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2.3.1905 Erstes Blatt
 
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Familien-Nachrichtcn. i

® e ft o r b e n: Herr Hugo Cantor in Mainz. Herr Julius! Kellner in Wetzlar.

Gießener Landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in .Hessen für Freitag den 3. März 1905: Meist trüb, starkwindig, kälter und Frost; Schnee- fälle, besonders im Süden und Osten Heftens.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Zum Kommandierenden

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Telephonischer Kursbericht.

2.

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41/. % äussere Argentiner

Tendenz : fest.

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Malachow, der bisherige Gehilfe des Kommandierenden, ernannt. ___________

Aufsehen hervor.

Petersburg, 2. März.

Gorki begab sich der Festungshast die Schauspielerin Generalgouverneur

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Dabei wurde das Kriegsmaterial einfach worfeu, wenn keine Waggons frei waren.

Petersburg, 2. März. Maxim nach feiner definitiven Entlassung aus direkt nach Riga, wo seine Freundin,

Hungen, den 1. März 1905.

Fürstliches Rentamt: Wiegmeyer.

zurückzukehren.

Petersburg, 2. März.New-Pork Herald" meldet, der Befehl, die kaiserliche Pacht Standard für eine, Kreuzfahrt bereit zu halten, ruft dort allgemeines.

wurde General

Gericklslaal.

Essen a. d. Ruhr, 1. März. Drei Bergleute aus Kray, die während des Streiks auf die Schutzwehr der Zeche Hasenwinkel geschossen hatten, wurden zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Dresden, 1. März. Der vom F ü r st e n Kotschonbey in einem Dresdener Hotel m i ft h a n d e l t e Portier Müller legte Berufung gegen das Urteil ein, durch das der Fürst zu einer Geldssrcne von 1000 Ml. verurteilt worden war.

Kunk und Wissenschaft.

Berlin, 1. März. Die Aufführung des p o l n i s ch e n 9 u st - spielsHerr Geld hab" von Alexander Graf F r e d r o , die unter Leitung des polnischen Schauspielers Stanislaus Sza- powski im Englischen Garten stattsinden sollte, ist polizeilich ver­boten worden.

In der Berliner Medizinischen Gesellschaft hielt Prof. Ort h einen Vortrag über die Natur des Krebses und über parasitäre Krebstheorie.' Die Ausführungen bedeuteten eine scharfe Absage an diejenigen Forscher, welche die Entstehung des Krebses auf gewisse pflanzliche oder tierische Keime und Bakterien, ober auf sogenannte Urtierchen zurückführen wollen.

AniVersttäts-^IachrlchLen.

Echo de Paris" erfährt, daff auf Veranlaffung des Lektors an der Universität Göttingen Couchoud etwa 30 deutsche Studenten zu Anfang April nach Paris kommen werden. Der Ausschus; der Parlier Studentenschaft hat beschlossen die deutschen Studenten in nicht ofizieller Weise zu empfangen und sie zu einem Essen einzllladen, unter der Voraussetzung, daß diese nicht in WichS und daß sie ohne Fahnen nach Paris kommen. Die deutscheii Studenten werden sich drei Tage in Paris aufhalten uni) sodami den Westen von Frankreich besuchen.

des Moskauer Militärbezirkes

März.

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. 96.20

. 146 90

. 117.00

. 214 00

. 193 00

. 143.00

. 160.00 . 164 25 . 140 60

. 17.90

. 191.00

. 259.00

. 247.00

. 211.60

. 135.80

52.20

46.10

Sport.

Paris, 1. März. Das Komitee des Automobilklubs hat die Frage über das Abhalten der Automobilrenuen dahin cut- schieden, daß in j e d e m I a h r e nur e i n g r o ß e s A u t o ° m o b i l r c n n e n abgehalten werden soll. Bezüglich des Gordon Bennelt-Rcnnens und des Grand Prix für 1905 wurde beschlossen, daß dieses letztere als Ausscheidungsremien für das Gordon Bennettrennen dienen soll.__

bunben ist, hat auch bet soeben vollenbete Simplontunnel seine Menschenopfer gefordert. Bevor die Arbeit auf der Sudseite begann, gab es schon zwei Tote. Die Gesamtzahl aller Toten während der ganzen Bauzeit war auf der Süd­seite 15, wovon fünf durch unvorhergesehene Unglücksfälle umgekonimen sind. Allen anderen wiirde die Außerachtlassung bestehender Vorschriften verhängnisvoll. Die Zahl der Toten auf der Nords eite betrug insgesamt 24, wovon die Hälfte auf die Bohr- und Sprengarbeiten kommt. Schwere Ver­letzungen ergaben sich auf der Nordseite insgesammt 133. Wenn man dabei berücksichtigt, daff der beträchtlich kürzere Gotthardtunnel 200 Tote gefordert hat, so ist bei dem neuesten Tunneldurchstich immerhin ein größerer Arbeiterschutz zu konstatieren.

* Den Einjährigen ersungen. Um seine Künstter- schast nachzuweisen, sang der beim 162. Infanterieregiment in Lübeck zweijährig dienende Opernsänger Werner im Stadt­theater den Max imFreischütz", und der Beweis galt als erbracht.

Original Honben's Gasheizöfcn sowie Aachener Badeöfen sind über 100 000 im Betrieb, der belle Beweis für deren Güte. Gasheizöfen sind für die Uebergangszeit unentbehrlich und für Räume« welche nur vorübergehend benutzt werden, wie Salon's, Sprech­zimmer 2C. entschieden die billigste Heizung, wofür die Firma Honben Sohn Carl in Aachen jede Garantie übernimmt. hv-"..

crener aus Verün unv her Schreibet Bruno Güns aus' Breslau auf der Anklagebank. Die Affäre Hasse kam durch das bekannte Revolverattentat des Landgericht s- direktors Mgen Lächel in Fluß. Hasse, der Ausschweif­ungen nach § 175 huldigte, hatte eines Tages eine öffent­liche Anstalt betreten, die einen von gleichgesinnten Männern bevorzugten Platz tzur Verabredung von Stelldicheins bildete. Naturgemäß war die Anstalt auch von zweifelhaften Ge­sellen umlagert, die diesen Verkehr zu Erpressungen aller Art ausnutzten. Der Anführer war Lächel, der die er­preßten Gelder in Gesellschaft lüderlicher Dirnen verjubelte. Die drei Angeklagten hatten nun an jenem Tage Posto vor der Anstalt gefaßt und schickten dem Landgerichts- direktor den Güns nach, der damals im 19. Lebensjahre stand. Der Angeklagte benahm sich dem Landgerichts­direktor gegenüber so auffällig, daß dieser sich zu einer unzweideutigen Bewegung veranlaßt sah. Diesen Moment hatten die Erpresser abgewartet, um dem Landgerichtsi- direktor mit Geldforderungen zu kommen. Dieser, bot den Burschen eine größere Summe Geldes an, um sie loszu­werden, was ihm auch mit 150 Mk. gelang. Diese betrach­teten die Summe jedoch als Abschlagszahlung und sandten dem Landgerichtsdirektor aus allen Gegenden Deutschlands Drohbriefe. Besonders Lächel tat sich darin hervor. Bis zum Dezember gelang es dem Patron, nahezu 40 000 Mk. von demi Unglücklichen zu erpressen. Hasse stand vor seinem Ruin. Er bestellte Lächel am 29. Dezember nach der Behrensstraße in Berlin hinter der HedwigSkirche und ver­suchte dort, Lächel zu erschießen. Er begab sich sofort zur nächsten Polizeiwache, wo er verhaftet wurde. Lächel hatte sich nach Hamburg begeben und von dort aus einen neuen Drohbrief an Hasse gerichtet. Er wurde dort verhaftet, als er auf dem Postamt eine Antwort Hasses abholen wollte. : -ute hatte er sich mit seinen beiden Kumpanen wegen j'.-iiter Erpressungen zu verantworten. Nach mehrstündiger Verhandlung hinter verschlossenen Türen verurteilte der Gerichtshof Lächel zu fünf Jahren Gefängnis, sodaß er mit einer anderen, früher verhängten Strafe jetzt insgesamt 9 Jahre 6 Monate Gefängnis zu verbüßen hat. Heuer erhielt -4 Jahre 9 Monate und Güns 4 Jahre Gefängnis. Ferner wurden allen drei An­geklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre -ab­erkannt. Aus der' Urteilsbegründung sei hervorgehoben: Tie verlesenen Briefe an Hasse bewiesen, daß die Er­pressungen in der schamlosesten und rücksichtslosesten Weise ausgesührt wurden. Mildernde Umstände mußten den An­geklagten versagt werden, weil sie das erpreßte Geld in der luderlichften Wette verjubelten.

. 102.40

. 91.70 . 102.50

. 91.70 . 100.60 . 99.70 . 102 30

101.25 . 100.40 . 105.60 . 68.10 . 68.30

Neueste Meldnnacn.

OritziiraLdrahtrrieldrrugerr des Gießener Anzeigers.

R. B. Darmstadt, 2. März. (Eigener Draht» bc r i ch t. Die zweite Kammer erledigte heute die R e st-- kapitel des Etats, Eisenbahnetat, Gewerbeaufsicht undl Pensionen. Bei Kapitel Gewerb e au fsich t entstand eine; längere Debatte, in welcher von s o z i a l d e m o kr a t i s ch e rt Seite die Unzulänglichkeit der jetzigen Beaufsichtigung beklagt wurde. Geheimrat Braun erwiderte darauf nnbf verlas einen Teil des Berichts der Gießener; Inspektion, wonach 90 Prozent sämtlicher gewerblichen' 'Anlagen einer Inspektion unterzogen wurden, was bet?; Regierung s Vertreter als vollkommen au § <* reichend bezeichnete. Damit ist der Rest des Etats er-- ledigt. Das Finanzgesetz soll erst später verabschiedet werden.. Es wurden darauf eine Reihe von Vorstellungen den zu-^ stehenden Ausschüssen überwiesen und die weiteren Vor--' lagen der Tagesordnung auf die nächste Sitzung, die morgens um 9 Uhr beginnt, verschoben.

Berlin, 2. März. Die R'e visionsv er Handlung, des Königsberger Prozesses findet nach demVor- wärts" am 3. Mai vor dem Reichsgericht in Leipzig statt.

Berlin, 2. März. Prinz Friedrich Leopold hat gestern auf dem LloyddampferPrinz Eitel Friedrichs von Genna die Ausreise nach Ostasien angetreten.

Paris, 2. März. Der Minister des Jnnerry Etienne sagte in einer auf dem Bankett der Kolonialen? Gruppen gehaltenen Rede, Frankreich wäre der Schöpfer! seines Kolonialreiches, das trotz,der Befürchtungen^ in diesem Jahre unverletzt geblieben sei. Frankreich werde- sich nicht seinen Verpflichtungen entziehen. Es nehme die Verantwortung auf sich, daß Jndochina nie andersj als französisch, sein werde. Er wüßte, daß es niemals, in andere Hände übergehen würde, die das Werk der Zivilü-i sation, das Frankreich seit 20 Jahren durchgeführt, habe,; unterbrechen würden. Redner glaubt nicht, daß es in der, Welt eine Macht gebe, die fähig sei, eine solche Absicht, zu hegen.

P a r i s, 2. März, Wie aus Petersburg gemeldet Nnrd, ordnete der Kriegsminister die Absendung von 120 000/ Gewehren, 80 Millionen Patronen, 30 000 Schrapnels und UFeldbatterien nady denr Kriegsschauplätze!an. Diese Sendung beweise zur Ge-^ nüge, daß die Regierung entschlossen sei, den Krieg mit; aller Energie fortzusetzeu. Im Generalstabe wird erklärt,,, daß russischerseits alle Vorkehrungen getroffen seien fün einen etwa notwendig lverdenden Rückzug auf Tieling ober? Chardin. In allen Militärwerkstätten herrscht fieberhafte- Tätigkeit.

Petersburg, 2. März. Auf der sibirischen Bahn; wurden abermals Betrügereien aufgedeckt, die höhere'

emktnrl a. Jtie, 30/n Mexikaner 4,/or'/n Chinesen . Electric. Schlickert Nordd Lloyd . . Kredits ktien Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthard bahn . . Laurahütte . . . Bochum . . « , llarp^ner . . . Staatsschatzscheine

4 6% Oesterr. Silberre 4% Unirar. Goldrento 4'V haben. Rente , 41^-6 Portugieser » '0/ Portugiesen, . .

1 % C. Türken . . Tiirkenlose . . «

Andrejewa, augenblicklich weilt. Der

Trepow gestattete ihm diese Reise, doch mußte Gorki sich^ schriftlich verpflichten, von dort unbedingt nach Petersburg

Zum Tode des Grafen Albrecht von Finkenstein.

(Nachdruck verboten.!

S. u. H. Berlin, 1. März 1905.

Das tragische Ende des Grafen Albrecht von Finkenstein, des Majoratsherrn von Groff-Derzogswalde bei Rosenberg in Wcktpreuffen, dessen Leiche am Montag am Grabe seiner kürzlich verstorbenen Gattin aufgefunden wurde, ruft die Ermnerung an den nicht minder tragisch verlaufenen letzten Teil iemc§ Lebens wach, den die breitere Oefsentlichkeit bekanntlich durch die eigenartige Anzeige vom Tode seiner Frau kennen lernte. Graf Albrecht von Finkenstein, ein Nachkomme Gneisenaus, war ursprünglich Offizier bei den Gardekürassieren in Berlin. 1889 heiratete er die Tochter eines Großkaufmanns, Auguste N a n s 0 n. Ihr eigentlicher Name war N a t h a n s 0 n. Ihr Vater ivar, als es in Berlin mit seinem Geschäft nicht vorwärts gehen wollte, nach England gegangen. Nach Jahren kam er als Namon Zurück. Ms er eines Tages mit seiner Tochter den englischen Gottesdienst in der Kirche am Monbijouplatz besuchte, wurde diese von dem Grafen bemerkt. Er hielt um ihre Lwnd an und heiratete sie. obwohl diese Heirat zu einem Bruch miteinen Ver­wandten führte, die ibm schon vorher wegen seiner liberalen Gesinnung nickt hold gesinnt waren. Miß Nanson war übrigens eine Kus'ne des Hofburasckcruspielers Josef Kainz. Nack seinem Ausscheiden aus der Armee ^bestand Graf Albrecht 1893 das Referendarexamen. 1894 mußte er daS Majorat Gr. HerzogL- walde übernehmen. Naturgemäß hatte er, der bisher so gut wie garnicht mit der Landwirtschaft in Berührung gekommen war, keine Ahnung davon, wie man ein Gut verwaltet. In dieser Notlage versprachen ihm der stühere Abg. Bernhard von Putt- kammer - Plauth und der Reickstagsabg. und Bundesführer Kammerherr von Oldenburg- Jannsckau Rat und Beistand. Wie nun Graf Finkenstein in einer Reihe von ihm veranlaßter Zeitungserklärungen behauptete, hätten diese beiden Herren ihm eine Schuldenlast von 30 000 Mk. kontrahiert, so daß ihm als einziger Ausweg zur Deckung nur die Familienkasse verblieb, von der er 54 000 Mark gegen Uebertragung der Verwaltung auf ,bie Kuratoren der Familienkasse erhielt, v. Puttkammer und v. Oldenburg wurden daraufhin mit der Zwangsverwaltung des Gutes beauftragt. 1904 starb die Gräfin pon Finkenstein und in einiger: preußischen Tageszeitungen erschien daraufhin folgende Todesanzeige:

z. 3t. Danzig, 12. November 1904.

Heute nachmittag 4 Uhr erlöste Gott durch einen sanften Tod von langen, schweren mit rührender Geduld und Ergebung getragenen Leiden meine teure, inniggeliebte, Frau Mary Augusta Gräfin Finkenstein geb. Miß Narrson im 34. Jahre ihres Lebens und im 15. Jahre unserer überaus glücklichen Ehe. Sie ist der seit neun Jahren bestehenden Zwangs-Ver­waltung meines Majorates Herzogswalde zum Opfer gefallen, die auf Veranlassung der Herren Bernhard v. Puttkammer- Pwuth und Kammerherrn Elard v. Oldenburg-Januschau, da­maligen Beratern unstrer Familienstiftungskasse, gegen mich eingeleitet wurde. Dieses zeigt in tiefstem Schmerze an

' Albrecvt Graf Finkenstein in Herzogswalde.

Diese Anzeige erregte großes Aufsehm. Hatte doch der Träger eines alten Namens darin gegen Standesgenossen schwere Vorwürfe erhoben. Und dann war es ja auch ein ganz un­gewöhnlicher Weg, eine Todesanzeige zum Ausgangspunkt der­artiger Auseinandersetzungen zu machen. Tie Folge war die Einleitung eines Verfahrens gegen den Grafen Albrecht durch den Ehrenrat des Landwehrbezirks Deutsch-Eplau. Der Ebren- rat erkannte auf Ausstoßung aus dem Heere, eine Ent­scheidung, die der Kaiser bestätigt hat. Von jetzt ab war der Graf ein gebrochener Mann. Er beabsichtigte, sich drüben in der neuen Welt eine neue Heimat zu gründen. Doch es Tmn anders Er konnte sich vom Grabe seiner geliebten Frmt nickt trennen, das er täglich besuchte. Am Morgen des 26. v. M. ersuchte er seinen Gärtner, ihn nach einer Stunde mit dem Wagen abzuholen. Als der Gärtner ihn vom Friedbos holen wollte, lag der Graf röchelnd am Boden, Rock und Weste ge- össnet,' während die Herzgegend zwei Schußwunden aufwies. In­dessen der Gärtner Hilfe holte, krachte noch em dritter Schuß; er 1,1 (T~e~ * dein nn En^

Reichsanleihe do.

Konsols . do . .

Hessen Oberhessen

4° 0 Grieoh. Monopol.-Anl.

Bahnbeamten verübten. Die Betreffenden sollen Privat-j frachten als Gewehrsendungen deklariert und das Frachtgelds in die Tasche gesteckt haben. Die Waggons wurden je nach' Laune bald zu 50, bald zu 400 Rubel pro Stück vermietete in Schuppen ge-/

T nman und Nasen behandele man nur mi vT U!ltl Jjippvll bem nicht fettenden feinsten, in Tu

3'/, %

4% Oesterr. Goldrente

KrieskMen der RedakNan.

(9(Btoithinc Ar, frag en bleiben nnberncksichtigt.l

Mehrere Abonnenten" in H. Also auch Sie sind der Ansicht, das; Jlmen die .Bolkswacht" gestohleii werden kann?" ^ader der feuerfeste Kasseufchrank", von dem Sie uns berichten ? Sie haben ganz recht, das Blättchen muff so gut verwahrt werden, daß niemand dadurch Schaden leide.

vernnicvtes.

Berlin, 1. März. Das Dienstmädchen Bertha Habenicht, das bei dem Kaufmann Broerr in Stellung ist, griff heute im Verlaufe eines Streites ihre Dienstherrin tätlich an, indem sie ihr mehrere Messerstiche versetzte Sie versuchte darauf sich selbst durch Mefferstiche zu töten und wurde schwer verletzt nach der Charitee verbracht.

--- Benthe n, 2. März. (Eigener Dr a h t b e r i cht.) Ans bem Mil lasch achte der Grube Preußen wuroen 20 Bergleute durch H e r a b st Ü r z e n von B e r g m a s s c n verschüttet und 0Ctü*%ie Opfer des Simplontunnels. Wie jedes gewaltige Menschenwerk/ das mit großen Schmierigkeiten oer-

Bekarrutmachnng.

Die noch rückständigen Pacht- und .Holzgelder aus 1904 können nur noch bis zum 15. 9lprrl d. I. kostenlos an das Fürstliche Rentmnt in Hungen gezahlt werden, wobei bemerkt wird, daß nur der Unterzeichnete und dessen Ehefrau berechtigt sind, Gelder für die Fürstliche Rentamtskasse in Empfang zu nehmen unb darüber vollgültig 511 quittieren.

Kirchlich Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Die aus Freitag den 3. Nlärz verabredete Vereinigung der konfirmierten Ntädchen der Lukasgerneinde fällt aus.

__________ Pfarrer Euler.

Israelitische Neligionsgemeinde.

Hottrsdien'l in der Synagoge (-Üdans.ige). Samstag, den 4. März 1905.

Vorabend 6.00 Uhr.

Morgens 9.00 Uhr.

Predigt.

Nachmittags 3.30 Uhr.

Sabbathausgang 7.00 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft.

Gottesdienst.

Sabbath^eier am 4. März 1905.

Freitag abend: 5.45 Uhr.

Samstag vormittag: 8 30 Uhr.

Samstag nachmittag: 3.30 tlyr.

Sabbathausgang 7.00 Uhr.

Wochengottesdienst: morgens 7.00,

abends 5.30.

L»ardet vnb KerKelir. KolKswrrtschalt.

Neue deutsche Reichsanleihe. Bei der iortgesetzten Verbilligung des Geldes ist es nicht leicht begreiilich, daß das Deutsche Reich die günstige Lage nicht zur Decktmg seines Ailleihebedarss ausnutzt. Die immer wiederkehrende Begebung voir Schatzscheinen, die auch in der vergangenen Woche wieder geübt wurde, kann doch nichts anderes als "nur ein Notbehelf sein? Aber wenn man die Transaktion ivie in früheren Jahren wieder ans die lange Bank schiebt, darf man sich nicht nummern, wenn der Erfolg abermals nicht der criuarietc ist. Die Unterbringung Deutscher Reichsanleihe in Frankreich sei die Borbereitnng von Transaktionen gewesen, die noch in diesem Monat zur Durchführung gelangen sollen. Es werde nicht nur das Reich, sondern auch Preußen sicl; an den Geldmarkt wenden. Das Reich werde mit einer Anleihe von einer halben Milliarde Mark kommen und rechne stark auf die Teilnahnie des Auslandes, auch Amerikas. Wie viel Preußen noch für seine Ka­näle brauche, darüber erfährt man vorerst noch nichts. Bei den neuen 2lnleihen wird auch auf die stärkere Teilnahme der Spar­kassen, Versicherungsgesellschaften und Korporattonen gerechnet, denen besondere Begünstigungen eingeräumt werden sollen, um auf diese Weise der mehr als lästigen Einrichtung der Konzertzeichner ent- gegentreten zu können.

Märkte.

kc. Frankfurt a. M., 2. März. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 22 Ochsen, 10 aus Oesterreich 6 Bulle, 00 ans Oesterreich, 49 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 ans Oesterreich, 766 Kälber, 187 Schale und Hämmel. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 70 bis 72 Mk., 2. Qual. 6568 Mk., 3. Qual. 5860 Mk.; Bullen 1. Qual. 6163, 2. Qual. 0000; Kühe 1. Qualität 6769 Alk., 2. Qual. 6466 Mk., 3. Qual. 5456 Alk., 4. Qual. 4547 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Kälber. 1. Qual. 7580 Pfg., Lebendgewicht 4548 Pfg., 2. Qualität 59-62 Pfg., Lebendgewicht 43-45 Pfg., Schlachtgew. 5761 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 6870 Pfg., 2. Qual. 62OO Psg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand iinbe- deutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.

Limburg a. d. L., 1. März. F ruchtmark t. Durch- schnittspreise pro A alter. Roter Weizen 15.30 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 10.80, Gerste 10.30 Mk., Hafer 7.65 Mk., Erbsen 0.00 All., Kartoffeln 0.00 Mk.