftat -ü). Flein er Ijier, ber kürzlich einen Nuf nach Grei>swalb als 0. Professor und Direktor der medizinischen Minit ablcchnte, ivurae unter Veriechung des TitelsGeheimer ^olrat" *um Honorarprofessor ernannt.

KcriÄtslaa!.

Mutter und S c ( in Skanba(Prozeß, dessen Heldin ein leichu.'ri.gcs W:ib i, 1 .? j,. ; vor -..r in

Dresden ab. ^or y,nt c_> ber ....Jip.nde vec Kauf­mannschaft zu Görlitz, öcr hochangesebene 5t. aus mann britting- h aus en, für geraten, noch einmal bas Ehejoch auf sich zu nehmen. Er heiratete die bildschöne Tochter des Görlcher Vau- Meisters S ch 0 l z e welche bemAlbermann" weiter Nichts mst- !brachte als eine saMe Larve und ein sündiges Hcrz. Ter arte Herr Nittinghausen machte mit seiner zweiten Gattm bald sehr böse Erfahrungen, verlehrte in gewissm Gör.itzer Kreisen iinb brach ihrem Manne die Treue, sodag der Verratene einen Ehescheidungsprozetz anprengte. Die Ehe iuurde auch wegen Eh^.- bruä)es derFrau Besagten" geschieden. Bald darauf s.g.wte ber {Ute L>err das Jertuche. Der seltsamen Ehe war em ^ohn entsprossen, Herbert Emst Moritz Nsttinghausen, der jetzt im 21. Levensiahr-e steht. Mutter und 2* nebelten nach dem Tooe des verrn R. zunächst nach tchiesoaden über, ^ie immer noch ichöne ,Zrau erregte oas ^pohlgesallen eines Freiherrn v B., ber der Frau naü? und nach 20OOO Mk. opferte. Ätehimals wechselte Iran R. .iyren Wohnsitz, bald tauchte sie in Dresden, dann, wieder in ^iOfraben und letjx häufig auch in Berlin auß

woselbst s . .... . .. , ~ ,

haben soll. Aber die berliner cholv'sti ryj ihr etwas fcharf auf

».nLag.üu..., - .

es mst der tinft hoch angesehenen Gorlitzer .

ab. p'iur kurze Zeit verstrich seit jener Berliner Verurteilung, als Lie Sittenpolizei sich ber Gefallenenannahm" und sie als StoniroliüiLiie" einschrieb. Spater ilt sie wieder von berSitte" iosgekommen. Der Sohn dieser Frau besuchte inzwischen ein Ber­liner BoroerStungsstiiiitut. Er wollte Fähnrich luerben, aber ber Lebenswandel oer Aiutter Ijinbcrte ihn daran. Dann sollte er auf derHresse" zuui b.eichdoaiik-odk.ontar bearbeitet luerben, abtr vas Zähnchen, ein bildschöner junger Mann, zog es vor, in Berstn uno Wiedbao.n unz..h.lge Liebschaften anzuknüpsen und unschuwigen Aritecn die Mupie zu verdrehen. Die Schönheit des Lohnes gab nun der Mutter einen teuflischen Blau ein. ^cr Buria.e fvltte in Beroinoung mit irgend einer reichen Dres­dener üainuie treten, bann sich mit der Tochter des Hauses verloben, zu dieser intime Beziehungen unterhalten und letztere dann unter ber Vindruhnng, ne der Oeffeiittichkeit preiszugeben, zu Erpresfungen auszubmien. Der Plan Ware beinahe gelungen, ^.er wuroige ^>ohn jener perkommenen Frau machte tatsächlich die Betanuischaft einer vornehmen reichen Dresdener Familie,

jcwähkt werden muß.

Handelsminister Möller: Ich kann nicht umhin, meiner Ge« nngtuiing Ausdruck zu geben, daß die heutige Diskufston ft.ruhig verlaufen ist Ich sehe darin den Ausdruck des allseitigen Einver- nehmens, daß wir uns ->ner höchst ernsten Bewegung gegenüber befinden. Ich habe mit Freuden gesehen, wie von den Vertretern beider Seiten dieses Hauses man sich großer Mäßigung befteißigt hat. Insbesondere ist diese Mäßigung zum Ausdruck gekommen m den Reden der Abgg. Beumer kLachen bei den Soz.) und Stocker. Ich glaube, die heutige V-rhandlung wird auch bei denen, die einen ablehnenden Standpunkt noch einnehmen, die Ueberzeugung. wach rufen, datz sie sich einer fest geschlosienen öffentlichen Meinung gegenüber besinden, und datz sie gut tun, einen schweren po­litischen Fehler, den sie gemacht haben, wieder gut zu machen. (Bewegung.) Sehr wünschenswert ist für die Arbeiter, stabile und nicht mit der Konjunktur schwankende Lohne zu erhalten. Die königlichen Zechen sind diesem Grundsätze ge­folgt. Es ist hier nur eine mäßige Steigerung der Lohnhohe er­folgt, aber sie konnte nicht höher sein, damit man nicht spater iurückzugehen brauchte. Etwas Gegebenes zurückzunehmen, ist immer bedenklich. Also man sei vorsichtig im Vorwärtsgehen, denn ein Zurück gibt eS nicht mehr, wenn man einmal vorwärts ge­gangen ist. .

Das Kohlenshndikat hat seit Ende de« vorigen IahreS die VraxiS befolgt, auf Jahre hinaus seine Preise festzulegen, und daher bat eS gewollt oder ungewollt auch in der Hoch- koniunktur verhältnismäßig niedrige Preise gehabt. Die siaarliche Bergverwaltung hätte gewissenlos gehandelt, wenn sie nicht die Kohlen­preise in der ' Hochkonjunktur erhöht hätte, sogar über die Preise deS ShndikatS hinaus. Den Koutraktbruch der Arbeiter habe ich gemißbilligt und bedauert. Ich bedauere ihn, weil ich die Innehaltung einer .Kündigungsfrist für die Arbeiter für viel wich­tiger halte ' als für die Arbeitgeber, und weil ich jeden Kontrakt­bruch als Nagel zum Sarge einer Kündigungsfrist beträte. ES werden gesetzgeberische Maßnahmen verlangt. Mau soll Gesetze nicht ab irato machen. Ein Gesetz über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine und ein Gesetz über Arbeiterkammern sind in Vor­bereitung.

In nicht ferner Zeit, vielleicht noch zum Schluß der Session werden diese Vorlagen Ihnen zugehen. Auch ein Gesetz betreffend das Stilllegen der Zechen ist in Vorbereitung. Mit der Novelle zum Berggesetz beschäftigen wir und schon mehrere Jahre, denii die Materie ist sehr schwierig. Wir haben einzelne Be- sümmungen z. B. die der Bestimmungen über die Krankenkassen bereits durch kaiserliche Verordnung in Kraft treten lassen. Wir fiaben also alles getan, was wir konnten, nm den Brand zu löscheii. hoffen wir, daß unsere Bemühungen von Erfolg sein werden. Ich bitte Sie, auch von dieser Stelle weiter Mäßigung zu üben, damit der Brand von hier aus nicht geschürt wird. (Beifall.)

Hieraus wird die weitere Beratung auf Montag 1 Uhr vertagt. Schluß 6^ Uhr.

ZMMMMW: lebhafte Zustimmung.) .

'ihm -mm Streik selbst. Was die Leute tn der größten Tpan-

LHäMMA-W: sie ihren Kontraktbnich nickt als so schlimm anfthen - -st ^edienbefikcr hnen können: wir wollen mit den Leuten Nicht ver Ä* ff« bei s° proben ^r-pen E ep«,-n. Wenn :n Hnaelner Zechenbesitzer mit seiner Belegschaft Nicht verhanaetn n m bns finbr i ri»Hp ®er hier, wo cP sich uni do? Wohl unb $crie einer pnn=cn Provini bandelt, da »ersiebe ich m*t. wie Ne Unternehmer den Standpunkt vertreten können. mit,der1 Mbetter oraaniiationen verbandeln wir überhaupt nicht. >°w verhandeln v°w twn!- N it linieren °euten. Ja. die Unternehmer sind doch auch m einer Orpanisatton vereinipt. Warum will denn die -'Ne ^rpam- sgtion sich weigern, mit der anderen zu verhandeln? .l^chr gui ' re, :ri Sr.fi acrabc e'ne sehr gesunde und gute Entwicklung. <li f beiden Eeiten rrponitoionen die sich mit. einander veritandipen Tas ist der Zug zur konstitutionellen Fabrik, zur Mitwirkung Arbeiter bei den Anaelegeubeitcn der Fabrik, und weshalü sl. de'n ^Unternehmern nicht;°ssen diese Mittvirknnp y pewahrem Ich meine, wenn die fiönioe sich daS haben pefallen laiien muhen, so müssen auch die Unternehmer sich daS aefallen laben, (teuliarr -fuftimmunp.) Man nmfi die so,ialen Erschemunpen be

trachten. ist. ein neuer Stand hervorpewachsen der vierte ^tand ber nun mich selb'tätig Mitwirken will. Dafür muß mani ani xer üänbni" haben aus beiden Seiten. DaS will Pelernt ein nuf 6. Briten Ehe das c.ver nicht gelernt wird, ist an eine Genmvung ber Berbältniffe nicht zu denken. TaS waren hier nicht ^^ldemo- kratifck verhetzte Leute, sondern evangelische ^ter. ®?an mie die evangelischen Arbeiter durchaus monarchisch und religio,- denken Da schreib? die 8eitt,np de? christlichen Berparbetterver. Handes:Satte man in beit «retten der tPertonlhnip bett ftt e rn'-ttich aewvllt. so hätte der Stteik vermieden werben können irvevt frnrt;) Die Zechenftillleaimg.ift eine Folge der EUndikatS vvli.ik Das Evndikat n-efite pröftere Diridenden ohne eine ent. ivrechenbe Erhvhnna der Arbeitslöhne. Sov da« bie Leute m aufrei-en? Dann kam die Sibernia-Anpelepenheit. und die hat die Bevölkerimq. auch die nicht direkt betetlipte. panz powalttp ver drosseln die Leute saateu sich: Das'ind Erscheinungen die barau bindenten daß die Svndikate mächtiger sind als der nullt Das Kavital planbt. eS kann mit fp'nrtn Perniopen fdralten und walten, wie eS will. eS kann nicht ,ur Reckunf-lmst «ewgen werden, ssreilich. vor den Genchten mebtl Aber vor dem os,ent lichen sv-ialen Bericht kann es nicht bestehen I

bin verantwortlich für das. was ich mit meinem Kapital hie, ich bin nur der Haushalter; und es 'Ernt auch einmal d e Stunde wo ick das auch verantworten mutz. D a ß Gefühl muß man haben unb nicht denken: .ch kann mit memem Sam al nmdien. was ich will! tLebb. Zusttrnmung.» .Ursachen dieses Dwe,ks licaen viel tiefer, als in den äußeren Anläßen. Man muß daher auch tiefer dringen und dic Verhältniffe selbst^ zu verstehen ftchen, dann kann man auch erkennen, daß bester ist, zur ^^M^ung und zur Versöhnung zu wirken, als die Sache auf die Spitze zu tteiben und gerade die Neaierintp kann sehr v el öur «erfobmmp beitragen Freilich, WaS der Reichskanzler gestern sagte, daS hat die versöhnende Kraft feiner Worte im preußischen Abgeordneten- Hanse erheblich gemmrert. (Lebhafte, lang ^anha tende Zusftm mung) Allerdings hat dafür wieder der Handelsminifter hier eiwas verföhnlicber gesprochen, und so hebt sich das.vielleicht au sHeitcrkcit.) Tie Regierung darf die Dinge. nicht einfach tmben , lassen. TaS führt uns zuruck m barbarische Zustande. Sehr befriedigt hat mich, daß der Minister Moller gestern sagte, die Re- ! gierung versuche auch jetzt noch beständigEmwirkungen> «vf die streitenden Parteien. Die Regierung hatte aber schon langst . Mittel judwu sollen, sie hätte vor allem darauf dringen sollen, daß i vor jedem Streik ein obligatorücked Schiedsgericht nut ^.^mungs. zwang auf beiden Seiten einberufen wird. (Großer, allwitiger Ber- , fall.) Außerdem: hätten wir überall Arbeitsämter jo hatte vor denselben eine Besprechung, eine Verständigung stattfindeni können. > Und hätten wir ein ReichSarbeitsamt, so hatte dies fortlaufend ; die einzelnen Klagen prüfen und VerhaMunaen leiten können

Es wäre dann nie zu solch einem Konflikt gekommen Also die Hilfe liegt doch zuletzt in der Organisation der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Sagen Sie von den früheren Zeiten, was Sie wollen, die Innungen, die in unsere moderne Zeit nicht wehr m der alten Form hineinpasten, haben zu ihrer Zeit doch vielfach dem Frieden gedient, und daß bei dem Uebergang tn dre neue Epoche der Kabrikarbeit diese Crpanifntioncn aufgehoben, die Menschen zerstteut, atomisiert wurden, jeder sich selbst überlasten wurde, das war das große Unglück und deshalb ist c5 zu alledem gekommen. Eine richtige Organisation verhütet das Unglück. Ter^bvchselige alte Kaiser Wilhelm hat sich die Zusammensetzung der GefellschaN so gedacht, daß ein Aufbau in Korporationen der einzelnen Stande auf dem Boden des christlichen Volkslebens geschaffen wird und der jetzt regierende Monarch hat die Einrichtung von ArbeiterauS- schüffen in den Fabriken empfohlen. Tas kaiserliche Wort muh in Erfüllung gehen. In diesem einfachen Mittel liegt die Lösung der Schwieriakeiten. die uns jetzt schier unentwirrbar scheinen. (Leb-

mtt bra Soziakb-mockrwttti ®ub

Keineswegs; eS handelt sich hier even nw ^r-wivolitik. Das Interessen. Die Gewerkschaften trei P zufällig

sollte doch nackgerade jeder tw^n, wenn^ (Heiterkeit.)

Reichskanzler, aber :m pvlrtischen Le ausschließlich dahin, Ueberall geht auf den Gruben daS Streben ^usschue^cp höhere Gewinne zu erzielen. .Die ' ir- Wenn die Re- nicht in dem Maße gestiegen wie die Kc>hle p se. )-oHte sie gierung die Bergwerke Nicht verst chen> w Zustände un-

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Seiten in diesen wirtschaftlichen Kanwf nock^pol^^ anc? ver- hineingetragen werden. Der wahre 4 .tcr u verschärfen, meiden. wa§ geeignet ist, die ®egen| tze und können uns

Wir halten die Sachlage noch nicht ur geUatt bcr Arbeit- daher weder aus die Senk der Arbeiter nocp a , Reichs- geber stellen. (Lachen un^ abaIsieht in diesen kanzler selbst ist Astern aus der Rolle gf' ^ic Sozial-

Lohnkämpfen nur politijdie Mache und wacht le lft w yiuf

demokratie dafür verantwortlich. Da mejchfikauzler überhaupt wirtsckaftsreformerisltzem Geb'et Miß der . i vewcist

nickt gut Bcscke-d. (Lebhafte Gewerksckafts

auch seine Bemerkung über die H^ch'7? '^rden zu dem Zwecke, vereine. Er meinte, Iw seien 6cgr . Fahne deS

der Sozialdemokratie Truppen abz unbekannt zu fein,

Msckritts 'u^hren Ihm s^ nt e g« ^nn. Die

daß man einer sacke auck um ibrer 1 verhandeln, weil

Arbeitgeber weigerten nck. Mit JrDl^nn aber nickt

siefontraftbruefug ^^worden .eie . vor die

wimdern, wenn die Arbeiter den Untertteymern oen » ^n5

Süh- »erfra. "E Hm.,!..!. b°sih".

S. Ä, «ÄS SWSMM-

Tipat- Mit Arbeitern verhandeln wir niatl , muß jamer lebend "wirken Tie Herren vom bergbaulicken Verein sollten c^. sick dock noch einmal überlegen, ob ihr Vorgehen kl"", taktvoll und mnr kS^hr richtigI) Ta kann Wohl der Verdacht aus.

taiickrv bap bicfcr Streit von den Iknternekimrrn felbst ^wiinsckit wirb, um einen Pront ber-usttis-kltapen. .^rwabrllmks^ Die sckiketisckvn KokilentPvi-ie sind au» nur bur* bte Urei . u buT(f) das El-nd der Masten reich geworden. WaS tun denn die Grubenbeiitzer? Dock, nick-ts anberes. ak? baß C°up°n!ckiere in Beweauva ftfcen. wäbrenb bte Arbeiter Taa unb Wndt ifir .rbtn in einem Karnv'e aut- EricI fetzen, ber ufmerer nt al» ber be« Sokbaten geflen ben Sveinb. unb ber b.'S «eemanm.. pepen .. ette und Wind. Deshalb wünfcken toir auck nickt, daß bte Urvetter durch die Gefetzaebung auck nur einen Deut 'chlcter gestellt werden, al? die Unternehmer. Wir mahnen dringend die Regie- runa. uns mst gesetzaeveri'cken neuen Vorschlägen für eine um­fastende Neureacluna des Bergrechts möglichst schleunig zu kommen und lieber andere Tinge jetzt zurückuisteNeu. Tas wird auch im Jntereste des Vaterlandes liegen. (Beifall links.)