rückgeworfen.
General Stöffel
Das heißt auf Mensur stehen, das
biflimfl ihrer Ideale ergriffen!
Sine, sine, affe Hochachtung!
war eine moralische Konrrahage.
spieler und ein Schweizer.
König Friedrich August
traf herite nachmittag zu inehrtägigem Aufenthalte hier ein. hpr Antwort aus die Bearüßimasansprache, die Ober-
gan;e Negierungs^eit fein wird.
2t Hdlötli)
gerichtSI sand heute die Erpr-esserasfäre gegen den Breslauer Landgerichtsdirektor Hasse ihr gerichtliches Nachspiel. Unter der Beschuldigung, ihr Opfer nach und nach imt über 40 000 Mk. erleichtert und in der schamlosesten Weise t der Konditor
5 russische Kompagnien auf jeder Seite der Eisenbahn vor und umzingelten die Vorpostem Ein Teil der Nüssen stürmte schließlich in die japanischen Besestig- ungen hinein, wo sich ein heftiges Handgemenge entwickelte; es endete damit, daß die Russen um 3 Uhr morgens gänzlich geschlagen wurden. Sic ließen 6 0 Tote auf dem Platze. Einige Gefangene gerieten in unsere Hände. Kleinere Abteilungen des Feindes wurden bei Manchicchuantzatun, Sanch.iatzu und Lapatai zu-
Vom Kriegsschauplätze.
Petersburg, 1. März. General Kuropatkin meldet vom 27. Febr.: Ter Feind ging gegen unsere Abteilung bei Ubenepusa vor und wurde zurück geschlagen ; ebenso wurden die Japaner bei K a o t u l i n und Beigaolin zurückgeworsen. Unsere Schützen beunruhigten den Feind auf der gairzen Front und warfen Handgranaten auf die Linie Baisaiße-Sandepu, wo sie Aufregung hervorriefen. Ein um 10 Uhr abends eingegangener Bericht meldet die Einnahme des Brückenkopfes am Schaho; es wurde viel Material erobert. — Vom 28. Febr. meldet Kuropatkin, unsere Avantgarden bei Kandaza hielten ihre Stellung, nach erbittertem Kampfe wurden die Japaner bei Kaotulin zurückgeworsen.
Petersburg, 1. März. Die „Petersb. Telcgr.-Ag." meldet aus S a ch e t u n : Das Artilleriegefecht
gangen:
Der Beschwerde über polizeiliches Einschreiten acaen das öffentliche Verbreiten und Ausrufen der Nununer 1 der Woebern schritt „D e r R e t t e r aus d e r I n d e n n o t" kann ich n i ch t st a t l g e d e n. Namentlich der Arnkel in der Beilaae ift bemüht, aeiviffe Klassen der Bevölkerung ui Gewalttätigkeiten gegen d i e indische Bevölkerung ci u f z u - reizen, ja er schließt mit der Aufforderung zur A u s p l ü n d c- r u n g und Zerstörun g der Läden der jüdischen Kani- leme, deren Eigentum zu v e r n i ch t e n. Die Polizeibehörde war daher verpflichtet, gegen das öffentliche Verbreiten dieser Flugblätter gemäß § 10 Teil 2 Titel 17 des allgemeinen Landrechts zur Erhaltung der öffentlichen Ordnung eiitzuschreiien.
— Die Stadthäupter der Städte unter 2 5 0 0 0 Einwohner hielten hier eine Versammlung ab, um über ein gemeinsames Geschenk für den Kronprinzen 511 beraten. Es wurde beschlossen, bei der königlichen Porzellan- Manufaktur 80 Dessert-Teller, eine große und _ zwei kleine Blumenschalen, vier große und vier kleine Aufsätze zu bestellen, die einen Gesamtwert von 18 000 Mk. erreichen sollen. Außerdem wird eine Adresse überreicht werden.
— Bekanntlich wird dem preuß. Landtage demnächst eine Novelle über Llenderung der Landtagsmahlkreise ztlgehen. Dem Vernehmen nach sollen in dieser Novelle einige wenige Niesen-Wahlkreise eine verstärkte Vertretung erhalten.
— Der Führer der freisinnigen Vereinigung und Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhause, Abg. Brömel, wird durch seine angegriffene Gesundheit voraussichtlich gezwungen sein, sich noch während der Session für längere Zeit von den parlamentarischen Arbeiten zurückzuziehen.
— Eine Liste von 34 aus Berlin a t: s g e w t e, e n e n, lästigen Ausländern wird wiederum im Zentralpolizeiblatt veröffentlicht. 17 davon sind russische Staatsangehörige, unter denen sich ein Kind von 7 Jahren befindet. 14 Personen sind Oesterreicher, 2 Italiener, beide Drehorgel-
. . . . Wie gesagt, die katholischen Korvorationen haben einen guten Tag gehabt, sie sehen, sie sind bereits zu einer Macht geworden, vor der ihre Gegner ängstlich knieschnackeln. Darum nur feil drauf los. Tie Charakterfestigkeit 1 bie nur beim katholischen Teil etwas gilt), das ist das Schöne, das Prachtvolle. Das katholische Deutschland darf mit Cwlz auf seine katholischen Korporationen zeigen, als auf die von Jahr zu Jahr wachsenden Neservebataillone eines kathol. gebildeten Laientums. Daher die Wut der Gegner; sie sehen, es ist nichts mit ihi er Hoffnung auf die Berpaganisierunq der katholischen Kirche, im Gegenteil, gerade in dem Nachwuchs des gebildeten katholischen Laienstandes zeigt sich eine der schönsten Erscheinungen des modernen Katholizismus. Diese Tatsache muß einen jeden treuen Katholiken mit innigster Freude erfüllen und deshalb brause durch die katholischen Reihen als Antwort nuf das Brüllaffengeheul der Mehrheit im Löwenbräukeller ein donnerndes
Vi ant, floreant, crescant
unsere herrlichen katholischen Korporationen!"
Hie Krieg, hie Fried-n!
Tokio, 1. März. Ter Miniper des Aeußern Baron Komura hielt an die zurzeit hier versammelten Gouverneure eine Ansprache, in der er den Friedens- gerüchtenentgegentrat. Der Mini'ter bestritt ferner, daß in den Beziehungen Japans zu England eine Abkühlung eingetreten sei, intb erklärte, die übrigen Mächte tunden ui 5Gvan ben^-e f-onndlicber als je zuvor.
Chemnitz, 1. März.
betr. die Verstaatlichung der Eisenbahnen eingebracht, der viele Vorteile ausweist, die auch dem Eisenbahnperjonal zu gute komnten würden. Bezüglich des Obstruktionismus erklärt der Minister, daß er mittels derselben Bestimmungen besiegt werden könnte. Eine Besserung sei schon eingetretern Die Eisenbahngesellschaften hätten ungeordnet, daß die Beamten die Verfügungen des Reglements ausführen, und sie wollen diejenigen bestrafen, welche das Reglement in böswilliger Weise ausführen. Er' wiederhole, die Regier- nng wache darüber, daß die Gesellschaften das Reglement voll und ganz aufrechterhalten. Nach heute eingegangenen Depeschen scheine das Personal von dem Obstruktionismus abzulassen. Mau rechne auf die allmähliche. Wiederherstell- ung des Dienstes. Tic Regierung halt- cs nicht für notig, zu A u s n a h m e r e g e l n zu greifen, da die gewöhnlichen Gesetze für diesen Zweck ausersehcu stien.
in Slnrm und Drang
In Petersburg werden im königlichen Palast Gemächer für die Großfürstin Elisabeth und ihre Kinder bereit gehalten.
Die Nachricht, daß der Mörder des Grogfürsten Sergius aus dem Gefängnis entk0mmen sei, entbehrt jeder Begründung.
Eine am 1. März in Petersburg stattgehabte Volksversammlung zur Wahl von Ärb ei terd elegierten in die Schidlowski-Kommission beschloß, vor der Delegiertenwahl an SchidlowSli folgende Forderungen zu stellen: Die 11 Abteilungen des seit dem 22. Januar geschlossenen russischen Arbeiterverbandes sind wieder zu eröffnen. Die Arbeiterdeputiert-en sollen den anderen Kommissionsmitgliedern gleichberechtigt sein. 2;c Komuussions- sitzungen sollen öffentlich sein. Die Berichte hierüber ,ollen. zensursrei g-.edruckt werden. Tie persönliche Unantastbarkeit der Arbeiterdeputicrten soll garantiert werden. Alle seit dem 1. Januar festgenommenen Arbeiter sollen f r e i g e l a s s e n werden. Tie Ar- beitervertreter kleiner Betriebe sollen an der Kommission teilnehmen. Falls bis zum 3. März diese Forderungen, unerfüllt bleiben, werden keine Deputierte in die Schid- l vws k '.--Köm mi f'' 0 n »nrrbrn._________
Aus Stadl und £nnd.
Gießen, 2. März 1^05.
•• Sc. Kal. Hoheit der Großherzog haben dem Kabinettskassediener Engel die Goldene Verdienstmedaille des Ludewigs-Ordens „Für 50jährige treue Dienste" verliehen.
** Einjährigen - Prüfung. Wiederum hat ein Schüler der hiesigen Gewerbeschule, Willy Hahn, Sohn des hiesigen Schreinermeisters Karl Hahn, die Prüfung für den einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund des § 89 der deutschen Wehrordnung bestanden.
** Aus dem B 11 r e n u d e s S t a d t t h e a t e r s. Ein sehr liebenswürdiges Lustspiel hat die diesjährige Saison noch zum Vorschein gebracht: Gustav Kade Iburgs „Familientag". Das heitere Werk hat den Weg über fast alle größeren deutschen Bühnen gemacht ober ilt zur Aufführung angenommen worden und hat sich überall als Schlager erwiesen, der fortdauernd ausverkaufte Häuser erzielt. Das Personalverzeichnis stellt große Anforderungen und es hat denn auch das gesamte Personal unserer Bühne ohne Ausnahme zur Mitwirkung heran'gezogen werden müssen. Zweifellos wird das Werk auch hier bei der sorgfältigen Vorbereitung seine Anziehungskraft ausüben.
Alsfeld, 1. März. Die gestrige Sitzung des Gemeinderats beschäftigte sich mit der Schlachthaus-Er- rtchtung. Der Voranschlag dafür betrug 111 500 Mk., er wird auf 113 800 Mk. erhöht. Das Mehr von 2300 Mk. rührt daher, daß die Fundamente ursprünglich nicht tief genug gedacht waren. Der Nachtrag von 2300 zum Voranschlag wurde bewilligt.
sd. Darmstadt, 1. März. Gestern vormittag wollte der bei der Bahn beschäftigte Arbeiter Bechtold von hier, der als Weichenwärter ausgebildet werden soll, mit dem Frühzug nach Egelsbach fahren, wohin er zur Aiiehulfe kommandiert war. Er sprang aber aus Verse hm t in den früher abgehenden Schnellzug, der in Egelsbach nicht h^li- Als B. dies' in Egelsbach' merkte, sprang er aus dem in voller Fahrt b cs in dl ich en Zug, sie! aber uu- glücklich und verletzte sich so schwer, daß er alsbald ms Krankenhaus uach Darmstadt gebracht werden mußte. Eine Lebensgefahr ist anscheinend nicht vorhanden.
Mainz, 1. März. Ter Provinzialansschuß wies in seiner gestrigen Sitzung den Regreß des freireligiösen Predigers Freiherrn v. Zuccv und Euccagtta gegen die Entscheidung des Krcisausschus.es wegeu seiner ?•'td}t^ bestätigung als Stadtverordneter ab und entschied, daß der Sanitätsrat Dr. Müller (Zcutr.), der nach ihm die meisten Stimmen erhielt, als Stadtverordneter an dessen Stelle zu treten hat. — -Der städtische. Finanzausschuß t)<>. den Voranschlag für die elektrische Str aßen b ahn mit 719 760 Mk. in Einnahme und Ausgabe für das erste Beiriebsjahr festgest?ll!. Oiu Ucberschuß zu gunstep der Sm.dtkasse ist noch nicht vorgcjehen. — Die städtische Eingemeindungskommission nahm den Vertrag betreffeub die Eingemeindung lo 0n Ginsheim-
Eharleroi, 1. März. Eine Dynamitbombe wurde heute in dem Hofe des von dem Vcrwalruttgsrate des Kohlenbergwerks bewohnten Schlosses in Gill y. geworfen. Der Ma!ericlschaden ist beträchtlich. Ein anderer Dch n a m i t a n s ch l a g wurde in Eourcelles, gegen die Behausung eines nicht ausständigen Arbeiters verübt. Auch dort ist der Materi -lstbaden groß.
Rom, 1. Märzu (Senat.) Beantwortung zweier Interpellationen betr. die Obstrnrtion des Eisenbahn p e r s 0 n a ls erklärt der I knister der ösfentlichen Arbeiten, um nur einen Teil der F0 r d er un geu dieses Personals zu befriedigen, lniüßte man 100
Die katholischen Stndentenvkrbindunqen
spielen jetzt in der klerikalen Presse, namentlich in Bayern, eine große Rolle. Tagtäglich erscheinen Verhimmelnngs- artikel. Den Vogel schießt dabei das „Bayr. Vaterland" ab, das in Ausdrücken über die „Feinde" der katholischen Studenten, wie „heulende Derwische." „Reichsphrasendrusch", „verkübelte Weisheit", „Lackelakademiker", „Reichsraufch", „mit Feuerwasser gewässerter Apachenstamm", rhetorischer Bandwurm" u. s. w., seiner Bewunderung für die katholischen Verbindungen Ausdruck verleiht, und von ihnen aus Anlaß der auch von uns erwähnten Münchener Akademiker-Versammlung erklärt:
„Hut ab vor den tapferen Herren aus den katholischen Stubentenfreifen, die in dieser Gesellschaft das Wort zur Bertei-
dehnte sich über die ganze Front aus in einer Länge von 120 Werst. Eine im Osten stehende Abteilung bei Kudiasa wars die Japaner zurück. Die Javaner wurden aus dem Tunsiliailin-Patz-in der Gegend des Gutulin-Pusses zu- rückgeworfen, wo sich ein Jnfauteriekamps entspann. Die Gegend beim Putilofs-Hügel wird mit elszölligen 6)e- schützen beschossen. Die russischen Batterien erwiderten das Feuer. An der Sch ah obrücke ist ein erbitterter, Kampf im Gange. Der in der Nähe befindliche kleine Wald ging in die Hände der Japaner über, die ihn end- ailtig besetzten. Es geht das Gerücht, daß eine auf dem äußersten Flügel der rechten russischen Flanke auf dem Marsche auf den Liaosluß befindliche japanische Division in Kalama angekomnien sei. Die Verluste sind nicht bedeutend, weil die Angriffe von wenig zahlreichen Truppen ausgesührt wurden.
Tokio, 1. März. Nach einem Telegramm aus dem Hauptquartier der japanischen Armee vom Schaho von gestern haben die russischen Batterien bei Tung^oshen und auf der nördlichen Höhe bei Tengehuatan um? 4 Übri morgens mit Schießen an gefangen. Die Japaner antworteten nicht. Montag nacht konzentrierten die Russen das Feuer ihrer Felda-'schütze bei Syupangtai und das der schweren 0-eschütze bei Wenchengpao aus die japanischeu Vorpostenstcllungcn in der Nähe Der Eisenbahnbrücke. Um; 1 Uhr morgens gingen
In der Antwort auf die Begrüßungsansprache, die Oberbürgermeister Dr. Beck an ihn richtete, sagte der König:
Es freut mich qam besonders, an bieder Stelle missprecheu Ut können, daß ich gefunden habe, das; in unserer <v a b r 1 k- bevölkerung, die ja vielen Versuchungen und Gefahren ans- gesetzt ist, doch in reichem Ntaße Begeisterung und Liebe f ü r K ö n i q und Vaterland existieren. Vian bewundert in Ghemmt; den regen Sinn für Gewerbe und Industrie; dieser rege Sinn hat der Stadt in vielen Kreisen, auch weit über unser engeres und weiteres Vaterland hinaiis, den Nainen „fachusches Ntanchester" eingebracht. Ich hoffe sehr, daß die zur Verabschiedung gelangten Handelsverträge mehr R u h e nnd St ct iq^e u m die vielfach in den letzteii Jahren aufgeregten Teile Per Industrie bringen werben. Ich hoffe zuversichtlich, daß diese gron>e Tat für unser gewerbliches Leben, welche steh gleich zii Aiifang meiner Regierung ereignete, ein günstiges Prognostikon für meine
nebst Gemahlin ist am Mittwoch in Petersburg ein- getroffen. Er wurde am Bahnhof vom Kriegsminister und dem Chef des Generalstabes empfangen. Der Gemahlin des Generals wurden von den Damen des Port Arthur-Komitees Blumen überreicht. Stössel begab sich unter Hurrarufen in das Fürstenzimmer, wo General Bogdanowitsch eine Ansprache au Stössel hielt, in der er darauf hinwies, daß der General ein durch den Mißerfolg im Kriege wie durch innere Wirren bedrücktes Rußland wicderfiude. Stössel gab in seiner Erwiderung der Uebcrz<eugung Ausdruck, daß die Wirren nicht von Russen hcrvor- gerufcn seien, sondern ein W erk der Japaner sei, welche die russischen Stellungen auf dem Kriegsschauplätze mit revolutionärer Propaganda Überschüttet hätten. (O mein lieber Herr!) T. Red.)
Neue japanishe Anleihe.
Tokio, 1. März. (Reuter.) In einer Versammlung von Bankiers und anderen Finanzleuten wurde über dic Subskriptioneu zu der inneren Anleihe beraten und ausgeführt, daß, sobald die Liste ausgeleg-t würde, die Anleihe überzeichnet werden würde. Die Bankiers gaben bekannt, daß sie 6 0 Millionen, der kaiserliche Haushalt fünf Millionen und andere Körperschaften und Privatpersonen 4 0 Millionen Den übernehmen würden. Man erwartet, die Anleihe werde doppelt gezeichnet werden.
T Reich.
Berlin, 1. März. Ter Kaiser ve-stch b"m P 'uzen Artbur von Coniiauoht den Schwarzen Adler- Orden.
— D 'e Z e i t u n g des G': ifm Pickle r trinke bn >br"m Erfchemm durch die B:r. ner Po^zei von S ra^cnv. ckauf ausgesdstossm. Auf die hiergegen eingelegte Beschwerde beim Öbe.Präsidenten üjt jetzt sclgcuber Bescheid einge-
Pdlitifdjc Tagesschau,
griffe auf
Es ist jetzt im Reichstag Gclcgcnlieit, zu beobachten, wie wenig Sympathie en tnt Grunde Graf P o s a- dowstu bei den Konservativen und Agrariern besitzt Als ber Staatssekretär mehrmals m ben Hanbels- vertragsbebatteu ber Landwirtschaft sich aimahm und wohl das Besir und Durchdachteste über ihre Wunsche und Klagen sagte, da freilid) leuchteten rechts dre Mienen aller, und begeisterter Beifall dankte den Ausfuhrungem Mau konnte in den Waubclgäugen die Bemerkung hören, sttr diese glänzende Leistung sei dem Grafen vieles verziehen. Aehn- lid) lobte die „Krettzztg." den Staatssekretär, an dem sie sonst tadelt, daß er im sozialpolitischen Eifer der äußersten Linken zu weit entgegenkomme. Nun aber hat cs Graf Posadon^sky mit der Rechten wieder verdorben, weil ec sich mit größter Bestimmtheit gegen die allgemeine Em- ührun« ves Befähigungsnachweises iw Handwerk erklärt. Konservative und au.stjemitijche Redner die letzteren mit der gewohnten Derbheit, fassen diese Ablehnung wie eine Kriegserklärung auf und benutzeu den Anlaß, die ganze Art der Sozialreform, wie sie Graf Posadow^ki) vertritt, als „übertrieben" zu charakterisieren. Mit weniger Berechtigung ist ein Angriff gemacht worben. Tenn es hanbelt sich speziell bei der Stellungnahme gegenüber dem Handwerker-Befähigungsnachweis nicht um die persönliche Auffassung des Staatssekretärs, sondern um eine ein- rnütiae Beschlußfassung ber verbündeten Regierungen. Noch mehr, Graf Posabowsky konnte baranf Hinweisen, baß die meisten Hanbwerkerkammern, die südbeut- scheu Kammern ohne Ausnahme, birekt eine Schäbignng von ber Einführung bes Befähigungsnachweises befürchten. An bieseu Gutachten ist boch Graf Posabowsky un- schulbig. Ueberbies kann auch nicht etwa ber Vorwurf erhoben werben, die Eröfstiung sei überraschenb erfolgt. Wiederholt stellten unzweifelhaft offiziöse Auslassungen — in ben „Berl. Polit. Nachr.", in ber „Norbb. Allg. Ztg." uftv. — fest, baß ber allgemeine Befähigungsnachweis für die Regierung erledigt ist. Der Liberalismus konnte mit den Wegen nicht einverstanden fein, die GVrnf Posadowskv in der Handelspolitik eingeschlagen hat. Aber die Gerechtigkeit hat man ihm auf feiten der Linken widerfahren lassen, daß man seine Sachkenntnis und seine Hingebung rücklialt- los anerkannte. Der Ton selbstgefälliger, spöttischer Ueber- legenheit rmd Belehrung, wie er zurzeit im Reichstag von etlichen Rednern der Rechten angeschlagen wird, erscheint so unangebracht wie mögliche, und erklärt sich allenfalls aus dem Verdruß über fehlgeschlagene Erwartungen.
Gustavs bürg an.
Frankfurt, 1. März. Vorgestern nacht stürzte unterhalb der Untermainbrucke der SchisfSheize.r Heinrich Kupfer in den Main und ertrank. Er hatte, nut zwei Kollegen in ber Wirtschaft von Engler am ^stmkai. gezecht. Kupfer war ein 32 Jahre alter lediger Nceusd)-. — An der alten Mainbrücke sprang gestern inorgen eine ältere JKau in bett Maiii und ertrank. Die Leiche ist noch nicyt jarelünbet. — Der Teilhaber der Baumwollwarenfirma Eckstein und Joseph, Hermann Eckstein, Por- zellanhofstraßc 10, ist in Untersuchungshaft genommen worben. Er soll einen Wechsel über 700 Mk. gefälscht haben. Er behauptet, er sei berechtigt gewesen, bic frembe Unterschrift nurer Den Wechsel zu setzen. (K. Pr.)
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a eh b a r st a a t e n In H a n a u erhöhten b;e S*adwerordn''ten bic Gchaltsbezüc.e des Oberbürgermeisters Gebeschus von 12000 auf-1-1 000 Mark, ber darauf hin seine Bewerbung um den Altoiia<'r Bosten znrückzog.
Der Fall des Landgerrchtsdirektors Hasse vor Gericht.
S. u. H. B e r l i n, 1. März.
Vor der dritten Strafkammer des hiesigen Land-
Millionen verausgaben. (Bewegung.) D-ie Regierung zur Verzweifluug getriebeu zu haben, faßen habe die Forderungen geprüft und einen Gesetzentwurf Bruno Lächel aus Hamburg, der H-anolungsgehilfe Willy


