Ausgabe 
23.1.1905 Zweites Blatt
 
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schleunigen muß, ist sicher.

einem

Bratet und Hochzeit

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Seiden-Grieder-Zürich.

Sie von Adel?^ war die weitere Frage.Nein/ antwortete der Gefragte,aich sein von Grimrch" (Grünberg).

2. Wieseck, 21. Jan. Heute waren es fünfzig Jahre, daß der hiesige Bürger Ludwig Deibel I. mit seiner Ehefrau Marie, geb. Wilhelm, in den Ltand der Ehe trat. Anläßlich dieses' Ereignisses wurde auf Wunsch der Verwandten in der Wohnung der Genannten heute eine er­hebende Familienfeier gehalten. Bei der vom Ortsgeistlichen versehenen Andacht wurden dem Jubelpaare einige sinnige Geschenke überreicht und innige Wünsche dargebracht. . Der Jubilar hat am letzten Donnerstag sein 75. Lebenswahr vollendet, die Jubilarin wird im nächsten Sommer 7 4 Jahre alt. Aus ihrer Ehe gingen sechs Kinder , hervor welche sich sämtlich verheirateten und noch leben. Eine stattliche Anzahl Enkelkinder und einige Urenkel dursten die Jubilare sehen.

v Meschenbach, 21. Ian. Bei der heutigen Stammb olz - Versteigerung wurden außerordentlich Kobe Preise erzielt. Der Festnieter Fichtenholz kam tm Durchschnitt auf 22 Mk., Eichenholz leichter Gattung aus 17 Mk. Gute Waldwege ziehen seit letzter Zeit Käufer aus

Aus Stadl und Aand.

Gießen, 23. Januar 1905.

- Theater-Verein. Die nächste Vorstellung ist aus Mittwoch den 8. Februar festgesetzt. In ihr kommt ein neues SchauspielUm Seinetwillen" von S. Erdmann- Iesnitzer, das jüngst in Darmstadt zum ersten Male gegeben wurde, zur Aufführung. Fräulein Frieda Eichclshcim aus Darmstadt wird die weibliche Hauptrolle der Sängerin

mit dem Wesen einer bürgerlichen Republik stehe, und so hat sich auch das Ministerium Eombes in die Notwendigkeit versetzt gesehen, einen Bundesgenossen gegen den .lorps- qeist des Heeres in dem Freimaurertum zu werben und dadurch den Militarismus innerlich zu spalten. <ln die,em Versuch lizst es gescheitert. Aber die SäMrerigkerten, mit denen es im .Heere zu kämpfen hatte, gingen schließlich doch auf seine antikirchliche Haltung zuruck, und insofern haben seine Feinde recht, wenn sie meinen, daß er der Gegner­schaft der Kirche erlegen sei. , . a . . .

Tas Hauptereignis dieser Woche aber, das in fernem augenblicklichen Stand die ganze Welt in atemlose Spannung versetzt, Ist die Arbeiterbewegung Rußlan d, Die mit einem Ungestüm ohne Gleichen losgebrochen ist. Steht Rußland in bet Tat am F°vabend rnnor aNgcmorn n

gedungen von Vertretern dos Adels, d°r Landschaften der Städte dauern fort, und ebenso wenig gelingt es, die Presi mundtot zu machen und auf diese Weise, was sonst so leicht war, jede aufrührerische Regung durch den Mangel an R s - nmu zum Schweigen zu bringen. Einmal aus oen ^eg gewiesen auf dem es seine Stimme zu erheben vermochte, läßt das russische Volk sich den Zugang zu diesem Wege nicht mehr durch neue Schranken. versperren..Dazu halten Zwischenfälle wie der am Donnerstag beim Fest der ci­to eitle btc Erregung wach, denn die suchte wollen nicht verstummen daß es sich bet der Abgabe eures scharfen Schusses auf das Kaiserzelt und das Winterpalais um ern vorsätzliches und sorgsam vorbereitetes Älttentat gegen d ^aren ^handelt habe. Wenn es sich bewahrheitet daß auch unwr den Soldaten Revolutionsgedanken.gehegt und verwirklicht werden, wird den kommendenl Ereignissen m t größten Befürchtungen entgegengesehciic ^rdenmassen.

wir soeben, kurz vor dem Abschluß dieses Artikels vurcy ein Drahttelegramm erfahren, hat am. Sount g

das Militär auf die Arbeiter, die die bekannte Bittschrift an den Zaren abgeben wollten, sch arf gesch o s, en Noch sind die Meldungen nicht abgeschlosien, w"vtele Men- jchen dadurch umgekommen sind. Daß Ä>er

bätterioloqischen Institut praktisch tätig gewesen sind; 4. min­destens drei Monate lang als tierärztlicher Beschauer le Fleischbeschau in einem größeren Schlachthof wnerhalb des deutschen Reichsgebiets unter der Leitung eines d'e Befahlg. ng -um Staatsdienst besitzenden Schlachthostiemrst^ ausge kaben- 5. die Doktorwürde bei der medizinischen oder pH,lo- sophischen Fakultät einer Universität des deutschen Reichs am Grund einer mündlichen Prüfung und ernte gedruckten

Marianne Bahlen spielen. .

» Staatsdienst im Veterinärfach. Das am 17 l. Mts. ausgegebene Regierungsblatt Nr. von 1 o enthält die neue Großh. Verordnung über die Vor­bereitung für den Staatsdienst im Deterinarfach vom 4. Januar lf. Js. In ihr sind, den Fortschritten. der Wiffenschaft und den an die Vetermarbeamtea zu stellenden Anfordenmgen entsprechend, die Ansprüche an die Vor- un Ausbildung gegenüber den seitherigen Nicht unwesentlich cr- böht worden. Es kommt dies besonders in den m § 2 bet Verordnung enthaltenen Zulassungsbedmgungen zum Aus- dmck. Diese lauten:Zur Prüfung werden nur solche Be­werber zugelaffen, welche: 1. die Approbation als Tierarz innerhalb des deutschen Reichsgebiets erlangt undsich be der Zulaffung zur Approbationsprusung tm Besitz des Riife- zeuqnisses eines Gymnasiums, eines Realgymnasiums oder einer Obcrrealschule oder einer durch die zuständige Zentral­behörde als gleichstehend anerkannten höheren Lehranstalt be­funden haben; 2. nach erlangter Approbation mmdestens zwei Jahre lang innerhalb des deutschen Reichsgebiets d,e Tier- heilkiuide in der Pripatpraxis °der als Assistent rn einer

der ganzen Uingegend herbe,.

Ort en berg, 20. Jan. Mehrere Landwirte der Urnq-gend gründeten heute hier für Ortenberg erneu Geflügelzuchtverein. Man richtet das Augenmerk aus Zroduktion von Mastgeflügel.

s , c. j .»cn ans Hessen und bett Nachbarstaaten. In Alzey verbrannte da? älteste Kind des Taglöhners Ludwig Maurer. Der Kinderwagen, welcher neben dem Ofen stand, fing wahrscheinlich durch Heraussallen eines Funkens Feuer und das Kind mußte elendiqlicl) ver­brennen. Die Frau des Mannes arbeitet gleichfalls tm Tage- lohn. In Dahlheim bei Oppenheim starb vor einigen Tagen eine katholische Frau, ohne dieletzte Oelung" empfangen zu haben; der katholische Geistliche v er- weigerte die kirchliche Beerdigung mit dem ciusbru^- lichen Hinweise, daß er der Beerdigung nicht beiwohne, iveil die Verstorbene die letzte Oelung nicht empfangen habe. Daraufhin haben zehn Gemeindemitglieder Den Austritt aus d er katholischen Kirche beschlossen und bereits Schritte getan, um zum Protestantismus über* zutreten. An den Straßenecken waren Plakate mit der Auf­schriftLos von Rom" angeschlagen. .

a letzte von ihnen verschwunden fein.

°"°rb e -A vo^l $on cincm Soldaten . et :rp ließen erzählt man sich, wie unS geschrieben aus dem Kreise Gießeni eqja > beteeffenbe Vaterlands- Ä &Ä.«3u».= ».chd,m ?.»..*1.«* -6"ib

Dissertation erlangt haben.

" Schulgeld an den Volksschulen. Mich de gesetzlichen Bestimmungen sicht den Gemeinden da? Rechtu, an den Volksschulen Schulgeld S» «heben Dori b,e|em SReJte

<>Qbre 1877 von 988 Schulen 46^ Gebrauch, unb^im lausenden Jahre wirb bas Schulgelb noch an 2 5° Schulen erhoben. Die Gememben, b,c cs noch -rstebem r nripn MieiftenS zähe an der bisherigen Einnahme fest, ° I aufheben könnten, ohne sich bamit trgenbw.e ,» 'hren Ve' haltniffen erheblich z,r schäbigen unb wehe zn tun. Es st d JllrAQUs nicht nur btc armen Gememben, bte cm Schulgeto erhebens sonst müßten ja unter den 57 Gememben des Kreises Alzey 25 arme und in den Kreisen Bingen und Mainz nu/wohlhabende sein, denn nur '«?,esen beiden^ Kreisen ist das Schulgeld völlig beseitigt. Die nächste An­wartschaft ganz schulgcldfrei zu werden, haben d,e Kreise Bensheint, Darmstadt, Friedberg, Groß-Gerau, Oppenheun und Worms die das Erheben dieser Steuer nur noch ganz ereinle t zu verzeichnen haben. In den geb rgigen Kreisen Alsfeld und Heppenhei,n ziehen noch die nte.sten Gerne,den oök dem ihnm gewährten Rechte Vortest und auch tn d

teilweise gebirgigen Kreisen ist oet <>c bttgen ga $ Unentgeltlichkeit des Unterrichts noch

der Nacht entkommen. . ~

* Der Kronprinz auf dem Kommers des er eins deutscherStudenten. D« Th-ateri-al des Nemn. Könialick-en Overn-Theaters war am Donnerstag abend schon ^tig9 überfüllt, da die Msicht des Kronprinzen, w des Vereins deutscher Studenten teilzunehmen, eine große Aw» licBunn^fraft ousaeübt hatte. ?ln den Ehrentafeln nahmen von. den alten H^n" die den Verein vor 24 Jahren begründet hatten Gehlimerat Profoffor Dr. Adolf Wagner, -ö°spr-dtger a D Stöcker imb ?lbg. Liebern,cmn von Sonnenberg, ferner der Rektor der Universität Geb. Medizinalrat Drop Hertimg nut vielen Dozenten, General der Kavallerie von der Plamd mtt zahlreichen Generalen und Off,zieren, hol)e Beamte der -Je, i

I fterien und Behörden, Oberhospredtger D. Drvander, bofpredtger Ohly und andere Geistliche, Sllxpeordntte des!Reichs- tmd -Mtbtages Platz. Die Sttidicrenden der hiesigen Dockschnlen stwted'e ^er eine deutscher Studenten aller deutscyen .Hochschulen waren durch Ebaraierte "vertreten Gegen >/-9 Uhr verkündeten Amtfarenklange LHnLff^ des Kronen, n und des Prinzen Eite Fr,-drM die an der Spitze dec mittelsten Ehrentafel neben dem -alten Herrn" Geheimen JuAzrat Zeidler und Hofpredwer -W Platz sanden. Später setzten sich abtoetftf elnb °^cT^)tBIcbtgCT ^rn aabCT Geheimrat Wagner und der Unwersttats-R.ktor zu den Primen Nach dem GHng desArkona-Lied-L" bra^e der Präsidc des Kommerses Stild th-vl. Ohly dar Kmfcrhoch aus^ Gr dankte dann auch dem Kronprinzen und dem Pr,ng«n. Ettll Friedrich für ihr Erscheinen und toastete unter brausendem Beifall

den Kronprinzen seine VraM, die Serzogm E^lte, u^ den Prinzen Eitel Friedrich. Kaum hatte der Begeisterung gelegt, als sich der Kronprinz erhob und W lauter Stimme erwiderte. Er danke für die soeben

unq Er habe die Einladung zu dein Kommerse mit aufrwstiger Freude erhalten. .Seine ftnbenhWn J<rhre lagen mgt west zuri,ch und er denk- noch sehr gern, daram Er tr^a mit einem vivat floreat cretzccrt auf .das Wohl

Später brachte Lie. theol. Mumm einHochEua^ qFfricft Die Festrede hielt Cand. theol. ^orentzeu. Ans bte: bmtfcfc Armee und Flotte toastete Redakteur ^tein, auf die | ßLiftp Cand theol. Hauk. Erst nachdem der Abgeordnete

! mann auf 'die vorwärts strebende Jugend etn.

imb h?r Rektor Prof. Hertwig auf den Verein deutzcher Chi benten einen Salamander kommandiert verließ ter. Kron« n Eitel-F-ritz umjl? Uhr den .Kommers.

Horrlichor Wohl^oruch^ ziiverlAsfigeE, Wirkung r. Erzielung eines reinen Mvrrholinseife.

^-ints, sind die Borznge ,-A

Vermischtes.

* einen frechen Raubzug hat eine Diebes- und RLuberbanbe von fünf Personen, mit Revolvern unb anberen Waffen versehen, in ber Gegenb von Cassel unternommen. Sie haben bie günstige Gelegenheit ausgenützt, baß bte Gen- barmen ber umliegenden Ortschaften in ba§ Sireckgebtet ab- fommanbiert finb, unb finb in ben letzten betben Nachten m die Dörfer Zwehren, Großenritte, Altenbauna ryw. eingeruckt. Dort haben sie bie fiauftöben, Wirtschaften "Nd VorratS- I faimnetn gewaltsam erbrochen unb ausgeraubt. Die herbei­geeilten Ortspolizisten, die fchimpfenben Bestohlenen und anbere hilfsbereite Personen bedrohten st° durch Revolver- schüffe unb schreckten sie zurück. Dann finb sie tm Dunkel

SnielploK btr vrreinigten Frankfurter Ztadttheater.

Opcrnliaus. .

Nirostan bei, 24 Januar"n .Helena." pieratthLa Eaprera.

Geburtstages Seiner Dwiestät deS Kaisers und Königs Wiwelm II Die Meistersinger von Nürnberg. Samstag den -ctmnrnr "nachmittags bald 4 Uhr: .Bloudelichen^ ? u(n..Das Glöckchen des Eremiten. Hierauf: ! Ballet Sonntag den 29. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: ,.Blond- M/ Abmd» 7 Uhr:Die Stumme von Portier.' Montag den 30. Januar:Boecaeio."

*V^luiaug, locnn nicht anders demerst. adend>.> lau .

Volilische Wochenschau.

Der große Bergctrbeiterausstrmb im Ruht^ebiet ist

s-. Ausständigen entstehen, die zum Einschrerten ber Poltzer Lan^a unq geben könmten tntb zu Exzessen )a,sogar M

Bssä-äm «s L ^Eenktos' vermeiden will, eine Gefahr der erwähnen Art ul uc, u.

ni^zu bestehen. VerhmtÄungen liegen zur Zert noch mcht ^^iution? Tie Anzeichen dafür mehren sich ledenfaNs.

ntzer die Regierung hat beverts Maßnahmen getrofien, I Versuch der Regierung, bte eine jjettlang geloctcrlcn Zustand, baß ein solches Heer I I^^Vr skafse?<ntzuziehen, bleibt erfolglos bte Kunb- m oTrhpifprn bie Arbeit nieberlegt unb sich und ihre 1(ln Nertretern des Abels, der Landschaften, bei tot ausgesetzt hat, zu beseitigen unb tm ®^ltaa finb programmatische Erklärungen erfolgt. Der

^unb Ministerprästbent Gras Bülow Praztstert« L q-ttfaabe ber Regierung als eine breifache: unpartettsche kei2ng b-r Differenzem Aufrechterhaltung ber Ordnung Mb Schutz der Arbeitswilligen. Es ist vom Retchskanler ebenfo tote vom Minister MöNcr betont worben, baß bte ? rbeiterorganisation versagt hat, unb damit begründen es sstt bst siechenbesttzer, wenn sie ein Verhandeln mtt ben, Äiterbertretern als zwecklos ablehnen. Aber hegt htev i(i i nstlleicht boch eine Versäumnis ber «Regierung vor. Wmn b st oft geforderte Anerkennung der Berufsvereine ^wn bestanden hätte, bie Gewerkschaften aljo gesetzlich an- Irl «inte Vertretet ber in ihnen organi?ierten Arbeit«- ^?en mürbe ihre Autorität gegenüber ber Arbeiterschaft liwer größer gewesen sein, und bie ILchenbesitzer wuw i:2 dann kaum h-aben weigern können mit ihnen in Liblung zu treten. Unb ist ntcht eine andere Verfiiumnts her Regierung barm zu sehen, daß sie sich W er«r enr Mosseu hat, Kommissarien zur Untersuchung der Verlchlt- ni st m das Ruhrgebiet zu senden, obwohl bet Streik schon feil Monaten drohte? Was jetzt sehr schNnertg tst, , oaourcy urnyeiummvn ~-u. b g. 'z einiqe Zeit vor Ausbruchl des allgemeinen Streiks stden-I blutiges Ereignis die Revolution in Rußland be- falls beträchtlich weniger gewesen. h ---------------& irt

Ten bemerkenswertefstn Beitt-mzur Beurteilung der ueaenmättigen Lage gab Minister Möller. Er erklärte, hn^ ihm ein Fnium passiert sei ntit der Behaup ung, daß ber Bergbauliche Verein dem berliner Protokoll von 1889 nicht zugestimmt habe; es ,ei nachbarlich bach g^ sieben- das zu wissen, wrrd nnr vorteilhaft sein oei ven Eiteren Verhcmblungen". Gewiß. Denn aus bet wirklichen okra angeblichen Verletzung jener Abmachungen lerkn di Arbeitet ihre Hauptbeschwerben ab serner stellte de Han- delsminister fest, daß bte Verhanblungen tm Streirgevier jcljt auf einem toten Punkt angelangt seren, weil eben di Ästbeitgeber sich weigern, Verhandlungen mit den Jibexter- bttftSen1 M pflegen Minister Möller sprach sein Be- b aus Dies Bedauern wird überall geteilt

werden und wird wohl vielfach in beträchtlich fcharferer wm Ausdruck kommen, als in den Worten des Mi- Zers' Tie FLation ist ,° bebenNich, bas allgemein sinteresse ist so in Mitleidenschaft gezogen, lmß es nicht angeht sich auf einen formellen Stanbpmitt zutuck^uziehery Zn mm? sich nicht selbst ins Unrecht setzen null, toe «ccticnbeftber sagen: Die Arbeiter haben sich etnen Kor^ staktbruch'uns gegenüber zuschulden kommen lassen, und ehe diese Gesetzesveuletzung nicht wieder gut gern acht ist, können wir nicht mit ihnen verhandeln. In einem zivil- rechtlichen Streite ließe sich die Geltendmachung solchen ÄEÄen. X. L «,£«*» in Frage steht, wo etn nationaler Notstmid droht, wst .. <fstaf Bulow sehr zutreffend sagte, da muß >chch gerade von den Kreisen, bie auf ein ausgebildeteres Verständnis für di nationalen und wirtschaftlichen Ersordernisse Anspruch machen, ein ernsthaftes Entgegenkommen verlangt werden deshalb hätten b'fc Zechenbefcher sich ulcht das^ geringste t-ergeben, wenn sie durch Vermittlung der Regierung mit ben Arbeitervertretern verhandelt hatten Sie wuroen oa- ul vtl ------ .. miVMr

durch Sympathien gewonnen haben, die ihnen sttzt, darüber Lehranstalt ober in einem Gestüt ober m Militär

darf man sich keiner Täuschung hrngebeu, m ». W1 bei einem Vetermarbeamten praktisch

großen Teile des Bürgertums fehlen, unb fo völlig gleich °b g mindestens brei Monate lang m einem

gültig kann bod; ba§ auf bte Sauer au* ^nert fern | ^/ftitut »raftifcf) tätig gewesen sind; ch

Im Ausstandgebiet selbst herrscht musterhaste Krönung, w Streikenden haben eine Gruben Polizei organisiert, um Aus- schreitungen gegen Arbeitswillige und Grubenbesitztum g .gichst hintanzuhalten. Das Interesse des Publikums be tätigt sich in den Spenden, die man ihnen zuteil werden läßt. Da diesmal alle vier Bergarbeiterorganisatwnen soli­darisch vorgehen, so ist die Position der Arbeiter von vorn­herein eine andere als bei einem einseitigen soAialdem - kratischen Streik. Ein charakteristisches Beispieldafür is die Spende d'es ErKischoss von Köln zugunsten der Strer- kenden, ein Vorgang, aus dem man bereits jetzt darf, daß der Streik gesetzgeberische Maßnahmen zur Folge haben wird, die eine endliche Gesunduny der inn^en politischen Verhältnisse herbeiführen dürsten. Der diesem Streik ist die Ehre des Zentrums als sozialpolitischer Bahn­brecher in Deutschland engagiert. Das wird man valo in ausgiebiger Weise zu merken bekommen.

Ist es in diesem Jahre der Bergarbeiterausstand, der bas Geburtssest des Reiches, am 18. Januar, mit seinen Schatten verdüstert, so war es im vorigen Jahre der 'Aus­bruch des Herero-Aufstandes, der keine rechte Heuoe aufkommen ließ. Heute dürfen wir wohl sagen, daß wir dieser Sorge glücklich enthoben sind. Wenigstens ist aus einen nennenswerten Widerstand der Herero nicht wehr zu rechnen, nachdem Wilhelm Maharero, d^r nach Zacharias Aussage als einziger noch einen Hlaustn gutbewasfneter Hereros führte, nun auch feine Unterwerfung angezeigt yar. Freilich bleibt immer noch eine schwere Ausgabe zu losen: die Bezwingung der Witboileute. Da aber zweifellos em Teil ber Truppen, bie seither gegen bie Herero gefochten haben, nun für ben Hottentottenfelbzng verfügbar wirb, so bars man hoffen, baß auch im Düben unseres Schutz­gebietes ber Aufst-mb bqtb ntebergezwungen fein imrb! 8 Nicht nur Deutschland fonbern auch Fr ankreich hatte tn ber letzten Woche seine kritischen Tage. Das Kabinett. oeaun(. bie Uu«. Corn des ist gestürzt, ober wenn ba$ besser lautet, frei» ' Erfolg zu wünschen, beim un Kreise Erbach haben

wilfig gegangen Ob sich Eombes noch hätte halten können, mancher g Bübingen 17, m ben Kreisen

ist eine^Frage mit bereu Beantwortung wir uns nicht auf» 6 1 @c£,ottcn 15 unb im Kreise Gießen 13 Ge­halten wollen Aber barüber kann fein Zwe fei bestehen, Dieburg unb d)i aber stetig geht btc Zahl

Laß sein politischer unb moralischer Krebst b's auf einen m°'nben wtbefttanben. « unb in einem Menschen- kleinen R?st anstz-braucht war unb baß es ging well es , der S-hu «. M't «chulg^ I ;crid31uunben sein, sich nicht länger halten konnte. Sckwld <m dieser Erst- Wickelung ist alterbingS nicht utimittclbar^bte anhWtdH Tenbenz des Kabinetts, kompromittwrenbr

Angebereisystem, in ber Armee, bav fibenten bet Republik stark verletzt zu staben schemll Es ist oft barauf hingewiesen worden, «n KmegSheer v der Größe deS franLösisch-n M eurem gewissen Wwetspruch,